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Newyork, 12. November. Wie es heißt, ist Bryan entschlossen, an allen Versuchen teilzunehmen, die zum Zwecke der Reorganisation der demokratischen Partei unternommen werden. Seine Anhänger erklären, er habe die Absicht, ein drittes Mal seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl aufzustellen. Wie verlautet, wird der Staatssekretär Hay Botschafter in London und durch Choate oder Rood ersetzt werden. Der französische Admiral Ricard ist hier eingetroffen und wird heute dem Präsidenten Mc. Kinlei und dem Marineminister Besuche abstatten.
— Nach dem Berichte des Schatzsekretärs der Vereinigten Staaten beliefen sich die ordentlichen Reineinnahmen in dem mit Juni endenden Rechnungsjahre auf 567,240,852 Dollars. Es ist dies die größte bisher erzielte Einnahme. (Zunahme gegen das Vorjahr 51,280,232 Dollars.) Die Reinabnahme der Ausgaben stellte sich auf 117,358,388 Dollars.
Kapstadt, 11. November. In dem Gefechte, das kürzlich General Smith-Dorri en in der Nähe von Belfast mit den Buren hatte, fielen auf Seiten der Buren Kommandant Pr i n s l o o und General F ou r t i e. General Grobbelaar wurde verwundet. Lord Methuen überraschte die Burengenerale Snyman und Vermaak zwischen Ottoshop und Lichtenberg, brachte ihnen Verluste bei jtinb erbeutete mehrere Wagen. General Ki Ich en er, der Bruder des Lord Kitchener, führte in der Nähe von Middelburg einen erfolgreichen Nachtangriff auf die Buren aus, wobei sich besonders die Husaren auS- zeichneten. Als diese später zurückgingen, wurden sie von der berittenen Infanterie gedeckt. Als am nächsten Morgen Verstärkungen eintrafen, waren die Buren völlig zersprengt. Oberst Plumer schlug den Angriff von 400 Buren des Kommandos von Delarey ab.
Gießen, 13. November 1900.
•• Personalnachrichten. Wie wir hören, ist Gerichts- chseffor Cramer zu Gießen mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Grundbuchrichters beim Amtsgericht Groß Umstadt betraut; an dessen Stelle tritt Gerichtsassessor Deibel. Der Amtsanwalt zu Friedberg, Gerichtsassessor Jost, wurde mit Wahrnehmung der Dienstverrichtungen eines Amtsrichters am Amtsgericht Gernsheim beauftragt. Gerichtsassessor Hofmeyer zu Nidda wurde zum Amts- Mwalt in Friedberg ernannt.
*♦ Steuerung der Kohlennot. Im Anschluß an eine diesen Sommer zu Frankfurt a. M. stattgehabte Versammlung von Vertretern der Kohlenkassen des Main-Rhein- gebietes wegen Zusammenschlusses zum gemeinsamen Einkauf der Brennmaterialien findet nächsten Sonntag ebendort im großen Saale der Polytechnischen Gesellschaft wieder eine Versammlung statt, um über die Statuten für die Kohlen-EinkaufS- Gesellschaft G. m. b. H. zu beraten. Die hiesigen Kohlenbezugskaffen haben hierzu ebenfalls Einladungen erhalten.
* Au schwerer Unglücksfall hätte leicht heute früh etwa um 8 Uhr auf der Jo ha nnisstr aße sichzutragen können. Dort wurde in dem Gelände der städtischen Gärtnerei ein großer starker Baum gefällt. Es bewegten sich gerade ein paar Passanten auf dem unmittelbar an dem Garten vorüberführenden Fußgängerwege, und ein Herr wurde von dem niederfallenden Baum auf Len Kopf getroffen. Glücklicherweise hatte er das Fallen beS Baumes im ersten Moment gesehen. Er lief daher auf den Fahrdamm der Straße, und so wurde er nur von dem Wipfel getroffen. Sein Kneifer fiel zur Erde und ein Glas zerbrach. Von den beiden dort beschäftigten Arbeitern be° hruptete einer alsbald, „Achtung" gerufen zu haben. Weder der Getroffene noch der kurz vor ihm gehende, also nur zufällig dem Unfall entgangene Herr haben diesen Ruf gehört.
•* Der Verein „Jugendfreund" veranstaltet in diesem Jahre wiederum eine Weihnachtsbescherung. Es ist dies die 27. seit dem Bestehen des Vereins, dessen Zweck l bekanntlich ist, durch den Erlös von Cigarrenabschnitten, Slaniolkapseln rc. sowie freiwillige Geldspenden (mit letzteren wird zugleich die Mitgliedschaft erworben) unbemittelten Kindern jeder Konfession am Weihnachtsfeste eine Freude zv bereiten. Wie wir vernehmen, werden in diesem Jahre r-20 Sinder gekleidet. Im Interesse des guten Werkes ist zu wünschen, daß die bisherigen Mitglieder fest und treu zu dem Verein stehen und viele neue Freunde und Gönner demselben zugeführt werden.
„ ‘tr?r0fb^tfa12' November. Gestern fand hier in der xreund'scheu Gastwirtschaft ein Vortrag des Kreisobstbau- ichers Kilb aus Wetzlar statt. Die Versammlung war ich zahlreich besucht. Herr Kilb hatte als zeitgemäßes "^ema: „Das Pflanzen der Obstbäume" gewählt. Die I .Herbstpflanzung sei der im Frühjahr vorzuziehen. Rur bei I nassem Boden sei die Frühjahrspflanzung zu empfehlen. I Jhun Schlüsse kam Herr Kilb noch auf die Obstverwertuug I tot Massenabsatz zu sprechen.
Bad-Nauheim, 12. November. Wie groß hier das I Interesse in der Einwohnerschaft für das Vereinsleben I .O, beweist die vor kurzem stattgefundene Generalversamm- I Sang einer hiesigen Gesellschaft. Von den 75 Mitgliedern I Les Vereins haben sieben daran teilgenommen, wovon I Uns dem Vorstand angehörten. Der zweite Vorsitzende I «cöfsnete die Sitzung um halb 10 Uhr mit einem Bericht I »6er das vergangene Vereinsjahr. Darauf schritt man I Mr Nechnungsablage, die von den beiden einzig an- I wesmden Mitgliedern geprüft und für richtig befunden, I JJorauf D-echarge erteilt wurde; dann wurde zur Wahl I Arr sieben Vorstände geschritten, und da die ganze Ver- I Mnnnilung nur aus sieben Personen bestand, so wurde I SS J*ieJer Punkt der Tagesordnung glatt erledigt. Zum I
Z sprach das eine Mitglied im Namen des andern I rie-ri Vorstand den Dank für seine Bemühung aus und I jfKecte das andere Mitglied auf, sich von seinem Sitze |
i wäler geehrt. Liebig in Gießen, Wöhler in Göttingen. Jm vorigen Jahre beschlossen die drei Frankfurter chemischen Gesellschaften: der Bezirksverein deutscher Chemiker, die Bezirksgruppe der elektro-chemischen Gesellschaft und die Frankfurter chemische Gesellscl>aft, den Tag der 100 jährigen Wiederkehr von Wöhlers Geburtstag nicht ungefeiert vorübergehen zu lassen. Man einigte sich, an dem Geburtshaus des Gefeierten eine Tafel anbringen zu lassen. Durch mannigfache Umstände hat sich die Fertigstellung der Tafel verzögert, sodaß die Enthüllung erst heute stattfinden kann".
Darauf fiel die Hülle. Die Tafel aus poliertem Granit zeigt folgende Aufschrift:
Zar Erinnerung an den hervorragenden Chemiker Friedrich Wöhler
geb. im Pfarrhaus zu Eschersheim am 31. Juli 1800. gestorben zu Göttingen am 23. September 1882.
Namens der Gemeinde übernahm der Bürgermeister von Eschersheim die Tafel. Am Abend fand dann im Hörsaale des Physikalischen Pereins die Fortsetzung der Feier statt. Professor.Dr. Freund hielt den Festvortrag.
-ko. Frankfurt a. M., 12. November. Der Kriminalschutzmann Stierstä dter, der im Sternberg-Prozeß in Berlin eine so große Rolle spielt, stammt aus Kriftel bei Höchst a. M., wo sein Vater Bullenwärter war. Auch hat ec Verwandte in Limburg.
Kassel, 12. November. Durch einen Mondsüchtigen wurde in der gestrigen Nacht in einem Hause der oberen KönigSstraße eine aufregende Szene herbeigesührt. Der Mondsüchtige, der sich nur notdürftig gekleidet auf dem Dache des Hauses bemerkbar machte, geriet durch ein offenstehendes Fenster in eine Wohnung, deren Inhaberin durch ihre Hilfeschreie alsbald den Kranken aus seinem Schlafe erweckte, worauf der Unglückliche ein Messer ergriff und sich eine große Anzahl Verletzungen beibrachte. Die inzwischen herbeigeeilte Frau des Mondsüchtigen veranlaßte die Ueber- führung ihres bewußtlssen Mannes nach ihrer Wohnung.
Universität und Hochschule.
Studierende Frauen. Zuw Studium an der Berliner Universität sind in diesem Winterhalbjahr bis jetzt 371 Frauen zugelassen. Darunter sind 253 Deutsche und 118 Ausländerinnen; aus Berlin stammen 111. Die Seniorin ist eine 61 jährige Lehrerin, die zu ihrer Fortbildung deutsche Philologie und Geschichte studiert. Fräulein Mathilde Kirschner, die Tochter des Berliner Oberbürgermeisters, die das Prädikat einer Lehrerin für höhere Schulen besitzt, widmet sich zu ihrer Fortbildung der Nationalökonomie, und Fräulein Marie v. Dalwigk-Lichtenfel s, bereit Vater Staats-Minister int Großherzogtum Hessen war, treibt philosophische Studien.
Kunst und Wissenschaft.
Vom Goethebunde. Der vereinigte Goethe- bund, vertreten durch Delegierte aus Berlin, München, Hamburg, Dresden, Stuttgart, Darmstadt, Kiel, Mainz, Bremen, Düsseldorf und Breslau, traten an Schillers Geburtstag in Weimar zu engerem Zusammenschluß zusammen, unter dem abwechselnden Vorsitze von Sud ernt a n n und Dr. Hirth - München, dem Verleger der „Jugend". Man faßte einstimmig eine Resolution, in der | die Theaterzensur verworfen und der Verbands- I Vorort beauftragt wird, eine Petition um reichsgesetzliche Beseitigung des veralteten Zensurwesens an den Reichstag zu richten. Vom Ehrenpräsidenten Mommsen war ein Begrüßungstelegramm eingegangen, dessen Verlesung allgemeinen Beifall hervorries. Zum Vorort für das nächste Jahr wurde Berlin gewählt. — In Kiel hat die Konstituierung eines Bundes bereits vor Monaten stattgefunden, nachdem sie in sehr sorgfältiger Weise vorbereitet war. Es gelang dort, die verschiedenen Vereine, die in der Förderung idealer Zwecke nahe Berührungspunkte haben, für ein gemeinsames Wirken praktischer Thätig- keit zu vereinigen. In dem Vorstand befinden sich die leitenden Männer des schleswig-holsteinischen Künstler-Vereins, der Kunstgenossenschaft, des Künstlervereins, des Kunstgewerbevereins, ^des Lehrer- und des allgemeinen Gesangvereins, des Schriftsteller- und Journalistenvereins, wie.auch Vertrter der Christian-Alb rechts- Universität. An der Spitze der Kieler Satzungen 'steht der Satz, daß es der Zweck der Vereinigung sei, „die Gemeinsamkeit der Interessen, die Wissenschaft, Kunst und Litteratur verbinden, zu pflegen und zur Geltung zu bringen und bcirunt insbesondere allen Angriffen auf die freie Entwickelung sdes geistigen Lebens entgegenzu- treten".
— Das Darmstädter Hoftheater feierte Schillers Geburtstag durch Aufführung von „Wilhelm Tell".
Neueste Meldungen.
(Telephon-Meldungen des „Gießener Anzeigers".)
London, 13. November. Wie verlautet, wird Lord Kitchener demnächst aus Afrika zuruckberufeu und zum Unterstaatssekretär im Kriegsministerium ernannt werden. ES soll das der Anfang zu e'uer ganzen Reihe neuer überraschender Veränderungen im Ministerium sein. ES wird übrigens behauptet, daß gewichtige Stimmen aus der Armee selbst für die Berufung KiichenerS laut geworden sind.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
18. November. Marktbericht. Auf dem heutiam Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.10—1.20, Hühnereier per St. 7—9 4, 2 St. 00—00 Enteneier 2 St. 00—16 A, Gänse-
Ar?« Et. <^-004 RÄfe i St. 6-8 Käsematte 2 6-6 * * •*
Erbsen per Liter 22 A(, Linsen per Liter 34 Tauben per Paar
X 0.60-0.90, Hühner per St. X 0.90-1.8? Hahnen wr X 0.66-100, -Uten per Et. X 2.00-2.20, Gänse pchPwnd ** 0^6—0 60 Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 4, Kuh- und Rindfleisch r6?-64 Schweinefleisch per Pfd. 50-70 4, Schweine»
stessch, gesalzen, per Md. 74 Kalbfleisch per Pfd. 64-66 bam«elUsch pn. 50—70 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.80 btt
M0 X, Weißkraut per 6t. 00-00, Zwiebeln per Ctr. X 4.20-4.50, Mich per Liter 18 H. Zwetschen X 3.00—5.00.
1 zu erheben, welches vom Vorsitzenden dankend erwidert I wurde. Damit schloß die Generalversammlung. — Am I Mittwoch abend wurde einem hiesigen Einwohner auf I der städt. Bleiche am Vorratshaus eine Anzahl Bett-, I Tisch- und Handtücher usw. zerschnitten. Samstag morgen I wurde ein junger Mann von 21 Jahren aus Barmen, der I ur einem hiesigen Jnstallationsgeschäft thätig war, als der That verdächtig, verhaftet. Der Verhaftete hat die I That bereits eingestanden.
I §§ Heisters, 12. November. Seit einigen Tagen ist der in den 60er Jahren stehende Landwirt Johannes I Döll von hier spurlos verschwunden. Er soll sich I zum Operieren von Zähnen nach Fulda begeben haben I wollen. Trotz aller Nachforschungen seitens seiner Verwandten hat sich bis jetzt noch kein Anhaltspunkt für Auffinden seiner Person ergeben. Er ist bei keinem Zahn- I arzt in der Stadt Fulda gewesen, soll aber gesehen worden I sein, wie er auf der Station Großenlüder in den Personenzug I eingestiegen ist. Eine ansehnliche Summe Geld soll er sich I mitgenommen haben. Man vermutet einen Unfall.
§§ Gedern, 12. November. Der Dieb, der unlängst I einem hiesigen Geschäftsmann sein sehr wertvolles Fahrrad gestohlen, sowie in einem hiesigen Gasthaus eine Zechschuld von etwa 200 Mark zurückgelassen hat, ist nach I hier eingegangener Drahtnachricht verhaftet worden. I Darmstadt, 12. November. Der Bau der Nebenbahnlinie Badenheim-Kreuznach, die vor länger als Jahresfrist von den Ständen genehmigt worden ist, wird einstweilen noch nicht in Angriff genommen werden, da bisher I zwischen der süddeutschen Eisenbahngesellschaft und der I preußischen Staatsbahnverwaltung eine Einigung über die I Betriebs- und Tarifverhältniffe nicht zu stände gekommen I ist. Vor Regelung dieser Verhältnisse will die süddeutsche I Eisenbahngesellschaft die endgiltige Konzession nicht nach- I suchen. — Der Finanzausschuß der zweiten Kam- I mer wirb am 14. November zusammentreten. Ueber den Termin der Einberufung des Plenums steht noch nichts fest, I da die Vollendung der baulichen Veränderungen im Stände- I Hause abgewartet werden muß. Zu einer längeren Tagung I kommt es vor Weihnachten jedenfalls nicht mehr.
I Mainz, 12. November. Die Generalversammlung des I Mainzer Karneval-Vereins wählte heute die offiziell I in Vorschlag gebrachten 22 Wahlmänner, aus denen sich der Vorstand bilden wird. Außer Herrn Ferd. Schmitz, I der den Vorsitz hatte, sprachen noch einige Narhallesen. I Auch wurden die üblichen Lieder gesungen. Nach dem Rechenschaftsbericht des Finanzministeriums ist aus dem Vorjahre ein Ueberschuß von etwas über Mk. 100 in der närrischen Kriegskasse vorhanden. Der Jahrgang fängt gut an.
Mainz, 12. November. Der Ausschuß des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinhessen hat beschlossen, das Ministerium zu ersuchen, es möge die Zeitbestimmung I für die Abhaltung des Fortbildungsschulunterrichts den Ortsschulvorständen überlassen.
-fc. Dotzheim, 12. November. Der durch das verheerende Feuer in der Fabrik Philippi-Kalkbrenner angerichtete Schaden wird auf 500 000 Mk. geschätzt, die durch Versicherung bei 3 Gesellschaften, der Altonaer, Gothaer und Aachen-Münchener, gedeckt sind. Zum Glück I braucht eine Arbeiterentlassung nicht stattzufinden. Die | Hauptmaschinenwerkslätte mit sämtlichen großen Maschinen, Kessel- und Maschinenhaus, Schreinerei, Schleiferei, Dreherei ! und Bureaugebäude sind verschont geblieben, und durch Er. richtung von Notgebäuden wird der Direktor in der Lage sein, schon in 8 Tagen den vollen Betrieb wieder aufzunehmen. Das Feuer war in der Lackierer- Werkstätte aus. gebrochen. Die Einen sagen, es läge Brandstiftung vor, Ändere behaupten, der Brand sei durch Unvorsichtigkeit entstanden. Viele bereits fertige Maschinen und wertvolle Modelle sind zerstört worden.
Wetzlar, 12. November. Landrat Dr. Goedecke ist zum vortragenden Rat im Finanzministerium ernannt worden. Er hat etwa 4 Jahre lang als Landrat an der Spitze des Kreises Wetzlar gestanden.
-fc. Limburg, 11. November. Ein wegen eines in I Biberach begangenen Raubmordversuchs Verfolgter wurde dieser Tage auf dem hiesigen Rathaus verhaftet, wo er als Handwerksbursche das Stadlgeschenk erheben wollte.
Frankfurt a. M., 12. November. Hier stehen die Stadtverordneten-Wahlen bevor. Von de- I mokratisch-fortschrittlicher Seite sind u. a. folgende Herren I als Kandidaten aufgestellt worden: Dr. Phil. Pauli, der I in Gießen seinerzeit Chemie studierte, jetzt Direktor einer I chemischen Fabrik in Höchst; ferner Professor Dr. Ludwig I Edin g e r, der 1879 .Assistent an der medizinischen Klinik I in Gießen war, 1881 Privatdozent wurde und seit 1883 I hier als Arzt lebt. — Am Samstag nachmittag fand in I Eschersheim die Enthüllung der dem Andenken des Che- I mikers Wö hl er gewidmeten Tafel statt. Im Garten I des Pfarrhauses hatten fkfy die Vertreter der Gemeinde I Eschersheim und der drei chemischen Gesellschaften, denen I die Tafel ihr Entstehen zu pauken hat, versammelt. Herr I Professor Dr. Petersen begrüßte ^die Versammelten, unter I denen sich der Sohn und eine Tochter des großen Che- I mikers befanden:
Wir haben uns hier zusammengefunden, um dem I Andenken eines Mannes eine Tafel zu widmen, der den I Namen Eschersheim in alle Lande getragen hat, eines I Mannes, welcher auf dem ganzen Erdball berühmt ge- I worden ist, ist er bochcher Mitbegründer der Chemie der I neueren Zeit. Er hat sowohl für sich allein, als auch I in Gemeinschaft mit seinem Freunde Liebig, der Wissen- I schäft unschätzbare Dienste geleistet. Die Namen Liebig I und Wöhler werden in den Annalen der Chemie aller I Zeiten mit goldenen Lettern verzeichnet stehen. Hier ist I es nicht angezeigt, seine Arbeiten des näheren zu be- I sprechen, nur eine sei von seinen Arbeiten erwähnt- I die künstliche Darstellung des Urets. Dadurch ist Wöhler I Mm Hauptbegründer der organischen Chemie geworden, I diese Entdeckung bedeutet die Morgenröte der neueren I Chemie. Beide großen Männer hat man durch Denk- I


