Ausgabe 
10.11.1900 Erstes Blatt
 
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yers.

Ausland

raelski vereidigt.

Der Erste Staatsanwalt »nacht darauf aufmerksam, dah ZNasloff bei seiner eidlichen Vernehmung ausgesagt

England Vorstellungen machen, von denen man eine» prompten Erfolg erwartet.

Aus Managua (Südamerika) wird gemeldet, daß sich der Präsident der Republik von Nicaragua in Be­gleitung zweier Minister demnächst nach den Vereinigten Staaten begeben werde. Zweck dieser Reise sollen Verhand­lungen behufs weiteren Ausbaues des Nicaragua- Kanals sein.

Aus Anlaß der Wetten wegen der Wahlen wurden in verschiedenen Gegenden Kentuckys in der Nacht zum Mittwoch 6 Personen erschossen.

wurden, auf dem Wege nach Kapstadt in Bloemfontein eingetroffen find.

Telegramm deS Gieherrer Anzeigers.

Loudon, 9. November. AuS Kronstadt wird gemeldet. Die Engländer befinden fich in der Nähe von Bothavil e, wo dieBuren in starken Abteilungen bie umhegenden Lopjen besetzt halten. Sie befinden sich ml Süden der Stadt mit zwei gewöhnlichen Schnellfeuer-Geschützen.

Der Prozeß Masloff in Kouitz.

Könitz, 8. November.

Als erster Zeuge wird Kaufmann Sommerfeld aus Schlochau vernommen. Er hat am Montag den 12. März mit Eisenstädt in Schlochau bis abends dreiviertel 9 Uhr verhandelt. Paula Sommerfeld bestätigt die Aus­sagen des Vorigen und giebt an, daß sie mit Eisenstädt bis halb 10 Uhr zusammen gewesen ist. Isidor Weile in Schlochau hat Eisenstädt an einem Wochentage abends besucht. Glaser Lewinsky war auch dort. Dienstmädchen P i r e n t e hat Glaser Lewinsky am 12. März gesehen. Sie weiß das Datum ganz genau, weil am 14. März der Geburtstag der Frau Selo war. Lewinsky hat an diesem - Tage der Frau Selo Bilder geschenkt. Zeugin Sommer­feld hat Eisenstädt noch Dienstag früh gesehen, ehe er abfuhr. Zeugin Pirente sagt aus, daß Lewinsky nur einmal in diesem Jahre in Schlochau war. Frau H i r s ch wiederholt ihre früheren Aussagen. Sie ist am Samstag den 11. März in ihrer im Lewy'schen Hause befindlichen Wohnung gewesen, hat aber absolut nichts auffälliges wahrgenommen.

Zeugin Martha Rutz, die Tochter der vorigen Zeugin, kennt die Frau Roß von dem Verkehr ihrer Mutter mit jener. Die Angeklagte kam an einem Tage im März zu Rutz und erzählte von ihren Wahrnehmungen bei Lewy. Am 6. April kam sie wieder und erzählte die Geschichte mit dem Knecht. Das Datum weiß die Zeugin so genau, weil an diesem Tage ihr Bräutigam abfuhr. An demselben Tage erzählte sie auch schon von dem E. W. gezeichneten' Taschentuch und sagte, daß sie die Wäsche schon abgegeben

Deutsches Reich.

Berlin, 8. November. Der Kaiser hörte gestern nachmittag im königlichen Schlosse hier noch den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts v. LucanuS. Heute vormittag nahm der Kaiser im Neuen Palais die Vorträge des Kriegsministers v. Goßler und des Chefs des Militär­kabinetts v. Hahnke entgegen.

Die Rekruten Vereidigung in Potsdam fand heute vormittag im großen Exerzierhause in An- roesenheit des Kaiserpaares, der Prinzessin Feodora zu Schleswig-Holstein, Prinz und Prinzessin Friedrich Leopold von Preußen und anderer Fürstlichkeiten, sowie vieler fremdherrlicher Offiziere statt.

Der Kolonialrat ist heute nachmittag unter Vorsitz des Direktors Dr. Stuebel im Reichstags­gebäude zusammengetreten.

DieGermania" schreibt: Der Abg. Dr. Lieber, der sich vor einiger Zeit zu seiner Erholung an die Ri­viera begeben und in Nervi seinen Aufenthalt genommen hat, hat sich> von dort nach Rom begeben, um den hl. Vater für die liebevolle Anteilnahme, die derselbe ihm n-ährend seiner schweren Krankheit bewiesen hat, seinen Dank abzustatten. Vorgestern wurde Abg. Dr. Lieber vom Kardinal-Sekretär Rampolla empfangen.

- Dem Bundes rat gingen folgende Etats zu: Der Etat für das Schutzgebiet von Samoa, der mit 266 000 Mark balanciert; der Reichszuschußbeträgt 146 000 Mark; der an der Spitze der Selbstverwaltung stehende Häuptling erhält ein Jahresgehalt von 3000 Mk. Der Etat für die Verwaltung der Karolinen,Palao s- Inseln und Marianen, der bei einem R e i ch s z u - 7chuß von 286500 Mk. mit 311500 Mk. balanciert. Auch der Etat für die Verwaltung der Eisenbahnen wurde dem Bundesrat vorgelegt. Die Einnahmen betragen 93 675 000 Mark, die dauernden Ausgaben 65 575 400 Mk., die einmaligen Ausgaben 22 496 000 Mark. Der Bundes­rat erteilte in seiner heutigen Sitzung seine Zustimmung dem Anträge des dritten und vierten Ausschusses be- .reffend die Tarifvergütung für Rosinen, sowie den Ausschußberichten über a. Vorlage betreffend die Ergänz­ung der Vorschriften der Bekanntmachung vom 11. De­zember 1896 wegen Zulassung von Wertpapieren zum BKrsenhandel, b. den Entwurf von Vorschriften be­treffend den Kleinhandel mit Garn, c. der Vor­lage betreffend die Festsetzung der Gebühren für die Be­förderung der Nebenblätter und außergewöhnlichen Beilagen von Zeitungen, d. den Entwurf des Etats für das Schutzgebiet Kiautschou für 1901, e. den Ent­wurf des Etats der M arineverwaltung zum Reichs­haushalt und Etats für 1901, f. dem Entwurf des Reichs­haushaltsetats für 1901, und zwar 1. Einnahmen zu Zollen, Verbrauchssteuern usw. 2. desgl. an Stempel­abgaben, g. die Vorlage betreffend die Außerkurssetzung der Vereinsthaler österreichischen Gepräges, h. dem Entwurf des Etats der Reichsjustizverwaltung zum Reichshaushaltsetats für 1901, i. den Entwurf des Etats des R e i ch s e i s e n b a h n a m t s zum Reichshaus­haltsetat für 1901.

Unter den Kriminalunterbeamten hat, so schreibt dasKl. Jounal", der bisherige Verlauf des Sternberg-Prozesses" eine förmliche Gärung her­vorgerufen. Man fürchtet in diesen Kreisen, daß durch die jüngsten Enthüllungen die Selbständigkeit der Kri­minalbeamten bei ihren Ermittelungen noch mehr ein­geschränkt werden wird, als bisher, wodurch sich das Arbeiten für sie noch, schwieriger und unfruchtbarer ge­stalten würde, als es ohnedies ist. In einer Zusammen­kunft, welche die ältesten >kriminalunterbeamten in der Nacht von Sonntag auf Montag abhielten, besprachen sie eingehend diesen Punkt. Besonders erregt waren die Be­amten über den Fall Stier st ädter, welch' letzterem feine Kollegen ausnahmslos die größte Sympathie und Hochachtung entgegenbringen. Die anwesenden Beamten verpflichteten sich schließliche durch Wort und Handschlag, im Falle einer Maßregelung Stierstädters in ihrer Gesamtheit sofort um die Entlassung aus dem Polizeidienst einzukommen.

Die Berliner Schutzmannschaft soll gleich der Kriminalpolizei, eine Reorganisation erfahren. Hierüber wird u. a. folgendes berichtet: Nachdem im Laufe der letzten Zeit die Reorganisation der hiesigen Kriminalpolizei durchgeführt worden ist, die indessen auf Grund der unliebsamen Enthüllungen im Sternberg-Pro- zeß noch erweitert werden soll, geht das preußische Mi- niswrium, dem Vernehmen einer Korrespondenz zufolge, auch mit dem Gedanken um, der uniformierten Polizei erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Es soll zunächst der Dienst geändert werden. Es sollen sodann einige neue Reviere eingerichtet und der Etat der u n i f o r m irrten Polizei soll um 750 Mann erhöht werden

- Von dem preußischen Minister des Innern, von Rheinbaben, ist auch an das Frankfurter Polizei­präsidium eine Verfügung ergangen, die Schutzmann- fchaft alsbald um 40 Mann zu vermehren. Gleichzeitig nmrde noch die Mitteilung gemacht, daß eine weitere Vermehrung beabsichtigt sei, daß aber zuerst dem Landtage darüber Vorlage zur Bewilligung der Mittel gemuckst werden müsse.

Im nächstjährigen Etat des Reichsamts des Innern wird sich wieder eine Stimme zur Beteiligung des Reichs an der internationalen Bibliogra­phie der Naturwissenschaft befinden.

In zehn gut besuchten Versammlungen hat die Sozialdemokratie gestern abend zur Wohnungs­not und zur Kohlen not Stellung genommen. Die Referenten waren sozialdemokratische Stadtverordnete und

Paris, 11. November. In der Kammer beantragte der Radikale Auge eine Tagesordnung, wonach die Kammer auf die Regierung für eine Politik republikanischer Aktion rechnet, und jeden Zusatz verwirft, der den Wert dieser Versicherung vermindern würde. Zunächst wird der erste Satz: Die Kammer rechnet auf die Regierung für eine republikanische Aktionspolitik, mit 329 gegen 222 Stimmen angenommen. (Stürmischer Beifall links.) An den zweiten Satz knüpft sich eine konfuse Debatte, die in dem Lärm mit Pultdeckeln und im Stimmengewirr untergeht. Man I treitet fich um die Priorität der verschiedenen dazu ein­gebrachten Zusätze in wildem Durcheinander. Die Kammer ist zu uneinig, um eine starke Regierung zu stürzen. Um 11 Uhr endlich ist der Schluß gekommen. Die Kammer nimmt mit 321 gegen 246 Stimmen den zweiten Satz der Tagesordnung Auge an, der jeden Zusatz als abschwächeud verwirft. Schließlich wird die gesamte Tagesordnung Auge mit 316 gegen 237 Stimmen angenommen. (Enthusiastischer Beifall links und Rufe:Es lebe die Republik, es lebe Waldeck-Rouffeau!-) Die Regierung hat also eine Mehr­heit von 79 Stimmen, während nur etwa 20 Depu­tierte an der Abstimmung nicht teilnahmen.

Prag, 8. November. Die jungtschechischen Blätter er- klären sich mit der gestern in Budapest erfolgten Lösung der bosnischen Bahnfrage absolut nicht einverstanden. DieNarodui Lisch" kündigt an, daß die tschechischen Ab­geordneten gegen den Ministerpräsidenten v. Körber und seine drei an den Verhandlungen beteiligten Kollegen wegen des Uebereinkommens Anklage erheben werden.

Belgrad, 8^ November. Eine starke Arnautenbande hat bei Propolota die serbische Grenze überschritten und auf die serbische Grenzwache ein heftiges Gewehr­feuer eröffnet. Die Arnauten wurden zurückgeworfen und mußten zwei Tote zurücklasien. ,

Newyork, 8. November. Die berichtigenden Ziffern über das Wahlergebnis ändern wenig oder gar nichts an dem bereits gestern bekannt gewordenen Resultat. Für Mac Kinley sind 284 Stimmen gesichert, und diese Ziffer wird sich höchst wahrscheinlich auf 292 erhöhen, wenn sämt- liche Ergebnisse genau bekannt geworden find. Die Repu­blikaner werden nicht unbedeutend verstärkt m den Kongreß zurückkehren und sowohl im Senat wie m der Kammer die unbestrittenen Herren sein. DieMyrer der republikanischen Partei wollen in dem Ausfall der Wahlen eine Zustimmung der Nation zu der Kolon,at- politik Mac Kinleys erblicken, aber es ist das eme falsche Auffaffung der Dinge, denn Mac Kinley war stets ein Gegner dieser Politik. Mac Kinley hat eine Majorität von ungejähr einer Million abgegebenen Stimmen. Eins . der erstm Resultate der Wahlen besteht in der Entfaltung I habe. Ganz sicher weiß sie sich aber nicht daraus zu b - einer größeren Thätigkeit der Amerikaner aus den Imneu. Masloff werden die Cigarrentaschcn

Philippinen. Die Regierung hat Maßregeln zur Unter- ^wyvoraelegt, sieerkeniUaber die von ihr gesehene drüäung der philippinischen Junta in Hongkong getroffen. wieder ^Der (Gerichtshof beschließt, die Anna Roß Hongkong wird als die wichtigste OperationS-Basis der I 'en ber Verwandtschaft nicht zu vereidigen, da- philippinischen Insurrektion betrachtet. Die englische Re- I (.c"en werden die Mitglieder der Familien Lewy und gieruug soll angeblich wiederholt gegen die zwischen den 1 ' ' kriegführenden Parteien zu beobachtende Neutralität ver« | stoßen haben. Der Staatssekretär Hay" wird dieserhalb

Reichstagsabgeordnete. Die den Versammlungen vor­gelegten Resolutionen wurden angenommen. Sie gipfeln in folgenden Forderungen:

a. Zur Wohnungsnot:

1) Erwerbung von möglichst umfangreichem Grund­besitz durch die Gemeinden. 2) Aufschließung des ge­meindlichen Grundbesitzes durch Straßen und Ver­kehrsanlagen. 3) Verwendung von Gemeindeterrains zur Errichtung von Häusern, die allen Forderungen der Volkswohlfahrt entsprechende Wohnungen enthalten, welche der Bevölkerung insbesondere der Arbeiterklasse zu Mietpreisen zur Verfügung zu stellen sind, bei denen nur die Verzinsung und Amortisation des aufge­wandten Kapitals, sowie die aus der Instandhaltung der Gebäude entstehenden Kosten in Ansatz gebracht werden. 4) Einrichtung von städtischen Wohnungsämtern und Anstellung von Wohnungsinspektoren.

b. Zur Kohlenteuerung:

1) Schleunige Expropriation der im Privatbesitz befindlichen Kohlenwerke und Uebergang derselben in das Eigentum des Reichs. 2) Vermittelung der Kohlen­lieferung durch die Gemeinden zum Selbstkostenpreis für den Hausbedarf. 3) Aufhebung der Ausnahmetarife für die Ausfuhr von Kohlen. 4) Herabsetzung der Eisen­bahnfrachten für Kohlen.

In einer Versammlung wurde die Forderung der schleunigen Expropriation gestrichen und dafür verlangt: Gesetzliche Festlegung eines Maximalpreises für Kohlen und eines Minimallohnes der Bergarbeiter.

Neue Militärforderungen kündigen die Jahrbücher für Armee und Marine" an. Mit der Be­gründung, daß eine Reform des Ingenieur- und Pionier­korps erforderlich sei, wird für die Pioniere eine Vermehrung auf zwei Bataillone zu je drei Kom­pagnien pro Armeekorps verlangt, mit einem Offizier- korps, das sich auch ays der Infanterie wie jetzt bei der Eiscnbahnbrigade ergänzt und mit der In­fanterie wechselt.

DerAnhaltische Staats-An z." bringt fol­gende Mitteilung:

In einem kürzlich erschienenen Artikel desFr an k- furter General-Anzeigers", den dieSaale­zeitung" wiedergiebt, finden sich bei Besprechung der Ehescheidungsangelegenheit Seiner Hoheit des Prinzen Aribert beleidigende Auslassungen über das Vorleben des Prinzen, welche sich als bös­willige Verleumdun gen charakterisieren. Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist auf An­trag Seiner Hoheit des Prinzen Aribert Straf-Ver- fiolgung gegen beide genannte Blätter im Wege des gerichtlichen Perfahrens bereits eingeleitet worden.

habe.

Zeugin Agnes Rutz kennt Frau Roß uni» hat von ihr die angeblichen Wahrnehmungen bei Lewys gehört. Frau Roß habe dann erzählt, daß sie von Lewy zu Fräulein Kroll ggegangen sei. Später hat sie dann auch die Ge­schichte von dem Knecht vorgebracht. Wann dies gewesen ist, weiß die Zeugin nicht genau, aber es war an dem Tage, an pem ihr Bräutigam abreiste. Auch von dem Taschentuch hat die Frau Roß erzählt und dabei gesagt, daß. sie die Wäsche abgegeben habe. , r _

Frau Prill ist einmal von der Frau Roß besucht worden; Tag und Stunde kann sie nicht angeben. <yrau Roß erzählte von ihrem Besuche bei Lewys, hat aber nicht gesagt, daß ihr etwas ausgefallen sei. Auch von dem Winseln oder davon, daß ihr gruselig gewesen sei, hat sie nicht das Mindeste gesagt. Später aber hat Frau Roß ihr folgendes mitgeteilt: Als sie bei Lewys gesesien hätte, sei ihr etwas in den Schoß gefallen. Dädurch hätte sichWinter bei ihr gemeldet"', weil er damals ermordet wurde. Zeugin Hedwig Kroll be­streitet entschieden, daß Frau Roß am 11. März, bei ihr war. Zeuge W e g n e r aus Müskendorf kann nur angeben, daß er im Frühjahr einen Knecht gesucht hat.i Fran Rutz, die nochmals aufgerusen wird, erzählt, daß Frau Roß ihr gesagt habe, Frau Heymann hätte sie dahingehend beeinflussen wollen, daß sie von ihren Wahrnehmungen bei Lewys nichts sagen solle. Frau Heymann, Zeugin vernommen, bestreitet das ganz entschieden.

Redakteur Zimmer sagt aus, daß ihm s-n-nmwsky und andere vor Ostern erzählt haben, Frau vwtz wiye etwas über die Mordangelegenheit. Darausist er mit Gerichtsvollzieher Rögler zu Diener hmgegangen. Der nächste Zeuge ist Fleischermeister £ o f fm a y n- Vor der Vereidigung macht der Präsident diesen Zeugen wie auch schon etliche andere darauf aufme^ksarm daß er sein Zeug­nis verweiaern dürfe, wenn er sich selbst dadurch belasten würde AM di- F-°g-. ihm di- thatsachlichcn Verhält- niie bekannt geworden ssind, unter denen die Ermordung des Ernst Winter stattgefunden hat, antwortet der Zeuge: Nein Der Staatsanwalt richtet an ihn ferner die Frage, welche Umstände ihm bei der Abfassung seiner Recht- fertiqungsschrist bekannt gewesen sind. Hoffmann: Ich habe nur niedergeschrieben, was damals im Volke kursierte. Auf eine Frage des Verteidigers Hunroth teilt Hoff­mann mit, daß (bei der Haussuchung, die bei ihm am 14. März stattgefunden, hat, die Wohnräume nicht durch­sucht worden sind. Diese Haussuchung hat der Erste Staats­anwalt geleitet. Derselbe betont nochmals, daß genau zu derselben Zeit die gründlichste Durchsuchung sämtlicher Räume bei Lewy stattgefunden hat. Damit ist der mit so großer Spannung erwartete Zwischenfall unter allgemeiner Enttäuschung erledigt. ,

Es folgt nun als nächste Zeugin Amalie Reichert. Frau Berg hat ihr vor Ostern erzählt, daß sie die Wäsche für Lewy besorgt habe. Sie habe dabei einmal ein ^aken gefunden, der merkwürdige Fusseln hatte. Entweder waren es Haare oder Wollfusseln. Bei der Wäsche dieses Lakens sei es der Frau Berg ganz merkwürdig gewesen. Die habe solch Gruseln dabei verspürt und geglaubt, daß dies l das Mordlaken gewesen sei. Von einem Taschentuch hat sie nichts gesagt. Auf ihre Frage hätte die Berg aber ausdrücklich erklärt, daß keine Blutflecken auf dem Laken gewesen seien. Anna Rose wird vorläufig unvereidigt vernommen. Sie sagt aus: Frau Masloff hat ihr gleich nachdem sie von Lewy zurückkehrte, erzählt, daß sie dort I Ernst Winters Uhrkette und dessen Photographie gesehen

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* Persm Forstwart der HöreS zu Ml oom l. DeMb» Anlaß das Sllg!

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SchoM, 8. Eingabe betreff fchulzeit auf M abgegcmge anderen Orten t Tübingen ist, lv gtnehmgt vorbei iiqenigt, die Z galten, soviel Mi emtzt.

tc. Toms LbteUvrrtz F »erbe M r M Arbeiten namtnüid) üb' li'chen Sindrra Mchgestellten

fc. Offens Söhne des n ^/errburg-B Nt von Ok Wnr, der ai hat sich am 4 PeschlMMtz Friedrich von Melanie, eine Die Verhältni haben feit Ic Monbtrd ßbei

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