Ausgabe 
8.4.1900 Viertes Blatt
 
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Eichenstämme mit 90,93

der

(General-Depot der Sektkell. Wachenheim.)

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Gießen, 4. April 1900.

Großh. Bürgermeisterei Gießen.

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Eichen-Nutzscheithotz. Buchen-Scheitholz, Gichen-Scheitholz, Buchen'Knüppel, Ttchen-Knüppel, Buchen-Stockholz, Eichen-Stockholz,

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Im Gebrauch

Diese Handelsmarke

Die SchmßeigkruW vom 3 d. Mts. in der Oberförsterei Schtffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 21. April an bei Großh. Rentamt Gießen bezogen werdrn. Die Ueberwetsung des Holzes erfolgt Montag den 23. April, morgens 8 Uhr.

Gießen, 6. Aprll 1800.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg.

Die Hotzversteisemllg vom 5. d. Mts. in der Oberförsterei Schtffenberg ist genehmigt. Die Abfuhrscheine können vom 26. Aprll an bei Großh. Rentamt Gießen »ezogen werden. Die Ueberwetsung >es Holzes erfolgt Freitag den 27. April, morgen» 8 Uhr.

Gießen, 6. April 1900.

Großh. Oberförsterei Schiffenberg.

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Preise stehen auf den Etiketten.

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von Leinenwäsche kaum zu unterscheiden.

Hohversteigerung

im Gießener Ztadtwald.

Dienstag den 10. April 1900, vormittags IO1/* Uhr begrünend, sollen im Gießener Sradtwald im Distrikt Waldshute, Hainges- beben, Aue und Charlotten- Wald versteigert werden:

chneide- und Mühl-Einrichtungen, KreiSsäge-Anlagen, Wasser, rüder, Transmissionen, Thonwalzen (Erdmühlen), Drainrohr« pressen re. liefern in solidester Ausführung

Eisenwerke Kirzenyain & Lossar

Hohversteigerung.

Dienstag bett IO. April, vormittags von 9 Uhr ab, werden au« den Distrikte« Hainbuch, Buchwald, Scheid, Fortbachreck,Zipfen, wald, Bommenstet« und «rpenstrauch versteigert:

Stämme: 66 Eichen von 312 m Länge und 20-73 cm Mittendurch. Keffer = 35,50 fm; 5 Nadel von 510 m Länge und 2345 cm Mittendurchm. = 3,22 fm; 1 Buche 6 m Länge und 50 cm Mittendurch. mcffer^?'18 fm> Nutzknüppel

5 Eiche; ferner Scheiter rm: 169 Buche, hierunter 29 rm II. Kl - Knüppel rm: 6 Buche; Reista rm: 10 Eiche, 15 Nadel.

Es kommen nur die rot unter- strichenen Nummern zum Ausgebot. Zusammenkunft: Ausgang Treis au der Kreisstratze nach Mainzlar. Weitere Auskunft er- tßtkn Me Forstwarte Stein und Schick zu Treis. 2639

Treis a. d. Lda, den 4. Aprll 1900. Großh. Oberförsterei Treis.

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Vorrätig in Giessen bei: Ernst Balser, Ottmar Köhler, H. Kühn, Seltersweg 36, C. Steinhäuser, Neuenbäue, Wilh. Klee, Marktstiasee 2, Julius Hoos, Bahnhofstrasse 41, Ph. Lüdeking, Selters weg 5.

In Hatzbach bei A. Weickhardt.

Man hüte sich vor Nachahmungen, welche mit ähn­lichen Etiketten, in ähnlichen Verpackangen u. grössten­teils auch unter denselben Benennungen angeboten werden, und fordere beim Kauf ausdrücklich 2262 echte Wäsche von Mey & Edlich.

Die Zusammenkunft ist an Grünbergerstraße amBahnwärterhaus.

Garten-Sand.

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LEIPZIG-PLOITZ.

Rumän. Hoflieferanten.

Buchenstämme

Nadelstämme

Dekanntmachung.

Alle noch rückständigen Rechnungen über die zur Unterhaltung der städt­ischen Gebäude, Straßen u. s. w. im Rechnungsjahr 1899/1900 ausge- führten Arbeiten und Lieferungen stnd bei Meldung der Nichtberück- sichtigung bis längstens den 1. Ma d. IS. in doppelter Ausfertigun an uns einzureichen.

Gießen, am 4. April 1900. Das Stadtbauamt.

Schmandt. 2610

Versteigerung.

Montag den V. April d. IS., nachmittags 3 Uhr, versteigere ich im Auftrage der Konkursverwaltung in der Villa Hopfner, Moltkestratze 8, einen Teil des zur Konkursmasse gehörigen Mobiliars, nämlich: 2 Kleiderschränke, 1 Kommode, 1 Chaiselongue, 3 Tische, 10 Stühle, 1 Waschtisch mit Marmorplatte, 1 Nachttisch mit desgl., 7 Waschgarnituren, 2 Bilder, 1 Gesindebett, 2 Spiegel, 1 Kassette, 2 Flaschenstünder, 1 Weinbowle, 1 Bowle in Kupfer mit Ständer, 1 Zweirad mit Ständer, 6 Fahrrad­laternen, 36 FlaschenWeißwein, lbFlaschen Boxbeutel, 1 Vogelkäfig u. a. m.

Die Versteigerung findet bestimmt statt. Eingang vom Garten aus.

2632 Geissler, Gerichtsvollzieher.

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Fr. Le© Nachf. Conr. Rübsamen, Gießen.

Lagerplatz: Rodberg. Comptoir: Lahustrahe 1!

Hchversteigerung.

Dienstag den 10. April, von nachmittags 2/2 Uhr ab, werden im Freiherr vo» Milchliug'sche« Oberseilbachswald bei Treis a. d. Lda. versteigert: Scheiter rm: 104 Buche, 2 Eiche- Knüppel rm: 14 Buche; Reisig rm: 140 Buche; Stöcke rm: 21 Buche.

Zusammenkunft: am Jad- hänscheu. 2640

Treis a. d. Lda., 4. Aprll 1900.

Schneider, Oberförster.

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hundert in Deutschland fußfassende Humanismus und die Reformation Wandel, und nun begann auch eine nationale deutsche Wissenschaft zu erwachsen, die bald herrlich empor­sproß und schließlich zu einer Blüte geführt hat, die jetzt neidlos von allen Nationen anerkannt wird. Nachdem so die Gestaltung des wissenschaftlichen Lebens bis in die Tage der Gegenwart in fesselnder Weise geschildert ist, empfängt man interessante Belehrung über Ursprung, Wesen und Zweck zahlreicher akademischer Einrichtungen, die sich, wenn auch in angepaßter Form, bis in die Jetztzeit er­halten haben.

Zwei besonders anziehende Abschnitte bilden unzweifel­haft für jeden Studierten die dann folgenden Kapitel, die die studentischen Sitten und Gebräuche, sowie das Fechten und die Mensur, behandeln. Hier wird das Leben des Bruders Studio im Wandel der Zeiten in anschaulichster Weise dargestellt. Die Burschenwelt mit ihrem romantischen Zauber, der den, der sie einmal betrat, bis in das späteste Atter verjüngend umfängt, thut sich vor dem Leser auf und wir sehen, wie der deutsche Student treu festgehalten hat an alten Vermächtnissen. Nicht nur in der Hochhaltung der altberühmten akademischen Freiheit durch sechs Jahr­hunderte hindurch, sondern auch in der Beachtung der äußeren Form, in den Gewohnheiten und Einrichtungen des akademischen Lebens ist er im großen und ganzen er­staunlich konservativ gewesen. Daß im Rahmen dieser Schilderung das Kommersieren, der Komment und das Fechten, diese Hauptkennzeichen seiner Eigenart, einen breiten Raum einnehmen, ist begründet. Die Korporationen, als die eigentlichen Träger und Wächter dieser akademischen Palladien, erfahren demgemäß eine eingehende Beachtung und ihre Geschichte wird aus den ersten Anfängen heraus mit Aufmerksamkeit und verständnisvoller Darstellung bis

in die neueste Zeit hinein verfolgt. Aber das Bild bleibt nicht auf diese Züge beschränkt; der Student wird uns auch in seiner sozialen Stellung, in seinen Beziehungen zur Wiffenschaft, zu seinen Lehrern und dem Bürgertum ein­gehend geschildert und wir lernen sein Wesen zu jeder Zeit aus seiner Umgebung heraus verstehen und richtig beur­teilen. Der Wert dieser Abschnitte darf namentlich für den angehenden akademischen Bürger als außerordentlich hoch bezeichnet werden. Dieser sieht sich mit berechtigtem Stolz als den Erben eines reichen und ehrwürdigen kultur­geschichtlichen Schatzes, den zu hüten und hochzustellen seine vornehmste Aufgabe sein muß. So manche Einrichtung und studentischen Brauch, den viele bisher mechanisch, ohne Kenntnis seiner eigentlichen Bedeutung, geübt haben, wird er mit vollem Bewußtsein seines Sinnes betrachten und so doppelte Freude daran haben.

Der zweite Teil, der in einer Reihe anschaulich ge­schriebener Monographien ein treffendes Bild jeder einzelnen Universität und Technischen Hochschule dem Leser entrollt, ist von besonders praktischem Nutzen. Es ermöglicht dem Studenten), dem bereits immatrikulierten, wie dem an­gehenden, sich über die. Eigenart einer jeden Hochschule, ihre Entstehung, ihre wissenschaftliche Besonderheit, ihre landschaftliche Lage, die spezifische Färbung des an ihr herrschenqen studentischen Treibens, namentlich des Ver- bindungs- und gesellschaftlichen Lebens, ein klares Bild zu verschaffen, und danach die Wahl der für ihn und seine besonderen Neigungen und Jutereffen in Betracht kommenden Hochschule zu treffen.

Sieben Seiten des stattlichen Werkes find unserer Umverfität Gießen gewidmet. Der Berfaffer plaudert m gefälliger Tonart von dem Charakter der Stadt, der landschaftlichen Lage, die er lieblich findet, von der Grün­

dung der Universität, ihren Zuständen im 17. und 18. Ich:« hundert, von den Anfängen der Korporationen, die aal dem Jahre 1773 datieren, als relegierte Jenenser litt einen Amizistenorden gründeten, von den im Laufe k Jahre dann erstehenden Orden und Landsmannschaften, )<n GießenerSchwarzen", de» Burschenschaften und Loch? und den heutigen Korporationen, von der Universität in: 19. Jahrhundert, de» Instituten, der Frequenz, die übrige etwas zu niedrig, auf über 700 statt auf über 800 an* gegeben wird, und endlich von dem Charakter der Hsü schule. AIS solchen erkennt der Verfasser dasauSgeprögü Bewußtsein des Studenten", und auf wissenschaftliche!! Gebiete findet erein ehrliches Streben nach Freiheit bc Forschung". Im Bilde sehen wir dann die Ruine Nei' berg, Schloß Braunfels, das alte Gießen, den eine gllsst Seite einnehmenden Auszug der Gießener Studertr: auf den Staufenberg, 7. bis 9. August 1846, id der im Besitze der Hassia befindlichen, heute sehr seltene und nur in wenigen Privatfamilien noch vorhanden» Lithographien, ein Panorama Gießens von der Starke burgerkneipe aus, das neue Univerfitätsgebäude mit bto chemischen Laboratorium, und endlich den Staufenberg.

Dem ehemaligen Studenten, dem Alten Herrn ii Philistertum wird auch dieser Teil des prächtigen Werkel wie sein gesamter Inhalt mit den zahlreichen Illustration»! eine dauernde Quelle schönster Erinnerungen sein, jener n« verblüffenden Erinnerungen, aus denen jedem ehemalig" Akademiker ein unverfiegbarer Born ewiger Jugend fließt

,63/ Ein junges Ehepaar befindet sich in Gesellschaft meiert. Herren auf einer Eisenbahnfahrt. Nachdem sie aus einem der längs!« Tunnels der Gotthardbahn ans Tageslicht kommen, wendet sich bli Dame an ihren Gatten:Robert, es hat geküßt, warst Du's?"