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Di- Zusammenkunft ist vormittag, 9 Uhr an der Gabelung der Grünberger- und Lich-rstraße, mit Fortsetzung nachmittag» 3 Uhr.
Gießen, den 8. Oktober 1900. 6681
Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen.
I. SB.: Wolff.
Hedda aber hat ihm das Manuskript abgeuomm^ _ um es aufzubewahren. Lövborg erscheint vor ihr voller Verzweiflung und klagt seinen Verlust. Vor ihren Auaen spielt sich eine erschütternde Szene ab zwischen Lövbora
mit beweglichen Worten klagt. Thea den Freund an, qq? et das Kind, das ihnen beiden gehörte, umgebracht L \TvpfVßenn ie, so mußte jetzt Hedda klar werden, bis tei(npn^m ^ode Thea an dem Geistesleben Lövgards
B 'mtnetL Bettelarm kommt sie sich vor, die stolze
'Ü. H.^da Gablers Leben eine Rolle
a lick ^ie k ^7.°. fesselte sie, sie lockte ihn
K. Itc den guten Kameraden und nutzte
die Vertraulichkeit, um Lövborg auszuforschen, um durch zu befriedigen nach dem, „was sonst fahren". Als er begehrte, was
Pni/LdL, lieÄ
ÄHUf toar "id,t mafcno§' ~ H'dd° ÄZer haßte jeden I EwstL"" s^r'tg7h7n,
^■*r<.nUl um r,fect unt> $e’&" lodernden Geistes zu allem Höchsten -ngespornt, „mit Weinlaub im Haar" wie ein M? allen nmtMK etU ^knechteter vor ihr än erscheinen. Mit allen Mitteln — auch instinktiv, aber freilich aus einem ganz andern Instinkt heraus als Thea Elvsted ar- I Tirh etfruü, "’V.......
bettet nun Hedda. - Sie verrät die Freundin sie säet Nüstern beim Knistern
®ruft 9^" Thea, seinen .streuen I besten^hrer Seele trafste Regung.
Kameraden , sie weckt in ihm falschen Stolz und Eiaen- Z übde^'das'er'L Ziel. @r bricht e"n
er aefit ™ ?e9ebeit- « greift zum Becher -
er MeUt biefa4Xrrfen?e'e be3 Gerichtsrats Brache; lich erwarten^ Uni? S'rtt" Elvsted ihn vergeb- nicht he?m? 'Tns RNd"^^^inlaub bekränzt" kehrt er Augen Hedda von ba§.,§r.e,un^ Brache unter vier hat wachlich niMs Treiben entwirft,
schaffen. — In btcfer^^v^,?.ftter9feuf)en Vorstellungen zu Mna im Sterben Tesman^e^^/^b^ Nacht liegt Tante Hause kommt und voll T?auer und a § erf eben naä> I mitteilt, daß der trunkeneLövbo^ feiner Frau nungssähigen Zustande sein Ästbares unzurech-
Er, Tesman hat es au aebobe^ verloren
davon gesagt, um dem armen Freunde Ä "^mandem Sobald derselbe ausgeschlafen hat u?prn??u sch-aden. I er ihm das Manuskript wieder Ä ?ill
den Freund, die sterbende Tantes 'di SorgeW?ÖIt ;b°nd-, das alles nimmt ihn in AnW
bembffltannp\Tben "binen krauslöpfigen Thea, neben tin ihrer Gegenwart die gehaßte Gefähr-
oh.mrt höchstem Preise krönt. Ob sie selbst in Heister stieß°ode? °Ulüht fi'e f/siher zurück-
m1 rOb Uf flch nur darnach sehnt, selbst einmal toi^nm0—Ki^€rtSelB^nIici,4o iu klebet!, das wissen r- hort unbewegt Lövborgs Berzweiflunas- Elvsted ungehindert die ganz verzagende Frau
. „o< * chrtgehen, vernimmt Lövborgs Selbstinord- Und nun taucht dieser Lövborg auf als ein völlio I ^hne nur mit einem Worte zu verraten dast
anderer, von allen gerühmt und geehrt und das alles I Selbstm^r?^rnt Lövborg noch zum durch den Ernfluß der kleinen unscheinbaren Thea Elvsted? I ihm ?Xtt- Andenken" eine ihrer
Hedda ertragt es nicht, jetzt wird sie in sein Leben ein- I lÄ Junten Pistolen m die Hand. Aber, in Schön- greisen, fte wird ihn von Thea's Einfluß befreien er I ^rben: „nur in Schönheit, Ejlert Lövborg"
Mird als freier Mann unter Männern sich berauben .versprechen Sie mir das nur"! 9
Aber mir hmt foj ' । geht — fte bleibt und verbrennt Blatt für Blatt
^" u/^rk, das seines Geistes Ringen und Sieg enthält ,,^etzt verbrenne ich Dein Kind, Thea! — Du mit Zn, KraushaarDein und Ejlert Lövborgs Kind. Jetzt ver- brenne, — letzt verbrenne ich Dein Ktnd". - Dws heim- ft P ff P TT 1 Pl ‘WO'V* a/\1 a X1 ai£ Fl tW _ - . . Verrät am
NsWSBNH WM I regelmäßig erscheinende ArmeenListe^ewbält einefahren übersichtliche Zusammenstellung aller Truvvent 7e Ä Utt?r mit namentlicher Angabe der Kfj JE deutschen Armee Standorte, sowie kurr? nntfm-m m rx (Inhaber), Kommandeure und Regiments-Namenszüge! 'L Abbildungen der
höheren Militärbehörden, die ®enertifiab^nVwÄtte96^ttmftcrien unb und Äommanban^ren^uvernementr behörden; ferner die Landweh " und Terrttn^N Berwallungs- sämtlicher Truppenteile nach Waffenaatt^n n^'^'' em ^rzeichniß den alphabetischen Quartierstand — r b Nummerfolge und enthält die Personalien des ^^lung „Kaiserliche Marine^
und Inspektionen, die Küst^nbeii^e N^nm" ^ dle Ober-Kommandos für die Kolonien und Z^9jbejÖ- pfcxcement Werbefräfte" und Besatzungs Et°7 ^bst
(1880—1900). deutscher Litteratuegeschichte
qesebene Auslki^^ dargest.llt von Emil Thomas, 2., durch- liegende, Anfang d Siebter, Leipzig). Das vor-
von mehr als 250^^sM'erschienene Werk bringt Charakeristiken die in ihrer GesomÄ?^?^ Richtern Deutschlands und Oesterreichs, wiberfDiprtPrn »e L ba6 0an3e litterarische Leben der Gegenwart wiverspiegeln. Mit kundigem Blick hat der als Redakteur der °
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Werkes. Beim Auftreten der D u s e ist man schon daran I gewohnt, ihre Mitspielenden nicht gleichwertig zu finden.
Darunter litt bei der Aufführung am Montag besonders dre Rolle der Frau Elvsted. — Könnte man einmal ^Snev Sorma als Thea Elvsted und Eleonora ,y,e als Hedda Gabler zusammen wirken sehen! — das mi^te bür Ensemble geben, von dem die Buhnenaeschichte l7?w^ nfQ(paeVU berichten hätte. Wie es nun einmal weggewrscht, wodurch Frau Elvsted Eern auf einen Mann wie Lövborg einen so dauernden sÄ ^-^langen konnte und nur eine gewisse unbehilf- 5^ char gebliebem Tesman erging es besser ?Ue ^bsenscheti Feinheiten der Rolle um toar genug davon geblieben,
I um die Karrrkatur zu verhindern.
1 f .^ie übrigen Rollen übergehen wir am besten um Un^re ungeteilte Huldigung der Düse darzubring^n
£fn9 «» grauer Schimmer über bem Haupte ^r rst jung und frisch geblieben.
nur Seelisches in ftebba Gabler lag - in ihren f ' kT^ren Mienen, ihren Körper -und Handberveq- ungen, das wußte Eleonore Düse herauszuholen. Sie spielte nicht Hedda Gabler — sie war — so lanae •£ieTteo Gabler.- darin liegt der Schlüssel zu
ihrer Zauberwirkung. w
Biegsamkeit der Seele, welch völliges^ Auslöschen der eigenen Persönlichkeit, welch ungeteiltes Auf- gehen in ihrer Rolle gehört dazu, um derartia hna Spiel m Leben zu verwandeln. oerartig das-
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I .Und dann kommt es, wie es kommen mustte — her ®ert<W<xt Brache bringt die Nachricht: Lövborg hat sich Sa>er.~- Schönheit ist er nicht geftorbL' Zauche gab nur einen mildernden Bericht, um der armen klonen Frau Elvsted" willen, allein mit HeddalaE anberS und aus diesem Berichte schlägt ihr etwas entgegen, wie widerliche, ekelerregende Sumpflnft - Sie sieht sich nur in ihrem Leben - Brache hat alles erraten — ihr früheres Verhältnis zu Lövborg — ihre Mit- hnrfunfl an seinem lobe — er hat stets ihre^ Fehler und a Uj ihre Fehler yat er seine Pläne gebaut Er wird schweigen, aber er hat sie in der Hand' °
Sie fühlt sich unfrei wird sich wenigstens zum ersten Mal ihrer Unfreiheit voll bewußt. Sie sieht sich nach Tesman und Thea um. Frau Elvsted hat in ihrer Tasche die Zettel gefunden, nach denen Lövborg ihr sein kostbares Manuskrcht zu diktieren pflegte. Sie sind vielfach durch- strichen, kraus, verworren, aber wenn Thea ergänzt und W' w?rb Tesman schon Ordnung stiften und sie werden durch Erneuerung seines Werkes dem toten Freunde das ?L"kmal setzen. Sie sind es ihm schuldig - , Thea steht schon beide eifrig bei der Arbeit. Wie immer I feei ernsten Dmgen, ist sie überflüssig, niemand gebraucht sie, niemand erachtet sie für notwendig — als Brache —
und Frau Elvstech'aus der ’bie* 9^ I ^Spielzeug! Da steigt der Ekel wieder
Theas, aus der Lövborgs unbegrenzte Hochachtung vor I sich ?fef bfr 6e,m Jeeare^ ^den Leben, das sie
feinem „guten Kameraden" hervorleuchtet, aus de/ aber I cioenTn^mutP^Tf? b(S Zwangen nach einer auch hervorgeht, daß von dem verlorenen Manuskript keine I —ein Schust s» [hn m8 Nebenzimmer I
existiert und daß es deshalb nie zu ersetzen ist. I sie im torimho 1 Lbcflm rSL6efn berec entglitten, denen
//3Jr Kind" nennen die beiden das verlorene Manuskript Gekannt- Kni-™ gewesen war.


