Ausgabe 
10.4.1900 Erstes Blatt
 
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London, 9. April. Aus Kapstadt wird vom 4. April -gemeldet: Von den in Simon st own gefangenen 30 Buren, die einen Fluchtversuch machten, indem sie die Aufmerksamkeit der englischen Wachtposten ablenkten, ge­lang es allen bis aus neun zu entkommen, welch letztere wieder gefangen wurden.

Deutsches Keich.

Berlin, 8. April. Der Kaiser hatte gestern und vorgestern im Auswärtigen Amt Besprechungen mit dem Staatssekretär Grafen Bülow. Gestern hörte der Kaiser im königlichen Schlosse die Vorträge des Chefs des General­stabes Grafen Schliessen und des Chefs des Militärkabi­netts von Hahnke. Das Frühstück nahm der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich beim Reichskanzler Fürsten Hohenlohe ein.

Zu den Jagddispositionen des Kaisers wird jetzt berichtet, daß der Monarch in einigen Wochen, also noch vor dem Besuch auf Schloß Uroille, dem Fürsten zu Fürstenberg in Donaueschingen einen mehrtägigen Be­such abstatten wird, um in dessen Waldungen an Äuerhahn- jagden teilzunehmen. Gelegentlich dieses Besuches wird der Kaiser die Trümmer der früheren Burg Fürstenberg besichtigen.

Der Kaiser hat, wie wir zuverlässig erfahren, dem kriegsgerichtlichen Erkenntnisse gegen den Leutnant in der südwestafrikanischen Schutztruppe Prinzen Pros­per von Arenberg die Bestätigung versagt. Nach unwidersprochenen Angaben war das Erkenntnis im Verhältnis zu der Strafthat sehr milde ausgefallen.

Durch eine Kabinettsordre des Kaisers wird eine Stickerei zum Interimswaffenrock der Ge­nerale neu eingeführt. Die an den Kriegsminister ge­richtete Ordre hat folgenden Wortlaut:Ich will den Ge­neralen Meines Heeres durch Verleihung einer Aus­zeichnung auf den Kragen und den Aufschlägen des Jnter- imswaffenrockes einen erneuten Beweis Meiner Königlichen Gnade zu teil werden lassen. Ich habe hierzu die Stickerei bestimmt, welche von dem Regimente Alt-Larisch getragen worden ist, einem Truppenteil, der sich im Siebenjährigen Kriege unvergänglichen Ruhm erkämpft und auch auf seinem letzten Waffengange des Preußischen Namens sich würdig gezeigt hat. Sie haben diese Meine Ordre der Armee bekannt zu machen".

Kolonialdirektor von Buchka hatte infolge der Nach­richten über aufrührerische Bewegungen in der Kolonie Kamerun auf den 5. d. M. eine Konferenz der Plantagenbesitzer zusammen berufen, an der auch der Gouverneur von Puttkamer teilnahm, um sich über diese Dinge zu informieren, und Maßregeln zur Beseitigung der vorhandenen Arbeiternot zu treffen. Aus den Verhand­lungen ergab sich, daß jene beunruhigenden Nachrichten vielfach übertrieben seien, und daß die Gefährdung ein­zelner Plantagen mehr auf lokale Ursachen und vereinzelte Vorfälle zurückzuführen seien. Die Meldungen von einem allgemeinen Aufstande seien unbegründet. Dagegen wurde festgestellt, daß allerdings zur Zeit ein bedenklicher Mangel an Arbeitern vorhanden sei, dessen Be- soitigilng sich zu einer Bedingung für das Gedeihen des Plantagenbaues herausgestellt habe.

Die Anwesenheit des Reichstags - Prä­siden te n in Rom wird von der National-Zeitung mit Der Flvttenvorlage in Verbindung gebracht.

Nach einer Blättermeldung sollen sich die Kon­zessionen betreffs einer Verständigung der Regierung und der Reichstags-Mehrheit über das Fleischbeschau­gesetz auf zwei Punkte erstrecken. Erstens soll von einer Zeitbestimmung für das in Aussicht genommene Einfuhr-, verbot abgesehen werden und zweitens soll die Einführung von Pökelfleisch in Stücken von zehn Pfund gestattet wer­den, sofern es derart zubereitet ist, daß eine nachträgliche Entpökelung ausgeschlossen erscheint. Hierzu bemerkt die Kreuzzeitung": Die Erwägungen, die in konservativen Kreisen über eine etwaige Verständigung stattfinden, be­wegen sich allerdings in der bezeichneten Richtung, sind jedoch noch nicht so weit gediehen, daß sie sich zu bestimmt formulierten Anträgen verdichtet haben. Tie Entscheidung, ob solche einzubringen sind, wird erst nach der Osterpause beim Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeiten ge­troffen werden können.

Beim deutschen Handelstage kam als dritter Gegenstand die Frage der Besteuerung der W a r e n- Häuser zur Besprechung. Die Versammlung nahm fol­genden Beschluß an:Der Entwurf eines Gesetzes betr, Waren'haussteuer unternimmt es, den Großbetrieben int Kleinhandel den Wettbewerb mit den Kleinbetrieben am gveichen Ort mittelst einer auf den Umsatz gelegten Sonder-- steuer zu erschweren. Die Bemessung der Steuer nach dem, Umsatz steht zu der gerechten Forderung, daß die Besteue­rung sich nach der Leistungsfähigkeit richte, im Widerspruch. Der Grundsatz, daß der Entwickelung zum Großbetrieb durch das Mittel der Besteuerung entgegenzutreten sei, würde, ohne den Kleinbetrieben zu nützen, in allgemeiner Durchführung die wirtschaftliche Zukunft des Vaterlandes gefährden, ist auch in beschränkter Anwendung als ein Hemmnis der Entfaltung wirtschaftlicher Kräfte und eine Schädigung der Konsumenten mit Entschiedenheit zurück- zuweisen."

Die Mitteilung, daß das preußische Staatsmini­sterium beschlossen habe, dem Anträge auf Zulassung »er Abiturienten der Realgymnasien zum

uische u Studium zuzustimmen, wird den ,,-berl. Pol. Nachr." als zutreffend bezeichnet mit dem Be­merken, daß die Zulassung nur erfolgen soll, wenn diese Abiturienten rrn Lateinischen vollauf den Anforderungen genügen, welche an die Abiturienten der humanistischen Gymnasien gestellt werden, lieber die Zulassung der Real- Gymnasial-Abiturienten zu andern Studien, "namentlich zum juristischen, soll kein entscheidender Beschluß gefaßt worden sein.

Leipzig, 8. April. Die feierliche Grundsteinlegung für das Völkerschlacht-Denkmal am Napoleoiistein ist auf den 18. Oktober festgesetzt. Der König von Sachsen und der Kaiser werden voraussichtlich der Feier beiwohnen; Bundesrat und Reichstag werden durch Abordnungen ver­treten sein. Die Feier wird mit großem offiziellen Ge­pränge vor sich gehen.

Ausland.

Kopenhagen, 8. April. Die dänische Polizei hat die Revolverkugel im Waggon des Prinzen von Wales gefunden. Sie hatte gegen die harte Holzbekleidung der Wand, sechs Zoll über dem Kopfe des Prinzen, angeschlagen, war zurück­geprallt und auf dem dem Prinzen gegenüberstehenden Sopha niedergefallen; sie ist auf einer Seite platt eingedrückt. Der Prinz und Prinzessin haben ihre Absicht, die Ostertage in Kopenhagen zu verbringen, infolge des Attentats aufgegeben. Sie reisen schon Mittwoch wieder ab.

Brüssel, 8. April. Auch der dritte Freund Sipidos namens Meier ist verhaftet worden. Er wird auch wegen Mordversuchs unter Anklage gestellt werden. Meier hat sich die größte Mühe gegeben, Sipido zu veranlassen, sein Wort in Bezug auf das Attentat zu halten. Seitens der Eltern Sipidos wurde an die Königin Viktoria und an den Prinzen von Wales ein Gnadengesuch abgesandt. Die Mutter Sipidos erhielt die Erlaubnis, ihrem Sohne Nahrungsmittel zu bringen.

Antwerpen, 8. April. Das vlämische OrganNieuns Gazettes" veröffentlicht einen Privatbrief aus dem Kongo­staat über die Mißhandlungen, die von den BadjaS ver­übt worden find. Der Brief stammt von einem Mitgliede der Antwerpener Kongogesellschaft, namens Lacovir. Der­selbe erklärt, daß er den Befehl erhalten habe, alle Eingeborenen einer Ortschaft umzubringen. 22 Frauen und 2 Kinder dieses Ortes wurden getötet.

Konstantinopel, 7. April. Eine Offiziers-Deputation reiste nach Essen ab zur Besichtigung und Bestellung von Schnellfeuer-Kanonen neuesten Systems bei Krupp. Der russische Botschafter bestätigte den Empfang des vom Sultan sanktionierten Vertrages, betr. die Ruß­land erteilten Vorrechte für den Bau von Eisen­bahnen in Klein-Asien.

Dschibuti, 7. April. Bei Digdiga in Ogaden hat am 19. März im Verlaufe religiöser Kämpfe eine Schlacht ftattgefunden, bei welcher der christliche Gouverneur von Harrar siegreich blieb und 2000 Mohame- daner fielen. Menelik sandte 8000 Berittene zur Ver- stärkung ab.

Lokales und Vroviryielles.

(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)

Gießen, 9. April 1900.

* * GeschichtSkalerrder. (Nachdruck verboten.) Vor 16 Jahreri, am 9. April 1884, starb, zu Karlsruhe einer der volkstümlichsten Dichter, Viktor von Scheffel. Er ist der Verfasser des 1855 er- schienenEkkehard". Außerdem haben wir von ihm denTrompeter von SLkktngen" und die LtedersammlungGaudeamus". Der Dichter wurde am 16. F:bruar 1826 in Karlsruhe geboren.

Der lO.^April erinnert uns an den ersten fchlesischen Krieg. An diesem Tage errang vor 149 Jahren (1741) der Feld­herr Schwerin in der blutigen Schlacht bei Molbitz nach harten Anstrengungen den Steg über die österreichischen Truppen, worauf die Preußen den größten TeU von Ober- und Niederschlesien besetzten. ________________

K. PferdemarktOmnibusverkehr. Der Vorstand der Omnibus-Gesellschaft teilt uns mit, daß er kommenden Mittwoch zu dem stattsindenden Pferdemarkt eine regel­mäßige Omnibusverbindung zu allen Zügen von und nach dem Pferdemarktplatz einrichten wird. Der Fahrpreis be­trägt 20 Pfg.

* Die Feuerwache im Turmhaus am Brand wird von etzt ab Sonntagnachmittags wieder von Mannschaften der reiwilligen Feuerwehr bezogen.

* * Die Abgeordneten Versammluug des Oderheffischen Verbands freiwilliger Feuerwehren fand gestern nachmittag in Nidda statt. Ueber die Verhandlungen werden wir in der nächsten Nummer berichten.

* Allerhand Eifenbahnwunsche tauchen jetzt auch in unserer Nachbarstadt Wetzlar auf. Der dortige Hand­werkerverein beabsichtigt, demnächst eine Eingabe an die maßgebenden Stellen zu richten, in der verschiedene Wünsche in Betreff schwebender Eisenbahnfragen der Erwägung der beteiligten Behörden empfohlen werden sollen. Der erste Wunsch geht dahin, daß eine Eisenbahnverbindung von Wetzlar nach Usingen hergeftellt werden möge. Es würde alsdann auf dem Wege Wetzlar-Usingen-Homburg-Frankfurt a. M. eine neue Verbindung Westfalens mit Frankfurt erreicht werden. Ferner wünscht man, daß Wetzlar die Endstation )er bisherigen Strecke Köln-Gießen werde und daß die von Wetzlar über Brandoberndorf nach Usingen zu erbauende Bahnlinie dazu benutzt werde, um durchgehende Züge auf stesem Wege nach Frankfurt zu führen und die Hälfte der e 18 Personenzüge von Wetzlar nach Gießen und umge­ehrt von Gießen nach Wetzlar gehen, fortfallen zu lassen! Die Wetzlarer Handwerker beklagen sich auch darüber, daß, wie sie meinen, für die Vergrößerung der Gießener Bahn­anlagen schon seit Jahr und Tag bedeutende Summen aus Staatsmitteln aufgewendet werden, während Wetzlar kaum ein ordentliches Stationsgebäude sein eigen nennt. Nun, wie es mit der Vergrößerung der Gießener Bahnanlagen teht, das wissen wir in Gießen bester; man sieht vorläufig noch nichts davon. Wir haben allen Grund, uns gegen diese Pläne und Wünsche der Wetzlarer entschieden aufzu- ehnen.

Bad-Nauheim, 8. April. Der neue Soöl­st r u d e l wird Anfangs Juni für Sprudel- und Sprudel­strombäder in Gebrauch genommen lverden. Im gleichen Monat findet auch die Taufe des Sprudels, verbunden mit einer Festlichkeit, statt. Die neue Quelle springt jetzt 5 Meter hoch und wirft 910 Liter Soole in der Sekunde aus. Durch das Reinigen der unterirdischen Schluchten beim Bohren des neuen Sprudels Hut dergroße Sprudel", Quelle VII, seit 14 Tagen an Kohlensäure zugenommen.

T Nidda, 8. April. Gestern abend ereignete fich auf £>cr Nebenbahnstrecke NiddaSchotten ein schrecklicher

Unglücksfall. Am südlichen Ende von Unter-Schmitten schon im Orte schneidet die in einem Einschnitt laufende Bahn!die Ortsstraße, unmittelbar neben dem Friedhof Die Straße fällt steil nach dem Otte zu ab. Als nun de: um 9 Uhr abends hier einlaufende Zng die Stelle passierte fuhr das dem Schneidmüller Ruppel gehörige Gefährt bespannt mit zwei Pferden, über den Bahnkörper, der kein - Barriören hat. Bei dem Anprall wurde das eine Pfert sofort getötet, das andere verletzt. Der auf de« Wager sitzende Knecht wurde schwer verletzt, und ein mit fahrender Familienvater, Namens Uhl, Arbeiter in der Möbelfabrik Ningshausen hier, starb nach zwei Stunden Wo die Schuld liegt, wird die Untersuchung ergeben übrigens ist der Zug erst zu sehen, wenn man direkt an der Ueberfahrt steht, und das Geläute her Maschine kann von einem auf einem Wagen Fahrenden nur sjchwer gehört werden. Es ist nur ein glücklicher Zu­fall, daß an der Stelle nicht schon mehr Unglück geschehen ist. Die Maschine gewährte einen gräßlichen Anblick. Der Zug wurde weiter nicht gefährdet. Mehrere Mitfahrende waren kurz vorher abgestiegen, sonst wäre das Unglück noch größer geworden. Wie verlautet, dürfte der Knecht, ein bejahrter Mann Namens Wagner, nicht mit dem Leben davonkommen.

[] Alsfeld, 8. April. Bon der Erwägung ausgehend, daß gesunde Haustiere, besonders aber wertvolle Zuchttiere, ohne freie Bewegung des Jungviehs nicht gezogen werden können, erstrebt der landwirtschaftliche Verein für die Pro­vinz Oberheffen die Errichtung von Jungviehweideu in den verschiedenen Gebieten der Provinz. Im Vogels­berg, wo noch große Flächen Gemeinbesitzes vorhanden sind, werden diese Hutweiden mit Unterstützung des Pro­vinzialvereins als Gemeindeunternehmungen durchgeführt, und zwar gelangen derartige Projekte zur Durchführung in den Gemeinden zu Crainfeld, Hartmannshain, Ober- Seemen, Nieder-Seemen, Steinfurt und Hörgenau. Hier werden Flächen von 50 bis über 100 Morgen zweckent­sprechend in Schläge eingeteilt, eingefriedigt und rationell kultiviert, sodaß der Weidebetrieb nach vernünftigen Grund sätzen durchgeführt werden kann. Um nun aber auch ben Gebieten, die nicht im Vogelsberg liegen und daher für die Beschaffung von Weidegelegenheit für das Jungvich keine so günstige Gelegenheit haben, auch die Möglichkeit zu gewähren, das Jungvieh auf eine Weide treiben zu können, hat der landwirtschaftliche Provinzialverein voriges Jahr im sogenannten Tiergarten bei Hungen eine Jung­vieh weide errichtet, die im Laufe dieses Frühjahrs be­trächtlich erweitert worden ist, sodaß in diesem Sommer ca. 60 Stück Jungvieh aufgetrieben werden können. Eine gleiche Weide wird soeben auch auf Kosten des Vereins in Wernings, Kreis Büdingen, errichtet, auf der ca. 70 junge Rinder Aufnahme finden können. Der Weidebetrieb beginnt auf beiden Weiden Anfang Juni und dauert bis Anfang Oktober. Aufgenommen werden nur junge Tiere im Alter bis zu zwei Jahren, die beiderseits von Herdbuchtieren abstammen. Das Weidegeld beträgt 35 Mk. ohne den Zuschuß des Provinzialvereins. Die Ernährung der jungen Tiere ist reichlich, sodaß sie sich kräftig entwickeln können. Auf beiden Weiden wird auch eine beschränkte Anzahl Fohlen aufgenommen.

A Mühlheim bei Offenbach, 8. April. Vor der Billa des Farbwerkdirektors schoß sich vorgestern um die Mittagsstunde ein Färbermeister drei Revolverkugeln in den Leib. Die Verletzungen find schwer. Als Motiv der That bezeichnet man gekrankten Ehrgeiz.

A Seligenstadt, 8. April. Der OttSgewerbevercin veranstaltete Heuer die erste freiwillige Gesellen- Prüfung, der sich 16 Prüflinge von hier und aus der Umgegend unterzogen, meistens Zöglinge der hiesigen Hand- werkerschule. Die Gesellenstücke wurden heute imRömischen Kaiser- ausgestellt und fanden wohlverdiente Anerkennung. Den jungen Gesellen wurden durch den Vorsitzenden des Gewerbevereins, Drechslermeister Franz Schmitt, künstlerisch ausgefertigte Lehrbriefe überreicht.

A Mainflingen, 8. April. Beim Baue der neuen Kreisstraße zwischen Mainflingen und Zellhausen ereignete sich vorgestern der erste Unfall. Der hiesige verheiratete Arbeiter Kilian Horn geriet unter einen Rollwagen und erlitt schwere Verletzungen, insbesondere eine schauer- liche Zerquetschung des rechten Fußes.

A Dieburg, 8. April. Die zur definitiven Wiederbe- etzung ausgeschriebene Schule zu Weiher bei Wald-Michel- bach wurde dem seit einigen Monaten an der 5. hiesigen Mädchenschulklasse wirkenden Schulverwalter Kaiser über­tragen. Die erst vor 2 Jahren in die Schule aufgenom menen Mädchen erhalten mit dem Nachfolger Kaisers ihren fünften Lehrer.

W orms, 9. April. (Tel. desGieß. Anz." DaS am 4. April eröffnete Warenhaus von Alsberg brannte in der vergangenen Nacht vollständig ans. Das Feuer ent- stand infolge einer illuminierten Dekoration, welche die Wormser Rheinbrücke darstellte. Der Schaden beträgt mehrere hunderttausend Mark. Es gelang, düs Feuer auf seinen Herd zu beschränken.

Mainz, 8. April. Von Fürstlichkeiten werden zur Gutenbergfeier, wie jetzt bestimmt verlautet, der Großherzog von Hessen, Prinz Heinrich von Preußen, als Vertreter des Kaisers, der König von Sachsen, und der Großherzog von Baden hierher kommen. «6 ist noch unbestimmt, ob der Prinzregent von Bayern nicht auch hierher kommt.

Aus Rheinhessen, 9. April. Die Wein-Ver^ teigerungen, die bis jetzt in diesem Frühjahr statt gefunden haben, haben durchweg einen guten Verlauf ge» nommen. Insbesondere dürften die Spekulanten und Pro­duzenten, die reine, flafchenreife Weine in mitteler Preis­lage auf den Markt gebracht haben, mit bem Verlaus der Auktionen zufrieden fein. Ob Nachfrage und Kauflust naa> besseren, feineren Sorten vorhanden ist, laßt sich vorerst.

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