Ausgabe 
11.5.1900 Erstes Blatt
 
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ist und bleibt der > und ausgiebigste Kaffee-Zusatz.

inal-Marke in Dosen.)

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In SanderShausen schlug der Blitz in die Kirche ein. Ein Teil des Daches wurde zerstört. Mehrere Balken sind stark angebrannt und die Thür zertrümmert. In Mel­sungen hat ein Wolkenbruch großen Schaden angerichtet. Durch die Fritzlarer Straße über den Markt ergossen sich die Wassermassen, viele Gegenstände mit sich sortreißend. Der Blitz hat an 3 Stellen, jedoch ohne zu zünden oder Menschen zu gefährden, eingeschlagen. In der Nacht zum Montag ereignete sich in Mannheim im Saale des Gasthauses zumSchwarzen Lamm", wo ein Ball der Meß-Handelsleute stattfand, ein tragischer Zwischenfall. Eine Frau fiel, nachdem sie zweimal herumgetanzt hatte, um und war sofort tot. Es wurde ärztlicherseits festgestellt, daß der Tod infolge des starken Schnürens eingetreten war. In Fränkisch-Krumbach wiegt das bekannteDicke Schorgche" von dort bereits 425 Pfund. In Fulda hat man am Tage der Volljährigkeitserklärung des deutschen Kronprinzen den ersten Schritt zur Errichtung eines Denk­mals für Kaiser Friedrich gethan. Die Kosten des Denk- mals werden 50 000 Mk. überschreiten.

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Vermischtes.

Der Mord an der Gastwirtin WitweFielitz 1 in Alt-Buchhorst, der im August vorigen Jahres großes Aufsehen erregte, bleibt ungesühnt. Das Dienstmädchen Bertha Schröter, das bei der alten Mutter Fielitz in Stellung war, und nach geraumer Zeit als die Mörderin von einem Gendarmen ermittelt wurde, machte den Nnter- suchungsbehörden ungemein viel zu schaffen. Bald legte sie ein unumwundenes Geständnis ab, bald widerrief sie es es wieder, und wollte von dem Morde überhaupt nichts wissen, bald gab sie nur zu, ihre Dienstherrin im Streite erschlagen zu haben. Schließlich tauchen Zweifel an ihrer Zurechnungsfähigkeit auf, und die Mörderin wurde zur Beobachtung auf ihren Geisteszustand einer Anstalt über­wiesen. Nach Beendigung der Untersuchung brachte man sie vor kurzem in das Untersuchnngsgefängnis zurück. Auf Grund des ärztlichen Gutachtens ist nunmehr das Verfahren gegen sie eingestellt worden. Das Mädchen ist unheilbar geisteskrank, und kann für die That nicht verantwortlich gemacht werden. Es wird jetzt als gemeingefährlich einer JrrenanfNlt überwiesen.

* Rostock, 9. Mai. Der hiesige hochangesehene Rechtsanwalt Kortüm vergiftete sich in Lugano. Seine bisher festgestellten Passiva betragen nahezu 500,000 Mk. Aktiva sind kaum vorhanden.

* Stolp i. P., 9. Mai. Vor dem Lebaer Hafen sind heute früh bei Nordsturm vier Kutter gekentert. Sämtliche Mannschaften sind ertrunken. ES fehlen noch mehrere Kutter.

» Melbourne, 9. Mai. Das SegelschiffSierra Nevada," welches sich auf der Fahrt von Liverpool nach Melbourne befand, ist vor den Heads gescheitert. Nur fünf Personen der Mannschaft wurden gerettet, zwei­undzwanzig, darunter der Kapitän, dürften umge­kommen sein.

Ardrüerbewrsunz.

Mainz, 9. Mai. Die Lohnbewegungen scheinen in diesem Jahre kein Ende nehmen zu wollen. In zwei Branchen stehen wieder Streike bevor. Einmal bei den in der Beleuchtungsindustrie beschäftigten Arbeitern, und zum zweiten sind die hiesigen Barbier- und Friseurgehilfen mit ihrem Lohn und ihrer Behandlung auch nicht mehr zufrieden. Bei der Beleuchtungsindustrie haben es die Fabrikanten abgelehnt, mit der sogenannten Lohnkommission der Arbeiter in Unter­handlungen zu treten, vorgeblich weil in ihren Werkstätten die Arbeiter mit ihrer Löhnung vollständig zufrieden seien. Letztere Behauptung wird von der Lohnkommission als unzutreffend bezeichnet, und treten einstweilen den Montag die sämtlichen Arbeiter von drei größeren Fabriken in den Ausstand. Bei den Barbier- und Friseurgehilfen schweben einstweilen noch Verhandlungen mit den Meistern doch ist man auf dieser Seite auch fest entschlossen, zu streiken, wenn man die Forder­ungen nicht bewilligt erhält.

Gerichtssaal.

Frankfurt a. M., 8. Mai. Ein Flohprozeß. Ein Wiesbadener Hausbesitzer klagt gegen eine Mieterin auf Schadenersatz, iirdem er behauptet, die Beklagte habe durch ihren Neufundländer Hund die Wo h n u n g derart mit Flöhen verseucht, daß der Zimmer- boden aufgerissen werden mußte, und die Wohnung lange Zeit leer gestanden hatte. Tie Beklagte dagegen behauptet, sie habe die Wohnung verseucht angctroffcn, vermutlich durch den als Füllmaterial verwenpeten Bauschutt. Das Oberlandesgericht, dem die Klage zur Entscheidung letzt vorliegt, erhob eingehenden Beweis und ein Gutachten durch den Professor von der Universität zu Halle, Dr. Taschenberg. Ter Gutachter kommt zu dem Schluffe, es sei mit ziemlicher Sicherheit anzunehmen, daß die Flöhe sich in einer Zeit ungestörter Entwickelung vor dem Einzug der Beklagten in dem vorhandenen Uebermaß vermehrt hätten. Tas Urteil ergeht in acht Tagen.

Nordhausen, 9. Mai Der bisherige Rektor Scheer hier wurde heute von der hiesigen Strafkammer wegen Unterschlagung beträcht­licher Summen von Schulsparkassengeldern zu 4 Jahren Gefängnis und 5 Jahren Ehrverlust verurteilt.

Fürth, 7. Mai. Vor der Straf k a m m e r standen jüngst angeklagt eines Vergehens w i der die Reli­gion der Rechtspraktikant Gg. Bergmüller, Stnd. phar. Karl Arnold, Kand. chem. Leo van Gemper und Kand. Phil. Frz. Murrach. 9cad) der Anklageschrift sind sie verdächtig, mit mehreren anderen bisher nicht ermittelten Personen i öffentliche Einrichtungen und Gebräuche der katholischen K-irche beschimpft zu haben, indem fie am 1. Juni 1899, dem Fronleichnamstage, nachts gegen 10 Uhr, in der Ab­sicht, die Fronleichnamsprozession nad)zuahmen und lächer­lich zu machen, in Erlangen einen Umzug von der Ohm­straße durchhieMarquardsen-'stind Luitpoldstraßezur Ohm­straße zurück veranstalteten. Tem Zuge voraus gingen drei dem Namen nad) nicht bekannt gewordene Studenten, die offenbar den Pfarrer und die Ministranten darstellten, während die übrigen Teilnehmer, darunter die vier An­geklagten, sich paarweise anschlossen. Der den Pfarrer dar­stellende Student hatte sein Haupt mit einer weißen Mutze bedeckt und über seine Schultern ein weißes Betttuch ge- I breitet: außerdem trug er einen Besen in der Hand, den er zuweilen in einen mit Bier oder Wasser gefüllten Eimer, I den einer der darstellenden Ministranten trug, eintauchte I und wie mit einem Weihwedel die Umstehenden anspritzte. I Der Begleiter des dqn Pfarrer darstellenden Studenten I trug den Zipfel des von diesem umgeworfenen LeintpcheS. I Während des ganzen Umzuges sprach der den Priester dar- I stellende Student lateinische, dem katholischen Gottesdienste entnommene Worte vor sich hin. Die Studenten, die als I Ministranten verkleidet den Pfarrer begleiteten, respon- I dierten. Soweit die Anklage, deren Richtigkeit durch eine I Reihe von Zeugen bestätigt wird, während andere Zeugen I den Vorgang in milderem Lichte darstellen. Die Ange- I klagten bestreiten nicht, an dem Umzüge teilgenommen I zu 'haben, wollen sich aber nicht bewußt gewesen sein, daß I es sich um die Verspottung der katholischen Kirche handle. I Nach ihrer Darstellung sind lateinische Worte nicht gefallen, I gesungen wurden lediglich Studentenlieder. Die Staats- I anwaltschaft hielt die Anklage im vollen Umfange aufrecht I und beantragte gegen jeden der Angeschuldigten acht Tage I Gefängnis. Das Urteil lautete auf Freisprechung. Die I Urteilsgründe besagen: es sei nicht erwiesen, daß die An- I geschuldeten es waren, die eine symbolische Handlung vor- I nahmen, z. B. das Umhängen des Leintuches, das Be- I sprengen mit dem eingetauchten Besen nsw.; ferner er­scheine deren Darlegung nicht unglaubwürdig, daß sie als I akademische Bürger auf einen so rohen Scherz nicht ein- I gegangen wären.

bedeuten, auch ohne Zweifel bei dem Charakter von Mainz | als Festung unzweckmäßig sein, daher werde man sich so I viel als möglich gegen das Projekt wehren. Mit Be- I dauern hat der Verein vernommen, daß der Finanz- I Minister einer Vollbahn DarmstadtOppenheim I abhold ist und den Bau einer Verbindungsbahn der Süddeutschen Eisenbahngesellschaft Überlassen will. Eine I solchekleine Ludwigsbahn" kann aber unmöglich als ge­nügend erachtet werden, den Jntereffen, welche obwalten, genügt allein eine normalspurige staatliche Voübahn. ^n I Diefer Ueberzeugung gi-bl sich der V-r-in der Erwartung hin daß die Landtagsabgeordneten der beteiligten Gegenden zeitig dem Landtag einen Initiativantrag wegen Erbauung einer Vollbahn vorlegen.

Darmstadt, 9. Mai. Der Groß Herzog empfing am 8 Mai in Jagdschloß Wolfsgarten den Oberbürgermeister Morneweg und den Forstmeister Klump von Langen, am 9. Mai den Generalmajor v. Daum, Kommandant I der Stadt Darmstadt, den Oberst v. Hartmann, Kom­mandeur des 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115, den Oberstleutnant v. Krosigk, Bataillons- 1 kommandeur und den Hauptmann Frhrn. v. Graß, Kom- pagniechef von demselben Regiment, den Major Kl ein - schmit, Abteilungskommandeur im 1. Großh. Feldartillerie- Regiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Corps), den Oberleutnant Frhrn. v. Hirsch berg, sowie die Leutnants der Reserve Krug v. Nidda, Strack, Schenck, Ritter u. Edler v. Mansch aw und Spam er von demselben Regiment, den Major Carp, Abteilungskommandeur im 2. Großh. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 61, den Leutnant I Geppert, sowie die Leutnants der Reserve Engels, I Gebhardt und Brill von demselben Regiment, den I Großh. Hessischen Eisenbahn-Bau- und Betriebs-Inspektor I Kilian, die Herren der Ministerial-Abteilung für Land- I wirtschaft, Handel und Gewerbe: Ministerialrat Braun, I Oberregierungsrat Nover, Regierungsrat Dr. Usinger, I Landeskulturrat Dr. Klaas, Landes Oekonomierat Müller, | Revisionsgeometer Engroff und RechnungSrat Petri, den Direktor der Kunst- und historischen Sammlungen des Museums Dr. Back, den Eisenbahn-Bau-BetriebS-Jnspektor I Schilling von Simmern; zum Vortrag den Staats- | Minister Rothe und den Kabinettsrat Röm Held. Ferner empfing der Großherzog um 11% Uhr den Kaiserlich russischen Ministerresidenten v. Ozeroff in besonderer Audienz. Ihre König!. Hoh. die Großherzogin kam gestern nachmittag von Wolfsgarten auf einige Stunden hierher, und nahm im Neuen Palais den Thee ein. In ihrer Begleitung befanden sich Frl. Paffavant, Frl. Grancy, sowie Herr Baron von Riedesel. Gegen Abend fuhr Ihre Königl. Hoheit wieder nach Wolfsgarten zurück.

Mainz, 9. Mai. In der heutigen Stadtverord­netenversammlung teilte der Vorsitzende mit, daß für das Gutenbergmuseum die Gaben sehr zahlreich, be­sonders von den im Auslande letfenben Mainzern eiu- liefen; es seien jetzt schon Mk. 80-90000 gezeichnet worden. ~ .

Aus Rheinhessen, 9. Mar. AuS allen Weingau- gebieten der ganzen Provinz liegen über den trefflichen Stand der Weinberge Nachrichten vor und insbesondere, daß sich an den Reben bereits allerorts kräftige Gescheme entwickelt haben. In den Spargelzucht treibenden Ge­meinden der diesseitigen Provinz macht sich eben em empfindlicher Feind der Spargel sehr ^cr^r- dies die sogenannte Spargelfliege, welche sich erst vor | einigen Jahren gezeigt hat, die aber heuer m beängstigender Weise hervortritt. ,. .. _

m. Aus dem Wohrathal, 8. Mai. Nachdem die Teil- I strecke der Ohmthalbahn Kirchhain-Schweinsberg bereits seit ; 1 April d. I. dem Verkehr übergeben ist und am 1. Okt. d. I. die Fortsetzung der Ohmthalbahn, Landesgrenze-Nieder- , qemünben, dem Betrieb übergeben wird, tritt immermehr in den Vordergrund des allgemeinen Interesses die als Verlängerung der Ohmthalbahn zu betrachtende Strecke Kirchhain-Haina-Frankeuberg. In den beiden Kreisen Kirch­hain und Frankenberg beschäftigt man sich lebhaft mit Er­örterung des fraglichen Projektes. Vor allen Dingen soll in dem bahnarmen Kreis Frankenberg bei einem Bahnbau das Landeshospital Haina und das Hamagebirge mit seinem Holzreichtum dem Schienennetz angegliedert werden. Darauf nehmen alle Projekte, und deren giebt es eine ganze An- Ml Rücksicht. Als Ausgangspunkte werden Treysa, siimmersrode und Wildungen genannt. Diese Hrojelte haben wegen Terrainschwierigkeiten und Kosten ohne Er- sola auf der Tagesordnung gestanden. DaS ,etzt in Frage stehende Projekt Kirchhain:Haina-Frankenberg ist in Volks- wirtschaftlicher Beziehung daS zweckmäßigste, ini Bezug auf Terrain und Kosten das günstigste und billigste. ES würde dieses die Fortsetzung der Ohmthalbahn bedeuten, und somit eine direkte Verbindung zwischen Westfalen und dem Süden unserer Provinz, da seit dem 1. Mai die Strecke Warburg-Corbach. Frankenberg-Marburg eröffnet ist, ge- schaffen.

m. Langenstein bei Kirchhain, 8. Mai. Von einem bedauerlichen Unglück wurde die hiesige Familie Schneider betroffen. Ihr Lljähriger Sohn, welcher in -wrlohn in Stellung war, stürzte dort am Mittwochabend, vls er das nach außen sich öffnende Fenster schließen wollte, aus dem dritten Stock so unglücklich zur Erde daß der Tod sofort eintrat. Am nächsten Morgen fand man die erstarrte Leiche am Hause liegen. Die sofort angestellten Untersuchunaen ergaben, daß weder Selbstmord noch em Racheakt die Todesursache sein konnten, sondern vielmehr ein unglücklicher Zufall dem gut beleumundeten, nüchternen und fleißigen jungen Manne das Leben raubte. Unter Be- .eiliguug fast der ganzen Gemeinde sand gestern die Be­erdigung der von Westfalen nach hier gebrachten Leiche des jungen Mannes statt.

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Berlin, 10. Mai. Die im Herrenhause vorbereitete Interpellation von Hertzberg wegen der angeb­lichen R i t u a l m o r d e ist am Widerstande der Mehrheit der Konservativen Fraktion des Herrenhauses gescheitert. DieDeutsche Tageszeitung" dagegen hebt hervor, daß die Einbringung der Interpellation deshalb unterbleibt, weil die Regierung nicht in der Lage ist, über eine schwe­bende Angelegenheit Auskunft zu erteilen.

London, 10. Mai. Der Marineminister hielt gestern eine Ansprache, in der er mitteilte, daß die eng­lischen Marineaeschütze den Wert der französischen über­stiegen. Er erklärte ferner, daß die englisckMi Explosiv­stoffe der Regierung volle Befriedigung (!) geben. Nichts­destoweniger werde die Regierung ein Komitee, bestehend aus Ingenieuren und Gelehrten, zusammenberufen und es beauftragen, nachzuforschen, ob es notwendig sei, irgend­welche Aenderungen an den Marinegeschützen und Marine­geschossen vorzunehmen.

Neapel, 10. Mai. Die Er uptionen des Vesuv nehmen an Gewalt z u. Das Observatorium ist von der telegraphischen Verbindung abgeschnitten. Die Lavastrome ergießen sich 150 Meter. Der Ausbruch der gewaltigen Massen beschränkt sich bis jetzt auf den Hauptkrater. Grotze Massen feuriger Schlacken werden auf ungeheure Ent­fernungen geschleudert. Die Einwohner der, ""Agenden Ortschaften befinden sich durch die fortgesetzten Erdstöße in großer Aufregung.

Kandwirtschast.

In der Provinz Starkenburg waren un Jahre 1899 685,7 ha im Ertrag stehende Weinberge (und Weingärten), davon im Kreise Bensheim 352,6 ha, im Kreise Heppenheim 274 ha, im Kreise Dieburg 49,3 ha; nicht im Ertrag standen 38,5 ha, davon im Kreise Bensheim 27,6 ha, im Kreise Heppenheim 7,5 ha. Der Ertrag an Wein ergab in der Provinz im ganzen 2178,8 Hektoliter im Wert von 81,216 Mk., davon entfielen auf Kreis Bensheim 26,337 Mk., auf Kreis Heppenheim 47,360 Mk. In der Provinz Oberhessen gabs bei 13,7 ha Wein mit einem Ertrage von 40,5 Hektoliter und Wert von 1305 M!., in der Provinz Rheinhessen 11,168,9 ha im Ertrag stehende, 1247,9 ha nicht im Ertrag stehende, 200,051,4 Hektoliter im Wert von 8,134,765 Mk.

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Universität und Hochschule.

Verschiedenes. Aus Freiburg i. Br. wird geschrieben: An der hiesigen Universität hat sich Dr. Wahl aus Mannheim als Privat­dozent für Geschichte habilitiert. In der medizinischen Fakultät der Universität Straßburg haben sich Dr. Landolt für Augenheilkunde und Dr. Funke für Geburtshilfe und Gynäkologie habilitiert Gestern beging in München der Profeffor der Kinderheilkunde und Direktor des Kinderhospitals an der dortigen Universität, Dr. Heinrich Ranke, den 70. Geburtstag. Der Jubilar gehört der weitverzweigten Gelehrtenfamilie der Ranke an. Seit 1863 ist Profeffor Ranke in München thätig. Seine literarische Thätigkeit geht weit über sein Sonderfach hinaus. Wie aus Jena gemeldet wird, hat Profeffor Schön einen Ruf an die juristische Fakultät in Göttingen erhalten, wird aber in seinem Lehramte an der Universität Jena verbleiben. Auch der Mathematiker Profeffor Gutzmer hat einen Ruf nach aus­wärts abgelehnt. Man schreibt aus Zürich: Der Erbauer des LandeSmuseums, Stadtbaumeister Gustav Gull in Zürich, ist vom Bundesrate zum Profeffor der Architektur, insbesondere der Ornamentik, Stillehre und Komposition am eidgenössischen Polytechnikum dahier er­nannt worden. Wie mitgeteilt wird, ist Frl. Dr. phil. Goldmann aus Danzig, die in Leipzig Geschichte und Nationalökonomie studiert und im August v. I. in Zürich promoviert hat, seit kurzem in Wien am österreichischen Handelsmuseum angestellt, einem vom Staate unter­haltenen Institut zur Förderung des Außenhandels. Es ist das erste­mal, daß eine akademisch gebildete Frau eine ihren Studien ent­sprechende Stellung erhalten hat.

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