Universität Kanz^eigebäude am Brandplatz z. Z. besonders nahegerückt ist, ein zahlreiches Publikum anziehen wird.
** Weitere Ergebnisse der Volkszählung. Bieber 3259, Dudenhofen 1487, Grünberg 2001 (— 36), Hausen 1024, Bleidenrod 269 (— 14), Lampertheim 8005 (+ 743), Griesheim 8 552 (-j- 2 680), Bebra 2 740 (-s- 160), Fulda 16 894 (+ 2 389), Neu Isenburg 7 960 (-j- 1 595), Eppstein 991 (— 30), Mühlheim 4 344 (4- 812), Sprendlingen 4 400 (-}- 550), Hainstadt 1 771, Weiskirchen 982, Nieder-Weisel 1 390 (+ 47). — Breslau 422 415 (4- 49 252), Köln 370 685 (4- 49 121), Hannover 234 986 (4- 25 451), Düsseldorf 212 949 (4- 36 954), Stuttgart 176 318 (4- 17 997), Bremen 160 823 (4- 18 366), Elberfeld 156 503 (4- 17 166), Danzig 138 108 (4- 12 469), Posen 116 151 (4- 42 912), Kassel 105 455 (4- 23 703), Karlsruhe 98 000 (+ 14 000), Schöneberg 95 939 (4- 33 244), Görlitz 80 842 (4- 10 607), Plauen 73 908 (4- 18 717). Die einzige Stadt, mit mehr als 10 000 Einwohnern, die eine Bevölkerungsabnahme zeigt, ist bisher Apolda mit 20 332 gegen 20 798 im Jahre 1895.
-i- Zeitungen und Zeitschriften, die im kommenden Vierteljahr durch die Post bezogen werden sollen, müssen noch im Laufe ds. Mts. bestellt werden, wenn auf rechtzeitige Lieferung der Zeitungen vom 1. Januar ab gerechnet werden soll. Seitens der Postverwaltung wird für das kommende Jahr erstmalig die Zeitungsgebühr nach dem neuen Zeitungsgebührtentarif berechnet und das Bestellgeld nach den anderweit geregelten Bestellgeldsätzen erhoben. Im weiteren sind vom 1. Januar ab auch bei einzelnen Zeitungen Monats-Abonnements zuläsig und die Verleger haben das Recht, Zeitungen für andere zu bestellen. Zukünftig beträgt das Bestellgeld für Zeitungen, die wöchentlich einmal erscheinen 12 Pfg., zweimal 18 Pfg., dreimal 24 Pfg. pro Quartal, die täglich einmal erscheinen und bestellt werden 42 Pfg., bisher 40 Pfg., die täglich zweimal erscheinen und bestellt werden 72 Pfg., bisher 50 Pfg.
** Gebührenordnung für Aerzte. Während dem baldigen Erlaß einer Slandesordnung für Aerzte, entsprechend der für Anwälte, auf wiederholte Eingabe der betreffenden Kreise entgegengesehen wird, ist durch Verfügung des Großh. Ministeriums des Innern im Lause des Jahres eine den heutigen Verhältnissen entsprechende Gebührenordnung ffür Aerzte und Zahnärzte festgesetzt worden, die im Mangel einer Vereinbarung für streitige Fälle zur An wendung kommt. Die Höhe der Gebühr für die ärztlichen Leistungen richtet sich nach den besonderen Umständen des einzelnen Falles, der Vermögenslage des Zahlungspflichtigen, den örtlichen Verhältnissen u a. Die niedrigsten Sätze gelangen zur Anwendung, wenn nachweisbar Unbemittelte, oder Armenverbände die Zahlungspflichtigen sind, oder wenn für die Zahlung andere juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder solche, welche wohlthätige Zwecke
verfolgen, oder Kassen oder Genossenschaften aufzukommen haben. Aus den Gebührensätzen iür die einzelnen Leistungen seien nur einige hervorgchoben: Der erste Besuch des Arztes 1.50 bis 15 Mk. Jeder folgende im Verlauf derselben Krankheit 1 bis 10 Mk. Die erste Beratung in der Wohnung des Arztes 1 bis 10 Mk. Jede folgende in derselben Krankheit 1 bis 5 Mk. Die Gebühr schließt die Untersuchung und Verordnung mit ein; bei besonders eingehender Untersuchung jedoch mit Augen-, Ohren, Kehlkopfspiegel und berg!., dem Mikroscop oder längeren chemischen Untersuchungen können 2 bis 5 Mk. besonders berechnet werden. Bei gleichzeitiger Behandlung mehrerer, zu derselben Familie gehöriger Kranke ermäßigt sich der Gebührensatz für die zweite und jede folgende Person auf die Hälfte. Für Nachtbesuche, sofortige Besuche oder solche zu bestimmter Stunde gilt das Doppelte der Sätze, bei Consilien stehen jedem Ärzte 5 bis 30 Mk. zu, bei fortgesetzter Beratschlagung in demselben Krankheitsfalle 5 bis 20 Mk. Entschädigung für Fuhrkosten können nur bei Entfernungen von 2 Kilometer an berechnet werden. Von besonderen ärztlichen Verrichtungen werden Impfung mit 2 bis 5 Mk, Anwendung der Elektrizität mit 2 bis 10 Mk., Massage 2 bis 6 Mk./ subcutane Einspritzungen und bergt 1 bis 3 Mk., ber erste einfache Verbanb einer kleinen Wunde mit 1 bis 10 Mk. bewertet u. s. w. Für alle chirurgischen, augenärztlichen, geburtshilflichen und zahnärztlichen Operationen sind besondere Tarife festgestellt.
gk. Ruttershausen, 11. Dezember. Sonntag nacht wurde hier eine rohe Messerstecherei verübt. Ein junger Bursche, Louis Karber, stach einem anderen, ohne i genb wie von diesem gereizt zu sein, mit einem Messer i i die Seite, sodaß die Lunge verletzt sein soll. Der Thäter ist ein trotz seiner Jugend gewaltthätiger, roher uud gefürchteter Patron. Hoffentlich wird ihm endlich für eine Zeit lang das Handwerk gründlich gelegt werden.
Vermischtes.
* Lord Salisbury ist eigentlich als Premierminister am schlechtesten bezahlt. Er erhält nicht einmal etwas als „Geheimsiegel", sondern nur 5000 Psd. ©tert (100000 Mk.) als Premier, aber diese muß man ihm schon gönnen. Sein Sohn, Lord Cranborne, bezieht 1500 Psd. Stert (30000 Mk.) als Untersekretär im Auswärtigen. Seine Neffen erhalten: Arthur I. Balfour 5000 Pfd. ©tert (100000 Mk.) als Erster Lord des Schatzes, Gerald W. Balfour 2000 Pfd. Stert (40000 Mk.) als Präsident des Handelsamtes. Der Schwiegersohn Salisburys, Lord Selborne, hat 4500 Pfd. Stert (90000 Mk.) nebst prachtvoller Amtswohnung, und ein anderer angeheirateter Verwandter, I. W. Lowther, wird als Beamter des Verkehrsministeriums 2500 Pfd. ©tert (50000 Mk.) beziehen, womit er sich einigermaßen einrichten kann. Alles zusammen macht das über 400000 Mk.
Bekanntmachung,
betreffend: Das städtische Elektrizitätswerk.
Während der Zeit vom 11. Dezember a. e. bis zum 5. Januar 1901 haben die definitiven Anmeldungen zum Au- schlufi au das Elektrizitätswerk zu erfolgen.
Für die nachbenannten Straßen und Plätze ist die Legung der Kabel vorgesehen:
Alicestraße, Am Brand, Asterweg, Bahnhofstraße, Bleichstraße, Brau- gaffe, Bergstraße, Dammstraße, Frankfurterstratze, Gartenstraße, Goethe- straße, Grünbergerstraße, In den neuen Bäuen, Johannesstraße, Kirchplatz, Liebigstraße, Lindenplatz, Ludwigstraße, Mäusburg, Marktstraße, Marktplatz, Marburqerstraße bis zur Steinstraße, Moltkestraße, Neustadt, Nordanlage, Ostanlage, Plockstraße, Senkenbergstrahe, Sonnenstraße, Schul- straße, Schillcrstraße, Steinftraße, Seltersweg, Südanlage, Wallthorstraße, Westanlage, Wilhelmstraße.
In den übrigen Straßen wird die Legung der Kabel nur bann erfolgen, wenn eins genügend Anzahl Anschlüsse gemeldet ist, sodaß sich die entstehenden Kost n rentieren.
Von i'enjenuen Interessenten, welche auf unsere erste Aufforderung zur vorläufigen Anmeldung bereite Anmeldungen etngereicht haben, nehmen wir an, daß diese vorläufige Anmeldung als bindende anzusehen ist, so- ferne nicht innerhalb btr vorgenannten Z-it eine absagenbe Antwort erfolgt.
Der Stadtplan mit dem eingezeichneten Kabelnetz liegt im Bureau des städtischen Elektrizitätswerkes — Neumühle — aus. Dortselbst sind auch die, für die Anmeldungen vorgeschriebenen Formulare, sowie die Bedingungen für den Bezug elektrischer Energie kostenlos erhältlich. Wegen näherer Auskunft wolle man sich an das vorgenannte Bureau wenden.
Gießen, den 8. Dezember 1900. 8004
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. 93.: Wolff.
Verdingung von Barmrbeiten.
Die nachstehend verzeichneten Arbeiten und Lieferungen zum Ausbau eines neuen Spartassengebäude- sollen verdungen werden:
I. die Tiincherarbeiten, 5. di- Parkettböden,
2. d e Schreinerarbetlen, 6. die RolllLden (hölzerne und
3. die Glaserarbetten, eiserme)
4. die Anstretchcrarbeiten, 7. bi- Tresoreinrtchtungen.
Die V-rdingungiunt-rl°a-n, Zeichnungen und Bedingungen können aus dem Bureau bei Architekten Gust. Hamann, Bergstraße 11, an den Wochentagen eingesehen werden.
Pr-t-ang-bo!»f°rmular- sind daselbst gegen Erstattung der Kapial- gebühren erhältlich.
Angebote sind bis zum 18. Dezember d. IS., abeuds 6 Uhr °us dem Bureau der Spar- und Leihkafle in uerschlaffenem Couvert, mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichm.
Gießen, den 5. Dezember 1900. 7923
Direktion der Spar, und Leihkasse Gießen.
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* Eine Eisenbahn auf den Mont-Blanc. Genf wird berichtet: Der Bau einer Eisenbahn aufVr Gipfel des Mont Blanc, die in allen Punkten der June- fraulinie ähnlich sein würde, wird in Erwägung gezoxe» Bekannte Sachverständige, wie der Direktor des Mvk Blanc Observatoriums Ballot und Deperet, der Professe der Mineralogie an der Universität Lyon, die vor kurzy die verschiedenen Wege und atmosphärischen Bedingung^ geprüft haben, halten den Plan für ausführbar. Dy Weg, der am wenigsten Schwierigkeiten bieten und dahk wohl gewählt werden würde, geht auf der savoyischen von dem Dorfe Les Houchcs aus. Zwölf Stationen sollt: gebaut werden, besonders zu dem Zweck, den klimatisch,,- Bedingungen zu widerstehen; sie sollen den Reisenden mögliche Bequemlichkeit bieten. Die Länge der Bergbch wird auf 17 Kilometer geschätzt. Die treibende Krch natürlich Elektrizität, soll von der Arve und dem Mer! Glace gewonnen werden. Der Urheber dieses Planes, tc französischer Ingenieur Namens Fabre, hat dem Minift des Innern die Pläne vorgelegt. Es ist also wahrschek, lich, daß Touristen in einigen Jahren daS ungeheuer! Panorama vom Mont-Blanc ohne Gefahr oder Anstrengu^ genießen können.
Kunst-Ausstellung. auBßteMung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 Uhr mittags ml Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 8 Wi 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 dis 3 u« ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50 Pfg. an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
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