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Mk. 15 716.69 d. h. zur Hälfte der durch verschiedene Um- | änderungen im Bahnhof Offenbach notwendig gewordenen Herstellung und Verlegung der Feldstraße daselbst entstandenen Auslagen und Kosten herangezogen. Der Fiskus weigerte sich aus verschiedenen Gründen, für den Betrag aufzukommen; der Provinzialausschuß bestätigte aber das Urteil des Kreisausschusses, wonach der Eisenbahnfiskus, der den meisten Vorteil von der Anlage hat, für die vor- genannte Summe aufkommen muß, auch hat er die Kosten des Rekurses zu tragen. — In derselben Sitzung wurde dem Gastwirt Friedrich Schreyer, hier, LogierhauS „3ur Stadt Wiesbaden", Schloßgraben 15, wegen Duldung und Unterstützung unsittlicher Handlungen die Konzes- sion entzogen.
Worms, 5. November. Ein aus allen Kreisen des hiesigen Bürgertums zusammengesetztes Komitee hat bereits die erste Beratung über ein Denkmal für den verstorbenen hessischen Finanzminister und früheren Oberbürgermeister von Worms, Wilhelm Küchler, gepflogen. Bei Gelegenheit der Einweihung der Straßenbrücke wurde von einem hiesigen Bürger der Stadt resp. dem Oberbürgermeister ein Betrag von 1OOOO Mk. zur Verschönerung der Umgebung derselben zur Verfügung gestellt. Auf Anregung des Schenkgebers und im Einverständnis mit dem Oberbürgermeister soll dieser Betrag nunmehr als erster Grundstock für die Errichtung des Denkmals dienen. Durch Sammlungen soll dem Bürgerrum alsdann Gelegenheit gegeben werden, thätigen Anteil an einer Aufgabe zu nahmen, die jeder Wormser sicherlich mit Freuden unterstützen wird.
-w- Worms, 5. November. Heute wurde die Lehrer- tompagnie entlassen, die hier sechs Wochen übte und dem Inf.-Regt. Nr. 118 zugeteilt war. Daß dies die letzte sechswöchige Hebung sei — wie mehrere Blätter meldeten — ist nicht richtig, vielmehr sind noch so viel Lehrer zurück, die die erste zehnwöchentliche Hebung gemacht haben, daß mindestens noch in den Jahren 1901 und 1902 sechswöchentliche Lehrerkompagnien gebildet werden müssen, während die vierwöchentlichen Hebungen der Lehrer nicht vor 1905 aufhören dürften, falls man so verfährt wie seither. Seit 1. Oktober d. I. dienen die Lehrer einjährig-freiwillig, die letzte zehnwöchentliche Hebung fand voriges Jahr statt.
Wetzlar, 5 November. Die heute vormittag hier vollzogene Ersatzwahl eines Abgeordneten zum preußischen Landtage an Stelle des Prinzen Hermann zu Solms- Braunfels hat das vorauszusehende Ergebniß gehabt. Von den gewählten 192 Wahlmännern waren 169 bei der Wahl erschienen und es vereinigten sich sämtliche abgegebenen Stimmen auf die Person des von den vereinigten konservativen und liberalen Parteien aufgestellten Kandidaten, Kreissparkassendirektor Schlabach (kons.), dessen Wahl mithin einstimmig erfolgt ist.
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Krieskasten Ser Redaktion.
D. Die Meldung der „Post" ist salsch: Major v. Madai ist weder gestorben noch erkrankt, er hat vielmehr den Tod der beiden See- soldaten, wie wir gestern richtig berichteten, gemeldet.
Gerichtssaal.
-nn. Darmstadt, 5. Rooemde.. Ein Urteil von prinzipieller Bedeutung fällte heute die Strafkammer in der Siche gegen den Jakob Siefert von Strümpfelbrunn i. O. weaen Zuwiderhandlung gegen das Gewerbesteuergesetz. Er betreibt seit Jahren im Hinteren Odenwald gewerbsmäßigen Güterhandel, sog. Güterschlächterei, indem er in Not geratenen Landwirten ihr Gütchen möglichst billig abhandelt und in Parzellierung wieder anbei wäcks v-ikauft. ohne hierzu e>n entsprechendes Giw:rbspatent zu lösen. Er Hai seit 1892 ca. 23 derartige Händel im Gesamtbeträge von ca. 200000 Mk. abgeschlossen, und die Vorschußkasse hat ihn bei diesem Treiben unterstützt. Aut erfolgte Anzeige der Steuerbehörde wurde er von der Vorinstan; mit einer Geldstrafe von 400 Mk. belegt, gegen die er heute mit gutem Erfolg Berufung verfolgte, indem die Verteidigung anführte, baß daS Gswerbesteuergesetz von 1827 (I), das hier in Flage kommt, trotz verschiedener Ergänzungen und Nachträge eine be'ondere Besteuerung dieses Gewerbes nicht vorschretbt, und daß eine Klassifizierung in irgend eine der vorhandenen Tarifklassen nicht möglich sei. Nach nahezu einstündiger Beratung schloß sich das Gericht diesen Ausführungen an, hob das Urteil der Vorinfianz auf und sprach den Angeschuldigten von Strafe und Kosten frei. Voraussichtlich dürfte diese Frage auch noch höhere Instanzen beschäftigen.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Religionsunterricht in der FortbttvupgSschuIe?
D!e Notiz in Nr. 258 des „Gießener Anzeiger", wonach eine NeligionSlehrer-Konferenz in Ruppertsburg beschlossen bat, die Einführung des Religionsunterrichts in die Fortbtld ungs- schule anzustreden, hat uns einigermaßen in Erstaunen verseht. Wir fragen, waS foll denn mit dieser Einführung bezweckt werden? Welches ist überhaupt die Aufgabe di s Fortdildungsschul-Unterrichts? Die beste Antwort auf die letze Frage gibt uns wohl das hessische Volksschulgesctz selbst, wenn es in seinem Arrikel 16 sagt: „Ausgabe der Fortbildungsschule ist die weitere allgemeine Avrbilbung der Schüler, insbesondere deren Befestigung und Wetterführung in denjenigen Kenntnissen und Fertigkeiten, welche für das bürgerliche Leben vorzugsweise von Nutzen sind." Diese Kenntnisse erstrecken sich doch wohl auf Deutsch (Lesen, GeschästSaussätze, Buchführung), gewerbliches Rechnen (Wechsellrhre) R-ichs- und Landesverfassung, Versicherungswesen. Denn sider junge Mann, wir denkm vo-zugS- weise an junge Handwerker, Kaufleute und Landwirte, muß heute, wenn er in seinem Berufe sorlkommen will, ein gewiss?? Meß dieser Kenntnisse besitzen, und diese können ihm am besten durch eine Fortbildungsschule, sei diese welcher Art sie wolle, übermittelt werden. Von Jabr zu Jahr steigern sich die Anforderungen, die man an die Berufsausbildung stellt, die Stundenzqhl muß erhöht werden, tun oll dazu auch noch der Religtonsunterricht treten, der, unserer Meinung nach, wöhrend der Schulzeit größtenteils mit Gutem Erfolg und in ausreichende!: Weise getrieben wurde. Zudem findet ja, wie bekannt, für die aus der Schule entlaßene Jugend die sog. Ermsten- lehre statt, in der sie noch drei Jahre lang in Religion unterwiesen wird. Warum will man nun dtesin Unterricht gerade der Fortbildungsschule aufd»ängkn? Es wäre, denken wir, Sache der Geistlichkeit, den Religionsunterricht zu erteilen, oder fir d die in der Christenlehre erzielten Resu täte nicht genügende? Bedürfen nur die Besucher der gesetzlichen Fortbildungsschule des Religionsunterrichts, oder soll er auch auf die Schüler der Handwerkerschulen, der kaufmännischen und landwirtschaftlichen Fachschulen ausgedehnt werden? Wir können uns gar nicht denken, in welcher Weise ein solcher Unterricht erteilt werden soll Will man ihn schulmäßig gestalten, biblische Sprüche und G« schichten, sogar solche des alten Testaments, lernen lassen? Dann wäre wohl dem Ganzen mehr geschadet als genützt. — Die Notiz in dem „Gt.ß. Anz." schließt mit den Worten: „Doch ist die Sache noch nicht spruchreif." Auch wir sind dieser Ansicht und wünschen, daß sie auch nie zur Reife komme. Möge darum unser Schulministerium auf dem bisher beschrittenen Wege bleiben und da« hessische Fortbildungsschulwesen, das in der letzten Zeit in einem erfreulichen Aufschwung begriffen ist, immer weiter ausbauen zum Segen der hessischen Jugend. Wir aber schließen mit den Worten: „Der Kirche, was der Kirche, der Fortbildungsschule jedoch, was der Fortbildungsschule gehört." K
Neueste Meldungen.
Berlin, 6. November. Der Dampfer Marienburg, auf dem der gestern an der Pest verstorbene Seemann Kunze in Bremen eintraf, ging am 3. ds. nach La Plata ab, und trifft Sonntag in Antwerpen ein, wo das Schiff voraussichtlich in Quarantäne gelegt werden wird.
Paris, 6. November. Heber die Vorgeschichte der jüngsten carlistischen Hnruhen wird gemeldet: Die spanische Regierung besitzt untrügliche Beweise, daß am vorgestrigen Namenstage Don Carlos' die Insurrektion in Katalonien ausbrechen sollte, aber der gleich Don Carlos in Venedig weilende Adlatus des Prätendenten, Mora, gab Gegeninstruktionen. Der Carlisten Chef für Katalonien mobilisierte seine Leute, indem er darauf rechnete, einen Teil der Garnison von Barcelona zu gewinnen. Die Regierung hatte in Erkenntnis der Sachlage einen Garnisonswechsel vorgenommen. Jetzt erklärt sie den carlistischen Anschlag für völlig vereitelt. In Katalonien stehen jetzt 10> bis 12,000 Mann, die alle etwa auftauchenden Banden vertreiben können. Die Verhaftungen dauern fort.
Preßburg, 6. November. In der gestrigen Sitzung des hiesigen Gemeinderats wurde ein Antrag auf Beseitigung der deutschen Verhandlungssprache wegen der heftigen Opposition der deutschen Mitglieder zurückgezogen. Auf der Straße wurden die Wortführer der Deutschen von der magyarischen Studrntenscha t mir Percat- und Abzugrufen empfangen und ausgepfiffen. Man befürchtet weitere Hnruhen seitens der magyarischen Bevölkerung.
New-Nork, 6. November. Eine Gruben-Explosion ereignete sich in Virginia. Sämtliche in der Grube befindlichen Arbeiter wurden verschüttet. Die Anzahl der Verunglückten ist noch nicht bekannt. Bis jetzt sind zwölf Leichen ans Tageslicht befördert.
Vermischtes.
* B r e m e n, 5. November. Tie Bekanntmachung des Medizinalamts bezüglich der Vorsichtsmaßregeln, die an< läßlich des Pestfalles getroffen, besagt ausführlicher: Der Seemann Kunze ist gestern in die Isolierbaracke der Krankenanstalt gebracht worden. Alle Vorsichtsmaßregeln sind getroffen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Die mit den Kranken in Berührung gelangten Personen sind unter Beoback),tung gestellt. Der Dampfer „Marienburg", mit dem der an Pest erkrankte Seemann eingetroffen ist, kam aus Rosario.
* Lyon, 5. November. Infolge einer Kessel-Ex- plosiou stürzte ein Teil der Kraftstation der e l e k t r i s ch e n Straßenbahn zusammen, wodurch ein Angestellter getötet und fünf Personen verwundet wurden. Tie Maschinenhalle wurde vollständig zerstört. Der Straßenbahnverkehr ist unterbrochen.
* A g e n (a. d. Garonne), 5. November. Gestern abend kehrte der kommandierend General des 13. Armeekorps, T e B o y s s o n , zu Wagen von seinem Schloß in der Nähe..von Croix Blanche hierher zurück. Unterwegs gingen die Pff erde durch: der General stürzte auf die Straße und erlitt einen Schüdelbruch, infolge dessen der Tod sofort eintrat.
* Lemberg, 5. November. In P r z e m y s l ist das Sokolgebäude niedergebrannt. Drei Feuerwehrleute sind dabei ums Leben gekommen.
X 0.50—0.80, Hühner per St. X 0.90—1.20, Hahnen per Stück X 0.50—1 0% ih’.ten per St. .<1.80—2 20, Gänse per Pfund x 0.46-0 58 Ocb'enfieüch per Pfd. 68—;»^, Kuh« und Rindfleisch per Pfd. 62 i/4 4 Schwemeflcgch per Pfd. 50—<0 Schweine» fletsch, acicuzen, per Pfd. 74 Kalbfleisch per Pfd. 64—66 Hammelfleisch per Pfd. 50—70 Kartoffeln per 100 Kilo 4.50 bi» 5.20 X, Weißkraut per St. 00—00, Zwiebeln per 6tr. X 4.00—4.50, Milch per Liter 18 Zwetschen X 3 00—5.00.
— Darmstädter Bank. Zwischen dieser Bank und den Bankfirmen Otto Dav.ffon und H. Oppenheimer in Hannover schweben Ver» Handlungen, welche die Ueberführung dieser Geschäfte in eine Filiale der Darmstädter Bank in Hannover bezwecken.
Ass Stadt und Kand.
Gießen, 6 November 1900.
* Tagesordnung für die Sitzung der Stadtverordneten« Bersammlung am Donnerstag den 8. November 1900, nachmittags 3% Uhr: 1. Baugesuch des Hans Meyer für die Westanlage; hier: Dispens. 2. Baugesuch des Joh. Georg Pfaff für den Schiffenbergerweg; hier: Dis- pmS. 3. Gesuch desselben; hier: Dispens. 4. Gleiches Gesuch des Joh. Georg Pfaff; hier: Dispens. 5. Baugesuch deS M. Levi für den SelterSweg; hier: Dispens. 6. Gesuch deS Joh. Nickel um Erlaubnis zur Aufstellung eines Steinbrechers im Stadtwald; hier: Dispens. 7. Gesuch des Gffellschaftsvereins wegen Einfriedigung in der Weidengasse; hier: Feststellung der Baufluchtlinie. 8. Gesuch des Gustav Kreuder um Angabe der Baufluchtlinie vor seinem Hause in der Neustadt. 9. Die Hofraite zum Pfau; hier: Erbauung einer Waschküche. 10. Herrichtung einer Läutevorrichtung in den Schulgebäuden der höheren und erweiterten Mädchenschule. 11. Das Gebäude der Stadtmädchenschule; hier: Die Badeeinrichtung. 12. Die Roon- straße; hier: Geländeaustausch mit Seuling, Prang, Schäfer und Größer. 13. Gesuch des Otto Schaaf um käufliche Heberlassung von städtischem Gelände in der Goethestraße. 14. Gesuch des Professors Dr. Biermer um Verpachtung von Gelände in der Lonystraße. 15. Gesuch des W. Gail um Geländeabtretung am Ekdkauterweg. 16. Rechnungsabschluß des Gas und Wasserwerks fürs Jahr 1899/1900. 17. Die Festsetzung der Kokspreise. 18. Die Höhe der Kohlenpreise; hier: Abgabe von Kohlen seitens der Stadt. 19. Die Straßenbeleuchtung der Stadt Gießen; hier: Die Beleuchtung in der Marburgerstraße. 20. SubmissionS- holcherkauf aus dem Stadtwald für das Rechnungsjahr pro 1901/02. 21. Vergebung der Holzhauer- und Waldkulturlöhne für die Stadtwaldungen pro 1901/02. 22. Gesuch des Otto Luft um Heberlassung von Fichtenstammholz aus der Hand. 23. DaS Obstbaumstück der Stadt Gießen; hier: Aufhebung des mit dem 1. Bataillon abgeschlossenen Pachtvertrages. 24. Gesuch des Vorstandes des Gießener EisoereinS um Heberlassung der Wiesen hinter den Eichen. 25. Die Zusammenlegung der Grundstücke in der Gemarkung Gießen. 26. Die Rechnung der Stadt Gießen für 1899/1900; hier: Hebertragung von Kredite für 1900/01. 27. Die Rechnung der Plock'schen Stiftung für 1899/1900. 28. Der Voranschlag der Plock'schen Stiftung für 1901/02. 29. Reichswaisenhaus Lahr; hier: Gesuch um Einzahlung von 1000 Mk. an den Fechtverband Gießen Lahr. 30. Gesuch des Julius Schulhof um Erlaubnis zum Kleinverkauf von Branntwein int Hanse Marktstraße 4. 31. Desgl. des Emil Bender um Erlaubnis zum Branntweinausschank über die Straße im Hause Neustadt 53. 32. DeSgl. der Elisabeths Sorgenfrei um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Neustadt 14.
•* Landwirtschaftlicher Verein. Die Präsidenten-- wähl des Landwirtschaftlichen Vereins für die Provinz Oderhessen steht, wie gemeldet, auf der Tagesordnung der Generalversammlung des genannten Vereins, die am Donnerstag den 8. November, mittags 12 Hhr, in „Steins Saalbau" abgehalten wird. Wie wir hören, sind bis jetzt drei Kandidaten in Aussicht genommen: 1. Der seitherige Vizepräsident, Oekonomierat Schlenke-Hardthof, 2. Graf Oriola, 3. Gutsbesitzer Schade-Altenburg.
** Luftballonfahrt. Am 8. November findet eine inter- nationaleBallonfahrt behufs Erforschung der höheren Luftschichten statt. Es werden bemannte und unbemannte Ballons an folgenden Orten aufgelassen: Trappes, Paris, Straßburg i. E., München, Wien, Bath bei Bristol, Berlin und Petersburg. Der Finder eines unbemannten Ballons erhält 20 Mk. Belohnung, wenn er diesen sowie den an ihm hängenden Korb mit dem Instrument sorgfältig birgt, das letztere unberührt läßt und sofort telegraphische Nachricht an die jedem unbemannten Ballon beiliegende Adreffe schickt. Ebenso erwünscht ist es, wenn die Sichtbarkeit des B lllonS unter Angabe der Zeit und der Himmelsrichtung den benachbarten Instituten mitgeteilt wird.
Butzbach, 5. November. Einer Einladung der Herren Melchior Folge leistend, besuchte am Samstag nachmittag die Gießener Burschenschaft „Germania- die hiesige Gambrinusbrauerei. Der hierbei in gastfreundlicher Weise kredenzte Trunk soll den „Germanen- trefflich gemundet haben, die anscheinend Kenner derartiger vorzüglicher Stoffe zu sein scheinen. Es mögen wohl einschließlich der alten Herren ca. 40 Gäste von den Schwarz rot-goldenen ge- wesen sein. (Butzb. Zkg.)
-v- Stangenrod, 5. November. In diesem Sommer wurde hier mit dem Neubau eines Schulhauses be gönnen. Die Arbeiten sind ziemlich rasch fortgeschritten, sodaß der Rohbau bereits fertiggestellt ist. Im Laufe des Winters und Frühjahrs werden die inneren Arbeiten vollendet. Mit Beginn des nächsten Schuljahrs wird alsdann das Gebäude eingeweiht und bezogen. Der Neubau enthält einen Schulsaal und eine geräumige Lehrerwohnung.
-nn. Darmstadt, 5. November. Der Provinzialausschuß der Provinz Starkenburg verhandelte heute in der Beschwerdesache des EisenbahnfisknS der Kgl. Preuß. und Großh. Hess. Eisenbahndirektion Mainz gegen die S t a d t v e r - waltung Offenbach. Diese hatte den FlskuS mit
’• November. er Polizeidirektor 9e Äen. wor- ungsra/D/ere-
&uqui wird S ötieba verholtes Be- W mHr au\. 'E Bvcha bei >>en bei der fc Hende befragt die cgend einer Seite >es, erzählt dann li eine solche Beran t: Als Ihre wiffen erleichtern laben. Haben Sie ind erhoben ober sche dem Gericht Mttzi M tykbe oü sie zu solchen l t: Hat sie denn habe? Zeugin: iß nicht mehr, ei i, daß sie gelogen in, sie hat immer iem Herrn Stier- Miß nichts; Herr )u weißt es bftf, :s R.-A. Fuchs bv : bei den msich M über im bis Kind croA® r Mchteiftia, ge ßfolgeruntzen ge t besinnen konnte Herr Bier,Wer >abc seine «esuche MM ssUchs 1.: fftädter gefürchtet/ ierftäbter sei W
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unter Entbindung von der Pflicht zur Amtsverschnnegen- heit die Ermächtigung zu uneingeschränkter Aussage erteilt. Ebenso nimmt int Auftrage des Polizei-Präsidenten der Chef der Kriminal-Abteilung, Regierungsrat Tieterici, mit Erlaubnis des Gerichtshofes, an den Prozeßverhandlungen teil. Ter Kriminalschutzmann Stierstädter und der Kriminalkommissarius Thiel üben dienstliche Funktionen gegenwärtig nicht aus. Die zu ergreifenden disziplinären Maßregeln müssen, um dem Gange des gerichtlichen Verfahrens nicht vorzugreifen, einstweilen Vorbehalten bleiben. Nach Klärung der Sachlage im gerichtlichen Verfahren wird im Tisziplinarwege sofort und unnachsichtlich eingeschritten werden, die erforderlichen Ermittelungen sind sofort ciuflclcitet.__
Arbeiterbewegung.
Dünkirchen, 5. November. Eine Anzahl Hafenarbeiter, Heizer und Kohlenträger sind wiederum in den Ausstand getreten und verlangen Lohnerhöhung.
HMdel und Uerkehr. Uolkswickschaft.
•tote», 6. November. Marktbericht. Auf dem heutige» Wochenmarkt kosteten: Butter ver Pfd. X 0.95—1.10, Hühnereier per St. 7-9 4, 2 St. 00-00 Enteneier 2 St. 00—16 4, Gänse, der per St. 00—00 H, Käse \ St. 5—7 Küsematte 2 St. 5—6 4. Erbsen per Liter 24 Linsen per Liter 34 Tauben per Paar


