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8.5.1900 Drittes Blatt
 
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Gießener Anzeiger

General-Anzeiger

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Bei der Gala-Tafel im königlichen Schlöffe gestern Abend brachte Kaiser Wilhelm einen T r i n k s p r u ch aus, in dem er u. a. sagte: Es sei ein tiefbewegtes Vater- Herz, das seinen herzlichsten Dank dafür ausspricht, datz so viele Souveräne oder Abgesandte derselben gekommen! sind, um dieses Fest mit ihm zu feiern. Er glaube daraus, schließen zu dürfen, daß Europa anerkenne, daß die ver­söhn l i ch e P o l i t i k des Deutschen Reichs und Preußens dazu geführt habe, daß wir mitjedermannin gutem Frieden und in Freundschaft leben können. Ev erhebe sein Glas auf das Wohl der hier anwesenden und vertretenen Souveräne und Fürsten. Kaiser Franz- Josef antwortete mit einem Trinkspruch auf denj Kronprinzen: Möge ihm das Walten der Elternliebe noch lange erhalten bleiben, möge er die reichen Gaben seiner jungen Kraft noch glücklich entwickeln und in ernster Arbeit sich heranbilden zu dem hohen schweren Berus, der seiner harrt. Gott segne und schütze den Kronprinzen! Die Musik spielte die Nationalhymne. Nach dem Pots­damer Bahnhofe gab Kaiser Wilhelm seinem hohen Gast das Geleit und auch die kaiserlichen Prinzen waren aus dem Bahnhofe zum Abschied anwesend. Vor seinem Salon­wagen wandte sich Kaiser Franz Josef um, und beide Kaiser nahmen auf das herzlichste Abschied, indem sie einander umarmten und dreimal küßten. Als sich der Zug in Bei wegung setzte, salutierte Kaiser Wilhelm seinem hohen Ver-i bündeten. Kaiser Franz Josef stand am Fenster und winkte noch, als der Zug langsam die Halle verließ.

Wie demBerk. Tgbl." mitgeteilt wird, Hut der Kaiser Kaiser den Generaloberst Graf von Daldersee zurnf Feldmarschall ernannt.

Nach der Rückkehr von der Denkmyls-Enthüllung empfing der Kaiser eine Deputation des Grenadier-Re­giments Kronprinz, um diese dem Kronprinzen vorzu-« stellen. Nach dem Frühstück empfing der Kaiser den Besuch des Kaisers FranzJosef und nahm 10 Uhr 30 Min. die Glückwünsche der hier einaetroffenen Spezialmissionenj und der anwesenden Fürstlichkeiten sowie der Bürger­meister der Hansastädte entgegen. Gestern Vormittag 9 Uhr 45 Min. überreichte der Gr o ßfür st Ko n st an tinl dem Kronprinzen im Auftrage des Kaisers Nikolaus test Orden vom heiligen Andreas nebst einem Glück­wunschschreiben. Nach der Gratulationscour irn Weißen Saale fand beim Kaiser Familien früh stück statt, an! dem teilnahmen einige fremde Fürstlichketten, der Kron­prinz, Prinz und Prinzessin Heinrich, Prinz Eitel Frieo- rid), Prinz Adalbert und die Prinzessin Feodora von Schleswiq-Holstein.i Vorher waren dem Kronprinzen nach tenftKimten und Vorstellungen der Mrmf^ und deD Bundesrats vom Reichskanzleipursten°he die Pra- sidenten des ReiäMtages und beider «Lu>er des Landtages vorgestellt worden. Die große Illumination, die gestern

AusdemLebendesKronprinzen. Kronprinz Friedrich Wilhelm ist Samstag den 6. Mai 1882 im Neuen Palais in Potsdam abends 10 Uhr geboren. Sechs Wochen später fand die Taufe im Neuen Palais durch den Ober­hofprediger Kögel statt; der Prinz erhielt die Namen Fried­lich, Wilhelm, Viktor, August, Ernst. Wie alle Prinzen des Königlichen Hauses wurde er als Offizier in die Armee und zwar in das 1. Garderegiment zu Potsdam durch seinen kaiserlichen Vater selbst eingestellt, und als jüngster Leut­nant stand er in der Front dieses Regimentes, als dieses vor dem König Humbert bei dessen Besuch in Potsdam defilierte. Hier übernahm er schon Repräsentationspslich- ten und stellte dem italienischen Königspaar seinen jüngsten Bruder vor. Den großen Eisernen Kanzler durfte er am 1 April 1895 besuchen, als Kaiser Wilhelm in Friedrichs- ruh dem Fürsten Bismarck zu dessen 80. Geburtstag gra­tulierte und dem ehemaligen, unvergeßlichen Reichskanzler die größten militärischen Ehren erweisen ließ. Seines ersten Unterricht genoß der Kronprinz zusammen nut seinem Bruder Prinz Eitel Fritz durch den jetzigen Hos- prediger Keßler und Herrn Girarten; dann übernahm 1891 Professor Esternau den Unterricht, 1893 Oberlehrer Sachse, bis die Prinzen in die Kadettenanstalt nach Plon kamen, wo der Kronprinz am 22. April d. I. sein Abiturien^ teneramen ablegte. In der Religion und Ethik erhielt der Kronprinz zuerst den Unterricht des Hofpredigers Frommel, dann des Generalsuperintendenten Dryander. Am 22. Mai 1898 wurde der Kronprinz mit seinem Bruder- Eitel Fritz in Potsdam konfirmiert. In die große Oeffent- lichkeit trat der Kronprinz zum ersten Mal am Neujahrs­tage 1899, als er seinen kaiserlichen Vater bei der großen Parole-Ausgabe int Zeughause vertrat. Von frühester Jugend an wurde der Kronprinz an strenge Arbeit und Pflichterfüllung gewöhnt. Vor allem lernte er als eine Grundlage für seinen späteren Stand: Gehorchen. Beson­ders zeichnet er sich durch ein heiteres und liebenswürdiges Wesen a;us. Auch wird seine Auffassungs- und Beob­achtungsfähigkeit ebenso wie seine Freundlichkeit im Ver­kehr gerühmt. Nebenbei sei bemerkt, daß er auch alle sport­lichen Künste zur Förderung seiner Gesundheit eifrig pflegt.

»uvahrne non Anzeigen zu der nachmittags für den svlamdm Lag erscheinenden Nummer bi8 vorm. 10 Uhr. Abbestellungen spätesten- abend- vorher.

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Um 7 Uhr fand im königlichen Schlosse Galatafel statt, und bei einbrechender Dunkelheit erstrahlten die Hauptstraßen und Hauptplätze Berlins im Lichterglanze. Eine zcchllose Menschenmenge hielt die Sttaßen zum An­halter Bahnhofe besetzt, von welchem um 9 Uhr 30 Min. abends die Ab fa hr t des K a i s e r s Fr a n z I o s e f er­folgte. Betäubende Hochrufe wurden auf den Kaiser Franz Josef ausgebracht, als er zum Bahnhofe fuhr.

Gescheut Kaiser Wilhelms.

Wie dasBerl. Tagebl." meldet, überwies der Kaiser der Plöner Gewerbestiftung, die Personen des Handwerker­und Handelsstandes sowie der Schiffahrt Unterstützungen gewährt, als Auszeichnung für die Stadt Plön für den dortigen vierjährigen Aufenthalt des Kronprinzen em Ge­schenk von 1OOO Mark.

Pretzstimme«.

Ein Teil der Berliner Blätter beschäftigte sich mit den Trinksprück>en der Kaiser vom Samstag, ein anderer Teil widmet dem Kronprinzen längere Artikel. Die Trinksprüche werden durchweg als eine Bestätigung dafür angesehen, daß der Dreibund fester steht als je, eine Bestätigung, die um so bedeutungsvoller ist, als sie durch den gegebenen Anlaß die Politik der drei Reiche auf eine wette Zukunft hinaus von neuem eng verknüpft und festlegt. Die B e r l. N e u e st e n N a ch r." sagen, die Worte Kaiser Wil­helms erhoben sich weit über den sonst bei einem derartigen Anlaß üblichen konventionellen Rahmen, sie kamen ersicht­lich aus tiefstem Herzen des Landesherrn, des Freundes und Bundesgenossen und des Vaters. So lange die Drei­bundmächte so eng verbunden bleiben, wie der Samstag es von neuem bezeugt hat, wird der Friede Europas schwer­lich ernste, diese drei Länder berührende Störungen er­fahren, wenn anders sie für die Erhaltung dieses Friedens nicht nur verbunden, sondern auch bewahrt bleiben. Ter Reichsbote" schreibt: Tie Bedeutung der Kaiser-Zu­sammenkunft liegt in der Anerkennung und vollsten Be­stätigung des Dreibundes vor aller Welt als ein Bollwerk des Friedens. DieP o st" bezeichnet die Ansprache als ein Manifest der gegenwärtigen Generation an die Generation der Zukunft. Die Reden der beiden Kaiser werden in den Ländern des Dreibundes einen lebhaften Widerhall finden. DieStaatsbürger- Zeitung" führt aus, durch die beiden Trinksprückje werde der ganzen politischen Welt der Beweis geliefert, daß der Dreibund fest und unerschütterliche steht, und daß das vor 20 Jahren errichtete große Friedensbollwerk auch heute noch und hoffentlich auch für die Zukunft zum Frieden und zum Segen der Völker dient und dienen wird. Tie Germania" schreibt: Der ungemein herzliche warme Ton, der den beiden Toasten eigen ist, giebt den Worten einen lebensvollen Klang und ihrem Inhalt eine größere Bedeutung. Beide Toaste vereinigen sich in dieser Weise zu einer schönen Harmonie, zu einem Hymnus auf die Freundschaft der Fürsten und Völker und auf den Drei­bund als den Hort des Weltfriedens. Tas unveränderte Fortbestehen des Dreibundes ist damit vor aller Welt kundgegeben, aber nicht nur dieses, sondern auch der fried­liche Charakter und Zweck desselben. TieV o s s. Z t g." führt u. a. aus: Daß der Dreibund besteht und bestehen wird, daß die verbündeten Mächte zusammenzuhalten ent­schlossen sind, was immer in der Zukunft Schoße schlummere, das ist in den gestrigen Reden der Monarchen mit einer Bestimmtheit ausgesprochen worden, die einer Steigerung kaum fähig ist. Nicht die Worte allein sind von Belang, sondern der Ton, worin sie gesprochen wurden. Dieselbe Wärme und Aufrichtigkeit, die dem Empfang des Habsburgischen Herrschers in der deutschen Hauptstadt das Gepräge giebt, spricht auch aus den Reden, welche die Kaiser gewechselt haben. Ter Dreibund ist auch jetzt noch und auf absehbare Zeit der unantastbarste Faktor der euro­päischen Politik. Und wenn man von der Vergangenheit auf die Zukunft schließen darf, wird er sich auch in Zukunft als sicherer Schutz für die Selbständigkeit und Wohlfahrt der Volker erproben.

Tie gesamte Wiener Presse bezeichnet die Trink­sprüche als im größten Stil gehaltene Kundgebungen für den zwischen den beiden Kaisern und deren Völkern be­stehenden Freundschaftsbund, welche nicht verfehlen dürf­ten, den Glauben an den Friedenszweck des Dreibundes überall zu bestärkenn.

Die französischen ton an geben d enBätter widmen der Berliner Monarchenbegegnung und dem.Feste zur Großjährigkeitserklärung des deutschen Kronprinzen sehr sympathische Artikel, welche betonen, daß der Zwei­bund nicht mehr dem Dreibunde feindlich gegenüberstehe, daß in Berlin in diesen Tagen das Friedensbedürfnis des gesamten Kontinents energisch genug zum Ausdruck ge­bracht werde, um auch jenseits des Kanals vernommen zu werden, und daß sich Frankreich daher aus vollem Herzen der Feststimmung in Berlin anschließe.

Um 10 Uhr begann die Auffahrt der Fürstlichkeiten, ter Minister, Botschafter und hohen Militärs zu der auf 11 Uhr festgesetzten Feier und der sich anschließenden Gra- tvlationscour im königlichen Schlosse. Auf ter Straße Unter den Linden hatten Tausende von Menschen Auf- 1! fH-Uung genommen, um die Galawagen und die glänzenden : Uniformen zu bewundern. In der Schloßkapelle, in der feierlicher Gottesdienst abgehalten wurde, war um 11 Uhr i eine illustre Gesellschaft versammelt. Das Kaiserpaar, Kaiser Franz Josef, der König von Sachsen, der Kronprinz, sämtliche Prinzen des königlichen Hauses, die Vertreter der fremden Souveräne und die Generalität waren anwesend. Der Kaiser trug die Uniform des 1. Garde-Regiments zu Fuß. Die Kaiserin war tief- schwarz gekleidet. Ter Kaiser und die Kaiserin trugen die " Ordensbänder des schwarzen Adlerordens. Zunächst sang der Domchor unter Leitung seines Dirigenten Prüfer den Psalm 121. Es folgte der ChoralLobe den Herrn, den mächtigen König der Ehren" und dann die Predigt des Oberhofpredigers D. Dryander. Darauf trug der Dom­chor das Doppelquartett:Er hat seine Engel befohlen über Dir" aus Mendelssohns Elias vor, woran sich der Gesang der ganzen GemeindeWir treten zum Beten" an­schloß. Tie Choräle wurden von dem Kosletschen Bläser­chor begleitet. Nun erfolgte die Vereidigung des Kronprinzen auf die Fahne des 1. Garde-Regiments zu Fuß durch den General von Plessen. T-er Kronprinz legte die linke Hand auf die Fahne und erhob die rechte ,^and zum Eidschwur, indem er die ihm vom General von Plessen vorgesprochenen -Worte wiederholte. Nach dem Cldschwur trat der Kaiser an den Kronprinzen heran, umarmte ihn und küßte ihn dreimal auf die Wangen. Der Kaiser erschien sehr bewegt, ebenso auch die Kaiserin, die ihr Taschentuch an die Wangen preßte. Nach der Feier find im Weißen Saale Grcttulcttionseour statt. Der Kron­prinz stand neben dem Kaiser vor dem Throne.

In langem Zuge bewegten sich die Gratulanten an dem Kaiser und dem Kronprinzen vorüber. Bei Beginn der Cour wurden im Lustgarten 21 Salutschüsse abgegeben. Gegen 1 Uhr verließen die hohen Persönlichkeiten das Schloß. Dasselbe glänzende Bild, wie bei der Auffahrt, bot sich wiederum dem Auge dar. Ter König von Sachsen wurde mit lauten Hochrufen begrüßt, als er die ,Linden" entlang fuhr, auch Prinz Leopold von Baiern, der denselben Weg nahm.

Um 1 Uhr 30 Min. fuhr Kaiser Franz ^osef mach der österreichisch-ungarischen Botschaft, um dort das Frühstück einzunehmen. Um 6 Uhr empfing Kaiser Franz Josef das diplomatische Korps und die hier an­wesenden Mitglieder des Bundesrats.

Die Feierlichkeiten ans Anlaß der Grotz- jährigkettserklärnng des Kronprinzen.

IV.

Berlin, 6. Mai.

Enthüllung deS Denkmals für Kaiser Sigismund.

Während Kaiser Franz Josef sich heute früh aeaeu 8 Ute in Begleitung des Königs von Sachsen nach ter Hedwigskirche zur Messe begab, fuhr das Kaiserpaar be­reits um halb 8 Uhr nach der Sieges-Allee zur Enthüllung der neuen Denkmalsgruppe des Kaisers Siegismund. Dort hätten sich außerdem einge!funjten: Prinz Heinrich von Preußen, der Kronprinz mit seinen Brüdern, Kultus­minister Dr. ©tute und die verschiedenen Herren aus dem königlichen Gefolge. Auch eine zahlreiche Menschenmenge wohnte trotz der frühen Morgenstunde der Denkmals-Ent­hüllung bei. Nachdem die Hülle von der Denkmalsgruppe gefallen war, besichtigte ter Kaiser diese eingehend, unter­halt sich mit dem Schöpfer des Denkmals und überreichte ilM einen Orden. Gegen 8 Uhr fuhr das Kaiserpaar mit dem Kronprinzen unter den lebhaften Hochrufen des Pu­blikums zum Schloß zurück. Kaiser Franz Josef, der ur- jpi ünglich beabsichtigt hatte, ter Enthüllung beizuwohnen, besichtigte das Denkmal erst später.

Bildhauer Eugen Bormel, der die Nische ausgeführt tyat, sollte den Herrscher im Ritterkoftüm darstellen, weil seine prächtige Erscheinung nach Ansicht des kaiserlichen Auftraggebers gerade so am besten hervortteten würde. In der Thctt mutet die stolze Figur mit dem geflügelten Helm fast wie die Gestalt eines Lohengrin an. Der schöne Kopf mit dem zweigeteilten Barte erinnert, wie der Kaiser ein­mal herausfand, halb an Kaiser Friedrich, halb an Pro­fessor Reinhold Begas. Aus dem mit einer kleinen Königs­krane und einem aufragenden Flügelpaar geschmückten Helm quillt das Haar in langen Locken heraus. Sigismund trägt unter dem zurückgeschlagenen Mantel das reich ver­zierte Waffenhemd mit dem großenritterlichen Gürtel"; in der Linken hält er eine Urkunde, die Rechte umfaßt das breite Schwert.

Die Vereidigung des Kronprinzen und die Gra- tulatiouseour.