Ausgabe 
9.9.1900 Zweites Blatt
 
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ganz frei Vie Aktion zur Befreiung Macedoniens beginnen können.

Konstantinopel, 7. September. Der Leibarzt des Sul­tans Amuken entdeckte ein gegen das Leben des Sul­tans gerichtetes Komplott. Eine Frau, zwei Un­garn, zwei Jmans und 180 andere Personen sind verhaftet worden. Die Untersuchung ist eingeleitet. (Gerüchte von Verschwörungen gegen das Leben des Sultans sind stets mit Vorsicht auszunehmen. Sie verlieren an ihrer Frag­würdigkeit auch nichts durch den Umstand, daß sie kein be­rufsmäßiger Spion des Palastes, sondern der Leibarzt des Sultans entdeckt haben will. D. Red.)

In Haifa (Syrien) griffen wegen eines von den dortigen Deutschen rechtlich in Besitz genommenen Terrains mehr als achtzig griechisch-unierte Syrier die türkischen Wachen an. Die Letzteren mußten sich zurückziehen. Die Angreifer wurden später von den her­beigeeilten Deutschen vertrieben, wobei es aus beiden Seiten mehrere Schwerverwundete gab. Infolge der unverzüglich erfolgten Vorstellungen des Botschafters Marschall befahl der Sultan die Einleitung einer strengen Untersuchung. Zwanzig Syrier sind verhaftet und die dortigen Wachen durch eine Abteilung Soldaten ver­stärkt worden.

Politische Tagesschau.

TieWiener Ztg." bringt ein kaiserliches Patent vom 7. September, womit das Haus der Abgeord­neten und des Reichsrates aufgelöst wird. Die allgemeinen Neuwahlen sind sogleich einzuleiten und durchzuführen. Das genannte Blatt schreibt dann im nicht­amtlichen Teile:Seit drei Jahren entbehrt der Staats­haushalt der verfassungsmäßigen Festsetzung und Kon­trolle, sind die meisten Vorlagen der Regierung, namentlich umfassende wirtschaftliche Programme, die dem Reichsrat im letzten Winter unterbreitet wurden, uner­ledigt geblieben, stockt jede noch so dringliche Reform. Alle Wünsche der Bevölkerung, die sich auf Hebung des allgemeinen Wohlstandes, der eigenen Steuerkraft be­ziehen, deren Erfüllung umsomehr geboten ist, als die Bedürfnisse des Staates, wie der Länder und Gemeinden sich fortgesetzt steigern, müssen zurückstehen vor der ein­zigen, durchaus nicht den ganzen Staat berührenden Frage, der Regelung der Amtsspr ache in einzelnen Reichs­gebieten. Die großen Erfolge der Weltindustrie und des Welthandels fielen anderen Reichen zu, Oesterreich und seine Völker konnten nur jenen geringfügigen Anteil er­zielen, den der Unternehmungsgeist und lobenswerte Mut einzelner gewonnen, denen noch dazu ganz besonders günstige Umstände zu statten kommen mußten. Sonst aber sind,alle Kräfte lahm gelegt, weil die Gesetzgebung für sie nicht vorsorgt und die Verwaltung die erforderlichen Mittel nicht bereitstellen kann. Die wirtschaftlichen Ver­hältnisse der Bauern, Handwerker und Arbeiter leiden unter dieser unverantwortlichen Vernachlässigung am aller­meisten. Das ist kein haltbarer Zu st and. Dabei müssen Staat und Bewohner ihre Interessen, deren Hint­ansetzung sie schon bisher schwer genug empfanden, so gut wie gänzlich preisgegeben sehen.

Das aufrichtige Bestreben der Regierung und ihr wohl­wollendes Entgegenkommen, die traurigen Verhältnisse der letzten Zeit in Vergessenheit zu bringen, sind erfolglos geblieben. Ihre konsequent dargethane politische Unpar- lichkeit, ihre nationale Unbefangenheit, sowie nachhaltigsten Bemühungen vermochten nicht, die Wiederaufnahme der der Volksvertretung durch Staatsgrundgesetz zugewiesenen legislativen Arbeit zu erreichen. Die Auflösung des Ab­geordnetenhauses wurde zur gebieterischen Notwendigkeit. Die Regierung legt den Wählerschaften nahe, bei den un­verzüglich erfolgenden Neuwahlen die wirtschaftlichen In­teressen entschlossen wahrzunehmen. Sie werden damit die Erstarkung des Staates fördern, dessen Fähigkeit er­höhen, der Bevölkerung die Wege allseitiger Entwickelung wirkungsvoll zu unterstützen. Die Regierung hat mit der Auflösung des Abgeordnetenhauses, das keine positive Ar­beit leistete, dem konstitutionellen Grundsätze Rechnung getragen. Je ernster die Verhältnisse sich gestaltet haben, desto dringender ist die Pflicht der Wählerschaften, sich die Bedeutung des Votums in dem Augenblicke gegenwärtig zu halten, wo die neu zu wählende Volksvertretung die für ihre künftige Wirksamkeit entscheidende Gestaltung erhält. Die Wählerschaften werden entscheiden, ob das unschätzbare Gut, das in der Kontinuität der verfassungsmäßigen Ein­richtungen gelegen ist, dadurch um den ganzen Wert ge- »rachl werden soll, daß sie immer von neuem jede praktische Wirksamkeit versagen".

Aus Stadt Md Land.

Gießen, 8. September 1900.

* Zn der Kloppenheimer Mordaffaire, in der die Staats­anwaltschaft Gießen eine Belohnung von 400 Mk. für Ergreifung oder Namhaftmachung des Thäters ausgesetzt hat, wurde am Donnerstag der Kriminalschutzmann I. Daniel aus Darmstadt von der Staatsanwaltschaft Gießen requiriert.

Zur Gehaltsfrage der hessischen Lehrer wird denN. Hess. Volksbl." aus Obernburg geschrieben: Das tragische Schicksal der hessischen Lehrerbesoldungsfrage steht nicht, wie man glauben könnte, beispiellos in der Geschichte da, sondern hat ein Seitenstück in der Geschichte der bayrischen Lehrer­besoldung. Die Aehnlichkeit des letzteren Falles und seine glückliche Lösung vor allem dürsten gewiß Interesse genug bieten, um an dieser Stelle etwas näher daraus ein­zugehen. Im Jahre 1867 hatte die bayrische Regierung eine Erhöhung der Mindestgehalte aller Lehrer vorgesehen. Der diesbezügliche Gesetzentwurf scheiterte jedoch an der Nichtübereinstimmung der beiden Kammern des Landtages, und es konnte der Gesetzentwurf der Regierung nicht Ge­setzeskraft erlangen (genau wie Heuer bei uns in Hessen.) Da erachtete es die Regierung als eine Forderung der Ge­rechtigkeit, einstweilen auch ohne Schulgesetz, für dringende Bedürfnisse die erforderliche Hilfe zu gewähren und postu- Uerte in der 11. Finanzperiode für 2 Jahre die Summe

von 300 862 Gulden, welche den Lehrern in der Form von Teuerungszulagen zugewandt wurden. Diese Maß' nähme der Regierung fand später die Genehmigung durch beide Kammern. Sollte nun eine solche einfache Lösung eines parlamentarischen Konfliktes in Hessen nicht ebenso leicht möglich sein, wie in Bayern?

Stockhausen, 5. September. Die Synode des Dekanats Lauterbach hat einstimmig folgende Er­klärung za veröffentlichen beschlossen:

Die Dekanatssynode des evangel. Dekanats Lauterbach hat mit Bedauern davon Kenntnis genommen, in welch gehässiger und ober­flächlicher Weise ein großer Teil der deutschen Zeitungm anläßlich der Aufstande in China die evangelische Mission angegriffen und be­schuldigt hat. Dies Bedauern wird dadurch noch vermehrt, daß die be­treffenden Zeitungen mit wenig Ausnahmen Erwiderungen, in denen die Mission gegen diese Angriffe verteidigt werden sollte, einfach zurück- gewiesen haben, ebenso die Aufforderung, die gegen die Mission erhobenen Anklagen zu beweisen. Die Synode muß in dieser Feindschaft gegen über einem evangelisch-christlichen Unternehmen von neuem erkennen, wie gering das evangelische Bewußtsein bei einem großen Teil unseres Volkes entwickelt ist, spricht jedoch die Hoffnmig aus, daß die seitherigen Freunde der Mission auch durch diese unverständigen Angriffe nicht abgeschreckt werden, an diesem Liebeswerk weiter mitzuwirken."

-nn. Mainz, 7. September. Großes Aufsehen hat in ganz Mainz und auch in anderen Künstlerkreisen der traurige Vorfall erregt, daß sich die allgemein bekannte und beliebte Primadonna des Mainzer Stadttheaters, Fräul. H. M., anfangs dieser Woche in einem Anfall von Ver- z veiflung nachts in den Main gestürzt hatte, da ihr Verehrer, ein ebenso bekannter wH tüchtiger, aber sonst nicht sehr beliebter Musikkritiker und Mitbesitzer einer hiesigen Zeitung, ihr einen Absagebrief geschrieben hatte, in dem er das Verhältnis zu ihr zu lösen beabsichtigt 2C. In der Nähe befindliche Schiffer und Schutzleute retteten die Verzweifelte mit vieler Mühe. Sie wollte anfänglich ihren Namen nicht angeben; als sie aber daraufhin nach dem Revier oder in das Spital gebracht werden sollte, rief sie aus:Wenn denn Alles verloren ist, will ich auch noch meinen Namen nennen, ich heiße H. M." Man hat allgemeines Mitleid mit der unglücklichen, sehr geschätzten Künstlerin, und man begreift ihren Schritt, wenn man den Urheber in Betracht zieht, sehr schwer. Die Mainzer Blätter schweigen sich darüber aus.

Frankfurt a. M., 7. September. Nach Wiedereröffnung der Sitzung der Internationalen Wanderversamm­lung der Bohringenieure und Bohrtechniker gestern nachmittag erhält das Wort H. Goth an-GoSlar zu seinem Vortragüber seinen Apparat zur absoluten Fest­stellung des Streichens der kernfähigen Erdschichten." Das dem Verfasser patentierte Instrument dient zur Lösung einer der schwierigsten Aufgaben der Bohrtechnik, nämlich der Feststellung der Himmelsrichtung, nach der die Gebirgs­schichten, sofern sie nicht ganz horizontal liegen, sich in die Tiefe senken. Diese Feststellung ist natürlich vom größten Interesse, da man durch sie erfährt, ob ein anderes Bohr­loch, ein Schacht oder auch ein Stollen die im Bohrloch gefundene Schicht an einer beliebigen anderen Stelle in nicht zu großer Entfernung höher oder tiefer antreffen wird. Versuche in der Praxis haben nach Angabe des Vortragen­den durchaus befriedigt. Der folgende Bericht der seit 1896 bestehenden Gewindekommission wird durch Szig- mondy-Budapest zum Vortrag gebracht. Der Bericht liegt auch gedruckt vor und enthält nunmehr positive Vor­schläge zur allgemeinen Einführung von Normalien für die verschiedenen Weiten der Bohrrohre und namentlich der Gewinde. Der Nachmittag vereinigte alle Teilnehmer zum Festmahl im Zoologischen Garten, der Abend in der Fest­vorstellung im Opernhaus. Heute gedenkt der Vorsitzende, Oberbergrat Tecklenburg, bei Eröffnung der heutigen Sitzung des im letzten Vereinsjahr verstorbenen Ehrenmit­gliedes Prof. Wilh. Schulz-Aachen, dessen Andenken die Versammlung in der üblichen Weise ehrt. Nach Erstattung des Jahresberichts durch den Sekretär wird als Ort der nächstjährigen Versammlung Karlsbad bestimmt. Die Reihe der heutigen Vorträge eröffnete Prof. Steiner- Prag, der überPhysikalische und technische Studien und Erfahrungen an Mineralwaffer-Bohrungen und -Leitungen" unter vielfacher Bezugnahme auf die Mineralquellen am Taunusrande aus dem reichen Schatz feiner viel­seitigen Erfahrungen sehr interessante Mitteilungen machte. Der wieder zur Verhandlung kommende Bericht der Ge­windekommission führte zur Annahme eines Antrags, wonach die von der Kommission ausgearbeiteten und vorgeschlagenen Typen als Normalien für die Mit­glieder des Vereins der Bohringenieure gelten und die Rohrwalzwerke hiervon benachrichtigt werden sollen. Mit kurzen Worten führte darauf Bergaffessor brich - Darmstadt ein von ihm konstruiertes neues Instrument vor, das ein dem allmählichen Tieferwerden des Bohrloches ent­sprechendes Nachlassen des Bohrgestänges ohne Unterbrechung des Bohrens gestattet. Den letzten der angemeldeten Vor­träge hielt Bohringenieur Em. Przibilla-Kölnüber die Fortschritte der Tiefbohrtechnik". Er ging dabei von dem Zustande des BohrwesenS vor etwa 30 Jahren aus und endigte mit dem Hinweis darauf, daß bei der heute zur hohen Entwicklung gelangten zur Spezialität gewordenen Wissenschaft eine wissenschaftliche Behandlung dieses Gegen­standes an den technischen Hochschulen durchaus Bedürfnis sei. In der folgenden Diskussion wurde festgestellt, daß in österreichischen derartigen Instituten wie auch auf den deut­schen Hochschulen, besonders den Bergakademien, die Tief­bohrkunde zum Teil bereits zu den Lehrgegenständen ge­hört. Mit kurzen, das Ergebnis der Verhandlungen zu­sammenfassenden Worten schloß der Vorsitzende den ge­schäftlichen Teil des Kongresses.

** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Bei der Bürgermeifterwahl in Langgöns wurde nach hartem Kampf Herr Wilhelm Anton Rompf mit 158 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat Herr Konrad Wenzel erhielt 142 Stimmen.

Vermischtes.

* Glauchau, 3. September. Ehrwürdige Skat­brüder. In der RestaurationZur Taube" waren gestern beim Skat fünf hiesige Webermeister vereinigt, die zusammen das schöne Alter von 413 Jahren auszuweisen hatten. Es waren die Herren Karl Forster (85 Jahre), Friedrich König (84), Joh. Flehmig (82), Karl Füßel (82), August Rother (80). Einer, der gerne noch mitgespielt und mit seinen 85 Jahren durchaus in den Kreis gepaßt hätte, stand daneben, Herr Gottlob Günther.

Engelberg, 7. September. Der Leichnam der verschwundenen Engländerin wurde heute von einem Eisenbahnangestellten etwa 200 Meter unterhalb Ober- matt in der Aa aufgefunden.

* Budapest, 7. September. Bei den diesmaligen Manövern geschehen besonders viele Unglücks­fälle. In Podgorarz in Slavonien wurden bei einem Gefecht zwischen dem 79. und 78. Infanterieregiment von letzterem ein Zugführer und ein Mann erschossen. Tie Untersuchung ergab, daß mehrere von der Mannschaft des 79. Regiments scharf geschossen hatten. Tas zweite Honved- Jnfanterie-Regiment soll bei dem Marsch aus dem Pillser Lager nach Arad außerordentlich wegen Perpflegungs­mangel gelitten und, wie hier verlautet, 7 Tote, wäh­rend das erste Honved-Jnfanterie-Regiment sogar 2 l T o t e infolge forcierten Marsches gehabt haben soll. Zwischen Szolnova und Jablunka bei der ungarischen Grenze ex­plodierte während der Hebung eines Artillerie-Regiments ein Geschpß. Vier Mann wurden getötet und 18 schwer verwundet. Das Geschoß soll angeblich mit Dynamit gefüllt gewesen sein.

Kunst und Wissenschaft.

Die Schriftstellerin Marie v. Ebner.Eschenbach wurde anläßlich ihres 70. Geburtstages zum Ehrendoktor der Wiener philosophischen Fakultät ernannt.

Arbeiterbewegung.

Washington, 8. September. In dem Slaate Pennsylvania ist ein großer Kohlen-Arbeiterstreik ausgebrochen. 10 000 Arbeiter legten wegen Lohnforderungen gestern die Arbeit nieder.

Hmr-el und Verkehr. Volkswirtschaft

Vielen, 8. September. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1.10-1.80, Hühnereier per 61.0-0 4 2 St. 1315 Enteneier 2 St. 0016 4, Gänse« eier per St.'OO00 H, Käse 1 St. 58 Kasematte 2 St. 56

Erbsen per' Liter 24 Linsen per Liter 34 Tauben per Paar

X 0.700.80, Hühner per St. X 1.001.40, Hahnen per Stück X 0 601.00, Enten per St. X 1.802.00, Gänse per Pfund X 0.000.00 Ochsenfleisch per Pfd. 6874 Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 6264 4 Schweinefleisch per Pfd. 5070 Schweimo fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd. 6466 4 Hammelfleisch per Pfd. 5070 H, Kartoffeln per 100 Kilo 5.00 b J 7.00 X, Weißkraut per St. 0000, Zwiebeln per Etr. X 5 506.04 Milch per Liter 18 Bohnen per Pfund 915 H.

Ärmste Meldungen.

TelephouischeMeldnugeudesGietzeuerAuzeigerS.

Stettin, 8. September. Der Kaiser begab sich heute um 8,45 Uhr an der Spitze der Fahnen und Standarten nach dem Krekower Exerzierplatz; später folgte die Kaiserin. Um 10 Uhr begann die Parade des 2. Armeekorps.

Kouitz, 8. September. Unter großem Andrauge des Publikums begann hente der Prozeß gegen Jsraelski. Der Angeklagte leugnet jede Schuld.

Loudou, 8. September.Standard" meldet aus Tientfin vom 30. August: Der Einzug der verbündeten Truppen in die verbotene Stadt erfolgte durch ver­schiedene Thore. Russen und Franzosen zogen zusammen ein, ebenso die Dentschen und die Amerikaner; die Engländer, sowie die Japaner zogen für sich allein ein. Die englische Schiffsbrigade, sowie die bisherige Schutzwache der englischen Gesandtschaft haben Peking verlaffen.

Loudon, 8. September. Standard meldet ans Durban vom 7.: Einem unbestätigten Gerücht aus Loureuzo Marques zufolge besetzten die Engländer gestern Lydenburg.

Loudon, 8. September.Daily News" melden, es soll beschloffen sein, das Parlament in der letzten Woche des September aufzulösen, vorausgesetzt, daß in der Zwischen­zeit entscheidende Nachrichten aus Südaftika eintreffen. Der­artige Nachrichten werden augenscheinlich in hohen Kreise« erwartet.

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Loudon, 8. September. Aus Kingston auf Jamaika wird von gestern gemeldet: Vergangene nacht ging ein furchtbares Unwetter über die Gegend nieder, das große Verheerungen anrichtete. Das ganze Thal wurde überschwemmt. Besonders die Pflanzungen haben schwer gelitten. Die Bahnstrecke des östlichen Teiles der Insel wurde auf mehrere Meilen überschwemmt.

Paris, 8. September. Ein Telegramm aus Marseille berichtet, die dortige Polizei habe eine Untersuchung über ein Anarchisten-Komplott eingeleitet, das für den 12. August einen Anschlag auf den Präsidenten Loubet während seiner Anwesenheit dort geplant hatte. Ein Tele­graphenbeamter soll Einzelheiten über dieses Komplott mit­geteilt haben.

Schul-Anzüge

in grosser Auswahl!

rchennlatz 11. Markus Bauer.