1692
Jahrgang.
1890
1891
1892
1893
1894
1895
1896
1897
1898
1899
Von den
Einwohnerzahl.
20 570
20 800
21 100
21 600
22 100
22 700
23 200
23 700
24 100
24 500
Verstorbene Einheimische. 391 350 330 396 290 302 303 340 304 307
+ Holzmuhl (Kreis Lauterbach), 2. März. Herr Beigeordneter Förster dahier hat das Amt eines Beigeordneten niedergelegt, und muß deshalb demnächst eine Neuwahl stattfinden. Der Grund dieser Amtsniederlegung soll Ueberhäufung durch geschäftliche Arbeit fein; Herr Förster betreibt nämlich neben seinem Ackerbau noch ein Drehergeschäft.
•* Neber den CivUversorgungsschein wird offiziös geschrieben : In den Kreisen der Militärinvaliden sind vielfach irrige Ansichten über die für die Verleihung des Civil- versorgungsscheiues maßgebenden Verhältnisse verbreitet. Demgegenüber darf darauf hingewiesen werden, daß die Militärverwaltung niemals im Zweifel darüber gewesen ist, daß nur die als dauernd versorgungsberechtigt anerkannten Invaliden auf den Civilversorgungsschein Anspruch haben, weil in der Gewährung des Scheines eine dauernde Versorgung gegründet ist. Dies ist auch seitens der Gerichte anerkannt. Um aber jeden Zweifel auszuschließen, ist eine entsprechende Bestimmung in die Militärpensions-Novelle vom Jahre 1893 ausgenommen worden. Der Civilversorgungsschein wird ferner nur solchen Personen erteilt, welche zur Wahrnehmung einer Beamtenstelle körperlich tauglich erscheinen. Werden sie in einzelnen Fällen trotzdem wegen ihres Körperzustandes von den Anstellungsbehörden abgewiesen, so werden sie nachträglich als untauglich zur Verwendung im Civildienft anerkannt und erhalten die Zulage für Nichtbenutzung des Civilversorgungsscheines. Hierbei wird auch vom Ablauf der allgemein für die Erhebung der Ansprüche auf Entschädigung vorgeschriebenen einjährigen Frist nach erfolgter Aushändigung des Scheines in denjenigen Fällen abgesehen, in denen festgeftellt wird, daß die Untauglichkeit schon vor dem Ablauf der Frist bestanden hat. Dazu wird mitgeteilt, daß bereits von der zuständigen Stelle eine organische Neuordnung der Militärversorgungs- i gesetzgebung in Angriff genommen ist.
toenbet wurden zc. Die Denkschrift soll dem Kirchenregiment als Grundlage für seine Verhandlungen mit dem Ministerium Zur Verfügung gestellt werden, auch an das Staatsministerium und Synode abgegeben werden. Das Kirchenregiment wird gebeten, behufs rascher und gründlicher Erledigung der erforderlichen Arbeiten geeignete Verfügungen an die Pfarreien ergehen zu lassen. — Der Antrag wird dem Finanzausschuß überwiesen.
Die Vorlage bttr. Voranschlag wird zuletzt im ganzen angenommen.
Im Mittelpunkt des Interesses steht die Interpellation des Synodalen Wahl-Langen, betr. die Katzen- und Geflügel-Ausstellung in Darmstadt am Karfreitag und Bußtag.
Änorbnung em kalendarischer Fehler nur zu Grunde; an c .vose Absicht glaube man nicht, weil man von Ehrerbietung fCL Es wäre das Schönste, wenn die Aussteller infolge der heutigen Aussprache veranlaßt fühlen würden, £U öerfudjen, eine Verlegung herbeizuführen. Er sprach diesen Wunsch aus, dessen Erfüllung etwas versöhnen würde. @r wünsche ein kräftiges und wirksames Echo den Tönen, bte er habe anschlagen müssen. (Lebhafter allgem. Beifall.) «r.c-^^daler Eger Darmstadt bestätigt, daß eine böse Absicht, bei den Ausstellern nicht vorhanden gewesen sei. pn wetten Kreisen Darmstadts sei die Festsetzung des Termins für die Ausstellungen schmerzlich empfunden worden. —
Mehrere Synodalen sprechen noch zu der Resolution und stellen das völlige Einvernehmen der Synode in der Auffassung der Sachlage fest. —
f mrAicrarUf toirb bie Beratung und zugleich die Synode selbst durch den Präsidenten geschlossen.
Dan-et und Verkehr. Volkswirtschaft.
Grünberg, 3. März. Fruchtmarkt. Weizen 15,08—00.00, Marl, Korn 15,00—00Mk., Gerste 00.00—00,OOMk., Hafer 13,26—13 30, Marl, Erbsen 00.00—00.00 Mk., Linsen 00 Mk.
Frankfurter Börse vem 3. Märe
"Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. März 1.30 o/o, do. per ult. April 2.30% Diskonto Kommandit| per ult. März 1.3O’/o, do. per ult. April 2%. Lombarden per ult März 0.80%, do. per ult. April 1.10%, do. per ult. Mai 0.00, Deutsche Bank per ult. März 0 00.
Kotierungen: Kreditaktien 234.70-30-40, Diskonto - Kom- mandit 197.90-50-60-40, Staatsb. 139.30, Gotthard 143.60, Lombarden 29.60-00, Ungar. Goldrente 98.20, Italiener 95 20-10, Sproz. Mexikaner 26.30, Oesterr. Coupons 84.%, Amerik. Coupons 4.19%. Privat-Diakont 5%%.
1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 234.50-40, Diskonto-Kommun- dit 197.40-50, Staatebahn 189.40, Lombarden 29.40.
Sterblichkeitsziffer.
19,00 o/M 17,01 „ 15,64 , 18,57 , 13,12 , 13,30 , 13,17 „ 14,35 „ 12,60 „
I oder 22,6 pro 1000 Einwohner, weil etwa 400 Neugeborene airt. wartrger Mütter die Stadt nach kurzer Zeit verlaßen.
Todtgeboren waren außerdem 11 Knaben und 17 Mädchen iu- ! sammen 28 gegen 38 im Vorjahre. " ’u'
qqo Gesamtzahl der Verstorbenen betrug 519, hiervon waren 282 männlichen und 237 weiblichen Geschlechts.
unsere Betrachtung der Sterblichkeitsverhältniffe der Stadt SLx ?on dieser Summe der Toten alle diejenigen auszu.
Wben, welche m den Universitätskliniken von Auswärts eingetreten roaren, um Heilung zu suchen, sowie solche Personen, welche zufällig hier 212^ ansässig zu sein. Wir haben bei gewissenhafter Auswahl
ffir.i!%\SrtodIre^bcr Stählt, nach deren Abzug als verstorbene ? 0 7 bleiben. Diese Zahl bleibt hinter dem Mittel der ?7 iurürtei nh K°7^nen 9 Jahren, welches 334 beträgt, um K,UI?n^ last dieselbe wie m den Jahren 1898, 1896 und 1895 mit ]c 304, 303 und 302 Todesfällen
»iffpÄ9;^- 92"Ager ®eifc ftdIt auch die f. g. Sterblichkeits-
; 11 ^Zahl der Todesfälle auf 1000 Lebende heraus: sie war 12'6.pro Mille und berechnet sich für das Berichtsjahr bei SÄ*:™ Zk.v°lkerungszahl von 24 500 inklus. 1800 Mann ^r?rLI^a3J,r0 Mit Einbeziehung der Ortsfremden würde ßtrnS1 6 l?feit83lSer °uf 21,14 pro Mille, etwa der Mittelzahl für daS Großherzogtum entsprechend, sich erhöhen. '
lebten ^Dezeimiums gibt eine Uebersicht über die Sterblichkeit des
«*
W* @tab
«'e<8 bei AU- q|oiih
,eetb,e. ,»
3« * 5a" $ i Die KM«, 2 3n «
Aöhnel»
3. StzüM fr? berg" P R
14. b. M a?
„Nf* o SesW begrü- M« 3-
4. BeOch der d AW: Alleimg j* daßlbst.
Gießen, bett 2
Oberkonsistorialpräsident Buchner beantwortet die Interpellation. Das Oberkonsistorium habe vor Eindringen der Interpellation und unabhängig von ihr sich motiviert an das Großh. Ministerium des Innern gewandt und gebeten, dahm zu wirken, daß die fraglichen Ausstellungen mgo&en mürben. — Es bestehe gewiß keine Meinungs- verschiedenhett zwischen Oberkonsistorium und Synode bezüglich der Beurteilung der ganzen Frage.
Synodaler Bernbeck-Staden beantragt Besprechung bet Interpellation; der Antrag wird angenommen.
©globaler Wahl-Langen: Er danke sehr für die Eröffnung vom Tisch des Kirchenregiments; er habe es auch gar mcht anders erwartet, als M unsere Kirchenbehörde sua eponte vorgehen, und und das Gefühl des Hessenvolkes vertreten und zum Ausdruck bringen würde. In der Er- fldrung des Oberkonsistorialpräsidenten habe er die Aus- runft oermißt welchen Erfolg das Schreiben gehabt habe. — (Oberkonsistorialpräsident Buchner: Wir haben nichts Werter gehört.) — Daraus dürfte hervorgehen, daß die Hoffnung auf einen praktischen Erfolg wenig begründet sei Gleichwohl sei eine Besprechung der Interpellation nützlich und notwendig. Die Polizei wollte er nicht in Bewegung setzen • es gebe Dinge, bei denen sie nicht helfen könne, da wo es sichumdie 3mponbera£nhen des öffentlichen Gewissens handle, um die
c^^blnung, die erzogen werden müsse. Ein Stück PflKerfüllung. b? Synode sei es, das Gewissen des Volkes $u scharfen, die öffentliche Meinung, die im Geräusch des ^es etwas schwerhörig werde, wieder lebendig zu machen. A Esse gestehen, bte Sache fei, auf den ersten Blick an-' Meinend bedeutungslos und harmlos; dem sei aber nicht fo; man brauche nur die Preßäußerungen, auch außerhalb H^'ibus zu lesen; in viele evangelische Häuser fei bereits b" Sache heremgetragen. Die Preßäußerungen zeigten beutUch, in welcher Lage sich eigentlich die Vertreter einer ?"stuchen Weltanschauung befänden. Jede Richtung werde ^ute toleriert, alles dürfe sich frei äußern, auch das Un- ! glaublichste, wenn sich aber die christliche Religion oder gar evangelisches Empfinden rege, da schelte man auf die Zeloten, Die dummen, thörichten Eiferer; man sei entrüstet und werfe fte zum alten Eisen, als ob sie nicht verständen, was unsere Zeit verlange. Für alles solle Raum sein, für unsere evangelische Kirche, gelte aber anscheinend der Satz: non licet V09 6886! Das solle nicht abhalten, ganz offen zu sprechen. Gegen die Ausstellung selbst sage er nichts. Der Vorsitzende der Ausstellung habe geltend gemacht, die Säcke sei harmlos, die Ausstellung werde erst nach dem Gottesdienst eröffnet. Darauf komme es nicht an. Der Kern der Sache fei für unser aller Gefühl, daß Dinge zusammengestellt würden, die nicht zusammengehörten. Karfreitag und Katzenausstellung passe ihm ebensowenig zusammen wie Bußtag und Geflügelausstellung. Hier werde die Bevölkerung aufgefordert, ihr Interesse Dingen zuzuwenden, die mit den Tagen nichts gemein hätten. Diese Tage sollten ganz bestimmten Gedankenkreisen des Volkes gewidmet sein. Man Esse verlangen, daß man Gefühle achte und würdige; wir Evangelische wollten uns nicht unseren Karfreitag antasten lassen, der Tag solle ein Gemeingut unseres Volkes fern! Nun komme das Schmerzlichste für ihn, daß der Landesherr das Protektorat übernommen habe (Präs. Dr. Weber erinnert daran, daß die Person des Landesherrn aus der Diskussion fern bleiben müsse); er wolle nur sagen, daß bei der jetzigen Sachlage unser Volk nicht verstehe, was sich vor feinem Auge vollziehe. Er glaube nicht an den bösen Willen der Aussteller, aber auch den Schein müsse man meiden. Wieviel Grund habe doch das hessische Volk, sich darauf zu besinnen, was ihm das Kapital evangelischen Glaubenslebens in seiner Geschichte genutzt habe. Er dürfe daran erinnern, daß unsere Landesfürsten eS von jeher verstanden und gewürdigt haben, was dieses Kapital bedeutet und unserem Volke geholfen habe in Zeiten schwerer Not. Er dürfe gewiß betonen und aussprechen, daß der Mann, der gegenwärtig Schirmherr unserer Kirche sei, durchaus die Traditionen seiner Vorfahren kenne und nicht gewillt fei, baö K^ital evangelischen Glaubensgefühls in unserem i »Dlte antQften zu lassen. — Aber die Gefahr liege vor, i bay die zarte, wenn auch zähe Pflanze evangelischen Lebens | bebrogt werde. Dagegen müsse die Synode ihre Stimme erheben. I
• ei doch so manches geschehen, was in dieses Sapitel hineingehöre. Er erwähne die Thatsache, daß man
“n Theaterstück aufgeführt habe von geringem ^''Nsittlicher Beziehung nicht unanfechtbar; ba8 .empöre das Gefühl, möge man auch die Kunst nicht gehemmt sehen, die freilich ihre Freiheit vielfach mißbrauche; et erinnere an bje griechisch-katholische Kirche auf ragender $6^, em Anblick, der schmerzliche Empfindungen wachrnfen Este; er erinnere daran, wie man sich recht laut darüber verwundert habe, als Tage lang ein Bild den Bewohnern Darmstadts gezeigt und zum Verkauf angeboten wurde auf dem man den Repräsentanten evangelischer Anschauung'dar' gestellt fand mit einer griechisch-katholischen Weihekerze in der Hand. Nun kämen neue Verletzungen hinzu, das sei zu viel; es habe alles seine Grenzen, auch das Schweigen- er glaube betonen zu müssen: man würde uns nicht verstehen, wenn wir schweigen würden. — Vielleicht liege der 1
Lokales und Provinzielles.
en- $on Universität. An Stelle des nach ordentlichen Professors der Physik I rst der außerordentliche Professor an der
I Umtierjitat Leipzig Dr. Drude berufen worden.
l . ^^^^"tenfahrt nach Paris. Auch inaka- I ^Mischen Kreisen zeigt sich ein lebhaftes Interesse für stt°^^bltausstellung. Zum Zwecke einer gemein- I "ach Paris hat sich in Berlin
I iU p Dozenten und Akademikern ein Komitee gebildet, wel- I ches bereits umfassende Vorbereitungen für eine am 3. Juli I unternehmende Fahrt nach Paris getroffen hat. Wie I wir aus dem uns vorliegenden Programme ersehen, ist
Aufenthalt von acht Tagen in Paris festgesetzt. Da bad Komitee Einladungen an alle Universitäten Deutsch- ^LerÄCn ‘l-6' bürste diese Exkursion wohl zu den starrsten zahlen, die nach Paris unternommen werden. Die Vrrangemente für diese Fahrt sind der Internationalen n / VerPflegungsgesellschafL „Courier" in Berlin, I Hir11^'Übertragen, wohin auch alle Anfragen I Ur und Informationen zu richten sind.
1 fPif Klenda. Wie aus dem Jnseraten-
wird IN einigen Tagen das aus früheren Jahren in Gießen rühmlichst bekannte Wallenda-Theater auf Oswalds Garten eine Reihe von Vorstellunaen S.eben- Mr verfehlen nicht, heute schon auf die anerkannt künstlerischen Leistungen dieser Gesellschaft hinzuweisen.
" Au sämtliche Turnvereine der deutschen Turnerschaft tfftm Auftrage des französischen .'Handelsministeriums die Aufforderung ergangen, sich an dem großen internationalen Wettstreit auf dem Gebiet der Leibesübungen und des Sports I zu beteiligen, welcher am 29. und 30. Juli d. I. auf dem ™ÜJS!” ber Weltausstellung veranstaltet werden soll. I 20000 Franks beträgt die Höhe der den Siegern zufallenden I Preise, welche in Kunstobjekten, Medaillen und Diplomen | bestehen. In dem sehr herzlich gehaltenen Schreiben heißt I eö zum Schluß: „Sie dürfen versichert sein, daß Sie in I unserem schönen Paris den freundschaftlichsten und herz- I lösten Empfang finden werden. Alle unsere Anstrengungen I werden darauf gerichtet sein, Ihnen den Aufenthalt Hierselbst I fo angenehm wie möglich zu machen, so daß die Turner I aller Nationen bei ihrer Heimkehr in das Vaterland eine I unvergängliche Erinnerung aus Paris mit nach Hause I nehmen werden."
u Erwachsene starben zwischen 15 und 60 Jahren 92, im Greisen- I zusammen 181, sie erreichten im Mittel ein Alter von
& 7Cn vorausgegangenen Jahrgängen resp. 54,6 80b an 9» ^b-nsiahr hatten überschritten 38 Personen, das den Krankheiten, welche zum Tode führten, interessieren zu- I nächst bte ansteckenden, bte Infektionskrankheiten; sie waren Todes- I Ursache m zusammen nur 9 Fällen (gegen 16 im Vorjahre', unb zwar I starb etn Kmb an Masern in einer von 1898 ins Berichtsjahr herüber- I gretfenben Epibemie, zwei an Scharlach unter 90 ber Behörde ge- I meldeten Krankheitsfällen und drei (sechs in 1898) an DiphtheritiS I von 46 Erkrankten, die uns bekannt geworden find. Die Scharlach- I eptbemte begann schon im Dezember 1898 unb erstreckte sich über die I Jahresbauer, die Dtphtherie war weit weniger häufig in ber I Stabt aufgetreten rote im Vorjahre.
•rx Zwei-Kinder (4) sind dem Keuchhusten erlegen, unb 1 Säugling ist an Rose gestorben. 90
2In Unterleibstyphus erkrankt waren 2 Personen, eine mfatert von auswärts ist genesen, 1 Mann erkrankte im Dezember und jtar6 «n Januar bes laufenben Jahres; bemerkenswert ist für ben letzteren Fall baß bte betreffenbe Wohnung nicht an bte Quellwaffer- kttung angeschlossen ist, sonbern aus einem Pumpbrunnen int Garten rhr Tnnkwasser bezieht.
An Ktnbbettfieber ftnb 4 von auswärts krank eingebrachte Wöchnerinnen gestorben, aus ber Stabt niemanb, eine Frau erlag einer I fieberfreien Wochenerkrankung. Die Zahl ber Tobesfälle an Lungen- ! schwindsucht Nimmt erfreulicherweise stetig ab: es starben nämlich an Tuberkulose ber Lungen 24 Personen (gegen 40, 46, 45 bis hinauf -u 53 in früheren Jahren bes Jahrzehntes) unb an Tuberkulose onbeter Organe 15, was ber Mittelzahl ber letzten Jahre entspricht. D'e Sterblichkettsztffer für Lungenschwinbsucht berechnet sich für Gi-ßen auf nicht ganz 10 von 10,000 Lebenben, bie entsprechend berechneten Zahlen für die Jahre 1890—1898 sind: 24,3 — 24,0 — 25 1 - 20 0 - 1!t° 18,5 r 19'4 - '6,6; für das Großherzogtum
war die Ziffer im Jahre 1898; 23,2 o/^.
Den akuten Erkrankungen ber Atmungsorgane, Entrundung und Katarrhen der Lungen, sind 56 (23 in 1898) erlegen, da- von 10 an Influenza; an Gehirnschlagfluß starben 18 (15), an Lerz- leiben 10 (17). Von ben 27 (33) an Magen-Darmkatarrh Verstorbenen waren 26 kleine Kinber, unb es fielen, wie gewöhnlich, bie meisten bieser Tobesfälle in bie Spätsommermonate. Kinber-Atrophie roar 8 mal (4), angeborene Lebensschwäche 13 mal (12) Tobesursache. v z
An bösartigen Geschwülsten starben 23 -24), wovon etwa d'e Hälfte im Magenbarmkanal lokalisiert war, an Altersschwäche 22 (23). Anberen minber wichtigen Krankheiten erlagen 62 (58) Per- fonen, unb in 10 Fällen (7) blieb bie Tobesursache unbekannt.
Verunglückt ftnb 8 (10), durch Selbstmord endeten 2 (5).
Bet den hter verstorbenen 2 12 Ortsfremden war Todesursache: Scharlach 1 mal, Diphtheritis 11, Typhus 4, Rose 1, Wochenbettfieber 4, Lungenschwindsucht 29, Tuberkulose anderer Organe 8, akute Erkrankungen der Atmungsorgane 21, Schlagfluß 4, Herzfehler 13, Darmkatarrh 1, Atrophie ber Kinber 1, angeborene Lebensschwäche 16, bösartige Geschwülste 32, Altersschwächen 2, anbere Krankheiten zusammen 49, Unglücksfall 13.
• Gießen, int Februar 1900.
Großh. Kreisgesunbheitsamt Gießen.
Dr. Haberkorn.
3«tt<nHr9 kb0n 220001
läsfls* »SS 'MAL ®rUnbe’9(U^°4tn'
Mord«
A®6 S
s ?rf U'
am I
§ Vom höheren Vogelsberg, 3. März. In vielen Orten herrscht gegenwärtig die Influenza sehr stark. Fast kein Haus wird von dieser Krankheit verschont. Es sind Fälle bekannt, wo ganze Haushaltungen krank darin liegen.
Bewegung der Bevölkerung der Ttadt Gießen im Jahre 1899; insbesondere der Gesuudheits- ftaud und die Todesfälle:
Im Jahre 1899 würben in ber Stabt Gießen lebenb geboten ?on«ÄLnbct (512 Knaben unb 452 Mädchen) gegenüber 963 im Jahre 1898; der thatsächliche Zuwachs für die Stadt beträgt aber nur ca.
12,53 „
.. on einzelnen Quartalen brachte die meisten Todesfälle baS L89,r rbtC ".erngsten das vierte nämlich 67, die beiden anderen o* last gleich mit 75 und 76 Verstorbenen; bie ungünstigsten Monate roaren ber Februar mit 38 unb Dezember mit 34, im Oktober starben nur 17, im Juli 16 unb November 19 Einheimische.
Von ben 307 Todesfällen entfallen 126 oder 41 Prozent auf das endliche Lebensalter und zwar 89 — 29 Prozent auf die Kinder im erften Lebensjahre und 37 — 12 Prozent auf die Altersklasse von ? 3^^"' enro Vergleichung mit früheren Jahrgängen zeigt,
die Ktndersterbltchkett langsam im Abnehmen begriffen ist seit dem $a.$re *b94, denn die Mittelzahlen derselben sind vor und nach diesem S.ettpunhe 162 bezw. 126; die Abnahme ist wesentlich begründet durch bte Verminderung der Todesfälle an Diphtheritis, und ihr Beginn fällt zusammen mit der Einführung der Serumbehandlung Diphtheriekranker
Uh WW zu liefern sollen aus weze, im Ganzen lieferungen von 50 geben werden. -
Die Steine mü wf)t btfaurt, in Mdratifcher Kopsbreüe, paraü 12 bis 14 cm hoii Verjüngung hrrgeste! geböte find bei de Burgennei,tzerei bis mittags 1 ।
wiliit fielt and) ßaWibtt.
Lieserungszeit 1. M ^ambad), btn 2. V Grotzh. Bürgermeister __Reudl.
Gebote auf die die ernte der Gemeitiden T 50, Ebersgöns 60, 165, HocheWm 70, , H 270, Niederkleen: * Reiskirchen 100 *20, Volpertshnusm ^Nttiunbmt NW vchehen bi< W Mn M Eck Mhn ^reichen.
Berkaufsbedingung! N,lc- der Schläk ^"gesehen wttbtn.
'E^DasBürge


