kiBenswürdigett Lcndhäuschen, wie es sW Wit Vnklängett an die Bauart des 17. Jahrhunderts, wohlhabende Bürger gern in den Waldungen und an der See errichten. Slurfji die holzgetäfelten Zimmer innen sind traulich und behaglich; im Geschmack der Altvordern ausgestattet, laden sie, was auch ihr Zweck ist, zum Verweilen ein, und gern ruht man sich yier von der langen und ermüdenden, auf Schritt und Tritt neues bietenden Wanderung durch die Mraße der Nattonen aus!
Landwirtschaftliches.
Die landwirtschaftliche Ausstellung zu Marlmrg. In landwirtschaftlichen Kreisen ist man schon vor Jahren zu der Erkenntnis gelangt, daß unsere heimischen Rindviehschlägeinfolge der Einführung ftemder, insbesondere der Schweizer-Raffen teils sehr verdrängt, teils durch die naturgemäß entstandenen Kreuzungen erheblich beeinträchtigt worden find. Hierunter hat namentlich das „Vogelsberger Rind", das gegenüber dem von auswätts eingebrachten Rindvieh für viele Gegenden unserer engeren Heimat und gerade für unsere kleinbäuerlichen Verhältnisse aus den verschiedensten Gründen nicht zu unterschätzende Vorzüge hat, sehr gelitten. Das Bestreben unserer Landwirte, die zum teil entarteten heimischen Rindviehschläge durch besondere Aufmerksamkeit in der Aufzucht zu bessern, ist daher sehr berechtigt uüd erfreulich. Um aber einmütig und erfolgreich diese Bestrebungen durchzuführen, gründete fich auf Anregung einflußreicher und um die Landwirtschaft verdienter Berwaltungsbeamten und angesehener Landwirte vor längerer Zeit ein .Verband der Heerdbuchgesellschaften für das Vogelsberger Rind", deren Mitglieder es sich zur Pflicht gemacht haben, gerade das Vogelsberger Rind durch rationelle Aufzucht und Zuchtwahl in seinen guten Eigenschaften wieder zu heben und zu vervollkommnen.
Der Verband hält satzungsgemäß in jedem zweiten Jahre eine Ausstellung ab, um den praktischen Landwirten sowohl, als auch dem sich für die Sache interessierenden Publikum und allen Beteiligten die
erzielten Erfolge vor Auge zu führen und damit zugleich den Beweis zu liefern, wie durch eine verständige Wirtschaft auch unsere heimischen Schläge auf eine höhere Stufe gebracht werden können, die in erster Linie den Züchtern, dann aber auch allen mit der Landwirtschaft in Verbindung stehenden Personen zu Gute kommen muß.
Daß, ganz abgesehen von der darin wurzelnden Bethätigung vaterländischer Gesinnung, auch der weitaus größte Teil des Publikums einem solchen Unternehmen, mit Rücksicht auf den außerordentlich entwickelten und stetig zunehmenden Konsum von wirtschaftlichen Produkten aus der Rindviehzucht, sehr sympathisch gegenüber steht, leuchtet wohl ohne weiteres ein.
Der Verband besteht z. Z. aus den in den preußischen Kreisen Biedenkopf, Brilon (Amt Hallenberg), Dillenburg, Frankenberg, Kirchhain, Marburg, Siegen, Wetzlar, sowie aus den in den hessischen Kreisen Gießen und Schotten (Provinz Oberhessen), domizilierten Heerdbuchgesellschaften.
Die erste Verbands-Ausstellung fand im Jahre 1898 in Gießen statt. Die zweite soll nun am 14., 15. und 16. Juli d. I. in Marburg abgehalten werden.
Gleichwie die erste wird auch die zweite Ausstellung eines erfreulichen Erfolges sicher sein dürfen. Die denkbar größten Vorbereitungen und die außerordenllich reiche Beschickung mit wertvollen Objekten bieten hierfür die Unterlage. Hohe Staats- und anderweit gestiftete Preise für die besten Tiere, eine Ausstellung von landwirtschaftlichen Geräten, Verlosung von ausgesuchtestem Vieh unterstützen die vornehme Aufgabe Die Staats- und städtischen Verwaltungen, Civil- und Militärbehörden bringen dem Unternehmen das höchste Interesse entgegen. Mit der Ausstellung ist ein landwirtschaftliches Fest in echt volkstümlicher Weise verbunden, an dem sich alle Kreise und alle Stände in Stadt und Land beteiligen. Der Festplatz, der sogen. Kämpfrasen, an den sich die Ausstellungshallen und das von der Garnisonverwaltung bereitwillig zur Verfügung gestellte große Exerzierhaus (zur Aufnahme der Geräte-Ausstellung) anschließen, liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Für seine Herrichtung und festliche Ausgestaltung sind große Vorbereitungen getroffen worben. Dabei sind die Eintrittspreise absichtlich so äußerst niedrig gestellt, daß es
jedem, auch dem Minderbemittelten, ermöglicht wird, an den Festlichkeiten teilzunehmen.
Besonders aber wird eS Landwirte interessieren, zu erfahren, daß mit der Ausstellung des Verbandes ein Z u ch t v i e h m a r k t, offen für Vogelsberger Rindvieh-Rasse, am Montag dem 16. Juli von vormittags 6 Uhr abgehalten werden wird, der allen Züchtern, ob Käufer oder Verkäufer, große Vorteile bieten wird. Das Ausstellungs-Komitee wird hierbei den Beschickern des Marktes in jeder Weise entgegenkommen, und ihnen behilflich sein. Von den Marktobjekten werden zur Verlosung für etwa 7000 Mk. angekauft werden. Jede nähere Auskunft erteilt auf Anftage gerne der Vorstand des Ausstellungs-Komitees, Rentner Holly-Marburg. So muß das Fest, Alles in Allem, einen den erheblichen Aufwendungen des Komitees an Mühe, Zeit und Kosten entsprechenden, würdigen Verlauf nehmen, wenn der Himmel ein Einsehen hat.
Kriefkasten der Redaktion.
Der, Herrn Einsender in Wirtschaftsbetriebsangelegen- hriten bitten wir, feinen Namen uns zu nennen. Wir können unter keinen Umständen anonyme Zusendungen berücksichtigen, müffen vielmehr streng darauf halten, daß jeder Einsender bei Anfragen an die Redaktion uns seinen Namen bekannt gibt. Der Name bürgt uns für den Inhalt des Eingesandts. Selbstverständlich bewahrt die Redaktion volles Stillschweigen über die Person jedes Einsenders. — Auch anonyme Briefkastenanfragen müffen aus erheblichen Gründen unberücksichtigt bleiben.
Markus Bauer Spezial-Geschäft in feiner Herren-Garderobe. Anfertigung nach Maß in eigener Werkstätte.
Gießen, Airchenplatz y. 718
Sk Grosser JuVetitiir-ÄtisVerlM M
Vom 15* Juli bis 4. August findet in meinem
MW- mi> Krmt-AisstMmgg.GesihSst nn großer Inventur-Ausverkauf
statt. Die Preise sämtlicher Waren sind während dieser Zeit bedeutend reduziert.
Ich offeriere ferner: Große Wösten zurückgefetzter Damenwäsche, Kinderwäsche, Damaste, Aettkattune, Gretonnes, Leinen, Kaköleinen, Kandtücher, Irottierwaren, Kausschürzen, Zierschürzen, Touristenhemden etc. etc.
WM" bedeutend unter Einkaufspreis. "WW 4772
Günstige Einkaufs-Gelegenheit für Brautleute.
Seltersweg K'i'ile l'mr/frl: Seltersweg
Ecke Blockstrasse. JD K -Z w vfve Ecke Blockstrasse.
Wendepflüge
für 2 Pferde 22 kg, — für 1 Pferd oder 2 Kühe 15 kg.
I
7 -cf,
A. Kröll Söhne
Settersweg 12 Settersweg 12
empfehlen 4381
bestens bewahrte und niclfad) prämiierte
Pflugkörper.
Einseitige Pflüge für schweren Boden 12,5 kg, für leichten Boden 9,3 kg.
Sensationelle Neuheit!!
Zuverlässigstes, untrügliches Mittel
gegen
Kahlköpfigkeit und Haarschwund!
„Th/yrloVs Lunin“
Limin“ einzi9e Präparat, welches selbst nach jahrelanger Kahlköpfig- puuum keit auf Kahlköpfen (Glatzen) kräftige, gesunde Haare in ihrer _ , früheren Farbe erzeugt.
Limill 8Ch^zt vor Haarausfall und kann von den ängstlichsten Naturen „mimmu gebraucht werden, da es vollständig unschädlich ist, dabei aber wohl- v ■ t< “^g bei nervösen Kopfschmerzen wirkt und solche beseitigt.
Lnnm 80 n aau Toilettentiech fehlen, denn es schützt gegen jede ” Haarkrankheit, wenn es als Kopfwasser ständig benutzt wird.
V)ele Dankschreiben liegen im Original zur gefl. Einsichtnahme auf.
Niederlagen bei: 4689
Emil Koch, Bahnhofstrasse 51.
Gustav Gerhardt, Lindenplatz.
Franz Klenker, Seltersweg 16.
Weiße und Krime-Horkänae
in großer Auswahl, abgepaßt und am Stück/ °
Großer Posten Vorhänge von 3 Mk. an per Fenster zum Ausverkauf.
Vorhänge in Wolle, Seide und gestickt.
Th. Urück, Moßgaffe 16.
®®®®®®®@®®®®o®®®®®®®®®®®®
Emil Schmidt r
seither Teilhaber
der Firma Liebrichs Nachfolger H Giessen. §
16 Neuenweg 16 •
empfiehlt
| Feldstecher 8
• für Militär, Reise und Jagd 4225 W
®®®®@®@®@®e®o®@®®®®®®®®®®
mein
Wäsche weiss?“ — „Wenn Sie mit
Fabrikenk tatst Sicgtin, Düsseldorf.
Bleiche. Wie bekomme ich
der Grossstadt gibt’s nirgends mehr eine
Marke SCHWAN waschen, das ohne ♦ Bleiche blendende Wäsche gibt.
8047
| «V Tätlich frisch« ““
Erdbeerbowle.
Schotts Weinstnbe, TtSSXf'
Lanoform-Streupulver
und
Lanoform-tan
von Apotheker Walter Weiss, Berlin SO., Pücklerstrasse 45, das Beste gegen
Schweissfüsse
und
4633
Wiindlaufen ä 10,20,30 und 60Pfg. Hauptdepot: Pelikan-Apotheke.
Wie haben Sie es nur fertig gebracht, daß diesesmal die Fußböden so prachtvoll geworden sind?
Mit ,£). Fritzeö Bernstein - OeU Lackfarbe* ist es weiter kein Kunststück, dieselbe übertrifft an Haltbarkeit, schnellem Trocknen und elegantem Aussehen alle anderen Fußbodenlacke.
Niederlage bei: 2571
August Noll,
Bahnhofttratze 51»
verantwortlich für trn allgemeinen XtU: P Wittkej für bett Lnzri^mttl; ^a«e — Ämtf und verlas der Vrüchl'ßch4« UntserfttitS-B«ch« und Gtrtad cutteret (Pietsch Erben) in Gv-m


