Aoutz, an die Königs. Eisenbahndirektion Frankfurt a. M., betreffenb das künftige Anhalten der Schnellzüge 43 und gestern von Königl. Eisenbahndirektion nachstehende Antwort:
„Wir haben angeordnet, daß die beiden Schnellzüge Jfr. 43 und (8 vom 10. März ab bis auf weiteres versuchsweise/erfterer um 12.13 nachts, letzterer um 12.23 mittags auf Station Butzbach anhalten.
. hallten jedoch wesentliche Zugverspätungen oder jonjnge Unzuträglichkeiten im Betriebe entstehen oder die Zuge auf dortiger Station zu wenig benutzt werden, so wurden wir diese Anordnung wieder aufheben müssen, ^ndem wir Ihnen von vorstehendem Kenntnis geben, pellen wir ergebenst anheim, in Interessentenkreisen auf dieje Fahrplanänderung aufmersam zu machen."
, ist einem langjährigen Wunsche und Bedürfnis
der Einwohner Butzbachs und Umgegend und der Garnison, dre in verschiedenen Eingaben Ausdruck fanden, endlich Rech-
Öefr?9en, was die Interessenten der Königl. Eisen- bayndirektion dankbar anerkennen werden.
Wetterbericht. Sowohl der hohe Druck wie auch das Depressionsgebiet haben im großen und ganzen ihre Lage berbehalten, doch zieht letzteres langsam gegen Süd- osten ab. Das bereits seit mehreren Tagen von Nordwest gegen Südost gerichtete Druckgefälle hält somit an und bleibt dabei auch der Witterungscharakter in den kontinentalen Lagen der gleiche wie bisher, d. h. es besteht vorwiegend trübes Wetter mit zeitweisen Schneefällen. Die Temperaturen liegen infolge von nördlicher Luftzufuhr andauernd tief. — Voraussichtliche Witterung: Zunächst noch meist wolkiges Frostweiter mit zeitweisen Schneefällen
Bestimmungen der Paragraphen 184a und b. Dieselben bedeuten eine schwere Gefahr für die Entwickelung der deutschen Kunst und Litteratur. Die Versammlung erwartet, daß die deutsche Volksvertretung bei der Schlußberatung diese und ähnliche Bestimmungen zurückweisen werde." Gerhart Hauptmann und Oskar Blumenthal hatten Telegramme gesandt, in welchen sie sich mit dem Vorgehen des Komitees einverstanden erklären und gleichfalls Protest erheben.
Wilhelmshaven, 4. März. Der Kaiser hat seine Reise nach hier bis zum Eintritt besseren Wetters auf- ge schoben.,
Arbeiterbewegung.
„Petite Republik veröffentlicht folgendes Telegramm aus Carmaux: Die ausständigen Arbeiter beschlossen C T°rtsetzu"g des Ausstandes. Die Grubenbesitzer teil en "’S Arbeiter neuerdings mit, daß sie jeden Schieds" fink?«5 ? rahnen. Eine allgemeine Versammlung wird heute statt- sprachen werbet ^«9-1» zur Fortsetzung des Ausstandes be-
Universität und Hochschule.
- Verschiedenes r Prof. Rudolf Sm end, Ordinarius für altes Testament in Göttingen, hat einen Ruf nach Marburg abgelehnt — Wie Berliner Blätter berichten, begibt sich an Stelle des Privatdozenten der aus Gesundheitsrücksichten von der SüiSarabunaä- DeuS^ Orient-Gesellschaft in Babylon demnächst nach März Dr. Ernest 2 in bl aus München b?imr?pn9b^ Affynologe an den erfolgreiche» Arbeiten der deutschen Expedition zur Erforschung Babylons teilzunehmen. — Wie
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2 Jtfl. (4 Psd.) M
D Mainz, 3. März. Domkapitular Nostadt hier und Pfarrer Benedix in Ober-Ohmen begehen am 13. d. MtS. rhr goldenes Priesterjubiläum.
§ Aus dem Rheingau, 4. März. Das der RochuS- kapelle gegenüber auf der Anhöhe bei Eibingen diesen Sommer, wie jüngst mitgeteilt, zur Ausführung kommende I ^wstergebäude soll als Ersatz für das in dortiger Gegend I gestandene Benediktinerinnen-Kloster dienen, das zu Anfang des I vorigen Jahrhunderts von den Franzosen aufgehoben und während der nachfolgenden kriegerischen Ereignisse zerstört worden tft. Ein Teil des damaligen Klosters besteht noch I uhd zwar ist dies das umfangreiche Gebäude, das sich an E Westseite^ der Kirche von Eibingen anlehnl. Die letzte | ^otissin des damaligen Benediktinerinnen-Klosters entstammte emem altadeligen Hause und führte den illustren Namen
I Maria Philippina Freiin von Guttenberg.
. . * Aus Rheinheffen, 4. März. In der diesseitigen Provinz wird für die Flotte mit Dampf agitiert. Emmissäre ziehen von Ortschaft zu Ortschaft und halten Vorträge über die Notwendigkeit der Flotte, wobei sie sich zur Einladung der Ortsschelle bedienen. — Der Weinhändler Meisenheimer von Oberingelheim ist am verflossenen Freitag bei Gau- algesheim auf eine schreckliche Art um das Leben gekommen. Derselbe sprang auf das Trittbrett eines abgehenden Zuges, glitt aus und kam direkt unter die Räder. Sein Körper wurde völlig zerschnitten. Der Tod trat sofort ein.
= Aus Rheinheffen, 2. März. In den um Mainz herum gelegenen Gemüsebautreibenden Ortschaften Gonsenheim, Mombach, Finthen usw. wurden bereits Verträge wegen Spargellieferung abgeschloffen. Während einzelne Konservenfabriken Verträge auf Lieferung von Spargeln zum jeweiligen Tagespreis abgeschloffen haben, haben andere bestimmte Preise festgesetzt und zwar 35 bis 40 Pfg. pro Pfund erste Qualität. __________ v
Wetzlar, 4. März. Wie das Patent- und technische Bureau von D. W. Reutlinger in fFrankfurt a. M. mit- teilt ist dem Herrn Karl Buß Hierselbst vom Kaiser!. Patentamt der Gebrauchsmusterschutz für folgendes Fabrikat erteilt worden: Schrotmühle mit einer den Fülltrichter und die Mahlkegel m,t einander verbindenden Förderschnecke.
Schwurgericht.
W. Gießen, 5. März 1900.
I Heute vormittag 97, Uhr eröffnete Landgerichtsrat Seeger als Vorsitzender die erste Verhandlung des diesmaligen Schwurgerichts. Nach Erledigung der gesetzlichen Formalien wird in die Verhandlung eingetreten gegen den 15mal wegen Bettelns, sowie wegen Diebstahls und Hehlerei mehrfach vorbestraften 32 Jahre alten Müller und Bäcker Srte5ri^ Martens aus Nebra wegen ver- «8!?. Notzucht, begangen auf offener Landstraße zwischen ' “nb ®lf°* Die Anklage vertritt: Ober-StaatS- anwalt Dr. Güugerich; als Verteidiger ist Rechtsanwalt nehmen^ Steve, unb st"d 6 Zeugen in der Sache zu ver- Der Angeklagte erklärt, aus Württemberg über die preußische Grenze spediert zu sein, er sei dann ins Hessen- and gekommen, und wolle zugestehen, die ihm zur Last ge- legte Strafthat begangen zu haben; er entschuldigte sich Damit, er sei dabei ziemlich angetrunken gewesen. Die Beweisaufnahme bestätigt, daß der Angeklagte ziemlich roh bei der That vorgegangen, und sein Opfer mit totschlagen bedroht hat, falls sie sich ihm nicht willfährig zeigen würde. Außer der Hauptschuldfrage wird der Jury noch die Neben- frage nach mildernden Umständen vorgelegt.
Oberstaatsanwalt Dr. Güngerich plaidiert für Verneinung der Frage nach mildernden Umständen. Der Angeklagte sei ein arbeitsscheuer Stromer, der frech und brutal ^ offener Straße ein unverdorbenes Mädchen vergewaltigen wollte, dessen Thun also gemeingefährlich sei; es sei geboten, s?ner Besserung ins Zuchthaus zu senden. - Rechtsanwalt H00s tritt sehr warm dafür ein, dem Angeklagten mildernde Umstände zuzubilligen. Der Wahrspruch der Geschworenen lautete auf schuldig unter Verneinung Pcr_nJ“bcrnben Umstände. Der Gerichtshof erkannte auf Jahre und 6 Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Der Ankläger hatte 3 Jahre Zuchthaus beantragt.
das Leipziger Tagblatt mitteilt, scheidet Professor W. Sachs in Br-sia» mtt Schluß dieses Semesters aus seinem Lehramt an dem zahnärztlich^ Institute aus. — Aus Greifswald teilt man mit: Zum Rektor der hiesigen Universität für das nächste Studienjahr ist der Professor der Theologie Haußleiter gewählt worden. n Der
Kirche und Schule.
2. März. Der Verein Mädchen-Gymnasium in Äöln 0? 1899 an den Kultusminister das Gesuch gerichtet die
Errichtung emes humanistischen Boll-Gymnasiums in Köln, eventuell mit K0l^nb' ru genehmigen. Der Minister hat dieses Gesuch ab- naA wbMnia?rtroOr CK b? seiner Ansicht vierjährige Gymnasialkurse ber ^cren Mädchenschule zur Vorbereitung auf das ?ü?nb fi:er“Jen e“nb Cl" daran sich anschließendes Studium ge- chm aeaeb^-^^ ÄÖInet $erein hat indeffen nicht die Absicht, diesen den TOäÄ h* g“e9Jl °55ept,eren, weil derselbe nicht geeignet ist, hinn»? blC Vorbildung zu vermitteln, welche man bei
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Auszug aus den Kirchenbücher» der Stadt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
Getraute.
Matthäusgemeind e.
. Den 1. März. Heinrich Goßmann, Gefangenenaufseher in Gießen und Mane Katharine Blank, Tochter des Weingärtners Johannes Blank zu Balzholz.
Markusgemeinde.
« «Vf1 Februar. Heinrich Eckhardt, Schlosser zu Gießen unk Joroline Wehrmann, Tochter des Schlossermeisters Karl Wehrmann zu Biedenkopf.
. denselben. Emil Karl Martin Adolf Hammel, Schlosser zu Gießen unh Marie Kathanne Hahn, Tochter des Modelleurs Heinrich Hahn zu Mabenvach. ' *
- n Johannesgemeinde.
T)en 24. Februar. Johannes Weitzel, Bahnarbeiter m fflirfen unb Margarethe Will, Tochter des verstorbenen Weißbinder! Heinrich Johannes Will zu Sichertshausen. P v
Getaufte.
Matthäusgemeinde.
0 .. §en 25. Februar. Dem Obsthändler Louis FreeS eine Tochter, Lmse Johanna, geboren den 11. Dezember.
Denselben. Dem Heizer Ferdinand Gerlach eine Tochter, Luise Henriette, geboren den 28 Dezember.
Markusgemeinde.
Den 25 Februar. Dem Schneider Ludwig Hermann eine Tochter, Margarethe Anna, geboren den 6. Januar.
, . Denselben. Dem Hausburschen Heinrich Müller ein Sohn, Eberhard Hemnch Emil geboren den 28. Januar.
Lukasgemeinde.
ai c,3)611 ’ ®ne uneheliche Tochter Luise, geboren den
5i. Januar.
m o, , Johannesgemeinde.
251 ^ebruot. Dem Uhrmacher Karl Ramstock eine Tochter, Magdalene, geboren den 13. Dezember.
freinriACnle&™ Georg Jakob Reichwein ein Sohn,
Hemrtch, geboren den 4. Januar.
. Denselben Dem Steinmetz Louis Schmidt ein Sohn, August Friedrich Wilhelm Karl Christian, geboren den 29. Februar.
Beerdigt«.
Markusgemeinde.
e. ?cn 241 Feb'uar. Heinrich Schmiermund, Färber, verheiratet,
65 Jahre alt, starb den 22. Februar. '
Lukasgemeinde.
wi + 25*JeLrUt°r- Therese Weller, geb. Ott, Ehefrau deS Küfers Peter Weller, 68 Jahre alt, starb den 23. Februar.
Johannesgemeinde.
. _Den 26. Februar. Peter Herbert, Rentner, 84 Jahre alt, starb
den 24. Februar. . ' '
”"nii ruh' fl«6. Swth-r, Ehefrau bei Schneider- meisters Peter Luh, 52 Jahre alt, starb den 27. Februar.
. Den 2 März. Ferdinand Windecker, Rentner, 38 Jahre alt, starb
den 28. Februar. 1
Ausland.
Wie», 4. März. Im „N. W. Tgbl." veröffentlicht ein deutsch-böhmischer Abgeordneter einen Situationsbericht, in welchem erklärt wird, daß die deutschen Oesterreicher bei aller Sympathie fift das Kabinet Körber entschlossen find, sich nicht mehr mit Falschheit und einem faulen Frieden, wie dies die Kabinette Taaffe und Badens gethan, zufrieden zu geben, sondern darauf bestehen werden, daß die deutsche Staats- oder Vermittelungsfrage anerkannt, und das böhmi che Staatsrecht ausgeschaltet wird.
London, 4. März. Eine Petition zirkuliert augenblicklich unter den Unterhausmitgliedern, und besonders unter der ministeriellen Majorität, worin die Regierung ersucht wird, sich auf keine Friedensverhandlungen einzulsffen. Bereits über 60 Mitglieder sollen die Petition unterzeichnet haben, welche in ihrem weiteren Wortlaut die Regierung noch auffordert, beide Burenrepubliken einfach zu annektieren.
Paris, 4. März. Der Präsident des Assisenhofes hat gestern Emile Zola und Perreux, Verwalter der „Aurore«, mitgeteilt, daß der seitens der Mitglieder des Kriegsgerichts gegen sie angestrengte Prozeß wegen Verleumdung von der j ^olle gestrichen ist. Diese Streichung wird damit begründet, daß der Senat augenblicklich den Amuestieentwurf berät.
Belgrad, 4. März. Am 6. März findet die große Ber- vrecheramnestie statt und wird sich sie auch auf ein Teil der im Hochverratsprozeß Verurteilten erstrecken.
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Aus dem Gejchüstsieöen.
Si? «Th?!” K Zeit der Neuerungen und Erfindungen hat
in u{U«TrI amIcit<nb^ SRcnf^cn vorwiegend einem erst in neuester S61. " ' ,. ganzen Bedeutung erkannten Zweige der Wissenschaft, der
^e Hygiene lehrt, daß neben der Sorge für ffrfnrÄa1'? des Körpers em für die Gesundheit besonders wichtiges ^dernis eine rationelle Hautpflege ist. Eine der für die Pflege der Haut wichtigsten neueren Entdeckungen ist die Thatsache, daß die mensch- liche Haut ein Fett enthält, das vermöge feiner antiseptischen Eigen- icyasten der Haut Schutz gegen die Mikroorganismen und Bakterien der ^.uft gewährt. — Die meisten der Hautunreinheiten sind auf den Ver- btre« Vautseties zurückzuführen. — Es zeigte sich nun, daß das, „Lanolin genannte, Fett mit diesem Hautfett analog ist, und daß alle Hautunreinheiten oft schon nach nur einmaliger Anwendung von .Lanolin" Ro.AAa.rriA 9 3 3 9 9 st ^us aus „Lanolin"
hergestellte
Lanolin • Toilette • Cream • Lanolin, JaJ m allen Apotheken und Drogerien vorrätig ist. — Besonders möge dasselbe unseren Frauen zum Schutze der zarten Haut der kleinen Kinder empfohlen sein, bei denen unter Lanolinbehandlung ein Wund- werden gänzlich ausgeschlossen ist. — Beim Einkauf des Lanolin-Toilette- Cream-Lanolin achte man darauf, daß jede Tube und >ede Dose ,ur Garantie der Echtheit die Marke „Pfeilring" trägt. ' 8
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(Anonyme Einsendungen, gleichviel welchen Inhaltes, werden grundsätzlich nicht ausgenommen.)
Eteßeu, den 5. März 1900.
** Stadt-Theater. Dar erste Gastspiel des Wiener Soubretten-Theaters" (Bühne ohne Manner) findet morgen, Dienstag den 6. März, statt. Zur Aufführung gelangen einaktige Operetten und Gesang s b a l l et s. Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, daß das Programm der beiden Gastspiel-Abende ein ver- sckfiedenes ist. Am ersten Abend gelangen die Operetten „Die überlistete Scharwache" von Dffenbad} und „Ein Studentenstreich" von G. Grüneke, sowie das Gesangsballet „Im Reiche des Jocus" zur Aufführung. Das für hier aus- gewählte Programm ist von größter Dezenz und darf daher der Besuck) der beiden Aufführungen nur warm empfohlen werden. Wegen Eintrittspreisen rc.sei auf die im Inseratenteil befindliche Annonce, sowie auf die zur Verteilung gelangenden Theaterzettel verwiesen. — Wir wollen indes nicht unterlassen, hier noch eine Notiz des„Kölner Tageblattes", vom 8. Febr. 1900 zum Abdruck zu bringen: Im Scalatheater gastiert seit einigen Tagen das„Wiener Soubretten- Ensemble", welches u. a. Singspiele und kleine Operetten zur Aufführung bringt. Die Eigenart des Unter- i nehmens besteht atfo darin, daß hier alle Rollen durch weibliche Personen vertreten sind. Wie sehr die sogenannten Hosenrollen in der Operette beliebt sind, ist bekannt, mancher Komponist hat darauf mit Glück gebaut, wie Suppee in „Fatinitza" und „Boccaccio", mehr aber noch in der Operette „Flotte Bursche", die fast für ein Damenensemble, wie dieses, geschrieben sein könnte. Es sind meist hübsche,, I durchweg jugendliche Erscheinungen, welche sich recht flott I bewegen und ihre Aufgaben gewandt und nicht ohne Chic I Jöfen. Auch ist der Reiz der Ausstattung nicht gering. I Aus dem anmutigen Reigen heben sich besonders heraus I die Damen Anna Vollmar, A. v. Ehrenberg, Gina Huth, I Laura Löw u. a., die Vertreterinnen der größeren Rollen. I
D^gent der Truppe ist zugleich der Komponist der zur Ausführung gelangenden Operetten, Herr Gothov Grüneke, I dessen Namen auf diesem Gebiete einen recht guten Klang I hat. Die hier in Frage kommende Musik ist recht melodisch I rind lebendig. Die Handlung in „Ein Studentenstteich" I
in ,,Der schöne Adolar" ist ganz amüsant und giebt I hem Publikum hinreichend Anlaß zum Lachen. Zwischen den beiden Operetten zeigt ein Divertissement die Mitglieder des Ensembles so recht in ihrem Element. Da Ö!ebt ks -Marsch- und Tanzlieder mit Solo und Chor, I Strauß fche Walzer, die echt wienerisch gesungen und fesch I stanzt werden, darunter auch die blaue Donau. Da gab I
c auch noch eine höchst erfreuliche Ueberaschuna, indem sich em Frl. Silvia Bere als eine Koloratursängerin I »011 ganz besonderer Kehlgeläufigkeit entpuppte, in Baria- Itonen von Proch mit heller, lieblicher Stimme mühelos L? ,|U,r höchsten Sopranregion -mporstieg, glockenreine I Stakkatotone anschlug und auch Triller von schöner Rundung vernehmen ließ, so kann denn der Besuch des Skala- tzheaters gerade heute warm empfohlen werden
§ Verband deutscher HandlungsgehUfeu Leipzig. In den Räumen des Kaufm. Veremshauses hielt der Kreisverein Gießen obigen Verbandes am letzten Samstag einen Familienabend ab, der sich eines sehr starken Besuches erfreute. Der Vorstand des Vereins hatte es sich angelegen sein lassen, allen Teilnehmern einige recht angenehme Stunden zu bereiten und dürfte dieses ihm wohl in vollstem Maße gelungen sein. Auch der am Sonntag darauf unvermeidliche Ausflug nach dem Windhof verlief bei reger Beteiligung sehr zufriedenstellend und wird für „manchen" recht lange als Erinnerung fortleben.
B u tz b a ch, 3. März. Auf die Eingabe vom 29. Januar I b. I. unsers Landtagsabgeordneten Herrn Bürgermeister I
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11« reu Februar Heinrich Ruppenthal, Sergeant im Jns.-Regt. Nr. 116 (Kaiser Wilhelm), 27 Jahre alt, starb den 23. Februar.


