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aus allgemeinen Mitteln nachsucht.
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2.-15. Jahr:
Wien Rudolf Mayer ist im Alter von 38 Jahren gestorben. — Man schreibt aus St. Petersburg vom 29. November: Gestern starb hier, 52 Jahre alt, W. I v e r s e n , ein durch zahlreiche populäre natur* wissenschaftliche Werke bekannt gewordener Gelehrter, der seit 1881 Bibliothekar des hiesigen technologischen Instituts war. — Am 2. Dezember fand in Anwesenheit auswärtiger Vertreter die Feier des 25 jährigen Bestehens der Universität Czernowitz statt. Zu Ehrendoktoren wurden ernannt: die Professoren Pernice, Wagner, von Liszt- Berlin, Strohal und Wach-Leipzig, Seydel und Ullmann-Mllnchen.
— Auf Anregung einiger Litteraturfreunde hat sich Prof. Dr. Kühnemann in Marburg bereit erklärt, anfangs Januar einen CykluS von 15 Vorlesungen über „Die Blütezeit der deutschen Litteratur" in Marburg abzuhalten.
ÄHmifli* erfolgen.
Hungen, den L Dezember 1900.
Großherzogliches Amtsgericht.
btixüdhm.
Rainz, 4. Dezember. In Wackernheim wurde während beit Wciuartterung der 2. Etzkadron des Husarenregtments Nr. 13 notnücdmbelm in der Nacht des 19. August der Gefreite Heftrig jcimbtci Landwirt Weiland mit einer Heugabel erstochen, »Hjrtob dessen Neffe, der Acker5bursche Karl Krieger, «einem a.'iMm Husaren einen Stich in den Oberschenkel versetzte. Das säfaurpettdit verurteilte heute obenh den Weiland zu acht 3 fasten Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust und den Krieger
Sprechstunden der Redaktion
des Gießener Anzeigers täglich (mit Ausnahme von Samstag un
Sonntag) von 6—7 Uhr nachmittags. Eingang von der Kaplaneigasse aus
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todessälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Universität und Hochschule.
- An der Universität Heidelberg sind im laufenden Winter- se-mesl» Ll Damen, 12 in der philosophischen und 9 in der math.- ncrianvisl'ensch. Fakultät als Hörerinnen eingeschrieben. — Wie aus L fi ivztsg berichtet wird, feierte der Universitätsrichter an der dortigen U'^mrsitcit, Justtzrat Fr. Meltzer, am 1. Dezember sein 40jähriges Dl-eisijuinläurn. — Aus Freiburg i. Br. schreibt man: Dr. M. B taiim j artner, Professor der philosophischen Disziplinen der pro- .>at°ailiscten Theologie, hat einen Ruf an die Universität Breslau erttackii. Dem bayerischen Forstamtsassessor Dr. Karl H e f e l e in SMlhte«.berg wurde die Entlassung aus dem bayerischen Staatsdienst be’xhfä Ilebernahme einer forstlichen Professur an der japanischen Uni- veu sität o k i o bewilligt. — Der Privatdozent an der theologischen ZcMät °ber Hochschule Basel lic. theol. Paul Wernle wurde zum a.-.a. Professor ernannt. Es ist ihm der Lehrauftrag für neuere Kirchen- ge sichle erteilt worden. — Mit dem Ordinarius für Kunstgeschichte an de ci Universität Basel Professor Dr. Heinrich W ö l f f l i n werden, wliemn schreibt, zurzeit Unterhandlungen wegen Uebernahme einer P^ssm an der Universität Berlin geführt. — Der o. Professor "ü in Vamnechanik und graphische Statik an der Technischen Hochschule in
Wöchentliche Uebersicht der Todesfälle in Gieße«.
48. Woche vom 25. November bis 1. Dezember 1900.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 24 800, inkl. 1600 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 12,58%o, nach Abzug der Ortsfremden 0,00/«.
Kinder
Es starben an:
Lebensschwäche
Masern Atrophie Krämpfen
Sandel und Verkehr. Volkswirtschaft-
Die Spielhagen Banken» Abermals laufen Gerüchte um wonach sowohl der Status der Deutschen Grundschuldbank als auch der der Spielhagenbank selbst sehr ungünstige Prüfungsresultate ergeben dürste. Da offiziell über diese wichtigen Punkte geschwiegen wird, so wäre es intereffant, wenn die Blätter, die diese Mitteilungen bringen, sich nicht auf bloß anonyme Quellen beschränken würden. Das bringt mit Recht unkontrollierbar Beunruhigungen ins Publikum, ohne daß dieses letztere bedenkt, wie solche Aeußerungen auch aus Kreisen stammen könnten, die ein ganz besonderes Interesse hätten, die Terrains der Gesellschaften, die hier in Frage kommen, so zu entwerten, daß sie recht billig in die Hände von hierauf schon speku- lierenden Kapitalisten fallen könnten.
Saarbrücken, 4. Dezember. An hiesigen Stellen, die darüber unterrichtet sein müßten, wird die Nachricht der „Frkf. Ztg.", daß die Firma Krupp die Stumm'schen Werke anzukaufen beab-
zubringen sind.
Gießen, den 4. Dezember 1900.
chroßherzogkiche Kandekskammcr
Bekanntmachung.
Der Voranschlag der Gemeinde Grüuberg für 1901/1902 liegt vom 8. Dezember d. I. an acht Tage lang dem Mrgermeisterei-Büreau zur Einsicht der Interessenten offen.
Grünberg, den 4. Dezember 1900.
Bekanntmachung.
3?m Jahre 1901 werden Bekanntmachungen aus unserem Handels, retggißte In der „Darmstädter Zeitung", sowie in dem Kceisblatte desjenigen in welchem die Firma ihren Sitz bezw. ihre Zweigniederlaffung geint, uiu'b die Bekanntmachungen aus unserem Genoffenschastsregifter für flliiere Genossenschaften im „Deutschen Reichsanzeiger", sowie in dem Ätobliatte desjenigen Kreises, in welchem die Genossenschaft ihren Sitz hart, ffiir andere Genossenschaften außerdem noch in der „Darmstädter
Kunst und Wissenschaft.
Ernst Eckstein zog sich einst, wie ProfessorH Nover in einem längeren Artikel erzählt, als Student, nachdem er mitIseinen ersten dichterischen Erzeugniffen unter dem Pseudonym „Arthur v. Deich" in der „Darrnst. Ztg." an die Oefientlichkeit trat, von Seiten eines Herrn, der sich zum ritterlichen Verteidiger einer Dame aufspielte, deren Vorname in einigen dieser lyrischenjErgüsse angewandt war, ein Duell zu, aus dem er sich trotz seiner Waffenunkenntnis unter dem Schutze Apollos mit leidlichem Glücke herausschlug. Eckstein promovierte auf Grund einer Doktordissertation: „Essai sar l’Avare de Moliöre“. Die Zeitereignisse, wie man sie damals in Süddeutschland allgemein aufzufassen pflegte, die schleswig-holsteinische Frage 1864 und der sogen. „Bruderkrieg" von 1866 regten ihn zu mancherlei dichterischen Erzeugnissen an, die z. T. in der „Didaskalia" erschienen, damals großes Aufsehen er» regten. So der „Notruf" unserer Brüder im Norden und das gegen unseren damals bestgehaßten Kanzler gerichtete: „Wo steht Germa- nias Feind?"
Gerhart Hauptmanns neuestes Schauspiel, das anfangs d. M. im Deutschen Theater zu Berlin seine Erstaufführung erleben wird, führt bekanntlich den Titel „Michael Kramer" und spielt in Künstlerkretsen. Es ähnelt in der Anlage dem „College Crampton", auch ist der Titelheld wie jener ein Maler. Der Dichter schildert ihn als großes Talent, das aber vielen Schwankungen unterworfen ist. So lange Michael Kramer reich ist, lebt er zügellos dahin und verlumpt sich als Künstler. In der Armut wird er plötzlich ein anderer. Doch als er sich wieder neuen Reichtum erobert hat, beginnt er sein altes Leben von vorne.
Zusammen: Erwachsene: im
Es wird dies mit dem Anfügen bekannt gemacht, daß die Wahlprotokolle nebst Anlagen drei Tage nämlich vom 6. bis tuet. 8. Dezember, auf dem Büreau der Firma A. Heichelheim von 9 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 6 Uhr nachmittags offen liegen und Einwendungen gegen die Wahl oder die Gewählten innerhalb dieser drei Tage bei Vermeidung des Ausschlusses bei der Handelskammer vor-
sichttge, für unbegründet gehalten. Die Nachricht dürfte jedenfalls dadurch entstanden sein, daß Krupp vor einigen Tagen bei Stumm zu Besuch war.
Mecklenburg-Strelitzsche Hypothekenbank. Wie aus dem Inseratenteile unserer heutigen Zeitung ersichtlich, werden die ar 2. Januar 1901 fälligen Pfandbries-Koupons bereits vorn 15. Dezernbc er. ab kostenlos eingelöst.
Eingesandt.
.Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikr übernimmt die Redaktion keinerlei Verantwortung.)
Gießen, 5. Dezember 1900.
Die Volkszählung ist nun auch bei uns insoweit beendet, als die Zähler mit dem heutigen Tage die ausgefüllkdn Zählkarten und Zählbriefe auf dem Polizeiamt abgeliefert haben. Leider hatten sich für das Zählgeschäft in unserer Stadt diesmal wieder nur zwei Zähler ge» funben, die im Ehrenamt, d. h. unentgeltlich, die Sache besorgten. Unsere Lehrer glänzten, wie in der letzten Stadtverordnetensitzung mit- geteilt wurde, hierbei durch Abwesenheit, obgleich das Polizeiamt sie aufs gefordert hatte — als geborene Zähler — sich an der Volkszählung zu beteiligen und für den Tag der Volkszählung keine Schule zu halten. Die Lehrer in den hessischen Schwesterstädten und in Preußen betrachten es als Ehrenpflicht, sich bei der Volkszählung in den Dienst der Allgemeinheit zu stellen, warum nicht bei uns in Gießen? Bor etwa 1V1 Jahren hatten sich die Herren Lehrer an die Stadtverwaltung gewendet, aus städtischen Mitteln um eine Subvention zu bitten zur Deckung der Kosten eines hier abgehaltenen Lehrertags und diese Bitte wurde auch erfüllt Wenn die Herren Lehrer so wenig Jntcrrffe für die Allgemeinheit haben, wie sie dies am Tage der Volkszählung bekundeten, dann sollte man vorkommenden Falles sich besinnen, wenn die Gießener Lehrerschaft einmal später wieder um ein finanzielles Opfer
Bekanntmachung.
Bel den heute vorgenommenen Ecgänzungswahlen der Mitglieder Großherzoglicher Handelskammer Gießen sind gewählt worden
1) für Hießerr-Stadt die Herren:
1. Kommerzienrat S. Heichelheim mit 131 Stimmen.
2. Narl Röhr mit 104 Stimmen.
3. Wilhelm Zurbuch mit 97 Stimmen.
2) für Hieße« <^a«d: Herr Direktor H. Steinecke, Lollar, mit 19 Stimmen.
1. Lebensjahr:
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X Dmch me Dh, Werne vier rwuvdet. Der Materi, bei der VolkSM Mann hatte in der °ne „verheiratet, verwL D,e Verwunderung des !Qni uchtig, eine Frau i: btt Mite ist wir vor r Ae ich es mit der!- ahlkarte seines kaum ei- k „Muttersprache (ofi k Ach nicht zu ttltnntn, r Mieter hatte sich in fo lus dem Staube gemr der gleichzeitig Mure Mite: „Nähere Aug^ seit gestern Nacht toti über. Die „M, fort, llm demLemi' .
Hauptmann Co bl eis - unverheirateten Crr eilt, ihre Mahlzeit? - nsolge dieses Best' ■ uschen dem Harr" ierstasel, und hfflV siziere txuga tyrtn bti bm wie Brests ch verletzt wuck:
■ den LMnw dn nt F., der dem (w- itn Frau) in Bann ai . d'Ärs bei einein fr- ox w einem andem Cr letztere eine MN de er von dem W '• eitsche gezüchtigt- U inifterÄnbre auf, bitennc-: um den Quälereien, in gewißen GamjmN' den ausgesetzt M ein
Die rechte üj erjtrrf MtinobrWt ist w in btn Tibrr gk „bjeftart »ata . D^et Bewegung W®
HrDährangsstöriingen der Kinder
| _ glanzende Erfolge erzielt Zu haben in Apoth. u. Drogerien.
•LI Bauer & Cie^ Berlin SO. 16.
>Il niÄj orllqeschäft zu betrachten sei. Die Kammer, als Be-
chtern in??n' fyifc riifcjd gsinstanz, spricht Pl. ebenfalls von Strafe und Kosten aewok,r. "Mlijnci Drei vorbestrafte Burschen im Alter von eit rit? / °i>er 21 25 Jahren nehmen nun auf der Anklagebank Platz,
un ct) wegen schwerer Körperverletzung zu verantworten. .W bericht-«. e(';' EÄ- ld dies der Kellner Karl M u ch a, der Maurer Gust. , EU Nadfabr^ i und der Schreiner Christian Weber, denen zur ^stigten. La,ft gelegt wird, am 23. September zu Tornassenheim
Ut auch rl*tt Ciw -chlossergesellen aus Nieder Florstadt mit Messern
>alomon n u i'- e- fet und gesundheitlich geschädigt zu haben. Wie die übe Mao . n« Ausnahme ergiebt, ist der Verletzte überfallen, durch
h. V e,n solche» l->" Messerstiche an Kopf und Hals seiner Besinnung bc- Qnlltiotteb J' imt-ibl worden und etwa drei Wochen arbeitsunfähig ge- Forderung gh Tie Angeklagten erhalten eine Gefängnisstrafe von
mitten»taimT 3. Dezember. (Fr. Zig.) Dor dem Schwurgericht L^.^BeztrkS!^ normt ^ntewegm V^brechenS im Amte der 23 Jahre alte Post- ^rgetschast. ipmt Friedrich Keller aus Ulrichstein, zuletzt am Postamt.
(allgemein an dic^ «n B Sing en. Der Angeschuldigte, der in Butzbach die Realschul- aber ebfiiMilte, kam im Jahre 1893 zur Post. Er war in Darmstadt,
an öonbetmtttr Fvf»lsu« und zuletzt in Singen thätig. N-ch Singen brachte er inn jint.ar d. 38., aI8 er dorthin versetzt wurde, 600 Mk. Schulden mich Um nun diese Last los zu werden, unterschlug er von April bi?! juli eine Reihe von Posteinzahlungen. DaS Gericht ver- urfl.dlU ihn zu einem Jahr Gefängnis und sprach ihm auf die D.'i un rum drei Jahren die Fähigkeit ab, öffentliche Aemter zu
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Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer.
Steckbrief.
'Etzen den unten beschriebenen Mwlelier Ludwig Kuhlmann der 7", Kompagnie Infanterie-Regiments öWer Wilhelm Nr. 116, welcher RNin ist, ist die Untersuchungshaft MW Verdacht« der Fahnenflucht vnBagt.
^4 wird ersucht, ihn zu verhaften uirö an die nächste Militärbehörde Weitertransport hierher ab- zrMsern.
öießen, den 1. Dezember 1900. von Dewitz,
QM und Regiments-Kommandeur. Schreibung: Alter: 20 Jahre.
; 1 m 64,5 cm. Statur: gMl. Haare: schwarz. Rase: gMhrilich. Mund: gewöhnlich. Bart: fei^». Schnurrbart. Sprache: deutsch, öesundere Kennzeichen: Tätowier- ius.g. Stern auf linker Hand, Arm- b-ftüib um Handgelenk, längs des Mm-s Schlange und eine Ftauens- pwfon auf Fußsp tze stehend. 7823 «lei^dung: Civil, Uniformsunterhose. '6a M* C !«h«.e Knoche«) ä Pfd. SOSßfg. empfiehlt 05118
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Theater-Verein.
4. Vorstellung
Mittwoch den 5. Dezember er., 8 Ihr pünktlich.
Ein Volksfeind.
Schauspiel in 5 Akten von H. Ibsen. 7770
Gast: Arthur Bauer, Frankfurt.
Blllets in der Musikalienhandlung Ernst Challier (Rudolphs Nachf.).


