Ausgabe 
13.4.1900 Drittes Blatt
 
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Landwirtschaftliche Winke u. Ratschläge

Rheinw.

2722

Darmstadt, Mainz, Gießen, den 10. April 1800.

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Albert Hess, Ofechher

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Andere Krankheiten Unbrk. Krankheiten Verunglückung_____

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Laubenheimer Oopenheimer Niersteiner Rüdesheimer Graacher Zeltinger Brauneberger

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sofort aus seiner schrecklichen Lage befreit und in das nächste Haus getragen, wo er von Dr. Klusacek nach halbstündigen Bemühungen zum Bewußtsein gebracht wurde. In dem Manne wurde der Musikant V. Zelenka erkannt, der, des Nachts aus Prag heimkehrend, unterwegs von der Sraße crbgeirrt und in die tiefen Schneewehen gestürzt war, wo er sichtlich zu Grunde gegangen wäre, wenn ihn der Hund nicht aufgefunden hätte. Die Bern^ hardinerhunde des St. Gotthard verstanden es, wie man weiß, ausgezeichnet, verschüttete Menschen im Schnee auf-- zuipüren. Sollte diese alte Eigenschaft bei dem einen oder? anderen Tiere reiner Rasse nicht noch manchmal in er­höhtem Maße als Instinkt wieder zum Durchbruch kommen,

Morneweg, Oberbürgermeister von Darmstadt.

Unterleibstyphus Lungenentzündung Krebs der Leber Lebensschwäche

Lungenschwindsucht Tuberkulose anderer

Organe Lungenentzündung Lunglnkatarrh Influenza Schlagfluß Herzleiden Schwäche

eines Bernhardiner Hundes. Vorige Woche wütete in manchen Gegenden Böhmens heftiges! Schneetreiben. In einem solchen hat sich nun fol- ^orf^ obgespielt: Der Bezirksarzt auf denn Hradschin zu Prag Dr. B. Klusacek kaufte vor etwa sieben Monaten aus einer bekannten Hundezuchtanstalt in Frank-

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Alice»Schule.

Beginn des Smwkr-ZeMsttts: Dienstag den 24. A-ril

Aufnahme der Schülerinnen morgens 10 Uhr.

^"Eerricht in Hand- und Maschinennähen, Weiß- und Buntsticken, Flicken und Stopfen, Kteidermachen, Bügeln und sonstigen modern«, Arbeiten, Brennen u. s. w. Auch findet wieder ein Kursus zur Aus­bildung von Handarbeitslehrerinnen statt.

Anmeldungen und Prospekte bei der Oberlehrerin 2664

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Summa: 70 (30) 54 (26) 11 (2) 5(2)

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Bekanntmachung.

Bei den Anmeldungen der Kmder zur Aufnahme in das Grotzh. Gymnasium, das Großh. Realgymuafium und die Realschule, sowie in die höhere und erweiterte Mädchenschule müssen die Eltern unter anderem auch einen Geburtsschein des betr. Kindes den Direktoren der genannten Anstalten vorlegen. Da sich erfahrungsgemäß die Gesuche um Ertellung der Auszüge aus dem Geburtsregister bei dem Schulanfang derart anhäufeu, daß unliebsame Verzögerungen in der Ab­fertigung nicht zu vermeiden sind, ersuchen wir die Interessenten, schon jetzt bei der unterzeichneten Behörde schriftlich oder mündlich die Auszüge aus den Geburtsregistern, welche gegen Erstattung der gesetzlichen Gebühr von 50 Pfg. für jeden Schein verabfolgt werden, zu erwirken.

Gießen, den 6. April 1900.

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Wohnimgsveränderunq

Meine Wohnung befindet sich ab 1. April

Abends auf Die Gasse. Kaum hatten sie' die Thürschwelle überschritten, so riß sich der Hund los und lief samt der Tbor W.en das ehemalige Strahöwer i uuyunuen, oie woyiryuenv berührt. Bult-

/T $f^lfen blieb vergebens, der Hund I Haupts Dramaturgie ist ein Buch, das in weitesten Kreisen

u"d blieb verschwunden Dr. Klusacek konnte sick> klärend und läuternd wirken und den Laien zur Wen

sonst so folgsamen Tieres nicht erklären. Kunst zu erziehen geeignet ist. ä

K"^gleitung dreier Personen begab er sich dann auf die-------- -

©ncbe nach dem Hunde. In dem schrecklichen Schneesturm v . ' . ---------

hKitetenJie mehr als eine Stunde lang durch die Schnee- ~ 1

massen hinter dem Strahöwer Thore, kehrten aber dann ermüdet und ohne Erfolg zurück. Als sie zur neuen Land- wehrkaserne kamen, vernahmen sie hinter sich Hundegebell, und bald darauf zeigte sich auch per Bernhardiner, der auf

Klusacek zueilte, sich aber gleich wieder umwandte, bellend in der Richtung gegen den ehemaligen ?^^sorfriedHof lief. Zeitweise blieb er stehen und wartete klusacek und dessen Begleiter einholten' Schließlich blieb der Hund nächst Streschowitz ineben der Straße stehen sprang dort in die ganz zerwühlten Schnee­wehen .und bellte heftig. Als Dr. Klusacek und dessen Begletter zur Stelle kamen, bot sich ihnen ein überraschen- des Schauspiel. Inmitten der Schneewehen lag ein Mensch halb verschüttet. Der Unglückliche wurde

Jubiläums-Mpendien-Nistung

zu Ehren der 25 jährigen Regierung des höchstseligen

Großherzogs Ludwig III.

Aus obiger Stiftung, welche bezweckt, daß aus den Kapitalzinsen Leute, und zwar aus jeder der drei Provinzen einer, eine gleichmäßige Subvention zu den Kosten ihrer Ausbildung auf einer höheren Brloungsanstalt erhalten sollen, find für das Jahr 1900 drei Stipendien gu vergeben. Das Stipendium kann auf drei Jahre ausgedehnt werden; tan iM nur Angehörige solcher Gemeinden berücksichtigt werden, welche Beäräge zu dieser Stiftung geleistet haben.

berechtigte und qualifizierte junge Männer, welche zum Zwecke ihrer Ausbildung eine höhere Bildungsanstalt besuchen oder be« fachen wollen uns sich um das Stipendium zu bewerben beachfichtigen, sind besuche, mit den nötigen Zeugnissen belegt, durch ihre 'oetmeifterel an die Bürgermeisterei der Hauptstadt ihrer Provinz, n L aus Orten der Provinz Starkenburg an die Bürgermeisterei Darm« M?maU8 Rh.e'ch^en an die Bürgermeisterei Mainz, aus Oberhessen an

®e6en' 'ä»gste°S z°m l. Mai d° I. g"

Dramaturgie des Schauspiels. Von Hein­rich Bulthaupt. Dritter Band: Grillparzer, Hebbel, Ludwig, Gutzkow, Laube. Mit einem Anhänge: Der Ent­wicklungsgang der deutschen Dramatik bis zur Gegenwart. Zünfte vermehrte Auflage. Oldenburg und Leipzig 1900, Schulze'sche Hofbuchhandlung, br. 5 Mk. Dieses Werk ist bereits längst als mustergiltig anerkannt und giebt schon surt einen i m der Zahl der Auflagen, die es erlebt hat, genügenden

Nacki^vom^^rei/nn^rn^^« Bernhardinerhund. In der I Beweis für seine Vortrefflichkeit und Gediegenheit. Es krirchtbarer S»ner?h,8 sUtCtE ln ^a9 etn be/chastigt sich in feinem -gaupttcil nicht mit bem eigentlich

Schneesturm. DerHund, der zwar erst neun I modernen Drama, obwohl es überall treffliche Hinweise äit^rk inena«6enUbKennnr^6 9?7°6 ift' s"b Bemerkungen enthält, die sowohl für den modernen

der Nturm en groß,e Unruhe und>,e hefUger s dramatischen Dichter, wie für den Darsteller von unge­sundes d^r S ..Wurb; ?Ie Unruhe des -meinem Interesse sind. Auch der Anhang bietet in seinem

sc? ÜOJT ber Thur rührte. Dr. Klusacek I geringen Umfang eine Fülle des Beachtenswerten Man toa^ieiaanoV-? gewöhnlichen Abend- hielt Bulthaupt bisher für einen Gegner des Modernen,

obendrauf db ?C9Cxn °'uhalb Uhr Die,er Standpunkt ist falsch. Ibsen >Und Hauptmann werden

auf die Gasfe^ Kaum hatten sie die Thurfchwelle | eingehend charakterisiert. Das Urteil über Ibsen dürfen viele unterschreiben, und Hauptmanns Schaffen wird mit einer Männe behandelt, die wohlthuend berührt. Bult-

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i ENAMELINE

«ns Oberhessen. In der 2. Aprllwoche.

Die Frühjahrssaaten haben begonnen; in der südlichen Wetterau, aus leichtm, trockenen, warmen Böden find die Arbeien schon ziemlich weit vorgeschritten. Hier bauen sich die Grundstücke -eÄer « ? ,.man .dachte. Auf schweren, klotzigen Böden gab es unb e8 empfiehlt sich dringend, auf solchen Grund­stücken, solange sie nicht besser abgetrocknek sind, keine Saaten °^unehmen. Bei dem Pflügen bilden stch grobe Schollen, die klein zu kriegen find, weil die beste Egge wirkungslos darüber hin kollert, die Schollen bleiben das ganze Jahr liegen und ^schweren da« Ernten des Halmgetretde« außerordentlich/Sichel, Sense und Mähmaschine fahren auf die stetnharten Schollen und "^den -ahnlückig, oder die Schneide springt mitunter vollständig Gebirgslagen ist besonders in der soeben angedeuteten Hinsicht Achtung zu geben.

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BösartigeNeubildungeo 6 (5) Altersschwäche

bis jetzt ein rauhes, naßkaltes Frühjahr gebab . fast scheint es, als käme nur langsam Befferuna fotoen Zr-r 4 mfien ist von den Frühsaaten nicht viel Erfolg zu erwarten All^ 6 ,' fruchte liegen wochenlang im kalten Boden, gehen nickt auf uni vom Ungeziefer dezimiert. Hier heißt

«eben. Wir hatten einen schlechten, bitterbösen Winter,die drei£ Wochen des Frühlings geben dem vergangenen üblen Winter nickte n ? Man muß darum stets Augen und Ohren offen halten und zur rti Zeit emzugreifen wissen.

Die Aufzucht des Junggeflügels ist in diesem Frühjahre voller und schwieriger als je, weil die naßkalte Witterung Sift füi 4 junge Getter ist. In früheren Jahren sah man um die jetziae " hunderte von kleinen, gelbflaumigen Gänseheerden auf den Wiesen < ift es nichts damit. Das Junggeflügel muß besonders kritstja aefiH ' warm und rein gehalten werden, sonst fallen die Heinen Dinger um bie Mücken. Zum Schluffe sei noch einmal auf das sorgfältige JSh lesen der Kartoffelvorräte auch die liebenswürdigen Hausfrauer den Städten mögen darauf hingewiesen werden aufmerksam arrrr- unb bas Borbereiten bet Pflanzknollen wollen wir in Qrmm-rir bringen, weil jetzt noch mehr Zeit zur Verfügung steht, als ttenn b-: Frühjahr weiter vorgeschritten ist.

baierische Baron von Gumppenberg, Rittmeister a. T., Ad­jutant weiland König Ludwig II. von Baiern, der in Berlin tvohnt, spielte bei dem ganzen Geschäft die Rolle eines Dolmetschers, da Eochet nur fxanzösisch spricht. Auch hier zerschlug sich das Geschäft, und die beiden Berliner Herren reisten von München wieder ab, nachdem Cochet bereits einige Tage zuvor, ärgerlich über den Mißerfolg, München verlassen hatte, ohne an die in dieser Angelegenheit thätig gewesenen Personen die in Aussicht gestellten Reisespesen zu zahlen. Baumann dagegen blieb in München, wandte sich direkt an den damaligen Erbprinzen von Sagan und erhielt auch selbst eine Vollmacht. Mit diesem Schriftstück hat er nun in der Zeit vom Dezember vor. I. bis zu. ------------ u«, »um wmmen,

^a9en b^solgten Verhastuna selbständig I so daß sie, ohne darauf besonders dressiert zu sein, bei rpAHnVTr Er Nicht mehr be- gegebener Gelegenheit gierig nach Menschen im Schnee

rechtigt war; denn der damalige Erbprmz ist inzwischen 1 a 1 '

Herzog von Sagan und somit Besitzer eines Vermögens von 60 Milt. Francs, geworden. Demzufolge wurde Bau­mann, der in München in zerrütteten Verhältnissen lebt, da er berufsmäßig dem Spiel ergeben ist, in Haft genommen. d 1

Monats-Ueberficht. (März 1900.)

Das Kuratorium:

Gaßner, Gnauth,

Oberbürgermeister Ob-rbürg-rmetst-r von Mainz. von Gießen.

Stark mit Wasser zu verdünne*, klnflfdi

daher bUi S im «ebraueü. UeberaU kann len.

Vor Nachahmung wird gewarnt.

1. Lebensjahr: 2.lb.I«k i z

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Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Steßn

14. Woche. Vom 1. bis 7. April 1900.

(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800 (tncl. 1600 Mann Mtltiki

SterblichkettSztffer: 8,35°/«. U8tj

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