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8.5.1900 Drittes Blatt
 
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bem Friedhöfe eine Gedächtnisfeier zu Ehren der im Feldzuge 70/71 Gefallenen abzuhalten. Wie uns mitgeteilt wurde, werden die bereits eingetroffenen trüberen Offiziere und Veteranen des vormaligen 2. Groß- herzogl. In t. Regts. Nr. 116, Kaiser Wilhelm, dieser er­hebenden Feier beiwohnen. - Tue Sohne Gießens, die Kombattanten sind, aber mcht zu den Angehörigen des 116. Regiments zählen, werden zur Weihe auf dem Marktplatze wohl den bevorzugtesten Platz erhalten, nämlich zwischen dem zweiten Bataillon. Zum Essen werden sie in Steins Garten untergebracht, wahrend vom zweiten Bataillon eine Kompagnie detachiert wird.

1 Als nachträgliche Feier des Ersten Ma, hatten sich neftern die hiesigen Sozialdemokraten bet zahlreicher Be­teiligung zu einem Waldfest zusammen gefunden. Am Abend kehrten die Festteilnehmer im Lampionzug zurück.

" ^n der heutigen zweiten Ziehung der Hessischen Landeslotterie fielen auf Nr. 19577 40000 Mk., 10292 10000 Mk., 5389 5000 Mk., 19781 3000 Mk., 3851, 13 370 je 2000 Mk., 532, 4062, 4474, 13578 je 1000 Mk.

»» Haupttreffer. Der heute gezogene Gewinn von 40,000 Mk. ist nach Gießen gefallen.

Die diesjährige Vereinigung der 50 er hat Glück. Sie spielte einige halbe Lose in der hessischen Lotterie, und kam heute bei der Ziehung der II. Klasse, die von den­selben gespielte Nummer 19781 mit 3000 Mk. heraus.

Ein ruchloses Attentat. Am 30. April abends 11 Uhr wurden, wie erst jetzt bekannt wird, anscheinend von mutwilliger Hand, auf das nahe beimTaubenstein" stehende Bahnwärterhaus Nr. 137 der Deutz Gießener Eisenbahn zwei Revolverschüsse abgefeuert. Die eine Kugel flog ziemlich dicht über den Kopf des diensthabenden Bahnwärters Gerhard aus Dutenhofen und drang in das Dach des Bahnwärter­häuschens ein. Dieser Vorfall gab zu Nachforschungen Veranlassung, deren sich Polizeiwachtmeister Blady und Oberflurhüter Gerhard aus Wetzlar mit besonderem Eifer annahmen. Wirklich gelang eS den Beamten, den Thäter in der Person eines Bergmanns aus Bieber zu er­mitteln.

+ Büdingen, 6. Mai. Heute morgen hat sich der hoch- betagte Privatskribent K. von der Stadtmauer beim Fürstenhof" herabgestürzt und blieb auf der Stelle tot. K., der schon in früheren Jahren an Geistesstörung gelitten hatte, zeigte in letzterer Zeit wieder Spuren von geistiger Verwirrung. Es ist deshalb anzunehmen, daß er in einem Anfall von Geistesumnachtung den Tod gesucht und gefunden hat.

Darmstadt, 5. Mai. Der Großherzog und die Großherzogin mit Prinzessin Elisabeth trafen gestern mittag gegen 4 Uhr in bestem Wohlsein hier ein und reisten nach kurzem Aufenthalt nach Station Egelsbach, bezw. Jagdschloß Wolfsgarten weiter, wohin das Groß­herzogliche Hoflager nunmehr verlegt ist. Im Gefolge be* sanden sich Hofdame Freiin v. Rotsmann, Frl. v. Paffa- vant, der funktionierende Generaladjutant Oberst Frhr. v. Grancy, Mr. Wemys. Die Allerhöchsten Herrschaften wurden am hiesigen Bahnhofe von dem Prinzen Wil­helm begrüßt; ferner hatten sich daselbst emgefunden Oberhofmeister Frhr. v. Riedesel, Major Frhr. v. Roder, Rittmeister Kraemer, Hauptmann v. Zangen. Der Grotz- herzog empfing heute den Ministerialrat Weber; zum Vor­

trag den Staatsminister Rothe, den Juftizminister Dr. Ditt- mar, den Finanzminister Küchler, den Hofjägermeister Frhrn. van der Hoop, den Kabinettsrat Römheld. Außerdem empfing der Großherzog den Preußischen Gesandten Prin­zen Hohenlohe und den Großbritannischen Geschäfts­träger Buchanau in besonderer Audienz.

Darmstadt, 6. Mai. Der Großherzog hat sich gestern abend 8 Uhr 2 Min. nach Berlin begeben.

Mosbach bei Dieburg, 6. Mai. Das Wohnhaus des Landwirts Michael Peter in unserer Nachbargemeinde Pflaumheim, an welchem 10 Maurer und Zimmerleute be­schäftigt waren, stürzte plötzlich zusammen und be­grub den 73 Jahre alten Vater des Hausbesitzers, desien Schwester, den Zimmermann Franz Hock und dessen Sohn unter den Trümmern. Die übrigen Personen konnten sich auf die Zurufe des Maurermeisters Hock retten. Franz Hock erlitt neben einem doppelten Beinbruche bedenkliche Verletzungen am Kopfe und an verschiedenen Körperteilen. Die drei übrigen Verschütteten wurden glücklicherweise ohne jegliche Verletzungen unter den Trümmern hervorgezogen. Sämtliche Möbel, Oefen, Kücheneinrichtung rc. gingen beim Einstürze vollständig in Trümmer.

bm. Mainz, 6. Mai. Bei dem großen Menschenan­drang, der bei der Ankunft der Torpedoflottille ver­flossene Woche in Köln herrschte, ist im Gedränge einem Fremden eine Handtasche mit einem Wertinhalt von über ] 5000 Mark von zwei Langfingern entrissen worden. Nach Angabe des Bestohlenen waren die im Gedränge ent­wichenen Diebe der Tasche sehr elegant gekleidet, und deutet ihr ganzes Aeußere darauf hin, daß man es mit zwei inter­nationalen Gaunern zu thun hat. Die Kölner Kriminal­polizei hat ermittelt, daß sich die Diebe rheinaufwärts nach Wiesbaden oder Mainz von Köln aus begeben hatten, doch ist ihre weitere Spur verloren gegangen. Gestern und vor­gestern konnte man die Bahnhöfe in Wiesbaden und Biebe- rich, sowie die ankommenden Rheindampfer scharf von Kölner Detektivs und Geheimpolizisten bewacht sehen. Von den Gepäckstücken, die die Gauner mit sich führten, hat man die Nummern und Zeichen ermittelt. Die von dem Kriegsministerium zur Abschätzung des Kasteler Festungsgeländes hierher entsandte Kommissionsist gestern hier eingetroffen. Sie besteht aus den Hauptleuten Lann- hardt und Holm, sowie noch zwei weiteren Offizieren aus dem großen Generalstabe. Außer der Abschätzung des Kasteler Festungsgeländes wird sich die Kommission auch mit der Vermessung des von der Eisenbahn zu den neuen Bahnanlagen innerhalb der hiesigen Festung beanspruchten Geländes befassen.

** Kleine Mitteilungen aus Heffeu und den Nachbarstaaten. Das städtische Pfandhaus in Mainz soll einer Reform unterzogen werden. Nach den neuen Satzungen sollen an Zinsen für Pfänder jährlich 12 Prozent statt der bisherigen 25 bis 30 Prozent, erhoben werden; außerdem sollen von jeder Mark Darlehen als Einschreibegebühr drei Pfennige Vergütung beansprucht werden. Die Leiche des in dem Rhein bei Bingen verunglückten Studenten Pfeiffer aus Aulhausen ist bei Aßmannshausen geländet worden. In der letzten Stadtratssitzung in Bingen wurde für den offiziellen Empfang der Torpedoflottille von der Stadt­verwaltung ein Betrag von 500 Mark nach längerer hef­tiger und erregter Debatte bewilligt. Aus Anlaß der 500jährigen Geburtstagsfeier Gutenbergs beabsichtigt auch die Gemeinde Gernsheim zu Ehren ihres großen Mit­

bürgers Peter Schöffer, des Schwiegersohnes von Fnst, mit welchem er im Jahre 1457 dasPsalterium Mogun- tinum" gedruckt, im Juni eine Feier zu veranstalten.

Vermischtes.

Belgrad, 6. Mai. Hier und in der Umgegend ging gestern ein furchtbares Unweiter nieder. Fünf Per­sonen wurden vom Blitz getötet.

* Lemberg, 6. Mai. Die Stadt Radomysl ist zum größeren Teil niedergebrannt. Ueber 200 Personen sind obdachlos. Ein Mädchen ist verbrannt.

Arbeiterbewegung.

Gieße«, |7. Mai 1900.

1. Weißbindcrausstanv. Mit dem heutigen Tage sind tue hiesigen Weißbinder in den angedrohten Ausstand getreten. In einem den Meistern zugestellten Zirkular beanspruchen die Gesellen bei zehn­stündiger Arbeitszeit einen Minimallohn von 40 Pfg. pro Stunde, nur die Gesellen unter 21 Jahren wollen sich mit einer Mmimalvergütung von 30 Psg. pro Stunde begnügen. Die Meister haben, in allseitigem Einverständnis, auf dieses Zirkulär eine Antwort nicht gegeben. Mehrere Geschäfte arbeiten insolgedeffen mit einem einzigen Lehrjungen, nur einzelne Geschäfte verfügen noch über einen Arbeiterbestand von mehreren Personen.

Maurerauöstand itt Licht. Die hiesigen Maurer beabsichtigen ebenfalls, wie wir aus guter Quelle vernehmen, in den Ausstand zu treten, doch konnte uns über die Höhe ihrer Ansprüche nichts Bestimmtes mitgeteilt werden.

Gent, 6. Mai. Mehrere hundert Spinner sind feit einigen Tagen wegen Lohndifferenzen ausständig. Die Arbeiter verlangen eme 2vprozentige Lohnerhöhung, während die Arbeitgeber nur 15 Prozent zugestehen wollen. Eine Anzahl Arbeiter m anderen Spinnereien, die aus Anlaß der Maifeier nicht gearbeitet haben, wurden entlaff,n.

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- Di- Wohlfahrts-Lotterie zu Zwecken verdeutschen Schutzgebiete, veranstaltet von derDeutschen Kolonial.Gesellschaft und demDeutschen Frauenverein für Krankenpflege m den Kolonien , hat sich die Gunst des Publikums im Fluge erobert und diese Gunst ist ihr nicht nur erhalten geblieben, sondern sie hat sich von Lotterie zu Lotterie noch gesteigert, denn zu der dritten, die tm November v. Z. stattfand, war schon einige Zeit vor Ziehung kem Los mehr zu.haben Wie sich bereits heute durch dre rasche Abnahme der Lose Überblicken läßt, dürfte auch zu der schon am 31. Mat beginnenden Ziehung der 4. Lotterte wieder vorher ausverkauft sein. Zur Ausspielung gelangen bekanntlich 16,870 Geldgewinne mit Hauptgewinnen von 100,000 Mark, 50,000 Mk, 25,000 Mk., 15,000 Mk. u. s. w. Die Wohlfahrtslose sind zum amtlichen Preise von Mk. 3,30 in fast allen Orten Deutsch­lands bei den bekannten Losverkaufsstellen zu haben, oder zu beziehen von dem General-Debit Lud. Müller & Co., Bankgeschäft m Berlin, Breitestraße 5 und deren Zweiggeschäfte in Hamburg, München und Nürnberg. ____

Neueste Meldungen.

Depeschen des Bureau .Herold".

Paris, 7. Mai. Der deutsche Botschafter in London, Fürst Hatzfeld, der gestern in Marseille eintraf und dort den Zug bestieg, mußte unterwegs in Dijon den Zug verlassen, weil er von einer Herzschwäche und Athem- I beschwerden befallen wurde.

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Die Versteigerung wird voraussichtlich stattfinden. ,

Zusammenkunft in meiner Amtsstube, Bahnhofstraße 48.

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