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13.5.1900 Drittes Blatt
 
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1900

Sonntag den 18. Mai

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Die Amerikafahrt der Burengesandte«. I

Mit inniger Teilnahme vernimmt das deutsche Volk, I Daß in Pretoria der Volksraad von Transvaal zusammen- I getreten ist, um in schicksalsschwerer Stunde noch einmal I von der gemeinsamen Not und dem gemeinsamen Leid zu I sprechen. Sie sind nicht alle gekommen, die Vertrauens- I männer des Buren Volkes, denn gar mancher von ihnen I steht draußen auf gefahrvollem Posten, die Büchse im Arm, I vor dem Feinde, und andere und manchen der Besten I deckt der kühle Rasen. Pietätvoll hat man den Stuhl, auf I dem der alte de Kock, der als einer der Ersten sein Leben I hingab, zu sitzen pflegte, mit Blumen geschmückt und weh- I ,nutsvoll weilt das Auge auf dem Platze, den Piet Joubert, | der alte, zähe Burenfeldherr , einnahm. Kraftvoll I ober und ungebrochen ragt noch die Gestalt des gewaltigsten | unter den Burghern Transvaals: Ohm Krüger ist heute I der gleiche, der er einst war, der Mann voll Gottvertrauen I und Mut, der Mann von Entschlossenheit, und Vorsicht. I <£r ist, der dem kleinen Volke der Hirten und Acker- I dauer die Kraft gegeben hat, durch lange Monate der I gewaltigen Macht der Engländer stand zu halten, er hat I im Frieden gesorgt, daß der Kampf ein wohlgerüstetes I Volk finde. Das .Kriegsglück ist seinen Waffen nicht immer I treu geblieben, Fortuna war wankelmütig zu jeglicher Zeit. I Aber noch werden Monate, werden vielleicht Jahre ver- I gehen, ehe England die Frucht gewinnt, die es so heiß I ersehnt, und mit Schauder sieht die fühlende Welt das I Schauspiel, ohne die Kraft zu finden, es zu beenden. I

Tie Buren sind fromm und gottgläubig, das Buch, I das sie mit sich führen in fremdes Land, und in den Krieg, I ist die Bibel. Es ist nicht jene pietistisch heuchlerische I Art der Chamberlain und Genossen, jene Art, I die sechs Tage in der Woche gegen Gottes Gebote verstößt, I um am siebenten mit frommem Augenaufschlag Gott zu | danken, daß sie nicht sind wie die Fischer und Zöllner. I Die Buren, die in stetem Kampf mit dem wilden Tier I und dem wilden Menschen ihr Leben wagen und gewinnen, die in harter Arbeit dem Boden den Preis abringen, sie stehen im engsten, im persönlichen Verhältnis zu ihrem Gott, von dessen Athem sie spüren, wie er dahinweht über die Berge und Thäler und die steinigen Steppett ihrer Heimat. Gerade das sichere Gottvertrauen, das sie beseelt, erweckt in uns, den Schauenden, das Gefühl, als seien die Gestalten der Antike wieder lebendig geworden und schickten sich an, um ein neues Gottesreich zu kämpfen. Wie klingt es anders, wenn im Volksraad zu Transvaal der greife Krüger spricht, wenn er zu den Volksbooten redet, als die gefühlskalten Zweckmäßigkeitsbeteuerungen eines Salis­bury oder Balfour!Der Herr aber, Brüder, wird seine mächtigen Wunder thun, wenn seine Stunde gekommen sein wird", so klingt es wieder aus all dem Leid der Nieder­lagen und im Triumphgefühl des Sieges.

Sie stehen einsam und sie kämpfen einsam. Aber die Teilnahme und die innigen Sympathien, die man vor allem in Deutschland ihnen schenkt, geleiten sie auf allen ihren Wegen. In Holland hat man den Vertretern des stamm­verwandten Volkes gastliche Aufnahme gewährt. Sie ziehen jetzt dem neuen Weltteil entgegen, dessen Volk plötzlich und unerwartet in die Reihe der Großmächte getreten ist. Aber es ist! seltsam genug: Noch ehe die drei Boten der Präsidenten Steijn und.Krüger den Boden des neuen Erd­teils betreten, hat bereits eine so starke und nachdrückliche Bewegung begonnen, daß das ganze, große Volk der Ameri­kaner von ihr! ergriffen wurde und daß selbst die inner- politischen Verhältnisse dev Vereinigten Staaten von ihr beherrscht werden dürften. Selbst Gold- und Silber­währung, landwirtschaftliche Zölle und Fleischausfuhr treten zurück vor dem leidenschaftlichen Interesse, das in dem seltsamen Volke das Schicksal der Buren erweckt. Es klingt wie ein Treppenwitz, wenn die kommenden Wahlen für den Posten eines Präsidenten der Vereinigten Staaten stattfinden unter dein Schlachtruf:Für oder wider die Buren", wenn derViercleur" Transvaals dem Gegner Mac Kinleys vorangetragen wird in dem Kampf und wohl auch zum Siege. Deutsche und Irländer voran; aber auch ein nut Teil! der echten Yankees stehen im Gegensatz zu der anqlophilen Politik der herrschenden Persönlichkeiten, und wohl ist es möglich, daß selbst Mac Kinley sich bekehrt, wenn anders er noch einmal den Weg zur höchsten Wurde der Republik antreten will.

So ist es in der Thal möglich, daß der kluge Schachzug der Burendeputierten, den Weg über den Ozean anzutreten, doch noch zu einem Erfolge führt, ^a, sie handeln m der Thal mit einer diplomatischen Feinheit, die drei De­putierten die der Bewunderung wert ist. Sie fordern keine Intervention, sie stellen sich schlicht und einfach auf den Boden der Haager Beschlüsse Sie verlangen keme Intervention, sie fordern ein Schiedsgericht, und smd be­reit, sich feinem* Spruch zu unterwerfen. Der Zar ist ja der Vater der Haager Konferenz g^^fen, er ist auch von Natur berufen, der Gerant ihrer Befchlufse zu sem Aber kühl und gleichgiltig vernimmt man im Wmterpalaste an

bert, daß vor kurzem durch den Präsidenten Loubet die Eröffnung ftattfinben konnte. Man hatte viel erwartet von diesen Glanzstücken der Ausstellung, aber als man an jenem ersten Tage diese Säle, diese Hallen und Galerien durchwanderte, da wurden doch die weitgehendsten Hofft nunaen noch übertroffen, und der Stolz der Pariser auf diese beiden, aus edelstem Material und unter glücklichster Unterstützung der schönen fünfte errichteten Palais, welche die Weltausstellung überdauern, sowie ihren überaus! reichen Inhalt, wie ihn kein anderes Volk, kem anderes; Land der Erde bieten kann, ist ein durchaus gerechtfertigter.

Das Kleine Palais birgt geschichtliche, aus staatliche ml und privatem Besitz stammende Erinnerungen von der frühesten Zeit an, die kunstgewerblichen Arbeiten rc. des Mittelalters bis zum Beginn der ersten Revolution, das Große Palais zunächst die besten Werke der ftanzosischen. Malerei und Bildhauerkunst wie der verwandten Zweige von der Revolution an bis zur Gegenwart, und die Kunst- Ausstellungen der fremden Staaten, die sich bemühten, das würdigste und kennzeichnendste der nationalen Kunst-' richtungen zur Schau zu stellen für den, der nur das leiseste Interesse für die Kunst hat, für die künstlerische Entwicklung des trotz aller politischen und sozialen Um­wälzungen stets reichen, stets kunstfteudrgen und kunst- sch-afsenden Frankreich, bietet ein Besuch der beiden Ge­bäude immer neue Anregung, immer neuen Genuß, und' mit glückbringender Bewunderung läßt man all das Große, Schöne, Erhebende auf sich einwirken, das hier in geschickt tester Weise vereint worden ist.

Wenden wir uns zunächst dem Klemen Palais zu, das, nach den Plänen Giraults errichtet und 7000 Quadratmeter bedeckend, durch, seine graziösen Formen erfreut; die Mitte i bildet eine weite, von lustiger Kuppel gekrönte Thorhalle, deren überdachtes Giebelfeld ein beliebtes Hochrelief Paris, die Künste schützend", schmückt, während die zum Eingang führenden Treppenstufen von zwei anmutigen Gruppen:Flora mit ihren Kindern" undDie Seme mit ihren Nebenflüssen" begrenzt werden. Zweiunddreißig mit jonischen Kapitälen versehene Säulen, zwischen denen sich über den t*n Fenstern Reliefs mit Beziehung auf Kunst und Kunsthandwerk hinziehen, unterbreck-en die Vorderseite, die von je einem Pavillon abgeschlossen und oben durch eine leicht gehaltene Ballustrade gekrönt wird. Von der Treppe aus gelangt man in den vornehmen Kuppelraum, dessen untere Wände mit buntem Marmor bekleidet, die oberen Flächen aber weiß und reich ornamentiert fmb, allegorische weibliche Gestalten stehen in den von Blatt­pflanzen umrahmten Nischen, in der Mitte hält auf fernem Schlachtroß ein Ritter in der Turnierrüstung Franz I. Wacht. Hinter diesem Eingangsraum liegt ein runder, I von marmorner Säulenhalle umgebener Garten, um den I zweifache, weiße, im Renaissance-Stil ausgeschmückte Gale- rieen gehen, welche später Museumszwecken dienen werden;

I jetzt sind die Wandflächen zum Teil mit den herrlichsten I Gobelins bespannt, es fehlt nirgends an Gebüschen wie I Ruhesitzen, von den Fenstern der äußeren Galerie bUat man I überall auf die Gartenanlagen draußen und deren Dlumen- I und Blütenpracht.

In langer Richtung wandernd, treffen wir auf die I Funde der gallisch^ömischen Zeit, meist Gräbern entnom­men, aus Waffen und Schmucksachen bestehend, unter letz- I teren viele goldene Arm- und Halsspangen, gelegentlich I mit Verwendung von Edelsteinen, die auch geschickt ber I Haarnadeln und Ringen angebracht wurden, eine Samm- I hing von Glaswaren zeigt schöne Formen und zarten I Schmelz, daneben sehlt's nicht an steingehauenen Gotter- I bildern, denen die Bewohner der einstigen Lutetia des I heutigen Paris, ihre Verehrung gezollt, hatte sich doch | dort, wo jetzt die Notte-Dame-Kirche steht, ein von den I Seineschiffern errichteter Tempel des Jupiter erhoben, der I auf Veranlassung des Tiberius entstanden. Auf ^ahr- I Hunderte hinaus fehlt es dann an erhalten gebliebenen I Erinnerungen ehemaliger Zeiten; während der Raubzüge I der Normannen wurde mehrfach Paris eingeäschert, zerstört I oder von schweren Seuchen und Hungersnöten heimgesucht, I und auch nur glücklichen Zufällen mag es zu danken sein, | daß aus den Stürmen des 10. und 11. Jahrhunderts jene hier aufbewahrten Gewebe, Messingsachen, Holz- und Elfen- I beinschnitzereien, Schmiedearbeiten gerettet wurden, schwer- I fällig in Gestaltung und Ausführung.

Dann, in den nächsten Jahrhunderten, tritt die Kirche I beherrschend mit ihren Schätzen auf, der Märien-Kultus I und die Verehrung der Heiligen eifert .Künstler und Kunst- I Handwerker an, das Höchste zu leisten, und die edelsten: I Metalle werden verschwenderisch verwendet, um Die Jitare I auszuschpiücken und den Reliquien würdige Behälter toeifcn; mit den kostbarsten Stickereien werden d.° qewander bedeckt, und in der bildnerischen Ver^erung der heiligen Schriften wetteifern die klösterlichen Kunst! , es find Schätze ersten Ranges, d-e^r hier u beträchtlicher rlabl kennen lernen Wie wir aus den Möbeln oev 14. una Uelbst uoch des 16. Jahrhunderts ersehen, gab man woh viel aus kunstvolle Holzschnitzereien, aber alles war fest

M. 111 Drittes Blatt

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Meßmer Anzeiger

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XLv' vllvl v V- V- V ZeilenpreiS. lokal 12 Pfg., auswärts 20 Pfg.

der Newa den Notschrei eines um Recht und Dasein ringen- I den Volkes und die Berliner Großfinanz schickt den aus- I gemergelten Hindus ihr Geld, damit sie den Engländern I ihre rückständigen Steuern zahlen können. I

Für die Bereinigten Staaten ist eine große Stunde I gekommen. Schon jetzt scheint es, als werde die Reise I der Burengesandten durch Amerika einem Triumphzuge I gleichen, städtische und politische Körperschaften bereiten I ihnen einen festlichen Empfang. Das amerikanische Volk I bildet den letzten Hort für die Hoffnungen der Buren. I lieber fcie Aussichten der Burengesandtschaft erhalt I dieRhein.-Westf. Ztg." noch folgende bemerkenswerte I Mitteilung aus Brüssel:

Infolge von Nachrichten aus bester Quelle kann I versichert werden, daßf die Aussichten sich mehren, die I auf eine Vermittelung der Vereinigten Staaten im sud- aftikanischen Kriege hinzielen. Wohl zu verstehen folgt I die Regierung Mc. Kinleys dabei weniger den fteund- I schaftlicheii Gefühlen für die Buren, als dem Druck der I öffentlichen Meinung. Doch ist ferner wohl zu bemerken, I daß noch andere weit wichtigere Dinge mitwirken. Em I Dazwisck)entteten der europäifdjen Mächte hätte England I kaum ruhig hinnehmen können und wollen. Anders steht I es mit den Vettern überm Meere, zumal bei der Kriegs- I müdigkeit, die sich mehr und mehr in England selbst I bemerkbar macht. Man trägt sich hier mit guten Hofft nungen, vielleicht ist das Ende des Krieges durch Ern- 1 schrecken Amerikas, dem ftch hinter den Kulissen Frank- I reich zugesellt, näher, als man denkt. Vorschläge, die I rum Ziele führest können, sind schon früher angebeutet I worden: Gewährleistete Neutralität und teilweise ar- tilleristtsche Entivaffnung, Schleifung der Forts, dagegen Anerkennung der völligest Unabhängigkeit beider Frei­staaten ohne jede Klausel, sowie Zusicherung emes Zu­gangs zum Meere. Letzteren kann England um so eher gewähren, als es durch endgiltige Besetzung der Delagoa- bai absolute Herrin der südostasrikanischen Küste fein wird. Wenn nicht alles trügt, sind Fühler bereits aus- gestteckt worden, eine Zurückweisung aber ist nicht er- I ^Schließlich liegt aus Amerika selbst noch folgende Mel- I bUn9 New-York, 10. Mai. Der Rat der Aldermen hat I beschlossen, daß ein aus 15 Aldermen und 15 Gemeinde­räten bestehender Ausschuß die Abordnung der Buren

I feierlich begrüßen solle. In dem Beschlüsse heißt es, | I die städtische Verwaltung heiße die Abordnung will- , kommen stnd gebe ihr die Versicherung, daß die Be- I Dotierung New-Yorks den rühmlichen Kamps, den ine I Republiken gegen das mächtige England führen, mit lebhafter Teilnahme begleite. Der Beschluß wurde mit allen gegen die Stimme eines Mitgliedes gefaßt, das sich scharf widersetzte.____

MihSge durch Hit Pariser MtMstrüuug.

Von Paul Lindenberg.

(Nachdruck verboten.') V.

I Die Nicolaus Avenue. Ihre beideu Paläste. Das Kleine I Palais. Erinnerungen früherer Zeiten. Die Leistungen des ftanzosischen Kunstgewerbes. Der Geschmack des Mittel- I alters. Wachsen des Luxus. Bon Ludwig XIV. bis Ludwig XVI. und Marie Antoinette.

Zu den schönsten Teilen der an malerischen Anblicken I so reichen Ausstellung gehört die neugeschaffene, breite I Nicolaus-Avenue, die dem russischen Kaiser zu Ehren ge- I tauft wurde, und die eine bequeme Verbindung herstellh I zwischen den Champs-Elysees und dem Jnvalidendom I über die prachtvolle Alexanderbrücke. Der Eindruck, den I man an einem sonnenfröhlichen Tage gewinnt, wenn man I die Avenue von den Champs-Elysees her betritt, ist em I ganz berückender; von buntestem, wechselnstem Leben und I Treiben ist die gewaltige Allee erfüllt, die mit schönen I erfrischenden Gartenanlagen, mit hochragenden Palmen, I mit blühenden Fliedergebüschen und rauschenden Spring- I brunnen geschmückt ist, zwischen und vor denen erlesene I Kunstwerke und zahllose Ruhebänke Platz gefunden; rechts I erhebt sich in toeitgeftredten stolzen Formen das Große, I links das zierlich-reizvolle Kleine Palais, beide in gelb- I lich-leuchtendnn Sandstein aufgeführt und mit reichster I bildnerischer Zier verselstn; zwischen ihnen schweifen die I Augen hin zu der prunkend gestalteten Alexander-Brücke I und der hinter ihr sich öffnenden weißen Palaststraße der I Jnvaliden-Esplanade, die ihren wirkungsvollen Abschluß I erhält durch das altersgraue, massige Jnvalidenhaus mit I der mächtigen goldglänzenden Kuppel über dem Dom, in I welchem die sterblichen Reste des ersten Napoleon ruhen!

Mit Aufwendung aller nur zur Verfügung stehenden I Arbeitskräfte, mit Zurhilfenahrne der Nächte wurden die I Jnnenräume der beiden erwähnten Palais derart geför-