Ausgabe 
7.12.1900 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

0 <

'«"bieto'",'066«.; to®*mnh * j

47^,^ r9- ob°n benwN'' "etönnS ft Z»«' ff &Ä! M. $ ^en ^echtsarc ffl,* Wften "äitomin, . j. b7°ch°°°rL«' ,l- abgelegt, te

"sdl * m fa ?en36all, m behauptet, diitz / dLiuahiju iprocf)en, daß eine Adi' Ma erstattet habe l bau er gekommen jei oShaner entg.? °be Thiel nicht gesp lhm zu thun geliiib- eine Akten gern zur A ier -ache in Lerbindiw zeben, und er bitte, ijn ^ießt, eine Turch'iiL. cb t vorzunehmen, te.

eugin Ehlert borge ede, daß am w:. Bruder auf sie cir"

- geraten, Stier' " seiner Lügen tzenden, daß sie An - die Zeugin, N alte. .

>r kiffet au§ Uvtzrit \atff Koabit ttWspock /Pinie beem\W zu W drredeb, der N- mt m daß er eite, i tose Zeit auf beute

vdrer Tochter spkch * Entlaste Dein GmW

r t wird nunnichi W derl sie auf, ihm m W i Gesicht zu fegen, or habe, als sie erklärt^ iagt mit leiser Stimme, hmmg des j 'Kt^anwalts M. Wru an Hosier Selber^ die^auptungeme täglich etwa 200 K Je Er habe vor der SternberM A en und dergl^K SÄ^'

ri F Ä» 'N lallen. ... er nif. SS"- t ei will- Jftö*

-u Äsung SM jW ffrt ifb «f,ol > -«>"

t^.^rnehmung der Schutzleute Karge und Jordan über iM/.sogen Stierstädters den beiden gegenüber; 7. Vor- teiiig von Zeugen über die Glaubwürdigkeit der Zeugin Hlert; 8. Vernehmung weiterer Zeugen über die nomlische Qualität der Zeugin Schnörwange; 9. Ver- uchnmng von Zeugen über die von Sternberg besessene Qierwäsche; 10. Vorladung eines Mannes aus Sanger- Zouseil über eine von Stierstädter gethane Aeußerung;

lt. Vernehmung mehrerer Zeugen darüber, daß Arndt .kiii unglaubwürdiger Mann sei.

; Gegen einige dieser Anträge nimmt Staatsanwalt 'Staut das Wort.

Justizrat Dr. Sello begründet die Anträge und befürwortet namentlich die völlige Aufklärung des Falles Leu Hauer-Arndt. Es sei höchst wichtig, festzustellen, wer . iwe Wahrheit gesprochen habe.

Ter Gerichtshof behält sich die Beschlußfassung vor. Morgen wird die Verhandlung fortgesetzt.

Berlin, 6. Dezember. Das Geständnis des Kriminal­kommissars Thiel ist nicht auf erneutes Beweismaterial >-zuführen, vielmehr hat der Beschuldigte aus sich selbst heraus erklärt, daß er ein umfassendes Geständnis Mgrn wolle, um sein Herz zu erleichtern, nachdem ..M Der Untersuchungsrichter ernstlich ins Gewissen ge- ctbet hatte.

Schwurgericht.

(FoNiry^ng aus btut Ersten Blatt.)

5berstaatsanwalt Dr. Güngerich geißelt es scharf, M 1 ier im Gerichtssaal der Versuch unternommen wurde, einens Toten Schlechtes nachzusagen, ein Versuch, der aller- idinge kläglich mißglückt sei. Was der Pfarrer, der dem Erstorbenen die Leichenrede gehalten, nach der Richtung Mm bete, sei müßiges Leutegeschwätz und gründe sich nickst siui Thatsachen, es vertrage sich auch nicht mit der christ- Mr Liebe, daß der Geistliche sich, wie es ihm scheine, in bi efer Sache als Zeuge hinstelle. Es handele sich hier M einen bestimmt gegebenen Fall, zu dessen Beurteilung re^rnz gleichgiltig sei, ob der Verletzte streitsüchtig und Hntellustig gewesen sei oder nicht. Es sei erwiesen, daß Ar Angeklagte die Balgerei provoziert habe, bei der ein ^cnsch ums Leben gekommen sei, der bestrebt gewesen , e? zu keiner Rauferei kommen zu lassen. Dr. Günge- cidi bemerkt, daß eine fahrlässige Körperverletzung nicht gtgebtn sei. Von Notwehr könne keine Rede sein. Die Jeidjrvoreucu könnten nur die Frage wegen Körperver- Lchini.g mittelst eines Messers mit tötlichem Erfolg be- Lil)en_ Es sei in letzter Zeit in Oberhessen häufig vor- . gelonimen, daß aus Anlaß von Kirchweihen Raufereien ülaltgsefunden, bei denen bedauerlicherweise Menschenopfer äii biftlagen seien. Es seien dies in 14 Tagen drei Fälle, öbk die Staatsanwaltschaft beschäftigt haben. Früher habe man dies in der Provinz nicht gekannt. Es sei ferne ton iihm, dies dem Angeklagten entgelten zu lassen. Er Mhe aber nicht an, zu erklären, daß der Angeklagte zwar Puldig sei, aber mildernde Umstände vorliegen.

Der Verteidiger Rechtsanwalt R ö m h e l d erklärt, daß «; ibont fern liege, dem Toten Schlechtes nachzusagen, er tzibe es ober für seine Pflicht gehalten, alles zu thun, em biicr in der Verhandlung den Geschworenen für die Lilttllsfiudung das gesamte die Sachlage beleuchtende Ma- äiiial vorzuführen. Die Verteidigung befinde sich nicht in bur glücklichen Lage, wie die Staatsanwaltschaft, vor dir Verhandlung die Zeugen vernehmen zu lassen. Er $ibi' hier in der Verhandlung pflichtgemäß gehandelt, riiim er versucht habe, nach einer Richtung Klarheit und Aufklärung zu schaffen. Er müsse den Vorwurf, der dem Wrrer von Wirberg seitens des Oberstaatsanwalts hier Wacht wurde, zurückweisen. Dieser sei nicht die Be- . mörbc, die dessen Verhalten zu beurteilen habe. Der Ver- UMger führt die einzelnen Momente der.Beweisaufnahme : b ri Geschworenen vor, die dafür sprechen, daß der An- . d rflagte in Notwehr gehandelt habe. Es sei keinesfalls untpie'ien, daß Römer dem Schmitt den Messerstich ver jfeit, als dieser wehrlos unter ihm gelegen habe, und >)Mim könne der Angeklagte nicht verurteilt werden. Die 'Wlworenen müßten die an sie gerichtete Frage ver- : n rinen.

Nach sehr eingehender Rede des Ober-Staatsau- iMs und nach dem Schlußwort des Verteidigers sind " H über dreistündigen Plaidoyers ^u Ende. Nach der : Mhtsbelehrung durch den Vorsitzenden und nachdem die «Nchworenen kaum eine Viertelstunde beraten habe, i iteünbet deren Obmann Kaufmann Josef Thüring-- i öligen den Wahrsvruch, wonach der Angeklagte schuldig iimt Sinne der Anklage unter Bejahung von mildern- ß-b In Umständen.

Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich beantragt, den i b iizellagten zu drei Jahren Gefängnis zu verurteilen.

Rechtsanwalt R ö m h e l d weift darauf hin, daß der ^zeülagte kein gewohnheitsmäßiger Messerheld und un- - luäaft sei: er bitte, seinen Klienten möglichst milde zu t-iftunfen und die Untersuchungshaft anzurechnen.

Das Urteil lautete auf zwei Jahre Gefängnis. * Eie Höhe des Strafmaßes wurde mit den vom Oberstaats- umalt angeführten Gründen vom Gerichtshof gerecht* 1 foigit.

Aus Stadt und Zand.

Gießen, 6. Dezember.

*** Ernennungen. Der Großherzog hat am 5. Dezember tisn Steuerkontroleur RegierungSaffessor Dr. Karl Becker c uns Bübingen zum Ministerialsekretär bei bem Ministerium S fet Kinanzen unb am 1. Dezember den Bizefelbwebel a. D. Ä Heßler aus Roßla zum Pedellen an der Realschule i mb doem Progymnasium in Alzey ernannt.

Bolkszählung. Man teilt uns mit: Soweit sich bis

ermitteln läßt, beträgt Gießens Einwohnerzahl .'2*5,4100.

** Volkszählnngsresnltate aus Oberheffen: Klein-Linden - 525 (mehr 228), Schwickartshausen 290, Blitzenrod 187, : Eakummen 383, Bermuthshain 433, Nieder-Moos 293, ' ZiüUlwmbach 241, Nidda 1984, Bad-Nauheim 4322 (Zu- " in den letzten 10 Jahren 1444 Personen).

Das erste Verzeichnis der bei dem Reichstage einge- < iRoen Petitionen, das uns soeben auf den Redaktions-

tisch gelegt worden ist, macht u. a. folgende Bittschriften namhaft: Die freie Vereinigung der Schmiedemeister zu Darmstadt bittet, den Militärschmieden das Beschlagen von Privatpferben zu verbieten; Der Verband der Militär- Invaliden und Anwärter Deutschlands zu Darmstadt bittet um Umwandlung der Verwaltungsschreiberstellen an den Kömgl. Instituten der Artillerie ?c. in etatmäßige Stellen; derselbe bittet auch um Anrechnung der Militär­dienstzeit bei Festsetzung des Besoldungsdienstalters der im CivilstaatSdienst angestellten Militäranwärter; Friedrich Bester, Eisenbahn Stationsdiätar in Hungen und Genossen bitten um Verbesserung der Anstellungsverhältnisse der nicht­vorzugsberechtigten Militäranwärter; der Verband der Militärinvaliden unb Anwärter in Darmstadt bittet ferner um Abänderung des Militärpensionsgesetzes (Gewährung der Militärpension neben dem Civildiensteinkommen, Erhöhung der Jnvalidenpenfionen und Verstümmelungszulagen, Fest­sitzung der Entschädigung für Nichtbenutzung des Civilver- sorgungsscheins durchweg auf 12 Mk. unter Beseitigung der für die Erhebung bezüglicher Ansprüche geltenden Prä­klusivfristen).

** Aus dem Theaterbureau. Morgen, Freitag, wird Hermann SudermannsJohannisfeuer" zum dritten und letzten male gegeben. Das Gastspiel derSchlier­see 'r" beginnt bekanntlich am 8. d. Mts. mit dem Volks­stückd'Lieserl von Schliersee." Die Vorstellungen finden außer Abonnement statt. Die Eintrittspreise stellen sich im Vorverkauf auf Mk. 3.50 für Loge, Mk. 3 für Sperrsitz, Mk. 2.25 für 1. Parquet, Mk. 1.25 für 2. Par- quet (an der Abendkasse entsprechend teurer), Gallerie 75 Pfg. Sonntag geben dieSchlierseer" zwei Vorstellungen, nach­mittags 4 Uhr, denAmerikaseppl", abends 8 Uhr den Herrgottsschnitzer von Ammergau."

- r. Lang Göns, 5. Dezember. Bei der Volkszählung in unserer Gemeinde beläuft sich die Einwohnerzahl auf 1 585 Personen. Bei der Zählung 1895 betrug dieselbe 1475

- o- Mendorf a. d. Lahn, 5. Dezember. Die Bevöl­kerung der Gemeinde betrug nach der Zählung von 1895 646, nach der jetzigen beträgt dieselbe 705, also ein Mehr von 59 Seelen.

- e- Ettingshausen, 4. Dezember. Der durch seine aus­gezeichneten Pflastersteine berühmte Basaltsteinbruch am sogen. Steinköppel wurde vor einigen Tagen meistbietend verpachtet, wobei Pflastermeister Kaspar Sann mit Mk. 4.06 für den Kubikmeter Pflastersteine den Zuschlag erhielt. Der Kubikmeter Pflastersteine wird im Durchschnitt für 9 Mk. verkauft.

+ Harbach, 4. Dezember. Am Sonntag spielten mehrere Kinder in dem Hofe des Landwirtes Schäfer, wobei das 2jährige Kind desselben an die Dickwurzmaschine geriet, und sein rechtes Händchen zwischen die Kammräder steckte. Die Hand ist schwer verletzt, an zwei Fingern liegen die Sehnen frei, auch sollen mehrere Finger gebrochen sein.

Offenbach, 5. Dezember, lieber die Fortführung der Mainkanalisation bis nach Hanau wurde in der letzten Sitzung der Stadtverordneten-Dersammlung beraten. In der Presse war jüngst gemeldet worden, daß die preußische Regierung mit der Fortführung der Mainkanalisation biß Hanau einverstanden, daß aber Bedingung für den Bau des Kanals der Bau eines Handelshafens in Hanau auf städtische Kosten sei. In Hanau aber wolle man den Hafen nur dann bauen, wenn der Umschlageverkehr ebenso wie in Frankfurt abgabenfrei bleibe. Da nun aber Offenbach diese Vergünstigung trotz aller Bemühungen bisher nicht erlangen konnte, da ferner die neue Kanalstrecke nicht ohne Zustim­mung der hessischen Regierung gebaut werden kann, so hofft man, daß sich jetzt doch für Offenbach erreichen lasse, was bis dahin unerreichbar gewesen. Nachdem bereits die Handelskammer in ähnlicher Weise vorstellig geworden ist, beantragt Stadtv. Feistmann, daß auch die Stadtverord- neten-Bersammlung beschließen möge, bei dem Ministerium dahin vorstellig zu werden, daß mit Rücksicht auf die Ver­handlungen mit Hanau dem StaatSvertrag mit Preußen wegen Fortführung der Mainkanalisation bis Hanau nur dann zugestimmt werden möchte, wenn auch der Umschlags­verkehr in Offenbach frei von Abgabe fei, und daß alle die Vorteile, die man zukünftig allen preußischen und baye­rischen Mainhäfen zuwendet, ohne weiteres auch der Stadt Offenbach zugestanden werden. Die Versammlung erhob den Antrag zum Beschluß.

Mainz, 5. Dezember. Der Diözesan-Kirchenvorstand von Mainz beschloß in seiner heutigen Sitzung auf Antrag des Reichstagsabgeordneten Dr. Schmitt, das Gehalt des Bischofs von 12 000 Mk. auf 20 000 Mk. zu erhöhen. Ferner besprach Dr. Schmitt das merkwürdige System, nach dem in einem Orte 10 Pfennige katholischer Kirchen­steuer einzutreiben und hierfür 1,60 Mk. Erhebungskosten zu zahlen waren. Der Redner kündigte eine Inter­pellation im Landtage über diesen unhaltbaren Zu­stand an.

FC. Frankfurt a. M., 5. Dezember. Gegen baß System des Maximal- unb Minimaltarifs wenbet sich bie hiesige Hanbelskammer mit einer Eingabe an den Reichskanzler, in der sie zum Schluß die dringende Bitte ausspricht:für das Festhalten an der bisherigen bewährten Handelspolitik des deutschen Reichs, an lang­fristigen Tarifverträgen auf Grundlage eines Generalzoll- tarifes eintreten und bei Herstellung eines neuen Zolltarifs von bem einem Zustandekommen günstiger Handelsverträge höchst nachteiligen System eines Maximal- und Minimal- tarifes absehen zu wollen."

Wiesbaden, 5. Dezember. Mit der Schulreform­frage hat sich, tote nachträglich bekannt wird, eine zu Anfang voriger Woche hier abgehaltene Geheimkonferenz von Miuisterialbeamten der verschiedenen Bundesstaaten be­faßt. Es waren u. a. zugegen: Althoff - Berlin, Kerr- Stuttgart, Hamm-Straßburg, von Bumm-München, Arn- sperger-Karlßruhe, Vollert-Weimar und Waentig-DreSden.

** Kleine Mitteilungei, an8 Hessen und den Rachbarstaate^ In Frankfurt a. M. fand ein Milchmann in einem Hausflur ein Kouvert mit 4000 Mk. Inhalt und lieferte es an den Verlierer ehrlich ab. Dabei ließ ihn dieser warten, zählte das Geld in seiner Gegenwart nach unb schenkte ihm bann großmütig eine Cigarre. Der Milchmann hat ben Verlierer nunmehr auf den gesetzlichen Finderlohn verklagt. In Griesheim erreichte ein zweijähriges Kind von seinem Bettchen aus Feuerzeug, das es im Spielen in Brand setzte. Daß Bettchen fing Feuer und das arme Kind sand in den Flammen seinen Tod. In dem Dampfsägewerk und Holzhandlung der Herren Sonder­mann u. Bücking in Alsfeld brach am Abend des 4. d. M. Feuer aus, welches das Maschinenhaus unb anstoßenbe Schuppen in Asche legte. Größere Holzbestänbe verbrannten. Die Maschinen sind ebenfalls burchglüht unb somit ver­nichtet. Der Schaben ist zum Teil durch Versicherung gedeckt. Die Feuerwehren waren bis zum frühen Morgen in Thätigkeit.

Gottesdienst der israelitischen Keligionsgesellschast. Sabbatbfeier am 8. Dezember 1900.

Freitag abend 4 Uhr, Samstag vormittag 8« Uhr, nachmittag Ubx, Sabbachausgang Ms Ubr.

Nachmittag 2« Uhr Schrifterklärung.

Wvckengottesdienft: morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr.

Neueste Meldungen.

(Telephon-Meldungen desGießener Anzeigers".)

Darmstadt, 6. Dezember. Die Zweite Kammer der Landstände wurde heute vormittag 10Uhr20Min. durch den Präsidenten Haas eröffnet. Derselbe verlas eine Botschaft des Großherzogs, in der dem hohen Hause der Tod des Prinzen Heinrich von Hessen mitgeteilt wird. Der Präsident gedachte in warmen Worten der großen Verdienste des Dahingeschiedenen. Die Ab­geordneten erhoben sich von den Sitzen. Hierauf wurde beschloffen, dem Großherzog eine Adresse zu senden, deren Tenor morgen festgestellt wird. Hierauf wirb bet als Ersatz bes auSgeschiebenen Abg. Dr. Schroeber neu- gewählte Bürgermeister Koch-Oppenheim eingeführt und vereibigt. Vor Eintritt in bie Tageßorbnung stellt ber Staatsminister Rothe bem Hause ben neuen Präsidenten des Finanzministeriums, Gnauth, vor. Alsdann tritt baß Haus in bie Beratung über ben Gesetzentwurf, betr. bie Dienstbezüge bet staatlichen Forstwar te, ein. Die Regierung verlangte 211,000 Mk., während die Mehr- heit des Ausschusses nur 70 Prozent verlangt. Die De­batte wird wohl den heutigen Tag ix Anspruch nehmen.

Darmstadt, 6. Dezember. Der Regierungsbauführer Heinrich Koch aus Alsfeld wurde zum RegierungS- baumeifter ernannt.

Frankfurt a. M., 6. Dezember. Heute wütete am ganzen Niederrhein ein gewaltiger Orkan, ber beträcht­liche Verherungen anrichtete.

Rom, 6. Dezember. Der Tiber ist stark gefallen. Die antjke Kirche San Eli g io droht vollständig zn- sammenzubrechen, ebenso mehrere in der Nähe be­findliche Häuser. Mehr als 300 Familien mußten ihre Wohnungen verlassen. Der an das eingestürzte Quai an­grenzende Teil bis zur Palatino-Brücke neigt sich immer mehr. Tas Erdreich senkte sich um über zwei Meter. Eine Katastrophe ist unaufhaltsam. Dabei herrscht seit gestern früh wieder Regenwetter. Die Tiber-Insel San Bartolomeo ist schwer beschädigt, namentlich die Klosterkirche. Unweit des V a t i t a n s senkte sich das Erdreich in beunruhigender Weise. Mehrere Häuser wurden schleunigst geräumt. Der Sck)aden, den das Wasser allein am Quai angerichtet hat, wird auf 12 Mill. Lire geschätzt.

New-York, 6. Dezember. Auf dem Atlantischen Ozean wütet ein <h e f t i g e r Orkan. Die Zahl der ver­unglückten Fischerbarken ist bedeutend. Auch der auf dem Festlande durch den Sturm angerichtete Schaden ist e n o r m. _____________________________

Börsennachrichten.

Berlin, 5. Dezember.

4,% Deutsche Grundschuld-Bank 1 u. 2 65.00 M.

4% do. 8. 5/4 unk. b. 1904 65.00

3,/2% do. 8. 7/8, unk. b. 1908 00.00

4 '/( D. Hyp.-Bank (Berlin) 8. 10 unk. 1908 99.50 , 3Vt% do. unk. 1905 90.50

4°/, Preuss. Hyp-A -Bank 8. 8-12 83 00

4% do. 8. 15-18 unk. b. 1900 83.00 M.

4 % do. 8. 19-20, unk. b. 1905 83.00 _

31', °/0 do. 8. 13, 14 75.20 _

8 Vs % do. 8. 21, 22, unk. b. 1905 75.20

Telephonischer Kursbericht.

Frankfurt, den 6. Dezember.

8Va ®/o Reichsanleihe .

8 o/o do

3l/a 6/o Konsole . . .

8 Vo do ...

8 Vs ü/o Hessen . . .

5 n/0 Italien. Rente . .

4 o/q Griech. Monop.-Anl.

3 o/o Portugiesen . .

3 o/o Mexikaner , , .

4Va % Chinesen . . .

95.20s Kreditaktien . . .

87.25 Diskonto-Kommandit

95.15 Darmstädter Bank .

87.30 Dresdener Bank . .

93. Berliner Handelsges.

94.90 Oesterr. Staatsbahn

Tendenz: ruhig.

Gotthardbahn Laurahütte Bochum Harpener .

43 50 . 24.70

. 25.40 . 76.-

. 211.50 . 180.60 . 133.30 . 148.80 . 162.80 . 142.50 . 145 50

. 204.50 . 185 70 . 179.90

Nützliche Weihnachts- bereiten stets Freude, deshalb ver- fäunte niemand, 1 Karton ä 3- Stück (SKt. 1.50) der in allen Familien so sehr beliebten Pat. Myrrholin- Seife zu kaufen; dieselbe ist ein Produkt ersten Ranges und unüber» troffen an Feinheit und vorzüglichen Eigenschaften zur Haut- und Schönheitspflege. Ueberall, auch in den Apotheken, erhältlich: nach Orten ohne Niederlage versendet die Myrrholin-Gesellschaft m. b. ö. in Frankfurt a. M. 2 Kartons ftanko gegen Nachnahme von Mk. 3..