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Nr. 10 ffirnrHrS BlE Samstag den U- Januar
Gießener Anzeiger
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* Deutschland, Rußland — England!
Gießen, 11. Januar 1900.
Ein einziges Thema ist es, das heute alle Welt be-- schäftigt, das am Biertisch besprochen wird und am Fa- «ilientisch, das die Knaben erregt und auf den Stirnen der Männer die Zornesader anschwellen läßt: der fortgesetzte Uebermut Englands. Hatte die Kaiserfahrt nur Trauer »nd Betrübnis erweckt, so handelt es sich jetzt um eine Bewegung, die geboren ist auS dem tiefsten Ingrimm. All die zahllosen Beleidigungen, all die unerhörten Herausforderungen treten wieder vor die Seele deS Volkes, die wir erdulden mußten, seitdem wir den sicheren russischen Rückhalt aufgaben und eines der glänzendsten Werke des Bismarck's chen Genius, den Neutralitätsvertrag, zum alten Eisen warfen, nur weil die kombinationenreiche Bismarck'sche Politik den Epigonen als gar zu schwierig erschien.
Vielleicht hätte der Einzelfall, die Beschlagnahme des „Bundesrat", so frivol er erscheint, die Stimmung im deutschen Volke noch nicht auf den Grad der Siedehitze gebracht. Der deutsche Michel gilt ja seit Jahrhunderten als schläfrig und verträumt. Aber milla dies sine linea, jeder einzelne Tag bringt neue Beweise der englischen Impertinenz: Es liegt System in der Sache, es liegt dem Verhalten der Engländer eine wohlberechnete Absicht zu Grunde. Man braucht sich schließlich ja auch nicht zu genieren. Die deutsche, vom Reichstage stets so eifrig approbierte und von Herrn Sattler noch besonders gebenedeiete Politik hat es ja verstanden, uns mit dem allgemeinen Mißtrauen zu beglücken. Welche Herrlichkeiten hat und allein das eben geschiedene Jahr gebracht: Wir haben die Karolinen erschachert und vor Samoa die Anmaßungen der Eng- läuder ertragen, bis wir die Insel gegen teuere Konzessionen dennoch erhielten, wir haben Cecil Rhodes, die Hände in den Hosentaschen, im Hohenzollernschloß gesehen und mit der Genugthuung, die dem Bescheidenen geziemt, erfahren, daß er die Konzession zu einer Telegraphenlinie durch unsere Kolonieen erhielt und als Zugabe die Einwilligung zu dem Bau einer englischen Bahn durch deutschen (!) Besitz. Wir haben vernommen, daß der Zar nicht glattweg nach Petersburg zurückkehrte, sondern in Potsdam ein Diner einnahm, und wir schwammen in Seligkeit, als die Episode auf der „Iphigenie" bekannt wurde und französische Kadetten ein deutsches Schiff besuchten. Das sind Erfolge, die den Herrn v. Bülow in den Grafenstand empvrschuellten und wohl auch dem Aegirbarden Phili den Fürstenhut verschafften. Man ist eben genügsam geworden! Und jetzt haben wir die Krönung des Werkes, die englische Freund-
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schäft. Als Herr Chamberlain seine berühmte Alliancerede hielt, da konnte man freilich das Kommando schon ahnen: Der Indiskrete blieb Mitglied des Kabinetts Salisbury, seine Aeußerungen fanden wohl in Berlin ein lahmes Dementi, aber sie wurden von der englischen Regierung nicht desavouiert, und es ist nur natürlich, daß sich im Auslande,
Berliner Bries.
(Plaudereien aus der Kaiserstadt.)
(Nachdruck verboten)
-Tas Fest der kleinen Schornsteinfeger. — Maskenbälle für Kinder. — Die Giebelreklameu.
Das Telegramm des Kaisers an den König von Württemberg, in dem die englischen Unverschämtheiten zur See gestreift werden, |at überall Anklang gefunden, auch bei den Gegnern der neuen ßlottenvorlage, und hat zugleich die Erinnerung an jene temperamentvolle Depesche geweckt, die einst dem Ohm Krüger aus Berlin zugeslogen, als englische Räuber, die mit den heutigen englischen Machthabern sehr gut befreundet waren, ihren frechen dinsall in Transvaal unternommen hatten und glänzend zurück- zeschlagen wurden. „Das war eine köstliche Zeit!"
Die englischen Vettern haben seitdem alles mögliche gethan, sich unsere Sympathieen auch bis auf den Rest zu verscherzen: 'aber unsere Regierung ist vorsichtig geworden und übt sich in Geduld, vielleicht ist dieses Württemberger Telegramm das erste Zeichen für eine kleine Kursänderung, die das ganze Reich und Berlin nicht zuletzt mit Heller Freude begrüßen würde.
Mitten in die unverhohlenen Antipathieen der Reichs-Haupt- lübt gegen das beutegierige Krämervolk fällt eine althergebrachte Veranstaltung der jeweiligen englischen Botschafter, das Weih- »achtsfest der Schornsteinfegerlehrlinge, das wohl imstande ist, nnen mit den sonst vielfach über den Kanal gekommenen, zweifelhaften Sitten ein wenig zu versöhnen. Dieses Fest, das ein ^ßlischer Lord, dessen kleiner Sohn geraubt, und zum Schorn- jeinfegcr gemacht worden war, in der Freude über das wunder- 'lare Wiederfinden seines Edward für London gestiftet hat, ist
vor allem in Rußland und Frankreich, der Argwohn fest- setzte, Herr Chamberlain habe lediglich aus der Schule geschwatzt, und das Berliner Dementi richte sich mehr gegen die Form als den Inhalt der Worte. Wenn früher ein Unvorsichtiger das Verhältnis, das in Kronstadt eingegangen wurde, als „Alliance" bezeichnete, so wehrten sich die offiziellen Kreise Frankreichs und Rußlands in gleicher Weise gegen diesen Namen. Aber das Wesen des Bündnisses blieb unverändert. Und wenn auch jetzt sicherlich keine Alliance zwischen Deutschland und England besteht, so scheinen doch Abmachungen vorhanden zu fein, die uns in jeder Entfaltung unserer Kräfte lähmen, weil sie uns des freien Willens berauben.
Für Deutschland ist schließlich eine letzte und große Auseinandersetzung mit England unvermeidlich. Aus dieser Erkenntnis heraus ist auch der Eifer, mit dem der Kaiser die Vergrößerung der Flotte anstrebt, zu verstehen.
Aber solche Auseinandersetzung ist auch für Rußland unvermeidlich. Seit den Tagen des Krimkrieges drängt alles darauf hin, und jeder Schritt der russischen Politik dient solchem Ziele. Wir sind die geborenen Alliierten Rußlands. Das mag bizarr klingen, aber es ist nichtsdestoweniger richtig. Denn mit Rußland haben wir nur gemeinsame Interessen, wir haben ihm nichts zu geben und nichts von ihm zu fordern. Von England aber trennt uns eine Welt. Wohin wir blicken, finden wir das Jnselvolk auf unseren Wegen, wie wir es dort fanden in den ersten Tagen, als der koloniale Gedanke in unserem Volke keimte, wie wir es finden werden, so lange wir das Recht fordern, im fremden Weltteil Handel zu treiben und Absatz zu suchen für die Erzeugnisse unserer Industrie. Und heute? Nun, unsere Schiffe werden in Beschlag genommen, der neutrale Handel mit neutralen Ländern wird erstickt und nur wenige Tage werden vergehen, so werden wir englische Kriegsschiffe in der Nordsee beschäftigt sehen, unsere Kauffahrer und Postdampfer einer entwürdigenden Untersuchung zu unterziehen. Aber wir haben ja den Drei bund! Ja wohl, wir haben ihn, und er wird jeden Tag furchtbarer. Nur wenn es zum Kriege käme — welcher Staatsmann wäre leichtsinnig oder vermessen genug, auf einen Bau sich zu verlassen, dessen Mauern immer mehr zerbröckeln, daß schon längst der Wind durch die Lücken und Risse pfeift?
Jetzt werden deutsche Schiffe, wenn sie einen italienischen Hafen verlassen, festgehalten und zur Löschung ihrer Ladung gezwungen, wenn man sie nicht ohne weiteres als gute Prise konfisziert. Gewiß, an allerlei „Vorstellungen" wird es nicht fehlen. Aber schon die dilatorische Art, in der England die Verhandlungen hinschleppt, ist demütigend für uns. Man behandelt uns als den guten Kerl, der warten kann, man läßt uns antichambrieren. Und während der teutonische Zorn das Volk durchlodert, vergeht Tag auf Tag, ohne daß eine autoritäre Aufklärung über die Haltung der Regierung erfolgt. ES ist ja etwas Schönes um die
durch einen Sohn Edwards, der s. Z. Botschafter in Berlin war, auch bei uns eingeführt worden, und findet alljährlich auf Kosten und unter Beteiligung der gesamten englischen Botschaft statt. Die armen kleinen Kerle — Gott sei Dank nicht fünf- und sechsjährig wie damals an der Themse, sondern richtig halbwüchsig und konfirmiert — erhielten Geschenke und ein schönes Festmahl im Jnuungshause, und konnten sich nach etlichen Ansprachen wirklich ganz prächtig amüsieren. Eine Unterbrechung ihres düsteruniformierten Daseins, die ihnen jeder von Herzen gönnt!
Weniger zustimmend betrachtet man die kleine Schornsteinfegertracht in einem Schaufenster der Potsdamer Straße, die ev. dazu bestimmt ist, das acht- oder zehnjährige verwöhnte Söhnchen einer Familie, „die es dazu hat", auf dem nächsten Kindermaskenball zu schmücken. So weit sind wir in Berlin ja glücklich gekommen, daß sich um die Karnevalszeit Geschäfte aufthuu, in denen Maskenanzüge aller Gattungen, vom sizilianischen Fischer bis zum Grönländer Eskimo, aber alle nur für Kinder, znm Verleihen angeboten werden. Die nüchternen Berliner, die vor Jronieuind (Blasiertheit den naiven'Karnevalsjubel der Rheinländer nie auf ihr kaltes Pflaster verpflanzen konnten, wollen den Mummenschanz denn wenigstens in ihren „süßen Kleinen" genießen, die allerdings in ihrer Altklugheit gar nicht Übel dabei zu posieren vermögen. Und wenn ein elfjähriger Romeo aus der Wilhelmstraße eine reizende Julia von vielleicht neun Jahren mit recht viel Eingebung durch den Salon geleitet, während ein zwölfjähriger Don Juan seine Augen wie Feuerräder dazu rollen läßt, so wird das den lieben erwachsenen Angehörigen sicherlich recht viel Vergnügen bereiten! Was diese moderne Erziehung schließlich für Früchte zeitigt, ist ja eine Sache für sich.
Daß auch die großen gewaltigen Steinkästen Berlins, soweit sie ein Stück von ihrem Giebel frei haben, sich nach und nach wie zu einer großen, plumpen und stillosen Maskerade bekleiden lassen
Gemütsruhe, aber die Größe der Bismarck'schen Politik lag nicht auf diesem gewiß köstlichen Gebiet. Ein Staatsmann, der nicht auch etwas von dem Zorn seines Volkes empfindet, der kühl an den Imponderabilien vorüberschreitet, statt sie in seinen Dienst zu stellen, ist nicht dazu bestimmt in der Geschichte fortzuleben.
Sitzung der Stadtverordneten
am 11. Januar 1900.
Anwesend Herr Oberbürgermeister Gnauth, die Herren Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, von feiten der Stadtverordneten die Herren Brück, Em melius, Euler, Flett, Dr. Fuhr, Dr. Gutfleisch, Hanau, Haubach, Helfrich, Huhn, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, Löber, Loos, Orbig, Petri, Dr. Schäfer, Scheel, Schiele, Sch mall und Wallenfels. — Entschuldigt die Herren Stadtverordneten Faber, Dr. Gaffky, Grünewald, Heichelheim und Heyligenstaedt.
Herr Oberbürgermeister Gnauth eröffnete die Sitzung mit folgender Ansprache:
Die Sitzung ist eröffnet, die erste im Jahre 1900, die erste aber auch, nachdem ein volles Dierteljahrhundert verflossen seit Inkrafttreten der Städteordnung, seit auS dem alten Gemeinderat die neue Stadtverordneten Versammlung geworden, und bei diesem Anlaß Sie, verehrter Herr Kollege Scheel, in die städtische Vertretung etngetreten. Der Erinnerung an dieses Amtsjubtläum wie dem Dank unserer Stadt für Ihre seitherige Thätigkeit soll der Blumenschmuck Ihres Platzes Ausdruck geben, einen umso herzlichen Ausdruck, als ja im allgemeinen die Wirksamkeit in der Gemeindevertretung dem einzelnen nur selten Blumen streut.
Es ist bezeichnend für die RaschlebigkUt unserer Zeit, daß von den 18 im Jahre 1874 gewählten Stadtverordneten nur einer noch im Dienste ist, der jüngste fast der damals Gewählten, eben unser Herr Kollege Scheel; umso erfreulicher für ihn und uns ist danach die Thatsache, daß in dieser ganzm Zeit ihm das Vertrauen der Wählerschaft treu geblirben, doppelt ehrenvoll für ihn und für seine Wähler, wenn man bedenkt, daß gerade er auch im gegebenen Fall nicht sich gescheut hat, vom großen Strome abzuwetchen und unbeirrt der eigenen Ueberzeugung zu folgen.
Verbietet auch die Anwesenheit unseres Jubilars, im einzelne« hier heroorzuheben die Eigenschaften, welche ganz besonders ihn befähigt haben zur erfolgreichen Thättgkeit in der Gcmkindevertretung, so darf ich das wenige doch wohl sagen: gerade die Festigkeit und Unerschrockenheit seiner Ueberzeugung, wie nicht minder fein, jedem Fortschritt und jeder Verbefferung geneigter Sinn, seine genaue Kenntnis der geschäftlichen Verhältnisse in unserer Stadt und sei« allezeit betätigter Pfl chteiser waren es, welche den Herrn Kollegen Scheel zu einem besonders wertvollen Mitglied ebenso der Stadt- verordneten-Versammlung, wie ihrer Kommissionen, so namentlich auch unserer Finanzdeputation gemacht haben.
Und es war ein groß Stück Arbeit, an welcher unser Kollege unter wechselnden Verhältnissen und mit wechselnden Personen in diesem Bierteljahrhundert teilgenommen: galt es doch nach Inkrafttreten der neuen Städteordnung, nun auch der von ihr verliehenen Selbstverwaltung der Gemeinde auf den verschiedensten Gebieten den rechten Ausdruck zu geben, den nach dem großen Kriege allenthalben eingetretenen Aufschwung auch für unsere, damals noch keine 14,000 Einwohner zählende Stadt zu nützen und ihrem raschen Aufblühen folgend, auch in der städtischen Verwaltung alle Kräfte anzuspannen: Aufgaben, welche naturgemäß gerade auch an unsere Finanzdeputation besondere Anforderungen stellten.
müssen, ist auch so ein Stück herübergekommenes Krämertumk Eine Fahrt mit der Stadtbahn ist heute schon so ähnlich, wie eine Viertelstunde vor einem altmodischen Guckkasten mit Neuruppiner Bilderbogen. Was taucht da alles auf vor unsere« Blicken! Schweizerlandschaften zur Empfehlung von Käse, der vielleicht i.n Pillkallen gemacht wird: Reiter, die auf einem feurigen Pferde die Vorzüge irgend einer bescheidenen Seife preisen: riesenhafte Dienstmädchen, die aus Chamisso's Burg Niedeck stammen könnten, und aus deren ewig lächelnden Gesichtern man lesen soll, daß dieser oder jener Kaffee-Ersatz der vorzüglichste sei, wenn er auch nachher keine Idee besser, als das bei unseren Großmüttern so beliebte Cichorienwasser schmeckt! Und so fort mit Grazie ohne Ende? Schlassophas, auf denen sich Personen rütteln, die ganz entschieden mit den armen Kerlen auf unseren verschollenen Jahrmarkts-Mordgeschichten verwandt sein müssen, denn blödsinniger sehen die auch nicht aus: Tiere aller Gattungen, melancholische Hunde mit herabhängender Rute, über die sich Piglhein noch im Grabe umdrehen muß: weltverachtendk Kater, die dem Beschauer den Rücken zudrehen, Eier legende Hennen, brüllende oder gähnende Kühe, den Rüssel schwingende Elefanten 2c. ?c. Und das alles um Perlebcrger Glanzwichse oder die neueste Hühneraugensalbe? Es ist geradezu fürchterlich unb wird trotz alledem mit jedem Tage schlimmer. Der selige Kieselack, der seinen Namen doch wahrlich überall genügend angeschmiert: hatte, war ein Stümper gegen unsere modernen Reklametrommler ? Und dabei behaupten die Berliner ernsthaft und selbstgefällig, daß ihre Stadt nun bald die schönste auf der ganzem Welt sei? — Nur so weiter! ... A. R.


