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5.12.1900 Erstes Blatt
 
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Kohlensyndikat nicht zustehe. Zu einem Teil seien Not­stände durch Ausfälle in der ausländischen Koylenzusuhr entstanden und um d^Sse zu decken, sei die inländische Produktion erheblich gesteigert worden. Die Preise seien allerdings an manchen Stellen vorübergehend durch be­sondere Umstände wucherisch verteuert worden. Aber rm allgemeinen haben die Grubenpreise und Großhandler- preise im Vergleich zur Preissteigerung im Auslande ein ungebührliches Maß nicht überschritten, wahrend aller­dings die Preise im Zwischenhandel und Kl ei ri­tz an del über das Maß vielfach hmausgehen ^er Redner versichert,* daß im nädjften Jahre die Forderung sich um 10 pCt. erhöhen wird, sodaß eine Verschärfung der Lage nicht zu erwarten sei. Die Mehrausfuhr dieses Jahres sei nicht so sehr hort) gewesen. Ein Ko hle n- ausfuhr.verbot sei wirtschaftlich verkehrt, weil man auch auf den internationalen Verkehr angewiesen sei und bei Abschluß anderer Länder weitere Verteuerungen die Folge sein würden. Auch der Handel sei bei dem Kohlenabsatz nicht zu entbehren. Er habe ein erhebliches Verdienst um den vergrößerten Absatz der deutschen Kohlen, aber dennoch sei zu wünschen, daß nach Mög­lichkeit der Absatz direkt au die Konsumenten erfolge, und zwar auf dem Wege der Genossenschaften. Ständige Organisationen der Käufer und Verkäufer wirkten am besten für eine richtige Preisgestaltung. Der genossenschaftliche Bezug habe aber auch seine Bedenken, weil die Genossenschaften leicht zu anderen Abnehmern übergehen. Er habe sich entschlossen, einen Teil der staatlichen Förderung für die Genossenschaften zu re­servieren und werde je nach dem Ausfall darin fort­fahren, die Kontrolle des Zwischenhandels sei schwierig, aber nach dem Vorgang des Syndikats sei es vielleicht auch in Oberschlesien möglich.

Minister von Thielen begründete die Notwendig­keit der Ausfuhrtarife mit dem Werte für die Produktion und die Notwendigkeit der Wahrung der Stabilität der Beförderungstarife, während die Verkaufspreise veriabel seien. Die Hochkonjunktur dauere immer nur kurze Zeit. Er halte es deshalb für unrichtig, besondere Maßregeln zu ergreifen, also Ausnahmetarife zu schaffen, Tarife auf­zuheben oder zu erhöhen. Die Aufhebung der Ausfuhr­tarife würde niemanden nützen, aber weite Kreise empfind­lich schädigen. Er sei überzeugt, daß die einheimische Produktion in absehbarer Zeit zu mäßig sinkenden Preisen ihren Bedarf werde decken können.

Abg. Hilbck <natL): Die Kohlenfrage ist in erster Linie eine Frage bet Produktion, von ihr hängt die Preis­lage für Kohlen ab. Die aufgetretenen Uebelstände haben sich nicht blos bei der Ruhrkohle, sondern ebenso bei der schlesischen und böhmischen Kohle gezeigt, ein besonderer Vorwurf gegen das Ruhrkohlensynoikat ist also nicht be­rechtigt. Die deutsche Produktion ist der Menge nach noch niemals so gesteigert worden wie in den letzten Jahren und speziell unmittelbar vor dem Eintritt der Kohlen­knappheit und Kohlenteuerung. Die Ausfuhr ist ja das einzige Sicherheitsventil für den Ausgleich zwischen Pro­duktion uno Konsumtion. Sie kann nicht verboten oder eingeschränkt werden; selbst wenn die Kohlen ins Aus­land billiger verkauft werden, so würde darin doch nur eine gang und gebe wirtschaftliche Maßnahme zu erblicken fein. Die Preise des Auslandes bestimmt der deutsche Produzent nicht. Was die Preisbildung betrifft, so ist schon Darauf hingewiesen worden, daß die Grubenpreise an der Ruhr nicht außergewöhnlich gestiegen sind, und in Westfalen schreibt man diese Erscheinung der moderie­renden Wirksamkeit des Syndikats zu, jedenfalls ist letz­teres bei der Berechnung seiner Preise außerordentlich vorsichtig gewesen und außerordentlich langsam vorge­gangen. Allerdings ist kein Auf und Nieder der Preise mehr eingetreten; das hat das Shndikat erreicht und das ist sein Verdienst. Der Anteil der deutschen Bergleute an den höheren Preisen in Gestalt höherer Löhne ist auch keineswegs gering. Daß das Syndikat den Händlern den Bezug der Kohlen ^chUert hätte, ist nicht zutreffend. Das Syndikat nimmt darauf gar keinen Einfluß. Man wußte ja doch in der Produktion nicht, daß plötzlich solche Kohlennot auftreten würde, und dieselben Händler, die von 1893 bis 1899 imitier zu mäßigen Preisen die Kohlen vom Syndikat bezogen, haben die Kohlennot von 1900 benutzt, um ganz ungeheuerliche Gewinne zu machen. Daß die Preise nicht nodji höher gestiegen sind, ist deshalb ein Verdienst des Syndikats, das zwei Händler ausgeschlossen hat. Die Zunahme der Produktion in den letzten 7 bis 8 Jahren ist für die Arbeiter in der Kohlen­industrie ganz besonders gewinnbringend gewesen. Seit 1889 sind die Löhne um 10 Prozent mehr gestiegen als die Kohlenpreise, und wie viel ist für die Bergarbeiter sonst geschehen, wieviel Kosten sind allein durch die Beschaffung von Wohnungen für die Bergarbeiter den Kohlenzechen erwachsen! (Lachen bei den Sozialdemokraten.) Die Ar­beiter im Ruhrgebiete haben schöne, behagliche Wohn­ungen inne, und ich lade Sie ein, dorthin zu geben. Ich werde Ihnen durch meine Verbindungen ermöglichen, diese Wohnungen auch kennen zu lernen. (Abg. Singer: Wir kennen die Villen in Dortmund!) Die Erträge aus dem Bergbau sind keineswegs hoch. Die Gewerkschaften haben lange sehr ungünstig abgeschnitten, die Aktiengesellschaften befinden sich in günstigerer Lage. Von einer Bewucherung des Konsumenten durch das Syndikat kann keine Rede fein. In Zukunft werden derartige Kalamitäten nicht so bald wiederkehren. Dafür bürgt die Thätigkeit des Syn­dikats; aber auch die große Zahl der neuen Unternehm­ungen wird ihre vorbeugende Wirkung äußern. Es fragt sich nur, ob der Eisenbahnminister auch in Zukunft im stände sein wird, das mächtig steigende Förderquantum mit seinen Wagen abzufahren. Das beste Hilfsmittel ist der Bau neuer Wasserstraßen.

' Abg. Richter (freis. Volksp.): Wir brauchen über alles, was mit der Kohlenfrage zusammenhängt, mehr statistische Aufklärung, namentlich Mitteilungen über die Kohlenproduktion im In- und Auslande nfw. Was wir jetzt in den Jahresberichten finden, schafft keine volle Klarheit; das Verhältnis zwischen Angebot und Nach- frage hat sich verschoben, die Nachfrage hat sich gesteigert, das Angebot hat sich infolge des harten Winters, der Kriege in Transvaal und China und des Bergarbeiter­streiks in Böhmen und Sachsen verringert. Trotzdem ift die Produktion um 10 Prozent gesteigert worden, es sind aber auch 580 000. Tonnen mehr ans Ausland ab­

gegeben worden, als früher. Ich finde es auffällig, daß in Oberschlesien der Kohlenpreis um 8 Prozent, in Nieder-- chlesieu um 28 Prozent in derselben Zeit gestiegen ist, und wie kommt es, daß in Dortmund und Essen die eine Kohlensorte um 10 Prozent, dagegen in Dortmund ge­kürzte Stücke, die vorzugsweise zum Export bestimmt sind, um 40 Prozent gestiegen sind? Was die Maßnahmen gegen die Kohlenteuerung anlangt, so stellt der Handels­minister an die Spitze die Erhöhung der Produktion. Es sind aber Vorwürfe erhoben worden, dahingehend, daß der F i s k u s noch sovielunbebauteKohlen- felder hat, wie der ganze Kohlenbergbau, der augen­blicklich im Abbau begriffen ist. (Hört! hört!) Auch soll z. B. der Fürst v. Pleß kolossale Kohlenfelder besitzen, die er unbebaut läßt. Was die Maßnahmen der preußi­schen Regierung , anlangt, so ist man sich darüber einig, daß sie praktisch keine Bedeutung gehabt haben. Die Aus­nahmetarife ins Inland sollen die ausländische Konkurrenz aus dem Inland verdrängen. Jnlandstarife sind jene Eisenbahntarife, die Ausnahmen gestatten für die Versendung ab Grube ins Inland zur Verdrängung speziell der englischen und polnischen Kohle. Herr Heim hat gegen den Ring des Kohlensyndikats geeifert; ich möchte mir wünschen, daß die Herren vom Zentrum und von der Rechten auch gegen alle sonstigen Ringe z. B. Zucker- und Spiritusring vorgehen möchten. (Sehr gut! links.) Die Kohlendecke ist gegenwärtig zu kurz geworden. Nun zerrt man an allen Ecken und Enden und wer die kräftigsten Hände hat, dem gelingt es, ein größeres Stück für sich zu erlangen, während die schwächeren Hände iyi Nachteil sind, und mehr zahlen müssen. Diese schwächeren Hände müssen sich daher zu G e n o s s e n s ch a f t e n ver­einigen. Der Handelsminister will sich mit dem Land­wirtschaftsminister in Verbindung setzen, um den land­wirtschaftlichen Zentralgenoffenschaften den, gemeinschaft­lichen Kohlenbezug zu ermöglichen. Leider aber wird ge­klagt, daß anderen Verbänden dieser Vorteil nicht ge­währt wird. (Sehr richtig!) Der Handelsminister hat von den Händlern erzählt, die so schlecht sind, maskiert nach lden Gruben als Nachbarn zu kommen und Kohlen zu holen. Von den Händlern weiß ich das nicht, wohl aber habe ich ein Cirkular gelesen, wonach diese Schlechtigkeit von einem landwirtschaftlichen Zentralverein verübt worden ist. (Heiterkeit links.) Die Frage ist, ob die landwirtschaftlichen Zentralgenoffenschaften die Koblen nicht unverhältnismäßig billiger bekommen als andere Konsumenten. Von der Preislimitierung für den Klein- handel verspreche ich mir ebenso wenig wie der Minister; die Kleinhändler würden dadurch nur noch abhängiger vom Syndikat werden. Die Verhältnisse des Syndikats sind noch nicht genügend klar gestellt; Hauptsache ist, Syndikate und Ringe nicht von Staatswegen zu be­günstigen. Die Herren von der Rechten und vom Zentrum sind in der Kohlenfrage durch die Logik der Thatsachen dazu gedrängt worden, andere-wirtschaftliche Anschauungen hier zu vertreten, als sie sonst thun. (Sehr gut! links.) Sie, die sonst den Zucker- und Spiritusring verteidigen, Sie, die die Wirksamkeit der Konsumvereine einschränken möch­ten, Sie müssen sich in diesem Falle mit uns gegen das protektionistische System wenden, das Sie sonst verteidigen. (Sehr richtig! links.) Heute treten Sie hier als Vertreter der Konsumenten auf, von denen Sie sonst nichts wissen wollen. Sonst heißt es immer bei Ihnen: Die Sammel­politik muß die erwerbenden Stände zusammenfassen, auf den Konsumenten kommt es nicht an. Jetzt fühlen Sie (nach rechts) einmal, wie es ist, wenn der Produzent staatlich begünstigt wird. Ick) kann nur mit dem Wunsche schließen, daß Sie nicht nur für billige Kohlenpreise, son­dern überhaupt für billige Nahrungsmittel­preise eintreten werden. (Sehr gut! links.)

Abg. Graf Kanitz (kons.): Auf die Preise, die der Konsument zahlt, hat das Syndikat keinen Einfluß aus­üben können, es hat sich den Machinationen der Händler gegenüber als machtlos erwiesen. Das Kokssyndikat hat ebenfalls ohne Erfolg sich an die Händler gewandt, um sie zur Mäßigung zu ermahnen, die Händler haben aber geantwortet, sie hätten keine Lust, sich mit Gewinnen zu begnügen, die kaum die Unkosten decken, während das Syn­dikat die Preise unverhältnismäig in die Höhe setze, lieber» Haupt ist es mit diesen einheitlichen Vorwürfen gegen die Händler eine eigene Sache. Das Kohlensyndikat hat sich genötigt gesehen, eine Anzahl seiner Angestellten zu ent­lassen, weil sie von den Großhändlern Kohlen zurück­kauften und sie dann an kleine Händler zu teureren Preisen weiter verkauften. Praktisch wäre es, wenn der Eisen­bahnminister eine Verfügung erließe, wonach künftig nur die Kohlenhändler zu den Ausnahmetarifsätzen Kohlen ver­frachten dürfen, die sich verpflichten, mit einem Profit von 5 oder 10 Mk. pro Waggon zufrieden zu (em. Das wäre der einzige gangbare Weg, um der Preistreiberei der Zwischenhändler ein Ende zu machen. Sie würden dann noch außerordentlich viel verdienen. An sich hätte ich gegen die Steigerung der Kohlenproduktion nichts ein­zuwenden, aber wo sollen die Tausende von Arbeitern Herkommen, wo in den letzten 15 Jahren die preußische Gesamtbelegschaft sich mehr als verdoppelt hat? Sie zählt jetzt über 400 000 Köpfe. Bei dem Arbeitermangel auf dem Lande ist es unmöglich, daß noch weitere ländliche Arbeiter den Grubenbezirken zufließen. Die preußische Staatseisenbahnverwaltung hat ausgerechnet, daß, wenn man den Rohstofftarif zu Grunde legte, sich bei der Auf­hebung des Exporttarifs eine Mehreinnahme von über zwei Millionen Mark Herausstellen wurde. Diese Einnahme würde sich aber auf Pier Millionen belaufen, wenn man den Spezialtarif 3 einstellte. Die Befürchtung, daß das Ausland die Kohlen auf dem Wasserwege einführen würde, kann ich nicht teilen, denn so schnell lassen sich die nötigen Vorrichtungen: Ablade- ftellen, Hafeneinrichtungen usw. nicht treffen. Der Bezug des Auslandes wird sich nicht vermindern. Es wird aud), einen guten moralischen Eindruck im Lande machen, wenn diese Ausfuhrbegünstigung aufgehoben würde. Keinem vaterländischen Erwerbszweig geht es so gut wie der Kohlenindustrie, und wenn sie einige Arbeiter entlassen muß, so ist das kein Unglück; diese können m der Land­wirtschaft beschäftigt werden. Den Schwerpunkt lege ich auf die Beschränkung des Zwischenhandels. Der Schutz des Gemeinwohls muß über den Sonderinteressen stehen. (Sehr richtig? bei den Sozialdemokraten.) Es ist Pflicht der Regierung, sich über Die Sonderinteressen hinwegzu­

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setzen (wiederholtes Sehr gut! bei den Sozialdemokratenu und rücksichtslos die Landeswohlfahrt zu pflegen. Publie« salus, suprema lex. (Beifall.)

Nach persönlichen Bemerkungeii der Abgg. Heim untz Graf Kanitz wird die weitere Besprechung vertagt.

Nächste Sitzung: Mittwoch 1 Uhr. (ToleranzantraL

des Zentrums.) 1

e Privatschule sei; das Dnin oon dem Willen des ®:«antie für den Fortbef sichule. Ebenso sei auch 1 :®fl dem Willen des Al «rnre die Mitgliedschaft b k ^..al-BeMrn-BereinS ffi sticht mMHrndrAn

Aus Stadt und Land.

Gießen, 4. Dezember.

** Ernennung. Der Gehilfe bei dem Kreisamt Offe,.! bach Joseph Kohler ist zum Kanzlei Inspektor bei bn Zweiten Kammer der Landstände ernannt worden.

* Aus dem Bureau des Stadttheaters. Das Ori. ginal-Schlierseer Bauerntheater, das bcmnädjfi einen kurzen GastspielcykluS am hiesigen Stadttheater eröffnet, führt sich schon vor seinem Eintreffen echt tünfk lerisch mit einem sehr sehenswerten Plakat ein. Sein 6f, rtngerer, als der weit bekannte Professor Grützner, den Schlierseern anläßlich der Festfeier ihres 2000. spieles ein Humor- und lebensvolles Bild zur freien & nützung als Plakatvorlage gestiftet. Und mit diesem hnft. blatt laden die Schlierseer zu ihren Vorstellungen ein, tu unser kunstsinniges Publikum sicher zahlreich besuchens Zweifellos wird am 8. d. M. bei dem ersten Wiednch treten derSchlierseer" kein Plätzchen in unserem SlL: theater frei bleiben. Das köstliche Volksstück mit tzesmz und TanzLiserl vom Schliersee" will eben Zeda mann sehen.

**-e. Stadttheater. Arn vergangenen Sonnte; ging als drittes und letztes Gastspiel William Büller; die große GesangspossePech schnlze" vor gut bi setztem Hanse in Szene. Das an Verwechselungen überaus reiche, sonst jedoch ziemlich inhaltlose Stück gab Hern Büller nochmals Gelegenheit, sich als vorzüglicher tomikr zu zeigen und den Löwenanteil des selbst bei offener Szene reichlich gespendeten Beifalls für sich in Anspruch y nehmen. Auch unsere heimischen Kräfte, die mit 'M nahme des Herrn di B a l t h i n i, der gestern abend be­sonders gefiel, fast durchweg in kleineren Rollen beschäftig' waren, boten ihr Bestes und trugen somit ebenfalls zum Gelingen des Ganzen bei.

** Vom Alpenverein. Die Feier ihres 14jährigenBe

betont werden. , m . .. rtnriaen

-k- Grimberg, 3. Dezember. Zu Beginn bt» JH Monats feierte der hiesige Rriegetuctc.» -- . . 6,r Jubiläum seines Bestehens, »bei welcher Gelegen?» Präsident Hnssia^VerbandeS, Oberstleutnant^E^^ aus Darmstadt, dem Verein eine Gestern wurde nun dem Verein eine aber

zu Teil. Regierung-rut Dr. Wagner^

stehens beging am Sonntag die Sektion Gießen in be­scheidener, aber durchaus gelungener Weise. Nach einer gemeinsamen fröhlichen Wanderung vereinigten sich im Sa schluß daran zahlreiche Mitglieder zu einem gemütlichen Abendessen im Vereinslokal. Konnte schon alpine Schmuck der Tafel seine anheimelnde Wirkung w verfehlen, so war der ganze würdige Verlauf der Festlich feit, Trinksprüche ernsten und launigen Inhalts und Must! Vorträge dazu angethan, die Versammelten in freudiger Fest- ftimmung zu erhalten, und Zeugnis davon abzulegen, da neben der Betätigung eines gesunden Alpinismus auch du? Gefühl der Zusammengehörigkeit und der Smn für Helten Geselligkeit in der Sektion eine Pflegstätte gefunden hat.

*M= Weihnachten rückt näher und damit die Zen der W e ihn achts Pakete. Von Tag zu Tag steigert sich der Postpaketverkehr. Die Postschalter sind jetzt von 5 Uhr abends ab geradezu belagert. Wer daher kein Freund vorn Warten, der gebe seine Pakete, wenn irgend möglich, schon vormittags oder wenigstens vor 5 Uhr rm^ mittags zur Post. Wer wünscht, daß seine WeihncM pakete am heiligen Abend in die Hände der Empfänger gelangen, der warte mit der Versendung nicht bis zm 21. und 22. d. Mts., sonst kann es vorkommen, baßbnf Weihnachtspaket am heiligen Abend nicht untcrm cm nachtsbaum steht, sondern sich mit anderen NachzuMnon einer Paketsammelstelle herumtreibt. Auch die wültfV ung der Pakete als Eilpakete schützt bei dem 9«^ ; Verkehr davor nicht, denn Eilpakete werden, abgeMn von einzelnen Ausnahmen, in der Regel mit denftim Zügen abgesendet, wie gewöhnliche Pakete; fie urdu scheiden sich von diesen nur dadurch, daß sie am Bestimm ungsort nicht bis zur nächsten Bestellung Neger bleiben, sondern alsbald nach der Ankunft durch besondere Boten dem Empfänger zugestellt werden. Eine belmiei. nigte Beförderung bis zum Bestimmungsort tritt o Paketen nur dann ein, wenn die Pakete alsDttngem aufgeliefert werden; weil dringende Pakete mit ollen £0P zügen zur Absendung gelangen, also auch mit |oiw" Schnellzügen ?c., die sich sonst niM mit der Befördere von Paketen befassen. Für dringende Pakete ist E dem gewöhnlichen Porto für Eilpakete noch eine besE Gebühr von 1 Mk. zu entrichten. Wer mehrere M an denselben Empfänger gleichzeitig aufliefert, na seinerseits zur Erleichterung des Paketverkehr^ bei, & er vom 20. bis 25. Dezember in solchen Fallen ju V® . Paket eine besondere Begleitadresse fertigt. Daß E des Weihnachtspaketverkehrs die Pakete in erftej ' dauerhaft und gut verpackt fein müssen, datz inwjj ite die Verpackung dem Gewicht, dem Inhalt und Dir der Entfernung entsprechen muß, daß ferner ni auf der Begleitadresse, sondern auch in der Auftcyru Pakets Name und Wohnort des Emvfänaers mog genau bezeichnet sein muß, ist eigentlich selostver>t n. soll aber doch im Interesse der Absender noch bejo

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Vertreters an L. z , der einfachen Feier fand Kirchenparade statt p

mittag vereinigten sich die Kameraden im ® ,ah*

einer Nachfeier, die ebenfalls einen ®Är?.ähluH o- Bermuthshain, 3. Dezember. Die Volksz ergab als Gesamtzahl der Einwohner 433 gege Jahre 1895, mithin 28 Einwohner weniger.

Vrs Gefttzrs aufgefafct i H asse feijbie Pension al i'ti il5" gesichert, jedoch t ferner könne di- fcänbe, z. S. NchöeM cmrnS dem Vereine, erlöse ll-iönne nicht alsMattfd N esch werden. SchliG *tr Lehrer vormMch njdt PenfiMerechliMa ^Anwartschaft« aufgefafe Dienstverhältnis in Betr WtRe, daß jener Pen Das äreiSamt i W VntffyibMg btftälic ^atn ber N't »tob 12'N»6 tufui

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velcher Gelegenheit dck Wrnen la§t n,^e,öi ! berftleutnant 6ramoU» tetne;, Jei 6 - Intetefa Ehrentasel überr-'^ > - Di- h» 9 . weitere ^^eitMti»6? ®e

ierungSrat '£>r. Wagner aus ®ie6e" RLIC ': f><

bracht- die vom Kaiser dem Kriegerveretn Grünberg g 6%»,

Fahnenschleisc, die nach einer Ansprache des R g . ; $t(ebtiA 3

di- Fahne gehestet wurde. Nach Been°^. ° r ch ,

F-ier sand Kirch-nparad- statt^u°d arn,^