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Nr->33 Aweites Blatt Sonntag den 1». Juni
1900
Gießener Anzeiger
General-Anzeiger
ZLezugspreis vierteljährl. Mk. 2M monatlich 75 Pfg. mit Brmqcrlohn; durch die Abholestell« vierteljährl. Mk. 1,9t monatlich 65 Pfg.
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Mittag».
Die Gichener Mcketttenolälter Werden dem Anzeiger I* «MH mit „Hcff. tenbBHrt* n. „Blätter Mr hrff. Volkskunde- Wgchtl. 4 und beigelegt.
Anrts- und Anzeigeblntt für den Tkveis Gieren.
sfiziere der Garde- bial-Gebäude. Frau
entsprießenden Entschließungen dem preußischen Schulwesen zum wahren Wohle gereichen.
Bon der Berliner Schulkonferenz.
lieber die Beratung der Schulkonferenz vont 7. d. M.
MrdaVta», Expedition und Druckerei:
-ch.kflratze Ar. 7.
Gratisbeüageu: Gießener Familienblätter, Der hessische Kandwirt, Dlätter für hessische Volkskunde. ____
Adresse für Depeschen: Anzeiger Hiehe«.
Fernsprecher Nr. 51.
Der Krieg in Südafrika.
Ein Korrespondent des „Daily Expreß" berichtet über eine Unterredung, die er mit dem Präsidenten Krüger und dem Staatssekretär Reiß in einem Eisenbahnwaggon hatte. Krüger erklärte: „Die Besetzung von Pretoria bedeutet nicht das Ende des Krieges. Die Gurghers sind durchaus entschlossen, bis zum Aeußersten zu kämpfen, und sie werden sich nicht ergeben, so lange - ihrer noch 500 Mann in Transvaal in Waffen stehen. Die Hauptstadt der Republik ist hier. Der Feind ist in unser Land eingedrungen, hat es aber noch nicht erobert. Die Regierung ist norij, in Thätigkeit. Es ist nicht wahr, daß ich zwei 'Millionen Gold für mich mitgenommen habe. Alles Geld, über das ich hier verfüge, ist lediglich dasjenige, welches für staatliche Zwecke erforderlich ist. Die mir zugeschriebene Absicht, an Bord des auf der Höhe von Lourenzo Marques liegenden holländischen Kriegsschiffes Zuflucht zu nehmen, habe ich nicht. I ch v e r l a s s e das Land nicht. Erst jetzt hat der eigentliche Kampf begonnen, und ich fürchte, daß noch viel Blut vergossen, werden wird, aber die Schuld liegt aus Seiten der britischen Regierung." Reitz bemerkte, der Guerillakrieg werde sich über ein ungeheures Gebiet erstrecken, und die» Buren würden sich wahrscheinlich auf Lydenburg zu- rückziehen, wo sie viele Monate hindurch Widerstand leisten
Amtlicher Teil.
Bekanntmachung.
Wegen Vornahme von Pflasterungsarbeiten wird der Wegübergang der Frankfurterftraße über die Oberhessische Eisenbahn von Montag, den 11. l. Mts. ab bis auf Weiteres für den Fuhrwerksverkehr gesperrt.
Gießen, den 8. Juni 1900.
Großherzogliches Polizeiamt Gießen.
Hechler.
könnten. _
ZUm Frieden geraten hat dem Präsidenten Kruger, wie „Reuters Bureau" aus Lourenzo Marques meldet, der amerikanische Konsul Hollis in einer längeren Unterredung, indem er ihm freundschaftliche Mitteilungen der amerikanischen Regierung überbrachte, in denen Kruger gedrängt wird, Friedensverhandlungen emzuleiten.
Der Nachricht, daß Präsident Krüger nach Deutsch- Südwestafrika übersiedeln möchte, stimmt die „Post" freudig zu. Es liege wohl im Interesse Deutschlands, Teile der Burenelemente von bewährter kolonisatorischer Kraft in die afrikanischen Kolonien zu ziehen. _
Aus Camp hell (West-Griqualand) wird vom o. Juni Folgendes gemeldet: Eine Streitmacht unter Warren marschierte gestern von Faberspruit in der Richtung nach Camphell. Vier Geschütze der kanadischen Artillerie, berittene Infanterie, Kappolizei, zwei Schwadronen von Pagets Reitertruppe, zwei Schwadronen Yeorncmry, vier Kompagnien von den Duke of Edinburghs-Volunteers und Warrens Kundschafterkolonne marschierten neun Meilen nach Tweefontein, ohne auf den Feind zu stoßen, biwakierten zuri Nacht und verließen Tweefontein heute morgen um 9 Uhr. Die kanadisch Artillerie beschoß eine Stellung, die der Feind bei Knoffelfontein eingenommen hatte, erhielt aber keine Antwort. Die Kolonne marschierte sodann wider st andslosin Camphell ein und bezog ein Lager.
Aus Mafeking, 29. Mai, wird gemeldet: Beim Einzug Plumers in Zeerust zogen die Bewohner die britische Flagge auf und sangen die Nationalhymne. Die Beamten in Zeerust erboten sich, der Königin den Treueid zu leisten, falls ihnen Schutz gegen ine eigenen Landsleute zuqesichert würde. Kleine Abteilungen von Buren und Aufständischen liefern täglich Waffen ein. Baden-Powell verwaltet Malwani und Zeerust.
Aus Pries ka, 3. Ium, wird berichtet: Aus einer im Rebellenlager aufgefundenen Korrespondenz geht hervor daß die Aufständischen Koegaspont und Upmgton mu'ugreifen beabsichtigten, Oberst Adye aber den Plan vereitelte, indem er den Feind angriff, bevor die Koegas- und Kheis-Kommandos sich vereinigen konnten.
Deutsches Reich«
Berlin, 8. Juni. Der Kaiser begab sich gestern abend nach dem Diner beim 1. Garde-Feld-Artillene-Regi- ment nach dem Potsdamer Bahnhof und hörte hier den Vortrag des Staatssekretärs des. Reichsmarineamts, Vize-
London, 8. Juni. Der Herzog von Wellington ist heute früh in Strathfieldsaye gestorben.
Rom, 8. Juni. Der Leibarzt Lapponi besuchte heute morgen den Papst und konstatierte eine andauernde Schwäche. Er ordnete eine vier- bis fünftägige Ruhe an und empfahl, den Besuch der Peterskirche bis morgen oder übermorgen trotz des Widerspruches des Papstes aufzuschieben.
Wien, 8. Juni. Der Kaiser empfing heute mittag den deutschen MilitärattachS von Bülow in besonderer Audienz, ^ter^bldungen zufolge werden der Deutsch e Kaiser und der Kronprinz in der zweiten Hälfte deS September über Wien nach Ungarn kommen, um an den Jagden des Erzherzogs Josef August teilzunehmen und dnS 34. Infanterieregiment zu besichtigen.
Admiral Tirpitz. Uni) 9 Uhr 45 Mm. begab der Kaiser sich nach Station Wildpark, um sich hier mit der Kaiserin, die vorn Neuen Palais eingetroffen war, von den nach Cronberg abreisenden Kronprinzlich Griechischen Herrschaften zu verabschieden. — Die Ankunft des Kaiserpaares in Hornburg v. H. wird nächsten Dienstag abend 9 Uhr erfolgen. . „
— Die Besichtigungen der Garde-Kavallene-Re- gimenter durch den Kaiser haben heute vormittag begonnen, und es ist mit dem Regiment Gardes du Corps und dem Leib-Garde-Husaren-Regiment der Anfang gemacht worden. Beide Regimenter, das erstere unter Befehl des Obersten Graf Hohenau, das zweite unter Major Graf Dohna-Schlobitten, waren um 7 Uhr auf dem Bornstedter Felde und hatten daselbst Parade-Aufstellung genommen. Am rechten Flügel hielten die Suite, die direkten Vorgesetzten, der Kommandeur der Garde-Kavallerie-Division, Generalleutnant v. Moßner, Generalmajor Graf v. der Asseburg und Generalmajor Herzog Albrecht von Württemberg. Um 7 Uhr 30 Minuten kam der Kaiser im blauen Waffenrock der Gardes du Corps auf em em Rappen, ihm zur Seite die Kaiserin, ebenfalls zu Pferde auf einem Dunkelbraunen. Im Gefolge befanden sich die General-Adjutanten von Hahnke und v. Plessen, General a la Suite v. Scholl, die dienftthueu» den Flüqetadjutanten, eine Hofdame der Kaiserin und die Trompeter der Leibgendarmerie. An der Aufstellung an- gelangt, ritt der Kaiser mit der Kaiserin die Front der Regimenter entlang, jedes einzelne begrüßend, und nahm i bann einen Parademarsch in Zügen im Schritt ab. Wahrend das Leib-Garde-Husaren-Regiment darauf abrückte und im Wäldchen am Ruinenberg abfaß, begann das Regiment Gardes du Corps mit dem Vorexerzieren. Die Bewegungen wurden fast durchweg im Trabe und Galopp ans- qeführt. Großartige Bilder boten die Attacken in Regimentsfront und das Nehmen der Hindernisse. Mit dem Kommandeur voran gingen die Eskadrons in Fronten über den großen Wall und nahmen in eleganten Sprüngen die Steinmauer uund den Wassergraben. Nach einer Schlußattacke wurde dem obersten Kriegsherrn das übudje Hon- neurj erwiesen, der dann die Offiziere zur Kritik um sich versammelte. Die Kaiserin hatte sich zur Beobachtung des Exerzierens, nachdem sie eine Zeit lang auf dem Platze geweilt, nach dem Wagen begeben, und hielt dort unter den schattigen Bäumen. Um! 1 Uhr begann die Vorstellung des Leib-Garde-Husaren-Regiments, das in gleicher Weise I wie die Gardes du Corps vorgeführt wurde. Der Kaiser führte das Regiment Gardes du Corps selbst nach der I Kaserne und nahm bei dem Offizierskorps das Frühstück! I Cm' — Nach einer der „Post" aus Rom zugehenden Mitteilung steht es nunmehr fest, daß Pros. Dr. Freiherr von I Hertlingim Lause des Sommers wieder dort eintreffen wird, um zum dritten Male die Verhandlungen mit dem I Vatikan über die Errichtung einer katholisch -1 h e o - I logischen Fakultät an der Universität Straßburg I aufzunehmen. _ Q ~ *
— Nach einer Privatmeldung aus Dar-es-Salaam vom I 3 Juni ist dort Major von Natzmer bei einem Fahr- I versuche mit Maultieren ic. verunglückt und infolge I einer Gehirnerschütterung verstorben.
— Die Ausschmückungs-Kommission des I Reichstages, die heute vormittag unter dem Vorsitz deS I Präsidenten Grafen Ballestrem tagte, hat beschlossen, dem I Professor Johannes Pfahl den Auftrag zur Ausführung des Standbildes Kaiser Wilhelms I. auf Grund des I vorgeleqten und begutachteten größeren Modells zu er- I teilen. Sodann entschied sie sich dahin, eine Bismarck- I ft a tue im Vorzimmer zu den Präsidentenzimmern aus- I stellen.zu lassen. — Die von Seeliger ausgearbeiteten I Skizzen zu den Deckengemälden im Bundesratssaale wur- I den verworfen. ____
Telegramme des Gießerrer Anzeigers.
L on b o n , 9. Juni. General Buller telegraphierte gestern abend, daß am 6. ds. General Ko x mit der 6. Brigade und einer Abteilung leichter Kavallerie sich,der Hohe von W c n y a r d bemächtigte. Er stellte zwei 4o Pfünder, zwei 12 Pfänder und zwei 5Pfünder auf. Die Engländer bemächtigten sich aller Höhenzüge zwischen dem Botha-Paß und Jnkwiens.
London, 9. Juni. Nach einer Depesche wird aus Pretoria berichtet: Die S t a b s - O f f i z i e r e der Garde- Brigade besuchten gestern das Prasidial-Gebaude. grau Krüger, welche die Offiziere empfing, erschien sehr gefaßt und tauschte Höflichkeitsbezeugungen mtt den Offizieren aus. Vor dem Gebäude wird eme drittsche Wache auf ziehen.
berichtet noch die „Kreuzztg.":
„Zuerst wurde die Frage verhandelt, ob der griechische Unterricht auf den Gymnasien wie bisher in 3 b oder erst in Untersekunda beginnen sollte und in dieser Klasse mit Rücksicht auf die sie nach einjährigem Besuche verlassenden Schüler englische Nebenkurse eingerichtet werben sollten. Von dem Professor einer technischen Hochschule wurde die Verlegung des griechischen Unterrichts, befürwortet. Die Absttmmung ergab, daß keinerlei Aende- rung im Beginne des Griechischen eintreten sollte. Selbstverständlich bleibt den jungen Reformgymnasien khr Lehrplan ungestört. Eine Resolution, den schon durch die neuen Sehrpläne von 1892 an den Gymnasien eingeführten fakultativen Unterricht im Englischen weiter zu fordern, soll erst heute zur Erledigung — wohl sicher Annahme — gelangen. Was den L a tein un t e r'r i cht an Realgymnasien angeht, so wurden natürlich dem Minister keinerlei „Vorschläge über einzelne lateinische Pensa unterbreitet", sondern der Antrag eines Mitgliedes, Mr eine Verstärkung dieses Unterrichts wünschte,aber nicht auf Kosten der Naturwissenschaften, nach eingehender Diskussion abgelehnt. Es soll also bei ber im Jahre 1892 festgesetzten Wochenstundenzahl für das Lateinische an den Realgymnasien fein Bewenden behalten, doch wurde befürwortet, in der Verteilung dieser Zahl auf die em- jelnen Klassen eine gewisse Freiheit lvalt^i zu lassen. Die Frage, wie sich nach den bisherigen Beschlüssen der Kon- seceuz die Lehrpläne der einzelnen Schulgattungen gestalten müssen, wurde einer Kommission überwiesen, die Water im Ministerium zusammentreten soll."
Am Freitag unterzog die Konferenz eine ganze Reihe ton Unterrichtsfächern einer eingehenden Prüfung, bei der c* sich um die Frage handelte, ob und inwieweit eine größere Ausdehnung des betreffenden Unterrichts wünschenswert erscheine. Zu den Disziplinen, die zu diesen Erörterungen die Veranlassung gaben, zählten abermals das Englische und sodann Mathematik, Geschichte und Naturwisienschaften. Verglich des Englischen macht die Meinung sich stark geltend, daß, wo es irgend möglich und erforderlich erscheine, dieser Sprache eine vermehrte Fürsorge gewidmet werden solle. Bei der Mathematik wurde die Frage astgeregt, ob nicht angesichts des Umstandes, daß die technischen Hochschulen m Ueber- einftimmung mit den Forderungen unb dem Charakter der Aeit immer zahlreicher sich bevölkern, bereits auf der Schule diese Wissenschaft mehr in Beziehung gesetzt wer- ben sollte zu ihrer späteren praktischen Anwendung. Bei den Naturwissenschaften wurde von demselben Standpunkt aus eine 9ie orm des Unterrichts als wünschenswert behacktet Bezüglich des Geschichtsunterrichts war ine Be- obackttmg zu machen, daß die mehrfach auch von hoher ^tette aus in die Öffentlichkeit getragene Forderung dem vaterländifchen Geschichtsunterricht einen hervorragenderen Platz einzuräumeii, kein sonderlich starkes Echo gefunden aalte. Dw ^eiqnisse, die auf die Geschicke der Lander und Völker Einfluß gehabt haben, sollen geschildert wer- £n. Erst aus dem Ganzen heraus könne besonders m tor Geschichte, das Einzelne richtig beurteilt werden, und sh nEde denn auch von keiner Seite die Forderung einer d»'solideren Pflege der brandenburg-preußischen bezw. deut- wurde besprochen, wie die
#8 ü bun g en, Jugendspiele, Wassersport und __ , in iördern seien. Darauf wurden die Be^
b e in fccr ¥ra£i6 gegen die Abschluß-
0 Vl rlXaiene beraten. Allseitig wurde ine Not- »enbigteit Mont, auchaus den Gy",na/'^rgange
d7r such) daß die den Verhandlungen


