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Im Augenblicke des Zusammenstoßes — die Lokomotive des Personenzuges soll sich in drei Wagen des V-Zuges hinein- gebohrt haben — explodierte der Kessel desselben und gleichzeitig die mit verdichteten Gase gefüllten Gasbehälter ver D Wagen. Sanonenschläge durchzitterten die Luft.
Das ganze EhaoS von Eisen- und Holzteilen war im N« ein Flammenmeer. Herzzerreißendes Hilferufen, Jammern und Wimmern wurde vernehmbar. Biele Passagiere retteten sich aus den V-Wagen durch den Sprung ins Freie unter Zurücklassung ihres Gepäcks. Doch konnte keiner von ihnen, ebensowenig das Zugpersonal den Verunglückten zu Hilfe kommen, da sie ohne jedes Gerät in dem Flammenmeer nichts auSrichten konnten. Sie mußten vielmehr ihre Mitreisenden, welche unter den Trümmern lagen, vor ihren Augen verbrennen sehen lassen. Wie wir genau erfahren haben, sind 6 Personen verbrannt, darunter angeblich 4 Damen und 2 Herren von den Passagieren- des I)-ZugeS, auch wird die Wartefrau dieses Zuges vermißt. Sie ist wahrscheinlich gleichfalls verbrannt. Nach Bekanntwerden des Unglücks fuhr von Frankfurt<HauPtbahnhof sofort ein Rettungszug ab. Der Rest des v-Zuges bestehend auS Lokomotive, Pack- und Speisewagen, kam gegen 12 Uhr im Hauptbahnhof hier an. Schreckensbleich und zitternd entstiegen diesem Wagen die geretteten Passagiere. Mehrere Verletzte waren gleichfalls in dem Zuge, u. A. eine Dame mit verbundenem Gesicht, der Fähigkeit des Sprechens vor Entsetzen fast beraubt, jedoch anscheinend nur leicht verletzt. Ein Herr, der von seiner Frau auf dem Bahnsteig von ll1/, Uhr ab ertvartet wurde, wurde zum größten Entsetzen derselben schwerverletzt, angeblich mit abgequetschten Beinen, vermittelst einer Tragbahre aus dem Packwagen gehoben. Die Namen der verbrannten und vermißten Personen sind bis jetzt noch nicht festgestellt worden. Wer von dem Zugpersonal und den Passagieren des auffahrenden Personenzuges oder überhaupt noch von den Pasiagieren des V-Zuges verwundet, getötet ist oder vermißt wird, ist bis jetzt nicht bekannt. Welche Ursache oder welche Person diesen entsetzlichen Unglücksfall verschuldet, ist auch noch nicht ermittelt. Der Materialschaden ist bedeutend. Dem Vernehmen nach sind sämtliche Personenwagen des V-Zuges verbrannt. — Nach einer weiteren Mitteilung hat der v-Zug wegen Achsenbruches auf freier Strecke an der Blockstation zwischen Offenbach und Mühlheim gehalten, als der Personenzug auffuhr.
Eine neuere Meldung besagt: Nach vorgefundenen Knochenresten sind, soweit fick, daraus feststellen läßt, 6 bis 8 Personen verbrannt. Drei Goldringe wurden unter den Trümmern vorgesunden. Von den Besitzern ist keine Spur mehr vorhanden. Zwei Rinde gehörten einem jüngeren Ehepaar, wie aus den Gravierungen zu ersehen ist. Auch wird vermutet, daß ein Offizier ums Leben gekommen ist, da ein Sporn gefunden wurde. Drei Personen wurden leicht verletzt. Wie viel Personen eigentlich ums Leben gekommen sind, läßt sich noch nicht genau feststellen. Nach authentischem Bericht ist aus dem letzten Dt-Wagen, in den der Personenzug hineinfuhr, keine Person gerettet worden. D-ie Passagiere des vorletzten Wagens des D- Zuges retteten sich rechtzeitig durch Sprung ins Freie. Sofort nach dem Unglück trafen auf der Unfallstelle der Oberbürgermeister, der Polizeiinspektor und Aerzte uns Offenbach a. M. ein. Kurz darauf kam der Rettungszug unter Leitung des Vorstandes der Betriebsinspektion aus Frankfurt und etwas später der Eisenbahn-Direktions-Präsident und der Kommandeur des Offenbacher Infanterie- Regiments. Die Feuerwehren von Bürgel, Mühlheim und Kleinsteinheim waren sofort zur Stelle und leisteten, was Menschenhände leisten konnten. Das 2. Bataillon des in Offenbach garnisonierenden Infanterie-Regiments wurde alarmiert und traf umgehend auf der Unglücksstelle ein, nm Absperrdienste zu verrichten. Alle Anwesenden beteiligten sich am Rettungswert. Drei D-Zug-Wagen sind vollständig verbrannt. Die Rädergestelle und je zwei lange Eisenträger standen in den Geleisen umher. Auf der Erde lagen kleinere Eisenteile. Die Lokomotive des auffahrenden Personenzuges verlor Schlot und alle hervorstehenden sonstigen Teile. Völlig verglüht wurde sie aus dem letzten D-Wagen herausgezogen. Ein Wagen 4. Klasse wurde in den Wagen 3. Klasse vor ihm hineingetrieben und hing halb in der Höhe. Zuim Glück waren im Personenzuge nur wenige Reisende. Furchtbare Szenen müssen sich auf der Unglücksstätte abgespielt haben. Ein süßlicher Duft von verbranntem Fleisch lagerte über derselben. Ein Häufchen Asche hier, ein solches dort, einige Knochenreste waren die Ueberbleibsel gesunder und blühender Menschen, lieber ine Ursachen und die Schuld an dem Unglücksfalle ist bis jetzt noch nichts Bestimmtes festgestellt. Nach dem Ergebnis der eingeleiteten Untersuchung soll ein direktes Verschulden eines Beamten nicht vorliegen, vielmehr eine Verkettung
- er Zufalle das Unglück heraufbeschworen haben". Es ist feftgeite l . daß dem Setliner D°Zug von der Block- flation XI Haltsignal gegeben war, weil die vorgelegene Strecke nach Offenbach noch von einem Zuge besetzt war Der Lokomotivführer des D-Zuges, der bei dem herrschenden dichten Nebel nod): nicht den Schlot seiner Lokomotive vor sich erkennen konnte, kam in voller Fahrt auf die Blockstation zu und bemerkte kurz vor dem Signale der Haltstellung. Sofort und mit allen Mitteln versuchte er nunmehr seinen Zug zu stellen. Doch war ihm das bei der Geschwindigkeit des Zuges und'den nassen Schienen erst nach mehreren hundert Metern, und nachdem er die Block- station durchfahren hatte, möglich. Seiner Instruktion gemäß mußte er nunmehr seinen Zug bis vor das Haltesignal der Blockstation zurückfahren, was er denn auch that. In der Zwischenzeit batte wahrscheinlich der Block- Wärter von Offenbach aus Nachricht erhalten, daß die Mrecke frei und das Fahrhindernis für den D-Zug bis Offenbach beseitigt sei. Nun war er wahrscheinlich der Ansicht, daß der Lokomotivführer des D-Zuges das Haltesignal nicht gesehen hätte und weiter nach Offenbach führe, «wobei dem T-Zuge ja nichts besonderes mehr passieren k«nnte. Er gab deshalb nach Mühlheim die Meldung, daß strecke Mühlheim-Blockstation frei sei. (Wie es möglich M, daß der Blockwärter es nicht gemerkt hat, daß der Myrer des D-Zuges seinen Zug wieder über die Block- Nation zurückschob, ist unverständig)
Für Mühlheim lag nunmehr kein Anlaß mehr vor, den Personenzug zurückzuhalten. Die Station ließ den Zug deshalb abfahren. Das Signal der Blockstation stand hierbei auf „freie Fahrt" für den Personenzug. Dieser kam nun in voller Fahrt heran, da für ihn kein Fahrhindernis äußerlich sichtbar war, und fuhr in den rück- ivärts fahrenden D-Zug hinein. Im Augenblicke weniger Sekunden war nunmehr das ganze Unglück geschehen. Die genaue Untersuchung, zu der bereits heute morgen Mini- sterialbeamte aus Berlin eintrafen, ist im Gange. Die Namen der Verbrannten sind nicht bekannt, bis auf die Frau eines Inspektors Wolf aus Mainz, der die Identität an einem der aufgefundenen Ringe feststellte. Verletzt sind Schaffner H a r s ch e - Berlin, Schaffner Kock- Frankfurt, Frau Kommerzienrat Lohse-Berlin, ein Herr Bernardowitsch-Moskau und Weinhändler Marx- Frankfurt, letzterer schwer.
Aus Homburg wird gemeldet: Hier wird der Besitzer des Albion House, Dr. Willy Fuchs und Frau Elsa vermißt, die ihre Ankunft von Leipzig gestern meldeten, jedoch nicht eintrafen. Das Datum der Hoch- zeit stimmt mit den gefundenen Trauringen. — Nach einer Meldung aus Mainz befindet sich unter den Verunglückten aud)i eine Mainzerin, die 42 jährige Frau des Direktors Hoffmann vom Mainzer Gasapparat- und Gußwerk. Die verunglückte Frau, die von einem Besuche bei Verwandten in Berlin mit dem D-Zuge zurückkehrte befand sich im letzten Wagen und ist vollständig verbrannt. Auch ist sehr wahrscheinlich ein Frankfurter, Herr Joses Jeidel, umgekommen. Ein von ihm aufgegebener und nicht abgeholter Koffer läßt dies vermuten. Die Angehörigen haben Nachricht erhalten.
Heute vormittag gegen 11 Uhr kamen der Erste Staatsanwalt und der Untersuchungsrichter von Darmstadt auf der Unglücksstätte an. Der preußische Eisenbahnminister Thielen wird erwartet.
Eine a m t l i ch e M i t t e i l u n g des Eisenbahnpräsidenten Thoms schildert das Unglück wie folgt: Gestern abend halb 11 Uhr ist der Personenzug 238 Hanau-Frankfurt bei Block 11 zwischen Mühlheim und Offenbach auf den dort haltenden v-Zug 42 aufgefahren. Der letzte Wagen des v-Zuges wurde teilweise zertrümmert. Hierbei explodierte der Gasbehälter, das ausströmende Gas entzündete sich und setzte die beiden letzten Wagen augenblicklich in Brand. Die Reisenden des vorletzten Wagens konnten sich retten, während die des letzten Wagen anscheinend sämtlich in den Flammen umgekommen sind. Gefundene unkenntliche Reste lassen auf den Tod von sechs bis acht Reisenden schließen. Sonst erlitten drei Reisende und ein Schaffner unerhebliche Verletzungen. Ueber die Namen der Personen war nichts festzustellen.
Drei gefundene Goldringe tragen folgende Inschriften: Willy 28. 1. 1892. Elsa 28. 1. 1892. A. B. 2. 7. 1892. Die Ursache des bei sehr dichtem Nebel vorgekommenen Unfalles ist noch nicht festgestellt. Untersuchungen sind eingeleitet.
Auf der Unfallstelle fanden sich sofort ein: Der Vorstand der Eisenbahn-Betriebsinspektion mit dem Rettungswagen der ersten BctriebSwerkstätte aus Frankfurt, der Oberbürgermeister, der KreiSrat, der Polizeikommissär, der KreisPhysikuS und der Bahnarzt aus Offenbach, später der Eisenbahnpräsident und der Kommandeur des 168. Infanterie-Regiments. Das zweite Bataillon dieses Regiments aus Offenbach sperrte die Unfallstelle ab. Die Feuerwehr aus Bürgel, Mühlheim und Offenbach leistete beste Hilfe. Die Räumungsarbeiten ermöglichten um halb fünf Uhr früh die Wiederaufnahme des Betriebes auf einem Gleis und werden bis 10 Uhr vormittags völlig beendet sein. Die geringen Leichenreste sind in die Leichenhalle des Offenbacher Friedhofes überführt. Die wenigen Fundstücke hat zunächst der Bürgermeister von Bürgel in Verwahr genommen.
Die Untersuchung wird unter Teilnahme der gerade in Frankfurt weilenden Kommission des Ministers der öffentlichen Arbeiten Geh. Oberbaurats Müller, Geh. Oberregierungsrats Teßm ar und Oberbaurats H o ff mann geführt. Heute abend wird aus Anlaß des Unglücks Minister v. Thielen auf der Unglücksstelle eintreffen. Das Reichs- eisenbahnamt hat den Geh. Oberregieruugsrat v. Misani als Kommiffar entsendet.
Die Bürgermeisterei Bürgel veröffentlicht folgendes Verzeichnis der auf diesem Amte abgelieferten Gegenstände: 1. ein Damentrauring mit der Inschrift „Willy 28. Jan. 1892", 2. ein Herrentrauring, gezeichnet „H. B. Koxcebrukoba 27. Elum 1892", 3. ein Herrentrauring mit der Inschrift „Else, 28. Jan. 1892", 4. eine goldene Herrenubr mit her Inschrift auf dem Zwischendeckel „Echappement Aucre Balancier ä Compation 23 Rubis Algilles No. 5460“, 5. ein silbernes 5 FrancSstück, 6. ein Billet Personenzug Schierstein-Frankfurt a. Mk. 2. Kl. 04. XI. 00. 0136, 7. Neberreste von zwei goldenen Damen- uhren, 8. ein Stück geschmolzenes Silber, 9. 3 kleine ge- schmolzene Silberstücke, 10. vier 5 Rubelstücke, 11. drei 20-Kopekenstücke und zwei 15-Kopekenstücke, 12. vier Schweizer 20 Centimesfiücke, 13. an deutschem Gelde: 1 Thalerstück von 1866, 1 Einmarkstück, 9 Zehn Pfennigstücke, 4 Fünfpfennigfiücke, einzelne geschmolzene Metallteile, 14. ein schwarzer Filzhut mit Trauerflor von der Firma Joseph Leja, Stockholm und mit den eingeklebten Buchstaben A. M. M., 15. ein Kinderspielzeug, einen Fahrer mit vorgespanntem Esel darstellend, 16. drei Rezepte, ausgestellt von Dr. Boeck in Stettin d. d. 2 XI. 00 für Familie Jüngermann, 17. ein Buch Gedichte mit dem Titel: „Unterm blauen Himmelsbogen; Gedichte und Sprüche deutscher Dichter, ausgewählt von A. v. Wyl" mit der Widmung: „Zum Andenken an Schwester Bianca“, 18. ein Album mit Kabinettphotographien von 3 Herren, 2 Damen, einer Dame mit Kind und einer Damenvisit- photographie, letztere mit der Inschrift auf dem Rücken: „Meiner lieben zum freundlichen Gedenken Tante E. Mar- burg/Lahn im Oktober 1900. Anmerkung 2 Photographien
ausgenommen von Gebr. Siede in Stettin, eine von FranceSko Ponzetti Genova und 3 bei Frau E. Vogeltang in Beelin, 19. ein schwarzseidener Regenschirm mit abgebrochenem Griff von der Firma Ehrmann in Frankfurt a. M., 20. mehrere Blech- kapseln, anscheinend für Toilettegcnstände, 21. ein Buchdeckel, betitelt: „Der gute Ton" von Schramm und eine Anzahl loser Blätter, 22. ein schwarzlederndes Zigarrenetui ohne Kennzeichen, 23. ein Metalldöschen, 24. ein Schlüsselbund mit 3 Schlüsseln, 25. und 26. 3 Brennscheeren, 27. ein Paar Sporen, 28. eine Reihe von Scheeren, 29. ein Revolver, 30. 3 an einem Scharniere befestigte Schlüffe!, 31. 1 Opernglas, 32. 1 Weckerstanduhr, 33. 2 Spiritusmaschinen, 34.1 Thürdrücker, 35. eine Anzahl Kofferschlüssel, 36. eine Anzahl Kleiderreste, 37. ein Bund kleiner Schlüssel, 38. mehrere Gabeln und Messer, 39. Ueberrefte mehrerer Taschenmesser, und 40. ein Bund mit 8 Schlüsseln.
Nach einer uns soeben zugehenden telephonischen Meldung find folgende Opfer der Eisenbahnkatastrophe bei Offenbach festgestellt: Frau Direktor Hoffmann>Mainz, Geschäftsreisender Klein-Mainz, Dr. Willi Fuchs und Frau aus Homburg, Joseph Jeidel aus Frankfurt, Dr. Neithardt (?)-Magedeburg und die Aufwartefrau des V-Zuges.
(Von der Frau Wolf [f. oben] weiß diese Meldung nichts. D. Red.)
Heute früh begaben fich Minister Thielen, Oberbaurat Mifaui und verschiedene Herren der Eisenbahndirektiou nach der Unfaüstelle.
Aandel und Verkehr. Volkswirtschaft.
— 4% neue Mainzer tzLtadt-Anlethe. Wie uns mitgeteilt wird, ist diese Anleihe so enorm überzeichnet worden, daß nur der zehnte Teil der Anmeldungen zugeteilt wird.
Getreide.
Die Stimmung im Getreidegeschäft hat sich in den letzten Tagen entschieden befestigt, hauptsächlich infolge den anhaltend einlaufenden ungünstigen Berichten über die argenttnische Ernte, weiter aber infolge der großen Abnahme der sichtbaren Vorräte in den europäischen Häfen. Und in Nordamerika ist man trotz dem Wahlsiege des hochschutzzöllnerischen Mac Kinley der Aufwärtsbewegung nicht ganz willig gefolgt, da sich die Spekulanten mit ihren Kapitalien wahrscheinlich der in der letzten Zeit etwas vernachlässigten Jndustriewerte angenommen haben. Dies konnte jedoch den Konsum nicht zurückschrecken, am hiesigen Platze größere Quantitäten, teilweise auf spätere Lieferungen aus dem Markt zu nehmen.
Die Forderungen für Weizen sind gegen diejenigen der Vorwoche ca. M. 1 per Tonne höher. Roggen, Hafer, Gerste und Mais unverändert. Redwinter II. M. 135 bis 136, Kansas II. M. 134.50—136, Südruss. Weizen M. 128 bis 143, Rum. Weizen M. 128—144, Rufs. Roggen M. 105 bis 110, Rufs. Futtergerste M. 102, Amer. Hafer M. 102, Rufs. Hafer M. 100—116, Mixed Mais M. 94; per Tonne cif Rotterdam.
Tabak.
Im Laufe der Berichtswoche wurden in Sandhofen 2—300 Zentner Tabak, die abgehängt waren, zum Preise von M. 24—27 verkauft. In Friedrichsfeld zirka 400 Zentner zu M. 20—22. Da in beiden Orten infolge der eingetretenen schlechten Witterung nicht vollständig abgehängt werden konnte, zeigten nur wenige Käufer Interesse für diese Tabake. Mit dem Einwiegen der Herbstsorte wurde begonnen, doch können wir uns bei den angelegten hohen Preisen für die Ware nicht sehr erwärmen. Die Haardttabake sind jetzt nahezu vollständig in den Magazinen und dürfte die Ernte des Ortes Spöck bis jetzt die beste für Zigarrenmaterial fein. Für alte gutbrennende Einlage unb Umblatt mit Einlagetabaken herrscht vermehrte Nachfrage, doch ist von gut brennendem Material nur wenig vorhanden. Es wurden einige Hundert Zentner von Händler an Fabrikanten zu Mitte M. 30 umgesetzt. Nach guter entrippter Einlage besteht gute Nach?- frage, doch auch hierin besteht Mangel. In alten Tabaken bewegt sich das Geschäft sonst ruhig. Lose Pfälzer Rippen geschäftslos, in seinen losen und gebündelten ist die Nachfrage ruhiger, Preise deshalb nachgebend.
Hopsen.
Am Markte in Nürnberg herrschte während der vergangenen Woche eine sehr gedrückte Stimmung. Der Verkehr ließ sehr zu wünschen übrig, da sowohl der Export, als auch der Handel fich nicht besonders am Kaufe beteiligten. Demzufolge wurden dem Markte auch nur einige kleinere Partien entnommen, die für Export- und Kundschaftszwecke verwendet wurden. Die Preise mußten ziemlich nachgeben, umsomehr die Käufer sich sehr zurückhaltend zeigten. In Baden wurden während der Berichtswoche größere Posten Kundschaftsware zum Preise von M. 80 bis 110 umgesetzt. In Württemberg ist nur noch wenig prima Ware vorhanden, es wurden während der Berichtswoche meistens Mittelware in der Preislage von M. 80 bis 90 gehandelt. Im Elsaß fanden größere Umsätze in Exportware in der Preislage von M. 80—90 statt.
Diehmärkte.
ber Berichtswoche herrschte auf allen einschlägigen Markten ein sehr lebhafter Verkehr und wurde prima Schlachtvieh bei anziehenden Preisen flott gehandelt. Mutiere Qualitäten waren ebenfalls besser berücksichtigt. Kalber sehr lebhaft gehandelt, Preise haben angezogen. Prima gutgemästete Schweine fanden schlanken Absatz bei * . Puffen, aber auch Mittelware wurde mehr be
rücksichtigt. Preise konnten ebenfalls sich etwas günstiger gestalten.
Kohlen.
Anotteren: Rubr Frttnuü ftSmuno I und Ir Mk. 265 618 W. 276, Nußschmitdekoblen Mk. 240 bis Mk. 250, Dmtscke Anthracit-Nußkohlen Mk. 360 bis 370, enalisch; A'ühracit Nußkohlen auf. 430 bi8 Mk. 440, Rubr-Flammnuß Körnung I und II Mk 260 bis Mk. 270, Rubr - Flammnußkoblen III Mk. 230 Ms Mk. 250, Fettsckrot Mk. 220 bis Mk. 220 Rubr--Bruchcok« Mk. 350 dl« Mk. 360, AusfiebqrieS Mk. 000 bi« Mk. 000. All-8 per 10 To. ab Mannheim. Die Zufuhren nach Mannheim find andauernd krarp >md werden von dem Konsum schlank aufgevommen.


