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7.1.1900 Erstes Blatt
 
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Turnerisches. Der Turnverein Gießen unter­nimmt morgen, Sonntag, bei günstiger Witterung^ seinen ersten Turngang in diesem Jahre nach dem Jagdschlößchen Dudenhofen. Die Zusammenkunft ist um 1 Uhr auf der Zahnbrücke.

** Kaiser-Panorama. Das hier im besten Andenken stehende Kaiser-Panorama, welches sich vor Jahren hier eines starken Besuches zu erfreuen hatte, Wirt) Sonntag mit einer neuen großartigen Serie in der Neuenbäue er­öffnet und zwar mit dem Dreyfus-Prozeß in Rennes. Die Bilderserie zeigt uns in vortrefflich gelungenen Porträts die Hauptpersonen des aufregungsvollen Dramas: Alfred Dreyfus, Madame Henry, den Verteidiger Labori, die Ge­nerale Mercier, St. Germain, Gonse, den Regierungskom­missar Saniere, den Vorsitzenden des Kriegsgerichts Obersten Jouaust, die Generale Billot und Boisdeffre, Picquart, Jaures, Charette, Lauth, Gribelin, den Untersuchungsrichter Bertulus und den Verteidiger Demange. Bei dem großen Interesse der gesamten Welt für den Dreyfus-Prozeß dürfte diese Serie ihre Anziehungskraft auch hier nicht verfehlen. Des Näheren verweisen wir auf die Anzeige in diesem Blatte.

»* Die zweite Verbandsausstellung der Herdbuch­gesellschaften für das Vogelsberger Rind findet dieses Jahr in Marburg statt. Als Termin der Aus­stellung ist Mitte Juli vorgesehen. Eine jede der zum Verband gehörigen Herdbuchgesellschasten darf nicht mehr als 50 Tiere ausstellen.

Der Arbeitermangel im abgelaufenen Jahre findet in der neuesten Nummer der HalbmonatsschriftDer Arbeits­markt" einen weiteren, bisher noch unbeachteten Erklärungs­grund. Der Ueberschuß der Geborenen über die Ge­storbenen in Deutschland betrug nach der abnorm starken Periode 1874/79:

1880 1881 1882 1883 1884 1885

522,979 525,758 525,495 493,697 522,083 530,185.

Da die Einstellung der Arbeiter in der Regel im Alter von 14 bis 15 Jahren erfolgt, so mußte sich in einer Periode der gesteigerten Nachfrage nach Arbeitskräften, wie sie der zusammenfasfende Rückblick aufden Arbeitsmarkt im Jahre 1899 für das abgelaufene Jahr konstatiert, der geringe Ueberschuß der Jahre 1883/84 auf dem Arbeitsmarkt scharf fühlbar machen.

tt* Die Organisation des Deutschen Flottenvereins hat in den letzten vier Wochen bedeutende Fortschritte ge­macht, und ist namentlich die Anregung zur Bildung von Ortsausschüssen auf fruchtbaren Boden gefallen. Die Mit­gliederzahl ist vom 7. November, wo sie 81,269 betrug, bis 15. Dezember auf 91,957 gestiegen, hat sich also in fünf Wochen um nicht weniger als 10,687 Mitglieder vermehrt.

* Ein Monat Haft. Das Frankfurter Gewerbe- gericht erkannte gestern zum erstenmale in einer Ent­schädigungsklage auf einen Monat Haft für den Fall, daß der Entscheidung des Gewerbegerichts nicht nachgekommen würde. Der Milchhändler Kleinböhl klagte gegen seinen früheren Milchburschen Weiß auf Entschädigung von 15 Mk. wegen plötzlichen Verlassens der Arbeit und 85 Mk. wegen Nichtausstellens eines Verzeichnisses der Kunden, die Weiß besorgt hatte. Weiß hatte sich am 1. Januar selbständig gemacht und den Kunden Kleinböhls wohl inzwischen Milch geliefert, aber nicht auf Kleinböhls, sondern auf eigene Rechnung. Das Gewerbegericht verurteilte ihn zur Zahlung des Schadenersatzes und für den Fall der Weigerung zu einmonatlicher Haft. (Es ist nicht allgemein bekannt, daß die Gewerbegerichte die Befugnis haben, für Weigerungs­fälle gegenüber den Urteilen des Gerichts Haftstrafen zu verhängen. Der vorstehende Fall verdient darum besondere Beachtung.)

** Zur Berufswahl. Vom 1. Januar 1900 ab sind die von dem Herrn Staatssekretär des Reichspostamts er­lassenen neuen Vorschriften, betreffend die Annahme und Anstellung von Anwärtern für die mittlere Laufbahn im Reichspost- und Telegraphendienste, in Kraft getreten. Die Annahme von Zivilanwärtern erfolgt entweder als Post- gehilfe oder als Telegraphengehilfe. Der Bewerber muß mindestens das Reifezeugnis für die Untersekunda einer neunstufigen oder das Reifezeugnis für die erste Klasse einer sechsstufigen öffentlichen höheren Lehranstalt besitzen oder eine dementsprechende Schulbildung durch ein Zeugnis einer anderen öffentlichen Schule nachweisen. Er muß bei feiner Einstellung in den Dienst das 17. LebenSzahr vollendet und darf, wenn er als Postgehilfe eintritt, nicht das

20., wenn er als Telegraphengehilfe eintritt, nicht das

18. Lebensjahr überschritten haben. Er muß körperlich für den Post- und Telegraphendienst geeignet sein, ins- besondere ein ungeschwächtes Seh- und Hörvermögen, sowie gute Atmungswerkzeuge haben; es muß feststehen, daß er sich sittlich tadellos geführt hat, frei von Schulden ist und sich während der Vorbereitungszeit ohne Beihilfe aus der Postkasse unterhalten kann. Die Meldung zum Eintritt als Postgehilfe oder Telegraphengehilfe ist an diejenige Ober­postdirektion zu richten, in deren Bezirk der Bewerber ein­zutreten wünscht. Die Annahme der Gehilfen erfolgt durch die Oberpostdirektionen nach Maßgabe des dienstlichen Be­dürfnisses. Nach Beendigung der vierjährigen Vor­bereitungszeit haben die Postgehilfen die Prüfung zum Postassistenten, die Telegraphengehilfen die Prüfung zum Telegraphenassistenten abzulegen. Die Assistenten werden zunächst gegen Tagegeld unter Vorbehalt einer sechswöchigen Kündigung beschäftigt. Bei fortgesetzt gutem dienstlichen und außerdienstlichen Verhalten werden die Postassistenten als Postverwalter oder Postassistenten, i>ie Telegraphenassistenten als solche etatsmäßig angestellt. Diese Anstellung erfolgt aus Lebenszeit. Beamte, die sich bewährt und als tüchtig erwiesen haben, können auf ihren Antrag je nach ihrer Ausbildung zur Postsekretärprüfung ober zur Telegraphensekretärprüfung zugelassen werden.

Die Zulassung erfolgt frühestens sechs Jahre nach dem Be­stehen der Assistentenprüfung und muß spätestens vor Ab­lauf des neunten Jahres nach dem Bestehen dieser Prüfung nachgesucht werden. Beamte, welche die Sekretärprüfung bestanden haben, werden bei fortgesetzt befriedigendem Ver­halten nach dem durch das Bestehen der Prüfung erlangten Dienstalter als Postsekretär oder Telegraphensekretär an- gestellt. In die übrigen mittleren Stellen des Post- und Telegraphendienstes (Stellen für Oberpostsekretäre, Ober­telegraphensekretäre, Postmeister, Bureau- und Kassenbeamte) werden die Beamten nach Maßgabe ihrer dienstlichen Be­fähigung und ihrer Führung befördert.

wird das Ergebnis durchschnittlich als ein fünftel bis ein sechstel Herbst geschätzt. In den letzten zehn Jahren lieferten uns zwei Jahrgänge ein quantitativ ungünstigeres Resultat als das verflossene Jahr, und zwar waren dies die Jahre 1891 und 1898, wo in dem erstgenannten Jahr 11 904 und in dem letztgenannten nur 6696 Hektoliter geherbstet wurden. DaS größte Erträgnis hat in diesem Jahr Loich zu verzeichnen, welches bei einer Weinbergfläche von 160 3288 Hektoliter erzielte. Nächst Lorch käme Nüdesheim mit 1728 Hektoliter, Hallgarten mit 1400, Oestrich mit 1380 und Lorchhausen mit 1284 Hektoliter. Das geringste Er­trägnis erzielte Oberwalluf, wo nur 20 Hektoliter geherbstet wurden.

Büdingen, 5. Januar. In der am 30. v. M. statt­gefundenen Generalversammlung des Kriegervereins wurde Herr Postmeister NohdieS mit großer Stimmen­mehrheit zum Vorsitzenden gewählt. Ferner würbe be schloffen, daß der Kriegerball am 7. Januar stattfinden soll. Laut Beschluß der gestrigen Generalversammlung wird der Schützen ball am 21. Januar mit Militärmusik abgehalten.

nn. Darmstadt, 5. Januar. In dem benachbarten Ober-Ramstadt scheint es unserer Kriminalpolizei gelungen zu sein, einen guten Fang zu machen. Be­kanntlich wurden im vergangenen Jahr in den Städten Mainz, Frankfurt a. M., Worms, Stuttgart, Karlsruhe und erst kürzlich in Gießen großartige Diebstähle in Seiden­stoffen u. f. w. ausgeführt, ohne daß man der Diebe hab­haft werden konnte. Gewisse Verdachtspunkte führten nach Ober-Ramstadt zu einer Frau Appolonia Mink aus Oppen­heim, welche schon öfter mit dem Strafrichter in Konflikt geraten war. Bei einer am vorigen Sonntag bei derselben vorgenommenen Haussuchung sollen sich nun bedeutende Quantitäten der Seidenstoffe vorgefunden haben, so daß ihre Verhaftung und Verbringung in das Untersuchungs­gefängnis noch am selben Tag ei folgte. Mittlerweile hat die Kriminalpolizei eine fieberhafte Thätigkeit entfaltet und auch bei verschiedenen Einwohnern Ober-Ramstadts wurden gestern und heute Haussuchungen abgehalten, die von Er­folg gekrönt waren. Besonders bei einem Bäcker sollen verschiedene, aus früheren Diebstählen herrührende Gegen­stände gefunden worden fein. Ob man es hier mit dem wirklichen Dieb der Seidendiebstähle zu thun hat oder nur mit einer Schlepperin, wird die streng geheim geführte Untersuchung demnächst feststellen. Immerhin ist es erfreu­lich, daß in das Dunkel der Seidenstoffdiebstähle endlich einmal Licht gebracht wird.

Seligenstadt, 4. Januar. Der 16jährige Schlosser­lehrling Leo Wittenberger aus unserer Nachbargemeinde Dettingen, Schüler der hiesigen Gewerbeschule, zeichnete sich vorgestern durch eine heldenmütige Thai aus, indem er drei Knaben vom Ertrinkungstode rettete. Die kleinen Waghälse hatten sich in kindlichem Unverstände auf dem morschen Ufereise des Maines zu weit vorgewagt und stürzten in den Fluß. Der junge Mittenberger hatte die versinkenden Kinder beobachtet, sprang rasch hinzu und entriß mit Mut und eigener Lebensgefahr die Knaben den Wellen. Dem wackeren Helden gebührt gewiß die öffentliche Anerkennung.

Klein Krotzeuburg, 4. Januar. Während vorgestern und gestern der Main vollständig eisfrei war, herrscht seit heute nachmittag von 2 Uhr an wieder bedeutender Eis­gang. Das Eis des Obermains ist nämlich erst jetzt ab­gegangen und treibt nunmehr dem Rhein zu.

Mainz, 5. Januar. Die von der Stadtverordneten­versammlung zur Verwertung der militärfiskali- schen Gebäude gebildete Spezialkommission ist heute morgen mit den Preisrichtern zu einer erstmaligen Sitzung zusammengetreten. Das Preisrichterkollegium besteht aus den Herren Professor Henrici-Aachen, Oberbaurat Pro­fessor Hoffmann-Darmstadt und PrälatDr. Schneider, Oberbürgermeister Dr. Gaßner und Baurat Kuhn von hier.

---- Mainz, 5. Januar. Seitens der diesseitigen Pro­vinzialdirektion ist beabsichtigt, der Ausdehnung des unentgeltlichen Arbeitsnachweises auf das flache Land ganz besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Von der hiesigen Bürgermeisterei ans wurden schon vor längerer Zeit Versuche gemacht, die Bürgermeistereien der benach­barten Ortschaften für das hier eingeführte Arbeitsnach­weisverfahren zu interessieren und war insbesondere ange­regt worden, zwischen den einzelnen Gemeinden und der Stadt Mainz eine Telephonverbindung herzustellen, um im Falle irgend welcher Arbeitsnachfrage einen raschen Bescheid erteilen zu können. Der Versuch hatte nicht den erwünschten Erfolg und zeigten die Landbürgermeistereien wenig Neigung, auf die Sache einzugehen, weshalb in Anbetracht der Wich­tigkeit eines geregelten Arbeitsnachweises die Provinzial­direktion jetzt den Gegenstand aufgegriffen hat und in der ganzen Provinz einen unentgeltlichen Arbeitsnachweis or­ganisieren will. Von der hiesigen Bürgermeisterei ist be­absichtigt, eine sozialpolitische Kommission zu gründen. Die Bürgermeisterei bezweckt hiermit durch Heranziehung aller wünschenswerten Kräfte (auch wenn solche nicht der Stadtverordnetenversammlung angehören) eine Deputation zu schaffen, deren Begutachtung alle Angelegenheiten unter­breitet werben sollen, die in das Gebiet der Sozialpolitik einschlagen. Man will der Deputation insbesondere die Be­fugnis einräumen, Anträge auf beregtem Gebiete zu stellen. Gegenwärtig liegt die Sache der juristischen Kommission zur Begutachtung vor.

+ Au8 dem Rheingau, 5. Januar, lieber bie vorig- jährige Weinernte im Rheingau liegt jetzt nach amt­lichen Erhebungen bad Ergebnis vor. Darnach wurden auf 1859 Hektar (rund 7500 Morgen) ertragfähigen Wein­bergen 17 333 Hektoliter oder 1444i/2 Stück (bas Stück zu 1200 Liter), Wein geerntet. Davon sind 17 261 Hektoliter Weißwein und 72 Hektoliter Rotwein. Im großen Ganzen

§ Dutenhofen, 4. Januar. Zu den vielen Gemeinden, welche durch die gütige Vermittelung des Herrn Direktor Pascoe von dem früheren Besitzer des Gießener Braun­stein Bergwerks eine reiche Weihnachtsgabe zu wohlthätigen Zwecken erhalten haben, gehört auch unsere Gemeinde. Wir erkennen dieses um so dankbarer an, da wir uns schon seit einer Reihe von Jahren der wohlwollenden Gesinnung dieser beiden Herren erfreuen dürfen und besonders, da Herr C. W. E. Fernie nicht mehr in dem Verhältnis zu dem Bergwerk und dessen Arbeitern steht, wie früher. Auch an dieser Stelle sei diesen Herren herzlicher Dank gesagt.

m Fritzlar, 5. Januar. Die Unsitte, beim Feuer­anmachen Petroleum zu verwenden, hat auch im benach­barten Wildungen wieder zu einem bedauerlichen Unglücks- sall geführt. In einem Hause der Brunuen-Allee goß ein Mädchen, um das schlecht brennende Feuer im Herd zum aufflammen zu bringen, Petroleum aus dem Gefäß auf die Feuerstelle. Das Mädchen erreichte seinen Zweck, zog sich aber dabei so schwere Brandwunden im Gesicht zu, daß es Mr längere Zeit krank im Helenenspital barnieberliegt, Der Sohn unseres Herrn Bürgermeisters, Herr Berg­direktor C. Kraiger, ist durch Allerhöchste Kabinettsordre vom 16. Dezember zum Leutnant der Reserve int Feld- artillerie-Regiment Nr. 46 befördert worden. Die Neujahrsnacht ist in diesem Jahre sehr still verlaufen. Mit dem Schlage 12 begann im Dom ein Hochamt, das li/4 Stunden dauerte. 400 Personen empfingen die heilige Kommunion.

m. Treysa, 5. Januar. Am 2. Januar 1900 waren es 50 Jahre, daß der Betrieb der Main-Weser-Bahn bis Treysa, später bann bis Marburg unb noch später bis Gießen unb zuletzt bis Frankfurt eröffnet würbe. Auf ber hiesigen Station beftnbet sich ein Stationsarbeiter namens Bachmann, ber bie Bahn hat erbauen helfen unb seitdem ununterbrochen im Dienste ist. Dem Herrn Ober-Steuer- kontrolleur Meßler zu Ziegenhain ist der Amtstitel Steuerinspektor" verliehen worden.

Auszug sus den Standesamtsregistern der Süidt Gieße«.

Aufgebote.

Janu«r: 5. Karl Hrinrtch Friedrich Ritter, Kontroleur zu Grünberg, mit Katharine Karoltne Auguste Schmidt hierielbst. 5. Karl Heinrich Wenzel, Fußgendarm in Nidda, mit Elisa Bertha Schäfer zu Rennerode.

Shefchlietzuugeu.

Januar: 5. Wilhelm Stein, Postbote dahier, mit Maria Theresia Faust aus Winkel.

Geborene.

Dezember: 23. Dem Glasermeister Heinrich Fillmann eine Tochter. 28. Dem Hetzer Karl Becker IX. eine Tochter, Marie. 28. Dem Friseur Karl Hermann Schenck ein Sohn. 28. Dem Arbeiter Balthasar Erb ein Sohn. 30. Dem Schneider Heinrich Ludwig Steinbrecher ein Sohn, Ernst Ludwig Nicolaus. 3J. Dem Spenglermeister Rudolf Rödtger ein Sohn. 31. Dem Professor Dr. Heinrich Walther ein Sohn. 31. Dem Vicefeldwrbel Otto Hehler eine Tochter. Januar: 1. Dem Metzger Karl Hrckmann ein Sohn. 1. Dem Bautechntker Karl Wehrum ein Sohn. 2. Dem Lehrer an der höheren Mädchenschule Dr. Fritz Sommerlad ein Sohn, Gustav Maria Walter. 4. Dem Fuhr knecht Friedrich Weber eine Tochter. 4. Dem Schlosser Hugo Nitzsche ein Sohn. 4. Dem Taglöhner Georg Jacob Reichwein ein Sohn.

Gestorbene.

Dezember: 29. Konrad Heller, 49 Jahre alt, Straßenkehrer dahier. 30. Eltsabethe Leicht, geb. Otto, 84 Jahre alt, Witwe von Fuhrmann Philipp Leicht dahier. 30. Marie Katharine Stein, geb. Her bl, 64 Jahre alt, Ehefrau von Landwirt Peter Stein III. zu Bickenbach, Kreitz Bentzhetm. 30. Marie Grasmück, geb. Blickhahn, 44 Jahre alt, Witwe von Schutzmann Adam Grasmück dahier. 31. Heinrich Haatz, 17 Jahre alt, Pumpenmacherlehrling von Heckholz­bausen. 31. Emilie Schmidt, 83 Jahre alt, Prtvattn dahier. 31. Katharine Elisabethe Atzbach, geb: Kreiling, Witwe von Unter­nehmer Konrad Atzbach dahier. Januar: 1. Friederike Schellenberg, geb. Stelz, 55 Jahre alt, Ehefrau |oon Rentner Jacob Schellenberg dahier. 1. Katharine Balser, 73 Jahre alt, Taglöhner in dahier. 2. Marie Elisabethe Horn, 11 Monate alt, Tochter von Lackierer August Horn dahier. 2. Carl Flick, 76 Jahre alt, Ba bter dahier. 4. Ltsettr Rothe, geb. Koch, 87 Jahre alt, Hospitalitin dahier.

Wetterbericht. Niederer Druck beherrscht den größten Teil deS Kontinents und weist heute ein Zentrum über dem oberen Donaugebiet auf. Von den britischen Inseln zieht sich ein Rest relativ hohen Druckes in nordöstlicher Richtung bis nach Finnland. Das Rückdrehen der Winde an der Küste Jclandtz läßt aber bas Herannahen einer neuen Depression erkennen. Das Wetter ist in Zentraleuropa meist trüb und auf ausgedehntem Gebiet fallen Nieder­schläge. Die Temperaturen lagen am Morgen auf unserem Gebiet in der Nähe detz Gefrierpunktes und erhoben sich auch im Laufe deö TageS nur wenig über denselben. Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch meist ziemlich trübes, kühleres Wetter mit zeitweisen Niederschlägen und dann von Westen her vorübergehende Abnahme der Bewölkung.

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