Ausgabe 
8.11.1900 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

mit berücksichtigt werden sollte, da die Aufgaben derselben, besonders in der Richtung der Hilfeleistung für die Geistes­

vielseitigen Anforderungen seiner Kunden entspricht, so hatten bereits mehrere hiesige Meister seit einiger Zeit die Absicht, eine Vereinigung §u bilden, welche "den Zweck hat, die von den Mitgliedern angefertigten Möbel in einem gemeinsamen Magazine auszustellen und zu ver­laufen. In einer Versammlung, die von allen Interessen­ten sehr zahlreich besucht war, wurde das Projekt nicht nur mit hoher Genugthuung lyib Freude begrüßt, sondern mich sofort nach kurzer Beratung zur Gründung der Genossenschaft geschritten. Man sieht dem Unter­nehmen auch von feiten des Publikums mit größtem In­teresse entgegen, da doch immer noch die größte Anzahl der Käufer einer gediegenen .Handwerksarbeit den Vorzug giebt.

** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. Der langjährige Vertreter dcS Landtagswahlkreises Oppen­heim-Guntersblum, Dr. jur. Bernhaid Schroeder in Darmstadt, hat sein Mandat aus Gesundheitsrücksichten niedergelegt. Schroeder war Mitglied der nationalliberalen Fraktion.

Kirchliche Nachrichten.

Sv angelifch r Gemeinde.

Donnerstag den 8. November, abends 8 Uhr: Bibelfirmve im Konfirmandensaal (Kirchstraße 9). Psalm 2. Pfarrer Schlosser.

Universität und Hochschule.

Aus Heidelbergwird geschrieben: DerPhilologische Verein", die Korporation der Studenten der klassischen Philologie an der hiesigen Universität ist wegen Differenzen mit der Disziplinarbehörde suspen­diert worden. Man berichtet aus Tübingen: In der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität haben im Dekanatsjahre 1899/1900 von 34 Bewerbern 23 die Doktorwürde erlangt. Zwei Jubilaren wurde das vor 50 Jahren ausgestellte Diplom honoris causa erneuert, nämlich dem Landesgerichtsrat a. D. Dr. R. Gwinner in Frankfurt a. M. und dem durch seine Verdienste um das Turnwesen bekannten Profeffor Dr. O. H. Jäger in München. Dem soeben erschienenen Doktoren- Verzeichnis ist eine Abhandlung des Historikers Profeffor Dr. W. Busch überDie Beziehungen Frankreichs zu Oesterreich und Italien zwischen den Kriegen von 1866 und 1870/71" beigefügt. Der a. o. Professor Dr. Camill Henner ist zum o. Profeffor des Kirchenrechtes an der böhmischen Universität Prag ernannt worden.

Vermischtes.

* Könitz, 6. November. Zur Mordaffaire wird der antisemitischenStaatsb.-Ztg." vonbefreundeter Seite" folgendes geschrieben: Bauunternehmer Winter-Prechlau hat dem Rechtsanwalt Dr. Hahn-Charlottenburg die weitesten Vollmachten zur Wahrnehmung seiner Interessen in der Angelegenheit der Ermordung seines Sohnes Ernst erteilt. Auf Grund des in dem Prozesse gegen Maßloff neu hervor­getretenen Belastungsmaterials hat Rechtsanwalt Dr. Hahn- Charlottenburg im Auftrage des Herrn Winter dem Ersten Staatsanwalt am Landgericht Könitz eine Strafanzeige gegen Fleischermeister Adolf Lewy wegen Mordes, bezw. Beihilfe zum Morde und Mein­eides und gegen den Fleischergesellen Moritz Lewy wegen Mordes, bezw. Beihilfe zum Morde, über­reicht. Gleichzeitig hat Dr. Hahn, da Fluchtverdacht und der Verdacht besteht, daß weitere Spuren der That ver­nichtet oder Zeugen und Mitschuldige zu einer falschen Aus­sage verleitet werden, die sofortige Verhaftung des Adolf Lewy beantragt.

* Bremen, 6. November. Der DampferMa­rienburg, mit dem der an der Pest verstorbene See­mann Kunze hier ongckommen war, ist in Antwerpen unter Quarantäne gestellt worden. Die Mannschaftskojen wurden sofort desinfizirt. lieber den Krankheitsfall wird noch mitgeteilt, daß Kunze bei seiner Ausmusterung am 29. Oktober noch nichts von einem Unwohlsein äußerte. Erst am 30. ließ er der Dampfschifffahrts-Gesellschaft Hansa mitteilen, daß er krank sei und übersandte ein ärztliches Attest. Als die Drüsenanschwellung größer wurde, wurde seine Uebersührung in das Diakonissenhaus angeordnet.

der Stadt Gieße«.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Matthäusgemcinde.

Den 27. Oktober. Albert Jakob Emil Werther, Schlaffer zu Gießen und Luise Philippine Größer, Tochter des verstorbenen Schuh« machers Philipp Größer zu Gießen.

Getaufte.

Mat thäusgemeinde.

Den 28. Oktober. Dem Finanz-Aspirant Wilhelm Erle eine Tochter, Mathilde Emilie Elise, geboren den 29. September.

Denselben. Dem Schuhmacher Johannes Jacob eine Tochter, Marie Margarethe, geboren den 25. September.

Markusgemeinde.

_ t Den 28. Oktober. Dem Werkmeister Friedrich Rettwetter ein Sohn, Erich, gekoren den 16. August.

Denselben. Dem Schneider Karl Schön eine Tochter, Juliane Ernestine Katharme, geboren den 18. September.

Denselben. Dem Fuhrmann Jost Riespeler eine Tochter, Minna, geboren den 26. September.

Lukasgemeinde.

Den 28. Oktober Deni Bahnarbetter Heinrich Karl Rethwisch eine Tochter, Minna Elise Gabriele, geboren den 24. September.

Johannesgemeinde.

Den 1. November. Dem Gastwirt Wilhelm Zürb eine Tochter, Ottilie Ulrike Auguste, geboren den 21. September.

Beerdigte.

Lukasgemeinde.

Den 27. Oktober. Emilie Käß, 34 Jahre alt, starb den 25. Oktober.

Den 51. Oktober. Wilhelmine Berninger, geb. Neutze, Ehefrau des Werkstätten-Vorstehers Karl Ludwig Berninger, 50 Jahre alt, starb den 29. Oktober.

kranken nach ihrer Entlastung aus den Anstalten, so wich­tige seien, daß sie die Beachtung jedes Menschenfreundes verdienten. Wie der kürzlich erstattete Jahresbericht für 1898/99 nachweist, sind aus der Hülsskaste in dem genannten Jahre 4017 Mk. 20 Pfg. an Unterstützungen in unsere Stadt geflossen. Leider steht die Zahl der Geber und der geleisteten Beiträge zu diesem Aufwand in keinem richtigen Verhältnis, denn wir finden in dem nämlichen Jahresbericht aus Darmstadt nur 475 Geber mit 1058 Mk. 60 Pfg. an Beiträgen verzeichnet.

-nn Darmstadt, 5. November. Ein thatsächliches Vor­kommnis, wie man es sonst meist nur als Nebenbahn- Idylle in Witzblättern liest, passierte heute früh auf der Odenwaldstrecke Erbach - Darmstadt: Der Zug sollte um 6.12 auf Station Rosenhöhe eintreffen, hatte aber nahezu eine Stunde Verspätung erhalten, da die beiden Maschinen von dem Zuge in Lengfeld durch ein Versehen abgehängt wurden und nach erfolgtem Abfahrtssignal gemütlich nach dem 10 Minuten entfernten Reinheim abdampften, ohne die Wagen mitzuführen. Alles Rufen und Signalgeben der in Lengfeld Zurückgebliebenen half nichts. Anfangs glaubte man noch an ein Rangiermauöver, bis man die Maschine aus den Augen verlor. Tatsächlich merkten die Führer ihr leichtes Gewicht erst beim Einfahren in die Station Reinheim, worauf sie schleunigst Kehrt machten und die ungeduldig Harrenden holten.

-fc Mainz, 6. November. Ein in einer hiesigen Fabrik beschäftigter verheirateter Hausbursche aus Gießen wurde wegen eines vor langer Zeit an einem kleinen Kinde begangenen Sittlichkeitsverbrechens verhaftet.

Bingen, 6. November. Der Geschäftsführer des Ver­eins zur Wahrung des Deutschtums in den Ostmarken, Dr. Äovenschen, bat in den letzten Wochen wieder eine Werbereife nach dem Westen unternommen. Der Erfolg seiner Vorträge über die Polengefahr war, daß in Verden a. d. Aller und in Bingen Bingerbrück neue Orts­gruppen desDeutschen Ostmarken - Vereins" begründet werden konnten. In Gelsenkirchen und in Barmen wurden größere Sammelstellen eingerichtet, und in Hildelsheim ist die Bildung einer Ortsgruppe in die Wege geleitet.

Wetzlar, 6. November. Die hiesige Reichsbank­nebenstelle wird in absehbarer Zeit ihr eigenes Ge­schäftsgebäude besitzen. Wie uns von unterrichteter Seite mitgeteilt wird, ist am heutigen Tage ein Vertrag zum Abschluß gelangt, demzufolge die Reichsbank von dem am Wüllbacherthor gelegenen Besitztum des Geh. Sanitätsrats Dr. Höchst ein Areal im Umfange von 700 Quadratmetern käuflich erworben hat. Auf diesem Grundstück wird der Neubau errichtet werden.

-fc. Limburg (Lahn), 6. November. Im Oktober 1874 starb zu Innsbruck die Gräfin Franziska Serafine zu Neu-Leiningen-Wefterburg, Inhaberin der Stan- desherrschaften Westerburg und Schadeck im Regierungs­bezirk Wiesbaden. Laut Vertrag ging der keineswegs un­bedeutende Besitz, der jährlich ca. 45000 Mk. einbringt, an den Grafen Friedrich zu Alt - Leiningen - Westerburg, Standesherrn in Ilbenstadt in Hessen, über. Zwei Jahre vor ihrem Tode am 1. Juni 1872 hatte die Gräfin ein Testament errichtet, in welchem sie den Universalerben, den unmittelbaren Besitznachfolger in den StandeSherr- schaften Westerburg und Schadeck, verpflichtete, verschiedene Legate aus ihrem Privatvermögen an bestimmte Personen und Korporationen auszuzahlen. So1000 Gulden in Silber an die wahrhaft Armen und zwar ohne Unterschied der Konfession (Gräfin Serafine war katholisch) der Graf­schaften Westerburg und Schadeck, wovon für die Kinder­bewahranstalt in Westerburg 300 Gulden verwendet werden sollen." Die Auszahlung dieses Legats hat Graf Leiningen unterlassen, bezw. daß dasselbe besteht, verheimlicht. Erst vor einiger Zeit erfuhr davon das Landratsamt Westerburg. Letzteres stellte durch Anfrage bei sämtlichen beteiligten 11 Gemeinden fest, daß eine Zahlung des Legats nicht er­folgt ist. Als Aufsichtsbehörde der beteiligten Armenver­bände richtete hierauf das Landratsamt an den Grafen Leiningen [nach Ilbenstadt ein Schreiben, in dem er an die Erfüllung seiner Legatsverpflichtungen gemahnt wurde. Das Schreiben kam mit dem Vermerk zurückUnbekannt wohin abgereift." Graf Leiningen war eben ins Auslano, nach Wien geflüchtet, um sich der Verbüßung der über ihn wegen Ehebruchs von der Strafkammer in Gießen verhäng­ten Gefängnisstrafe von 6 Monaten zu entziehen. In der Legatsangelegenheit kann, wie es heißt, strafrechtlich nicht gegen den Grafen vorgegangen werden. Andere Legate an Verwandte re. sind erst kürzlich ausbezahlt worden, da auch diese Erben erst jetzt aus Zufall Kenntnis von ihrer Erb­schaft erhielten.

-fc Fulda, 6. November. Die gerichtliche Obduktion der Leiche des am SamSlag von dem 13 jährigen Arthur Fritzsche erschossenen Kaufmannslehrling Heinrich Hartmann fand heute vormittag in Gegenwart des ersten Staatsanwalts statt. Fritzsche hat gewußt, daß die Waffe, die er schon einige Zeit in Besitz hatte, geloben war. Auch soll er den Hartmann gefragt haben: Soll ich Dich einmal schießen? Gleich nach der That hatte Fritzsche den Revolver verborgen. Erst als ihm ein Schutzmann mit Verhaftung drohte, brachte er die Waffe aus dem Versteck hervor.

Cassel, 5. November. Während es früher allgemein Sitte war, daß das möbelkaufende Publikum seinen Be­darf oder die Eltern die Aussteuern für ihre Töchter ein Vierteljahr vorher bei ihrem Hausschreiner oder Tapezier zur Anfertigung bestellten, deckt man jetzt lieber, was auch in den meisten Fällen nicht zu verdenken ist, den Bedarf in Möbelmagazinen, wo sich nickst nur die einzelnen Möbel fix und fertig präsentieren, sondern wo auch gleich dem Käufer ganze Zimmereinrichtungen vor Augen geführt werden können. Ta nstn nicht ein jeder Schreiner oder Tapeziermeister sich ein Möbellager halten kann, das den

Genchtssaal.

-fc. Mainz, 6. November. Dec 27 Jahre alte AlthSndler Peter Metten von hier, der zu Pfingsten tm Walde bei Ecbenhetm seine Geliebte, Josephine Engelhardt, angeblich mit deren Ein­verständnis, erschossen hatte, wurde gestern von. der Strafkamuur in Wiesbaden zu 4 Jahren Gefängnis verurteilt. Metten hatte damals auch die Waffe gegen sich gerichtet, jedoch ohne Erfolg, und war dann zu einem katholischen Priester in Wiesbaden gegangen und hatte ihm den Vorfall gebeichtet. Der Priester veranlaßte ihn, sich der Polizei zu stellen.

Feldpost mit Briefen und Paketen vom Kriegsschauplatz, die bei Feldpostbriefanstalten aufgeliefert und mit deren Aufgabestempel bedruckt sind, ist am 29. Oktober beim Marinepostbureau in Berlin eingegangeu. Sie bestand in zwei Briefsäcken- im Gewicht von fast 80 Kilo, die mehr als 20 000 Briefe und Postkarten enthielten. Von recht großem Umfang ist auch die Ladung von Feldpostpaketen für den am 30. Oktober von Bremerhaven nach China abgegangenen Reichs-Poftdampfer gewesen. Obwohl zwischen der voraufgegangenen Schiffsgelegenheit, der rund 5600 Pakete Angeführt wurden, und dem Abgang des letzten Dampfers nur sieben Tage liegen, waren für die letztere Gelegenheit doch 8090 Feldpostpakete einge­gangen, die in 403 Säcken zur Absendung gelangten. Das Amtsblatt des Reichspostamts enthält weiter fol­gende Verfügung über die vorschriftsmäßige Beschaffenheit iind Behandlung der Feldpostpakete: Von den der Paketpost-Sammelstelle in Bremen zugehenden Feld­postpaketen an die ost asiatisch en Truppen entspricht ein großer Teil, über 10 pCt., nicht den Bestimmungen über die Beschaffenheit und Behandlung der Feldpost- päckereien. Die Mängel sind-folgende: die Inhalts­

angabe oder die Bezeichnung des Absenders fehlt. 2) Die Aufschrift oder die Frankierung ist unzureichend. 3) Die Sendungen sind mangelhaft verpackt, insbesondere sind die zur Verpackung verwendeten .Kistchen und Kartons nicht in feste Leinwand oder Wachsleinwand eingeschlagen. 4) Die Pakete wiegen mehr als zweieinhalb Kilogramm. 5) Von der Beförderung ausgeschlossene Gegenstände, wie Flüssigkeiten, werden versandt. 6) Der Abdruck des Auf­gabestempels ist undeutlich und die handschriftliche An­gabe des Aufgabeortes fehlt. Da derartige Mängel un­liebsame Weiterungen verursachen, durch die bei dem großen Umfang des Feldpostpäckerei-Verkehrs der ord­nungsmäßige Fortgang der Geschäfte bei der Sammel­stelle eine empfindliche'Störung erfährt, werden die Post- anstalten veranlaßt, mit Nachdruck darauf zu halten, daß Feldpostpakete von vorschriftswidriger Beschaffenheit fortan unter keinen Umständen zur Absendung gelangen. Send­ungen mit mangelhafter Aufschrift und unvorschrifts­mäßiger Verpackung oder mit unzulässigem Inhalt müssen bei den Annahmestellen den Absendern unter genauer Belehrung über die Vorschriften zurückgegeben werden; die Bestimmungen über die Behandlung der Sendungen im Postbetriebe ^nüssen sorgfältigste Beachtung finden.

-fc Friedberg, 6. November. Der Barbierlehrling Heinrich Strauch, geb. aus Großkarben, und der Gehilfe des Geschäfts trieben Spielerei mit einem geladenen Revolver. Plötzlich ging ein Schuß los und traf den Lehrling so unglücklich, daß er sofort tot zusammen­brach. Aus Verzweiflung erschoß sich bann auch der Gehilfe. Nach einer weiteren Meldung haben der Gehilfe (des Barbiers Förder in der Schulftraße) und der Lehrling vor der unseligen Thal Streit miteinander gehabt, sodaß der Vorgang in einem ganz andern Lichte erscheint. Auf dem hiesigen Gaswerk ereignete sich gestern Abend ein schwerer Unglücksfall. Der Arbeiter Kratz übergoß heißen Koks mit Wasser, als infolge der noch im Kols ent­haltenen Gase plötzlich die ganze glühende Masse explodierte und dem Kratz am Körper furchtbare Brandwunden bei­brachte.

nn. Darmstadt, 5. November. Die Abgeord- neten-Versammlung gelegentlich des Jahresfestes des Hess. Hauptvereins des Evangelischen Bundes wurde heute vormittag 9 Uhr im Saalbau er­öffnet. Pfarrer Dr. Weitbrecht-Wimpsen referierte über die Organisation und Agitation des Bundes in Hessen, die sehr erfreuliche Resultate zeigte. Als Ort für die nächst­jährige Hauptversammlung wurde Wörrstadt bestimmt. Alsdann fand die gutbesetzte Hauptversammlung statt, zu deren Beginn Hofprediger Ehrhardt, der Vorsitzende des Hess. Hauptvereins, einen übersichtlichen Jahresbericht verlas, aus dew hervorging, daß an fast allen Plätzen strebsam gearbeitet wird, sodaß noch im lausenden Jahre gute Erfolge erzielt wurden.I Der Hess. Hauptverein zahlt zurzeit 3 Prozent Unterverbände. Kaufmanns Rummel gab alsdann den Rechenschaftsbericht, der eine Einnahme von 6788.73 Mark und eine Ausgabe von 5187.19 Mk. aufweist, sodaß ein Ueberschuß von 1601.54 Mark verbleibt, der Vermögenszuwachs beträgt 368.31 Mk. Ter Verein zahlt jetzt 4483 Mitglieder, er hat um 14 Mit­glieder zugenommen. In längerem ausführlichem Vor­trage berichtet hieraus Pfarrer Reinhard-Wörrstadt über die Diakonie des evang. Bundes in Hessen. Es wird eine Resolution beschlossen, nach der in Anerkennung der Arbeit und Bestrebungen des Diakonissenhauses Elisa- . bethenstist, dem man nach Möglichkeit auch fernerhin helfend zur Sette stehen wolle, konstatiert werden müsse, daß derselbe den heutigen Anforderungen nicht mehr ge­nüge und man sich deshalb mit Bildung eines Diakonissen­seminars befassen werde; im Prinzip ist man darüber einig, u1nb die nächste Delegiertenversammlung im De­zember d. I. soll hierüber weiter beschließen. Zum Schluß hielt noch Pfarrer Wolff- Rumpenheim einen Vortrag über den derzeitigen Stand der österreichischen Bewegung und die Aktion des hessischen Hilfsausschusses, und es wurde folgende Resolution angenommen:

Der Ev. Bund zur Wahrung der deutschen pro­testantischen Interessen in Hessen begrüßt aufs freudigste die evangelische Bewegung in den Ostmarken und bittet alle Evangelischen des Landes, diese Bestrebungen zu unterstützen, dem neugebildeten Hess. Hilfsausschuß bei­zutreten und eifrigst dafür zu wirken."

Ein gemeinschaftliches Mittagessen bildete den Schluß des Festes.

** Darmstadt, 6. November. Gegenwärtig ist in unserer Stadt eine Kollekte für die Unterstützungskasse der hessischen Landes-Irrenanstalten und derpsych- l^trischen Klinik in Gießen in Gang. Garoftschon list darauf hingewiesen worden, wie gerade diese Unter

SS:

Mgckel, fotoi, tat

JWlton Dam, «n einet Nru-

a,L Frl. TrjA spielen, die

, Vorm. U w bei Herrn

tot tt\\t Hvrtz, ^dllhkater absvl- vWm, ist hier st ^getreten unb n bestem Anbeuten Eine Reihe von von Universitäts- _ Erst im vorigem bereit jetzt Mr Trck

S M dieses Kön­nende finden in

November 1900, nd. Außer denn 1. ausführt, sind f Redner (Bio-

As Gäste sind Sopran), Fräulein Weilhammer Horn). An Kam- ' und Duos to Händel, C. Cmv i. Es wäre W hzu einer thiuexxv' jft freilieb nöt\§, M kräftig er- it rechteckig im gegeben werden, tn eine ausfiihr- auch über alle he genaueste Aus«

Evangelische am Montag, den : Ltadtlirche ein schon setzi daraus letzenden Hochflut eten Darbietungen i zu finden. Der . eine größere v# aend ein oberer [mi jein,

Elch SrÄ wy . Auch toe [sichten Pdoten echi unbeguem. äd das Konzert ganz besonders ./kommt neben irte Kantate m orgenstern" erdem find aA

und Herr trüber 6« * Mein bar w w», b»B le'nt

et »«»'M? SS» .KxS S3

Ä-X es»'

H-n- iri« fic ß» di-. S >« stahl* M.flnbtt " St t

** Feld postdieust in Ostasien. Der Feldpost- | stützungskaffe in erster Linie von der Wohlthätigkeit aller I dienst in Ostasien nimmt immer mehr an Ausdehnung k:-

w. Wie man hört, ist eine weitere Verstärkung des Per­sonals der Feldpost um Beamte, ©djaffner und berittene Postillone erforderlich, die mit einem der nächsten Reichs­postdampfer die Reise nach China antreten werden. Auch wettere Postwagen und zwar Brieskariole werden von Berlin aus den Jeldpostanstalten überwiesen. Die erste