Ausgabe 
9.5.1900 Zweites Blatt
 
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01880

Hasset-Wehtheiden, Kermaniastraße 7.

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Bei meiner Abreise nach Cassel sage ich allen meinen Freunden und Bekannten, bei welchen ich mich nicht persönlich verabschieden konnte, ein Herzliches LeöewoHt!

c>ch scheide sehr ungern von Gießen, wo ich 32 Jahre gelebt; jedoch war es ein stadtbekanntes, notwendiges Nebel, meinen Wohnsitz zu wechseln, um meinen Peinigern, die mich von Haus und Hof vertrieben und mein AarrrUiengLück zerstörten, aus dem Wege zu gehen.

August Ackermann.

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abgegeben.

Die Koukursverwalturrg.

3384

3374

8,320,558,182.

10,693,918.30

195,373,997.70

16,623,830.08

655,611.32

7,544,766.58

4,000,000.

900,000.

600,939.61

1,297,627.50

Prämien-Ueberträge..... .

Uebertrag zur Deckung außergewöhnlicher Bedürfnisse . Kapital-Reservefonds ............

Dividenden-Ergänzungsfonds Spar-Reservefonds.............

In dem W. Ullrich'schen ßaben, Schloßgafle 5, sind Gemüse- Konserven zu ermäßigten Preisen zu haben

Auch wird das ganze Lager en bloc

Versteigerung.

Montag den 14. Mat, nachmittags 2 Ahr, versteigere ich tm Pfandlokal Seltersweg 11 gegen Barzahlung: 1 Pferd, 1 Oekonomiewagen, eine Partie Bucken« bohlen, 1 Kafsaschrank, i Pianino, Sofas, Kommode und KleiderschrLnke, 1 Nah­maschine, 2 Regulateure und 1 Faß Ocker.

Gießen, den 3. Mai 1900.

8254 Mulch, Pfandmeister.

Gießen, den 8. Mai 1900.

Großherzogliches Ortsgericht Gießen. Gros.

Heuchelheim, am 7. Mai 1900.

Der Aufsichtsrat:

Heinr. Volkmann II., Vorsitzender.

JL 40,622,775.09

nächsten T-mstag de« IS. d. Mts., abend» 9 Uhr, bei Wirt

<nk Win« in hör Qrnn» eine General-Versammlung ab.

Grundkapital.....

Prämien-Einnahme für 1899

Zinsen-Einnahme für 1899

Versicherungen in Kraft am Schlusie des JahreS 1899 . JL

An Entschädigungen wurden von der Gesellschaft im

Jahre 1899 gezahlt...........

Seit ihrem Besteben wurden von der Gesellschaft für Sckäden überhaupt bezahlt . ..... ,

Für gemeinnützige Zwecke verwendete die Gesellschaft seit ihrem Bestehen die Summe von.......

Bekanntmachung.

Der Kreditverein Heuchelheim, E. G. m. u. H., hält

Ph. Rin« in der Kronr eine General-Versammlung Tages-Ordnung:

1. Abhör der 1899er Jahresrechnung.

2. Beschlußfassung über die Verwendung des Rechnungsüberschuffes.

us Veranlassung der am Donnerstag den 10. Mai d. I. stattfindenden Festlichkeiten bleibt das OrtSgericht Gieheu an diesem Tage geschlossen.

MkuWnVndmd.ONsgrWkCikßeii.

Mittwoch den 9. Mai, abends 3A9 Uhr: 3375

Zusammenkunft im Kaiserhof.

Tages-Ordnung wie auf den besonderen Einladungen angegeben.

Bekanntmachung.

In da» Vereinsregister des unterzeichneten Gerichts wurde ein­getragen der Männer-Turnverein zu Gießen. Die Satzung ist am 26. August 1899 errichtet. Mitglieder de» Vorstandes sind: Heinrich Völzel, Konrad Steinhäuser, Molau» Kratz, Georgi Kling, Karl Wenzel, Gustav Möhl, Adam Reinig, Peter Margolf, Heinrich Zwirner, H inrich Weller und Karl Bischoff zu Gießen.

Gießen, am 4. Mai 1900. d3B2

Großherzogliches Amtsgericht.

iyrem -oeneyen uie «uuimt ......... 31,864,211.09

Die Gesellschaft betreibt außer der Feuer-Derficheruug auch die

Versicherung gegen Einbruch und Diebstahl.

Der Abschluß einer solchen Versicherung wird für die beginnende Reise«

Deutschlands Masterrad. Fahren Sie nurAlexander .

General-Vertret er:

CARL GRAF, Giessen,

Kirohe^la" U, Eingang Schlosse.

Aachener und Münchener Jener -Jerstcherungs - Kesellschast. Gegründet 1825.

Der Geschäftsstand der Gesellschaft am 31. Dezember 1899 ergiebt sich aus dem nackstehenden Auszug aus dem Rechnungsabschluß für das Jabr 1899.

" 9,000,000.

flacbener-Badeökn

O.R.P, Uber 50000 im Gebrauch D.R.P. Boubtnsßasbtizökn Vrospreta Atis.Ucrtrctar an taslaOcn Pläfzctt»

EaisvU besonders empfohlen.

Agenten der Kesellschast.

LouiS Wittich, Kaufmann in Gießen-

<£nbw. Wagner IV., Schneidermeister in Allendorf an der Lumda.

Wally. Stephan IV. in Großen-Buseck.

Auttus Walter, Kaufmann in Großen-Linden. «Karl Hmmek, Sparkaffenrechner in Hungen. Aoh. Gonr. Aompf, Landwirt in Lang-Göns. Keirrrich Walz, Spenglermeister in Lich. Keinrich Espich. Ciseleur in Lollar.

Johannes Schäfer IX., Wagnermeister in Steinberg.

With. Wacker, Bürstenmacher in Wieseck. __

I Kein. Rad I 1 übertrifft _ 1

Mittwoch den 9. Mai I. I., nachmittags 3 Uhr, werden im Bieker'schen Saale versteigert: 1 Sofa mit 6 Stühlen und 2 Sesseln, 1 Kleiderschrank, 1 Nähmaschine, 1 Sofa- tisck, 2 Bilder, 1 Waschtisch, 1 vollst. Bett, 1 Sekretär, 1 Ladentheke mit Marmor­platte, 2 Hobelbänke, 1 Ladenschrank mit Schubfenstern, 1 Aquarium, 1 Bauern- tischchen, 1 Linoleumbelag, 1 silb. Taschen­uhr u. a. m. . ,

3362 Geißler, Gerichtsvollzieher.

Mittwoch bfö 9. Mai l. I., nachmittags 3 Uhr, wird eine Schiffsschaukel, 1 schweres Zugpferd (Sckimmel) und 1 Häcksel­maschine gegen Barzahlung versteigert.

Die Versteigerung wird voraussichtlich ftattfinden.

Zusammenkunft in meiner Amtsstube, Bahnhofstraße 48.

3363 Geißler, Gerichtsvollzieher.

Aus Stadt und Sand.

lAmmyrne Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)

Gießen, 8. Mai 1900.

* «eschichtskalender. (Nachdruck verboten.) Vor 232 Jahren, am 8. Mat 1668, wurde zu Sarzeau der französische Schriftstkller Renö Lesage geboren, der großen Ruhm erlangte durch gelungene Bearbeitung der spanischen Romane, worunter die vielgeleseneGe­schichte deS Gil Blas von Santillans" durch klassische Darstellung, undDer hinkende Teufel" durch seine Anspielungen auf Personen, Zustande und Geschichten von Paris am bekanntesten sind. Seine Werk« find auch ins Deutsche übertragen worden. Lesage starb am 17. November 1747 zu Boulogne-sur-Mer.

schließenden Räume enthalten die Ausstellung der land­wirtschaftlichen, industriellen und kunstgewerblichen Pro­dukte des Lundes, daneben schöne alte und neue Waffen, prächtige Teppiche, viele bedeutsame geschichtliche Erinner­ungen, ivertvolle Handschriften ic. Die Keller, in bic man von außen gelangt, sind erst zum Teil fertiggestellt, sie wurden treu den Gradkammern der einstigen egyptischen Herrscher nachgeahmt und werden später außer den Gegen­ständen des Totenkultus die buntbemjalten Holz- und relies- verzierten Steinsärae mit den Mumien verschiedener Könige und Königinnen Alt-EgYPtens enthalten. Vorlaufig ruhen die einbalsamierten Leichname der verehrluhen ehema s allmächtigen Majestäten noch in umfangreichen Kisten die draußen unter frisch cingepflanzten Dattelpalmen stehen, welche träumen mögen von den Ufern des Nils, m dessen Fluten sie sich noch vor wenigen Wochen gespiegelt o Wie gefällig, wie freundlich und zierlich steht gegen den massigen egyptischen Bau der zweistöckige, in Holz mit reichen Vergoldungen ausgeführte und mit zahlreichen Schnitzereien geschmückte, benack)barte Japanische Tempel aus, der am Ufer eines kleinen Sees liegt, nahe einem in japanischem Geschmack angelegten Gärtchen nut Baumen, Sträuchern und Blumen des Mikadoreiches. Die wunder­baren Werke altjapanischer Kunst und Handfertigkeit, zum großen Teil aus kaiserlichem Besitz stammend, erlesene Waffen, Bronzfn, Gemälde, Lackwaren, Stickereien, Gewän­der, sind in diesem luftigen und anmutigen Bau auf- bcwahrt, zu dessen Muster der aus dem 7. Jahrhundert stammende Kondo, ein in Nara stehendes buddhistisches Heiligtum, diente. Um den erwähnten See sind noch drei weitere japanische Häuschen mit überragenden Dächern und schattigen Galerieen aufgeführt; in dem einen stehen japanische Waren ganz preiswert zum Verkauf, in den beiden anderen giebt's Sake, den im Geschmack dem Sherry ähnelnden Reiswein, und Thee, von niedlichen, höflich knixenden, stets vergnügt lachenden kleinen Japanerinnen serviert, deren bunte Kimonos im Winde wehen und stelzige Holzschuhe lustig klappern.

Sehr eindrucksvoll und mannigfaltig hat Frankreich seine verschiedenen afrikanischen Kolonien und die unter einem Schutz stehenden Gebiete zur Schau gestellt, eine nähere Beschreibung sei einem späteren Bericht Vorbehalten, wenn erst, was in kurzem der Fall, einer der interessan­testen Teile, jener Madagaskars, fertiggestellt sein wird.

* Prüfung. Am Sonntagvormittag hielt Provinzial­rabbiner Dr. Hirsch selb eine Schulprüsung in allen einschlägigen Disziplinen innerhalb der israelitischen Religionsgesellschaft hier ab. Das Ergebnis war ein recht gutes.

♦♦ Hundeshagen Stiftung. Auf Anregung des Geheimen Hofrats Professor Dr. Heß fand am 5. März 1892 in Gießen die Gründung eines Stipendienfonds statt, der dem Andenken des Oberforftrats Dr. Johann Christian Hundeshagen, des ersten Inhabers der mit der Direk­tion des Forstinstituts verbundenen ordentlichen Profeffur, gewidmet ist. Aus den Zinsen des Fonds sollen Stipen­dien an Studierende oder auch Beihilfen zu wissenschaft- schaftlichen Arbeiten oder Reisen verliehen werden. Der in Verwaltung des Geh. Hofrats Dr. Heß befindliche, aus freiwilligen Beiträgen angesammelte Fonds hat Dank der unausgesetzten Bemühungen seines Gründers bereits Ende 1899 etwas über 4000 Mk. betragen. Auch die Stadt Gießen hat sich in dankenswerter Weise an dem Unternehmen beteiligt durch Zuwendung eines Beitrags von 300 Mk. Die am 20. Dezember 1899 zu Bonn ver­storbene einzige Tochter Hundeshagens, Fräulein Emilie Hundeshagen, hat nun in hochherziger Weise die Stiftung mit einem Legate von 1000 Mk. bedacht, welches jetzt zur Auszahlung gelangt ist und das Stiftungs-Ver­mögen auf über 5000 Mk. gebracht hat. Immerhin ist der Kapitalbestand noch zu gering, um aus den Zins­erträgen regelmäßige Stipendien verleihen zu können. Die Thatsache aber, daß es dem Gründer gelungen ist, in so verhältnismäßig kurzer Zeit den Stiftungsfonds auf die heutige Höhe zu bringen, berechtigt zu der angenehmen Hoffnung, daß die Stiftung recht bald ihrem Zwecke dien­bar gemacht werden kann, zumal wenn auch fernerhin nicht nur Fachleute und Forstvereine, sondern auch Forst­freunde der Stiftung ihre Sympathie zuwenden sollten.

Darmstadt, 6. Mai. DaS Regierungsblatt vom 5. Mai hat zum Inhalt: Postordnung für das Deutsche Reich vom 20. März 1900.

Seligenstadt, 6. Mai. Der Postbote Engelbert Bauer fand vorgestern beim Umpflügen eines Grundstücks eine prächtig erhaltene Goldmünze von der Größe eines Einmarkstücks, und dem Glanze eines neugeprägten Zwanzig- Markstücks. Die Aversseite der Münze zeigt das umkränzte und überkrönte kurfürstliche, vierteilige Wappen mit der Umschrift:Wilh. II. Kurf. u. Friedr. Wilh. Kurpr. u. Mitreg." Die Reversseite gibt den Münzwert an: V Thaler 1840", und ist umschrieben:Kurfürftenthum Hessen." Die hübsche Münze scheint einen beträchtlichen numismatischen Wert zu repräsentieren, denn dem glücklichen Finder wur­den von Sachverständigen schon ganz erhebliche Beträge, aber erfolglos, geboten.

bm. Bingen, 6. Mai. Der neuerwählte Bischof von Mainz Dr. Brück ist von seiner Vaterstadt Bingen zum Ehrenbürger ernannt worden.

Marburg, 6. Mai. Ein Kaiser Friedrich-Denk­mal, oder richtiger gesagt einen Kronprinzen- Turm wird aller Voraussicht nach Marburg demnächst erhalten. In hiesigen Kriegerkreisen geht man mit dem Geffanken um, dem ehemaligen Heerführer,unserm Fritz , einen Gedenkturm zu errichten. Als Standort ist eine Kuppe an der alten Weinstraße in Aussicht genommen, die vom Stadtwald nach den drei Linden führt. Von dort bietet ich ein prächtiger Ausblick, namentlich auch nach dem Kaiser Wilhelm-Turm. Man plant, den Turm aus Eichenstämmen zu errichten.

Allgemeine Rentenanstatt zu Stuttgart.

Hebet die Entwickelung des Versicherungsgeschäfts 'M Jahre 1899 werden nach vorläufigen Zusammenstellungen folgende Angaben gemacht: In der Lebensversicherungsabtellung gelangteni 1882 Anträge über Mk. 6 981 200. Versicherungssumme zur Behandlung, wovon 1528 Anträge über Mk. 5 567 700 Versicherungskapital an­genommen wurden. Der Abgang war nur ein mäßige^: und blred hinter demjenigen des Vorjahres zurück. Die Sterblichkeit verlief wieder günstig Für 263 Sterbefälle waren Mk. 843 953 a.u88u»^"' Ende 1899 bestanden 20 720 Lebensversicherungspolicen über Marr 68 980 000 versich. Kapital in Kraft. In der Rentenversiche rung - Abteilung wurden 565 Policen über Mk. 127 400 jdjtl. Bente aus. gefertigt. Die Einlagen auf Rentenversicherung beliefen sich aufl rund Mk. 1 660 000. Am 31. Dezember 1899 waren im ganzen Mk. 2249 700 jährl. Renten versichert. ______

VAfinXoAn u. chron. Kranken z. Notiz, daes m. Kuren gegen Nervösen Herzerreg., Magenverstimmung, Angst, Zwangs- yiiiULjaaiBBena gedanken, Schwächezust. etc. auch d. Saison m Auerbach, Hessen stattfinden. Spezifisch wirksam bei ver­alteter Darmträgheit. Prospekte über Eigenart und Krfolge tret. 1929 Dr. Borcherat.

Kunst und Wissenschaft.

Berlin, 7. Mai. Die große Berliner Kunstausstellun8 ist am 5. d. Mts., in Anwesenheit des Kultusministers Dr. Studt er­öffnet worden. , . . -

Handel und Verkehr. Ualkswirtschast.

Frankfurter Börse vem 7. Mai.

"Wechsel auf New-York zu 4.21-22.

Prämien auf Kredit per ult. Mai 1.30 %> do. Per ult Juni 2.30%, Diskonto-Kommandit per ult. Mai 1.20%, do. per ult. Juni 1.95 %, Lombarden per ulh Mai 0.65 %, do. per ult. Juni 1.00%, Berliner Handelsges. per ult. Juni.

Notierungen: Kreditaktien 227.20-40., Diskonto- Kommandit 186.60-186.80, Staatsbahn 187.10-20, Gotthard 142.50, Lombarden 26.70-00 00, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 95.30, Sproz. Mexikaner 25.70, Oesterr. Coupons 84, Amerik. Coupons 4 18%, Privat-Diskont 47/ie% 0.

11/.-2% Uhr: Kreditaktien 227.40-227.30-00, Diskonto-Kom- mandit 186.80-20-00 00, Staatsbahn 137.10-80-60, Lombarden 26.70 bis 00-00.

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