Ausgabe 
5.8.1900 Zweites Blatt
 
Einzelbild herunterladen

«ellte Wagenladung tropensicheren Mineralwassers folgendes Danktelegramm:

Mit verbindlichstem Dank angenommen. Versand- Ordre folgt.

Gruuberg, 3. August. Am vergangenen Sonntag und Montag hielt der hiesige Schützenverein sein diesjähriges Preis schieß en ab. Trotzdem das Welter nicht ganz günstig war, hatte sich doch an beiden Tagen eine größere Anzahl eingeladener Schützen eingesunden. Von Gießener Schützen wurden folgende Preise errungen: Auf Stand- scheibe 176 Meter (freihändig): 1. Preis Möhl mit 51 Ringen, 3. Preis F. Dickorv mit 49 Ringen, 6. Preis W i e g a n d mit 42 Ringen; auf Standscheibe 100 Meter (aufgelegt): 6. Preis Brück mit 52 Ringen, 12. Preis F. Dickorö mit 49 Ringen, 19. Preis Möhl mit 42 Ringen.

Mainz, 3. August. Durch die vor einigen Jahren vor- genommene Verlegung des GauthoreS wurden die früher vorhandenen Festungsgräben zugeworfen, und dadurch große Flächen gewonnen, welche Eigentum der Militärbehörde sind. Diese beiden Flächen befinden sich rechts und links auf dem Wege nach dem neuen Gauthor. Seither waren diese Plätze mit Klee bestellt; auf Antrag der Garnisonverwaltung werden diese Plätze nunmehr zu Exerzierplätzen hergerichtet, und soeben sind viele Arbeiter beschäftigt, diese Umgestaltung der Plätze vorzunehmen.

Frankfurt a. M., 4. August. Prinz Friedrich Karl von Hessen, Prinzessin Friedrich Karl von Hessen, sowie die Kronprinzessin von Griechen- land mit Gefolge besuchten am vergangenen Samstag die Automobilausstellung und besichtigten die Ausstellungsobjekte mit großem Jnteresie. Herr August Ulrich stellte, wie uns die Bielefelder Maschinenfabrik (vormals Dür­kop p u. Co.) mitteilt, den hohen Herrschaften zu einer Probefahrt einen eleganten Dürkopp-Motorjagd- wagen, sowie ein elektrisches Mylord zur Verfügung. Es wurde eine Fahrt nach dem Schlosse der Kaiserin Friedrich bei Cronberg über Homburg unter Führung des Herrn Ulrich unternommen, worüber sich die hohen Herrschaften außerordentlich befriedigt aussprachen."

Universität und Hochschute.

Zum Rektor der Berliner Universität für das Studienjahr 1900/1901 ist von den ordentlichen Profesioren der Hochschule mit 56 von 59 Stimmen der Professor der Theologie D. Adolf Harnack ge­wählt worden. Nach der Rektorwahl traten die Fakultäten zur Dekan­wahl zusammen. Es wurden Dekan der theologischen Fakultät Professor See berg, Dekan der philosophischen Fakultät der Mathematiker Pro­fessor FrobeniuS, Dekan der juristischen Fakultät Professor Kahl, der bereits seit einem halben Jahr in Vertretung Ecks die Dekanats­geschäfte geführt hat, und Dekan der medizinischen Fakultät der Psychologe Professor Engelmann. Der neue Rektor der Berliner Universität, Professor Adolf Harnack, ist am 7. Mai 1851 zu Dorpat geboren. Er habilitierte sich 1874 in Leipzig für Kirchengeschichte, wurde daselbst 1876 außerordentlicher, 1879 in Gießen ordentlicher Professor, siedelte 1886 in gleicher Eigenschaft nach Marburg über und wurde 1888^trotz Wider­strebens des altpreußischen Oberkirchenrats nach Berlin berufen. 1890 wurde Harnack Mitglied der Akademie der Wissenschaften. Harnack, dessen Standpunkt der historisch-kritische ist, gehört zu den anregendsten und fruchtbarsten Kirchenhtstorikern der Gegenwart. Epochemachend ist sein HauptwerkLehrbuch der Dogmengeschichte", worin er die Ent­stehung und Entwickelung des kirchlichen Dogmas darstellt. Vielbesprochen wurde vor einigen Jahren Harnacks Streit mit Theologen orthodoxer Richtung über das apostolische Glaubensbekenntnis.

Handel und Uerkehr. Volkswirtschaft.

, 4. August. Marktbericht. Auf dem heutigev Wochemnarkt kosteten: Butler per Pfd. 1.201.30, Hühnereier per St. 6-7 H, 2 St. 1113 H, Enteneier 2 St. 1416 4, Gänse« rier per St. u12 H, Käse 1 St. 5-8 Käsematte 2 St. 56 4, Erbsen per Liter 22 4, Linsen per Liter 32 Tauben per Paar Jtu 0.750.90, Hühner per St. X 1.202.00, Hahnen per Stück X 0.701.30, Enten per St. X 2.002.20, Gänse per Pfund X 0.000.00 Ochsenfleisch per Pfd. 6874 * Kuh. und Rindfleisch per Pfd- 6264 4 Schweinefleisch per Pfd. 5070 Schweine­

fleisch, gesalzen, per Pfd. 74 Ä, Kalbfleisch per Pfd. 6466 A Hammelfleisch per Pfd. 5066 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00 btt 5.00 X, Weißkraut per St. 0000, Zwiebeln per Etr. X 8.009.00, Milch per Liter 16 H. Kirschen per Pfund 1215 H.

Getreide.

Die Situation im Getreidegeschäft blieb auch in dieser Woche unverändert ruhig bei stockendem Absatz. Soweit bis jetzt verlautet, fällt die Ernte bet unS in Süddeutschland geringer auS, als man erwartete, und auch Ungarn und Rumänien berichten, daß der Er­

trag speziell sogar in Rumänien hinter dm gemachtm Schätzungm ziemlich zurückoletbt. Auch qualitativ läßt die neue rumänische Wetzmernte vieles zu wünschen übrig, da wirklich prima Weizm nur in wenigm Distrikten hetmgebracht wmd.n. Amerika drängt nicht mit Offerten neuen WeizenS und Argentinien ist kaum mehr am Markte. Roggen ist ruhig und etwas billiger Angeboten. Gerste: Futtergerste unverändert. In Braugerste konnte fich noch kein Ge­schäft entwickeln, da noch nichts fertig ist. Die ungarische Ernte weist Heuer sehr viele geringere Qualitäten auf. Hafer bleibt ohne großen Umsatz. Mats etwa« nachgiebiger Di« heutigen Notierungen sind: Neuer Redwinter 2, Mk. 130131; alter KansaS 2, 128,50, neuer do. 130-131; La-Pl«ta Weizen f. a. q. 127129; Tuff. Roggen 93/e; ross. Futtergerste 98; russ. Hafer 98116; amerik- Hafer 100; Mixed Mais 89; La-Plata Mais 94, per Tonne ab Rotterdam.

Diehmärkte.

Der Zutrieb war an allen Plätzen während der Berichtswoche ein normaler, und die Händler aus allen Teilen Deutschlands beteiligten sich in großer Zahl an den Märkten. Das Geschäft entwickelte fich flott und der Handel gestaltete sich lebhaft. Hauptsächlich war prima Großvieh sehr beachtet und flott abgesetzt. Kühe etwas mehr beachtet, wie in der Vorwoche, Kälber und Schweine fanden glatten Absatz.

Tabak.

Im Laufe der Berichtswoche war das Geschäft im Pfälzer Tabak ebenfalls ruhig. Es wurden verkauft ca. 200 Etr. entrippter Einlage in der Preislage von Mk. 7072, sowie ca. 100 Ctr. 1896er Ofters­heimer Tabak zu Mitte Mk. 40 transit. Die Fabrikanten sind noch sehr zurückhaltend und beeilen sich, da die Witterung für die neuen Anpflanz- ungen die denkbar günstigste ist, mit ihren Einkäufen keineswegs. Wir bringen in Erfahrung, daß die letzten Gewitterstürme in verschiedenen Gegenden die Anpflanzungen durch Hagelschläge geschädigt haben sollen, besonders sollen im Bühlerthale verschiedene Orte, in der Rheinpsalz die Orte Bellheim, Rülzheim und Umgegend, ferner in der Gegend von Roth bis Bruchsal und auch Viernheim durch Hagel sehr gelitten haben. In pfälzer Rippen geschäftslos, lose feine Mk. 9*/> bis 10, gebün­delte Mk. 12.

Kohlen.

ES notieren: Ruhr-Fettnutz Körnung I und II Mk. 260 btS Mk. 280, Nußschmiedekohlen Mk. 230 bi« Mk. 240, Deutsche AnthrAcit-Nußkohlen Mk. 340 btt 350, englische Anthracit-Nußkohlen Mk. 400 bis Mk. 410, Rubr Flammnutz Körnung I und II Mk. 260 bis Mk. 270, Ruhr - Flammnutzkohlen Körnung III Mk. 250 btt Mk. 260, Fettschrot Mk. 220 bis Mk. 230, Rubr-Bruchcoks Mk. 360 btS Mk. 380, AuSsiedgrieS Mk. 170 bis Mk. 180. Metz per 10 To. ab Mannheim. Die Situation ist unverändert.

Aus dem Geschäftsleben.

Für Cigarettenraucher.

Der gesamten deutschen Industrie waren bis vor we­nigen Jahrzehnten noch besondere Schranken in Bezug auf ihre Ausdehnung und Produktion gezogen. Die poli­tische Zerrissenheit Deutschlands blieb auch aus dem Ge­biete des Erwerbslebens nicht ohne die nachteiligen Fol­gen, die lähmend auf den Unternehmungsgeist einwirkten; neu erstehende Industriezweige wurden vorwiegend vom Auslande ausgebeutet. Es hatte sich infolge dessen in den Kreisen des konsumierenden Publikums die Auffassung herausgebildet, daß alle gediegenen Jndustrieerzeugnisse vom Auslande eingeführt werden müßten. Tus vom Aus­lande eingeführte Fabrikat hatte den Nimbus, das In­teresse des Fremdländischen für sich; die deutschen Fabri­kate waren in Deutschland am allerwenigsten akkreditiert. Einer der vielen Artikel, die bis vor wenigen Dezennien ausschließlich vom Auslande importiert wurden, ist die Cigarette. Obgleich nun dem deutschen Fabrikanten für die Cigaretten genau dieselben Bezugsquellen für die benötigten Rohmaterialien dienen wie dem Ausländer, so hat sich die bedauerliche Erscheinung des Vorurteils in den maßgebenden Kreisen leider auch hier nur allzusehr geltend gemacht. Erst seit dem politischen Aufschwung Deutschlands und der damit verknüpften Erkenntnis der Ebenbürtigkeit dies Deutschen mit dem Ausländer auf dem Gebiete der Kultur, der Industrie und des Handels bringt man seitens der Konsumenten auch den Cigarrenfabrikaten deutscher Herkunft mehr Vertrauen entgegen. Thatsäch- lich kann tu.nb muß der deutsche Cigarettenfabrikant ein qualiativ überlegenes Fabrikat gegenüber dem vom Aus­lande eingeführten bieten können, schon aus dem Grunde, weil er in der Lage ist, infolge Wegfalls der hohen Ein­fuhrspesen, denen jedes importierte Fabrikat unterworfen ist, bei gleichen Qualitäten bedeutend niedrigere Verkaufs­preise zu normieren. So bringt bieOrientalische Tabak- und CigarrensabrikYenidze" in Dresden", die sich infolge ihrer streng reellen Grundsätze zu einer der ersten Unter­nehmungen dieser Branche in Deutschland herausgebildet hat, seit ein paar Jahren unter der gesetzlich geschützten BezeichnungSalem Aleikum" eine Eigarettenmarke in den Handel, die hinsichtlich der Preiswürdigkeit als das vollendetste in Cigaretten, die orientalische Tabake enthalten, bezeichnet werden kann; sie bietet in ihren Qua­litätsabstufungen jedem, auch dem die höchsten Anforder­

ungen stellenden Raucher zweifelsohne wirkliche Befried digung und die Genugthuung, für ein bis dahin bevor­zugtes ausländisches Fabrikat einen mindestens ebenbür­tigen, rictchiger gesagt aber, einen überlegenen Ersatz ge­funden zu haben.

Berlin, 4. August. An die Arbeiter des Lloyd und der Hamburg-Amerika-Linie, die 30 an der Zahl, mit der Medaille zu verschiedenen Orden dekoriert worden sind, hielt der Kaiser gestern abend folgende Ansprache:

Ich spreche Euch meinen kaiserlichen Dank aus für die Hingebung, mit der Ihr Eurer Arbeit obgelegen habt. Euer rastloser Fleiß hat eS ermöglicht, daß unsere Schiffe rechtzeitig hinausgegangen sind, und daß unsere Truppen im geeigneten Moment auf dem Kampfplatze erscheinen werden. Ihr seid thätig gewesen im Jntereffe deS Vater- landeS, und der Dank hierfür ist die Dekoration, die ich Euch verleihe. Die Medaille, die Ihr erhaltet, ist jedoch nicht nur ein Zeichen meines Dankes für Eure Arbeit an sich, sie spricht Euch auch meine Anerkennung dafür aus, daß Ihr nicht dem Beispiel der vaterlandslosen Gesellen gefolgt seid, die grade jetzt die Arbeit niedergelegt haben. Ehrlos, wer sein Vaterland im Stich läßt. Ihr habt gezeigt, daß Ihr Ehrenmänner seid, und das soll die Euch verliehene Dekoration zum Ausdruck bringen."

Berlin, 4. August. Der Mörder Bresci ist im Zellengefängnis in Mailand in einer Zelle zu ebener Erde untergebracht, mit Händen und Füßen an die Wand ge­fesselt und durch ein Fensterchen in der Thür beständig be­obachtet. Gestern wurde BreSci mit seinen Mailänder Wirtsleuten konfrontiert. Die Frau wurde daraufhin frei* gelassen. Die Nachforschungen nach Komplicen des Mörder- werden mit größtem Eifer betrieben. Der Genosse BreSciS soll in Bologna identifiziert sein. Es sei derselbe Necoli Leandro, der in Jvrea verhaftet worden ist.

Paris, 4. August. Der Kutscher-AuSstand ist bei­nahe allgemein. Die Strikenden verlangen Herabsetzung deS Mietpreises.

Paris, 4. August. Die hiesigen Polizei-Behörden sind überzeugt, daß der Mann, welcher daS Attentat aus den Schah von Persien versuchte, Mitschuldige gehabt hat, und daß er im Augenblick des Attentats von mehreren Freunden umgeben war. Advokat Demange soll mit der Verteidigung des Attentäters betraut sein. Der Groß- vezier wurde gestern Abend verhört. Die Abreise deS Schahs von Persien ist um einen Tag verschoben und erfolgt erst am Mittwoch.

Rom, 4. August. Die Proklamation des KönigS macht allgemein einen guten Eindruck, namentlich die Stelle, wo der König die Ansicht ausspricht, die Staats­ordnung gegen böswillige Eindrücke zu ver­teidigen, ferner, wo er von den unauflöslichen Banden des Volkes und der Monarchie spricht. Aufsehen erregt auch fein Hinweis aus das unantastbare Rom, der zumal im klerikalen Lager arg verstimmeu dürfte. Der Leichnam des Königs wird in einem Güterwagen ohne jede Zeremonie nach Rom befördert. Die Königin-Witwe ist absolut gegen eine solche heimliche stille Wegführung des Königs, da sie auf keinen Fall zur Leichenfeier nach Rom geht. Wenn sie die Minister umzustimmen vermag, wird heute im Dome zu Monza die Totenfeier und abends die Uebcrführung der Leiche stattfinden. In den großen Kirchen Mailands wurde gestern für den verstorbenen König ein Requiem gehalten. Heute findet die offizielle Feier der Stadt Mailand im Dome statt.

Sa« Sebastian, 4. August. In dem Augenblick als die Infantin Isabella von Spanien sich in Arcachon einschiffen wollte, explodiertederKesseldeS Dampfers. 21 Matrosen erlitten Brandwunden; einer war sofort tot, sechs wurden lebensgefährlich verwundet. Die In­fantin wurde nicht verletzt.

Brodpreise

vom 5. bis 19. August 1900.

1 Kg. (2 Pfd.) XAfelbrob .

L Kg. (4 Pfd.) Tafelbrod .

1 Kg. (2 Pfd.) Weitzbrod .

2 Kg. (4 Pfd.) Weitzbrod .

Der hiesiger» Bäcker.

. 28 Pfg 1 Kg. (2 Pfd.) Schwarzbrod .

. 56 , 2 Kg. (4 Pfd.) SchwCribrod .

. 26 3 Kg. (6 Pfd.) SchwArzdrod .

. 62 ,

Der auswärtigen Bäcker.

1 Kilogramm (2 Pfund) Weitzbrod bei:

L. Schmidt, Gr^-Linden . . . 24 Pfg. W. Weitzel von Lang-GänS SB. Fabel von Wiefeck ... 24 , E. Post von Wiefeck . . . W. Steinmüller, Lang-GönS . 24

24

48

72

24

26

2 Kilogramm (4 Pfund) Wrißbrod bei:

Zoh. Kd. Belte v. Kirch-Göns . 44 Pfg. Wtlh. Fibel von Wiefeck . . 48

L. Stcinmüller, Großen-Linden 48 , W. Weitzel von Lang-GönS . 48

L. Schmidt, Großen-Linden . 48 , E. Post von Wiefeck .... 52

1 Kilogramm (2 Pfund) Schwarzbrot) bei:

L. Schmidt, Großen-Ltnden . 22 Pfg. W. Weitzel von Lang-GönS . 22 2 Kilogramm (4 Pfund) Schwarzbrot) bei:

Joh. Kd. Belte v. Ktrchgöns . 40 Pfg. W. Weitzel v. Lang-GönS . . 44

L. SteinmÜller, Großen-Ltnden 44 L. Schmidt, Gr.-Linden ... 44

G. Jacoby v. Alten-Buseck . 44 , Karl Post von Wiefeck ... 44

8 Kilogramm (6 Pfund) Schwarzdrod bei:

WA- Fabel von Wiefeck . . 66 Pfg. G. Jacoby v. Alten-Bufeck. . 66

C. Post von Wiefeck .... 66 . Ernst Christ von Wiefeck . . 69

Der Brodverkärrser.

Pfg.

Pfg.

Pfg

w

Pfg.

Pfg.

Pfg.

Wei den hiesigen Brodverkäufern bestehen btef eiben Preise wie bei den hiefigen Bäckern.

Gießen, den 4. August 1900.

Großherzogliches Polizeiamt Gießen.

I. 93.: Roth.

Wolken Sie etwas Ieines rauchen?

Dann empfehlen wir Ihnen

Qol/ivv» Garantiert naturelle

Aleikum ^anbarSlaatette.

Diese Cigarette wird nur lose, ohne Kork, ohne Goldmundstück verkauft.

Bei diesem Fabrikat sind Sie sicher, daß Sie Qualität, nicht Konfektion bezahlen.

Die Nummer auf der Cigarette deutet den Preis an.

Nr. 3 kostet 3 Pf., Nr. 4: 4 Pf., Nr. 5: 5 Pf., Nr. 6: 6 Pf., Nr. 8: 8 Pf, Nr. 10: 10 Pf.

Nur echt, wenn auf jeder Cigarette die volle Firma steht: Orientalische Tabak, und Cigaretten-FabrikYenidze" Dresden. .Salem Aleikum" ist gesetzlich geschützt. Vor Nachahmungen wird gewarnt.

Zn haben in den Cigarren«Geschäften. 5286

MMmDOigermi.

Dienstag den 7. August d. IS., pachmittagS 2 Uhr, werden in der Restauration von Jos. Rüfing (Zum Lahnthal), an den Bahn­höfen 461, nachverzeichnete Mobiliar- Gegenstände gegen Barzahlung versteigett:

1 Sofa, 1 vollständiges Bett, 1 ob. Tisch, 1 Kommode, 1 Glasschrank, 1 Kleiderschrank, 1 Küchenschrank mit Glasaufsatz, Bilder und Spiegel, 1 Regulator, 2 Waschtische, 1 Tafel- klavier, 1 Buffet mit Zapfhahn, ein alter Bierapparat, große und kleine Lampen, WirtStische und -Stühle, Flaschen und Gläser, Kleider und Weißzeug, Haus-, Küchengeräte usw.

5305 I A.: Schneider.

Arbeits-Vergebung.

Der Turnverein beabsichtigt seine Turnhalle an dec Nordanlage zu vergrößern, und sollen die hierzu erforderlichen Rohbauarbeiten im Ganze« oder getrennt vergeben werden. Rrflektanten können Pläne, Voranschlag und Bedingungen während der üblichen Büreaustunden bei den Architekten Herren Stein & Weyer einsehm, und sind Angebote dem Unterzeichnete« bis zum Samstag de« 11. d. Wts., mittags 12 Zl-r, einzureichen.

Gießen, den 4. August 1900. 6812

L. Pirr, Vorsitzender d.'S Turnvereins.

Kunstverein.

Die Gemälde Ausstellung im Turmhaus am Braud bleibt vo« Montag, bett 13. August bis Ende September geschloffen. [5802] Der Vorstand.