Ausgabe 
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Getreidearten, von Hölzern und Mineralien, die aus jenen unendlichen Gebieten stammen, welche die Bahn erschließen wird, einen völlig neuen Faktor in den Weltverkehr bringend und in wirtschaftlicher Beziehung wahrscheinlich Umwälzungen hervorrufend, die sich heute in ihren vielen Einflüssen noch gar nicht ermessen lassen.

Auch des Schul- und Kolonisationswesens ist gedacht worden, der Ansiedelungen der Zwangsverschickten, der Sträflingsthätigkeit in den Minen, der neuen Dampfer­verbindungen auf Strömen und Seen man fühlt ordent­lich, daß hier, möchte man sagen, ein neuer Weltteil auf- gethan wird, von dem man bisher so wenig Richtiges und so vieles Falsche vernommen!

Eine ganz andere Szenerie plötzlich in jenem Saale, der uns die nördlichsten asiatischen Länder veranschaulicht: die Wände sind zum Teil mit den seltensten Fellen bedeckt, mit den Waffen und Gerätschaften der Samojeden, mit gemalten und plastisch wieder gegebenen Episoden ihres Thuns.und Treibens, das wir auch in zahllosen Heineren Darstellungen kennen lernen, daneben in ihren von Renn­tieren gezogenen Originalschlitten, in den lederbezogener! Eanoes, in der Ausbeute ihrer Jagden. Und welch' eine Ausbeute! Eisbären von erstaunlicher Größe, Wölfe, Schnee- und Blaufüchse, Ottern, Hermeline, Zobel, dann Raubvögel jeder Art, Robben, Fische re. Bon der ver­schwundenen Tierwelt aber berichten uns die ungeheuren Zähne des Mammuth, fünf und sechs Meter lang, aus­gezeichnet erhalten in den Thon- und Eisschichten jener Gebiete, über denen der russische Doppelaar herrscht.

Wieder ein überraschend neues Bild im Nebensaale: hier hat Fürst E. Uchtomsky, gleich hervorragend als Forscher, Schriftsteller und Publizist, seine umfassenden! buddhistischen Sammlungen, die er auf vielen mühseligen und gl ährlichen Reisen aus den Grenzgebieten der Mon­golei und Mandschurei wie Tibet's heimgebracht und die einzig in ihrer Reichhaltigkeit und wissenschaftlichen Be­deutung sind, zur Schau gestellt. In seinen verschiedenem Vertretungen und geschichtlichen Abstufungen lernen Iwir den Buddha-Kultus kennen, hauptsächlich in einer Fülle Buddha- und buddhistischer Götter- und Heiligen- Figureu, aus Gold, Silber, Bronze angefertigt, ost von bewundernswerter Arbeit, die das Erstaunen der Künstler und Kunstverständigen erweckt. Wenn einzelne dieser auf ein ehrwürdiges Alter zurückblickenden Buddha-Gestalten, mit dem mild-versöhnenden Lächeln in den erzenen Zügen erzählen könnten welch' eine Vergangenheit würde vor uns erstehen, welche Tiefe religiösen Lebens, welche Rein­heit menschlichen Empfindens würden wir kennen lernen!

In demselben Saal sind noch in der gleick-en Weise, wie im vorerwähnten, die Völkerschaften von Irkutsk und Tobolsk vertreten, dann die in kaiserlichem Besitz, befindlichen, aus Sibirien stammenden Mineralien, teils im Rohzustande, teils zu Vasen, Tellern, Schränkchen usw. verarbeitet, darunter ganz wunderbare Stücken von unbe­messenem Wert. Und, die Säle verlassend, an einer Ko­lonie russischer Blockhäuschen mit zahllosen Gegenständen der russischen Hausindustrie, des Kunstgewer

Der Hauptmoschee in Samarkand nachgebildet ist und mit Ihren blau-grün-weißen Fliesen prächtig wirkt.

Und treten wir ein in den Saal, so fällt unser Blick sogleich auf ein vortrefflich gemaltes, die große Rückwand einnehmendes Panorama dieser Samarkander Moschee mit dem farbig-wechselvollen Getriebe davor, mit dem bunten Karawanen- und Bazarleben, das uns auch in seitlichen Bildern geschildert wird. Was diese Karawanen fortführen, was das Russische Zentral-Asien an Schätzen aller Art birgt, was sein Boden hervorbringt, seine Wal­dungen beherbergen, seine Einwohner Herstellen, das wird uns hier in umfassendster Weise vor Augen geführt, und zwar in geschicktester Aufstellung und in einem prächtigen dekorativen Rahmen, aus wundervollen Teppichen, gus- erlesenen Fellen und Waffen, welche die Wände bekleiden, sowie aus leichtesten Seiden- und Baumwollstoffen be­stehend, die oben baldachinartig von den Decken hernieder- työngen, während unten an verschiedenen Stellen aus schweren Teppichen 'halboffene Zelte hergestellt sind, in denen Bucharer und Turkestaner, in bunte, faltige Ge­wänder gehüllt, breite Turbane aus weichen Wollenstoffen auf den dunkelgebräunten Köpfen, hocken, teils als Staf­fage dienend, teils als Wache inmitten der Seltenheiten und Kostbarkeiten. Unter den letzteren sind von höchstem Wert und Interesse die dem Emir von Buchara gehörenden Gegenstände, jene goldnen und silbernen, edelsteingeschmück­ten Waffen, auserlesene Schmucksachen von künstlerischem Geschmack und meisterhafter Arbeit, Rüstungen, Sattelzeug, Seiden- und Brokatgewänder, die von goldenen Stickereien starren, silbereingelegte Schränke und Truhen, Gerätschaf­ten des Haushalts und der Reise, alte seidengewirkte Teppiche von schillerndem Glanz, und derart mehr.

Ein rechts liegender Saal ist dem Kaukasus gewid­met, -auch hiev ist .besondere Bedeutung den,' Bodenprodukten, den Mineralien und naturgeschichtlichen Sammlungen bei- flelegt, daneben lernen wir Land und Leute in Gemälden, Photographieen, Modellen, plastischen Gruppen kennen, die fruchtbaren Gebiete wechseln ab mit den starren eisum­hüllten Gebirgsspitzen, auf deren schmalen Pfaden Sol­datentrupps patroullieren oder die Regierungsbeamten be­gleiten. In einem benachbarten Saal werden wir mit der Petroleum- und Naphta-Gewinnung in Baku vertraut ge­macht, große Wandgemälde schildern uns Landschaft und Gebäude, unter denen nicht der Tempel der Feueranbeter fehlt, und zahllose Modelle der industriellen Anlagen ver­anschaulichen uns den Betrieb der letzteren aufs ein­gehendste.

Die vom Hauptsaal links liegenden Räume führen uns na chS i 6 i r t en und den nördlichsten Gebieten Russisch-Asiens, wobei ein breiter Platz der Großen Sibirischen Eisenbahn Vorbehalten ist. Auch hier ist aufrich­tige Anerkennung dafür zu zollen, in welcher klaren und übersichtlichen Weise durch Karten, Pläne, Abbildungen, durch Modelle der Brücken, der Ueberwindung aller Boden­schwierigkeiten, der Bahnhöfe usw. das gewaltige Werk uns vor Augen geführt wird. Und des letzteren Bedeutung wird verstärkt durch die Sammlungen von Früchten, von

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des, der Gebrauchsthätigkeit, der kirchlichen Kunst, )oro.e einer sehr interessanten figürlichen Darstellung des Haus­halts einer Bojaren-Familie des XVI. Jahrhunderts vorbei­wandelnd, gelangen wir noch einmal nach Sibirien: in einer Halle sind mehrere der großen Waggons der Sibi­rischen Eisenbahn aufgestellt, bequem und praktisch eingerichtet.Trains Transsibiriens. Voyage de Moskoa a Pekin" steht draußen, und wenn wir auf den Polstersitzeir Platz genommen, ziehen in trefflichen Wandelbildern die Gegenden an uns vorüber, von Moskau bis Peking.Aus- steigen, Peking!" ja, sind wir denn, nicht nur im. Bilde, sondern wirklich im Reiche der Mitte angelangt? Grelle Tempelbauten ragen vor uns auf, zu ihren Füßen liegen chinesische Häusck)en, in denen bezopfte, in lange Seiden­gewänder gekleidete Handwerker und Verkäufer thötig sind, die kurzaehackten chinesischen Laute schlagen an unjer Ohr, wir sind in China, in China auf der Pariser Welt- Ausstellung !

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