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8.4.1900 Erstes Blatt
 
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ja außerdem mit dem Angeklagten ein Zusammentreffen im Pschorrbräu gehabt höben.

Uhrenhändler Rein icke, der folgende Zeuge, be­kundet, daß Gönczi sein Kunde gewesen sei und von ihm als pünktlicher Zahler geschätzt wurde. Er habe deshalb auch kein Bedenken gehabt, ihm eine goldene Uhr nebst Kette auf Abzahlung anzuvertrauen und ebenso eine Pen- dule. Ter Gesamtpreis betrug 520 Mark. Gönczi war nicht so pünktlich mit den Abzahlungen gewesen, wie er ver­sprochen habe. Am 11. August 1896 sei Gönczi in auf­geregtem Zustande in den Laden gekommen. Ter Zeuge habe die Gelegenheit wahrgenommen, den Angeklagten um eine Abzahlung von 100 Mark zu bitten, da er demnächst eine «größere Zahlung habe. Gönczi habe erwidert:Warten Sie nur noch kurze Zeit, ich mache eine größere Erbschaft, dann zahle ich alles." Der Zeuge wisse genau aus seinem Geschäftsbuche, daß es am 11. August gewesen sei. Präs.: Gönczi, warum versetzten Sie die Uhr? An­ge k l.: Bitt' schön, Herr Präsident, weil ich mich hab' geärgert über die Uhr."

Handelsfrau Adeline Mohr ist durch Zufall mit Gönczi bekannt geworden als sie einmal in einer Steh­bierhalle in der Potsdamer Straße ihre Waren anbot. Gönczi habe ihr von seinem Bier angeboten und ein Ge­spräch begonnen. Er habe gesehen, daß sie zwei Trauringe trug und gesagt, er sei auch Witwer, seine Frau sei im Kindbett gestorben, und sie könnten ja öfter miteinander ausgehen. Dies sei aucl) geschehen, und sie haben sich mehrfach getroffen und Rendezvous abgehalten. Die Zeugin erzählt eine langatmige Geschichte, aus der hervor­zugehen scheint, daß der Angeklagte ihr die Ehe ver-. sprachen habe. Er habe eines Tages auch von ihr er--- fahren, daß sie wegen großer Schlaflosigkeit und Nervo­sität von Zeit zu Zeit zu Professor Mendel gehe und von diesem Schlafpulver erhalte. Gönczi, der ihr seinen Namen genannt, habe sich sehr lebhaft danach erkundigt, wie die Wirkung eines solchen Schlafpulvers sei, er habe ein ander Mal, als sie ihm erzählte, daß sie einmal überfallen worden sei, sich wieder genau nach den Einzelheiten erkundigt und dann, als er hörte, daß sie eine Erbschaft zu erwarten habe, ganz genau sich orientiert, wie hoch sie sei, wann sie an­getreten werden könnte rc. Der Schlußeffekt der Erzählung, die der Angeklagte mit heiterem Gesicht anhört, geht dahin, daß die Zeugin schließlich den Verkehr mit Gönczi auf­gegeben habe, weil sie es doch für richtiger hielt, sich nicht wieder zu verheiraten. Gönczi erklärte unter schallender Heiterkeit des Publikums: Ich kenne die Frau überhaupt nicht! Auf Befragen des Rechtsanwalts Dr. Fränkel giebt die Zeugin zu, daß sie einige Jahre vorher einmal in einer Irrenanstalt gewesen sei. Sie habe dies Gönczi auch gesagt.

Berlin, 6. April.

Nach der Eröffnung der Sitzung teilte der Verteidiger Dr. Fränkel mit, daß ein Herr an ihn herangetreten sei, der ihm gesagt habe, daß ihm ein L^einhändler Loewy bekannt sei. Dasselbe hätte ihm zwei andere Personen mitgeteilt. Er beantrage, diese Personen zu laden. Zu­nächst wird heute nochmals der Möbelfabrikant Stiller, sowie dessen Sohn über die Waren, die sie dem Angeklagten geliefert, vernommen. Alsdann folgt die Vernehmung der Zeugiin Frau Menge, die am 18. August abends, als Gönczi abrciste, in dem Wartesaal 2. Klasse des Bahn­hofes Friedrichstraße dem Angeklagten, seiner Frau und der Rafalski längere Zeit gegenüber gesessen hat. Ein fremder Mann habe, so sagt die Zeugin aus, sich nicht in- der Begleitung Gönczis befunden. Eine ganze Reihe wei­terer Zeugen, die dem Ehepaare auf seinen Fahrten be­gegnet sind, haben gleichfalls keinen Mann in dessen Ge­sellschaft gesehen. Es wird alsdann die Frau des Schank­wirts Hinz vernommen. Auch sie sagt aus, sie hätte niemals einen Weinhändler Loewy gesehen. Frl. Klara Schultze, die mit Loewy ein Liebesverhältnis gehabt haben soll, habe niemals in der Hinzeschen Restauration Zusam­menkünfte mit einem Herrn gehabt. Hierauf erläutert .Sanitätsrat Dr. M i t t e n z w e i g, unter Vorzeigung der Schädeldecken der Ermordeten den Geschworenen, die Artz der Verletzungen, die darauf hindeuten, daß der Thäter wahrscheinlich mit einem Handbeil mehrfach hintereinander zugeschlagen hat. Der Angeklagte sieht lächelnd zu und erwidert auf die an ihn gestellten Fragen:Ja, was weiß denn i? Ich hab's doch nicht gethan, bitt' schön". Auf die Frage des Dr. Fr ä n ke l, ob die Verletzungen auf große Kraft hindeuteten, erwidert Dr. Mittenzweig mit:Ja". Zugleich untersucht er die Muskulatur Gönczis und bemerkt, Gönczi habe wohl die Kraft dazu besessen. Es entspinnt sich nun eine längere Auseinandersetzung über die Frage des Leichengeruchs zwischen Staatsanwalt, Ver­teidiger und Sachverständigen, worauf die Vernehmung des Landgerichtsrat Herr folgt, der die Voruntersuchung geführt hat. Er erklärt unter seinem Aide, daß die Be-, Häuptling des Angeklagten, ihm sei das Wort abgeschnitten, eine dreiste Lüge sei. Gönczi sei von vornherein als voll­endeter Schauspieler aufgetreten, der von nichts wisse. Er, Zeuge, habe den AusdruckMaul halten!" Gönczi gegen­über niemals gebraucht.

Aufgefordert schildert Gönczi nun seine Verhöre beim Untersuchungsrichter, wobei er behauptet, es sei nicht alles ausgeschrieben worden, was er gesagt habe. Wenn er ein Mörder sei, dann würde er es längst eingestanden haben. Seit 5 Monaten sitze er in Eisen; wenn er esse, müsse er mit dem Mund in die Schüssel, wie ein Hund. Sei denn das nicht eine Schande! Bei dieser Schilderung bricht die Frau des Angeklagten in lautes Weinen aus. Es ge­langt sodann ein am 20. Februar d. I. aus Brasilien ein­getroffener Bries zur Verlesung, in dem ein Louis Schulz mitteilt, er habe dem Gönczischen Ehepaar einen Mord in Berlin verübt. Untersuchungen haben ergeben, daß diese Mitteilung völlig haltlos sei. Bei der Vernehmung der Zeugin Stiller wird Gönczi in ein scharfes Kreuz­verhör genommen, weil er gestern behauptet hatte, er sei mit Loewy häufig bei Stiller gewesen; heute bestreitet er dies aufs entschiedenste. Es werden dann die Zeugen ver­nommen, die Loewy gesehen haben wollen. Schlosser Lucht kennt Loewy, hat ihn aber nur ein einziges Mal ge­sprochen. Die von dem Zeugen gegebene Beschreibung Loewys paßt aber nicht auf die von Gönczi gegebene Per- fonalbesckneibung. Ebenso ist es auch bei den anderen be­treffend Loewy verhörten Zeugen. Die Verhandlung wird morgen früh 10 Uhr fortgesetzt.

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** Ostereier. Ein geheimnisvoller Zauber durch-- webt in der gegenwärtigen Osterzeit die Natur, die aus kalter und toter Winternacht sich seit den letzten 24 Stunden sichtlich zum milden und Hellen Sonnenglanz des Lenzes verjüngt. Dieser Zauber kommt in einer großen Anzahl von symbolischen Spielen zum Ausdruck, am deutlichsten in den Eierspielen. Das Ei war von jeher das Sinnbild entstehenden und erwachenden Lebens. Nack) alten Sagen ist die Erde aus einem Ei entstanden. Die Aegypter sahen im Sonnenvogel Phönix die Verkörperung der stetig wieder- kehrenden Zeit. Sobald er das Alter von fünfhundert Jahren erreicht hatte, verbrannte er sich selbst, um aus der Asche neu belebt und verjüngt erstehen. In seinem Neste sand man ein rot und goldig gefärbtes Ei, das den Glanz der auf- und untergehcnden Sonne darstellte, Jpie brahmanischen Erzählungen über die Weltschöpsung wi))en zu berichten, daß das ewige Wesen durch einen Gedanken das Wasser geschaffen und dieses mit dem Urzeugungsstosse vermischt habe. Aus diesem Gemisch sei ein Ei entstanden, in dem sich Brahma entwickelt habe. Nach einer Vollen­dung sei die Schale in zwei Hälften gesprungen, aus denen' Himmel utzd Erde entstand. Von vielen Völkern wurde das Gi schon in grauer Vorzeit zur Verschönerung der Früh- lingsfeste verwendet, eben auch als Sinnbild der^erwacheu- den Natur. Wenn die Sonne von Tag zu Tag höher steigt und ihre majestätische Kraft immer mehr Leben weckt, dann wurden auch schon im alten Rom und von slawischen Völkern Eierspiele' veranstaltet. In Freidanks Gedicht Bescheidenheit, das wahrscheinlich im Jahre 1229 entstanden ist, werden bunte Eier für Kinder erwähnt- Heute bemalt man sie teils mit Scherzfiguren, teils nut einfachen Farben. Diese letzteren erinnern uns daran, daß sich die Natur nun wieder mit den mannigfaltigsten; Farben schmückt, die sich um so schöner ausnehmen, wenn der launische April den letzten Reif und die letzten Schnee­flocken auf sie herniederstreut. Hoffentlich ist's aber jetzt damit vorüber! Das Verstecken der Ostereier kann doppelten Ursprungs sein. Des Frühlings liebliche Kinder wollen auch noch im Verborgenen gesucht sein, oder sie erinnern an das Suchen des Grabes Christi. Häufig werden Eier- kampfspiele veranstaltet, die dem Kampfe zwischen Lenz und Winter abgelauscht sind; heute schmückt sich die Flur mit blaueu Veilchen und buntem Krokus, morgen kann sich schon wieder ein weißer Hermelin darüber decken, und alle die Blumendüfte verwehen. Der Osterhase ist eine mytho­logische Figur, die namentlich in unserer Kinderwelt eine große Rolle spielt. Die Kleinen legen ihm alle Wunsche und Hoffnungen ans Herz, ähnlich wie zu Weihnachten dem Christkindlein. Der eierlegende Osterhase war als Sinnbild der Fruchtbarkeit der Ostara, der Frühüngsgottin, geweiht.

D a r m st a d t, 6. April. L i e b e m a ch t b 1i n d. Das Ladenmädchen Christine Buckgesch war hier bei einem Kauf­mann in Stellung und berichtete dessen Tochter, daß em junger Kaufmann sich in sie, die Tochter, leiden)chastlich verliebt habe. Die Angebetete war hierüber sehr glück­lich und nahm durch Vermittelung des Ladenmadck^ns Liebesbriefe von dem jungen Manne an, deren 3nlwi® immer glühender wurde. Bald aber wechselten die Ergüsse mit dem Ersuchen um alle möglichen Gegenstände ab, für das die sonderbarsten Vorwände angegeben wurden. Eno- lich enthielten die Briefe gar unter leidenschaftlichen Klagen die Bitte um Geld. Tie Kaufmannstochter gab den Bitten willig Gehör und schickte, immer durch die Vermittelung des Ladenmädchens, nach und nach über 150 Mark Geld und außerdem Gebrauchsgegenstände, die weit über 200 Mark wert waren. Selbst eine gebratene Gans fand den Weg zu dem Geliebten, ebenso Damenwäsche, ine für die Aussteuer durch den jungen Mann aufbewahrt werden sollte. Tas Liebesglück nahm em jähes Ende, als die Kaufmannstochter ihren angeblichen Liebhaber eines Tages auf der Straße traf, und mit ihm über ihr Verhältnis Rücksprache nahm. Der ahnungslose junge Mann fiel voll­ständig aus den Wolken, als er hörte, um was es sich handle. Jetzt wurde ermittelt, daß jenes Ladenmädck>en! die ganze Liebesaffaire erdacht hatte, um für sich Kapitals daraus zu schlagen. Tie Briefe hatte sie, wie sie gestand.

aus einem Briefsteller für Liebende entlehnt. Die Be- ttügerin wurde nun zur Anzeige'gebracht und erhielt von der Strafkammer sechs- Monate Gefängnis zudittiert.

Darmstadt, 6. Aprü. Wie lesen in derFranks. Ztg.- folgende kaum glaubliche Meldung, deren Verantwortung wir dem genannten Blatte überlassen:'Der hiesige Musik- öer ein hatte auf nächsten Sonntag einen Herrenausflug in die Bergstraße beschlossen, um sich an dem Erwachen bet Natur zu erfreuen. Die Rechnung war aber ohne den Wirt gemacht. Das Oberkonsistorium stellte den Ver­ein vor die Alternative, entweder den Ausflug zu unter­lassen oder auf die Benutzung der Stadtkirche für das am Karfreitag von besagtem Verein in dieser Kirche abzu- haltende große Konzert (MatthäuS-Passion) zu verzichten. Wir erwähnen noch, daß der Musikverein, dessen florierte unter der Leitung des Hofkapellmeisters de Haan sich auch auswärts großer Anerkennung erfreuen, auS Musikliebhabern jeder Konfession zusammengesetzt ist. Heber die Stellung­nahme des Vereins zu diesem Eingriss ist uns noch nichts bekannt."

Darmstadt, 5. April. Am Mittwoch fand die General. Versammlung des Hessischen Landesvereins für Toten-Einäscherung statt. Der Vorsitzende gab einen Heberblick über den gegenwärtigen Stand der Toten-Ein- äscherung in Europa, besonders in Deutschland. Bei dem Bericht über die Thätigkeit des Vereins in den letzten Jahren hob der Vorsitzende die Verdienste des Ministeriums Rothe hervor um die endliche gesetzliche Regelung der Toten-Ein- äscherung in Hesien, die bis dahin von dem Verein in 14jähriger Arbeit vergeblich erstrebt war. Nun steht der Verein vor der neuen, schwierigen Aufgabe, den Anhängern der Toten-Einäscherung in Darmstadt ein würdiges Kre. matorium zu schassen. Die Stadt hat einen geeigneten Platz im Anschluß an die Ostseite des neuen Teiles des Friedhofes zur Verfügung gestellt und sich bereit erklärt, das Krematorium in städtischen Betrieb zu übernehmen. Weiterhin ist städtischerseits eine pekuniäre Hnterstützung in Aussicht gestellt, vorausgesetzt, daß der Verein den Haupt­anteil des nötigen Baukapitals aufbringt. Da der Verein unter der Wirkung des Bürgerlichen Gesetzbucheseinge­tragener Verein" werden soll, so war eine Aenderung der Satzungen notwendig. Der Entwurf wurde genehmigt. Da der Mainzer Verein sich dem allgemeinen Verbände der deutschen Feuerbestattungsvereine angeschlossen hat, so hat sich die aus dem Darmstädter, Mainzer und Ober-Jngel heimer Verein bestehendeFreie Bereinigung" deutscher Vereine aufgelöst. Der Hessische Landesoerein hat von einem Anschluß an den Verband abgesehen, um sich ganz der Er­bauung eines Krematoriums widmen zu können. Nach Auf­lösung derFreien Bereinigung" kann auch die bisher in Darmstadt herauSgegebene ZeitschriftPhönix" nicht weiter erscheinen. Es wurde beschlossen, die Berliner Zeitschrist Flamme" zum VereinSorgan zu wählen und kostenlos sämt« lichen Vereinsmitgliedern vom 1. Juli ab zuzustellen. ES wurde beschlossen, demnächst bei allen hiesigen Mitgliedern eine Liste zirkulieren zu lassen zur Zeichnung von Garanlie- scheinen, und weiterhin persönlich eifrig für die Sache zv wirken. Von mehreren Vorstands- und Vereinsmitgliedern wurden über 1000 Mk. Anteilscheine gezeichnet.

Offenbach, 5. April. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten wurde mit allen gegen 9 Stimmen und 2 Stimmenenthaltungen der sozialdemokratische Protest gegen die wiederholte Verletzung der in der Städteordnung gewährleisteten Rechte der Stadt« verordneten durch den Oberbürgermeister" zum Beschluß erhoben, mit dem Hinzufügen, daß das Vertrauen in die Hnparteilichkeit der Geschäftsführung des Ober­bürgermeisters völlig erschüttert sei. Die Versammlung beschloß ferner, daß alle städtischen Bekanntmachungen der Offenbacher Zeitung" und dem sozialdemokratischen Offenbacher Abendblatt" zu gleicher Zeit zum unentgelt« lichen Abdruck zu übermitteln sind. In der jüngsten Sitzung des Kreistages erörterte man u. a. auch die schwebenden Unterhandlungen zwischen dem Frankfurter Magisttat und dem Kreis und der Stadt Offenbach über den Bau einer zweiten Straße zwischen den berben Städten. Es wurden Kundgebungen des Frankfurter Magistrats verlesen, der bereit ist, eine unwert der Preußischen Grenze von der Offenbacher Landstraße ao- schweifende Straße nach Sachsenhausen aus eigene Kosten zu bauen, falls zugleich eine Einigung über den Bau einer anderen Straße auf der rechten Mn feite erzielt umd. Diese Straße soll von einer unterhalb des Offenbarer Hafens zu erbauenden zweiten festen Brücke ausgehen, dem Mainufer folgen und hochwasserfrei gelegt werden. Der Kreistag erklärte sich bereit,; auf Grund der vorgelegten Pläne weiter mit dem Frankfurter Magistrat zu unter­handeln. m . .

A Hausen bei Offenbach, 6. April. Bei der vor­gestrigen Bürgermeisterwahl wurde unser bisheriges Gemeindeoberhaupt Becker mit Stimmeneinhelligkelt auf neunjährige Dauer wiedergewählt. Er steuert schon sm 18 Jahren mit kundiger Hand unser Gemeindeschlfflem. Die einstimmige Wiederwahl wurde in verschiedenen Wirt schäften festlich begangen.

Aus d-m N°dg°u, 6. April. D-r Maurer P-'-r Hebeisen aus Jügesheim stürzte zu Offenbach wahrer- der Arbeit von einem Neubau und war augenblicklich ernt Leiche. An der zu Jügesheim erfolgten Beerdigung^ feier beteiligten sich auch die Offenbacher Arbeitgeber dtt Verunglückten und legten Kränze an der Bahre des braven Mannes nieder. Hebeisen hinterläßt eine Witwe mit 5 un­mündigen Kindern.

8 3e86et(j, 6. April. Som Tode des Ertrinken» hat der hiesige Kaufmann L. Ä. einen Korbmacher g-rett.b der aus einem Orte in der Nähe TrAaS h-rstamm . Ti- Mann war mit Weidenschneiden beschastlgt, und fiel, wen

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