auch nach dieser Aufforderung noch gegen England weiter* kämpften.
Der Berichterstatter der „Times" in Lourenco Marques will aus „zuverlässiger" Quelle wissen, es sei eine starke Partei im Volksraad von Transvaal vorhanden, die entschlossen sei zur Anknüpfung von Friedensverhandlungen mit England. (?)
Englische Blätter meldeten, wie wir gestern bereits rnitteilten, daß Präsident Krüger eine Kollektivnote der europäischen Mächte erhalten habe, in der er verantwortlich dafür gemacht werde, falls die Transvaalregierung ihre Absicht, die Minen von Johannesburg zu zerstören, wirklich ausführen werde. Dazu schreibt die „Post": „Soweit bei dieser Meldung von einem Kollektiv- fchritt der Mächte Deutschland einbegriffen ist, können wir konstatieren, daß an unterrichteter Stelle von einer Beteiligung des deutschen Reiches nichts bekannt ist."
Der Volksraad in Transvaal hat unter Ausschluß der Oeffentlichkeit die Frage der Z e r st ö r u n g der Goldminen und der Stadt Johannesburg beraten. Die Zerstörung findet im Volksraad starken A n k l a n g, jedoch ist bisher kein endgiltiger Beschluß gefaßt worden. Sollte die Zerstörung beschlossen werden, so wird die Regierung alle Staaten davon verständigen. Der Volksraad nahm ferner Beschlußanträge an, in denen dem Bedauern Ausdruck gegeben wird, daß England nicht auf die ihm unterbreiteten Friedensvorschläge eingegangen fei, und die falsche Darstellung der Sachlage in der Depesche Salisburys beklagt wird. Der Volksraad dankt den Mächten für ihre Unterstützung und Sympathie, protestiert gegen die Verletzungen der Genfer Konvention und ermächtigt schließlich die Regierung, Beschlüsse je nach Bedarf und Umständen zu fassen.
Die B i l d u n g e i n e s F r a u e n k o r p s ist dem Präsidenten Krüger nahe gelegt worden. Nach einer „Reuter- Meldung auf Pretoria erhielt Präsident Krüger ein Telegramm von einer Bürgerin, in dem diese anfragt, ob die Zeit für Bildung eines Frauenkorps nicht gekommen sei; sie sei bereit, mit einer Truppe von Frauen-Frei- willigen zur Verteidigung der Unabhängigkeit des Landes die Waffen zu ergreifen.
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Telegramme des Gießener Anzeigers.
London, 11. Mai. Einflußreiche Personen thnn augenblicklich, wie eine Meldung aus Prätoria berichtet, Schritte, um den Präsidenten Krüger zu bestimmen, die Zerstörung der Goldminen zu dekretieren. Diese Maßregel wird aus strategischen Gründen für notwendig erachtet, (?) doch ist bis jetzt dieser Aufforderung keine Folge gegeben worden.
Loudon, 11. Mai. Nach einem Telegramm meldet Lord Roberts vom Zandflusse von gestern mittag: Der Feind ist in vollem Rückzüge begriffen. Unsere Kavallerie und berittene Artillerie verfolgt ihn auf drei verschiedenen Wegen. Er hat eine 20 Meilen lange Stellung inne. Unsere Stellung ist viel ausgedehnter. Ich hoffe, (?) daß unsere Verluste nicht groß sind.
Loudon, 11. Mai. Das Blatt „Cape Argus" bestätigt die bereits früher gebrachte Meldung, wonach Ingenieur Munika, der mit der Ueberwachung der Goldminen am Rand beauftragt ist, vom Staatssekretär Reitz Befehl erhalten hat, gegebenen Falls 25 Goldminen in die Luft zu sprengen.
London, 11. Mai. Nach Meldungen aus Kapstadt sollen, nachdem zahlreiche Bürger des Freistaates sich den Engländern unterworfen haben, sehr ernste Meinungs-Verschiedenheiten zwischen Transvaal und dem Freistaate bestehen. (Das ist eine nichtssagende britische Rederei. D. Red.)
Loudon, 11. Mai. Aus Christana wird vom 8. Mai berichtet, daß der Kommandant Villadoen, Befehlshaber der Streitkräfte im Griqua-Lande am 7. Mai in dem Gefechte am Vaalfluße, wo die Engländer den Rückzug antreten mußten, getötet worden ist.
Loudon, 11. Mai. „Daily Mail" meldet aus Wel- gelegen, daß die Buren vor den Truppen des Lord Roberts stehen und daß sich die Zahl derselben aus 10 000 beläuft.
Loudon, 11. Mai. Der frühere liberale Minister Asquith hielt gestern eine Rede, in der er für den Frieden eintrat und gegen den Militarismus Stellung nahm. „Morning Leader" billigt diese Rede und warnt England vor dem Umsichgreifen des Militarismus, der das Land bedroht.
Loudon, 11. Mai. Lord Rosebery hielt gestern vor den Studenten der Universität Glasgow eine Rede, in der er erklärte, daß die Streitkräfte des Landes der jetzigen Lage nicht gewachsen seien.
Haag, 11. Mai. Die Subskription des holländischen Komitees zu Gunsten der Buren beläuft sich augenblicklich auf 2430000 Frcs. Die der Roten Kreuz-Gesellschaft ergab bisher 430000 Frcs.
Deutsches Reich.
Berlin, 10. Mai. Das Kaiserpaar unternahm Mstern, wie aus Kürzel gemeldet wird, einen zwei- srunorgen Spazierritt durch .den Wald von Kürzel über Landonvillers und Lillers. Am Nachmittage besichtigte r>er Kaffer in Begleitung des Bezirkspräsidenten Freiherru von Hammerstein die neuen Bauten und die zum Schlosse Urvrlle gehörigen Wirtschaftsgebäude, sowie das neuein- gerichtete Elektrizitätswerk, feilte findet eine Truppenschau über die! Metzer Garnison bei Freskaty statt. Tas Kaiserpaar fuhr um 8 Uhr 10 Minuten mit dein Sonder- zuge nach Freskaty ab. Wie verlautet, wird der Kaiser heute nachmittag das Fort Saulny besuck>en. — Der Kriegsminister v. Goßler ist gestern mittag in Kürzel einge- ttoffen. Gestern abend mm 7 Uhr 30 Minuten traf der kaiserliche Statthalter Fürst zu .Hohenlohe-Langenburg in Kürzel ein, um der heutigen Truppenschau beizuwohnen.
— Die jüngeren kaiserlich.en Prinzen werden jam 15. d. Mts. in Homburg v. d. H. erwartet. Die Kaiserin
trisfta fn 17. Mai dort ein, um einen längeren Aufenthalt im dortigen Schlosse/ zu nehmen. Der Kaiser soll im Juni die Kaiserin in Homburg besuchen.
— Zu unserer Meldung, daß der Kaiser am Tage der Großjährigkeits-Erklärung des Kronprinzen Wilhelm von dem Prinzen Albrecht und dem General v. Haynke gebeten wurde, die Würde eines preußischen Generalfeldmarschalls anzunehmen, können wir ergänzend mitteilen, daß eine besondere Kundgebung über die Entschließung des Kaisers nicht ergehen wird. Der Kaiser wird die Marschallabzeichen anlegen, da es, nachdem Kaiser Franz Josef ihn zum österreichischen Generalfeldmarschall ernannt hat, selbstverständlich ist, daß er diesen gleichen Rang auch in der eigenen Armee einnehmen muß. Wenn ein preußischer Prinz,' der einen Rang in einer fremden Armee hat, in der eigenen avanciert, so erfolgt auch sofort das Avancement in der fremden. Als jüngst Prinz Heinrich Vizeadmiral wurde, erfolgte seine Ernennung zu dieser Charge vom Kontreadmiral auch in der österreichischen Marine.
— Die „Bert. Neuesten Nachr." schreiben: Wie die Inspektion des Marine-Bildungswesens auf Grund einer Mitteilung des Staatssekretärs des Reichsmarineamts bekannt giebt, hat der Kaiser die Errichtung eines Instituts für Meereskunde mit Marine-Museum in Berlin befohlen, in dem die im Besitz der Kaiserlichen Marine befindlichen, historisch und technisch interessanten Gegenstände Aufnahme finden. Insbesondere wird die im Kieler Marineakademiegebäude befindliche marine - historische Sammlung herangezogen werden.
— Vom Kronprinzen ist heute auf die Glückwunschadresse des Magistrats dem Oberbürgermeister Kirschner ein eigenhändiges Antwortschreiben zugegangen, in dem der Kronprinz seinen Dank für die ihm erwiesene Aufmerksamkeit ausspricht.
Die Morgenblätter veröffentlichen nachstehendes Antworttelegramm des deutschen Kronprinzen auf das Namens der Bürger Londons von dem Lordmayor an den Kronprinzen zur Großjährigkeit gesandte Glückwunschtelegramm: Mit herzlichem Danke empfing ich den Glückwunsch der Londoner City. Seien Sie versichert, daß ich Ihnen für Ihre Freundlichkeit aufrichtig verbunden bin. Wilhelm. Kronprinz.
— In der Presse ist hier und da mit der Großjährigkeit des Kronprinzen sein Eintritt in das preußische Herrenhaus in Verbindung gebracht worden. Die Möglichkeit dieses Eintritts ist, wie die „Kreuzztg." schreibt, allerdings vorhanden. Nicht zutreffend indessen ist die Annahme, daß der Thronfolger nach erreichter Großjährigkeit ohne weiteres Mitglied des Herrenhauses werde. Für seinen Eintritt in dasselbe ist vielmehr die ausdrückliche Berufung durch den König erforderlich Bis jetzt find Berufungen von Prinzen des Königlichen Hauses überhaupt noch nicht erfolgt.
— Kolonialdirektor v. Buchka soll, wie die „Rhein. Wests. Ztg." meldet, beabsichtigen, seinen Abschied zu nehmen. Dazu bemerkt Eugen Richter in seiner „Freis. Ztg.", boshaft auf Herrn v. Buchkas Vorgänger, Dr. Kayser, anspielend: „Das ist unrichtig. Herr v. Buchka wird erst dann seinen Abschied nehmen, wenn eine Stelle als Senatspräsident vakant wird".
— Der „Reichsanz." veröffentlicht die Verleihung des Sternes der Comthure des Hohe^rzollerschen Hausordens an den Obergouverneur der Kaiserlichen Prinzen, Generalleutnant von Deines und des Roten Adlerordens 2. Klasse mit Eichenlaub und der König!. Krone an den Ober - Hof - Prediger General - Superintendenten D r y - ander.
— Die nationalliberale Reichstagsfraktion hat heute unter dem Vorsitz des Dr. Sattler die Fleischbeschau-Frage eingehend erörtert. Wie verlautet, stellen sich viele Mitglieder auf den Standpunkt des ungebahnten Kompromisses.
— Die Stadtverordneten beschlossen gestern in geheimer Sitzung mit 87 gegen 9 Stimmen, ihren Vorsteher Dr. Langerhans zum Ehrenbürger von Berlin zu ernennen.
— In der Budget-Kommission des Reichstages wurde heute zunächst der von der Subkommission gestellte Antrag über die Besteuerung der Kompensationsgeschäfte beraten, und nach längerer Debatte unverändert angenommen. Sodann wurde auch ein Antrag Arnim (Rp.) auf Abänderung des § 10 des Reichsstempelgesetzes sowie ein Antrag Pausche (natl.) betreffend Festsetzung des Stempels für Verkaufsgeschäfte auf drei Zehntel pro Mille angenommen. Abg. v. Kardorff (Rp.) kündigte an, daß er zur zweiten Lesung einen Antrag einbringen werde, den E m i s s i o n s - stempel verschiden zu gestalten entsprechend den Emis sionskursen. Es folgte die Beratung des Schlußartikels acht des bekannten Antrages Müller-Fulda. Derselbe wurde angenommen; ebenso mit großer Mehrheit die die von Müller beantragte Resolution. Schließlich wurden die vom Abg. Gröber (Ztr.) zum Flottengefetz vorgeschlagenen §§ 6 und 7 vorbehaltlich anderer Formulierung in zweiter Lesung angenommen. Damit ist die erste Lesung des Flottengesetzes beendet.
Paderborn, 10. Mai. Der hiesige Dompropst Dr. Schneider ist heute zum Bischof von Paderborn gewählt worden. Wilhelm Schneider entstammt einer westfälischen Bauernfamilie, er wurde 1847 in Gerlingen (Kreis Olpe) geboren. Die Priesterweihe erhielt er 1872 in Paderborn und nahm dann die Stelle eines Hausgeistlichen bei Frhrn. von Papen bei Werl in Westfalen an. Mit diesem machte er 1874 eine Reise nach Rom, wo ihn Pius IX. zu seinem Ehrenkaplan ernannte; 1882 wurde Schneider Religionslehrer am Lehrerseminare zu Rüthen, fünf Jahre später ernannte ihn Bischof Drobe zum Professor der Moraltheologie an der theologisch-philosophischen Lehranstalt zu Paderborn und übertrug ihm die Leitung des Konviktes. 1892 wurde er Domkapitular, zwei Jahre später Dompropst. Schneider gilt für einen tüchtigen und wissenschaftlichen Theologen und Pädagogen. Schriftstellerisch hat er sich wiederholt hervorgethan; von ihm erschienen: „Der neuere Geisterglaube"" (Spiritismus), „Die Naturvölker" (gegen Darwin), „Allgemeinheit und Einheit des sittlichen Bewußtseins", „Die Sittlichkeit im Lichte der Darwinschen Entwickelungslehre", „Das andere Leben"; sein neuestes Werk ist „Die göttliche Weltordnung und die religionslose sSittlichkeit" betitelt.
Karlsruhe, 10. Mai. Zu Beginn der KaMmer^- schung am Montag brachte Präsident Gönner folgendes Telegramm zur Verlesung:
An den Präsidenten der Zweiten Kammer der Versammlung Herrn Gönner-Karlsruhe
Mit großer Befriedigung habe Ich den Wunsch de« Mitglieder der Zweiten Kammer erfüllt, deren Glückwünsche zum heutigen bedeutungsvollen Feste an Se Majestät den Kaiser nnd an Se. Kaiserliche Hoheit den deutschen Kronprinzen zu übermitteln. Se. Majestät tvai Höchsffeinen Dank wie folgt geäußert:
„Von tiefem Tank erfüllt bitte Ich Dich, der bo- bischen Zweiten Kammer gegenüber der Dolmetsch Meiner Gefühle zu sein. Ich freue Mich von Herzes daß die Kammer an dem schönen Feste, welches unserm Hause von Gott beschext worden, so warmen Anteil nimmt. Auch im Namen Meines Sohnes sage ich hier- mit wärmsten Dank."
Ich übermittele Ihnen diese Dankesworte mit den, Ausdruck Meiner eigenen- Befriedigung, persönlich dem Kronprinzen nahe sein zu dürfen, da er diesen großen Schritt ins Leben thut, umgeben von den Souveränen und Fürsten, sowie den Vertretern aller europäischen Staaten. Friedrich, Großherzog.
Coblenz, 10. Mai. Die Torbedoboot-Divi- s i o n, die gestern abend in Neuwied angelaufen war, passierte heute vormittag die hiesige Stadt. Das Divisions- boot, das in Neuwied geblieben war, folgte nach Es ging hier am Nachmittag vor Anker.
Ausland.
London, 10. Mai. Reuter meldet aus Accra (Westafrika) vom 9. ds.: Hier läuft das Gerücht um, Ku masst sei gefallen. Die Stämme Akimo, Kwahus und KhorawgaS machen wahrscheinlich mit dem Feinde im Geheimen gemein« same Sache. Die Telegraphenlinie nach Prahsu ist unter« brochen. — Das Kolonialamt hat dem Reuterschen Bureau auf Anfrage mitgeteilt, daß die Regierung keine Bestätigung des Gerüchtes habe.
Paris, 10. Mai. Der König von Schweden wird Ende dieses Monats die Ausstellung besuchen.
— Der deutsche Botschafter Frhr. Hatzfeld, der auf der Rückreise nach London hier eingetroffen ist, wird, seiner ursprünglichen Absicht entsprechend, den Rest seines Urlaubs hier verbringen und erst die nächste Woche nach Londo» zurückkehren.
Wien, 10. Mai. In der heutigen Sitzung des Abgeordnetenhauses setzten die Czechen die Obstruktion fort. Das Haus zeigte sich aber beschlußunfähig und mußte schon vor 2 Uhr geschlossen werden. Dr. Lueger brachte einen von zahlreichen Abgeordneten verschiedener Parteien des Parlaments unterschriebenen Dringlichkeitsantrag ein, worin die Regierung aufgefordert wird, unter gar keiner Bedingung die Befreiung der ungarischen Staatspapiere von der österreichischen Rentensteuer zu bewilligen. — Die Obmännerkonferenz der deutschen Linken beschloß die Ablehnung des Vorschlages der Rechten, zur Einstellung der czechischen Obstruktion von der ersten Lesung des Sprachengesetzes abzusehen und der sofortigen Einsetzung eines Sprachenausschusses zur Beratung des Sprachengesetzes zuzustimmen und während dieser Beratung alle anderen Regierungsvorlagen zurückzuftellen, mit der Motivierung, daß sie in diesem Vorschläge eine ernstliche Bekämpfung der czechischen Obstruktion nicht erblicken könne. Ferner beschloß die Obmännerkonferenz der vereinigten deutschen Parteien, die Sprachengesetzentwürfe der Regierung einer eingehenden Prüfung und Begutachtung zu unterziehen.
— An der Universität erneuerten sich heute bie Tumulte zwischen deutsch-nationalen und Neri- kalen Studenten. Abermals wurden mehrere Verhaftungen vorgenommen. Der Aufmarsch von 200 deutschnationalen Studenten zum Parlament wurde von der Sicherheitswache verhindert.
— Das Salzburger Domkapitel wählte heute den Weihbischof Dr. Katschtaller, einen streng Ultramon« tanen, zum Erzbischof und „Primas von Deutschland". Letzteres ist immer noch der Titel der Fürst-Trz- bischöfe von Salzburg.
Graz, 10. Mai. Dr. Sirchar, klinischer Arzt in Graz, früher in Innsbruck, ist durch ehrenrätliche Erkenntnis des Waffenrats in Innsbruck seiner Offiziers- charge verlustig erklärt worden, weil er am deutschnationalen Parteitag zu Gossensaß in Tirol am 23. April 1899 die Absendung eines DrahtgrußeS an den Abg. Wolf beantragte, und dadurch angeblich auf eine das Offiziersdekorum verletzenden Weise in einer öffentlichen Versammlung seiner politischen Gesinnung Ausdruck gab. ________________
Aus Stadt und Land.
** Personalnachrichte». Der Groß Herzog hat dem Rechnungsrat Scharmann in Darmstadt die Erlaubnis zur Annahme und zum Tragen des ihm von dem Kaiser verliehenen Kronen Orbens 4. Klasse erteilt. Den Oberlehrern Eck zu Wimpfen, Schüler zu Darmstadt, Dr. Pitz zu Gießen, Bronner, zu Mainz, Dr. Karl Müller zu Darmstadt, Peth zu Mainz, Hamann zu Offenbach, Dieckmann zu Worms, Dr. Fischer zu Darmstadt, Lade zu Darmstadt, Eger zu Darmstadt, Dr. Ledroit zu Mainz, Sfrrig zu Alzey, Dr. Lucius zu Gießen, Dr. Karg zu Worms ist der Charakter als „Profeffor" erteilt worden.
Beerfelden, 10. Mai. Die Wahlagitation im 1. Hessischen Landtagswahlkreise ist bereits im Gange. Da der bei der vorigen Landtagswahl gegen Breimer um drei Stimmen unterlegene Kandidat, Reallehrer Kahl, der inzwischen an das Realgymnasium nach Darmstadt versetzt worden ist, die ihm aufs neue angetragene


