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Aus Stadt und Sand.
*• Ordensverleihungen. Dem Hauptmann beim Stabe des Feld-Artillerie-Regiments Nr. 51 v. Hahn, seither Batteriechef im 1. Großh. Feld-Artillerie-Negiment Nr. 25 (Großherzogliches Artillerie-Korps), wurde die Krone zum Ritterkreuz 1. Klasse, dem Rittmeister und Eskadronchef im 2. Garde-Dragoner-Regiment Kaiserin Alexandra von Rußland Frhrn. v. Senden, seither Hauptmann im Generalstabe der Großh. (25.) Division, das Ritterkreuz 1. Klasse, und dem Oberleutnant im 4. Garde-Regiment zu Fuß von Köckritz, seither im 1. Großh. Infanterie- (Leibgarde«) Regiment Nr. 115, das Ritterkreuz 2. Klasse des Verdienstordens Pilipps des Großmütigen verliehen.
** Fürstliche Gaste. Auf der Durchreise von den Feierlichkeiten in Berlin kommend, nahmen heute früh das in der Bahnhofrestauration telegraphisch bestellte Frühstück ein: Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen nebst Gefolge, mit dem V-Zug 76 nach Darmstadt reisend, sowie Herzog von York nebst Gefolge, einen Extrazug benutzend; das Frühstück wurde in den Salonwagen serviert.
•* Die Hauptversammlung des Turnvereins am Montag Abend war wohl infolge Inanspruchnahme einer größeren Anzahl Mitglieder durch die bevorstehende Enthüllungsfeier des Kriegerdenkmals, schwach besucht. ES wurde deshalb beschlossen, für die Beratung über den Hauptpunkt der Tagesordnung: „Turnhallenneubau" eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen. Der erste Sprecher, Herr L. Pirr erstattete Bericht über das abgelaufene Ver- eiusjahr, über den am 18. Februar d. I. in Gießen abgehaltenen Gauturntag und über den am 29. April in Mainz abgehaltenen 61. Turntag des Mittelrheinkreises. Eine lebhafte Besprechung entwickelte sich über den Turnbetrieb im Allgemeinen und die im Interesse der Hebung der Turnerei für notwendig erachteten Aenderungen und Verbesserungen, die Förderung des Damenturnens usw. Hierauf fand die Auslosung von acht Schuldverschreibungen im Gesamtbetrag von 200 Mk. statt. Der Bericht der Rechnungs-Prüfungskommission konnte infolge Verhinderung einiger Mitglieder der Kommission nicht erstattet werden; der Gegenstand soll ebenfalls die nächste außerordentliche Haupt-Versammlung beschäftigen.
Porträt. Im Schaufenster des Herrn Carl Schwan, MäuSburg, ist soeben eine lebensgroße Photographie des kürzlich verstorbenen Geh. Med.-RatS Professor Dr. Bose ausgestellt, die in künstlicher Weise ausgeführt ist, und aus dem Atelier des Herrn Chr. Zimmer stammt. Das Bild ist eine Widmung von ehemaligen Schülern des Professor Dr. Bose und für die chirurgische Klinik bestimmt. c .
♦♦ Altdeutscher Verband. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, hat die Ortsgruppe Gießen des alldeutschen Verbandes am Mittwoch Abend 3/t9 Uhr, eine Zusammenkunft im oberen Saal des „Kaiserhof".
auch am Donnerstag, dem 10. Mai, 4.30 Dorrn, ab Büdingen fahren und an jeder Station halten wird.
Ausschmückung. Vom Rampenabschlußbau am Bahnhof an hat man mit dem Aufstellen der Fahnenmasten begonnen. Zwischen der Wieseckbrücke und dem SelterSthor wird eine via triumphalis hergerichtet, indem zu beiden Seiten Fahnenmasten aufgestellt werden. Von dem Bau großer Ehrenpforten hat man abgesehen. Auch am Liebiq-Denkmal bemerkten wir vier Fahnenmasten. — Der Ehrentempel mit dem daranschließenden Podium gehen ihrer Vollendung entgegen und machen einen recht ansprechenden Eindruck. . m
Votivtafeln. Heute vormittag wurden im Vorsaale des Rathauses zwei Votivtafeln mit den Namen der am Kriege beteiligten Söhne Gießens und der Kombattanten des Jnf.-Regts. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm) angebracht, die auch am Donnerstag feierlich enthüllt werden.
§ Nidda, 7. Mai. Gestern abend fand in Krafts Saalbau ein Konzert statt, für die Hinterbliebenen des vor Ostern bei dem Bahnunglück umgekommenen Uhl zu Unter-Schmitten. Es wurde geboten: Klavierstücke, auch mit Begleitung von Cello und Violine, und einige Baßsoli. Letztere brachte Herr Meyer von Ortenberg unter rauschendem Beifall zu Gehör, z. B. „An der Weser" und Das Land Tyrol". Die Einzelpartieen auf dem Klavier brachte Herr Buchholz aus Frankfurt a. M. zum Vortrag, darunter wurden besonders applaudiert: „Zweite Rhapsodie- von Liszt. Die Violinvorträge lagen in der Hand des Lehrers Hertel zu Michelnau und der Cellovortrag in der des Lehrers Pfaff von Bleichenbach. Beide Herren be. herrschen ihr Instrument in hervorragender Weise. Die Begleitung lag in den Händen von Frl. Hotz von hier. Das Konzert war gut besucht und ließ keinen Besucher unbefriedigt gehen. e
Darmstadt, 7. Mm. Der Großherzog traf mit Ge- folge heute vormittag 10 Uhr auf Station Egelsbach ein und begab sich sofort nach Jagdschloß Wolfsgarten, während die drei Herren des Gefolges hierher weiterreisten.
8. Darmstadt, 7. Mai. Unter starker Beteiligung fast der ganzen hiesigen Studentenschaft fand heute mittag 3 Uhr vom städtischen Krankenhause aus die Beisetzung des Stud. Albert Hall aus Appenweier statt, der infolge einer Blutvergiftung am Samstag gestorben war. Unter Borantritt der Hilge'schen Kapelle bewegte sich der stattliche Trauerzug durch die Straßen der Stadt. Die Professoren, sowie sämtliche Korps, Verbindungen, Burschenschaften re. mit umflorten Fahnen und Lorbeerkränzen gaben dem Verblichenen, der erst kürzlich in den Studentenausschuß ge- »vählt worden war, das Geleite. Hierauf fand um 5 Uhr im Kaisersaal ein Trauersalamander statt, dem Stud. Schneider (Korps „Hassia") präsidierte, und dem mehrere
Professoren, sämtliche Chargierten, sowie eine Anzahl Freunde des Verstorbenen beiwohnten.
A Seligenstadt, 6. Mai. Der heute abend um 6 Uhr von hier nach Babenhausen abgelassene Personenzug mußte in der Nähe des Zellhäuser Waldes auf freier Bahnstrecke wegen Maschinendefekts halten. Infolge dieser Betriebsstörung konnte, da die Strecke nur eingeleisig ist, der um >/,7 Uhr hier fällige Personenzug in Babenhausen nicht abgelassen werden. Rach vieler Mühe gelang es endlich, den liegen gebliebenen Zug in die hiesige Station zurückzubefördern, worauf mit einer Verspätung von rund einer Stunde der Babenhäuser Zug hier einfahren konnte. Die Passagiere des verunglückten Zuges wurden von dem um 8 Uhr 12 Min. aus Hanau hier eintreffenden Zuge ausgenommen, verfehlten aber die Anschlußzüge.
bm. Mainz, 7. Mai. Laut offizieller Benachrichtigung des Kapitänleutnants Funke soll die Torpedobootdivision am 14. Mai auch hier eintreffen. Trotz dieser amtlichen Meldung zweifelt man nach wie vor an der Möglichkeit, mit den Booten hierher kommen zu können, und zwar um so mehr, als inzwischen der Rhein- wasserstand um etwas zurückgegangen ist. — Die Mainzer Großbrauereien beabsichtigen, einen Aufschlag im Bierpreise eintreten zu lassen. Als Grund des beabsichtigten Preisaufschlags wird das fortgesetzte Steigen der Kohlenpreise angeführt. — Die Schickert'sche Real- und Handelsschule, eine seit langem bestehende Privatanstalt mit der Berechtigung der Erteilung der Einjährigenreife, hört auf zu bestehen. Trotz des außerordentlich zahlreichen Besuches der Anstalt ist der Leiter der Schule, der ein sehr tüchtiger Pädagog, aber wenig erfahrener Geschäftsmann ist, in finanzielle Schwierigkeiten geraten, die eine Fortführung der besonders von außerhalb stark frequentierten Schule unmöglich machten.
ff. Bingen, 7. Mai. Nach einem bei der hiesiges Bürgermeisterei eingegangenen Telegramm wird die zurzeit den Rhein befahrende Torpedoflottille am 14. os. Mts. hier eintreffen und auf der hiesigen Rhede vor Anker gehen. Der offiziellen Begrüßung durch unsere Stadtvertretung soll sich ein Festmahl und eine gastliche Bewirtung der Besatzung anschließen.
§ Bad Salzhausen, 7. Mai. Gestern sind hier die ersten Kur gäste augekommen. Salzhausen bietet im frisch grünen Schmuck der Wälder seiner Umgebung und der weißen Blütenbäume einen geradezu reizenden Anblick. Wie anders hat sich aber auch alles gestaltet. Der früher wegen Schmutz und Nässe kaum gangbare Fußweg nach Nidda ist verbreitert und mit Kies bestreut; neue Wege nach den Quellen sind angelegt und sämtlich mit Bäumen bepflanzt. Nunmehr sind außer dem Kurhaus noch zwei Gasthäuser und eine Privatvilla zur Aufnahme von Kurgästen bereit- gestellt. Alte unschöne Gebäude aus alter Zeit sind beseitigt, und an ihrer Stelle Beete angelegt worden. Die Bohrungen nach Süßwasser werden fortgesetzt, um ganz Salzhausen mit demselben versehen zu können. Ebenso wird demnächst die Bohrung nach Soole wieder ausgenommen werden. Gestern herrschte hier durch viele Passanten zu Fuß und Rad schon ein reges Leben.
Vermischtes.
** Von der Pariser Weltausstellung. Im Sculpturengarten des Kunstpalastes stürzte, angeblich infolge einer Bodensenkung, Graults Statue der Republik herab und beschädigte im Falle mehrere andere Statuen. — In der Sonntag Nacht wurde der O el- b eh älter der Lachmayer'schen Dynamomaschine in der deutschen Abteilung der Elektrizitätsgalerie auf dem Marsfelde mit Sand gefüllt. Glücklicherweise wurde der Bubenstreich rechtzeitig entdeckt. Die Maschine hat 1500 Pferdekräfte und ein Gewicht von 36000 Tonnen. Der Thäter ist zweifellos ein Fachmann gewesen, denn er mußte schwierige Abschraubungen vornehmen, um zum Oelbehälter zu gelangen. Die Lach- mayersche Maschine sollte zur elekrischen Beleuchtung des Hauptportals dienen.
* Ein anarchistisches Attentat. Vier angebliche Anarchisten im Alter von 18 bis 20 Jahren sind in Vincennes verhaftet worden. Sie haben Bomben auf das Geleise der Eisenbahn zwischen Belair undSaint-Mande gelegt. Der Zugführer des Postzuges sowie zwei Reisende wurden schwer verletzt, 36 andere Reisende wurden mehr oder weniger verletzt. Tas Geleise war die ganze Nacht hindurch gesperrt. Die Verwundeten wurden nach Versailles transportiert. „Petit Journal" zufolge sollen mehrere Personen und zwar Soldaten und ein Reisender getöte.t worden sein. Zwei Personen sollen im Hospital ihren Verletzungen erlegen sei.
* Neapel, 7. Mai. Seit 48 Stunden wirft der Vesuv andauernd Lava. Der Anblik ist großartig. Der Krater schleudert unter gewaltigem Getöse große Steinmassen in beträchtlicher Höhe empor, während die brennende Lava vom Kraterrand herabfließt. Der obere Bahnhof und die Schienen der Drahtseilbahn sind beschädigt.
Universität und Hochschule.
— Verschiedenes: Man schreibt aus Gießen: Der jüngst zum o. Professor dahier ernannte Chirurg Dr. Poppert hat seitens der Stadt Dresden den Antrag erhalten, zum 1. Januar nächsten Jahres die Leitung des dortigen Krankenhauses zu übernehmen. — Wie die Nationalzeitung mitteilt, sind zu wissenschaftlichen Unternehmungen von der philosophisch-historischen Klasse der Akademie der Wissenschaften eine Reihe namhafter Beträge bewilligt worden. Profeffor Dr. Leopold Cohn in Breslau zu einer Reise nach Italien zum Zweck der Ver- gleichung von Handschriften des Philo 850 Mk ; Oberlehrer Dr. Johannes Kromayer in Straßburg i. E. zur kartographischen Aufnahme griechischer Schlachtfelder, namentlich der Caesarischen und Triumviral-Epoche, 1800 Mk.; Oberlehrer Dr. Wilhelm Schmidt in Helmstedt, zu einer Reise nach Italien zum Zweck der Vergleichung von Handschriften des Heron von Alexandria 700 Mk. — Wie Wiener Blätter berichten, legte
Frl. Cäcilie Wendl aus Troppau vor einer Prüfungskommission mit Auszeichnung das Hauptrigorosum ab. Die Kandidatin, die sich dem Studium der Mathematik mit großem Talent und eifernem Fleiße ge- widmet hatte, wird noch im Laufe dieses Sommers das philosophische Rigorosum ablegen und an der Wiener Universität zum Doktor der Philosophie promoviert werden. In den von Professor Gegenbauer veröffentlichen „Monatsheften für Mathematik und Physik" veröffentlichte sie eine Reihe von wissenschaftlichen Aufsätzen, die in den Gelehrtenkreisen viele Beachtung sanden.
Jagd und Sport.
Gießen, 7. Mai. DaS für nächsten Sonntag, nachmittag 3«/t Uh r angesetzte Große Frühjahrs-Rad-Rennen umfaßt die folgenden sechs Konkurrenzen: 1. Erstfahren; 2. Gauverbands-Wanderpreisfahren, 3. Mehrsitzerfahren-, 4. Dauerfahren über 25 Kilometer mit Schritt, machern; 5. Hindernisfahren und 6. Seniorenfahren. Aue Feioer werden, soweit die bisher schon eingelaufenen Nennungen zeigen, narr beseht sein und div. Vorläufe nötig machen. Zu dem Dauerfahren sinv eine ganze Anzahl Motorräder als Schrittmacher gemeldet, fodatz mqer Teil des Programms wohl das größte Interesse in Anspruch nehmen wird. Nicht minder gespannt aber ist man auch auf das Hindernis - fahren, bei welchem die persönliche Geschmeidigkeit und Gewandyeit den Ausschlag geben wird, und auf das Seniorenfahren, an dem nur solche Konkurrenten teilnehmen können, welche das 35. Lebensjahr bereits überschritten haben. t .
Die Gauturnfahrt des GaueS Hessen findet am 20. Mar in Grünberg statt. Vormittags ist Empfang der auswärtigen Turner, um IOV2 Uhr Sitzung des Kampfgerichts. Das Programm für den Nachmittag lautet: 1% Uhr Aufstellung des Festzuges, 2 Uhr Festzug, 2</e Uhr Festlied und Begrüßung, 2»/. Uhr Freiübungen und Wett- turnen, 7 Uhr Verteilung der Ehrentafeln, Konzert. Abends Ball.
Landwirtschaft.
AUS Rheinhessen, 6. Mai. Um die Leutenot zu steuern, ließ der landwirtschaftliche Provinzialverein von Rheinhessen anfangs dieses Jahres eine größere Anzahl männliche und weibliche Dienstboten aus Südungarn kommen und zwar um damit zunächst einen Versuch zu machen. Dieser Versuch ist, wie von zuständiger Seite mit-- geteilt wird, sehr günstig ausgefallen. Die Leute sind willig und fleißig, sprechen geläufig deutsch und lassen sich leicht zu den einzelnen Arbeiten anleiten. Mit Rücksicht auf dieses Resultat beabsichtigt nunmehr der Arbeitsnachweis des landwirtschafllichen Vereins, innerhalb der nächsten Tage einen großen Bezug von deutschsprechendem Gesinde aus Südungarn zu vermitteln und die Leute an Ort und Stelle selbst anzuwerben. Der Jahreslohn beträgt für Knechte durchschntttlich Mk. 220 bis 280 und für Mägde Mk. 150 bis 160.
Arbeiterbewegung.
Frankfurt, 7. Mai. Heute traten etwa 1000 Arbeiter der Holzindustrie (Schreiner, Bautischler, Anschläger und Maschinenarbeiter) in den Ausstand. Davon haben heute einige Hundert die Arbeit zu den bewilligten neuen Bedingungen wieder ausgenommen, etwa 150 ledige Arbeiter sind abgereist.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft-
»laßen, L Mai. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 1X0-1.10, Hühnereier per St. 0—0 4, 2 St. 10—11 H, Enteneier 2 St. 12—18 H, Ganse- eier per St. 10—11 H, Käse 1 St. 5—7 H, Käsematte 2 St. 5—6 H, Erbsen per Liter 19 H, Linsen per Liter 30 H, Tauben per Paar X c.63—1.00, Hühner per St. X 1.10-2.20, Hahnen per Stück X 1.40—2.40, Enten per St. X 2.20—2.50, Gänse per Pfund X 0.00—0.00, Ochsenflrisch per Pfd. 68—74 Kuh. und iMndfieffch per Pfd. 62—64 Schweinefleisch per Pfd. 60—72 4, Schweinefleisch, gesalzen, per Pfd. 76 Kalbfleisch per Pfd- G4—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 50—66 4, Kartoffeln per 100 Kilo 0.00 bi» 4.50 X, Weißkraut perSt. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 9.00—9.50, Milch ver Liter 16 H. r. «
Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Während der ersten drei Stunden der Marktzeit darf im Umberziehen nicht feilgeboten werden.
Neueste Meldungen.
Depeschen deS Bureau „Herold".
Berlin, 8. Mai. Wie eine Sonderausgabe des Militär- Wochenblattes meldet, ist der Kronprinz Leutnant im 1. Garde-Regiment zu Fuß und a la suite des 2. Garde- Landwehr-Negimenls auch a la suite des Grenadier-Regiments Kronprinz, erstes OstpreußischeS Nr. 1 gestellt worden.
Wien, 8. Mai. Die gesamte hiesige Presse bespricht an leitender Stelle die heute erfolgte Eröffnung des österreichifchenReichsrates und ermahnt die Tschechen nochmals aufs dringendste, Vernunft anzunehmen und ihre für alle Völker Oesterreichs insbesondere aber für die Tschechen selbst unheilvollen Obstruktionspläne fallen zu lassen.
Paris, 8. Mai. Der Handelsminister Millerand hat eine neue Verfügung getroffen, wonach alle Arbeiten in der Meltaus stellung bis zum 12. Mai beendet sein müssen. Nach diesem Termin werden keine Ausstellungsgegenstände mehr zugelassen, und alle Gerüste müssen vom Ausstellungsterrain entfernt fein.
Petersburg, 8. Mai. Dem Reichsrat ist ein Projekt zur Reform der Verbannung nach Sibirien vor- gelegt worden. Man vermutet, daß der Reichsrat sich für völlige Aufhebung der Verbannung erklären wird.
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nactv 9Kaao in eÄc^enct 6)X)ciAoVcitU.
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— Kraft und Gtoff. Sehr häufig werden drm Arzte schwächliche Kinder zugefühit, die blaß ausfehen, schlechten Appetit haben und an Körpergewicht nicht zunehmrn wollen. Wie schwer es ist derartigen Patienten eine genügende Menge Nahrung zu reichen wissen die Mütter am besten zu beurteilen, und werden daher gern zu künstlichen Nährmitteln greifen, welche ihren Lieblingen, an Stelle der gemischten Kost, bet geringerer Nahrungsaufnahme eine gehaltreichere, eiweißhaltige Nahrung zu bieten vermögen. Ein hervorragendes Mittel dieser Art ist die Soma tose, zumal in Form der Eisensomatose. welche das Eisen in leicht ausnehmbarcr Form erb hält. Sie bessert in kürzester Zelt das Allgrmrinbifinden, regt den Appetit an, fördert die Blutbildung, und bew'rki oft eine geradezu überraschende Gewichtszunahme. Appetitlosigkeit und Verdauung - siörungen, dir steten Begleiterscheinungen der Bleichsucht und Blutarmut, schwinden schon nach kurzem Gebrauche der Eisensoma os, die Kräfte nehmen wieder zu, und an Stelle der bleichen, wachSart gen Hautfarbe tritt wieder frische, natürliche Gesichtsfarbe.


