Markus Bauer
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dm. Mainz, 3. August. Hauptmann Frehschmitt vom 87. Regiment wurde gestern abend beim Zurückreiten von einer Hebung von einem ernsten Unfall betroffen. Beim Einreiten in die Stadt blieb das Pferd an einer Pserdebahnschiene mit dem Huf hängen, wodurch es zu Fall kam und den Reiter abwarf, und zwar so unglücklich, daß er unter das Pferd zu liegen kam. Am linken Bein erlitt der Hauptmann eine schwere Verletzung.
Braunfels, 3. August. Von den Gemeinden der hiesigen Bürgermeisterei, die am vorigen Samstag durch Hagelschlag geschädigt worden sind, ist Niederbiel am stärksten mitgenommen. Der daselbst angerichtete Schaden beläuft sich aus über 50000 Mk., dann folgt Burgsolms mit etwa 9000, Oberndorf mit beinahe 8000, Oberbiel mit ungefähr 6000 und Altenberg mit 4500 Mk. In den andern Gemeinden sind die Schäden erheblich geringer.
Frankfurt a. M., 3. August. Im Frankfurter Tiergarten ist in der vorigen Woche wieder ein Transport von über 50 Tieren aus Ausstralien eingetroffen. Nur einige wenige davon sind schon früher einmal durch Artgenossen hier vertreten gewesen und manche von ihnen waren überhaupt noch nie lebend auf dem europäischen Kontinent. Auch unter den neueingetroffenen Säugetieren befinden sich mehrere, die zum erstenmale lebend nach Deutschland kamen. Der Zoologische Garten kauft schon seit Jahren ganze Tiertransporte direkt von den Kolonisten, wodurch sich das rapide Wachsen des Tier- bestandes erklärt. In diesem Jahre mußten 104 neue Vogelkäfige eingerichtet werden, die schon fast sämtlich gefüllt sind. 50 neue Säugetierbehälter werden augenblicklich aufgestellt; wettere 70 sind in Arbeit und werden noch vor Winter bewohnt sein.
Vermischtes.
* Vom Raubmörder Göuezy. Die B e s ch w e r d e Gönczy's gegen die Ablehnung des Wiederaufnahmeverfahrens seitens der Strafkammer ist jetzt auch vom Strafsenat des Kammergerichts verworfen worden. Gönezy will sich jedoch hiermit nicht zufrieden geben und hat seinen Verteidiger Dr. Herbert Fränkel unter Beteuerung feiner Unschuld dringend gebeten, alle nur möglichen Schritte zu thun, damit neues | Entlastungsmaterial herbeigeschafft wird. Der Erfolg ist freilich mehr als fraglich. - Die Ehefrau des Gönczy befindet sich noch immer in einem Berliner Krankenhause. Es geht ihr jetzt etwas besser; sie ist für die ihr feiten« der Verwaltung entgegengebrachte gute Pflege dankbar.
• Zwei Schulknaben aus Könitz hatten sich, wie wir seinerzeit meldeten, während der Pfingstfeiertage heimlich aus den elterlichen Wohnungen entfernt und waren in die weite Welt gewandert. Nachdem es bisher trotz der umfangreichsten Nachforschungen nicht gelungen war, den Verbleib der Ausreißer zu ermitteln, sind dieselben nunmehr in Zoppot angehalten worden. Sie versuchten dort bettelnd ihren Unterhalt zu erwerben und wurden jetzt ihren Eltern in Könitz wieder zugeführt. Wie noch erinnerlich fein dürfte, versuchten die antisemitischen Zeitungen, da« Verschwinden der beiden Knaben für ihre Zwecke zu sruk-
Der frühere Reichstagsabgeordnete, der bekannte Freiherr von Münch, Majoratsherr in Mühringen, Oberamt Horb (Württemberg) gab vorgestern auf seinen Schweizer, während eines Streites, fünf Revolverschüssc ab und verletzte denselben so schwer, daß kaum Hoffnung aus Erhaltung seines Lebens besteht. Die gerichtlich- Untersuchung ist bereits cingeleitet.
H * Eine unangenehme Verwechslung ereignete sich im städtischen Krankenhaus zu Neustadt a. H. Ein Dienst- mädchen hatte sich eine Nähnadel so tief in die Hand ge- stoßen, daß die Nadel mit Röntgenstrahlen gesucht werben mußte. Im Besitz der Photographie machte sich der Krankenhausarzt daran, dem Mädchen die Nadel aus der Hand zu schneiden. Mitten in der Arbeit erwachte das Mädchen aus der Narkose und rief erschreckt: „Ach Gott, Herr Doktor, Sie haben ja die falsche Hand!" Sofort chloroformierte der Arzt das Mädchen wieder und schnitt nun aus der anderen Hand die Nadel. Da die Verwundung der „falschen" Hand schwer ist, soll der Prinzipal des Mädchens den Beschwerdeweg betreten haben.
• Mailand, 3. August. In S a n t a M a r i e l l a wurde auf den Fürsten Balthasar O d eskalchi ein Attentat verübt. Der Fürst soll schwer verwundet sein.
Gerichtssaal.
8 Butzbach, 4. August. Ein hier bedienstet gewesener Schweizer unterschlug kürzlich in dem LadengefchLft von Kunz ein Paar Manschettenknöpfe und entwendete dann seinem Mit« knechte besten Geldbörse mit etwa 2 Mk. aus der Schlafstube. Das Schöffengericht diktierte hierfür dem unredlichen Burschen im Hinblick auf seine Vorstrafen eine ebenso gerechte als exemplarische Strafe von 6 Wochm und 4 Tagen Gefängnis zu.
Im Humboldthain zu Berlin. Sie schien stark nervös zu sein. Als sie den rotseidenen Pompadour auf die Brüstung des Anklageraums stellte, ihn mit zitternden Händen auseinanderzog und dem Inhalt ein Papier ent- nahm, das sie zunächst zwischen die Äppen klemmte ließ sie die Tasche von dem unsicheren Stützpunkt falten. Glcrch darauf machte sich ein starker Dust von Kölnischem Wasser bemerkbar, ein ungewohnter Geruch im Gerichtssaal. eine int Pompadour aufbewahrte Flasche mußte zerbrochen sein. Das feingeschnittene Gesicht der Angeklagten überzog stch mit Röte. Dann wandte sie es mit einem verlegenen Lächeln dem Richtertische zu. — Vors.: Frauletn, ich denke. Sie geben die unüberlegte Aeußerung ruhig zu, dann rst die Sache bald zu Ende. — Angeklagte: O nee, so leichte iiebt die Lotte Sp. . . sich doch nich ick will mir hter von diese jlühende Stelle aus verdefsendteren, denn der Schutzmann, der sich an een schwächet Werb vergreift, rs in meine Oogen ee.n — Bors.: Seien Ste ruhtg, tch sehe schon, ich habe mich in Ihrer Persönlichkett geirrt. Also Sie sind die unverehelichte Charlotte Sp. . . ., 49 Jahre
alt und unbestraft? - Angekl.: Jawohl, un mein Vater' war königlicher Beamter. — Vors.: Das ist Nebensache. — Angekl • Ick meene doch, wenn ick hier wegen Beamtenbeleidigung us die Folterbank muß, un werde zur Wache ieschleppt wie 'ne Mörderin un .muß, zwischen alle die Männer in eenen kleenen Raum stehen un mein Signalement uiieben, det mir vor Scham die Lust knapp wird, utt wo doch sonst in Berlin us Sitte un Anstand jehalten wrrd, un ick uf det lebhafteste bedauere, det det Heinze-Gesetz durchjesallen is, denn die Zucht mit die Unzucht m Berlin is nick au beschreiben, denn — ja, wat wollte tck doch fleich faqen 4 „ Vors.: Ja, Sie haben den Faden verloren, das kommt davon, wenn Sie so viel reden. Geben Sie kurze und präzise Antworten und schweifen Sie nicht ab. Nun erzählen Sie mal kurz, was Sie am Morgen des 20 Mai mit dem Schutzmann im Humboldthain vorgehabt haben. — Angekl.: Wat denken Sie denn, Herr Jerichtshos, sowat kriege ick nich ieber meine Lippen, det is mir denn doch zu scharnierlich. Ick habe det zu Hause allens schön zu PaPrer gebracht, hier is et. — Vors.: Nein, das kann uns nick)ts nützen, hier haben wir mündliche Verhandlung. Es wird wohl nicht so schlimm sein. — Angekl.: Herr Präsident, et is schön int Humboldthain. Wenn tm Frühjahr Die Vöjel singen un die Sonne durch det jriene ^anb uf die sauber beharkten Weje scheint, wenn allens so still is un die janze Natur Ruhe un Frieden atmet, wenn der Flieder seine Jerüche durch die Atmosphäre ziehen läßt, wenn — Vors.: Aber verschonen Sie uns blos mit elegischen Natur- schilderungen, kommen Sie zur Sache. — Angekl. (fort- fahrend): durch die Atmosphäre ziehen läßt, dann sitzt et sich schön uf 'ne schattige Banke. Ick nehme denn mein Strickzeich mit un esse meine Schrippe zu. So hatte ick et ooch an jenen betreffenden Morjen gemacht, ^zct war eben mit meine Schrippe fertig un lese m die halbe Zeitung, wo ick ihr injewickelt jehabt hatte. Mit eenem Male sehe ick, det zwee Studenten, die jeder eenen Hund an die Leine führen, uf meine Banke lossteuern, denke: Nanu? Wat soll nu loswer'n? Un richtig, der eene fefct sich rechts un der andere links von mich, wobei si yoslich an ihre bunten Mützen fassen un fragen, ob et erlaubt is. Wat sollte ick machen? Ick blieb ruhig sitzen und las meine Zeitung weiter. Die beeden Studenten fangen an, sich wat zu erzählen, als wenn ick jarnich da wäre, allerhand dumme Witze, ick dhat, als hörte ick nischt; bann fing der eene an zu fingen: „Sie hat ’n Flo —- fie hat en Florentiner Hut, und auch ein köstliches Geschmew . Det kochte in mir, aber ick "ließ mir nischt merken.
Vors.: Warum standen Sie nicht auf und suchten eine andere Bank? — Angekl.: Nee, nu wollte ick jerade sehen, wie weit die Jemeinheit wohl jinge. Det dauerte rnch lange, so ließen die beeden Studenten ihre Hunde so weit locker, det sie miteinander spielen konnten, un wie Hunde nu so sind, jerade vor meinen Oogen — aber nee, bet jage ick nich, bet kann bet Schutzmann erzählen. stand wütend uff und jing weiter. So nach etwa hundert Schritt bejegnet mir een Schutzmann. Ick sehe mir um, die beeden Studenten sind jerade uffjestanden un ziehen mit ihre Hunde los. „Herr Schutzmann" sage ick, arretieren Sre mal die beeden Studenten da, sie haben Hunde bei sich • Ja, sagt er, det sehe ick. Aber sie führen die Sounbe je an der Seine un bet dürfen sie. — „Sie Jabeu afcer mein sittliche! Anstandsgefühl beleidigt", sage ick. ,,^er i Die Studenten?" fragt er. „Nee, die Hunde", sage ick. — Un wat giebt er mir dadruff zur Antwort? „Na, wenn t weiter nischt is, nu lassen Sie sie man loofen. Die sind ooch schon zu weit weg". Un damit will er weiter jehen. Det war mir denn doch een bisken zu ville. Herr! sage ick. Sie wollen Beamter sind? Ick will Ihre Nummer wissen, denn ick will mir bei Herrn v. Windheim beschweren. Vors ■ Sie sollen aber noch einige recht grobe Schimpfworte gebraucht haben, worauf der Beamte Sie zur Wache führte. — Angekl.: Wat sagt man nich alles in der Erve jung. Ick bitte um eene jelinde Jeldstrafe. — Vvrs.: Das ist wenigstens ein vernünftiges Wort. — Die Angeklagte kommt mit einer Geldstrafe von 10 Mark davon.
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•• lieber die Behandlung alleinreisender Kinder wurde I auf den preußischen Staatsbahnen eine Vorschrift erlassen, I durch die das Bahnpersonal angewiesen wird, bei dem Oeffnen und Schließen der Wagenthüren sehr vorsichtig zu I verfahren: das Fahrpersonal zu überweisen, das Sorge zu tragen hat, daß die Kleinen nicht unberufenen Personen I in die Hände fallen. Ist zur Abholung alleinreisender Kinder niemand ans dem Bahnhof, so sind die Angehörigen I zu benachrichtigen und die Kinder bis zur Abholung im Wartesaal zu beaufsichtigen.
-v- Heuchelheim, 4. August. Vor gut besetztem Hause gab gestern abend das Kruse'sche Streichquartett sein I vorletztes Symphoniekonzert, das den schönsten I Verlauf nahm. Die Quartettvorträge, bestehend ans dem I Quartett Op. 18 Nr. 2 in G-dur von Beethoven und „Ofterfrieben" von H. Kruse, fanden diesmal besonders | freundliche Aufnahme; letzteres Stück, mit dem Herr Kruse einen schönen Beweis eigner Schaffenskraft erbrachte, mußte I sogar auf allgemeines Verlangen wiederholt werden. Die I Solisten bewährten daneben aus's neue ihre bekannte Künstler- I schäft, die das Publikum zu stürmischem Beifall fortriß, von dem sich beide Künstler erst mit einer Zugabe loSkausen mußten. Herr H. Kruse entzückte diesmal die Zuhörer I durch seine vollendete Flageolet-Technik in einer Schweizer- I melodie von Koßmann, während Herr W. Kruse in einem I Biolinsolo von Rieß eine gereifte Auffassung verbunden mit I weit vorgeschrittener Technik an den Tag legte. Montag I abend findet nun, wie bereits mitgeteilt, das letzte Konzert I statt, das sich aller Voraussicht nach zu einem Ehren- I abend für die Konzertgeber gestalten dürfte.
b. Friedberg, 3. August. Die Arbeiten am Bahnbau I Friedberg-Homburg schreiten rüstig vorwärts. Die I Erdarbeiten sind aus der ganzen Strecke fast vollendet mit | Ausnahme des ersten unb schwierigsten Teiles zwischen Fried- I berger Bahnhof und Niederwöllstädterstraße, der dem Schacht- I meister H. Weimer aus Gießen übertragen worden ist. Die I Erdarbeiten müssen bis zum 15. November ds. IS. fertig I gestellt fein. Die Hauptschwierigkeiten auf dieser Strecke I liegen hinter Fauerbach in dem Dreieck zwischen Hanauer- I und Main-Weserbahn. Es sind hier drei Brückenbauten I erforderlich, welche dieser Tage angefangen werden. Die I neue Bahn geht zuerst über die Hanauer- und dann über I die Main-Weserbahn. Die Arbeiten für den Oberbau der | Strecke werden auch in Bälde vergeben werden, da die Bahn I bereits am 1. März 1901 dem Verkehr übergeben werden soll. I Die Strecke von Homburg bis Friedrichsdorf ist schon seit I längerer Zeit in Betrieb. Bahnhöfe werden außer Fried- 1 berg und Homburg noch kommen nach Roßbach, Rodheim I und Holzhausen.
Büdingen, 3. August. Wie dem „Büd. Allg. Anz." mitgeteilt wird, haben einen Vertrag, das Oberhesfische I Elektrizitätswerk betreffend die Gemeinden: Eckartshausen, I Ranstadt, Büches, Echzell, Gettenau, Bingenheim, Jlben- I ftabt, Nieberflorstabt, Hungen, Laubach, Melbach, Söbel, Wenings, Hirzenhain, Merkensritz, Eckartsborn, Lißberg, Ortenberg, Stockheim, Nibba unb Glauberg anerkannt unb die elektrische Anlage genehmigt.
Darmstadt, 3. August. Heute vormittag gegen halb 11 Uhr passierte bas vierte ostasiatische Infanterie-Regiment, dem achch bie hessischen Freiwilligen angehören, auf ber Fahrt von Hagenau nach Bremerhaven den hiesigen Main-Neckar-Bahnhof. Daselbst chatten sich! bie Spitzen ber Behörben, Generalleutnant v. Perdanbt, ber Stadtkommandant General v. Daum, bie Offizierkorps, Oberbürgermeister Morneweg und bie Stadtverorbneten, | sowie ein nach Tausenden zählendes Publikum, darunter , auch viele Kameraden aus hiesiger Garnison und zahlreiche Auswärtige eingefunden, um den Scheidenden ein Lebewohl zuzurufen. Als der Zug unter brausenden Hurrah- rufen in den Güterbahnhof einfuhr, drängte sich alles nach den Wagen, und es sand alsdann eine überaus herzliche Begrüßung der Freiwilligen statt, welche die Wagen nicht verlassen durften. Viele Liebesgaben, insbesondere Cigarren, wurden ihnen gereicht und durch die Mannschaften des freiw. Sanitätskorps, welche in Uniform erschienen waren, wurden ihnen die Feldkessel und Trink- gefäße mit Bier gefüllt. Von feiten der Stadt Darmstadt war als Liebesgabe ein großes Quantum Cigarren gespendet, welche den Truppen später zu Teil werden. Den Offizieren wurde Champagner kredenzt und wurden ihnen belegte Brödchen verabreicht. Die Mannschaften trugen größtenteils den gelblichen Khaki-Anzug, die Offiziere dunkelblaue Litewkas. Offiziere und Feldwebel trugen Revolver. Die Offiziere wie die Mannschaften, hatten als Kopfbedeckung den aufgekrämpten Strohhut mit einer großen Kokarde in den Reichsfarben, darunter eine kleinere in den betreffenden Landesfarben der Träger. Während des etwa 15 Minuten währenden Aufenthalts spielte die Kapelle des Leibgarde-Regiments Nr. 115. Der Kommandeur der Großh. Division, Generalleutnant v. Perbandt, brachte ein Hoch auf das Bataillon aus, in welches das tausendköpfige Publikum begeistert einstimmte. Nur zu rasch waren die wenigen Minuten verflossen, während welcher sich manche rührende Abschiedsscene zwischen Angehörigen und den Freiwilligen abspielte. Der Kommandeur des Bataillons sprach bei der Abfahrt noch aus dem Wagen herzlichen Dank für alle Liebesbezeugungen aus und unter den Klängen der Musik, brausenden Hurrahrufen, sowie Tücherschwenken, welche von den Scheidenden lebhaft erwidert wurden, setzte sich der Zua in Bewegung Die innigsten Segenswünsck-e begleiten die Tapferen auf ihrer Fahrt nach dem fernen Osten; mögen sie alle glücklich und gesund in die Heimat zurückkehren! N. Hess. V.
Sport, Spiel, Jagd.
Gietzerr, 3. August. Zwei Mitglieder des Vereins „Hunde- sport für Gießen und Umgegend" haben auf bet am 22. und 23. Juli d. I. in Apolda stattgehabten Hundeausstellung neue Lorbeeren geerntet. So erhielt Herr August Schwan für.seine zwei rauhhaarigen Pinscher „Max-Kismet" und »Hüde Hardthof fünf 1. Preise, Herr Herrn. Förster für feine Zwergspitzhündin
Distapzritt Florenz-Berlin, den italienische Lanciert unter Führung des Leutnants Grafen Alfred Bosellt am 15. Juli unternommen, jedoch wegen der Tragod^ von Monza in München unterbrochen hatten, wird nunmehr auf Befehl des Königs Viktor Emanuel III. zu Ende geführt werdm. Leutnant Bosellt, der dieser Tage in Berlin weilte, ist gestern nach Münchm zurückgekehrt, worauf fofort der Ritt über Würzburg nach Kassel angetreten wurde. Graf Bosellt wird das bet sich führendeHandfl^etbendeslnzwisch« verstorbenen Königs Humbert dem Kaiser Wilhelm auf Schloß Wtlbelmshobe überreichen. __ —
HMdesÄr Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter BÖr*e vom 3. August.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
Prämien auf Kredit per ult Äug. 1.80’/q, do. per ult. Sept. 2 80%. Diskonto-Kommandit per ult. Aug. 1.50%, do. per ult Sept 235 o/£ Lombarden per ult Aug. 0.65%, do. per ult. Sept. 1.10%. Deutsche Bank per ult. Juli 0.00 %.
Notierungen: Kreditaktien 207.90-207-60 0, Kommandit 176.60-20, Staatsbahn 140.90-70, Lombarden 25.20-50 Italiener 93.40, Spanier 71.90-00, Bproz. Mexikaner 26.15, Bochur 196.20-95.70 Laura212.30bz., Harpener 185.90-50 bz„ Ga^n^cne« 193.30 dz., Ungar. Goldrente 00, Oes ton. Coupons 00.00, amer Couoon? 0.00, Privat-Diskont 4%° o- A nn nn u- n«
* 1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 2O7JO-O.OO-OO bs., Dig-
konto-Kommandit 176.20-50 bz., Berliner ^^Isgssellschktt 00 00 bz, Staatebahn 140.70-00 bz, Lombarden 25.50 b, Laura 00,00. Bochumer bz. —,


