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'?of(e "kUbe-k und Bcr^^ Sonntcigsvorstellung gc- »origen Bintera ch^ ziemlich zahlreich erschienenen m 6trf„m mit feBfcat'tem Beisall ausgenommen. Ta yerr Wilbe rn? durch Unpäßlichleit verhindert war so hatte Herr Äenberg von Köln, der erst vor kurzem hier als Gast „.foetreten ist, die Rolle des Bertram übernommen, wahrend L>err Direktor Helm schleunigst umsattelte und den Robert gab. Die beiden lustigen Ga genvogel erfreuten Ser durch ihre Zungen und Fingerfertigkeit, durch den Änstrich höherer Bildung, der sich namentlich iM Verdrehen der Fremdwörter kundgab, durch ihre Unversrorenheit und durch die lächerlichen Verkleidungen Dem einheitlichen Zu- iammenspiel der beiden sauberen Bruder merkte man den »löblichen Rollenwechsel nicht an. ycrr Walter war als GesänaniswSrter recht am Platze, wahrend Frl. Duve den Micbel äu zahm spielte. Frl. Schumann erzielte un vorigen \ahre mit diesem tölpelhaften Bauernburschen eine größere Wirkung. Die Herren Henry und Kirchhoff waren zwei wackere Diener der Gerechtigkeit'. Herr Rolan erschien als Banquier komischer wie als Pächter. Was den Gelang nnlangt, so war der aus verschiedenen Opern zusammenge- pflückte Liederstrauß des ersten Bildes kein besonderer Ohrenschmaus. Hier klang auch die Musikbegleitung entschieden zu laut für die mit nur geringen stimmlichen Mitteln begabten Künstler. Zugkräftiger waren jedensalls die Kuplets der folgenden Abteilungen; namentlich gefiel : n dieser Hinsicht Frl. Eichenwald, die auch im übrigen für die flotte Wiedergabe der Rösel alles Lob verdient. Die kleineren Rollen gaben zu Bemerkungen keinen Anlaß.
** Tas Theater Wallenda hat, wie die gestern und vorgestern gebotenen, sehr zahlreich besuchten Vorstellungen bewiesen, seine alte Zugkraft behalten und aufs neue in dem dargebotenen, durch Neuheiten erweiterten Programm den guten Ruf bewahrt, dessen es sich bei dem stiesi'gen Publikum erfreut. Da die Zahl der Vorstellungen nur noch eine sehr beschränkte ist, empfehlen wir dem Publikum den Besuch des Theaters bestens.
dt. Sängerkranz-Konzert. Das unter Herrn Franz Bauers bewährter Leitung Sonntagabend in Steins Parten gegebene zweite Konzert genannten Vereins schloß sich dem ersten würdig an. Wir freuen uns umsomehr, dies Urteil abgeben zu könckbn, als der Verein diesmal unter Verzicht auf die Mitwirkung auswärtiger Künstler, ulles vom eigenen gab, und zwar — nach siegreicher Ueber- loinbung mancherlei widriger Umstände — recht wacker. Die Streichmusik, bei der die erste Geige in allen Stucken Düll Herrn Bauer gebührend zur Geltung gebracht wurde, wie auch die begleitende Orchestermusik verdiente und sand vollen Beifall. Von den Männerchören sprachen die ersten beiden getragenen weniger an, während der Koschatsche schon eher Stimmung machte. Herr Th. Haubach erfreute durch zwei mit bekaynter Virtuosität vorgetragene Bariton- Lieder die Zuhörer dermaßen, daß er sich zu einer ihm ebenfalls sehr gut liegenden Zugabe verstehen mußte. Tas vom Frauenchor tiefempfunden vorgetragene Schlummerlied von Pache wurde stürinisch da eapo verlangt und von den gütigen Feen auch gespendet. Von den gemischten Ehören gelangte Frühlingsahnung von Mendessohn wirkungsvoll zum Vortrag, während die Koschatsche Bauern- liochzeit den Glanzpunkt des Abends bildete und von allen Stimmen, wie dem Orchester meisterhaft behandelt wurde, sodaß insofern eine Doppelhochzeit daraus wurde, als sie trotz anfänglichen Sträubens der Beteiligten noch einmal vor sich gehen mußte. Ende gut, alles gut, durfte sich der Verein gestern abend in Bezug auf seine Eiser und Verständnis bekundenden Leistungen sagen, und die junge Welt vermochte dies auch auf den sich anschließenden Reigen aus- zudehnen.
** Die 600jährige Jubelfeier unserer Nachbar st adt Lich ist am vergangenen Samstag in schönster Weise verlaufen. Bon einer eingehenden Schilderung der Feier mußten wir heute wegen Raummangel absehen. Wir werden in der nächsten Nummer einen längeren Bericht darüber veröffentlichen.
** Polizeibericht. Sachbeschädigung. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag wurden von ruchloser Hand an einem eisernen Thore in der Bahnhofstraße mehrere Verzierungen gewaltsam abgebrochen. — Ruhestörung. Am Sonntag vormittag mußte ein Taglöhner, welcher fortgesetzt Ruhestörung auf dem Neuenwea verübte, xn Haft genommen werden. Anzeige wurde erhoben. — Zwei Arbeiter von hier gerieten gestern abend in einer Wirtschaft am Neuenweg in Streit und prügelten sich später auf der Straße gegenseitig mit einem Schippenstiel. Es entstand durch diese Ruhestörung ein großer Auflau von Menschen. Anzeige wurde erhoben.
** Wie leicht m an unschuldig in den Verdacht des Diebstahls geraten kann, zeigt folgendes Vorkommnis. Ein hiesiger Einwohner, der mit dem Zuge von Marburg gekommen war, machte die unangenehme Entdeckung, daß ihm seine Börse mit etwa 200 Mark abhanden gekommen war. Da er sich noch genau des Umstandes entsann, daß er sie in Marburg am Billetschalter noch besessen, fuhr er andern Tags nach dort zurück. Wie erstaunte er aber, als man ihm, bei Heller und Pfennig stimmend, sein verlorenes Gut zurückgab. Ein junger Schulamtskandidat, der auch am Billetschalter gestanden und mit demselben Zuge nach hier gefahren war, hatte die Börse in seiner Ueberziehertasche gefunden und auch abgeliefert. Wie leicht hätte dieser als Dieb verdächtigt werben können, wenn der Verlierer, der das Geld in die unrechte Tasche gesteckt, eine Durchsuchung im Waggon ungeordnet hätte.
** Geschäftspapiere wurden bisher nur im Verkehr mit dem Ausland gegen die Drucksachentaxe befördert, während dieselben im inneren Verkehr Deutschlands als Brief oder Paket zur Versendung gelangen mußten. Diese Ungleichheit ist nunmehr beseitigt worden. Kom 1. April werden nämlich auch im inneren Verkehr
Deutschlands Geschäftspapiere gegen die Trucksachentaxe befördert. Als Geschäftspapiere gelten alle ""Schriftstücke und Urkunden, die ganz ober teilweise mit der Hand geschrieben oder gezeichnet sind und nicht die Eigenschaft einer eigentlichen ober persönlichen Korresponbenz besitzen. Also: Akten, Rechnungen, Urkunden, Kaufbriefe, Frachtbriefe, Auszüge aus Geschäftsbüchern, Partituren, -Notenblätter, Dienstpapiere der Versick)erungsgesellschaften, Manuskripte von Werken oder Zeitungen, Militärpässe, Lohnnachweisungen usw. Sendungen mit Geschäftspapieren unterliegen, in Bezug auf Form, äußere Beschaffenheit und Meistgewicht, den für Drucksachen geltenden Vorschriften; ie müssen daher so verpackt sein, daß der Inhalt leicht ge- rrüft werden kann.
t. Frankfurt, a. M., 11. März. Ausstellung für Krankenpflege. Das Staatsministerium hat das Interesse der Regierung an der Ausstellung durch Verleihung von silbernen Staatsmedaillen bewiesen, die Kaiserin hat ebenfalls fünf silberne Medaillen gestiftet und owohl von der Stadt Frankfurt, wie von dem Großh. Hessischen Ministerium des Innern sind dem Preisrichter- Kollegium silberne und bronzene Ehrenzeichen zur Ver- ügiuig gestellt worden. Tie Ausstellung zerfällt in zwei große Gruppen: Allgemeine und spezielle Krankenpflege, und erstere wieder in die Unterabteilungen: das Krankenzimmer, das Krankenbett, der Kranke, Litteratur und Unterricht. Die Abteilung spezielle Krankenpflege in Kinder- krankenpflege, Wöchnerimienpflege, Chirurgische Pflege und Kriegskrankenpflege (Armee und Marine). Der balneo- logische Teil enthält zahlreiche, über die ganze Ausstellung verteilte Karten und Pläne von Bädern, Heilquellen, Luftkurorten und Krankenanstalten, leider verliert dieser höchst instruktive Teil der Ausstellung sehr viel infolge des Mangels übersichtlicher Gruppierung. Abteilung 1: das Krankenzimmer, ist am besten vertreten. Eine große Anzahl von bedeutenden Firmen hat Krankenstuben eingerichtet, in denen Industrie und Technik im Vereine mit der Wissenschaft wahre Triumphe feiern. In den Betten, die natürlich auch nach moderiisten Erfindungen speziell für Krankenpflege eingerichtet sind, liegen Wachspuppen, mit allen erdenklichen Leiden behaftet, bedeckt mit Verbänden, umgeben von chirurgischen Werkzeugen und hygienischen Gegenständen und ben hunberten von oft höchst einfachen, oft aber auch unendlich komplizierten Apparaten erkennt man die gewaltigen Fortschritte, welche in, den letzten Jah^n, nicht zum geringsten Teil mit Hilfe der Elektrizität, gemacht wurden. Natürlich nehmen die Röntgen- und Induktionsapparate eine ihrer Bedeutung angemessene Stellung ein. Tas rote Kreuz und der vaterländische Frauenverein haben Ansichten des Operationssaales, Ver- bandtische, Kriegskoffer für die Schwestern u. bergt m. ausgestellt; sehenswert ist auch bie Kinberkrippe, sowie bie Einrichtungen der Stadtkrankenhäuser in Offenbach, Höchst und Frankfurt. Das Krankenbett selbst hat durch die Wiesbadersche Patentmatratze bedeutende Verbesserung erfahren. Durch einen Federdruck kann die Matratze von dem Rahmen entfernt werden. Tie Frankfurter freiwillige Rettungsgesellschaft führt eine Rettungswache in Betrieb vor. Die Ernährung des Kranken veranschaulicht eine große Musterküche, in der verschiedene Nährpräparate, wie das bekannte Sanatogen, Nährstoff Heyden, Somatose, Nutrose u. s. w. verwandt werden. Eine Marschküche des Frankfurter Kriegerverbandes findet reichen Beifall der Autoritäten, welche eine sehr strenge Kritik üben. Körperruhe und Körperbewegung dienen zahlreiche Objekte, welche nur für den Fachchann von Interesse sind, dagegen sind die großartigen Bäder und Badeeinrichtungen, die prächtigen Heiz- und Kühlvorrichftmgen und die Stände für Krankenkleidung stets von SckMulustigen dicht umringt. Großes Interesse beansprucht die Abteilung: Wöchnerinnenpflege. Auf diesem Gebiete sind die neuesten gynäkologischen Forschungen in 'Hunderten von neuen Hilfsmitteln, chemischen Produktew jrnd medizinischen Produkten verwertet, bis in die kleinsten Details ist die Geburtshilfe, Wöchnerinnen- und Säuglingsbehandlung zur Anschauung gebracht, sodaß besonders der praktische Arzt reiche Anregung aus diesem Teile der Ausstellung empfängt.
Meratur.
- Düsseldorfer Ausstellungs-Zeitung. Die erste Nummer dieser vom litterarischen Bureau der Ausstellung herausgegebenen Zeitung liegt uns in sauberer Ausstattung, ‘mit guten Illustrationen geziert, vor. In dem einleitenden Artikel „Was wir wollen" verbreitet sich die Redaktion in kurzen, prägnanten Sätzen über die Notwendigkeit und Ziele der Ausstellung und wendet sich an die wirtschaftlichen Vereinig, ungen und Handelskammern, die Männer der Technik, Kunst und Wissenschaft, auf deren Interesse sie begründeten Anspruch hat. Em zweiter, von vier Autotypien begleiteter Artikel, schildert das Ausstellungsgelände früher, jetzt und künftig; ein dritter das Hauptausstellungsgebäude, von welchem ein Vollbild in Zinkographie beigegeben ist. Den doppelseitigen Grundriß Läng«» und Querschnitt der Maschinenhallen erläutert ein Aufsatz aus sachkundiger Feder. Ueber die Beteiligung der Kunst an der Ausstellung berichtet der Direktor des Zentralgewerbevereins, H. Frauberger, und die Geschichte der Ausstellung findet in dem verantwortlichen Redakteur des Blattes, Generalsekretär I. v. Wildenradt, einen zuverlässigen Chronisten. Das Abonnement auf die monatlich einmal erscheinende Zeitung beträgt jährlich 4 Mk, halbjährlich 2 und vierteljählich 1 Mk.
Arbeiterbewegung.
Zum Berliner Tischlerstreik. Die Tischlermeister und Holzindustriellen Berlins und Umgegend hielten am Freitag bei Buggen« Hagen (Moritzplatz) eine große, zahlreich besuchte Versammlung ab, welche von der freien Vereinigung der Holzindustriellen einberufen war. Nach ihrer Eröffnung durch den Vorsitzenden der „Freien Vereinigung", Herrn Schöning, erhielt der Referent Herr Kümmel das Wort. Redner erörterte die augenblickliche Streiklage, wobei derselbe die Ansicht aussprach, daß der Streik ein baldiges Ende erreichen müsse. Der Direktor der Pfaffschen Möbelfabrik, Herr Lorenz, sprach über die allgemeine Lage der gesalbten Möbelindustrie Deutschlands und des Auslandes. Redner betonte, daß in keinem anderen Staate so ausgiebig für den Arbeiter gesorgt sei, wie in Deutschland Speziell in Berlin verdiene der Arbeiter bedeutend mehr, als anderwärts. Nachdem noch mehrere Redner zu der Bewegung Stellung genommen hatten, wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die heute in Buggenhagens Kaisersaal versammelten Tischlermeister und Holzindustriellen Berlins und Umgegend erklären die ihnen von ihren Arbeitern gestellten Forderungen für unannehmbar und halten einen Friedensschluß nur durch Zurückziehung derselben für möglich. Die Versammlung erwartet von dem Vorstande der Freien Vereinigung der Holzindustriellen, daß er
diesen Beschluß bei seinen ferneren Maßnahmen voll und ganz berück- sichtigt^ $ März. Der Finanzminister machte den hiesigen Tabak- arbeitern einige Zugeständniffe, worauf die Wiederaufnahme der Arbeit in der Tabakmanufaktur erfolgte. .. .
Gattnaus, N. März Das Protestations-Komitee der ausständischen Arbeiter hat Waldeck-Rousseau drmgend gebeten, als Schiedsrichter zu intervenieren, damit er nicht für morgen den Ausbruch eines Bürgerkrieges m Carmaux zu bedauern habe. Die Lage gestaltet sich bedeutend ernster als gestern. Die AuMndhchen sind entschloßen, heftigen Widerstand zu Insten und greifen auf den öffentlichen Plätzen und Straßen die Arbeitswilligen an.
Mährisch'Ostrau, 11. Mürz. Die Vertrauensmännerver sammlung der Streikenden beschloß, gegen die allgemeine Erwartung die Fortsetzung des Strdiks.___________ ________
- Wetter bericht. Eine anscheinend tiefe Depression befindet sich im äußer strn Norden, während im Westen das ffton seit zwei Tagen dort erkennbare Minimum mit seinem vorderen Rand yeupl- Schlich die französische Küste beherrscht. Die beiden Gebiete niederen Druckes sind durch eine umfangreiche Zone hohen Barometerstandes voneinander getrennt, welche sich von Schotlland aus durch den Kontinent erstreckt, und namentlich Zential-Süd- und Sudost-Europa beherrscht, lieber den inneren Donauländern liegt der intennoe 780 Mm. aufweisende Kern des barometrischen Meximus. In disien Bereiche ist das Wetter heiter oder wvtkenloö, und am Tage mir nur als während der Vortage. — Voraussichtliche Witterung: Bei weiter steigender Temperatur Besserung zunächst noch anhaltend, dann wieder Trübung von Westen her. _
Kirchliche Nachrichten.
Markus Bauer
Meyer:; Kon versa! tuns - Lexikon
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- H. v. Sperling, Buchhandlung, Stuttgart VIL »
Kirchenplatz II.
— Herrenkonfektion. — Anfertigung n. Mass In eigener Werkstätte.
Evasgeltsche Gemeinde.
Montag den 12. März, abends 8 Uhr: Bidelstunde tm Konfirmandensaal der Johanneskirche. 2. Thessalonicherbrief. Kap. 1, Trost und Mut in aller Trübsal durch den Blick auf die künftige Erlösung. Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch den 14. März, abends 6 Uhr: 3. PaffionS- andacht in der Johanneskirche. Pfarrer Euler.
Neueste Mel-ungeL
Depesche« deS Bureau „fcetolb*.
Der Kaiser uttb der deutsche Landwirtschaftsrat.
B e r I i n , 12. März. Die „B e r l i n e r K v r r e s p v n - benz" veröffentlicht ben Text einer Ansprache bes Kaisers an ben beutschen Lanbwirtschafts- rat beim Schluffe seiner Sitzungen. In berselbeu sagt ber Kaiser: Wenn auch bas Ergebnis ber Beratungen bes Lanb- wirtschaftsrates hochgespannte Erwartungen vielleicht nickt überall beliebigen möge, so sei es boch für bie Aufgabe seiner Regierung, alle wirksamen Mittel anzuwenbn, um ber Notlage ber Lanbwirtschaft Hilfe zu bringen, von hoher Bebeutung, baß auf piesem Gebiete durch bie Verhanb- lungen bie Grenzen bes Erreichbaren klarer erkennbar geworben sinb. Die erschöpfenden Erörterungen ber allseitig anerkannten Notlage ber Lanbwirtschaft, ihrer Ursachen, ihres Umfanges unb ihrer Folgen, sowie bie sorgfältige Prüfung aller Mittel, welche bisher für bie Abhilfe in Frage gekommen seien, bildeten eine wertvolle Unterlage für bie weitere Entschließung seiner Regierung. Solche Mittel aber, bereu Anwenbung auch vom Lanbwirtschaftsrat als ungeeignet für bie Erreichung bes Zweckes, als praktisch nicht ausführbar ober als gefährlich für bie Erhaltung ber staatlichen unb wirtschaftlichen Crbnung erkannt unb wiber- raten sinb, werbe seine Regienzng um so unbebenklicher aus bem Kreise ihrer Erwägungen ausscheiben können. Zum Schlüsse bittet ber Kaiser bie Mitglieber bes Lanb- wirtschaftsrates, in ben ihnen zugänglichen Kreisen des Lanbes bie Auffassung zu verbreiten, baß, wenn künftig ähnliche Fragen, wie gegenwärtig bie Notlage ber Lanbwirtschaft unb bie Mittel zu ihrer Abhilfe, auch auf anberen Gebieten bie Gemüter erregen, zunächst feine Regierung angegangen werbe, um bas zur schleunigen Abhilfe geeignete zu veranlassen.
Lex Heinze. •
Berlin, 12. März. Gestern hat bie zweite Protest-Versammlung gegen bie Lex Heinze statt- gefunben. Der bekannte Kunsthistoriker unb Kunstkritiker: Professor Bruno Meyer verlangte, man müsse ben Geist ausrvtten, ber an gewissen berechtigten Richtungen ber Kunst Anstoß zu nehmen im staube ist, unb sich nicht in Wiberspruch setzen mit bem allgemeinen Streben noch geistiger Entwickelung. Nachbem. noch einige anbere Rebner sich zur Sache geäußert hatten, würbe eine Protest- Resolution angenommen. Auch aus Hamburg unb Halle werben solche Kunbgebungen gemelbet. — Hermann Suber mann hat gestern im Auftrage bes Komitees gegen die Lex Heinze an etwa 400 ber maß- gebenbften Persönlichkeiten eine Protest-Erklärung zur Unterschrift gesandt.
Darmstadt, 12. März, 1,45 Uhr. (Telephonmeldung.) Der Fußgendarm TheodorRepP aus Ullrichstein wurde zum Kriminalschutzmann bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Starkenburg ernannt.
Darmstadt, 12. März. (Telephonmeldung.) Zu dem Urteil, das von den Geschworenen am letzten Freitag in Sachen Vogel u. Genossen gefällt wurde, wird die Staatsanwaltschaft Berufung einlegen. — Der hiesige Bäckermeister Dürr ist gestern von seiner Haustreppe gefallen und hat das Genick gebrochen. Er war sofort tot. — Die gestrige Premiere „Pique Dame" von JaskowSky erzielte am Hoftheater einen großartigen Erfolg. — -Bon der Dampfstraßenbahn wurde am Samstag Ecke der Zeughaus-Louisenstraße eine Droschke überfahren und der Kutscher sehr schwer verletzt.


