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Zeitgemäß und gewürzt, sind Lehrerherzen:
Heute war ich wieder da, Wollte fröhlich zechen, Doch als ich in'n Beutel sah, Fiet so schwer daS Blechen I Warten wir bis nächstes Jahr Alle ja „Wohl" wollen; Aber ach, das Geld ist rar, Wenn „Sie" auch „Wohl" sollen!
unbenutzbar werden, ist es erklärlich, daß die Wege nicht nm Veränderungen im kleinen, sondern auch im großen erleiden und vielfach ganz neue Bahnen einschlagen. Das Vorwärts kommen auf vielbefahrenen chinesischen Wegen der Eben, ist namentlich bei Regenwetter außerordentlich schwierig und für Wagen, deren Räder in dem lehmarttgen Lößboden oft bis an die Achse einsinken, fast unmöglich. Nur der äußerst primitive, aber dauerhaft gebaute zweirädrige Karren vermag auf derartigen Wegen allenfalls noch vorwärts ™ kommen. Die gegen Paotingsu operierenden Truppen werden ihren Proviant aus diesen Gründen auch auf zweirädrige« Karren oder Lasttieren mitgeführt haben. Mit einem Troß von europäischen Fahrzeugen würden sie voraussichtlich wohl kaum tägliche Marschleistungen von ungefähr 20 Kilometer, die für chinesische Wegeverhältnisse als sehr hohe zu bezeichne sind, haben erzielen können.
Nach der Novelle wird die Herstellung von Kunstwein gänzlich verboten. Gegenüber den Weinproduzenten und -Händlern wird eine verschärfte Kontrole eingeführt, wobei als Hilfsorgane der Polizei Vertrauensmänner zugezogen werden sollen. DaS Verbot von Weinzusätzen soll sich auf eine weitere Anzahl Stoffe erstrecken. DaS Gesetz wird mit dem 1. Januar 1901 in Kraft treten.
Wiesbaden, 6. Dezember. Die Synode hat heute einen Antrag, dem wegen Ehebruchs kürzlich in Gießen verurteilten Grafen Friedrich Westerburg-Lein- ingen möge daS Patronat entzogen werden, dem Konsistorium zur Weiterbehandlung überwiesen. (Fr. Ztg.)
Getränken auS Reichsmitteln ein Vorläufer für die lange vergeblich erstrebten Nachtdienstvergütungen sein möge. Diese Hoffnung wird zweifellos von allen Beamten, die jahraus und -ein anstrengend arbeiten müssen, wenn andere der Nachtruhe pflegen, in jeder Beziehung geteilt.
** Außer Kurs gesetzt werden mit 31. ds. MtS. die
zwischen Heyl zu Herrnsheim und der national liberalen Fraktion des Reichstags ausgebrochen waren, sind dadurch ausgeglichen, daß sein ursprünglicher Antrag über Kohlen und Petroleum verteuernde Monopolgesellschaften eingebracht werden soll, was heute geschehen ist.
Mainz, 6. Dezember. Der katholische Diözesan- Kirchenvorstand hat beschlossen, zur Aufbesserung der Gehälter der Pfarrer und für Altersrente derselben 60000 Mk. zu bewilligen. Das Einkommen der Pfarrer beträgt nunmehr zwischen 1800 und 2700 Mk. pro Jahr, Geistliche, die mehr als 2700 Mk. Einkommen pro Jahr beziehen, werden bei der Erhöhung nicht bedacht. Von den 163 Pfarrern der Diözese Mainz werden 125 mit der Erhöhung ihrer Gehälter bedacht, während 38 Geistliche, die ein Einkommen bis zu 7400 Mk. beziehen, von einer Erhöhung ausgeschloffen sind.
FC. Bingen, 6. Dezember. Gegen die neue Weingesetznovelle wollen sowohl die fränkischen Weinhändler wie die von Hessen und der Haardt sich zusammenthun.
Landstraßen in China.
Ein halbamtlicher deutscher Bericht entwirft von den Landstraßen in China eine Schilderung, die durch eine Reihe interessanter Einzelheiten bestätigt, was man bisher im allgemeinen annahm, daß die chinesischen Landstraßen im höchsten Grade verwahrlost sind.
Die Wege, welche daS Land durchziehen, sind einfache Naturwege. Da zu ihrer Besserung nichts geschieht, sind die am meisten begangenen, die sogenannten großen Heeres- und Handelsstraßen, häufig die allerschlechtesten. Die Richtung der Wege bestimmt nur die Gewohnheit. Außer vereinzelten Brückenbauten an den Hauptverkehrsstraßen und den mitunter für die Reisenden eingerichteten Wirtshäusern und Herbergen ist nichts vorhanden, was an eine bestimmte Richtung bindet. Die zahlreichen Veränderungen, welche die Wege erleiden, sind zum Teil die Folgen des Kleinkrieges, der beständig zwischen Ackerbauern und Fuhrleuten geführt wird. Der Fuhrmann verlangt überall, da zu fahren, wo er durchkommen kann, der Landmann hingegen will jede Scholle des kostbaren Bodens, der ihn und seine meist zahlreiche Familie ernähren muß, bebauen. Da eS eine Wegebaubehörde in China nicht giebt und der Staat zur Schlichtung des widerstreitenden Jnteressenkonflikts nichts thut, so bleibt dem Landmanne nur die Selbsthülfe übrig. Diese wird dadurch ausgeübt, daß durch Aufhäufung von Steinen, Graben von Löchern zc. Verkehrshindernisse geschaffen werden, die den Fuhrmann zum Ausbiegen auf das Nachbargrundstück veranlassen 'sollen.
Da ferner fast alljährlich ausgedehnte Ueberschwem- mungen eintreten, und hierdurch auch größere Wegestrecken
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wegen Geschäftsaufgabe. 'M
zusammen 34v5 Mk.
345 Saatkrähen vermögen also der Landwirtschaft in einem Jahre 2627 Mk. zu ersparen. Es wäre also sehr wünschenswert, wenn man der Massenvernichtung der Krähen ein Ziel setzte.
DaS andere lautet:
Wenn Du wüßtst, wie Hunger thut, wärst Du nicht von Eisen.
Worms, 6. Dezember. Die Differenzen,
Vereinsthaler österreichischen Gepräges.
Wl. Schotten, 5. Dezember. Einsam im Waldwinkel liegt jetzt das Lehrerheim, Unterhaltung gewährt aber das Fremdenbuch. Einige Verse erregen unser Jntereffe. von Humor — wenn auch Galgenhumor — folgende offenbar aus einem gepreßten
Nutzen durch Ausrottung von Insekten „ H Tötung von Mäusen
456 M.
412 .
868 M
3450 N
45 ,
Landwirtschaft.
Der Nutze« der Krähe«. Man ist gewöhnt, die Krähe, als große Schädlinge der Landwirtschaft anzusehen, und daß diese js» ficht auch von autoritativer Seite geteilt wird, beweisen die behördlicherseits in verschiedenen Kreisen ausgesetzte Prämien für Vernichtung der Saatkrähen Daß man damit aber einen Fehler begangen hat, und bie Krähe doch nicht ein so absolut nutzloser Vogel ist, als bisher qmi nommen wurde, hat jetzt Profeffor Rörig in Königsberg bewiesen. Stmt Untersuchungen richteten sich auf zwei Gruppen der Krähen, aui dir Nebel- und Rabenkrähen und auf die Saatkrähen. Um zuerst einmal den von den ersten verursachten Schaden genau feststellen zu können, wurde der Mageninhalt von 666 Nebel- und Rabenkrähen untctsuht. Die aus den gewonnenen Resultaten folgenden Berechnungen ergaben, daß in einem Jahre von der erwähnten Anzahl Krähen ein Schaben von 6393,20 Mk. verursacht wird, und zwar durch Vernichtung non Pflanzentellen 507 Mk-, durch Schädigung der Jagd 5886,20 Mk. Der» aber steht ein Nutzen von 7987,50 Mk. entgegen, nämlich 5587,50 Nk. durch Vertilgen von Mäusen und 2400 Mk. durch Vernichtung von Zrn feiten. Somit repräsentieren also 666 Nebel- und Rabenkrähen tüt den Landwirt ein Kapital von 1600 Mk. Erheblich größer ist der Nuha der Saatkrähen. Hier stellt sich das Verhältnis wie folgt:
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