Genres, die in den letzten Jahrhunderten an der « rercherung des menschlichen Wissens gearbeitet Blarse Pascal. Obgleich er schon im Alter von 39 Än' starb, hat er auch außerhalb seiner eigentlichen 9ßi?{pn schatt praktische Leistungen von großer Tragweite au werfen, zu denen neben der Konstruktion der noch K überall benutzten Form des Schiebkar»cns auch die des Omnrbus zu rechnen ist. Im Jahre 1661 ließ er Ä Wagen bauen, um sie in Paris auf verschiedenen l, strmmten Strecken verkehren zu lassen. Zur Ausiübrn» dreses Planes verband er sich mit einigen einflußreiü Freunden, darunter dem Herzog von Roannes hin % miar 1662 erhielt er vom König einen Patentbrief, in hi» es hieß: „Diese Wagen sind bestimmt für die Becmem lrchkert einer großen Zahl in ungünstiger Lage befin kicher Personen, z. B. solcher, die oft auf das (&Ä 3u gehen haben, dann Schwächlichjer und Kranker h tte doch nicht die Mittel besitzen, sich im Tragstuhl ob? m einer Karosse befördern zu lassen, weil diese ein ob* zwei Pistolen täglich kostet". Diese ersten Omnibusse Warin aber noch nicht für jedermann benutzbar, da man \vh damals im Zeitalter der Privilegien befand- QL geschlossen von ihrer Benutzung waren laul köniqlictier Verordnung Soldaten, Pagen, Lakaien und andere Lenke in Livree, sogar Handwerker und Lastträger. Pascal Mm an der Entwickelung des Omnibusverkehrs ständig aro^ Interesse und hinterließ dem Unternehmen auch emrdv trachtliche Summe als Stiftung. Nach seinem Tode es trotzdem aus verschiedenen Gründen bald in Schwiena kerten und ging nach einem 16 jährigen Bestände 16?8 em. Ein ähnlicher Versuch wurde erst viel später 18i-> in Bordeaux gemacht, dann 1821 in Nantes und endlick 1827 in Paris. Diesmal wurden die Wagen eudgiltia jedermann zugänglich gemacht, und seitdem haben ji? chren Namen Omnibus, d. h. „für alle" erhalten.
Höchstseiner Anerkennung die mitfolgenSe, mit den Initialen des Namens Sr. Königl. Hoheit versehenen Nadel zu übersenden".
FC. Frankfurt a. M., 3, Dezember. Mitte Dezember wird sich die geplante Kohlen-Einkaufs-Gesellschaft für das Main-Rhein-Gebiet definitiv konstituieren. In einer von 80 Vertretern von Kohlenkassen besuchten Versammlung erstattete der Vorsitzende der zur Vorberatung eingesetzten Kommission, Dr. Stein, Bericht. Das Stammkapital soll mindestens 20,000 Mk., die Stammeinlage des einzelnen Gesellschafters mindestens 500 Mk. betragen, wovon mindestens 250 Mk. eingezahlt werden müssen. Kleinere Kohlenkassen sollen, um ihnen die Stammeinlage zu erleichtern, emen etwas höheren Preis zahlen, und der dadurch erzielte Mehrbetrag soll ihnen unverzinslich gutgeschrieben werden, bis er die Höhe einer Stammeinlage erreicht hat. Mit einer Zeche sind bereits Unterhandlungen angeknüpft worden.
•* Kleine Mitteilungen aus Hesse« und den Nachbarstaaten. In Nieder-Wöllstadt wurde der seitherige Bürgermeister Weith einstimmig wieder gewählt. — Der preußische Eisenbahn - Minister von Thielen hat die projektierte Bahnstrecke Mainz —Wiesbaden besichtigt wegen des von der Stadt Mainz erhobenen Protestes. — Im kommenden Jahr läuft die Wahlperiode des Oberbürgermeisters Dr. Gebeschus in H a n a u ah. Die städtischen Behörden haben beschlossen, von einem Ausschreiben der Oberbürgermeisterstelle Abstand zu nehmen und das Gehalt des Oberbürgermeisters bei der Wiederwahl um 2000 Mk. zu erhöhen. — Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, die Trace der Ebsdorfer-Bahn abzustecken. Hoffentlich wird nun auch bald mit dem Bahnbau begonnen. — Der christliche Arbeiterverein Hanau beschloß in seiner am Samstag abgehaltenen Monatsversammlung, sich mit einer nennenswerten Stammeinlage an dem Fonds zum gemeinschaftlichen Kohlenbezuge der Kohlenkassen des Main-Rheingebietes zu beteiligen. — In Düdelsheim war Donnerstag Morgen gegen V24 Uhr in der Hofraite des Schreiner Preußer Feuer ausgebrochen, ein Stall wurde vernichtet. — Ein Einwohner von Mainz hatte den Beruf seines zweijährigen Kindes folgendermaßen eingetragen: „Trinkt viel Milch und schreit nachts dermaßen, daß man nicht schlafen kann." — Bei Prüfung der Pläne für die Erbauung einer Bahn von Mainz nach Wiesbaden haben die Stadt Mainz, die Handelskammern, der Verein Mainzer Kaufleute,
der Gartenfelder Verein, die Militärverwaltung, der Kreisausschuß des Kreises Mainz und die Süddeutsche Eisenbahngesellschaft Protest erhoben. — Bei der Einweihung der Eiftnbahnbrücke hatte der Mainzer Oberbürgermeister Dr. Gaßner eine Unterredung mit dem Eisenbahnminister von Thielen. Nach den Mitteilungen des Eisenbahnministers ist begründete Hoffnung vorhanden, daß der Protest gegen die projektierte Bahnlinie Berücksichtigung findet. — Auf den Gärtnergehilfen Schultze in Wiesbaden, der vor acht Tagen von drei Männern überfallen und geknebelt wurde, ist in der Nacht von Samstag auf Sonntag fast an derselben Stelle abermals ein Attentat verübt worden. Er erhielt einen wohlgezielten Revolverschuß in der Herzgegend; die Kugel prallte zum Glück an der Hosenträgerschnalle ab. Schultze stürzte sich mit einem Schlagring auf den Angreifer, der aber entkam, nachdem ihm beim Ringen eine Ueberziehertasche ausgerissen worden war.
Kunst und Wissenschaft.
Berlin, 4. Dezember. Ein Schriftsteller von hohen Gaben, ist soeben in der Blüte der Jahre wie der Kraft von einer rasch anstürmenden Krankheit hinweggerafft worden. Ludwig Jacobowski ist von einem hitzigen Fieber hinweggerafft worden. Im dreiunddreißigsten Lebensjahr (geb 21. Januar 1868 in Strelno) scheidet Jacobowski aus der Fülle eines reichen, vielgestaltigen Schaffens. Er war u. a. mit Dr. M. G. Conrad Herausgeber und Redakteur der „Gesellschaft" (E. Pierson's Verlag in Dresden.)
Vermischtes.
* Der Erfinder des Omnibus. Nicht nur bei uns in Gießen, sondern in ganz Deutschland schätzt man den Omnibus als lieben Bekannten. Wer weiß aber heute noch, welchem Manne die schöpferische Idee zu danken yt, Wagen zur Benutzung für jedermann auf bestimmten Straßenstrecken verkehren zu lassen - — In Paris, wo man dem Gefährt noch immer ein fast zärtliches Interesse widmet, hat man bis jetzt geglaubt, daß das Geburtsjahr des Omnibus auf etwa 1820 fiele. Das ist aber ein dicker Irrtum, der umsomehr eine Berichtigung verlangt, als der thatsächliche Erfinder des Omnibus ein hoch- beruhmter Mann gewesen ist, ein Mathematiker und Physiker ersten Ranges und überhaupt eines der vielseitigsten
, Verdauung und reger Appetit zählen mit zu da
wesentlichsten Lebensbedingungen, von denen das Wohlbkfinden bei Menschen abhängt. Eine große Anzahl von Krankheiten ist aus «et dauungsstörungen und schwächlichen Magen zurückzuführen, sodaß die Darreichung von gewöhnlicher, gemischter Kost nicht angängig ist. Hier ist darauf zu achten, dem Magen eine eiweißreiche Nahrung in möglichst konzentriertem Zustand zuzuführen und gleichzeitig in einer Form, i, welcher dieselbe vom Organismus rasch und vollständig ausgenommen wird. Em derartiges, vorzügliches Kräftigungsmittel mit hohem Nährwert ist die aus Fleisch hergestellte, völlig geschmacklose Somatose. Dieselbe enthält, neben einigen, für die Ernährung wichtigen Salzen deS Fleisches, über 90pCt. Einweißstoffe und zwar in einer Form, in der sie direkt in den Organismus übergehen, sofort an der Ernährung teilnehmen und somit in kürzester Zeit zur Hebung der Körperkräste beitragen können.
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