Ausgabe 
10.5.1900 Drittes Blatt
 
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im 4. Jahre der Verwendung 2400 Mk.

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es wurden in Konsequenz hiervon, den provisorischen Lehrern an den staatlichen höheren Lehranstalten bei den Nachtrags­forderungen des Großherzoglichen Ministeriums des Innern statt der seitherigen Sätze von 18002000 Mk. die oben genannten Sätze zugebilligt. Es entspricht nur den früheren Beschlüssen, wenn die oben angeführten erhöhten Sätze auch auf die in provisorischer Weise an den erweiterten Volks­schulen (höheren Bürgerschulen) verwendeten akademisch ge­bildeten Lehrer in Anwendung gebracht werden. Die Re­gierung ist nicht in der Lage, einen bestimmten Betrag an­zufordern, da sie nicht weiß, wie groß die Zahl der in genannter Weise zu verwendenden Lehrer sein wird. Der Ausschuß beantragt, die verlangte Zustimmung zu erteilen.

ferner, daß die Zahl der Myopen von Klasse zu Klasse in I i " .. ______vcl UCII(uu uvun

allen Schulen steigt. Prof. Cohn, der bekannte Breslauer I stehen bleibt, sondern auch den Helm mit Visier (-inführt Augenarzt, der diesen Fragen seine besondere Aufmerksam- I ^L\1' bekanntlich früher ausgezeichnete Dienste aethan haben keit geschenkt hat, fand in den Dorfschulen bei Kindern, 1 fnff "

die das erste halbe Schuljahr zurückgelegt hatten, noch keine Myopie; im Durchschnitt fand er in den Dorfschulen bei 1,4 pCt., in städtischen Elementarschulen 6,7 pCt. Kurz- sichtige. Jnteresiant ist nun, daß Prof. Dr. Silex in Berlin bei der augenärztlichen Untersuchung der Zöglinge des Nummelsburger Waisenhauses im Jahre 1898 Resultate erhalten hat, die sich mit den sonst gefundenen Ergebnissen nicht vereinigen lassen. Während nämlich im Durchschnitt bei den 235 untersuchten Waisenknaben 11,9 Proz. Kurz­sichtige festgestellt wurden, verteilten sich die Myopen auf die einzelnen Klassen ganz unregelmäßig und ohne jede Progression nach den Oberklassen. So waren in VI 16,2 Prozent Kurzsichtige, in V 0,0 Proz., IV b 9,5, in IV a 13,3, in III b 0,0, in III a 4,7, in II b 36,1, in II a 17,1 und in I 20 Proz. Prof. Silex giebt zu, daß sein Material winzig ist und vielen Zufälligkeiten unterworfen sein kann. Er enthält sich auch vorläufig jeder Schlußfolgerung, bis er die Resultate früherer Jahre gleichfalls zusammengestellt hat. Wenn aber in VI schon 16 Proz. der Augen myopisch waren, dagegen V und III b Kurzsichtigkeit überhaupt nicht aufwies, so kann man doch hier nicht sagen, daß die er­worbene Kurzsichtigkeit zu den Schuljahren und zu den er­langten Kenntnissen sich proportional verhielt.

* Es giebt Pariser, denen der Eifelturm zu klein wird, die befürchten, im Dunkeln über seine eiserne Spitze zu stolpern, und die daher energisch die Erbauung eines höheren Turmes fordern, dessen Gipfel erleuchtet ist, so daß man nicht Gefahr läuft, abends dagegen zu rennen. Um diese Gefahr noch weiter herabzumindern und auch den Kurzsichtigen gerecht zu werden, schlagen sie als Stand' platz für das neue Verkehrshindernis den Montmartre vor, auf dem sich, 100 Meter über dem Pariser Pflaster, der neue Turm 500 Meter hoch erheben soll, sodaß sein Gipfel von 600 Meter Höhe auf das Menschengewimmel desHerzens der Welt" herabblicken würde. Dieser Gipse.'' soll ferner mit einer kleinen Nachtlampe gekrönt werden, die ein Acetylenlicht von 200 000 Kerzen spenden soll. Dieser binnenländische Leuchtturm wird nach Angabe des Architekten, der sich damit einen Namen und ein Vermögen machen Tnöchte, eine Fläche von zweieinhalb Millionen Quadratmetern erleuchten, halb Paris also des Gebrauchs von Straßenlaternen entheben. (Intern. Patentbüreau Karl Fr. Reichelt, Berlin.)

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I die Vera Weinei 211 erwer

I Fridtjof Na nsen über Jugenderziehung. I xt.n der Pädagogischen Gesellschaft in Ehristiania wurde I dieser Tage eine interessante Sitzung gehalten, in der ver- I schiebene hervorragende Männer ihre Anschauungen über die Kinder - Erziehung äußerten. Auch Fridtjof Nansen sprach sich über diese Frage aus und äußerte u. a.:Ich sehe, daß die Jugend unserer Zeit einen gefährlichen Mangel an Charakter zeigt. Dies ist besonders der Politik zu verdanken. Die heutige Erziehung hat einen großen, Fehler. Sie geht nicht, genug darauf aus, selbständige Männer auszubilden. Es ist nicht genug, das Gemütsleben zu fördern und zu pflegen. Ich bin selbst ein schwacher Mensch, was ich aber an Stärke besitze, verdanke ich meiner strengen Erziehung. Ich meine nicht, daß körper- l i ch e Z ü ch t i g u n g i n d e r E r z i e h n n g n o t w e u d i g

I sei Ernst ist jedoch nötig, hier wie sonst im Leben. Die K'udi müssen in Selbstzucht und Selbsthilfe erzogen wer­den. Und die Lehrer müssen durch ein. gutes Beispiel voran­gehen. Dies hat eine ungeheure Bedeutung. Die Jungen sollen lernen, Knöpfe an die Hosen zu nähen und ihre Stiesel zu besohlen. Das schafft Männer. (!) Früher mußten wir wlles, was wir gebrauchen sollten, selbst ver­fertigen. dadurch wird der Charakter und die Persön­lichkeit ausgebildet. Die Jugend muß lernen, sich Genüsse zu versagen. Sie darf nicht wie jetzt, sich begnügen, lyrisch, sentimental und träumerisch zu sein. Hier können die Körperübungen viel ausrichten, nicht jedoch der Aus­wuchs der Körperübungen: der Sport, das moderne Rekordsetzen, die gewöhnliche Wettkämpferei, die gefährlich und zerstörend für Körper und Geist ist. Die Körper- übnngen dagegen wirken harmonisch für den Körper, wie für das Leben, sie bilden gesunde, selbständige Männer

- und dies ist es, was wir brauchen!"

* Das englische Kriegsamt soll größere Mengen kleiner S t a h l b l c d) s,ch ilde angekauft haben, die dein braven Tommy Atkins auf das Herz und die Magengrube gebunden werden sollen, um ihn vor Indigestionen zu bewahren, die die blauen Bohnen der Buren bei ihm Hervorrufen könnten. Diese Idee ist zwar nicht mehr neu, aber durchaus nicht von der Hand zu iveifen; denn der Schild wiegt nur 7 Pfund, und auf 3 bis 4 Mo mehr oder weniger kommt es dem englischen Soldaten im Felde bekanntlich nicht an da er ja doch alles, was er nicht unbedingt für nötig er­achtet, schleunigst fortwirft. Es ist nur zu wünschen, daß

Kermffchtes.

* Die Kurzsichtigkeit wird von den Aerzten fast all- gemem als eine Schulkrankheit bezeichnet, als ein körperlicher Fehler, zu dessen Entwickelung der Schulunter- richt ganz wesentlich beiträgt. Durch die Schule werde das kindliche Auge, das für die Ferne akkomodiert ist, zum an­dauernden Fixieren naher Gegenstände gezwungen, und dieser Umstand, der mit andern ungünstigen Verhältnissen m der Schule zusammentreffe, bewirke die Kurzsichtigkeit bei einem so erschreckend hohen Prozentsatz der Kinder. In der That lehrt die durch zahlreiche Untersuchungen als bei­nahe unumstößlich hingestellte Erfahrung, daß die Zahl der Myopen (Kurzsichtigen) in den Schulen mit höheren An­sprüchen eine größere ist al8 in denen mit geringeren, und

Bekanntmachung.

Aus Anlaß der Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmal« find alle städtischen BüreauS, mit Ausnahme des Standesamts, am 10. l. Mts., geschloffen.

Das städtische Schlachthaus ist an diesem Tage von 4 bis 8 Uhr morgens geöffnet, von da ab geschloffen.

Gießen, den 8. Mai 1900.

Großherzogliche Bürgermeisterei Gieße».

BeZarmtrrrachnng.

Aus Anlaß der Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals Wocheumarkt am 10. l. Mts. au».

Gießen, den 8. Mai 1900.

Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen.

Gnauth.

Das beste ist gerade gut genug zur Pflege der so sehr empfindlichen Haut des Menschen. Zur Erhaltung eines gesunden Körpers bedarf es einer rationellen Hautpflege und giebt es hierzu kein besseres Mittel, als die von so vielen Aerzten warm empfohlene Pat. Myrrholin-Seife, welche infolge gewissenhaftester Her­stellung aus nur allerbesten Rohmaterialien und des hohen Gehaltes anMyrrholin* einzig in ihrer Art dasteht. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich. 123

sE Uebrigens braucht sich, wenn neuere Nachrichten aus- Bonbon ihre Bestätigung finden sollten, der enalische Knegsmmister nicht auf bereits bekannte und vielleicht doch schon veraltete Schutzmittel zu beschränken er kann vielmehr die Errungenschaften des neunzehnten '^abrbuu- derts in ungeahnter Weife ausnützen, wenn die nach An Weisung des englischen Majors Thomas A. ChiUingworlb angestellten Versuche das erwartete Resultat ergeben. Da­nach sollen nämlich Schutzpanzer für die Truppen auf galvanoplastischem Wege erzeugt werden, die bei voll­kommenster Nachgiebigkeit gegenüber den Bewegungen des Körpers doch genügend widerstandsfähig sind, um selbst einem aus großer Nähe darauf abgefeuerten Mansergeschys den Durchgang zu verwehren. Es wird also durch elektn," chemische Ablagerung ein unendlich feiner metallener Schuppenpanzer auf dem Körper selbst erzeugt, der bet damit Versehenen in seiner Bewegungsfähigkeit nicht be­schränkt und ihn doch völlig kugelsicher macht. Das Ver fahren ist das in der Galvanoplastik allgemein übliche. Ter Körper wird mit Graphit eingerieben und kommt erst in ein 'Kupfer-, bann in ein Stahlbad, durch das ein schwacher elektrischer Strom hindurchgeleitet wird. Auf der zuerst erzeugten Kupferschicht schlägt sich der fein­verteilte Stahl gleichmäßig nieder. Die Dicke der so er­zeugten Stahlschicht hängt lediglich von der Länge der Zeit ab, während welcher der Körper in dem Bade bleibt; sie darf, um wirksamen Schutz zu verleihen, nicht unter fünf Millimeter betragen. Die Erzeugung einer Schicht von dieser Dicke ist nicht sehr langwierig; wenn man einen jungen Mann frühzeitig in das Stahlbad einlegt, kann er dasselbe noch im besten Mannesalter gepanzert ver­lassen. (Intern. Patentbüreau Karl Fr. Reichelt, Berlin.)

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Aufruf!

Am IO. Mai d. I. steht unserer Stadt die

Enthüllung des Krieger-Denkmals bevor. Seine Königliche Hoheit der Großherzog, Seine Großherzogliche Hoheit Prinz Wilhelm, der kommandierende General des 18. Armeekorps, die Herren Minister nud andere hervorragende Persönlichkeiten werden bei diesem Anlaß unserer Stadt die Aus­zeichnung ihres Besuches erweisen, während gleichzeitig die Kriegs Veteranen unseres Regimentes in großer Zahl hierher eilen, um bei dieser Feier der treuen Anhänglichkeit an ihr Regiment und nusere Stadt erneuten Ausdruck zu verleihen.

Allen unseren Gästen einen sreudigen Willkomm zu bieten, wird ein Herzens­wunsch unserer gesamten Einwohnerschaft sein; um von solcher Gesinnung auch äußerlich Kunde zu geben, lade ich hierdurch zu einer

Beflaggung der ganzen Stadt

ergebeust eiu.

Gießen, den 5. Mai 1900.

Der Oberbürgermeister:

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