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Samstag den 10. März
1900
Erstes Glatt.
Anrts- und Anzeigeblott ffir den ALveis Gieren.
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Abg. Bielhaben (Antis.) verbreitet sich über amerikanische Anmaßungen und hält die von der Kommission beschlossene Behandlung ausländischer Fleischimporte für unerläßlich.
Morgen 1 Uhr Fortsetzung der Debatte. — Schluß 6 Uhr.
Adresse für Depeschen: Anzeiger $U|4fe> Fernsprecher Nr. 51.
Gratisbeilage«: Gießener Familienblätter, Der hessische Landwirt, Mtter für hessische Uackskunde.
Bekanntmachung.
Betreffend: Maul- nnd Klauenseuche.
In Münster ist die Maul- und Klauenseuche erloschen, nnd nach erfolgter Desinfektion die Aufhebung der Sperr- maßregeln verfügt worden.
Gießen, den 9. März 1900.
Großherzogliches Kreisamt Gießen.
v. Bechtold.
Eichener Anzeiger
Heneral -"J^eiger
A„oh«r »hi Anzeigen zu der nachmittag- für be* Hwnbm Th «scheinendm Nummer dir vorm. 10 Uhr. Nddeßellungkn spätesten- abend- vorher.
Deutscher Reichstag.
162. Sitzung vom 8. März. 1 Uhr.
Am Bundesratstische: Graf Po s a d o w s k y. Tages- I -ordnung: Zweite Lesung deJ Fleisch- und Schlacht- I
Zunächst beginnt eine allgemeine Debatte über die 1, I ferner 2 (Hausschlachtungen) und 14 bis 14b (Bestimmungen I "kr(^n Antrag^Älbrecht (Soz.) will den die Hausschlacht- migen unter günstigere Ausnahmebestimmungen stellenden i I ganz streichen, eventuel in der Fassung der Vorlage wieder- I berftet len
Abg.Gerstenberger (Zentr.) glaubt, dieses Gesetz werde in der von der Kommission beschlossenen Fassung die Industrie I nicht schädigen, der Gesundheit nützen und der Landwirtschaft rum Vorteil gereichen. Redner wendet sich dann gegen den I Antrag Albrecht und bezeichnet es als verwunderlich, wie die Ss.iialdemokraten als Arbeitervertreter die Hausschlachtungen d^r I kleinen Leute unter so belästigende Bestimmungen zu stellen I geneigt seien. In Bayern seien die Sozialdemokraten nid)t Gegner I dieser Bestimmungen. „ .
Abg. Frese (frs. Vg.) wendet sich gegen den Vorredner I und dessen Behauptung, daß das Gesetz der Industrie keinen I Schaden bringen werde. Auch dagegen wendet er sich, daß mit dem Gesetz die Absicht einer Preissteigerung nicht verbunden sei. Wenn dieses Gesetz keine Preissteigerung brachte, so würden Sie (zu Herrn Gerstenberger gewendet) sich wenig dafür interessieren. (Rufe: Sehr richtig! Ohoruse!). Ein solcher Streich wie hier, sei noch niemals gegen Industrie, Handel und Schm- fahrt geführt worden. (Sehr richtig!). Eigentümlich sei auch, wie spät dieser Kommissionsdericht erschienen sei. 8 14a bedeute direktes Einfuhrverbot, Ausbeutung der.arbeitenden Klassen (Rufe: Sehr wahr! Unruhe rechts). Was hier geschehen solle, । komme einer Diskreditierung der ganzen amerikanischen -loare , gleich. Das Hobe man auch in Amenka verstanden. Amerika werde sich dafür schon revanchieren.. Für Deutschland handele es sich da um Frachtverluste für seine großen schönen Frachtdampfer. Der Frachtverkehr auf diesen Dampfern habe m den letzten beiden Jahren an Wert 70 und 76 Millionen Mark betragen. Wie würde England sich fernen, wenn unser Schiff- sahrtsverkehr so niedergehe. Auch die Landwirtschaft würde leiden; man möge nur an die Maisfrachten denken. Auch die Baum- wollsrachten dürfe man nicht vergessen. Handel und Jndusttre seien die Säulen unseres Staates. Wolle die Regierung diese Säulen niederreißen lassen? Redner bedauert schließlich noch daß der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Nicht anwefend ist. Dieses Gesetz in der Form der Kommissionsbeschlusse könne er, Redner, nicht annehmen. (Beifall links.) .
Präsident Graf B a l l e st r c m klart die schleunige Anberaumung der Debatte über das Gesetz dahin auf, daß erstens die Frist des § 19 der Geschäftsordnung vollständig gewahrt sei und zweitens gestern bei Feststellung der Tagesordnung Niemand widersprochen habe und drittens sei der heutige Tag schon vorher mit den Vertrauensmännern vereinbart geiyflcn.
Abg. Graf Klinkowftröm (kons.) führt den Widerstand gegen die Kommissionsbeschlüsse zurück auf die Angst vor Amerika. Die Beschlüsse der Kommission seien auf einer mittleren Linie gefaßt. Er würde es geradezu für ein ungeheures llnglück halten, wenn dieses Gesetz an dem Widerstände des Zundesrats scheitern würde. Tiesbeschämend sei das Verhalten der liberalen Presse, ihre Angstmeierei vor Amerika. Was hier beschlossen werde, dem müsse sich das Ausland fügen! (Beifall), Werde diesem Gesetz vom Bundesrat die Zustimmung versagt, dann sei auch von den neuen Handelsverträgen garnichts zu erwarten ^eifall). bekämpft lebhaft die Kommissionsbeschlüsse als eine schwere Schädigung der Arbeiter. .
Abg Sieg (nl.) tritt für die Kommissionsbeschlusse em. Seine Freunde stimmten für die 1 und 2. Beim §14 liege die Sache etwas anders. Ein Teil seiner Freunde werde gegen diesen Paragraphen stimmen, und er könne unumwunden anerkennen, daß die Betreffenden sich durch das Interesse ihrer Wähler und Wahlkreise zu dieser Stellungnahme veranlaßt sehen könnten. Er selbst aber und die Mehrzahl seiner Fraktion stimme iUT Abg^Bekh (frs. Vp.) bekämpft die Kommissionsbeschlüsse, insonderheit zu § 2, wo er eine sich mehr der Regierungsvorlage annähernde Fassung beantragt. Weiter hebt er bie nachteiligen Konsequenzen solcher Beschlüsse für unsere ganzen Handelsbeziehungen hervor. r , . w 3
Abg. Holtz (Rp.) entgegnet dem Abg. Frese, ssme Ausführungen verdienten viel eher den Vorwurf der Selbstsucht, als diejenigen der Agrarier. Redner verteidigt dann namentlich auch den Kommissionsbeschluß betreffs der Hausschlachtungen.
Abg. Hoffmann (südd. Vp.) bedauert, daß die Vorlage in der Kommission eine solche Fassung erhalten habe.
* Vom Kriegsschauplatz.
Lord Roberts hat wieder von sich hören lassen. Der I erste Kampf
am Modderflufse I
hat stattgefunden, und ist nach englischer Darstellung sieg- I reich für die britischen Truppen gewesen. Wir machten I schon darauf aufmerksam, daß man englischerseits die I Burenstellung nördlich wie südlich vom Modder für leicht I umgehbar hält, und so hat denn Roberts auch von einem jedenfalls gänzlich aussichtslosen Frontangriff abgesehen, I und seine Aktion damit begonnen, daß er eine Kavallerie- I division um die linke Flanke der Buren herumschickte, lieber I den Ausgang des Kampfes ist noch zu melden:
London, 7. März. Lord Roberts telegraphierte aus I Osfontein vom 7. d. Mts. abends: Der Tag war sicher er- I solgreich. Wir zersprengten den Feind vollständig; er ist I im vollen Rückzüge begriffen. Die Stellung des Feindes I war äußerst stark. Der Frontangriff hätte schwere Verluste gehabt. Die Umgehuugsbewegung holte notwendigerweise I weit aus. Der Kampf beschränkte sich eigentlich auf die | Kavallerie. Die Pferde sind sehr erschöpft. General French I berichtet, die reitende Artillerie habe eine rege Thätigkeit I entwickelt. Unsere Verluste betragen etwa 50 Mann.
Man wird erst weitere Nachrichten abwarten müssen, I ehe man über die Tragweite des englischen Erfolges urteilen kann. Höchst auffallend ist es, daß nach Roberts erster Depesche die Buren auf den Flankenangriff, der ihre Verbindung mit Bloemfontein bedrohte, „ganz unvorbereitet" und völlig überrascht gewesen sein sollen. Das ist doch nicht anzunehmen, und man kann sich der Vermutung nicht erwehren, daß der Rückzug der Buren ein taktisches Manöver war, die englische Kavalleriedivision die schon „weit nach Süden hatte ausholen" müssen, noch weiter von ihrer Operationsbasis am Modderflusse abzulocken, und nun ihrerseits abzuschneiden. Wäre der Tag „sicher erfolgreich" gewesen, so müßte man doch etwas über ! das Resultat der gemeldeten Verfolgung zu hören be- । kommen. Diese scheint aber bald eingestellt worden zu sein, da die Pferde sehr erschöpft waren. Den Buren ist es also nicht gelungen, die englische Truppe, wie sie wohl beab- sichtigten, ,,einzukneulen", den Engländern Nicht, den linken ; Flügel der Buren von der Verbindung mit Bloemfontein abzuschneiden, was doch der Zweck des Vorstoffes gewesen sein muß. Ueber das Gelände am Modder, die beiderseitigen Stellungen und die Vorbereitungen zum Kampf wird noch berichtet: „ , c <
Die Position der Buren erstreckt sich fünfzehn Meilen weit. Ihre Rechte bildet ein hoher langrückiger Berg auf dem Nordufer des Modderriver, und der Raum zwischen dem Berg und dem Fluß ist offenbar verschanzt. Die Linien der Buren auf dem Südufer machen den längsten Teil der Position aus, und zwar liegt zwischen dem Südufer und dem Zentrum der Buren ein die Bewegungen der Buren verdeckender Hugelrucken: dann folgen sechs kleine Kopjes zwischen dem Zentrum und der I Linken. Die Linke, welche noch vor wenigen Tagen auf einigen detachiert mitten in der Ebene stehenden Koches I ruhte ist jetzt zwei Meilen weiter' südlich vorgeschoben.
Präsident S t e i j n soll im Burenlager sein, und soll im Falle einer Niederlage beabsichtigen, nach Pretoria zu | flüchten, aber mit Hinterlassung einer provisorischen Regierung in Bloemfontein, zum Zwecke der Anbahnung von
I Friedensverhandlungen. (?)
I Dem „Manchester Guardian" wird aus Osfontein vom Montag gemeldet: Die letzten Tage sind hier in Ruhe
I damit verbracht worden, daß die Truppe konzentriert und Proviant für mehrere Tage herangeschafft wurde, damit
I man auf ein Vorrücken vorbereitet ist. Die Buren, deren I Stärke auf 3000 bis 6000 Mann geschätzt wird, haben | eine starke Stellung inne bei Reards Farm, zwei englische I Meilen ostsüdostwärts von unserer Front. Die Front der I Buren bildet zwei Seiten eines Vierecks. Die eine Seite, I die uns gegenüber ist, dehnt sich vom Südufer des Flusses, I sechs englische Meilen südwärts aus. Sie erstreckt sich über I verschiedene Hügel, die durch niedrige Höhenrücken ver- I bunden sind, auf denen Kanonen aufgestellt sind; die I andere Seite dehnt sich ostwärts an beiden Ufern entlang I aus. General French hat eine Stellung auf dem nördlichen I Ufer des Flusses inne gegenüber der Ecke der Stellung des Feindes. Er hält an dieser Stelle eine Furt besetzt, I und wir halten auch die flußabwärts befindlichen Furten. | Man vermutet, daß die Buren sich noch weiter ostwärts in I einiger Stärke ausdehnen.
Der „Daily News" - Korrespondent telegraphiert aus I dem englischen Hauptquartier aus Osfontein, die Buren | seien eifrig beschäftigt, ihre Position durch Verschanzungen
zu befestigen. Es wimmelte auf den von ihnen besetzten Hügelketten wie in einem Ameisenhaufen, sie hätten auf den Kopjes bereits acht Geschütze postiert, es sei erstaunlich, wie sie dieselben hätten hinaufschaffen können. Die Anzahl der Burenstreitkräfte beziffert keine der vorliegenden Depeschen, den „Times" wird jedoch gemeldet, dieselben wüchsen durch Verstärkungen unaufhörlich an. Den Oberbefehl über die Gesamtarmee führt, dem „Standard" zufolge, General Joubert. Den englischen Truppen haben die jüngsten Wolkenbrüche die Laune anscheinend sehr verdorben, alle sind bis auf die Haut durchnäßt. Außerdem wird über Mangel an Pferden geklagt, der um so schmerzlicher empfunden wird, als der Regen den Graswuchs sehr befördert hat, und also lieber - fluß an Futter vorhanden ist. Zu den Unbilden der Witterung, unter denen die verwöhnteren britischen Soldaten schwerer leiden, als die Buren, kommt bei westlichem Winde der Pesthauch aus dem im Osten liegenden ehemals Cronje'schen Lager, wo noch Hunderte von Pferdeleichen verwesend am Boden liegen, und den Geiern zum Fraß dienen. f
Nmh der Bemerkung im ersten Roberts scheu Telegramm, daß die Infanterie bei Poplars-Drift den Modder überschreite und der General dort sein Hauptquartier aup schlagen wolle, scheint übrigens hervorzugehen, daß, nicht Abrahamskraal und Umgebung der Schauplatz des Kampfes war, sondern daß Roberts schon weiter westlich bet Petrus- berg auf den Feind gestoßen ist. Wenigstens liegt Poplav Growe zwischen Modder und Petrusberg. Hie durfte also auch Poplars-Drift zu suchen sein.
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scheint sich trotz der langen Belagerung immer noch ver- । hältnismäßig wohl zu befinden, jedenfalls haben bie dortigen Korrespondenten den Humor noch nicht verloren. So wird unterm 19. Februar berichtet:
„Gestern hielten wir, da es Sonntag war, unsere wöchentlichen Radfahrersports ab. Mit der nächsten Post werde ich auch über ein Freimaurermeeting zu berichten haben. Die Loge wird unter Verhältnissen abgehalten werden, welche einzig in der modernen Geschichte der "Freimaurerei dastehen. Viele Besucher aus allen Teilen der Welt werden daran teilnehmen".
* *
— Cronje soll mit seiner ganzen Armee nach St. Helena transportiert werden und daselbst bis zum Ende des Krieges verbleiben.
— Verschiedenen Blättern wird telegraphiert, daß von den 3 Schwadronen vonKitcheners Reiterei, die am 13. Februar abgeschnitten wurden, nur 2 zur englischen Hauptmacht zurückgekehrt sind. Die ganze 3.
I Schwadron wurde gefangen genommen und nach Prätoria I übergeführt.
— Ein Durbaner Telegramm besagt, daß, nachdem I die in das Zululand entsandte fliegende Kolonne die TranS- I vaalgrenze überschritten hatte, die Buren eine starke Ab- I tcilung formierten, um das weitere Vordringen der Engländer zu verhindern. Es entspann sich ein heftiges
I Gefecht, in dem die Buren schwer litten. Feldcornet I Vanderberg wurde getötet.
— In einer Unterredung des Spezialkorrespondenten der „Daily News" mit dem Präsidenten Steijn soll dieser
I erklärt haben, der eventuellen Kapitulation Prä- I torias würden Dinge vorausgehen, die ganz I Europa in Erstaunen setzen sollten.
* *
Telegramme des „Gietzeuer Anzeiger".
London, 9.März. Ein Telegramm aus Lorenzo I Marquez meldet aus einer Buren-Quelle, daß die Engländer die Brücke, welche 10 Meilen von NorwalSspont sich
I befindet, bombardierten. Die englische Infanterie I wurde mit Verlusten zurückgeschlagen.
London, 9. März. Der Korrespondent des Manchester I Guardian in Kapstadt meldet, daß die Lage im nord- I westlichen Gebiete der Kap-Kolonie die Anfmerk- I samkeit der Militärbehörden in vollem Maße in Anspruch I nimmt. Die republikanischen Streitkräfte belaufen sich in
dieser Gegend auf 3 bis 5000 Mann. Die Bevölkerung I besteht ausschließlich aus Afrikandern.
London, 9. März. Ein Telegramm aus Paarde- I berg berichtet, daß General French, der bekanntlich während deö Marsches nach Kimberley eine ganze Schwadron «Kavallerie verlor, hierdurch einen Verlust von 400 I Mann hat. Die Engländer haben bis jetzt leben Bericht hierüber verweigert. , , . .
London, 9. März. Uns Ladysmith wird vom 7. März gemeldet, ter Gouverneur h.-lt -m- Ansprache an *'ic versammelten Bürger bex
| verlas d<n das Telegramm der Königin Viktor,-.
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