Nr. 35 Zweites Blatt Sonntag den 11 Februar
1900
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Deutscher Reichstag.
144. Sitzung vom 9. Februar. 1 Uhr.
Tagesordnung: Fortsetzung der ersten Lesung des Flotten- -gesetzes.
Abg. Graf Arnim (Rp.) begrüßt die Vorlage nicht in Hurrastimmung, aber mit Genugtuung darüber, daß die Regierung auf der Wacht stehe, auf daß Dem Reiche kein Schade geschieht. .Die Demokraten wolle er daran erinnern, daß sie früher für die Flotte gewesen seien: jetzt seien die Junker eher dafür zu haben, als die Herren links. (Beifall rechts.) Redner verwahrt weiterhin sich und seine Freunde gegen den Vorwurf der Verkehrsfeindlichkeit und berührt dabei auch die Kanalvorlage. Die konstitutionellen Bedenken gegen die Flottenvorlage seien haltlos. Worin widerspreche denn diese Vorlage den Beschlüssen von 1898? Ganz unrichtig sei die Behauptung des Abg. Schädler, daß die Vorlage ein Umsturz der 1898 er sei. Die steuerlichen Bedenken seien ebenfalls unberechtigt.
Staatssekretär Graf Posadowsky bemerkt, die Flotte besitze eine hohe Bedeutung für unser ganzes Erwerbsleben. Der Wert unserer Einfuhr an Rohprodukten für unsere Industrie habe von 1889 bis 1898 500 Millionen betragen. Und in demselben Zeitraum sei der Wert unserer Ausfuhr an Fabrikaten um 300 Millionen gestiegen. Schon im Interesse unserer Arbeiter-Bevölkerung müsse der Export gesichert und fester gestaltet werden. Namentlich sei auch Süddeutschland an dem Export beteiligt. Und wje relativ gering sei der Schutz der Rhederei durch die Marine in Deutschland im Vergleich zu anderen Staaten! Redner bemerkt schließlich, man habe von Dem Dissentieren einzelner Bundesregierungen gesprochen. Amtlich aber sei davon nichts bekannt. «Heiterk.) Sowohl in erster wie in zweiter Beratung habe der Bundesrat die Vorlage einmütig angenommen.
Abg. Richter (frs. Vp.) führt aus, amtlich nicht, aber vielleicht nichtamtlich! (Heiterk.) Die Flottenschwärmerei komme durchaus nicht von unten, sondern von oben. Damals dagegen sei von oben abgewiegelt worden. Damals hätten die Schwärmer Gefängnis oder doch Verlust ihrer Stellung riskiert. Redner wendet sich gegen die Abgg. Graf Arnim und Bassermann. Die Partei des letzteren bezeichnet er als die organisierte Uneinigkeit ilebh. Heiterk.). Herr Bassermann solle doch blos einmal daran denken, wie er selbst von Parteigenossen angegriffen worden sei wegen seines Verhaltens zum Zuchthausgesetz. Er, Redner, bedauere, daß der Abg. Bassermann in einer so großen Frage eine solche Parteipolemik vom Zaune gebrochen habe, nachdem kein anderer Redner das vor ihm gethan. (Sehr richtig!) Die heutige Ausführung des Grafen Posadowsky sei offenbar eine schöne Einleitung zu den Debatten über die neuen Handelsverträge. Aber die Kriegsflotte sei doch in keiner Weise abhängig von der Handelsflotte, sondern die Kriegsflotte habe politische Zwecke. Je mehr Küsten ein Staat habe, desto größer müsse natürlich seine Flotte sein. Herr v. Levetzow habe gestern gesagt, die Landwirte seien bereit, trotz ihrer Notlage die Vorlage zu bewilligen. Nun, dieselben brauchten doch auch die Kosten nicht zu bezahlen. (Heiterk.) Er habe weiter gesagt, die Konservativen seien in keiner Hurrastimmung. Das glaube er, Redner, wohl. Auf dem platten Lande denke man gar nicht so freundlich über die Vorlage.
Ein ganzer Landsturm von Professoren sei aufgeboten worden (Heiterk.), mm in Versammlungen zu sprechen. Dieselben hätten ;a nun freilich eine Hurrastimmung erregt, aber — aus der anderen Seite (lebh. Heiterk.). Herr v. Bülow habe neulich gesagt, er hoffe, der Reichstag werde für seine Schwester, die Flotte, sorgen. Er habe aber übersehen, daß Germania noch andere Kinder besitze. Z. B. das Landheer, der erstgeborene Sohn, der hochaufgeschossen sei und guten Appetit habe. (Heiterk.) Alle bisherigen Versuche, den Leib enger zu schnallen, seien mißglückt. (Heiterk.) Und dann ein spätgeborener Sohn, die Kolonialpolitik, sehr anspruchsvoll, sie bringe nichts ein und koste viel. Redner legt weiter dar, wie die Vorlage den Reichstag einseitig binde, wie die Festlegung des Schiffsbaues aut 20 Jahre das stärkste Mißtrauen in den künftigen Bewilligungseifer des Reichstages bekunde, wie ferner Admiral Hollmann ehedem eine Festlegung auch nur auf zehn Jahre als unmöglich bezeichnet habe, weil die Verhältnisse sich änderten. Meine Freunde werden, so schließt Redner, an Schiffen bewilligen, was nötig ist. Aber aus finanziellen, materiellen, konstitutionellen Gründen können wir auf den Boden dieser Vorlage nicht treten. (Beifall links.)
Staatssekretär T i r p i tz führt nochmals aus, in militärischer Hinsicht reiche das bestehende Flottengesetz nicht aus, um den Gefahren zu begegnen, welche die Regierung erkannt zu haben glaube. Im Vergleich zu den stärksten Seemächten werde auch die nach der Vorlage neu zu schaffende Flotte immer noch nicht stark genug sein, immer noch keine „starke" Flotte darstellen. (Lebh. Rufe: Hört! Hört!» Das Ziel der Organisation müsse festgelegt werden, und das könne nur geschehen durch Zustimmung des Reichstages zur Vorlage. Dem Herrn Richter werde von niemandem im Reiche das Zeugnis versagt werden, daß er sein ganzes reiches Können eingesetzt habe dafür, die Marine Nein zu halten oder, wie die Ansicht der Regierung sei, die Marine wehrlos zu halten. (Unruhe links.) Die Geschichte werde noch einmal über diese Thätigkeit des Herrn Richter ihr Urteil fällen. (Lachen links.)
Rickert (frs. Vg.) erklärt, seine Freunde erkennten eine Vermehrung der Flotte über den Rahmen des 98 er Gesetzes hinaus für notwendig an. Seine Freunde meinten auch, daß sick die internationalen Verhältnisse seit zwei Jahren völlig verschoben hätten. (Beifall rechts.) Aber er habe auch namens seiner Freunde zu erklären, daß sie sich über Form und Umfang der Vorlage ihre Entscheidung vorbehielten. Schon in der Denkschrift von 1873 sei nichts anderes als Ziel hingestellt, als was in gegenwärtiger Vorlage stehe. Die Landwirtschaft sollte doch in den Schilderungen ihrer Notlage etwas zurückhaltender sein, man sehe ja doch, wohin solche unablässigen Schilderungen führten: die geftrige Rede Hilperts, dessen Forderung: erst Die Landwirtschaft, dann die Flotte, das sei die Konseguenz eines ewigen Agitierens mit der landwirtschaftlichen Not. Darin, daß die Deckungsfrage sehr wichtig sei, stimme er mit dem Zentrum überein. Richtig sei auch, daß die leistungsfähigen Schultern die Last tragen müßten. Man habe von Chauvinismus und Imperialismus gesprochen. Keine Nation sei davon weiter entfernt, als die deutsche. Aber wir müßten, wenn wir einmal unser Wort in die Wagschale xn werfen haben, auch in der Lage sein, demselben Nachdruck geben zu können. Möge ein Gesetz, welches dieses ermögliche, aus der Kommission hervorgehen.
Abg. M o 11 y (Pole) erklärt namens seiner Fraktion, daß. dieselbe gegen die Vorlage sei, und zwar aus denselben Gründen, wie im Jahre 1898.
Abg. Liebermann v. Sonnenberg (Antis.) bemerft, daß seine Freunde für Ueberweisung der Vorlage stimmen würden, weil sie diesmal einer ganz besonders sorgfältigen Prüfung bedürfe. Er persönlich halte die Stärkung unserer Seegewalt angesichts von Samoa, Manila und der Schiffsbeschlagnahmen für unbedingt nötig. Redner plaidiert noch dafür, noch vor der zweiten Lesung des Flottengesetzes das Fleischschaugesetz zu bet» abschieden.
Abg. Sinalakys (Litthauer) verliest, weil er der deutschen Sprache nicht vollständig mächtig ist, eine Erklärung zu Gunsten der Vorlage. — Nächste Sitzung morgen 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung der Beratung. Schluß 5 Uhr 45 Min.
* Vom Kriegsschauplatz.
London, 9. Februar. Es betätigt sich, daß Buller am Diestag keinen weiteren Vorstoß, machte, und sich damit begnügte, die gewonnenen Stel-- hingen zu behaupten. Mangels neuer Meldungen wird angenommen, daß er schwere Geschütze kommen läßt, unb das den weiteren Vormarsch hindernde Kreuzfeuer der schweren Burengeschütze, wenn möglich, zum Schweigen zu: bringen. Die Meinungen über den schließlichen Erfolg Bullers werden etwas pessimistischer.
Einer „Reuter"-Meldung aus Koodoosberg vom 8. Februar zufolge hatte die Hochlandbrigade gestern einen ziemlich schweren Gefechtstag. Zwei Kompagnien Argyll und Southerland Hochländer rückten längs der Ebene in westlicher Richtung vor und fanden die feindlichen Truppenkörper bei einem kleinen Durchlaß verschanzt. Ein scharfes Gefecht folgte; der Kampf dauerte den ganzen Tag an. Der Feind verließ jedoch den Durchlaß während der Nacht, nachdem er in den Laufgräben beschossen wurde. — General Babington wurde mit einer großen Reiterabteilung und zwei Batterien von Modderriver zum General Macdouald entsandt, konnte jedoch Koodoosberg nicht erreichen, obgleich er zeitig genug aufgebrochen war, um früh nachmittags dort einzutreffen. — Das „Berl. Tagebl." berichtet aus London: General Macdouald hat bei Koodoosberg, wo er sich rühmte, die beiden Burenlager nördlich und südlich vom Riel getrennt zu haben, eine Niederlage erlitten, da er sich mit 50 Mann Verlust aus dieser von ihm als außerordentlich bezeichneten Position zurückgezogen.
London, 9. Februar. Der „Manchester Guardian" erhält aus Kap Martin die Privatinformation, daß der Gesundheitszustand der Exkaiserin Enge» nie sehr kritisch i st.
Theater.
-er. Gießen, 10. Februar 1900.
Die gestrige Benefizvorstellung zum Vorteil für Fräulein H amme r bot den freundlichen Anblick gutbesetzter Logen, Parquetts und Ränge. Den künstlerischen Leistungen >er Benefiziatin an unserer Bühne verdankt das Publikum eine ganze Reihe guter Vorstellungen und für jeden Künstler und Künstlerin ist es eine hohe Genugthunng, dies an ihrem Ehrenabend anerkannt zu sehen. Frl. Hammer hatte sich zu letzterem Gerhart Hauptmanns deutsches Märchendrama „Die versunkene Glocke" gewählt und spielte selbst das Rautendelein. Die Idee des Stückes wurde offenbar von Manchen mißverstanden, wenigstens ließ ein •ft erschallendes, ganz unzeitgemäßes und unmotiviertes Lachen nicht auf besondere Beherrschung der Idee in den einzelnen ©eenen schließen. „Die versunkene Glocke" ist eine poetische Verschmelzung des uralten Melusine-Motivs ntit dem nicht minder alten Faust-Motiv, nur daß kein Doetor medieinae dabei vom Teufel geholt wird. Vielmehr geht ein hochgemuter Glockengießer mit samt einem schönen Elfenfräulein zu Grunde, die vor und toqjjrenb ihrer irdischen Liebe eine starke Abneigung gegen das kalte Wasser hat; nach der Untreue des Glockengießers aber in das feuchte Naß zur Kühlung ihrer brennenden Herzens- wunde hinabsinkt und als Wasserfrau endet. Der Glockengießer hat eine Glocke für eine Bergkapelle vollendet; doch ehe sie auf den Glockenstuhl gezogen wird, stürzen heidnische Berggeister das klingende Wahrzeichen des Christenglaubens in den feuchten Abgrund des Sees, wobei der Glockengießer selbst beinahe verunglückt. Die Elfenprinzeß Rautendelein rettet und verliebt sich in den sthmucken Mann. Sie flößt ihm durch einen Krrß neues ".eben und einen stolzen Wagemut zu hochfliegenden Plänen ein. Er verläßt Frau und Kinder, verleugnet die alte Kirche und zieht mit der elfischen Geliebten hoch auf einen steilen Berg, um dort einen neuen Tempel für die fcanje Menschheit und alle Kreaturen mit zauberisch klin- -zendem Glockenspiel zu bauen. Seine hohen Entwürfe
gelingen nicht. Die Rene stellt sich ein und die Erinnerung an die Verlassenen. Seine Frau hat sich aus Gram ertränkt und die Tote rührt in der Tiefe des! Sees die versunkene Glocke, deren schauerlich gespenstische Töne den Gießer bis in die Arme seiner unirdischen elfischen Geliebten verfolgen. Die verlafsenen Kinder erscheinen -ihm als Vision, einen großen Krug schleppend, gefüllt mit Thränen der toten Mutter. Voll Grauen reißt sich der Glockengießer von seiner Prinzeß Rautendelein los; er verstößt sie und vernichtet damit seine Kraft, die ihn zu großen über das Gewöhnliche hinausreichenden Thaten hebt und anspornt. Kraftlos, rühmlos und thaten- los sinkt er in den Tod als einer von denen, die zu hohen Dingen „berufen, aber nicht auserwählt" waren. Seine phantastische un-irdische Geliebte erscheint ihm noch einmal mit rührender Klage an dem Sterbelager, und unter ihrem selig wehmütigen Kuß verscheidet er als einer von jenen, die Großes geträumt und gewollt haben, denen aber die mächtige Straft zur Vollendung fehlte. Ob sich Gerhart Hauptmann das Rautendelein s o gedacht hat, wie Frl. Hammer die Rolle auffaßte, wollen wir dahin gestellt sein lassen, jedenfalls zollte unser Publikum gestern' dieser Auffassung und Darstellung vollen Beifall nach allen Aktschlüssen. Außerdem fanden zahlreiche Hervorrufe der jungen Künstlerin, der für hhre gestrige und früheren Leistungen auch zahlreiche Kränze gewidmet wurden, statt. Fräulein Hammer hat sich im Laufe der Saison ein recht ausdrucksvolles Minen- und Geberdenspiel angeeignet und oft eine recht feine Seelen- und Stimmungsmalerei geliefert. Das ist namentlich für die Hauptmannschen Dichtungen, denen jeder dramatische Nerv fehlt, und deren Wirkung hauptsächlich auf diesen intimen Gemütszuständen beruht, wichtig. Rautendelein ist ein elbisches Wesen, welches mit den Menschen Vieles gemein hat, aber doch auch durch eine große Kluft von ihnen geschieden ist; vieles Menschliche, das Gewissen und die Stimme, die Thrüne ist ihr fremd, sie ist der verlockende Elementargeist, die verführerische, sinnliche Liebe mit ihrem heißen Begehren, und ihrer anmutigen Hingebung. Für jede Situation fand Frl. Hammer die richtige Stimmung und brachte diese auch
Iin ihrer äußeren Erscheinung, in ihrer Toilette zum Ausdruck. Die Farbe entsprach auch dem (wir möchten jagen) seelischen Kolorit. Die übrigen Darsteller, namentlich diesmal Herr Par en als Glockengießer, waren vorzüglich, disponiert. Herr Paren bewältigte die sehr umfangreiche Rolle nach jeder .Hinsicht exakt; auch die Erscheinung war sehr sympathisch. Die Sprache war edel und den einzelnen YNomentstimmungen entsprechend. Wenn Herr Paren in effektreichen Momenten, die auch an die linguale Straft besondere Anforderungen stellen, sich etwas mäßigen wollte — namentlich in den hohen Lagen — wäre die Leistung musterhaft. Im Uebrigeu war sie es auch gestern schon. Fräulein H a u s s i g als Magda war, wie immer, in jeder Hinsicht korrekt. Das Gleiche darf man von Herrn Walter als Pfarrer sagen, der eine sehr würdige Haltung und Sprache entfaltete. Sehr viel Beifall fanden und verdienten auch die Herren R o l a n und Henry, von denen der Erstere den Elementar- und Letzterer den Waldgeist verkörperte. Sie hatten sich beide recht gut in ihre Rollen hineingedacht uni) diesem Verständnis auch äußerlich recht treffenden Ausdruck verliehen. Nicht unerwähnt wollen wir die beiden kleinen Helm und Kruse lassen, die sich als Kindeo des Glockengießers ganz allerliebst ausnahmen und beim weiblichen Teil des Publikums viel Rührung anrichteten. Die Regie war in den Händen des Herrn Direktor Helm eine vollständig würdige und einwandfreie. Die Souffleuse spricht etwas zu hastig, zu viel und vor allem zu laut; sie war int äußersten Winkel des Saales vernehmbar, was oft störend wirkte. Gestern war das überlaute Soufflieren vor allem überflüssig, da alle Kräfte gut vorbereitet waren und sicher in ihren Rollen standen. Das Publikum war offenbar mit der Darstellung sehr einverstanden und auch Frl. Hammer dürfte mit dem klingenden Erfolg ihres Benefizes nach unserem Dafürhalten wohl zufrieden sein. Unix, so wären alle Teile auf ihre Rechnnng gefommen. — Wir hoffen, die hübsche Märchendichtung in gleicher Besetzung und in dieser Saison noch einmal zu sehen.


