nach Peking gebracht wurde, wurden bei dem Zuge nach Kala an die Städte unterwegs ohne Widerstand besetzt; Strafen wurden in Fellen und Silber erhoben, es wurde nicht geplündert. Mehrfache Versuche wurden gemacht, mit Chinesen zum Gefecht zu kommen. In der Nähe von Hsüenhwafu erbeutete deutsche Kavallerie — wie schon seinerzeit erwähnt — das Gepäck einer chinesischen Abteilung, die sich schleunig zurückzog. 20 000 Taels wurden erbeutet; drei Mandarinen, die Gemetzel von chinesische Christen in Mining angestiftet hatten, wurden h i n - gerichtet, aber keine weiteren Vergeltungsakte unternommen. Das übermäßige Zurückziehen der fremden Truppen und die Gleichgiltigkeit der Verbündeten haben einen schlimmen Eindruck erzeugt, die Missionare befürchten den Ausbruch neuer Wirren. Ein englischer Offizier wurde vier Tage gemartert; nachdem in cm ihn wieder zur Besinnung gebracht hatte, wurden immer neue Qualen ersonnen. Die Wirren im Innern dauern fort.
Aus Marseille meldet mein: Die letzte aus China cingetroffene Post bringt beunruhigende Meldungen über die dortige Lage. Nach dem Gutack)ten der besten Kenner der chinesischen Verhältnisse steht ein allgemeines Blutb ad bevor. Die Kaiserin soll mit Unterstützung des Prinzen Tuau alles vorbereiten, um ihre Pläne zur Ausführung zü bringen.
Eine Kabelmetdmch,ber „Paris-Nouvelles" besagt: Die deutschen Befuhlshaber haben beschlossen, die strengsten Maßnahmen gegen alle Soldaten zu ergreifen, die beim Plündern betroffen werden. Am 3. d. M. wurde ein deutscher Soldat, der der Plünderung überführt war, in Tientsin erschossen. Weitere Erschießungen sollen bevorstehen.
Aus Shanghai wird gemeldet: Das hiesige Konsularkorps faßte einstimmig den-Beschluß, das Verbot der Waffen- und Munitionseinfuhr dahin zu erweitern, daß den betreffenden Staatsangehörigen auch die Einfuhr von Material verboten werde, das zur Fabrikation von Waffen und Munition bestimmt ist. Nachträglich teilte der japanische Generalkonsul mit, seine Regierung habe ihm auf seine Meldung die Weisung erteilt, die Ausführung des erwähnten Beschlusses aufzuschieben. — Ter deutsche Gesandte in Peking berichtet, er habe von Bischpf Anzer, der zu einer Rücksprache mit dem General-Gouverneur Yuanschikai nach Tsinanfu reisen wollte, auf die Gefahr dieser Reise aufmerksam gemacht. Er habe den Generalgouverneur durch ein Telegramm um Maßnahmen zum ausreichenden Schutze des Bischofs ersucht. Yuanschikai habe in einem sehr entgegenkommenden Ant- ; Worttelegramm die volle Verantwortung für die Sicherheit des Bischofs Anzer übernommen, der am 30. November von Tsingtau abzureisen beabsichtige.
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Telegramm des Gießener Anzeiger-.
Berlin, 5. Dezember. Die gestrige englische Meldung von einer Niederlage der Deutschen westlich von Paotingfu ist auch weiterhin unbestätigt geblieben.
London, 5. Dezember. Der Kriegs-Korrespondent der „Pall Mall Gazette" meldet: Am Nankow-Passe bei Swen- huafu eroberte die deutsche Kavallerie das Gepäck einer chinesischen Truppe. 30 Mann der Chinesen wurden getötet und 20000 Taels beschlagnahmt. Im Innern dauert die Gährung fort.
Peking, hen 5. Dezember. (Kabel-Meldung des „Gieß. Anz.-) Gest<rn fand wieder eine Konferenz d'er Gesandten statt, indeß wurde kein Beschluß gefaßt, weil mehrere der Gesandten von ihren Regierungen keine Instruktionen erhalten hatten.
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Volttische Tagesschau.
Von der Vertretung der Real-Obligationäre der Deutschen Grundschuldbank geht dem „W. T.-B." folgendes, von dem Berliner Polizeipräsidenten an die Direktion der Deutschen Grundschuldbank gerichtete und der genannten Vertretung zugestellte Schreiben mit dem Ersuchen um Veröffentlichung zu:
»Berlin, den 1. Dezember 1900.
Nachdem die von mir im Einverständnis mit dem Minister für X-andwutschaft, Domänen und Forsten eingesetzte Kommission die Bonitätsprüfung der den Real-Obligationen der Bank zur Unterlage dienenden Hypothekensorderungen beendigt hat, teile ich der Direktion mit, daß die Forderungen der Obligationen nur in sehr beschränktem Maß durch die zu ihrer Sich.rheit dienenden Hypotheken als gedeckt angesehen werden Prüfung der Remsions-Kommission hat sich erstreckt auf vb3 Grundstücke, die von der Bank beliehen sind mit 98548331,11 Mk. ervon hat die Revisions-Kommission als zur Pfandbriefdeckung verwendbar oder wenigstens durch die Grundstückswerte gerechtfertigt an- SrM?^623133,61 $on ben 663 Grundstücken sind 70 mit einem D°^hnsbetrag von 22419400 Mk. seitens der Bank beliehen oder j jy, 2*8 erMellig belieben anzuiehen. Hiervon sind 60 Posten $ ♦ °°VC* L°^'lsion als zur Pfandbriefdeckung t)er= v-li^-n ^annt worden. Auf den 592 von der Bank nicht erststellig 136715599 WS" ^hen den Eintragungen derselben vor: Neben 294 in? ^"n den 683 in Frage kommenden Grundstücken bf t nuf ht p re Spielhagen Gruppe. Die Bank
<ye Grundstücke Darlehen in Höhe von 51310780,57 Mk. ge- und Bel^ibuna"sett/n« diese Beteiligung der Spielhagen-Gruppe
a ?c b. x ®anl roie folgt: 1. Aktiengesellschaft für : 107 Grundstücke mit 32585 127,52 Mk.
V 106 Grundstücke mit 16839034,50 Mk.
7237545 80 Mk SÄ Immobilien-Verein: 44 Grundstücke mit Gesellschaft für Industrie und Grundbesitz: 4 Grundstücke mit 546200 Mk D-- 6. Anhalt u. Magn-r Nach!. ? ArunMch- mch>
lÄo'SH sfÄ. U' G°’' ■ Grundst»'«- mit
Nach d-efmn Bericht sind die jchlimmsten BesUrck- tungen noch weit übertroffen worden. Wenn man 6cbEnM<,baJLn60n bc,? tunb 98*/2 Millionen Beleibnnqen nur 53t/a Million, also etwas mehr als die M[fte dtirck die Grundstückswerte als gerechtfertigt anerkannt werden und ferner erwägt, daß die Beleihungen der Bank sich im Betrage von über 50 Millionen auf die sogenannte Spiel- Hagen-Gruppe beziehen, so bekommt man ungefähr ein Bild der unerhörten Schiebungen, die vorgekommen sind, und deren Wirkung darin besteht, daß die Pfandbriefe in ihrem Werte in einer heute noch gar nicht
abzusehenden Weise herabgesetzt sind. Wie es möglich sein wird, diesen Rattenkönig zu entwirren und ohne allzu große Schädigung der Pfandbriefbesitzer eine Liquidation herbeizuführen, entzieht sich vorläufig der Berechnung. Vor allen Dingen aber ist schon heute fest« zustellen, daß Aufsichtsrat undBankleitung für die großen Verluste, die sie dem Publikum zugefügt haben, regreßpflichtig zu machen sind, und daß dem Gesetze nach jeder Richtung hin Achtung verschafft werden muß. Welchen Einfluß dieser Bericht zunächst auf den Kursstand der Pfandbriefe der Deutschen Grundschuldbank haben wird, kann man noch nicht übersehen, da nicht zu erkennen ist, ob und inwieweit die notleidenden Hypotheken überhaupt eine Deckung für die Pfandbriefe gewähren.
Deutsches Reich-
Berlin, 4. Dezember. Der Kaiser hörte heute vormittag die Borträge des Chefs des Militär-Kabinets von Hahnke, den Chef dtzs Ingenieur- und Pionierkorps Frhr. von der Goltz und den Chef des AdmiralsstabeS von Diederichs. Später empfing der Kaiser den sächsischen Militär-Attachö Krug von Nidda zur Ueberreichung eines Handschreibens des Königs von Sachsen.
— Im Reichstage sollen Erwägungen im Gange sein, ob eine Anfrage an den Reichskanzler wegen des amtlichen Verhaltens gegenüber dem Präsidenten Krüger zu richten sei.
— In der Budgetkommission des Reichstages begann heute die Beratung des 3. Nachtragsetats für das Rechnungsjahr 1900 betreffend die Expedition nach Ostasien. Es werden 152,770,000 Mk. gefordert, die im Wege des Kredits flüssig zu machen sind. Auf Vorschlag des Vorsitzenden v. Kardorff werden zuerst die Kosten der Expedition im Bereiche der Verwaltung des Reichsheeres zur Verhandlung gestellt. Abg. Richter bezeichnet die Klagen der Presse, daß die Kommission ihre Arbeiten nicht beschleunigt habe, für unberechtigt. ES sei die > eingehendste Prüfung notwendig, da eS sich zum Teil um Summen handle, die noch garnicht verausgabt sind. Richter stellt hierauf eine Reihe von Anträge, die sich an einzelne Titel anschließen. Hierauf wird Nr. 1 des Kostenanschlages : Mobilmachungsgeld und Einkleidungsbeihilfe 13139,10 Mk. bewilligt, ebenso Nr. 2 (Nachbilden der Fahrzeuge, Füllen der Pferdearznei-Kästen rc. 16 697 Mk.). Bei § 3 (Pferde 13 457 887 Mk.), erklärt Kriegsminister v. Goßler auf Anfrage, daß die deutschen Verluste in China bis jetzt verhältnismäßig gering seien. In Tientsin herrsche Ruhr, in Peking Typhus. Der Gesamtverlust bis Ende November betrage 3 Offiziere und 62 Mann. Zur Beunruhigung sei kein Anlaß. Die Forderungen für Krankenpflege werden darauf bewilligt. Bei Nr. 13: Alle übrigen Ausgaben 14 689 584 Mk., beantragt Abg. Richter, die Pauschalsumme in zwei Teile zu zerlegen, einmalige und lausende Ausgaben zu scheiden und 10 Millionen abzusetzen. Nach längerer Debatte zieht Abg. Richter feinen Antrag auf Streichung der 10 Millionen zurück und die geforderte Summe wird bewilligt. Als Berichterstatter wird Abg. Dr. Müller- Fulda von der Kommission bestimmt. Es folgt die Be ratuug der laufenden Kosten. Die Nummern 1 bis 9 (Kriegsministerium, Kaffenwefen, Intendanturen, Geistlichkeit, Justizverwaltung rc ) werden debattelos angenommen. Bei Titel 10, Geldverpflegung der Truppen, entspinnt sich eine längere Debatte, in deren Verlaufe der Abg. Richter anfragt, ob es Thatsache sei, waS Zeitungen melden, daß die Soldaten keine Briefe mehr, sondern nur noch Postkarten schreiben dürfen. Minister v. Goßler erwidert, daß er wegen der Zeitungsmeldungen in China angefragt habe. Von hier aus sei ein solcher Befehl nicht ergangen. Staatssekretär v. Tirpitz erklärt, daß eine Reihe über Plünderungen gebrachte Berichte unwahr seien und bestreitet mit Entschiedenheit, daß Gräuelthaten, wie sie durch die Presse laufen, von deutschen Soldaten begangen worden find. Ein Antrag v. Kardorff, mit der Vorlage zugleich gesetzlich die Frage der Pensions- Versorgung der Chinatruppen zu regeln, wird angenommen. Damit ist die Position „laufende Kosten" erledigt. Bei der Beratung der Kosten der Marine entsteht ebenfalls eine längere Diskussion. Auch dieser Abschnitt gelangt unverändert zur Annahme. Die Kommission vertagt sich darauf auf morgen vormittag. — Bon anderer Seite wird gemeldet : In der Budget-Kommission des Reichstages er« klärte auf eine Anfrage Bebels, ob die China-Expedition als Krieg anzusehen sei, Staatssekretär v. Richthofen, die Expedition sei aufzufassen als ein bewaffnetes Ein« schreiten gegen anarchistische Zustände. Dieses Einschreiten hindere nicht das Fortbestehen eines gewiffen völkerrechtlichen Verkehrs zwischen dem Deutschen Reich und der legitimen Regierung Chinas.
— Zum Gouverneur von Deutsch«Südwest- afrika soll der „Dtsch.Ztg " zufolge Hauptmann Graf Götzen ausersehen sein. Graf Götzen hat sich durch eine Durchquerung Afrikas und die Entdeckung des KivuseeS bekannt gemacht.
— Die „K. Z." schreibt: Freisinnige und ultramontane Blätter melden, daß der Reichstagsabgeordnete für Worms, Freiherr v. Heyl zu Herrnsheim verschiedenen Abgeordneten gegenüber seickn Austritt aus der national- liberalen Reichstagsfraktion anzeigt. Wir können demgegenüber feststellen, daß bis heute mittag ein Schreiben des Freiherrn v. Heyl beim Fraktionsvorstande nicht eingegangen ist.
— Zur Reform der höheren preußischen Schulen erfährt die „Kreuzztg.", daß in den Gymnasien die lateinischen Wochenstunden um drei vermehrt werden sollen. Ferner teilt sie mit, daß auch m Elsaß-Lothringen die Abschlußprüfung besei
tigt werden soll. Die Nat.-Ztg." meldet: Die Abschluß. Prüfung für die Versetzung von Unter- nach Ober-Sekunda die nach Genehmigung des Kaisers aufgehoben werden soll wird voraussichtlich Ostern 1901 nicht mehr abgehalte» werden.
Ausland.
Brüssel, 4. Dezember. Herzog Heinrich Mecklenburg wird am 15. Dezember nach dem Haa» übersiedeln.
Tie liberale Linke der Kammer und des Senates beschloß in einer heutigen Versammlung, eine geschlossem- parlamentarische Oppositionsgruppe gegen bic klerikalen Parteien zu bilden. Ihr Programm be trifft: Einführung der persönlichen Wehrpflicht, Schm zwang und verhältnismäßige Wahlen für die Pärlamenie und die Kommunen. In Betreff des allgemeinen gleichen Stimmrechts ist ein Ausschuß von 8 Mitgliedern ernannt worden, welcher diese Frage einem eingehenden Studium unterziehen wird.
Paris, 4. Dezember. Im Senate gelangte fyeiw der Gesetzentwurf über die Flottenvermehrung zur Verhandlung. Senator Combles führt aus, daß einj? &r, mehrung der Seemacht Frankreichs absolut notwendig Vi, denn unter den gegenwärtigen Verhältnissen bliebe bn französischen Flotte in einem Kriege nichts anderes übrig, als sich in einen Hafen zu flüchten und dort eine günstige Gelegenheit zu einer Aktion abzuwarten.
Madrid, 4. Dezember. In den ersten zehn Monaten 1900 betrug der Import Pes. 698 eine halbe Millionen, 100 Mill, weniger als im Vorjahr, der Expon Pes. 595 Millionen, 16 Mill, weniger als 1899, die Steuer einnahme 34 Mill, mehr als das Budget vorgesel)en. Tie Handelsbilanz wird also' jedes Jahr u n g ü n st i g e r.
Rom, 4. Dezember. Auf verschiedene Anfragen über das Programm des Kabinetts erklärt Sarracco, er verstehe wohl, daß die äußerste Linke einer Politik das Wort rede, die auf die Herabsetzung der militärischen Kräfte und die Verminderung der öffentlichen Schuld hinziele. Tie Regierung wolle aber, ohne irgendwelche Criveiter- ungen anzustreben, weder eine Schwächung des Staates noch den Bankerott. Tie Regierung werde in dem Bei- waltungsteile des Kriegsbudgets sparsam wirtschaften, aber niemals ihre Zustimmung dazu geben, daß der Effektivbestand des Heeres vermindert werde.
L i v a d i a , 4. Dezember. Der Kaiser verbrachte bk verflossenen 24 Stunden sehr gut. Gestern abend betrug die Temperatur 37,1, der Puls 80, heute morgen 35," resp. 66. Das Empfinden ist sehr gut. Der Sax^x verbringt einen Teil des Tages im Lehnstuhl fifyenb.
New - York, 4. Dezember. Auf Grund der Amnestie- Proklamation'haben .gestern 2180 philippinische Insurgenten den Treueid geleistet. ,
Washington, 4. Dezember. Tas Ministerium des Auswärtigen hatte den Wunsch ausgesprochen, daß der Panzerkreuzer Kentucki oder ein größeres Kriegsschiff sich nach Marokko begebe, um Genug- thuung für den dort ermordeten amerikanischen Staatsangehörigen zu verlangen. Das Marineministerium erwiderte darauf, daß es das nach Marokko gesandte Schiff Dixie für »genügend erachte, um das angestrebte Ziel zu erreichen. Der Kentucki, der zur Zeit bei Algier vor Anker liegt, wird nach Smyrna und von dort nach Manila gehen.
3Lxs Stadt and Zand.
Gießen, 5. Dezember 1900.
Perfonalnachrichten. Der Großherzog Hat am 22. November den Stellvertreter des evang. Dekans bt6 Dekanats Gießen, Pfarrer Georg Schlosser, \w Nachsuchen vom Amte entbunden, ferner am 22. November die von der Dekanatssynode des Dekanats Gießen für ben Rest der Jahre 1903 ablaufenden Wahlperiode vollzogene Wahl des evang. Pfarrers Strack in Leihgestern zum Dekan und den evang. Pfarrer Dr. Karl Naumann zum Stellvertreter bestätigt.
•• Ein Kaiserwort. Nach der Enthüllung des Denkmals für die Königin Luise in Tilsit war dem „Gießener Anzeiger" aus jener ostpreußischen Stadt von einem dortigen Leser, einem Richter, dessen soziale Stellung also keinen Zweifel über die Richtigkeit der Mitteilung zuließ, ge- schrieben worden, der Kais er habe bei dem von Radfahrern und Radfahrerinnen veranstalteten Festzuge zu einer der neben ihm stehenden Ehrenjungfrauen, der Tochter des dortigen Dragonerregiments - Kommandeurs, und andere/' Damen die mißbilligende Bemerkung gemacht: „3-4 h'ltt Sie, meine Damen, steigen Sie nicht aufsNad Diese unsere Notiz ging in die gesamte deutsche Preffe über. Seitdem zerbrechen sich einige Sportfreunde unauSges^ den Kopf über die „Auslegung" dieses Kaiserwortes. So finden wir jetzt in der „Märkischen Radfahrerzeüuug folgenden geistvollen Erguß:
„Ein angebliches Kaiserwort. Za unserem Artikel in Nr. schreibt unß ein Freund unseres BiatteS: Betreffend den bewuUo> verhängnisvollen Ausspruch des Kaisers über daS Radfahrm Damen ist es meinen Bemühungen nun endlich gelungen, heraus»»' bekommen, daß nur ein Mißverständnis oorliegt. Wie eS j« gar nicht anders sein kann, hat Se. Majestät so ziemlich gerade v« Gegenteil gesagt und es besteht nur noch die Frage, ob sich die Damco verhört haben oder ob der falschen Wiedergabe — (denkbar das auch!) — eine tendenziöse Absicht zu Grunde gelegm i)«-/'. Der Kaiser hat nicht gesagt: „Ich bitte Sie, meine Damen, gjg Sie nicht aufs Rad!", sondern: „Ich bitte Sie, meine Damen, JWJ Sie nicht aufs Rad?". Se. Majestät hat damit aber wohl Wunsche Ausdruck geben wollen, die schmucken, schneidigen jungsrauen gleichfalls auf dem Rade bewundern zu können. » eine Frage und eine Aufforderung statt einer Abmahnung. - - - -
Der neueste Kommentator von Kaiserworten hat. u. feinen Beruf verfehlt. Es dürfte sich empfehlen, W1* Zivil-Kabinet des Kaisers oder in der Redaktion des „Reichs anzeigers" anzustellen, wo es ihm gewiß gelingen wl - durch sein hier so glänzend bewährtes Frage- und Antwo spiel alle weiteren Mißverständnisse von Kaiserwor zwanglos zu beseitigen.
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Straßburg 3.30, Aolm iwnuwol 4.5U Petit M Tie Zollrevision erfolgt i MWn den beiden letzte iitation erreicht der Rivier« istille am Abend des Tie tÄmstag. und zwar Nizzi | " -.1.30 abends. Tie Rückfahl .Morden erfolgt jeden Mont, i-Äentonc 9.30, Nizza ab 10. r vvn Bremen, Altona-Ham ' der Miera und umgelch : auf wenig über 30 Stunde ■ verringert außerdem nie deutschen Städten, z. B. : Stunden, um ein bedeute er dürfte besonders bura : Hafenstädten • ausgeht, i : 2trom von reichen Astai 1 land zu fuhren.
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