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Rr. 6L Mstes Blatt. Donnerstag den 15. März
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Amtlicher Heil.
Bekanntmachung.
Hetr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Daubringen.
Donnerstag, 29. März b. I. vormittags 9 bis 10 Uhr findet im Bürgermeistereibureau zu Daubringen die Entgegennahme der Wünsche bezüglich der Zuteilung des 1. Feldes statt. Die Wünsche sind schriftlich — mindestens auf y2 Bogen — einzureichen, vom Grundstückseigentümer zu unterzeichnen und müssen genau angeben, welche alten (nach Flur und Nummer zu bezeichnenden) Grundstücke zusammengelegt werden sollen und in welche Gewann das neue Grundstück gelegt werden soll. Die Beteiligten werden ferner aufgefordert, in ihren Wunschzetteln sich auch darüber za erklären, falls sie anstatt Gelände den Bonitätswert ihrer in die Bahnlinie fallenden Grundstücksabschnitte in bar beanspruchen.
Wünsche, welche nicht in dem oben genannten Termin vorgebracht werden, finden keine Berücksichtigung.
Zur Orientierung der Beteiligten liegt eine UebersichtS- farte über das 1. Feld sowie ein Verzeichnis der in die Bahnlinie fallenden Grundstücke auf dem BUrgermeisterei- bureau zu Daubringen offen.
Friedberg, 12. März 1900.
Der Großherzogliche Bereinigungskommissär. Süffert, Regierungsrat.
Deutscher Reichstag.
166. Sitzung vom 13. M'ärz. 1 Uhr.
Am Bundesratstische-. Staatssekretär Nieberding. Tagesordnung: S. Lesung der lex Heinze. .. , ,
Abg. 51 o et en (Zentr.) erklärt, soviel er wisse, feien die heule vorliegenden Kompromihanträge des Zentrums und der beiden konservativen Gruppen (Streichung des Arbeitgeberparagraphen, Streichung des erhöhten Schutzalters für noch unbescholtene Mädchen, sowie 36= Milderung des Kunst« und Theaterparagraphen) gleich am Tage nach ihrer Vereinbarung in der Presse bekannt geworden. Nur die redaktionelle Formulierung fei erst später erfolgt. Seine Freunde hätten, der Not gehorchend, um das Ganze zu retten, auf einen großen Teil ihrer Forder- iingen verzichtet. Aus den an ihn gerichteten anonymen Zusendungen, für die er nur Ekel empfinde, ferner aus den Aeußrrungen m Presse und Versammlungen schließt er auf eine Periode sittlichen Niederganges. Weiterhin übt Redner Kritik an der Versammlung im Saale des Hand- werkerverems zu Berlin und an der Philharmonieversammlung, die bekanntlich vereitelt wurde. Dort seien unaufhörlich Hochrufe auf Heinze aasgebracht worden. (Heiterkeit). Das fei doch ein Zeichen, welcher Geist in solchen Versammlungen herrsche. Redner geht nunmehr auf die Machen er Protestverfammlung ein und meint, was da für Ausdrücke gefallen feien, das sehe man schon an dem Ton des Protestes, dessent- halben der Präsident den Protest nach München zurückgeschickt habe. Die Reichstagsmehrheit wolle durchaus die Kunst nicht beengen, sondern eur gegen Schamlosigkeiten und Gemeinheiten vorgehen. (Fürst Hohenlohe betritt den Saal). Angesichts gewisser Feststellungen im Barrison- Prozeß hätten Künstler und Schauspieler vielmehr Anlaß, gegen solche Gemeinheiten und Schamlosigkeiten zu protestieren und die Kunst und Vühne säubern zu helfen, anstatt gegen diejenigen zu protestieren, welche diese Säuberung vornehmen wollten.
Abg. Bassermann (nl.) beklagt, daß die Kompromißanträge picht schon früher.öffentlich bekannt geworden seien. Auf jeden Fall hatten seine Freunde es weit eher verstanden, wenn die Regierung ihren Widerspruch gegen den Arbeitgeber - Paragraphen, sowie gegen die Erhöhung des Schutzalters für unbescholtene Mädchen zurückgezogen hätte, und wenn sie statt dessen den Kunst- und Iheaterparagraphen fallen gelassen hätte. Seine Freunde würden jedenfalls, wenn der Kompromiß, wie er jetzt vorgeschlagen, zu stände komme, mit verschwindenden Ausnahmen gegen das ganze Gesetz stimmen. 0b der Wohnungsparagraph zu stände komme, fei schließlich gleichgiltig, denn an den thatsächlichen Verhältnissen werde so oder so nichts ge- hbert. Was den Schutzalter-Paragraphen anlangt, so könne er die gant Staatssekretär bei der 2. Lesung erhobenen Bedenken als zutreffend nicht anerkennen. In Bezug auf den Kunst- und Theater-Paragraphen irre sich der Reichskanzler — bei der von chm den Künstlern erteilten Audienz — doch wohl über die Auslegungsfähigkeit solcher Vorschrfften. Selbst die Museen und die Kunstläden seien doch öffentlich, also jedermann zugängig. Die Mehrzahl seiner Freunde werde den Kunstpara- zraphm ablehnen, ebenso den Theaterparagraphen.
Abg. Stockmann (Rp.) vertritt die Kompromihanträge. Der Reichstag kämpfe doch hier nur gegen das „Gemeine". Und waS hätten denn Kunst und Künstler mit dem Gemeinen zu schaffen? Gerade sie sollten sich also der Reichstagsmehrheit anschließen. Weshalb sollten denn auch die Richter nicht geeignet fein, zu beurteilen, ob die Künstler bie richtige Grenze inne gehalten haben?
Abg. Beckh (frf. Vp.) wendet sich besonders gegen den Kunst- piragraphen. Derselbe sei ein Faustschlag gegen die deutsche Kunst. Das „Hoch Heinze!" von dem Abg. Roeren gesprochen, sei erfunden. Selbst, wenn die Linke bei diesem Gesetze niedergestimmt werde, hoffe er, daß die Regierung sich es doch noch überlegen werde, ob sie das Selch angesichts einer solchen Volksbewegung annehmen dürfe. (Beifall links.)
Abg. Himburg (kons) erklärt sich namens seiner Fraktion kurz Tür den Kompromiß.
Abg. Schrader (frf. Bp.) meint, an der Spitze der Protest, leitxgung ständen doch allererste Künstler. Und diesen wage Herr Roeren soquwetfen, daß sie nicht unterrichtet seien (Beifall links). Es seien
das Künstler, deren Namen noch lange im deutschen Volke leben würden, wenn der Name Roeren längst vergessen sei. «Lebafter Beifall.) Herr Roeren habe bemängelt, daß sich in jener Versammlung auch Damen befunden hätten. Er, Redner, könne aberffagen, daß dort nichts gesprochen worden sei, was nicht auch Damen hätten hören können. Die Künstler, die sich bisher von Politik fern gehalten, sähen jetzt ein, daß dies hier nur der erste Schritt fei zu einer Bedrohung der geistigen Freiheit. Man wolle hier nur auf geistigem Gebiete dasselbe, was bereits auf wirtschaftlichem Gebiete geschehen sei, nämlich der freien Entwicklung Fesseln anlegen.
Abg. Gröber (Zentr.) erwidert dem Vorredner, mit einem Manne, der auch die Herstellung unzüchtiger Bilder freigegeben wissen wolle, könne et Überhaupt nicht reden. Eine Kunst, die der Unzucht dienen solle, verdiene keine Schonung. Redner wendet sich dann namentlich gegen die Münchener Protestversammlung. Zu einer der hiesigen Protestversammlungen habe auch die nationalliberale Fraktion eine Einladung erhalten. Man erzähle sich, sie habe zwar der Einladung nicht stattgegeben, sich aber in ihrem Fraktionszimmer zum Zeichen der Zustimmung zu dem Protest von den Plätzen erhoben (große Heiterkeit). Die niederländischen Sttafgesetzbestimmungen seien noch viel schärfer, auch im italienischen Strafgesetzbuch, sowie hn ungarischen, österreichischen und norwegischen fänden sich weitergehende BestimtNungen. Die Kunst solle frei sein, aber nicht frei von Sitte, sie dürfe nicht frech fein. Die Kunst und die Künstler dürften für sich nicht eine Herrenmoral beanspruchen (lebhafter Beifall). Das müsse die Mehrheit in diesem Hause verhüten' Dafür trage sie die Verantwortung vor dem allmächtigen Gotte (lebh. Beifall im Zentrum und rechts).
Abg. Bebel (Soz.) bemerkt, aus dem, was man hier höre, müsse man entnehmen, daß ganz Deutschland in Unmoral versunken sei. Das sei aber eine unbegründete Herabsetzung des Ansehens Deutschlands (Beifall). Wenn die Künstler sich jetzt regten, so könne er sich nur darüber freuen; denn bisher hätten die Künstler immer geglaubt, sie feien eine besondere Welt. An dieser ganzen Sache seien aber auch Damen beteiligt, Damen, die auf den Hofbällen nicht weit genug nach unten ausgeschnitten gehen könnten. Es handle sich hier um die erbärmlichste Heuchelei, die es je gegeben habe. Und gerade den Arbeitgeber- paragraphen lasse man fallen, obwohl gerade die Prostitution und Unsittlichkeit durch nichts mehr gefördert werde, als durch die Mädchen- verführung durch Arbeitgeber.
Staatssekretär Nieberding erklärt, was die Kompromiß- Vorschläge anlange, so beschränke sich seine Thätigkett bet diesen Besprechungen aber nur darauf, daß er nach seinen neuerlich ein- geholten Informationen mitgeteilt habe, welche Beschlüsse zweiter L-sung für die Regierung unannehmbar seien. Ferner habe er erklärt, daß die Regteruna aus dem Paragraphen über das Wohnen der Dirnen kckne conditio sine qua non machen würde. Endlich habe er erklärt, daß der Theaterparagraph zweiter Lesung unannehmbar fei. An der wetteren Verhandlung darüber habe er nicht teilgenommen. Bet diesen Kompromißanträgen handle eS sich also nicht um einen Kompromiß mit der Regierung, sondern nur um einen solchen zwischen den Parteien. Wetter bemerkt der Minister dem Abgeordneten Bafserm-nn, daß der Gendarm, der in einer Berliner Kunsthandlung ein Boeckltn'scheS Bild aus dem Schaufenster habe entfernen lassen, keinen Auftrag dazu gehabt habe. Die Erregung der Künstler sei zu bedauern. Angesehene Künstler hätten ihm, dem Minister, Recht gegeben. (Bravo rechts.)
Abg. Stöcker (b. k. Fr.) erklärt, auch ihm sei der Arbeitgeberparagraph, sowie der Schutzalterparagraph wichtiger, als das ganze Gesetz. Redner wendet sich weiter lebhaft gegen die Agitation gegen das Gesetz. Der Maßstab, den er an die Sache lege, sei nicht die Künstlermor-l, auch nicht die Zsttungsmoral ober Gelehrtenmoral, sondern die schlichte, christliche, bürgerliche Moral. Wie gebildete, sittlich fühlende Menschen ein Lamento machen könnten, wenn Dinge, die daS Scham- und Stttlichkeitsgefühl gröblich verletzten, vor den Strafrichter gebracht werden sollten, sei ihm unbegreiflich. (Bravo rechts.)
Damit schließt die Generaldebatte.
Es finden jetzt die Abstimmungen über die Münzgesetz- novelle statt. „ ,
Die ersten drei Artikel werden fast einstimmig angenommen.
Beim Artikel 4 wird der Antrag Arendt in namentlicher Abstimmung mit 161 gegen 61 Stimmen abgelehnt. — Artikel 4 wird in der Fassung des Antrages Herold angenommen, desgleichen in der Kommissionsfassung der Rest des Gesetzes.
Morgen 1 Uhr: Speztalberatung der lex Heinze.
Schluß nach 6 Uhr.
♦ Born Kriegsschauplatz.
Loudon, 13. März. Lord Roberts sandte gestern abend aus Benterselei ein Telegramm, in welchem es heißt, die Engländer fanden bei ihrem Bormarsch auf Blomfontein keinen Widerstand. Die englischen Truppen ständen achtzehn Meilen von Bloemfontein, die Kavallerie sechs Meilen südlicher an der Eisenbahnlinie. Dieselbe habe ihre Stellung in einem schweren Gefechte genommen. 321 englische Soldaten seien verwundet, 60 bis 70 seien tot oder würden vermißt. Oberst Atupbely sei bereits an seinen Wunden gestorben; Leutnant Pratt vom Effexregiment befinde sich auch unter den Verwundeten. Seine Wunden seien ernsthafter, als gewöhnlich, wie cs heißt, eine Folge der Explosivgeschosse, welche die Buren benutzt hätten.
— Ein heute morgen von Benterselei von Lord Roberts eingetroffenes Telegramm besagt, daß die Engländer in der Nähe der Bahnstation Bloemfontein zwei die Stadt beherrschende Hügel eingenommen hätten. Unter den Gefangenen befinde sich auch ein Bruder desPräsidentenSteijn. Die nach Norden führende Telegraphenlinie sei zerstört, die Eisenbahnschienen feien ausgerissen. Roberts teilt mit, daß er mit der dritten
Kavallerie-Brigade und starken Fußtruppen aufbrechen, und den Rest der Streitkräfte baldigst nachfolgen lassen werde.
— Cecil Rhodes beabsichtigt, den in Kimberley Gefallenen ein kostbares Mausoleum zu errichten. — Demselben Blatte geht ein Pariser Telegramm zu, demzufolge der Sekretär des Oranjefreistaates, Fischer, der gestern in Lorenzo Marques eintraf, in Kapstadt mit einem Bevollmächtigten Lord Roberts eine wichtige Unterredung haben werde, von deren Resultat es abhängt, ob er ins britische Hauptquartier-zugelassen werden wird, um Roberts selbst zu sprechen.
— Aus Durban wird von gestern nachmittag telegraphiert, daß die Division des Generals Warren sich eingeschifst habe, und daß die Schiffe nun vor Anker lägen uud nur noch die Befehle Lord Roberts erwarteten.
Telegramme deS „Gießeuer Auzetger".
, London, 14. März. AusKapstadt wird von gestern gemeldet: Oberst Plumer steht in einer Entfernung von nur 20 Meilen von Mafeking, und die Buren ziehen sich zurück. Cecil Rhodes verläßt Kapstadt morgen. In einem Interview über das den Buren bevorstehende Schicksal erklärte Cecil Rhodes, er wisse nicht, was geschehen werde. _ ,
London, 14. März. Die „Times" veröffentlichen em Telegramm aus Mafeking von Oberst Plumer vom 4. März: Die Thätigkeit auf beiden Seiten beschränkt sich, währeno der letzten Tage auf Vorposten-Gefechte. Der Kanonendonner beginnt jedoch wieder. Ein Creuzot- Geschoß fiel in das Lokal des „Advertiser". Der Redakteur entkam nur auf wunderbare Weise. — Oberst Baden Powell hat den Kommandanten Snymann benachrichtigt, wenn er fortfahre, Eingeborene gegen ihn zu verwenden, so werde er einen Aufruf an die Basutos erlassen und diese auffordern, die Grenze zu überschreiten.
London, 14. März. Ein Telegramm aus Storm- b e r g - I u n c t i o n vom 12. ds. berichtet: Wir überraschten den Feind bei Aliwal North, welches befestigt ist. Wir konnten unsere eigene Stellung behaupten. Der Feind hält noch immer die Hügel besetzt, mußte aber sein Lager aufgeben. Wir machten eine Anzahl Gefangene und bemächtigten uns verschiedener Munitionswagen.
London, 14. März. In den Wandelgängen der Kammer zirkulierte mit Bestimmtheit das Gerücht von der Entsetzung Mafeking s.
London, 14. März. Ein amtliches Telegramm, welches in der letzten Nacht aus Washington hier eingetroffen ist, berietet, daß das amerikanische Staatsdepartement mitteilt, die Vereinigten Staaten hätten niemals den Gedanken gehegt, ihre Vermittelung anzubieten. Sie hätten sich'nur darauf beschränkt, die Mitteilungen, welche die beiden Regierungen sich zu mache« hatten, zu übermitteln.
London, 14. März. Aus V e m z y l H i l l wird vom 13. berichtet: Der heutige Tag verlief ruhig. 2000 Buren mit einem Wagenpark sind im Norden des Oranjeflusses gesehen worden. Im Laufe des Tages wurde Gewehrfeuer gegen uns gerichtet. Wir sandten eine Abteilung Schützen zur Avantgarde.
London, 14. März. Die „Times" melden aus Mafeking vom 5. März: Die Garnison leidet schwer unter per Last der Belagerung. Es ist nur noch Pferdefleisch vorhanden. Der T Y p h u s fordert zahlreiche Opfer.
Madrid, 14. März. Seit Montag ist eine Anzahl englischer Agenten in Spanien, welche Maulesel aufkaufen. ________________
Deutsches Reich.
Berlin, 13. März. Der Kaiser traf heute nach- rnittag 1 Uhr 30 Mim, von Bremerhaven kommend, in Bremen ein und fuhr nach einigen Besichtigungen zum Ratskeller, woselbst das Frühstück eingenommen wurde. Um 3 Uhr 30 Min. erfolgte die Abfahrt nach Kiel.
Berlin, 13. März. Wie die „Nat.-Ztg." hört, finden Kompromißverhandlungen wegen Abänderung der Fleischbeschau Vorlage bis jetzt nicht statt. Es dürfte in der Angelegenheit vor der Rückkehr des Kaisers nach Berlin, die in den nächsten Tagen erwartet wird, überhaupt nichts entscheidendes geschehen.
— In der B u d g e t k o m m i s s i o n des Reichstages wurde heute die am Freitag abgebrochene Beratung der Forderungen für die o st a f r i k a n i s ch e n Bahnen fortgesetzt und nach längerer Diskussion die Forderungen der Regierung, bestehend aus 100 000 Mk. für Vorarbeiten der Zentralbahn und 20 000 Mk. für Telegraphen abgEhnt. Angenommen wurde dagegen ein Antrag ^uUer-Mtoa, nur 20 000 Mk. für Vorarbeiten für tue Telegraphenlmre Dar-es-salam nach Kilossa zu bewilligen. Dre zur Fortsetzung der Usambara-Bahn geforderten 72 000 Mk. wurden


