Afrikas loyale und patriotisch gesinnte britische Unterthanen und Bürger machen wollen.
Die Engländer säen Wind in Afrika und werden den Sturm ernten, der losbrechen wird an dem Tage, wenn England auf irgend einem beliebigen Punkt des Erdballes in ernstere Schwierigkeiten verwickelt sein wird.
Die Kapitulation Cronjes und das offizielle Berlin.
Selten, sehr selten befinden wir uns mit dem „B a y» erischen Vaterland" des Dr. jur. Sigl einigermaßen in Uebereinstimmuna. Sigls Haltung gegen Preußen und die großen Männer der letzten 30 Jahre ist fast immer ungerecht, gehässig und kleinlich, und obschon er in manchen Dingen Recht hat, im ganzen höchst unsympathisch. In y seiner Beurteilung des neudeutschen Zickzack-Kurses aber trifft Sigl oft den Nagel auf den Kopf. So bringt das „Vaterland" unter obiger Ueberschrist einen Artikel, der bitteren Ernst mit grimmigem Hohn vereint und — leider — die Wahrheit sagt. Wir sind überzeugt, daß S^l mit seinen Ausführungen nicht nur die Stimmung in Bayern widerspiegelt, sondern auch die Meinung weitester Bevölkerungskreise in ganz Deutschland auf seiner Seite hat, wenn er schreibt:
Es scheint nun ganz klar zu sein, daß General C r o n j e sich und den kleineren Teil seiner Armee geopfert, und mit ihm über eine Woche hindurch einer lOfachen feindlichen Uebermacht gegenüber stand gehalten hat, nur um die Hauptmacht retten zu können. Er hat persönlich die schwierigste Aufgabe übernommen, er hat die Nachhut befehligt, um des Gelingens seines Planes sicherer zu sein, mit der fast bestimmten Aussicht, seinen Namen unter die unvermeidliche Kapitulation setzen zu müssen. Das ist ein großer Sieg, der Sieg über sich selbst. Cronje hat sich geopfert, um die anderen zu retten.
Fast in der gesamten gesitteten Welt wird denn auch dem tapferen Greise die höchste Anerkennung und Bewunderung gezollt. Eine Ausnahme hiervon scheint — die „Reichshauptstadt" Berlin zu machen.
Das deutsche Volk war seit mehr als einem Jahrzehnt daran gewöhnt worden, in Frankreich den künftigen guten Freund und Nachbarn zu erblicken, und die Liebenswürdigkeiten, mit denen man die Franzosen traktierte, von den berühmten Atelierbesuchen der Kaiserin Friedrich angefangen,, bis zum allerhöchsten Besuche eines französischen Kriegsschiffes in den norwegischen Gewässern, waren ohne Zahl. Und doch, wenn man dieselben heute Revue passieren lcsßt, so muten sie einen ganz altertümlich an; wer heiM noch die Möglichkeit eines Besuches der Pariser Wettausstellung oder das Einlaufen des Kaiserschiffes in einen französischen Hafen diskutieren wollte, der würde, obwohl dies alles noch vor Jahresfrist in den offiziösen Kreisen Berlins ernsthaft und beharrlich erörtert wurde, mit sehr erstaunten Augen angesehen werden, als einer, der die letzten Monate verschlafen hat. Ja, in Berlin wird man ärgerlich, wenn man nur an die früheren „Träumereien" erinnert wird, und der Regent von Mecklenburg-Sck)werin, der einem französischen Reporter allerhand schöne Empfehlungen an den „gallischen Erbfeind" aufgetragen hat, hat von Berlin eine fürchterliche Nase bekommen, wie auch Fürst Hohenlohe den „fau^x ßM^des Herzog-Regenten damit paralysieren mußtet daß er im Reichstag bei Beratung des Diktaturparagraphen Töne gegen Frankreich anschlug, die er wohl den Kompositionen Bismarcks aus den 70 er Jahren entnommen hat.
Lokales und Provinzielles.
(Anonyme Einsendungen, gleichviel welche« Inhalte-, werden grundsätzlich nicht ausgenommen«)
Gießen, 7. März 1900.
e* Ordens-Verleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, zum 6. März dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Friedrich Conradi aus Anlaß seines 50jährigen Dienstjubiläums das Komturkreuz 1. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen zu verleihen.
** Berichtigung. Der Polizeibericht hatte in der Nr. 52 unseres Blattes vom 3. März unter der Spitzmarke „Rohheit" das unerhörte Betragen eines Studenten Adam Barth aus Heubach an den Pranger gestellt. Von autoritativer Seite hören wir nun, daß dieser Herr der Universität als Student nicht mehr angehörte, zurzeit da er die erwähnten Rohheiten beging.
** Von der Landeslotterie. Sämtliche Kollekteure des Landes waren am Samstag von der Großherzogl. Lotterie- direktion zu einer gemeinschaftlichen Konferenz nach Frankfurt a. M. beschieden. Die Herren waren fast vollzählig selbst aus den entlegensten Landesteilen erschienen. Auch sonstige Jnteresienten und Berichterstatter hatten sich eingefunden. Vor Beginn der Tagesordnung mußten letztere aber den Saal verlassen, da die Verhandlungen streng vertraulich gepflogen wurden. ES handelte sich hauptsächlich um Entgegennahme von Belehrungen und Vorschriften. Das Verhalten besonders sogenannter Lose-Wiederverkäufer wurde ernst getadelt, da sich das Gebahren vieler dieser Leute mit einer staatlichen Veranstaltung nicht vereinbaren läßt. Wie wir weiter hören, sollen auch zur Stunde noch soviel Lose auf Lager sein, daß solche kaum vollen Absatz finden werden. Allgemein ist man der Ansicht, daß es weit besser gewesen wäre, nicht zu hohe Gewinne, sondern mehr kleinere Gewinne zu fixieren, um gleichfalls wie bei anderen Lotterien schon auf zwei Lose einen Treffer zu schaffen.
** Auf Grund des deutsch - amerikanischen Packet- Abkommens werden versiegelte Postpackete nach den Bereinigten Staaten nicht zugelassen, weil der Inhalt den Zoll- und Postbeamten leicht zugänglich sein muß. Deshalb sind die Postanstalten seitens des Reichspostamts angewiesen, versiegelte Postpackete nach den Vereinigten Staaten von Amerika nicht mehr anzunehmen, sondern den Absendern zur Aenderung des Verschlusses zurückzugeben.
Rockenberg, 6. März. Gestern nachmittag verschied nach vorausgegangenem kurzem Kranksein infolge eines Herzschlages der in weiten Kreisen hochgeachtete Geistliche unserer Gemeinde, Herr Pfarrer A. MeeS im 65. Lebensjahre. In dem nun Entschlafenen betrauert die hiesige Einwohnerschaft einen Seelsorger, der es mit jedem wohl meinte. Am 14. Februar d. I. waren 31 Jahre verflossen, daß der hochwürdige Herr in unserer Gemeinde im Interesse des Einzelnen als der Gesamtheit gewirkt und sich hierdurch unvergeßliche Verdienste erworben hat. Aber nicht allein hier hat Herr Pfarrer Mees seinen schweren Beruf aufs gewissenhafteste erfüllt, sondern bis vor einigen Jahren hat derselbe, als Butzbachs katholische Gemeinde noch keinen eigenen Pfarrer hatte, dort zu jeder Jahreszeit den Beruf eines Geistlichen pflichtgetreu und mit größter Liebe vollführt. Möge der nun Dahingeschiedene in Frieden ruhen, fein Andenken bleibe ein stets gesegnetes.
§§ Ober-Schmitten bei Nidda, 5. März. Vergangene nacht sprang die geistesgestörte Katharine Mandel von hier aus dem Fenster ihrer Wohnung in unangekleidetem Zustande und ertränkte sich in der unmittelbar an ihrer Behausung vorbeifließenden hochangeschwollenen Nidda.
Griesheim, 5. März. Heute nacht verstarb hier nach längerem Leiden im besten Mannesalter der Großh. Beigeordnete Jakob Nothnagel. Der Verstorbene, eine allgemein geachtete und in weitesten Kreisen bekannte Persönlichkeit, war Rechner der Darlehnskasse, Mitglied des Kreistags, Präsident des Soldatenvereins und zweiter Komman- banrber Freiwilligen Feuerwehr. Das allzufrühe Hinscheiden des allen örtlichen gemeinnützigen Bestrebungen stets zugänglichen und um ihre Förderung wohlverdienten Mannes wird aufs schmerzlichste empfunden.
Wetzlar, 6. März. Der „Wetzl. Anz." schreibt: Was gerüchtweise schon seit einigen Wochen verlautete, ist, wie wir von zuverlässiger Seite erfahren, nun leider tatsächlich eingetreten: wir verlieren unsern Landrat Herrn Dr. G o e- decke. Erst vor wenigen Monaten drohte uns die gleiche Gefahr'; damals war Herr Dr. Goedecke zum Landrat des großen Kreises Saarbrücken ausersehen. So ehrenvoll dieser Ruf für ihn war, lehnte er es doch ab, demselben Folge zu leisten, weil er sich nicht von dem ihm lieb gewordenen Kreise Wetzlar trennen wollte. In gleich günstiger Weise ist diesmal die Sache für letzteren nicht verlaufen. Herr Dr. Goedecke ist als Vortragender Rat in das Finanzministerium berufen worden unter Umständen, die es für ihn ausschließen mußten, auch diese Berufung abzulehnen. Dem Vernehmen nach wird uns unser Herr Landrat nach beinahe vierjähriger segensreicher Thätigkeit in unserem Kreise bereits am 1. April mit dreimonatlichem Urlaub verlassen, um am 1. Juli sein neues Amt zu übernehmen. Er darf bei seinem Scheiden von hier versichert sein, daß ihm der Kreis Wetzlar allezeit ein dankbares Andenken bewahren wird.
Marburg, 5. März. Nach einer hierher gelangten Mitteilung unseres Landtagsabgeordneten, des Landrats v. Negelein in Berlin, sind die von der BürgervereinS- Kommifsion unternommenen Schritte behufs Belassung der hiesigen Polizei im königlichen Dienste erfolglos gewesen.
Vermischtes.
Bad Kisfingen, 5. März. Behördlicherseits wurde die Auslieferung, bezw. der Rücktransport des in Konkurs geratenen, in Newyork sistierten hiesigen LederhändlerS David Kissinger von hier nach Schweinfurt verfügt. Selbst die hier lebenden, gut situierten beiden Brüder des Bankerotteurs verlieren große Summen. Die Passiva Kissingers, darunter meist Wechselforderungen, werden 200,000 Mk. überschreiten.
Universität Md Hochschule.
— Verschiedenes r Man berichtet aus Heidelberg: Durch das Ableben des Geh. Rats Georg Meyer sind im Lehrplan der hiesigen juristischen Fakultät etliche Verschiebungen für kommendes Sommersemester notwendig geworden. Professor Jellinek wird die Vorlesung über „Allgemeines und deutsches Reichs- und Landesstaatsrecht" übernehmen. Von bestimmten Ersatzvorschlägen verlautet noch nichts. So wird denn in diesem Sommer die an der Universität Heidelberg radi- tionelle besondere Pflege der öffentlich rechtlichen und staatswiffenschaft- lichen Disziplinen einem einzigen Ordinarius obliegen. Denn Professor Max Weber hat zwar „Theoretische Nationalökonomie" angekündigt, wird aber aus Gesundheitsrücksichten nicht lesen. Bei Prüfungen vertritt ihn der a.-o. Professor Leser. — Zu der Regierungsentschließung, an den beiden badischen Universitäten Frauen zur Immatrikulation zu- »ulaffen, wird aus Heidelberg geschrieben: Eine völlige Gleichstellung mit oen Studenten ist durch diesen Erlaß noch nicht erfolgt, denn im Gegensatz zu der Behandlung der Studenten werden Studentinnen ohne Maturitätsexamen nach wie vor nur als Hospitantinnen zugelaffen. Den immatrikulierten Damen dagegen steht fortan jeder Hörsaal, auch der des widerwilligen Dozenten, offen. Zwei Tage vor Eintreffen der Ministerialverfügung hat eine Heidelberger Studentin, die Amerikanerin Frl. Hittl, durch eine Dissertation über „die Präposition wip im Altenglischen" sich mit dem seltenen Prädikat summa cum laude den philosophischen Doktorhut errungen. — Aus Straßburg schreibt man: Der katholische Priester und Stadtbibliothekar in Schlettfiadt, Joseph G6ny, der in den wiffenschastlichen Kreisen durch mehrere historische Arbeiten über diese seine Vaterstadt schon bekannt ist, wurde Don'bec philosophischen Fakultät der hiesigen Universität auf Grund seiner bisherigen litterarischen Thätigkeit und eines mit bestem Erfolg abgelegten Examens zum Doktor der Philosophie promoviert.
Kirche und Schuir.
Haftet die Schulbehörde für das Eigentum der Schüler? Die Frage ist jüngst vom Hamburger Oberlandesgertcht zu Gunsten der Schüler entschieden worden. Einem Schüler des dortigen Wilhelms- Gymnasiums war vom Flur des Gymnasialgebäudes, der den Schülern zur Aufbewahrung ihrer Ueberröcke, Kopfbedeckungen, Schirme ufro. angewiesen ist, ein Winter-Ueberzieher nebst darin steckenden Tüchern und Handschuhen gestohlen worden Auf die Klage der Mutter verurteilte das Oberlandesgericht die Schulbehörde zur Zahlung des Schadens von 70 Mark. In den Urteilsgründen heißt es, daß die Eltern, die ihre Kinder auf die Staatsschulen schicken, mit der Schulverwaltung ein vertragsähnliches Verbältnis eingehen, in dem die Gewährung des Unterrichts usw. als Leistung und die Zahlung des Schulgeldes als Gegen
leistung zu betrachten sei. Die Schulverwaltung habe die notwendige« Schulemrichtungen deshalb so zu liefern, daß für die Benutzer keine Nachteile daraus hervorgingen. Zu diesen Einrichtungen gehöre aber auch ein vor Diebstahlsgefahr gesicherter Platz zum Aushängen der von den Schülern mitgebrachten Wintermäntel, Kopfbedeckungen usw Wenn nicht anders em konkurrierendes Verschulden des Bestohlenen nachzuweffen sei, müsse die Schulverwaltung für den gestohlenen Gegenstand hasten.
Iitteratur.
Meyer- Hand * Atlaö. Die zweite neubearbeitete und vermehrte Auflage von Meyers Hand-Atlas mit 113 Kartenblättern, (9 Textbeilagen und Register aller auf den Karten und Plänen vorkommenden Namen), Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien, ist vor kurzem vollständig erschienen. Der vorzüglich und zweckdienlich ausgestattete Buch-Atlas steht vollkommen auf der Höhe seiner Aufgaben, und er entspricht vermöge seiner wissenschaftlichen und praktischen Ausgestaltung den modernen Anforderungen in allen Beziehungen. Als ein besonderes Verdienst muß es angesehen werden, daß die Herausgeber den im Vordergründe des politischen Tagesintereffes stehenden kolonialen Bestrebungen und dem dadurch gesteigerten Orientierungsbedürfnis ein feines Verständnis entgegengebracht haben lvergl. die neuen Karten von Kamerun, Togoland, Französtsch-Hinterindien, Britisch-Nordamerika rc.). Von aktuellem Werte ist neben der im großen Maßstabe gehaltenen Karte von Ostafrika die Äfftte: Südafrika mit dem Karton von Natal. Interessant veranschaulicht ferner die graphische Darstellung von Aequa- torial-Afrika unter anderm auch die von dem Deutschen Reich gegen den Kongostaat beanspruchte Grenze am Kivu-See. Den Fortschritten der deutschen und englischen Eisenbahnbauten in Afrika ist besondere Aufmerksamkeit gewidmet und unsern letzten kolonialen Erwerbungen durch die Spezialkarte der Marshall-Karolinen, Palau- und Marianen- Jnseln (mit Karton der wichtigsten Inselgruppen) Rechnung getragen worden. — Fügen wir noch hinzu, daß die Behandlung der öffentlichen Verkehrsmittel, Eisenbahnen, Dampffchiffe und Telegraphen (Kabel), nach offiziellem Material erfolgt ist; im Anschluß daran gewährt das Folioblatt Weltverkehr eine vortreffliche Uebersicht über die heutigen großen Verkehrswege und -Mittel. Als nicht geringste Neuerung endlich ist die Beigabe eines erschöpfenden Namenregisters, das die Brauchbarkeit des Meyerschen Hand-Atlasses wesentlich erhöht, hervorzuheben. Hier galt es, 75,000 geographische Namen alphabetisch zu ordnen und, wo nötig, durch entsprechende Zusätze näher zu bezeichnen. Kurz, Meyers Hand-Atlas wird sich mehr noch wie zuvor in Schule und Haus, in den Stätten geistiger Arbeit das Bürgerrecht dauernd sichern, und in allen Fällen, in welchen eine zuverlässige Orientierung nicht von der Hand zu weisen ist, dürfte sich dieser Buch Atlas aufs beste bewähren. Der Preis sür den in Halbleder gebundenen Band beträgt 13 Mark 50 Pfg., daneben besteht auch eine Lieferungsausgabe in 38 Heften zu je 30 Pfg.
Jagd und Sport.
Hannover, 6. März. Die Geweih- und Jagdtrophäen-Ausstellung des deutschen Jagdschutzvereins (Landesverein Hannover), die vom 2. bis 6. März im Palmengarten zu Hannover für die deutschen Waidmänner und alle Freunde des edlen Waidwerkes ihre Pforten geöffnet hielt, ist die erste Geweih-Ausstellung Nordwestdeutschlands. Die Zahl der ausgestellten Trophäen beträgt über 1300, darunter ca 700 Reh- gehörne und 300 Hirsch-Geweihe. Interessant ist die Sonderausstellung für Damschaufeln, Wapitihirsche, Schwarzwild, Elche und dergl. mehr. Da die Ausstellung aus allen Revieren Deutschlands und des Auslandes beschickt wurde, so darf die Ausstellung als eine der bedeutendsten bisherigen des Reiches gelten, zumal erfahrene Fachmänner sie für wett vollendeter erklären, als die alljährlich in Berlin stattfindenden Gewech- ausstellungen. Die Sammlungen alter Adelsgeschlechter, Grasen und Fürsten, mehrerer Forstmeistereien und Oberförstereien bieten ausgezeichnetes Material, das die Bewunderung aller Jäger und Forstbeamten erweckt. Die am Samstagabend beendete Prämiierung brachte den nach- benannten Ausstellern die höchste Auszeichnung, den „silbernen Schild": Bresener-Hamburg, Buchmann-Rebberlah, Oberamtmann Ehlermann-Celle, Grafregent Ernst zu Lippe-Detmold, Generaloberst Graf v. Waldersee, Freiherr v. Knigge-Beienrode, Graf v d. Schulenburg-Wolfsburg, Dr. Fritze, Fürst zu Inn- und Knyphausen, Major Freiherr v. Marschall, F. Behrens Hannover, Landwirtschaftsminifier v. Hammerstein-Loxten. Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Gtetzen, 6. März. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter per Pfd. X 0.80—0.90, Hühnereier per St. 5—6 H, 2 St. 00—00 Enteneier 1 St. 0—0 4, Gänse« eier per St. 6—00 H, Käse 1 St. 6—8 H, Käsematte 2 St. 5—6 4« Erbsen per Liter 20 Linsen per Liter 39 Tauben per Paar
X i.t 0—1.20, Hühner per St. X 1.20—2.20, Hahnen per Stück X 1.20-2.00, Enten per St. X 2.00—2.40, Gänse per Pfund 0.00—0.00, Ochsenfleisch per Pfd. 68—74 H, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62—64 H, Schweinefleisch per Pfd. 60—72 H, Schweine« fleisch, gesalzen, per Pfd. 76 3», Kalbfleisch per Pfd. 64—66 4, Hammelfleisch per Pfd. 60—64 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 bÄ 4.50 X, Weißttaut per St. 00—00, Zwiebeln per Etr. X 6.60—7.00, Milch per Liter 16 4.
Frankfurter Börse vom 6. März
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. März 1.25 %, do. per ult. April 2.20*/, Diskonto Kommandit per ult. März 1.10%, do. per ult. April 28/q. Lombarden per ult. März O.75n/o, do. per ult April 1.00%, do. per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per alt. März 0 00.
Notierungen: Kreditaktien 235-234.90-235.00, Dtekonto- Kommandit 197.20-40, Staatsb. 189.40, Gotthard 143.70, Lombarden 29.20-00, Ungar. Goldrente 98.25, Italiener 94 90-00, Sproz. Mexikaner 26.20, Oesterr. Coupons 845/s» Amerik. Coupons 4.19'/», Privat-Diskont 51/t«-5,/8%
ll/i bis 2»/i Uhr: Kreditaktien 235-5.40, Diakonto-Komman- dit 197.40, Staatsbahn 189.40, Lombarden 29.20-30.__
Wetterbericht. Sowohl bas norböstliche Depressionsgebiet als auch bas über bem Mittelmeer gelegene Minimum finb im Abziehen begriffen. Von Norbwesten her hat bas barometrifd>e Maximum seine Herrschaft noch weiter über bte kontinentalen Lagen ausgedehnt, unb bedingt dasselbe, von Morgennebeln abgesehen, vorwiegend heiteres Wetter. Namentlich das Alpengebiet hat vorwiegend heiteren Himmel. Der Frost hat bereits erheblich nachgelassen und wird noch toeiter abnehmen, da das baro trische Maximum im Nordwesten vor einer vom Ozean hereindrängenden Depression gegen Südosten zurückzuweichen scheint. Voraussichtliche Witterung: Meist heiteres Frostwetter. Morgens Nebel, unter Tags wärmer.
Man pflege die Haut nehme Storung des Wohlbefindens wird vermieden, denn die Thätigkeit der Haut und ihre Einflüsse auf die Gesundheit ist viel größer, als die meisten glauben. Nach den Urteilen der Aerzte hat die Patent-Myrrholin-Seise alle Eigenschaften zu einer Toilette-Gesundheitsseife für den täglichen Gebrauch und empfehlen ihre Anwendung aufs wärmste. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich.___________________________________________________123
Kunst-Ausstellung. au s Stellung im Turmhaus am Brand ist täglich tou 11 bis 1 Uhr mittags m Ausnahme des S imstags geöffnet. Mittwochs auch noch ron 8 bis 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niohtmitglieder an Werktagen 50Pfg< an Sonn- und Feiertagen 20 Pfg.
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