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lichen Körpers mit Elektrizität. (B. 26491.) Hermann I Behrend in Worms a. Rh. — Doppelkemme. (N. 4857.) ®- Fr. Nau und I. Greiner in Biebesheim. — Gradir- I werk. (Sch. 14474.) H. Schaffstaedt in Gießen. — Kammplatte für Haarschneidemaschinen. (A. 6500.) G. Fr. ! A p p^el in Mainz.
** Die Feldpostkarte, die im deutsch französischen Kriege eine so große Verbreitung sand, läuft Gefahr, jetzt von I der Ansichtskarte verdrängt zu werden. Jede nach Ostasien I abgehende Feldpost vereinigt etwa 5000 Sendungen an Angehörige des ostasiatischen Expeditionskorps. Es herrscht I aber hier die Ansichtskarte durchaus vor. Feldpostkarten I werden nur sehr wenige abgeschickt. Die Feldpost beschränkt I sich vorläufig übrigens auf Briefe und Postkarten. Es herrscht vielfach noch die falsche Meinung, als ob auch andere Gattungen von Postsendungen zugelassen seien. Dies I ist nicht der Fall. Es wird wohl beabsichtigt, später einen I Packetverkehr nach China einzurichten, zurzeit ist dies aber noch nicht angängig. Ebenso wenig findet ein Postanweisungsverkehr statt. Doch dürfte später ein Postanweisungs- I dienst vom Kriegsschauplätze nach der Heimat eingerichtet I werden.
gestcinge.
•* Kleine Mtteilungen aus Hessen und den Nachbarstaates- Man berichtet aus Mainz: Aus das Preisausschreiben zur Erbauung eines Krematoriums und Kolumbariums auf dem Mainzer Friedhose find 90 Entwürfe eingereicht worden. Dem Preisgericht, daS in Frankfurt zusammentritt, gehören an die Herren: Genzmer-WieSbaden, Hofmann-Darmstadt, Opsermann und Schmahl--Mainz. Gelegentlich des in Frankfurt stattfindenden 9. Verbandstages der Feuerbestattungsvereine werden die Entwürfe dort zur Ausstellung gelangen. — In Erbach i. O. ist eine Großh. Elfenbein« schnitzereischule errichtet worden, die am 1. Oktober ihre Thätigkeit beginnt und gegen ein halbjähriges Schulgeld von nur 15 Mk. jungen Leuten im Alter von 14 Jahren ab geöffnet ist. — In der Mainzer Tapezierer-Zwangs^ Innung wurde mit großer Mehrheit der Antrag gestellt, die Zwangsinnung, die den Mitgliedern gar keine Vorteile gewähre, wieder aufzulösen. — Kürzlich wurden in Alzey bei der Beerdigung eines ehemaligen Soldaten durch den Kriegerverein auf dem Friedhose die üblichen Gewehrsalven gelöst. Die Schützen erhielten nunmehr je ein Strafmandat
-r Wallernhauseu, 5. September. Gestern nachmittag stürzte beim Grummetabladen der Landwirt August Schmidt I
Dom Heustall auf einen unten stehenden Dreschwagen und verletzte sich am Kopfe so schwer, daß er abends 9 Uhr J’e_r“a(5 c t5c^mtbl toar verheiratet und stand in den besten Jahren. '
In einem aus Prätoria an das „Utrechter Tagblatt" gerichteten Briefe werden, wie man aus Amsterdam schreibt, die Gründe auseinandergesetzt, die zu der barbarischen Behandlung der Holländer und Deutschen seitens der englischen Gewalthaber geführt haben. ES heißt in dem Briefe:
Dis vor kurzer Zeit konnte man bemerken, daß das Auftreteu gegen die geborenen Afrikander viel vorsichtiger und milder war. Man wollte so wenig wie möglich Anstoß geben, um die afrikanische Bevölkerung mit der britischen Oberherrschaft zu versöhnen, während man auf die Fremden keine Rücksicht zu nehmen hatte. Die Engländer wiffen natürlich recht gut, daß vielen Afrikandern die Ausstoßung des hollän- dlschen und deutschen Elements nicht nur gleichgiltig, sondern häufig gar nicht unangenehm ist. Ein sehr sprechendes Beispiel dieser verschiedenartigen Behandlung ist der Unterschied im Auftreten gegen afrikanische und holländische Prediger. Jene halten unentwegt zur nationalen Sache und fordern von der Kanzel herab die Männer auf, im Widerstand gegen England auszuharren und warnen sie, den Eid als englische Un- terthanen abzulegen. Ein holländischer Prediger wurde deshalb kurzweg verbannt, auf ein Schiff geladen und in die Heimat befördert; der afrikanische Prediger Bosman, der genau dasselbe gethan hatte, wurde vor Lord Roberts beschieden, der ihn ermahnte, in Zukunft keine politisch gefärbten Predigten mehr zu halten, worauf Bosman kalt erwiderte, daß er sich von niemand eine Vorschrift darüber machen lasse, was und wie er predigen wolle. Er wurde nicht weiter behelligt.
anderer afrikanischer Prediger wurde wegen „politischer Wühlereien" verhaftet, aber auf Befehl von Roberts alsbald wieder in Frechen gesetzt, weil er keinen Märtyrer aus ihm machen wollte. Damit muß man die schmachvolle Behandlung der zweiten holländischen N-Ä^^/brgleichen. Ihr Führer, Dr. Coster, ein aktiver holländischer Militärarzt, hatte die Unvorsichtigkeit begangen, einige unverfängliche Prwatbnefe nach dem nördlichen Kriegsschauplatz, wohin er sich begeben wollte mltzunehmen. Man ließ ihn ruhig ziehen, aber unterwegs wurde er aufgegriffen, und obwohl er die Briefe vorlegte und ihr Inhalt durchaus unverfänglich war, keine militärischen und politischen Dinge behandelte, drohte der englische Offizier, ihn sofort erschießen zu lassen. Er wurde nut noch zwei anderen Aerzten in Haft behalten, in einem schmutzigen Viehwagen nach Kapstadt geschickt und dann nach Ceylon elngeschifft, während die ganze Ambulanz einfach beschlagnahmt wurde.
Arst m Utrecht, Dr. Zadelhoff, wurde dieser Tage zu einer schwer erkrankten Frau, deren Mann Beamter in Transvaal gewesen war, ae$ Men; sie zeigte ihm ein Zeugnis ihres Arztes in Johannesburg, worin der englische Gouverneur ersucht wurde, dieser Frau den ferneren Auf- i L^L??er zu gestatten, da sie in hohem Grade lungen-
lei unb Klima in Holland sie Hinwegraffen müsse. I Fe wurde in einen Kaffernwagen gebracht und mußte die Reise nach Holland machen I
I ** Zn Amerika verstorbene Hessen. In New-Jork: Wilhelm Troß, 43 Jahre alt. aus Geiß Nidda.
"T Grunberg, b. September. Gestern nachmittag um gesungen und brachte Stimmung in die Festversammluna. Zl/z Uhr sand hier eine Inspektion der freiwilligen ----------r r '
I und Pfichtfeuerwehr durch Kreisfeuerwehrinspektor I Loos-Gießen statt. Trotz der dringenden Feldarbeiten I waren die Mannschaften nahezu vollzählig zur Stelle. Dem Vernehmen nach sprach sich der Inspektor recht befriedigt über die Leistungen der Wehr aus. — Wie es heißt, soll der diesjährige Kreisfeuerwehrtag Mitte Oktober in unserer Stadt abgehalten werden. — Ein eigenartiger Unfall I ereignete sich gestern nachmittag hier. Ein Landwirt hatte aus dem Hof die Pferde ausgespannt; während er sich noch am Wagen zu schaffen machte, nahmen die Pferde den I Weg über die Miststätte und fielen dabei in eine dort befindliche Jauchegrube. Bis an den Hals in dem Morast steckend, mußten die armen Tiere aushalten, bis es einigen der I Zu derselben Zeit abgehaltenen Feuerwehrübung versammelten Mannschaften mit großer Mühe gelang, sie aufs Trockene I zu bringen. Glücklicherweise haben beide Pferde bei dem I Unfall keinerlei Schaden genommen.
i. Laubach, 5. September. Heute nachmittag t/23 Uhr I gleich nach Ankunft des Großherzogs fand die feier- I liche Beisetzung des verewigten Grafen Friedrich I statt. In der Kirche war am Abend zuvor der Sarg vor dem Altäre ausgestellt worden, Helm und Degen des Verstorbenen lagen auf dem Sarge; ringsherum lagen prachtvolle Kränze, aus beiden Seiten des Sarges stantzen brennende Leuchter, auch der Altar war durch den Gräfl. Hofgärtner schön geschmückt. Heute im Trauergottesdienste, in I dem bis ins Kleinste ausgearbeitete Ordnung herrschte, war eine große Menge Leidtragender versammelt. Der erste Stadtpsarrer hielt die Gedächtnisrede im Anschluß an das Wort des Apostels Paulus: „Aber von Gottes Gnade bin ! ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist." Der Entschlafene hatte schon früher sich alles Lob an seinem Sarge verbeten. Das entsprach ganz seinem Charakter. Der Geistliche betonte des Verblichenen lebendige Frömmigkeit, seinen Bekennermut, seine Verdienste um die Kirche, I sodann sein bedeutendes Wirken auf weite Kreise, seine Ver I dienste um die Stadt Laubach, um unser Hessen und um I das Vaterland. Er hob aber besonders hervor, welcher I edle Mensch der Verstorbene war. Nach dem Gottesdienste I setzte sich der Zug nach dem Friedhöfe in Bewegung, Ver- I eine standen Spalier. Dem Leichenwagen voran gingen I Musikkapelle und Kirchenchor, die Lehrer und Schüler des Gymnasiums „Fridericianum", die Fahnendeputation, Schieß- I sektion, zwei Trauermarschälle, Gräfl. Pächter und Beamten; I dann wurde, wie üblich, das Kreuz vorangetragen, hinter I demselben schritten die Patronatsgeistlichen und die beiden I fungierenden Stadtgeistlichen, dann die Ordenskissen tragen- I den Herren, nämlich Obersorftmeister Thum dahier und I Forstassessor Königer in Arnsburg, dann die persönlichen I Diener des Grasen, Haushofmeister Böhm und Kammer- I diener Rehberger. Aus beiden Seiten des Leichenwagens I schritten Gemeinderat und Kirchenvorstand, außerhalb der- I selben die Kränze tragenden Forstwarte. Hinter dem Leichen- I wagen gingen die hohen Leidtragenden, die Herren in I mannigfaltigster Uniform, der Großherzog führte die Gräfin Otto, sodann diejenigen Herren, für die Plätze reserviert I waren in der Kirche, sodann alle übrigen Teilnehmer. Am I Grabe fungierten die beiden Stadtpfarrer, die Gemeinde I sang unter Musikbegleitung „Jesus meine Zuversicht" Vers 1, der Chor sang nach der Einsegnung des Grafen Lieblingslied „Ich habe nun den Grund gefunden" Vers 1, nach I dem Gebete sang noch die Gemeinde und Chor: „Jerusalem, I du hochgebaute Stadt". — So ist Graf Friedrich nicht mehr unter uns, der Edelmann im edelsten Sinne des I Wortes. Seine Werke dauern fort.
Aus Stadt und Land.
Gießen, 7. September 1900.
•* Perfonalnachrichten. Der Direktor an dem Gymnasium und der Realschule zu Worms Dr. Heinrich Blase wurde zum Direktor des neu errichteten Gymnasiums (Herbstgymnasium) zu Mainz, der Direktor der Realschule und des Progymnasiums zu Bingen Dr. Theodor Walter zum Direktor des Gymnasiums und der Realschule zu Worms und der Oberlehrer an dem Ludwig-Georgs- Gymnasium zu Darmstadt Professor Dr. Franz Helm zum Direktor der Realschule und des Progymnasiums zu Brngen, sämtlich mit Wirkung vom 1. Oktober, der Vor- stand des bautechnischeu Bureaus bei der Abteilung für beS Ministeriums der Finanzen Bauinspeklor tv,™ ^,°u? 8um ständigen technischen Hilfsarbeiter bei unter Belassung des Amtstitels Bau- der R-visinnsknnlrolleur Adam Leißler zu »™,rnRmtbt tiT H^ptsteueramtskontralleur bei dem Haupt'
-bm Tnannl; ber Distriktseinnehmer der ‘1’ ®C,iu?9Cn R-ndnnt Christian Müller, Distriktseinnehmerei Laubach Rendant Heinrich Damel Rausch und der Distriktsein- n-hm-r der DistriklSeinnehmerei Nierstein N-nd^nt Joseph Dapper wurden auf ihr Nachsuchen unter Anerkennung ^langjährigen treu geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. Oktober l. IS. an in den Ruhestand versetzt
•* Patentliste. Verfahren zur Herstellung einer Filter- mässe aus Kteselguhr. (F. 12634.) Filter- und Brautechnische Maschinen-Fabrik Akt.-Ges. norm. L. A.Enzinqer in Worms. — Verfahren zur Darstellung von Pyrrolidon und Pyrrolidin. (M. 17884.) Firma C. Merck in Darmstadt. — Vorrichtung zur örtlichen Behandlung des mensch-
Es scheint überhaupt, daß man in England die Wirksam- UP Roten Kreuzes mit mißtrauischen Augen betrachtet. Wie die letzte Nummer des „Bulletin international des SociötSs de l- Croix rouge" in Genf mttteilt, hat das internationale Komitee m Genf das Londoner Hauptkomitee eingeladen, in Lourenco Mar- qms einen besonderen Dienst einzurichten, damit für die Verwundeten und Kranken auf beiden Setten rascher und besser gesorgt werden könne, aber das Londoner Komitee hat seine Beteiligung an diesem Werk der Barmherzigkeit einfach
Sertl Es war deshalb auch eine stark übertriebene Gut- müttgrett, daß daS Genfer Generalkomitee dennoch die für den ge- nannttn Zweck gesammelfen Gaben gleichmäßig zwischen Engländern k ™ I*nrDer c » ^at D^e Engländer hätten diesesma! mit Fug unb Recht leer ausgehen sollen. Wundern muß man sich nur, daß ber niederiänbische Minister des Arutzern bis jetzt noch keine Schrite oft oer engt,scheu Regierung gethan hat, um der rohen Behandlung niederländischer Unterthanen in Südafrika ein Ziel zu setzen °
Entsetzen, daß die blutrünstige Phantasie und geschmacklose Renommisterei einen Soldaten unseres Seebataillons verleitet hat, seinem Freunde eine wilde Geschichte aufzutischen, um sich interessant zu machen und im Lichte eines ganz entsetzlichen Kriegsmannes zu erscheinen. Von dem, was der Mann über Totschlägen von Frauen und Kindern durch deutsche Soldaten erzählt, glauben wir kein Wort, einmal, weil es mit allen anderen Berichten in Widerspruch steht, sodann aber, weil ein derartiges Verhalten bei unsern Soldaten in keiner Weise angenommen werden darf. Daß freilich Kriege dazu da sind, Menschen totzumachen, ist eine bedauerliche, aber unabänderliche Thatsache. Da Deutschland bekanntlich dasjenige Land ist, in dem es die wenigsten Analphabeten giebt, so können wir uns, wenn erst die 12 000 Mann der Lesselschen Expedition, angekommen sein werden, auf eine Hochflut der schönsten Soldatenbriefe gefaßt machen, in denen viele unserer braven Jungen sich weniger von dem Bestreben nach objektiver Wahrheit werden leiten lassen, als vielmehr von dem Wunsche, bei Eltern, Geschwistern, Freunden und Basen in einem sehr interessanten Lichte zu erscheinen. Dieser Zweck wird aber immer durch die unter möglichst schrecklichen Umständen erfolgende Ermordung zahlloser Chinesen am sichersten erreicht werden.
I Heute morgen fchpn um 9 Uhr versammelten sich die Teil- I nehmer an der Wanderversammlung zur Hauptversamm- I lung im kleinen Saale des Saalbaues. In der Hauptver- I sammlung eröffnete Oberbergrat Tecklenburg die Verhandlungen. Der Redner warf einen Rückblick auf den I Entwickelungsaang der Gesamttechnik und gab speziell eine | für je Uebersicht über die Bohrtechnik und über die Entwickelung des Vereins seit 1885. Darauf begrüßte Ober- I burgermeister Adickes die Festversammlung. Dr. Knob- I lauch, der Direktor der Senckenbergischen Naturforschen- I den Gesellschaft, betonte die wechselwirkenden Beziehungen I zwischen den Naturforschern und den Praktikern der Bohr- I technik, denn die praktischen Erfolge kommen der wissen- I schaftlichen Ausnutzung wieder zugute. Tie Profile, die I von den Bohrtechnikern erschlossen werden, geben dem Geo- I logen Aufschluß. Auch er wünscht glücklichen Fortgang. I E. Weismüller, Ingenieur, begrüßt die Versammlung im Namen des Ingenieur- und Architektenvereins. Gäbe es auch in der Umgegend wenig Bergbau, so gäbe die Er- bohrung der Heilquellen das Vorhandensein von Braunkohle, Kupfer usw. Veranlassung zur Nutzung mib Anerkennung ihrer guten Dienste. Oberbergrat Tecklenburg dankte für die warmen Worte der Redner un,d machte sodann einige geschäftliche Mitteilungen. Die Reihe der Vorträge eröffnete Dr. Edmund Naumann, ! hier, über die größten Teufen, welche durch Bergbau oder Tiefbohrung erreicht wurden, und die dabei gewonnenes Resultate, v. Rein ach teilt hierauf in ausführlichem Vortrage mit, daß die Wasserentnahme aus dem Taunus sich aiif die Erkenntnis des Gesteinscharakters, sowie der geologischen Lagerungsfolge der größeren Schichten komplexe gründe. Bei der Aufrichtung des Gebirges haben die ältesten, hauptsächlich aus Schiefern bestehenden Schichten dem Druck ohne größeren Widerstand nachgegeben. Me etwas jüngeren, spröden, aus Sandsteinen und Quarziten bestehenden Schichtenkomplexe werden dagegen von massenhaften Sprüngen und Rissen durchzogen. Letzteres Gestein nimmt infolge dessen das Niederschlagwasser zu seiner Sättigung auf. Die betreffenden Schichten bilden hierdurch große Reservoire, welche, wenn sie durch Stollen ausgeschnitten werden, im stände sind, regelmäßig stärkere Wassermengen abzugeben. Jacques B a s z a n g e r-Paris spricht hierauf über Ursachen der Hausse im Markte für Carbon und Rohdiamanten für industrielle Zwecke. Sodann spricht Waclaw Wolski- Schodniea 1. über die Prinzipien zweier neuer Bohrsysteme und 2. über eine neue FriktioTis- kuppelung bei Bohrkrahnen. — In der Vorhalle stellen aus: C. u. S. Frank hier, eine Anzahl ingeniöse Erfindungen, z. B. das Pressen der Röhren und Hülfen aus kaltem Wege, das Verfahreri, biegsame Röhren aus Stahl, Eisen nmd Messing ohne Löten zu verbinden, Frankfurter Metallwerk I. Patrick hier, Ventile und Hähne für Wasserleitungen, wie sie in den westfälischen Kohlengruben bei Wasserleittmgen in Anwendung find zur Verhütung von Kohlenstaub, und eine Nachlaßvorrichtung für Bohr-
bm. Mainz, 5. September. Für die am 12. d. MtS. stattfindende Verbandsversammlung des Verbandes deutscher Gewerbegerichte liegt jetzt die vollständige Tagesordnung vor. Den Hauptgegenstand bildet „Das Bürgerliche Gesetzbuch und das Recht deS ArbettsvertrageS" und zwar im einzelnen: Verbot der Ausrechnung und Zurückbehaltungsrecht; Prozeßfähigkeit der Minderjährigen; Vergütung bei kurzer Verhinderung; die Ansprüche der Parteien bei Lösung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist. Ferner stehen auf der Tagesordnung: Abänderungsvorschläge zum Gewerbegerichtsgesetz (Referent: Reichstagsabg. Trimborn-Köln), die kaufmännischen Schiedsgerichte, die Gewerbenovelle vom 30. Juni 1900, die Arbeitsordnung, die Notwendigkeit schriftlicher Vertragsabschlüsse vor Beginn der Arbeit, sowie Anregungen auS der Mitte der Versammlung.
„ Stanffurt a. M., 6. September. In der Zeit vom o^bis 8. September tagt hier die 1 4. I n t e r n at io na l s W a n d e r v e r s a m m l u n g der B o h r i n g e n ie u r e> ü n. Jo,0 brt e ch niker, zu gleicher Zeit hält der Verein w Avhrtecknirer seine 7. ordentliche Versammlung ab. Am Abend des 5. September begrüßte am Eingänge des oberen Saales der „Alemannia" Oberbergrat Tecklen^ r. 1. a ( Hochj Qyl
A ,—o—,-r—Dr. Kart
Ochsenius - Marburg erwiderte darauf, nachdem er den I Zweck der Wanderversammlungen und was von ihnen zu I hoffen und zu wünschen, hervorgehoben hatte, daß die I Bohrtechnik eine Kunst geworden sei, deren Resultate klar I vor Augen liegen. Der Nationalwohlstand wäre ein viel geringerer, wenn der Aufschwung der Bohrtechnik nicht | em so ungeheurer wäre. Ein von Oberstleutnant E. Gl ad | gedichteter humorvoller Festgruß zum „Bohrertag" wurde I nach einem voraufgegangenen und mit Begeisterung auf- i genommenen Hoch auf die Damen mit Klavierbegleitung
•* Wichtig für Rekruten. Ein Rekrut, der sich in gerichtlicher Untersuchung ober im Anklagezustand befindet, kann nicht eher eingestellt werden, als bis die Strafsache einschließlich der Strafvollstreckung vollzogen ist. Rekruten, , oberen Saales der 9 welche es unterlassen, von einer gegen sie erhobenen 3n= f u r q ^arniftabt die K-eftaäfte Mit pinpm SBerbüfeunfihrer16^0^ *“ b-huss Frankfurt schloß bie BegrllßongAnsprache.
Verbüßung ihrer Strafen wieder entlassen, ganz abgesehen 1 ' *
davon, wie lange sie schon dienen. Im nächsten Jahre werden sie erneut ausgehoben und eingestellt, ohne daß ihnen die vorhergegangene Dienstzeit eingerechnet wird. Es liegt somit im Interesse eines jeden Rekruten, gegen den eine gerichtliche Untersuchung schwebt, sofort seiner Kontrol- stelle Anzeige zu erstatten.


