Ausgabe 
8.12.1900 Erstes Blatt
 
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zent Cassa ©conto. Am 19. Mai d. I. kam Dieter wieder in daS Grünebaumsche Möbel-Magazin, um den Kauf per­fekt zu machen. Der Inhaber desselben, der Vater des An- geklagten, war an dem Tage in Büdingen abwesend, und so verhandelte der Angeklagte mit dem Kunden. Die Möbel wurden ausgesucht, die Preise notiert. Nach längerem Ver­handeln räumte der Angeklagte dem Dieter bei freier Ver­packung und Lieferung gegen Baarzahlung erst 2 Prozent, dann 3 Prozent Rabatt ein, wogegen der Käufer mindestens 5 Prozent verlangte, und schließlich, da man nicht einig wurde, entfernte sich der Käufer unverrichteter Sache. Als dieser einige Zeit nachher zu seinem Schwiegersohn Rahne- feld kam, saß der Angeklagte bereits in der Wirtsftube da­selbst mit dem Wirt Rahnefeld, Philipp Dambier und Heinrich Schmall. Es wurde wegen des Möbelgeschäfts weiter verhandelt, allein trotz eifrigen Zureden- von feiten Dambiers und Rahnefelds erklärte der Angeklagte, er könne dem Dieter die verlangten 5 Prozent Cassa-Sconto nicht gewähren. Daß der beabsichtigte Handel auch hier nicht zu stände kam, darüber herrschte unter den Zeugen und auch beim Angeklagten in der heutigen Verhandlung Ueber- einstimmung. Der Angeklagte erklärt und hat diese Darstellung in dem in Rede stehenden Civil Prozeß auch beschworen, Dieter sei aufgestanden und in den vor dem Wirtszimmer damals noch befindliche Vorraum getreten, dec als Durchgang rcnutzt wurde; der Angeklagte will ihm alsbald dahin gefolgt sein, und hier in diesem Raum sei der Möbelhandel zwischen ihm und Dieter in der Weise perfekt geworden, daß er sich bereit erklärte, telephonisch

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bei seinem Vater in Büdingen auzusragen, ob dieser mit den 5 Prozent einverstanden sei. Gegebenen Falles habe er sich bereit erklärt, dem Dieter bei dessen Abreise Bescheid zu geben, eventuell am selben Abend per Postkarte an den Käufer nach Fauerbach Nachricht zu geben. Grünebaum will dann wieder inS Wirtszimmer gekommen sein und erklärt haben, er wolle telephonisch bei seinem Vater anfcagen und sei weggegangen und habe telephoniert. Nach amtlicher Aus. kunfl ist am 19. Mai vom Angeklagten abends 6 Uhr 12 Min. die Verbindung mit Büdingen verlangt worden, das Gespräch konnte jedoch von 6 Uhr 57 7 Uhr 3 erst stattfinden. Der Angeklagte deponiert weiter, daß sein Vater mit den 5% sich einverstanden erklärte, er sei zur Bahn gelaufen, kam aber zum Zuge nicht mehr zur ZeU. Er habe der Abrede gemäß darauf an Dieter eine Post­karte geschrieben, worin er ihm mittcilte, daß die 5°/0 be­willigt seien, daß er an der Bahn zu spät gekommen und daß er um Mitteilung bitte, wann die Hochzeit sei, damit die Möbel pünktlich geliefert werden könnten. Der Vor­sitzende konstatiert, daß diese Postkarte tatsächlich bei den Akten sei und den Aufgabestempel Gießen 19. Mai 7 8 abends trage, merkwürdigerweise aber laut Ausgabestempel Ostheim erst am Montag, den 21. Mai in den Besitz deS Dieter gelangt sei.

(Fortsetzung im Zweiten Blatt.)

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wiGntlich seine EideSpflicht verletzt zu haben. Der Ange- kl Ltze erklärt, daß das, was er beschworen, genau den That- saichn .entspreche. Der Schwiegervater Des Gastwirtes Rlohnestld, welcher in der Schanzenstraße Hierselbst sein GWäfi betreibt, in welchem Grünebaum häufig als Gast oemkrhltk, war im Frühjahr laufenden Jahres mehrere Male rrri väterlichen Geschäft in der Bahnhofstraße, um für eilt e zu verheiratende Tochter die Möbel-AuSstattung zu kaLchn. Derselbe suchte Möbel aus, fragte nach den Preisen und verlangte zuerst 15 Prozent Rabatt, weil em die ta. 6 bis 700 Mk. betragende Rechnung baar bc- zaDn wollte. Als man sich darauf nicht einließ, verlangte em bei iceier Verpackung, freier Lieferung bis in die Nähe ?nm Limburg, wo die Tochter heiraten wollte, 10 Pro

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Gließen, den 23. November 1900.

Der «irchenvorstand der JohanneSgemeinde.

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