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Drittes Blatt. Donnerstag den 10 Mai
1900
Bezugspreis
Vierteljahr!. Mk. 2L0 monatlich 75 Psg. mit Bringerlohn;
durch die Abholestelle» vierteljährl. Mk. 1,98 monatlich 65 Psg.
Bei Postbezug Mk. 2,40 vierteljährl. mit Bestellgeld.
schuld-nv-rwaltung mit bem Amtstitel „Buchhalter-, bet I blicken in bet Verkürzung bet »Wie'etn: .neqjw
Thomas aus Darmstadt, zum technischen Assistenten des Maschineningenieurs dieser Bahn, der Werkzeichner bei der Hentralwerkstätte der Main Neckar Eisenbahn Otto Blade! zum Ingenieur bei der Direktion dieser Bahn, der StaNons- assistent bei derMain-Neckar-Eisenbahn Karl Kühnly zum Stationsassisienten bei der Station Darmstadt ernannt; dem Hauptkasseassistenten bei der Mam-Necka^ Eisenbahn Karl Kraft wurde der Amtstrtel als „Buchhalter bei der Hanptkasse der Main-Neckar-Eisenbahn verliehen; dre Regierungsbauführer Georg Geiß aus Darmstadt und Ludwig Haag aus Darmstadt wurden zu Regierungsbaumeistern
an ihrem Pflichtgefühl aufraffend, und in dem Bewußtsein, daß die Eltern ihrer bedürfen, neue Lebenskraft findend. In dem Buche ist, wie gesagt, manche schlüpfrige Stelle enthalten, jedoch keine, die nicht in dem Stoffe selbst begründet wäre. Der Verfasser will eben zeigen, welchen Anfechtungen ein derart im Lebenskämpfe stehendes Mädchen ausgesetzt und wie bedenklich der Boden ist, auf dem sie sich bewegen muß. Den zarten Hauch ihrer Jugendblüte vermag sie sich in dem ihm entsteigenden Dunste nicht zu bewahren, er erstickt ihr Feingefühl nicht nur, sondern leicht auch das Scham- und Ehrgefühl.
Als vierter Band des neunten Jahrgang der Veröffentlichungen des „Vereins der Bücherfremidss (Geschäftsleitung: Verlagsbuchhandlung Alfred Schall, Kgl. Preuß. und Herzogl. Bayer. Hofbuchhandler), Berlin W. 30, erschien soeben: P a r i s! Von,Dr. K ä t h e S ch i r m a ch e r. Mit 56 Bildern von den Pariser Künstlern A. Moreaux und F. Marks. Umfang 23 Bogen. Preis geheftet M. 3.a0. Die Pariser Weltausstellung wird in diesem Jahre emen Anziehungspunkt für zahllose Reisende bilden. Vor einer Reise nach Paris wird es aber wohl kern Reisender unterlassen, sich mit der Seinestadt möglichst schon zu Hause vertraut zu machen. Fräulein Dr. Käthe Schirmacher, die bekannte Schriftstellerin und Vorkämpferin der Frauenbewegung, lebt schon mehrere Jahre m Paris, kennt Paris gründlich und hat das Buch auf Grund eingehendster Studien geschrieben. Es will denen, die enie mehr als oberflächliche Kenntnis von Paris erwerben woUen d Flüsse! zum Verständnis des de? Seinestadt geben. Von fren M
Moreaux und F. Marks wird die^ ^^ft^unde" liefert Mitglieds zu bedeutet ermäßigtem | Preise.
«albtleit® tum ...... .........r . Dem Bericht beS Elften Ausschusses übet bic RegieruugS-
>->.»!! •“■«sstteÄ! I «.'i—
gierung zu ermächtigen, an Stelle der tm Artikel 2 des^ Gesetzes vorgesehenen dreieinhalbprozentrgen Anleihe, eine solche von höchstens vier Prozent, zur Beschaffung der erforderlichen Geldmittel für die zu leistende Staatsbeihilfe für die in Betracht kommenden Bahnlinien, aufzunehmen. Wenn auch der Kurs der hessischen Staatspapiere inzwischen an- gezoqen hat, so kann doch nicht mit Sicherheit angenommen werden, daß in nächster Zeit die Emission dreieinhalb- prozentiger Schuldverschreibungen mit Vorteil erfolgen kann. Hierzu kommt weiter, daß bereits im letzten Sommer die Lage des Geldmarktes die Aufnahme emer mer- prozentigen Anleihe erforderlich machte. AuS diesem Grunde erscheint es zweckmäßig, vorsorglich die Möglichkeit offen zu halten, die fragliche Anleihe auch zu einem höheren Zinsfuß zu vergeben. Der erste Ausschuß beantragt daher: Annahme der Regierungsvorlage. - Ein Antrag des Abgeordneten Ulrich und Genossen bezweckt die Uebernahme aller Armenlasten auf den Staat unter Beseitigung aller an öffentliche Unterstützung geknüpften Beschränkungen der staatsbü^erlichen Rechte auf dem Wege der Landesgesetzgebung. Das Mi- nisterium des Jnneru hat darauf erwidert, daß bereits seit
I einiger Zeit Vorarbeiten im Gange sind, oie die Vorlage eines auf die Armenpflege bezüglichen Gesetzentwurfs bezwecken, und daß sie sich vorbehalte, nach Absch uß dieser Vorarbeiten auf den Antrag der Abgeordneten Ulrich und Genossen zurückzukommen." — Endlich liegt ein Bericht des Ersten Ausschusses über die Regierungsvorlage betreffend Kapitel 48 Titel 2 des Staatsvoranschlags pro 1897/1900 „Erweiterte Volksschulen" vor. Nach den seitens der Stände erfolgten Genehmigung der Erläuterungen zu Kapitel 48 Titel 2 des Hauptvoranschlags pro 1897/1900 wurde eine Gleichstellung der in provisorischer Weise an den erweiterten
I Volksschulen (höheren Bürgerschulen) verwendeten akademisch I gebildeten Lehrern mit ihren gleichalterigen Kollegen der- I selben Kategorie an den staatlichen Lehranstalten beschlossen. I Durch die zweite Kammer wurde bestimmt, daß den m staat- I lieber Verwendung befindlichen Regierungs-, Gerichts- und I Lehramtsaffefforen künftig in der Regel folgende Vergütungs- I sätze zu gewähren seien:
I jm 1. Jahr der Verwendung 2100 Mk. 9 2200 „
I " 3 " " " 2300 „
I M a. H f| H »
Aus Stadt und Kand.
(enmimnt «ipsnrdunsen, gleichviel welche» Inhalte», I ' »»»'" "WÄ^Ä900.
•• Erutumlngeu rc. Ernannt wurden: der Oberlehrer I an der Realschule zu Butzbach Dr. Johan"-Siebert zum Oberlehrer am Gymnasium und der Realschule zu Offenbach, und der Oberlehrer an der Realschule zu Michelstadt I HanS Kißner zum Oberlehrer am Ludwig-Georgs-Gymnasium zu Darmstadt. Dem Oberforstmeister i. P. Karl I Schnittspahn zu Bad Salzhausen wurde unter Belassung I seines Titels und Ranges die Oberförsterei Fr^dberg über- I tragen; der Oberförster der Oberförsterei Babenhausen, I Forstmeister August Supp es zu Babenhausen, m die Ober- fi'rsterei Groß-Steinheim, der Oberförster der Oberförsterei I Zellhausen, Forstmeister Karl Kullmann zu Seligenstadt, in die Oberförsterei Darmstadt, der Oberförster der Ober- I sörsterei Messel, Wilhelm Schall as zu Meffeler Forsthaus, I m die Oberförsterei Wimpfen, der Oberförster der Ober» I sörsterei Höchst, Friedrich Stork zu Höchst, in die Ober- I örsterei Groß-Umstadt, der Oberförster der Dber^rfteret Schaafheim, Peter Eikemeyer zu Richen, in die Ober- I sörsterei Bensheim, der Oberförster der Oberförsterei Linden- I fels, Hugo Schaub zu Lörzenbach, in die Oberforsterei Worms, der Oberförster der Obersörfierei Hambach, Anselm Stifel zu Burg Gemünden, in die Oberförsterei Rothen- berg mit bem Wohnsitz zu Hirschhorn bet Oberförster bet Obersörfierei Maulbach, August Müllet zu Maulbach. m die Obetsörstetei Gernsheim versetzt; bei Oberster Johannes Mann, bermalen zu Gernsheim, zum Ober- | förfter bet Obetsörsterei Lauterbach, bet F°rstnsiefsor Hugo Kirchner aus Gebern zum technischen Assistenten bei bet Babebirektion Bad Nauheim, bet Steuerkvntrolleur Regie.
murbe berR°?g eineS Obersteuerinspektors verliehen un er Ernennung zum Oberzollinspektor unb unter Belassung des Titels Reaierunasasiesior"; ber Mimstertalbuchhalter 4Re<^= nünastat Geotg Neuß zum 1. Ministerialbuchhalter, der Ministerialrevisor Georg Lang zum 2. Mimstertalbuch- kalter, ber Finanzaspirant Adam Heß, bet ^e9’£r“Jl98‘ afiefior Heinrich Lo hnes unb der Finanzaspltant Wilhelm Himmler, sämtlich zu Darmstadt, würben zu M.n.stet.al- revisoten be bet Buchhaltung deS Ministeriums bet Finanzen der Finanzaspirant Wilhelm Wenchel aus Darmstadt (Bessungeu) zum staatlichen Kontrollbeamten bei bet Staats-
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Erscheint täglich mit Ausnahme des
MontagS.
Die Gießener I«milie»v tätte r werden dem Anzeiger im Wechsel mit „Hess. Landwirt" m. „Blätter ffit Hess. BolkS künde" »öchtl. 4 mal beigelegt.
Schema ein unentbehrliches Hilfsmittel. Es bringt auch, die sächsischen und bayerischen Truppenteile, welche die Rangliste nicht enthält.
Lediae Bräute, Roman von O. Eugen Th off an lPseudonvm), Preis 2 Mk., Verlag von C. I. Tiefenbach in Leipzig Dieser Roman ist keine Lektüre für junge Mädchen odä für überhaupt unreife Leser. Von solchen könnte er leicht mißverstanden, für lediglich pikcmt oder gar unanständig gehalten werden. Der tuch^ge Kern dieses Buches offenbart sich erst dem schärferen Blick der Lebenskenntnis. Gewissermaßen ist er sogar von dem Verleger selbst mißverstanden worden, das beweist das 9anz unpassende Titelbild und bewefft die doch nur auf eme lüsterne Wirkung ausgehende Bezeichnung „Herrenbiblwthek . Es wird allerdings manche heikle Situation, momches rige Verhältnis behandelt; immerhin braucht kerne Frau davor Scheu zu tragen: die damit verbundene ethische Stellung des Autors ist unverkennbar und unverkennbar auch, daß er keineswegs der Leichtfertigkeit mn amüsantes Viertelstündchen verschaffen wolle, sondern auf emen ernsten, tiefgehenden Eindruck ausgeht. Junge Mädchen sind die Heldinnen, die im Kampfe mit widrigen Verhältnissen ihre Widerstandskraft zu bewähren haben Die eme geht daran zu Grunde, die andere erweist sich sregchaft und ungebrochen. „Ledige Bräute" spielt m emer GroßsMdt und schildert die alltäglichen Verhältnisse emer auf den Erwerb durch Vermietung und Mittagstisch angewiesenen kleinbürgerlichen Familie. Der Vater, du^h eigene.Schuld zum Bettler geworden, scheu und gedruckt wie em Verbrecher umherschleichend, die äußerlich robuste Mutter un Innern verzagt, kaum zum klaren Denken mehr fähig, und dazwischen als einziges belebendes Element die junge Tochter. Auch sie ist oft dem Unterliegen natyt einmal auch zum Selbstmorde entschlossen, aber daun doch wieder sich
*• Zweite Kammer der Laudstäude. Der Bericht des I Dritten Ausschusses über die Wahl eines Abgeordntten un I V. Wahlbezirk der Provinz Oberhessen (Gleßen- I Land) besagt, daß der Ausschuß den Protest gegen die Art I der Offenlegung der Wählerlisten zu Klein-Lmden sür er- I ledigt betrachtet, jedoch bezüglich der Wahlmannerwahl zu I Heuchelheim in der Verkürzung der Wahlzeit um 7 bis I 10 Minuten eine Gesetzesverletzung erkennt: unb^beam I tragt: Obgleich es als nicht wahrscheinlich bezeichnet werden I muß, daß in der Zeit von 7 bis 10 Minuten noch so viele Wähler erschienen wären, daß das Wahlergebnis em anderes geworden wäre, aber doch immerhin die Mblllich- keit hiervon zugegeben werden muß, die Wahl des geordneten Leun für ungültig zu erklären. Nach^m dieser Bericht fertig gestellt war, wurde an den Ausschuß noch | aufklärendes Material zugefandt, welches die Überzeugung hervorrief, daß eine jede Möglichkeit für em anderes Wahl- ; erqebnis in Heuchelheim ausgeschlossen sei. Es wurden noch 3 Zeugen in dieser Angelegenheit vernommen. Hiernach glauben die Mitglieder des dritten Ausschuffes - Backes, Seelinqer, Erk und Weith den Beweis erbracht, daß bei Verlängerung der Wahlzeit um 7 Minuten em anderes Wahlergebnis nicht erzielt worden wäre. Das Ausschußmitglied Bähr erklärt: Prinzipiell stehe er auf dem Stand- I punkt, daß eine jede Wahl, bei welcher Verletzungen des I Rechts vorkämen, für ungültig zu erklären sei. Da aber I bei den seitherigen Wahlprüfungen man stets nach dem Ausgang des Wahlergebnisses geurteilt habe, so könne er nicht einsehen, daß nunmehr tm vorliegenden Falle anders gehandelt werden solle, und schließe er sich.der Majorität des Ausschusses an in dem Anträge, die Wahl des HAN Leun für gültig zu erklären. Die Minorität des Ausschusses, bestehend aus den Abgeordneten Cramer und Peynrich können sich diesen Anschauungen mcht anschließen. Sie er-
Memtur.
Im Verlage von Karl Siegismund, Berlin erftfiien Stecherts Armee-Einteilung um bl Qu ar ti erliste des deutschen Reichsheeres und der Km- r V-i 1 ^abr 1900, 333. Ausgabe. 41.
kLnc. Lwteis 75 Pf. Diese seit 40 Iahten tegel- mMa^etschetttende Atmee-Liste enthält eine tabellattsche und seht ubetsichtliche Zusammenstellung allet Ttnppen- teile bet deutschen Ätmee mit namentltchet Angabe bet trhefs ^nbaietY Kommandeure und Standorte, sowie kurze Un orZÄschr ibun^ und Wbildungen der Regiments- ünnTpluüae ferner die Personalien der Kriegsministerien und^höhnen Militär-Behörden, die Generalstabe, Jnspek- ^onen, Gouvernements' und Kommandanturen Er. ziebungs- und Bildungswesen, Verwaltungsbehörden, ferner die Landwehr- und Territorialbezirke; em Verzeichnis^ »mtl cher Truppenteile nach Waffengattung und Rum- i^PTfnrne und den alphabetischen Quartierstand. — Die letzte Misgabe ist bedeutend erweitert und bringt folgende neue Angaben: Die Kommandeure der Bezirks-Kommandos-. die etatsmäßigen
tnntpn der Kal Prmzen und deutschen Fürsten, ferner
Amts"bet-Mmmanb°s und Inspektionen, die Stüften«
& ttzek'Lb LeWerwaltungen, besonders für alle Be- amten militärischer Bureaus ist dieses altbewährte Armee-
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