Ausgabe 
8.4.1900 Zweites Blatt
 
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Inehrung des Wertes der Güter und zur Erhöhung des 'Preises beiträgt, auf der öffentlichen Erörterung die Be- hauptung ausscheiden, daß der Handel, dem nur die Ver-, Teilung der Güter zufalle, eine minderwertige Thätigkeit gegenüber dem auf die unmittelbare Erzeugung von-- lern gerichtete Thätigkeit darstellt. Der Urquell unseres gesamten wirtschaftlichen Wohlstandes sei aber deutsche Ar­beitskraft und deutsche Arbeitslust. Diese zu erhalten und ihr fortgesetzt neue Gebiete der Thätigkeit zu erschließen, müsse unser aller Aufgabe sein. Nur in diesem Zeichen können wir im friedlichen Wettbewerb der Völker siegen^ Der Handelstag beschloß hierauf eine Resolution zu gunsten der Flotten-Vorlage sowie eine weitere gegen die bekannten Reichstagsbeschlüsse zum Fleische b e s ch a u - G e s e tz. Der deutsche Handelstag hielt heute abend im großen Saale des Kaiserhofes ein Festmahl, zu dem die hervorragendsten Vertreter des Handelstages, Handelsminister Brefeld und einige Vertreter anderer Ressorts erschienen waren. Der Vorsitzende, Geh. Kom­merzienrat Frentzel, brachte das Hoch auf den Kaiser aus. Adolf Woer m an-Hamburg begrüßte den Handels­minister und die übrigen Vertreter der Regierung. Minister Brefeld bemerkte, daß er dem Handelstage fern ge­blieben und sich nur durch Kommissarien habe vertreten lassen, weil er, der Chef des Ressorts, als Staatsminister zugleich die Interessen aller Stände gleichzeitig wachreu und den Blick auf die Gesamtpolitik gerichtet halten müsse, während der Handelstag begreiflicherweise eine Spezials Vertretung der Interessen des Handels und Gewerbes sei.. Er freue sich der gegenwärtigen Blütezeit des Verkehrs, freue sich, lauter vergnügte Gesichter um sich zu sehen. Er verkenne aber auch die Gefahren der Zukunft nicht, die Vorsicht erheischen. Als solche Gefahren bezeichnete er die Möglichkeit handelspolitischer Verwicke­ln n g e n. Die Weisbeit der Regierung werde bestrebt sein, sie zu vermeiden, aoer man müsse mit Volksströmungeu rechnen, wie Panslavismus, Chauvinismus und dem neuer­dings hervortretenden Imperialismus, die eine gewisse Gefahr für den Frieden in sich bergen. Das bot dem Minister die Ueberleitung zu dem sehr beifällig aufge-r nommenen Schluß, in dem er. die Notwendigkeit einer großen Flotte für Deutschland hervorhob. Geh. Kommer-, zienrat M ich el-Mainz gedachte der anwesenden Vertretet der Presse.

In einem Leitartikel über die Aussichten der Flottenvorlage sagt dieGermania": Die Regierung könne nunmehr nicht einen Augenblick zweifelhaft darüber sein, daß sie selbst die Lösung der Deckungsfrage alsbald in Angriff nehmen muß und eine befriedigende Lösung der Deckungsfrage der Budget-Kommission nach Wiederauf­nahme ihrer Verhandlungen vorzulegen hat. Die Re­gierung würde sich andernfalls durch Beiseiteschiebung der Deckungssrage in eine Position versetzen, die im Falle einer Reichstagsauflösung ihre gründlick)e Niederlage von vorn­herein besiegeln würde. Mit einer befriedigenden Lösung der Deckungssrage seien aber keineswegs alle Schwierig­keiten überwunden, bezw. die unveränderte Annahme der ganzen Flottenvorlage gesichert. Tie Budget-Kommission dürfe mit ihrem Entgegenkommen auch auf ein Entgegen­kommen seitens der Regierung rechnen, und ohne ein solches sei eine Verständigung nicht möglich.

Wie dieBerliner Neuesten Nachrichten" hören, befindet sich die Frage, ob die M e d i z i n a l - V e r w a l - tung vom Kultusministerium abgetrennt und auf das Ministerium des Innern zu übertragen sei, noch im Stadium der Erwägungen. Für die Abtrennung spreche in erster Linie die Ueberlastung des Kultus-Ministeriums, gegen die Lostrennung der Medizinal-Vertvaltung aus ihrem jetzigen Verband sei anzuführen, daß ein lebhafter Zusammenhang zwischen dem Kultusministerium und den Medizinalwissenschaften dringend erwünscht ist.

DieDeutschsozialen Blätter" berichten: Ueber den Abg. Ahlwardt schreibt die ChicagoerAbend-Presse"; Ahlwardt soll jetzt wohlhabend sein, fleißig Schulden be­zahlen und den Versuch machen, Teilhaber des Berliner Antisemiten-Organs, derStaatsbürger-Zeitung" zu wer­den. Es heißt, Ahlwardt habe eine Bergwerks-Gesellschaft zu stände gebracht, die sich den Betrieb eines verfallen gewesenen ungarischen Bergwerks angelegen sein lasse. Als Gründergewinn seien ihm fünfzehn oder sechzehn Anteil­scheine zuteil geworden, wovon er einen für 20000 Mark verkauft habe. Dazu sagt dieStaatsb.-Ztg.": WcK hier über die pekuniären Verhältnisse des Abg. Ahlwardt er­zählt wird, ist uns zu unserer Freude vor einiger Zeit schon als verbürgt mitgeteilt worden. Daß Herr Ahlwardt aber den Versuch gemacht habe, Inhaber derStaatsbürger- Zeitung" zu werden, wissen wir nicht. Wohl aber wissen wir, daß die zu solchen Versuchen erforderliche Voraus­setzung auf feiten derStaatsb.-Ztg." nach jeder Richtung fehlen würde.

Der Landeseisenbahnrat hat sich int Ein­verständnis mit der preußischen Eisenbahnverwaltungr gegen die Aufhebung der Exporttarife für Kohlen aus­gesprochen.

Ausland.

Kopenhagen, 6. April. Das Zarenpaar wird im Juli hier eintreffen und im Schloß Fredensborg vier Wochen wohnen.

London, 6. April. Dem Bureau Laffau wird aus Viktoria (Britisch Kolumbia) gemeldet: Die Oriental Steamship Company hat die Mitteilung erhalten, daß man in Japan einen Krieg für unvermeidlich halte. Die Ausländer verließen zu Dutzenden die Verlragöhäfen. Japan mobilisiere eine Torpedoslotte und beschleu­nige die Heranschaffung von Vorräten für die Armee und die Marine. Inzwischen beeile sich Rußland fieberhaft" mit dem Bau der sibirischen Eisen, bahn, an der Tag und Nacht gearbeitet werde. Rußland unterhandle auch in Peking wegen Ankaufes der inneren chinesischen Eisenbahn.

DaSReuter'sche Bureau" meldet aus Accro (Goldküste) 5. April: In Aschanti find unter den ver­schiedenen Stämmen Feindseligkeiten ausgebrochen. Die Telegraphendrähte find zerschnitten, die Verbindung ist unterbrochen. Vor hier begaben fich starke Abteilungen

Haussas nach dem Inneren. Die Lage erscheint ernst. Der Gouverneur befindet fich mit seiner Frau in Kumassi.

Cecil RhodeS ist heute früh, von Kapstadt kommend, in Southampton eingetroffen.

Paris, 6. April. DerMoniteur Universel" behauptet, Oberst Marchand habe sich bei seinen Vorgesetzten über die polizeiliche Ueberwachung beschwert, die über ihn ver­hängt sei. Die Antwort sei der Befehl gewesen, unverzüg­lich zum Regiment zurückzukehren, obwohl der Urlaub des Obersten noch nicht abgelausen war. Marchand habe darauf­hin seinen Abschied verlangt.

DemEclair" zufolge hat Minister Millerand an. geordnet, daß die Kolossal st atue, welche die Haupt- pforte der Weltausstellung am Konkordienplatze krönt, abgetragen werde, da fie die Stadt Paris nicht in der traditionellen Gestalt, sondern in einem modernen Kostüm darstellt. Es heißt, daß in der Kammer deswegen eine Interpellation eingebracht würde.

Die Kammer setzte heute die Verhandlungen über die Kolonialarmee fort. General Gallifet widerlegte in drastischen Ausführungen die Befürchtung eines Staats­streiches. Die Kammer stimmte schließlich für die Unter­stellung der Kolonialarmee unter das Kriegsministerium.

Madrid, 6. April. In Tanger sind das Panzerschiff Carlos Quinto" und ein Kanonenboot eingetroffen. An Bord deS Panzerschiffes wird die außerordentliche spanische Gesandtschaft nach Mazagan abfahren. Dort wird die Gesandtschaft von einem zahlreichen Gefolge erwartet, das sie nach Marrakesch zum Sultan begleitet.

Rom, 6/ April. Der Kampf der italienischen Opposition ist nicht umsonst gewesen. Wenige Tage nach Vertagung der Kammer ist durch königliches Dekret das sogenanntedeoreto legge" aufgehoben worden. Damit fallen die verfassungswidrig seinerzeit durch könig­liche Verordnung verfügten Beschränkungen der politischen Rechte.

Wien, 5. April. Heute sprach der Vorstand der öster­reichischen israelitischen Union beim Ministerpräsi­denten v. Koerber vor, um Beschwerden der jüdischen Bevölkerung, insbesondere bezüglich des Antrages Schneider zu unterbreiten. Der Sprecher meinte, in Wien sei die Brutalität der Worte, die so empöre, auf dem Lande folge dann die Brutalität der That. Der Ministerpräsident bedauerte die Brutalität des Tones, die in den BertretungS- körpern eingeriffen sei, versicherte die Deputation seines Wohl­wollens, und versprach, die vorgebrachten Wünsche nach Thunlichkeit zu berücksichtigen.

Wien, 6. April. Im niederösterreichischen Landtage interpellierte Abg. Ofner, ob die Regierung endlich ge­neigt sei, gegenüber den durch die Blutbeschuldigungen gegen die Juden hervorgerufenen gemeinschädlichen Ver- Hetzungen die nötige Energie aufzubieten und insbesondere die Urheber derselben aufs schärfste zu beaufsichtigen. Die gemeinsame Ministerkonferenz erledigte in ihrer heu­tigen Nachmittagssitzung das gemeinsame Budget. Das­selbe weist nur eine unbedeutende Erhöhung auf, da die Frage betreffend Erhöhung des Truppenkontingents und die Frage betreffend die Schnellfeuergeschütze für die parla­mentarische Erledigung Vorbehalten bleiben. Nach dem Neuen W. Tagbl." verlangte der Kriegsminister die Einführung von Schnellfeuergeschützen sowie die Er­höhung des Präsenzstandes und drohte mit seiner Demission. Die beiderseitigen Regierungen traten entschieden diesen großen Mehrforderungen entgegen und gestanden nur ein Plus von 3 Millionen für Marinezwecke zu.

Budapest, 6. April. Der im Vorjahr gegründete ra­dikale Studentenverein wurde durch den UniverfitätS- fenat aufgelöst und gegen sämtliche Vorstandsmitglieder das Disziplinarverfahren eingeleitet.

Konstantinopel, 6. April. Kaiser Wilhelm dankte dem Sultan für die ihm und der Kaiserin durch den Flügeladjutanten Grafen Löwenthal übersandten Gemälde und den freundlichen Empfang der durch Konstantinopel durchreisenden deutschen Offiziere und Beamten. Mar­schall Ghazi-Osman Pascha ist gestern Nachmittag mit großen Ehren bestattet worden. Zum Nachfolger als Oberst­marschall ist Ed em Pascha, der Oberkommandierende im thessalischen Feldzuge und Schwager des türkischen Bot­schafters in Berlin, ausersehen.

Washington, 6. April. Das Repräsentantenhaus beriet über die Flottenvorlage, über die der Bericht des Ausschuffes entgegengenommen wurde. Die Vorlage umfaßt eine Ausgabe von 61219916 Dollars, die größte Summe, die jemals im Hause für eine Forderung zur Beratung stand. Der Entwurf empfiehlt den Bau von zwei Hochsee- und Küstenlinienschlachtschiffen zu je 13500 Tonnen, vvn drei gepanzerten Kreuzern zu 13 000 Tonnen und drei geschützten Kreuzern zu 8000 Tonnen. Ueber die Panzersrage spricht sich die Mehrheit des Aus­schuffes dahin aus, daß nach der Meinung aller Marine- Autoritäten gegenwärtig der beste Panzer der sogenannte Krupp-Panzer sei, den alle Nationen verwenden, und daß es nahezu Verrat wäre, einen anderen als den besten Panzer zu empfehlen. Der Bericht der Minderheit wendet sich gegen die übermäßigen Ausgaben für Panzerung.

Ackates und VroomzieUrs.

** Vo n der Universität. Sem esterchron ik. Die Zahl der im vergangenen Wintersemester immatriku­lierten Studierenden (802) ist hinter der des Sommer­semesters (814) nur um ein geringes zurückgeblieben, wäh­rend sie die des vorhergegangenen Wintersemesters (733) stark übertroffen hat. Wenn sich, wie ja zu erwarten, die Frequenz unserer Hochschule in dem Maßstab der letzten Jphre weiter hebt, werden wir bald die Studentenzahl 1000 anschreiben können. Die Veränderungen inerhalb des Lehrkörpers sind verhältnismäßig sehr erheblich. Die

ordentlichen Profefforen der Chirurgie Dr. Bose, der Natwnalokonomte Dr. Laspeyres und der Veterinär- '?bbmn Dr Pflug find aus Gesundheitsrücksichten in den Ruhestand getreten, der ordentliche Profef or des Strafrechts Dr. Frank hat einen Ruf nach Halle a S der ordentliche Professor der Physik Dr. W i e n einen solchen nach Würzbura angenommen, aus geschieden ist endlich der Lektor der französischen und englischen Sprache Professor Pichler. Dagegen sind ernannt worden- zum ord. Professor der Chirurgie und Direktor der chirur­gischen Klinik der bisherige außerordentliche Professor Ober-Arzt an der chirurgischen Klinik, dahier Dr* P. Poppert, zum ordentl. Professor der Nationalöko­nomie der bisherige ord. Professor in Greifswald Dr' M. B i e r m e r, zum ord. Professor der Veterinärmedizin und Direktor des Tierhospitals der bisherige Kreistierarrt in Ortelsburg in Ostpreußen Dr. W. Pfeiffer, ord. Professor des Strafrechts der bisherige ord. Profejfvr in Breslau Dr. W. Beling, zum ord. Professor der Physik der bisherige außerord. Professor in Leipzig Dr. W. Drude, ferner zum ord. Honorarprofessor und Direk­tor der Veterinäränstalt der bisherige außerord. Professor dahier Dr. Fr. E i ch b a u m. Die Herren Pfeiffer und Eichbaum haben ihr neues Amt bereits angetreten, die an­deren Herren übernehmen es zu Beginn des Sommer­semesters. Habilitiert haben sich: für Anatomie Dr. Br. Henneberg, der seine Vorlesungen bereits begonnen hat, ferner für Augenheilkunde Dr. Fr. B e st, für Chemie Dr. W. Eidman n. An die Stelle des Lektors für fran­zösische und englische Sprache, Professors Pichler werden zu Beginn des Sommersemesters zwei Lektoren treten, je einer für die beiden Sprachen.

** Die Erneuuung des ProfefforS Dr. Biermer in Greifswald zum Nachfolger des hier in den Ruhestand getretenen Geheimrat Prof. Dr. Laspeyres ist vom Groß­herzog vollzogen worden. Ferner hat der Großherzog dem Pfarrstassistent Dr. Heußel zu Gießen die evangrl. Pfarrstelle zu Flonheim, Dekanat Alzey, übertragen.

** Zulassungen zur Rechtsanwaltschaft. Arn 2. Januar wurde der Rechtsanwalt und Notar Arthur S t ah l in Friedberg zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amts­gericht Bad-Nauheim, am 3. Januar wurde der Rechts­anwalt Ludwig Bender in Darmstadt zur Rechtsanwalt­schaft bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg, am demselben Tage wurde der Gerichtsaccessist Dr. Siegfried Guggenheim in Offenbach zur Rechtsanwaltschaft bei der Kammer für Handelssachen und bei dem Amtsgericht daselbst, am 14. Februar wurde der Notar August Scheuermann in Osthofen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht daselbst, am 24. Februar wurde der Ge­richtsassessor Jakob Ernst Mann aus Wonsheim zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Oppenheim, an demselben Tage wurde der Gerichtsassessor Karl Nikolaus Franz aus Mainz zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amts­gericht Osthofen, am 23. März wurde der Rechtsanwalt Hermann Kampf in Osthofen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht der Provinz Rheinhessen, Kammer für Handelssachen, in Worms und bei dem Amtsgericht Worms zugelafsen.

* * Aufgabe der Zulassung zur Rechts- an walt schäft. Am 7. Januar hat der Rechtsanwalt Ludwig Labroisse zu Gießen die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft bei dem Landgericht der Provinz Ober- hesfen aufgegeben.

* * Schuldien st nachrichten. Am 22. Januav wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Okarben, Kreis Friedberg, Johannes Höck auf sein Nachsuchen, mit Wirkung von Ende März an, am 26. Februar wurde der Schullehrer an der Gemeindeschule zu Fleschenbach, Kreiss Lauterbach, Philipp Stein, mit Wirkung vom 20. Fe-» bruar an aus dein Schuldienste entlassen.

* * Erledigte Lehrer stellen. Erledigt sind i di« mit einem ev. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an den Gemeindeschule zu M a i b a ch, Kreis Friedberg. Mit deu Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden; eins mit einer kath. Lehrerin zu besetzende Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Bieber, Kreis Offenbach beide mit dem gesetzlichen, nach dem Dienstalter sich be­messenden Gehalt.

* * Aus dem Gerichtsdieust. Ernannt wurde am 30. März der Registrator bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen Karl Pfeiffer zum HilfsgerichtSschreiber bei dem Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom Tage des Dienstantrittes seines Nachfolgers.

* Ernannt wurden am 30. März der Amtsgerichts diener bei dem Amtsgericht Ulrichstein Georg Lohnes zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Höchst mit Wirkung vom Tage deS Dienstantritts seines Nachfolgers, und der Fußgendarm Jakob Delp in Schotten zum Amtsgerichtsdiener bei dem Amtsgericht Ulrichstk'm mit Wirkung vom Tage feines Dienstantritts an.

* Wasserleitung betr. Wir machen auch an dieser Stelle auf die heutige Bekanntmachung des Wasserwerkes aufmerksam, wonach am nächsten Montag auf dem Markt­platz und Umgebung die Wasserleitung teilweise ab- gesperrt wird.

Darmstadt, 7. April. (Teleph. Meldung.) Dem Beigeordneten Luh zu Gr. Linden ist das allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschriftfür langjährige treue Dienste" am Bande des PhilippSordenS verliehen worden.

m. Treysa, 6. April. Der hiesige Verschönerungs­verein hielt gestern im GasthausZur Burg" seine Ge­neralversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende, Rektor Roese, den Jahresbericht erstattet und dem Kaffenführer, Straßenmeister Born, Entlastung erteilt worden war, wurde der seitherige Vorstand wieder gewählt. Obschon der Verein nur etwa 80 Mitglieder zählt und nur eine Mark Jahres­beitrag erhebt, hat er dank dem Entgegenkommen der städtischen Behörden doch schon viel zur Verschönerung der hiesigen Stadt und ihrer Umgebung beigetragen, und es wäre eine regere Beteiligung an den Bestrebungen deS Ver- schönerungSvereinS zu wünschen. Einen empfindlichen Verlust erlitt ein Fuhrmann aus Niederaula, der eine-

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