Ausgabe 
11.4.1900 Erstes Blatt
 
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Males uni) Vroonyirües.

Hope, Can., Eckhardt Kalbfleisch. - Kasson, Jnd., Elisabetha Kern, eine geborene Bauer aus Lauterbach. - Evansville, Jnd., John Alt aus Sterbfritz. - Liver­pool,^. Y., Johannes Bahn aus Hamm. Grand Island, N. A., Anna Elisabetha Ziegler, geborene Spohr aus Schwabenrod. Toronto, O., Georg Pracht aus Grünberg. Hamilton, O., Caspar Zecher ans dem Großherzogtum Hessen. Kramir, Neb., Katharina Wilhelmina Rolfsmeier, geborene Kübeler aus He- rrngen. Detroit, Mich., Wittwe Katharina Krapp, geborene Drescher, aus Neustadt, Großherzogtum Hessen. Ebendaselbst Frau Katharina Witzel, geborene Hosbes aus Allendorf an der Werra. Brooklyn, N. Y., Jungfrau Anna Josepha Malkmus aus Hünfeld. - New-York, Justus Wiederhold aus Trockenerfurth.

Wien, 9. April. Die hiesigen Blätter begrüßen die auf den 6. Mai festgesetzte Reise des Kaisers Franz ^osef nach Berlin mit aufrichtiger Freude, und sprechen die Ansicht aus, daß der Zweck dieser Reise sei, neuerdings der Welt den festen und ungetrübten Bestand des deutsch- österreichischen Bündnisses vor Augen zu führen. Die besten Wünsche der Deutschen Oesterreichs würden den Kaiser auf dieser Reise begleiten.

** Das Regierungsblatt teilt mit, daß vom 1. d. Mts. a& baö aus der Sterbekasse für Unteroffiziere zu zahlende Sterbegeld bei dem Ableben eines Mitglieds, statt Fünfzig Gulden, Hundert Mark und beim Ableben der | Ehefrau eines Mitglieds, statt Fünfundzwanzig Gulden, Fünfzig Mark beträgt.

-i- Am Samstagabend veranstaltete der Gießener Männerturnverein eine kleine Abendunterhaltung. Es gelangten komische Lieder zum Vortrag. Denen folgte Liebeö-Schwemmkloß aus Zossen", und zwei chinesische Akrobaten entwickelten sodann große Geschicklichkeit. Den Schluß bildete ein humoristisches TheaterstückEiner muß heiraten", unter Leitung des Mitgliedes Möhl, der darin die Hauptrolle spielte. Ein Tänzchen hielt die Festteilnehmer ms zur frühen Morgenstunde beisammen.

** Krie gerdenkmals-Einweihung. Heute morgen 7 Uhr fand auf dem Marktplatze die Probe-Auf­stellung der zur Einweihungsfeier des Kriegerdenkmals befohlenen Truppen statt.

** In Amerika verstorbene Heffen. New-Springville, S. I., Maria Steinke, geb. Fremde aus Deissel, Kur­hessen. Brooklyn, N. Y., Balthaser Norwig aus Guntershausen. Cincinati, O., Heinrich Schnell aus ,

* Oldenburg, 9. April. Das Hochwasser richtet fort­während kolossalen Schaden an. Drei Brücken wurden weg

I gerissen. In den Ortschaften der Umgegend sind viele I Häuser emgestürzt. Man befürchtet, daß Menschen ums I Leben gekommen find.

I . * Zum Doppelmord in Roveredo, von dem wir kürzlich I Mitteilung machten, werden noch folgende Einzelheiten ge- I meldet: Am Tage des Mordes, vormittags zwischen 11 und 12 Uhr, erschien im Gebäude des italienischen Gymnasiums in Roveredo ein etwa 28 Jahre alter Mann deutscher Nationalität, der nach dem Direktor Dr. Johann Alton fragte. Als er ins Direktionszimmer gewiesen wurde, fragte er nach der Privatwohnung des Direktors und verließ, nachdem er die Adresse erfahren hatte, das Gymnasium. Er begab sich direkt in die Wohnung auf dem Corso Rosmini im Palazzo PaSquali, 2. Stock. Dort dürfte allen Anzeichen nach folgendes vorgegangen sein - Der Unbekannte drang in die Wohnung des Direktors, traf dessen Nichte in der Küche bei der Zubereitung des Mittags­mahles und erwürgte sie mit einer wollenen Schnur. Dann erwartetete er in der Küche die Heimkehr des Direktors. Als der Direktor aus seinem Zimmer, wahrscheinlich um die Nichte zu rufen, in die Küche treten wollte, versetzte ihm der Unbekannte mit einem Küchenmesser einen Stich in den Hals, worauf der Direktor sofort tobt zu Boden stürzte. Der Mörder nahm dann ein Handtuch aus dem Kasten, legte seine Manschetten ab, die er in der Küche zurückließ, wusch sich die blutigen Hände und verließ ruhig den Schauplatz seiner Unthat. Als der Direktor nicht in der Anstalt erschien und seine Wohnung geschlossen blieb, wurden die Hausnachbarn beunruhigt und veranlaßten bie Oeffnung der Wohnung, wo man vierundzwanzig Stunden nach Verübung des Doppelmordes die beiden Leichen ent­deckte. In der Wohnung des Direktors Alton in Roveredo wurde konstatiert, daß Wertsachen nicht fehlen. Das bestärkt die Annahme, daß der Doppelmord ein Racheakt war, viel­leicht wegen eines von feiten der Marie Alton verschmähten Liebesantrages. Die in der Küche zurückgebliebenen Man schelten des Mörders, der seiner Kleidung nach dem Mittel­stände angehören dürfte, tragen die Bezeichung:Nr. 6986 Triefte 28." Die Polizei ist eifrig bemüht, einen jungen Mann zu eruieren, gegen den von Personen, die den er­mordeten Direktor Alton genau kannten, der dringende Ver­dacht gelenkt wird, das blutige Verbrechen begangen zu haben. Der Verdächtigte ist ein Landsmann des ermor­deten Direktors (also ein Italiener, während der obenge­nannte Fremde deutscher Nationalität ist), und verkehrte einige Zeit in dessen Wohnung. Einmal bestahl der Bursche Herrn Alton, doch erstattete dieser, trotzdem der Schaden nicht gut gemacht worden ist, keine Anzeige. In Roveredo sollte der junge Mann eine Stellung erhalten, und man. wandte sich an Direktor Alton um Auskunft über die frühere Beschäftigung und den Leumund des Stellesuchenden. Der Wahrheit entsprechend, sagte Direktor Alton, daß er von dem Burschen einmal bestohlen worden sei. Der junge Mann, der deshalb die Stellung nicht erhielt, soll wieder­holt geäußert haben, er werde sich an Alton furchtbar rächen. Die Polizei, die eine Photographie des Verdächtigten besitzt, recherchiert mit aller Energie nach seinem Aufenthalt.

Newyork, 9. April. Wolkenbruch. Im südlichen TexaS ist ein schwerer Wolkenbruch niedergegangen. Der Coloradofluß stieg seit Mitternacht um 27 Fuß. Ein großes Gebiet ist überschwemmt. Der Expreßzug der inter­nationalen Bahn ist entgleist. Groß ist der Material­schaden. Vierzig Menschen haben das Leben eingebüßt Der Damm des ColoradofluffeS in Austin ist gebrochen. Das große Reservoir ergoß sich über das Land, wodurch viele Häuser zerstört wurden.

bm. Aus Rheinhessen, 9. April Unter dem Verdacht der An st i f t u n g zum Morde wurde vor mehreren Monaten der sehr begüterte Landwirt Schott aus Essenheim gefänglich eingezogen. Anlaß zu dieser Ver­haftung gab die Thatsache, daß im Niederolmer Wald ein dortiger Landwirt und Freund von Schott beim Wildern von einem Jagdhüter erschossen wurde und sich damals das Gerücht verbreitet hatte, Schott habe mit dem er­schossenen Landwirt dem Jagdhüter aufgelauert. Die Sacke, die ziemliches Aufsehen verursacht hat, scheint sich bei der Voruntersuchung als für Schott wesentlich günstiger herausgestellt zu haben; denn bei seiner eben erfolgten Verweisung vor die Strafkammer ist nur eine Anklage au f Jagdfrevel aufrecht erhalten.

"'Kleine Mitteilungen aus Hessen und den .tachbarstaaten. Bei Altenkirchen wurde ein

Krrmisthtrs.

* Köln, 9. April. Am Samstag erfolgte in der ferne des 7. westfälischen Fußartillerie-Regiment« 'n einer Mannschaftsstube eine Explosion mit schwer» Folgen. Em Unteroffizier hatte der Vorschrift wider einen Zünderteil im Spind aufbewahrt. Das Spreng stück explodierte; drei Soldaten wurden sehr schwer einer leicht verletzt, desgleichen ein Zivilist schwer verleb' Der schuldige Unteroffizier wurde verhaftet.

* Wien, 9. April. Die bisherigen Erhebungen ergaben daß der durch Selbstmord geendete Hauptkassierer der Teppich-Aktien-Gesellschaft vorm. Haas Söhne eine- Betrag von 190,000 Kronen defraudiert hat.

* Graz, 9. April. Das Schutzhaus von Hoch lausch ist seit dem 30. März unter einer sechs Meter hohen Schneedecke begraben. Es wird befürchtet daß das darin wohnende Ehepaar ums Leben gr kommen ist. Erst heute konnte sich eine Hilfs-Expedition durch den Schnee im Gebirge durcharbeiten, um womöglich die Leute noch zu retten.

Ausland.

Bonbon, 9. April. Ein Telegramm des Reuter'schen Korrespondenten in Lebombo (Swasiland) schildert die Lage des Landes als eine schreckliche. Die Regimenter der Königin (Queens Jmpis) im Swasilande metzeln die schlecht angesehenen Häuptlinge mit Familie und Gefolge massenhaft nieder.

Brüffel, 9. April. Die Untersuchung gegen Sipido ist nahezu abgeschlossen. Heute früh wurde eine Anzahl junger Leute vernommen, die der sozialistischen Garde angehören. Weitere Verhaftungen dürften nicht mehr erfolgen. Der Haftbefehl gegen Meert wurde von der Anklagekawmer bestätigt. Wie es heißt, find jetzt sechs englische Detektivs zum Schutze des Prinzen von Wales abgeschickt, die ihn begleiten werden, bis er nach England zurückkehrt. Ferner soll die englische Regie­rung bei der belgischen Regierung Vor­stellungen erhoben haben, weil dem Prinzen nicht ge- nügend polizeilichen Schutz in Brüssel gewährt worden sei, obwohl die Behörden dort von der Durchreise des Prinzen in Kenntnis gesetzt waren.

Paris, 9. April. Ein Gesetz wird veröffentlicht, nach dem aus Anlaß der Ausstellung 700 Ernennungen innerhalb des Ordens der Ehrenlegion erfolgen dürfen. Die Kammer bewilligte 300,000 Francs Repräsentations­gelder für Falliöres und Deschanel anläßlich der Eröffnung der Weltausstellung.

Die Bewaffnung mit Lanzen, die gegen- wärtig nur von den zu den selbständigen Kavalleriedivifionen gehörenden Dragonerregimentern geführt werden, ist durch emen kriegsministeriellen Erlaß auf acht Regimenter der nämlichen Truppengattung ausgedehnt worden, die bei den Armeekorps eingeteilt sind, und zwar werden sämtliche Unteroffiziere und Mannschaften die Lanze erhalten. Die augeordnete Neuerung soll, nach Maßgabe des zur Ver­fügung stehenden Vorrats, im Laufe dieses Jahres durch- geführt werden, sodaß alsdann nur noch sieben Dragoner­regimenter übrig bleiben, die nicht mit Lanzen ausgerüstet find.La France militaire" hat Grund, anzunehmen, daß die Anordnung nicht als ein Versuch anzusehen, sondern daß die Bewaffnung der sämtlichen Dragonerregimenter mit Lanzen eine endgiltig beschlossene Sache sei.

Potsdam in Gemeinschaft mit fechs von der Hauptkadetten- anstalt nach Potsdam versetzten Obersekundanern. Als Lehrziel ist das Abiturienten-Examen eines Realgymna­siums nach dem Unterrichtsplan der jüngeren kaiserlichen Prinzen aufgestellt.

Der Präsident des Reichstages Graf B a l l e st r e m ist gestern vormittag von seiner Romreise zurückgekehrt und hier eingetroffen. Er gedenkt sich noch kurze Zeit hier aufzuhalten v.nb sich alsdann nach seinem Gute in Ober­schlesien zu begeben.

In der Sitzung des Gesamtausschusses für die Er­richtung einer R e i ch s h a n d e l s st e l l e sprachen der Re- gierungsvertretcr, Graf Lerchenfeldt vom Reichsamt des Innern und die Geheimräte Meuschel vom Reichsschatzamte und Lusensky vom Handelsministerium stellten die Zustim­mung der Regierung nach der endgiltigen Feststellung der Pläne in Aussicht. Die Versammlung nahm den Antrag des Geh. Kommerzienrats Goldberger an, wonach später die Durchführung des Grundplanes gemeinsam mit dem Deutschen Handelstage erfolgen soll. Vorerst soll die fi­nanzielle Mitwirkung der freien Vertretungen von Industrie, Handel und Gewerbe erbeten werden.

-In der ständigen KommissionzurVorberei- tung der Handelsverträge sind jetzt auch die Ver- j treter der T a b a k s i n d u st r i e zu Worte gekommen; nach dem, was über ihre Wünsche in Bezug auf die Behandlung der Tabaksindustrie in den künftigen Verträgen verlautet, haben sie sich dahin ausgesprochen, daß die Sätze für den Tabakszoll und die T a b a k s st e u e r, die durch das Gesetz vom ^ahre 1879 festgelegt sind, unverändert I bleiben sollen.

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»rieftrqaer von einem Eisenbahnzug getötet <tn $fn, stadt brannte am Montag bie «enbheimM/" f «chevrersche Blenbsteinsabrik mit bem-nmnniTnTnrrtP' Nieder, Ter Schaden ist jebensal-7?echt7eb'ente7b^-''" da- Burschen,chasts-Tenkmal, bas in der nächsten «n Eisenachs errichtet wirb, sind bis Enbe Märt # 5649V eingegangen. Die achtzehnjährige bin, b,! Z Wiesbaden, die Tochter eines horten 3Ä1? Wrang in ttastel in den Rhein. Es gelang Flößern Mädchen zu retten, und einem Arzt gelang es, sie foVi ins Leben zurückzurufen. Tie Ursache des Selbstm^' Versuchs soll in einer aufgelösten Verlobung mit Hu ! Mmier zu suchen sein. - Zum Abgeordneten zur £nr> Werkskammer für die Kreise Büdingen und (Schott wurde gewählt Schreinermeister Wittekind in ^übinn.V £*JJrHin.ann Dachdecker Jokel in Hungen. Bon wahlberechtigten Handwerkern war nur ein Drittel Kuhl erschienen. - In Mainz ist der Buch- und ihinfJ Händler Victor von Zabern an einem Lungenschlaae^ storbeu. v*

Das Ministerium beschloß die Reform der Eisen- ^bahnpersonentarife.

~ Neben per Frage der Zulassung der Realgym- n a s i a l - A biturienten zum medizin ischen Stu- die in bejahendem Sinne von der Staatsregierung

entschieden worden ist, ist, wie ein parlamentarischer Be- . ^muu»uUU|tn. ts-munuii, tu, neinrim tarnen aus

schen Studium in Anrogung gebracht worden Franz Petry aus Mosbach, Eisabetha Fried-

Die Meldung eines englischen Depeschenbureaus, CtQC härene Kurth aus Bebra. Blooming Grove, daß die in Peking beglaubigten Gesandten Deutschlands ~nR'' Ludwig Betsner aus Kurheffen. South East Englands, Amerikas und Frankreichs dieser Tage dem ^LU.nSLl/^aJncn eine gemeinsame Note über­reicht hatten, die in drohenden Ausdrücken die Unter-- druckung der fremdenfeindlichen Sekten verlange, ist dahin richtig zu stellen, daß es sich nicht um eine Kollektivnote, sondern um ein selbständiges Vorgehen der ein-

knen Gesandten nach gemeinsamer Verständigung über Ziel und Richtung des Schrittes handelt.

schlitz, 9. April. Nach hier eingetroffener offizieller Benachrichtigung ist der Besuch des Kaisers bei dem! Grafen hier Dienstag, den 24. April, vormittags, zu er- warten. Der Aufenthalt Seiner Majestät hier wird voraus­sichtlich bis zum 26. d. M., vormittags, dauern.

, Darmstadt, 10. April. Der Großherzog traf in E a p r i wohlbehalten ein, nachdem tags zuvor liegen1 hohen Seeganges das Landen dort unmöglich gewesen war intv der Dampfer wieder nach Castellamare zurückkehren mußte.

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M e tz, 9. April. Dem kommandierenden General des 16. Armeekbrps, Gräf H ä s e l e r, der am Anfang dieses Monats auf eine zehnjährige Thätigkeit in dieser Stellung zurückblicken konnte, haben die Spitzen der dem Korps- verbande angehörigen Stellen bei diesem Anlaß ihre Ver­ehrung u'nd Zuneigung durch eine Abordnung aussprechen lassen. Dem Vernehmen nach ist übrigens die Zeit feiner) hiesigen Thätigkeit bald abgelaufen ; es heißt, daß der Großherzog von Baden seine Armee-In­spektion niederzule gen beabsichtige und in Graf Häseler seinen Nachfolger finden werde.

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Darmftadt, 9. April. Unter zahlreicher Beteiligung hiesiger und auswärtiger Schl ar affen wurde gestern das pon hem Schlaraffenbunde seinem Gründer (dem Grafen Gleichen) Albert Eilers (Großh. Hess. Kammersänger) auf dem hiesigen Friedhöfe errichtete Denkmal enthüllt. Kränze legten nieder die Vertreter der Schlaraffenreiche zu Prag, Heidelberg, Frankfurt a. M., Frankfurt a. O., Wiesbaden, Berlin, Worms, Roswck, Würzburg, Magdeburg, Hannover, Aachen, Stuttgart. Außerdem war der in Gotha wohnende Bruder und die Schwester des Verblichenen zugegen. Die Söhne von Eilers hatten einen Kranz übersandt.

Worms, 9. April. Das Großfeuer, von dem wir gestern kurze Mitteilung brachten, hat das soeben erst fertig gestellte Warenhaus von Gebr. Alsberg, Inhaber Max Aronson, eingeäschert. Gelegentlich der am Donnerstag stattgehabten Eröffnung stand in dem einen Schaufenster eine Dekoration, die auch am Sonntag bei geschlossenem Laden durch brennende Jlluminationslämp- chen die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich zog. Es geht nun die Vermutung dahin, daß eines dieser Lämpchen umgefallen ist und seiner Umgebung den Zündstoff mit­teilte. Jedenfalls vergingen nur wenige Minuten von dem Augenblick, wo das Unglück bemerkt wurde, bis zu der Thatsache, daß der ganze Laden ein Feuermeer war. Heute morgen stand das Warenhaus vollkommen ausgebrannt! da. Die stolze Eisenkonstruktion hängt herab oder ist ver­bogen. Eine Mauer ist so arg mitgenommen, daß der völlige Einurz, der sich schon teilweise während des Feuers vollzog, zu befürchten steht. Der Eigentümer des Hauses ist durch die Landesbrandkasse gedeckt, das Warenlager war in der Höhe von 1OOOOO Mark versichert. Beim Ausbruch' des Brandes befanden sich Leute im Hause, die glücklicher­weise alle rechtzeitig entrinnen konnten. Die Fassade und Außenwände des Gebäudes müssen vollständig abgetragen werden, da sie dem Einstürze drohen. Strenge Untersuchung über die Entstehungsursache ist eingeleitet.

bm. Mainz, 9. April. Auswärtigem Beispiele fol­gend, hat sich hier unter den Backstein fabrikanten ein Ring gebildet, in dem man sich unter Festsetzung einer Konventionalstrafe gegenseitig verpflichtet hat, an einem einheitlichen Preis für die Backsteine festzuhalten. Der Ring setzte zunächst den Preiis für 1000 Backsteine franko Baustelle auf 24 Mk. fest.

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