her Tasche und feuerte mehrere Schüsse gegen die Unglück-- licke Frau ab, die lebensgefährlich verwundet wurde. Als die Schüsse fielen, eilte die Tante der Frau, Fräulein Marie herbei und suchte den Rasenden, der nod) Wetter schoß zu entwaffnen. Der Mörder aber richtete die Waffe aeaen sie und tötete sie gleichfalls. Inzwischen trat bte 17 jährige Giosuina Carvalho, eine Base der ermordeten Eleonora in das Zimmer ein, in welchem das Drama sich abspielte' und stürzte sich in ihrer Verzweiflung aus den Mörder 'um ihm den Revolver zu entreißen. Es entspann sich ein wilder Ringkampf; das Mädchen drängte den Mann bis zur Thür, die zur Treppe führte, rollte mit ihm die Treppe hinunter und kämpfte so lange, bis es der Polizei gelang, Machado zu entwaffnen. Er wurde sofort ins Gefängnis gebracht."
von der Kammer unterstützten Eingabe der Gvoßh. Handelskammer Worms, betr. Erleichterung der zollamtlichen Behandlung von Gütern, welche zur Durchfuhr durch das Ausland und zur Wiedereinfuhr in das Inland bestimmt sind, keine Folge gegeben hat.
6. Der Kammer sind vertrauliche Mitteilungen zugegangen, betr. die Lage der elektrischen Industrie in der Kolonie Reu-Süd-Wales, der Submission von rollendem Eisenbahnmaterial in Chile, sowie betr. die Vergebung des Monopolkampfers der Insel Formosa. Dieselben können von Interessenten auf dem Büreau der Kammer eingesehen werden.
Es starben an:
Altersschwäche Lebensschwäche Lungenschwindsucht Gehirnschlagfluß Herzfehler Magenentzündung Milzentzündung Eingekl. Bruch Atrophie Krämpfen Brandwunden
Summa: 14 (4) 10 (3) 3 (0) 1 (1)
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Vermischter.
* München, 1. August. Der „Berl. Lokalanz." weiß von einem neuen Liebesroman amHofe zu erzählen, I der trotz der entgegenstehenden Hindernisse wohl zum Ehe- I bunde führen werde. Die Beteiligten seien Prinzessin Klara I von Bayern (geb. 1874), jüngste Tochter des verstorbenen Prinzen Adalbert von Bayern, eines Bruders des Regenten, und der Infantin Amalie von Spanien, sowie der gleichalterige Freiherr Theodor v. Cramer-Klett, ein Nürnberger Großindustrieller, der wohl der reichste Mann in Bayern ist. Der Adel der Familie flammt erst aus dem Jahr 1876. Der Freiherr, der auch erblicher Reichsrat der Krone Bayerns ist, gehört der protestantischen Konsession an, hat aber neulich viel von sich» reden gemacht durch seine | reichen Zuwendungen an den Benediktinerorden, woraus vielfach auf seinen bevorstehenden llebertritt zum Katholizismus geschlossen wurde. Prinzessin Klara, eine sehr fromme Dame, (ift Aebtissin des königlichen Domstiftes zur heiligen Anna in Würzburg. Geschwister von ihr sind die Prinzen Ludwig Ferdinand und Alfons, sowie die Prinzessinnen Isabella und Elvira, die, erstere mit dem Herzog von Genua, letztere mit dem österreichischen Reichs- grafen v. Wrbna verheiratet sind.
* Die Andree-Boje. Jrn Sitzungssaale der Akademie der Wissenschaften zu Stockholm wurde gestern in Gegenwart der Polarforscher Nordensköld, Nathurst und anderer Gelehrten und Fachmänner die kürzlich bei Island aufgefundene Andree-Boje geöffnet. Die Boje trug die Inschrift: „Andrees Polarexpedition, Nr. 3 1896"; sie war, von der verschwundenen Färbung abgesehen, ganz unbeschädigt. Bemerkt wurde, daß infolge der schlechten Ausführung des Schraubengewindes der Oberteil der Boje sehr leicht durch Wellenschlag oder Eisdruck abgeschraubt worden sein konnte, und daß die Boje, da die untere kupferne Spitze unversehrt ist, nicht auf Land oder Eis gefallen sein kann. Ein Vergleich ergab, daß der früher aufgefundenen Andree-Boje Verschluß und Kupferhülse fehlten.
* P e ch! Die für vergangenen Sonntag bereits festgesetzt gewesene Vermählung des Königs von Serbien ist ans einer erheiternden Veranlassung um eine Woche verschoben worden. Der serbische Thron-, der bet den Vermählimgsfestlichkeiten füglich nicht entbehrt werden kann, befindet sich nämlich seit einigen Monaten in Parts, wo er zur Ausschmückung des serbischen Pavillons in der Ausstellung verwendet worden ist, und konnte auch bet der schnellsten Beförderung nicht mehr rechtzeitig in Belgrad anlangen. Bis zum nächsten Sonntag, der nun für die Hochzeitsfeier festgesetzt ist, wird der: ^hronsessel wieder in Belgrad eingetroffen sein. — Ist denn kein
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Krieskasten der Redaktion.
W. B.-Dtaufen-erg. Ein sich für den Dienst nach Chm^ meldender Freiwilliger bedarf nur der Zustimmung seinesi Vaterst bezw. Vormundes, wenn er noch nicht das mündige Alter, 21 Jahre, erreicht hat. .
Man setze seinen Speisen „Toril“ zu; wenn der Kranke fcft» Speisen nickt vettragen kann, bereite man eine kräftige Suppe nur aus Toril. — Die Schmackhaftigkeit des Torll ermöglicht die Aufnahme auch beim appetitlosesten ^nfen und wird dessen Appetit m kurzer Zett gehoben. — Toru ist die leichteste Nahrung, der ganze Nährstoff geht w» Blut über und befördert die Genesung.
„Toril“ ist Fleischextrakt auS bestem Ochsenfleisch mtt kräftigenden und nahrhaften Substanzen.
jff" Man verlange überall „Toril“. W
vor der Kaiserin Eudoxia in Byzanz — letztere Gruppe von außerordentlicher Pracht und stimmungsvoller Anordnung. Himmel, was müssen allein diese golduber- ladenen Kostüme gekostet haben! Die ersten Bewohner von Paris, die Gallier, sehen wir in etwas einfacherer Tracht, in Tierfellen. Das frühe Mittelalter ersteht vor uns in der - von der heiligen Clothilde ausgeübten Almosenverteilung an Arme und Kranke, die zur Zett der Kreuzzüge in einer ein Turnier beobachtenden Gruppe edler Frauen, die dem siegreichen Guy von Lusignan, der fielt später die Krone Jerusalems aus das Haupt setzte, zu- jubeln, und eine benachbarte Gruppe ift der Pracht lieb enden Epoche der italienischen Renaissance gewidmet: die jugendftolze Gattin des Dogen von Venedig besteigt mit ihren Gefährtinnen eine prunkend geschmückte Gondel, um sich zu einem Fest zu begeben.
Es ist unmöglich, eine eingehende Aufzahlung alles dessen zu geben, was unter genauester Berücksichtigung der geschichtlichen Treue hier in künstlerischer Weise aus dem wechselvollen Gebiete der Moden vor uns verkörpert ward: wir sehen Marie von Medici bei einem nächtlichen Besuche ihres Sterndeuters, eine Zusammenkunft der verführerischen Gabriele d'Estrees mit Heinrich IV., eine der tonangebenden Damen des Hofes Ludwigs XV., in ihrem Boudoir Besuche embfangcnb, Marie Antoinette^in ihrem bestrickenden Jugendreiz im Trianon, ein Mode-Salon zur Zeit des Direktoriums, dann, wieder ein besonderes Glanzstück, die Kaiserin Josephine in einem Saal der Tuilerien. am Tage vor der Krönung ihren purpurnen, mit goldenen Bienen bestickten und mit Hermelin umsäumten, fammetnen Krönungs - Mantel approbierend, während Napoleon in feiner grünen Jägerunisorm gerade eintritt. Die folgenden Moden dieses Jahrhunderts erscheinen am geschmacklosesten, bis auf einen Ball im Jahre 1860 mit der ihrer siegenden Schönheit bewußten Kaiserin Eugenie als Mittelpunkt. Und schließlich die Moden von heute mit den neuesten und teuersten Schöpfungen, mit Phantafielaiineii, die man nicht für möglich hält, in einer so großen Zahl und Mannigfaltigkeit, daß man wohl die Bewunderungsausbrüche der Damen versteht und ihre oft laut werdenden heißen Wünsche, hier mal so recht nad). Herzenslust auswählen und mitnehmen zu dürfen von diesen lockendes Schätzen, die für viele Evaschwestern das irdische Paradies bedeuten.
9. Sihuvg Hroßy. «Handelskammer Hießen für die Kreise Hießen, Alsfeld und Lautervach vom 1. August 1900. I (Pcotokollauszug.)
Anwesend die Herren: Kommerzienrat Koch, Dürbeck, | Grünewald, Kommerzienrat Heichelheim, Jhring, Moll, I Nowack, Rinn, Schwall und Wallach, sowie der Sekretär, I Dr. Kehrn.
Entschuldigt fehlen die Herren: Scheel, Balser, Hoos, I Katz, Ramspeck, Schirmer, Steinecke und Kommerzienrat I Wortmann.
1. Geschäftsbericht: Der Kammer ist der Ent- I wurf einer vom Bundesrat auf Grund des Reichsgesetzes I zur Bekämpfung des untautern Wettbewerbs zu erlassenden I Verordnung über den Kleinhandel mit Stearin-, Pa- I rassin- und Kornpositions - K e r z e n zur Begutachtung zugegangen. Der Entwurf bestimmt, daß Kerzen der genannt I ten Art im Einzelverkehr nur in bestimmten Einheiten des I Gewichts und unter Angabe der Gewichtsmenge auf der I Außenseite der Packungen gewerbsmäßig feilgehalten wer- I den dürfen. Auf Grund der eingegangenen Steuerungen von Interessenten stimmte die Kammer der beabsichtigten I Regelung bei. — Die Kammer hat im Verein mit der I hiesigen Großherzogl. Universitätsbibliothek gegenüber dem Kaiserl. Patentamt den Wunsch geäußert, daß in Ergänzung | der bisher in den Räumen der hiesigen Uuiversitätsbiblio- I thek ausliegenden Patentschriften noch eine Reihe I anderer (nämlich diejenigen der Klassen 4, 21, 30, 42, I 45, 51, 57, 68 und 34i) überwiesen werden möchten. Das I Kaiserl. Patentamt hat diesem Wunsche entsprochen, sodaß die neuen Klassen vom 1. Oktober d. I. ab Interessenten zur Verfügung stehen werden.
2. Den Hauptgegenstand der Tagesordnung bildete eine erneute Beratung des Entwurfs eines neuen Hande l s k am m e r g e s e tz e s. Zu demselben lag ein eingehendes Reserat des Sekretärs vor, das neben einer Reihe weniger wichtiger Abänderungs- und Ergänzimgsvorschläge in mehreren wesentlichen Punkten eine Umgestaltung des Entwurfs befürwortete. Die Kammer pflichtete den Ausführungen des Referats bei und beschloß im Sinne desselben an das Großh. Ministerium des Innern zu berichten. |
3. Der Handelsverein Lauterbach hat die Kammer um einen jährlichen Beitrag zu der dort ins Leben gerufenen kaufmännischen Fortbildungsschule ersucht; ebenso hat Alsfeld den Wunsch nach einem solchen Beitrag ausgesprochen. Die Kammer beschloß, die bisher ausschließlich für die Hefige kaufmännische Fortbildungsschule verwendeten Mittel künftig nach Maßgabe der Schülerzahl der genannten Schulen auf letztere zu verteilen.
4. Der deutsche Handelstag richtete an die deutschen Handelskammern ein Rundschreiben, in welchem er dieselben um Begutachtung des Plans der Errichtung einer Auskiiuftsstelle für den auswärtigen Handel in Deutschland (Reichshandelsstelle) ersucht. Die Auskunstsstelle soll in erster Linie dem Ausfuhr-, jedoch zum kleineren Teile auch dem Einfuhrhandel dienen. Als Gegenstand der Thätigkeit der genannten Institution sind vor allem die Vermittelung der Kenntnis des für den Export- und Jmporthandel in Betracht kommenden ausländischen Rechts (Gesetze, Verordnungen u. f. f. betr. Zollwesen, Handlungsreisende, Steuern, Patent-, Muster- und Zeichenrecht, Handelsrecht und nicht durch Handelsrecht ersetztes bürgerliches Recht u. s. f.), der besten Beförderungswege, der Berech- nungsweise der Frachten, der Länder und Orte, Personen und Firmen für Bezug und Absatz der verschiedenen Waren n s w ins Auge gefaßt. Die Kammer beschloß, der An- aeleaenheit näher zu treten und zunächst; eine Anzahl' Fragebogen an die Hauptinteressenten ihres Bezirks auszugeben.
5 Es wird zur Kenntnis der Kammer gebracht, daß die Eingaben derselben an den Reichstag betr. die gemischten' Getreide-Privat-Transitläger sowie betr Errichtung deutscher .Handelskammern im Ausland infolge des Schlusses des Reichstags nicht zur Beratung und Beschluß- faf ung gelangen konnten, ferner daß der Bundesrat der
Stuhl da? , „ r .
*EinLöweineinem Eisenbahnwagen. Em I furchtbares Abenteuer, dem Mr. Ryall, ein bekannter Po- lizeünspektor, auf einer Reise in Ost-Afrika zum Opfer I fiel, wird jetzt von einem Mitreisenden in der „Eastafriccm I und Uganda Mail" erzählt. Der Zug war von Mombasa nach Krma gekommen. Hier hörte Mr. Ryall, daß em Lowe sich in einer Entfernung von 200 Yards befinde. Er loste feinen Korridor-Wagen los, begab sich zu einer anderen Abteilung des Zuges, in der sich Heubner, Parenti und der Erzähler dieses Abenteuers befanden, um nut diesen das Tier zu suchen. Die drei Männer schlossen sich Ryall an, aber die Jagd hatte keinen Erfolg. Da ihm aber wiederum der Stationsvorsteher sagte, daß zwei Löwen in jeder Nacht nahe der Station ein vernehmliches Brüllen ertönen ließen, entschlossen sie sich, in dem abgelösten Wagen, der auf em Nebengeleise ausrangiert wurde, auf Wache zu bleiben. Um Mitternacht legte sich Parenti auf den Boden, um zu schlafen, Heubner hatte ein Bett darüber, und Ryall saß auf feinem Platz und hielt zuerst ®atfie. Um 1 Uhr 30 Mm. erwachte Parenti plötzlich und fand einen Löwen auf ihm knieen. Er sah die Vorderiatzen des Tieres auf Ryalls Körper und hörte Ryall einen Schrei ausstoßen. Er versuchte, zu feiner Flinte zu kommen, aber es ging nicht; bann gelang es ihm, durch das Fenster zu kriechen. Er lief, um den Stationsvorsteher zu holen; als fte zuruck- kamen, fanden sie Heubner in der Küche un hm ter en Teil des Wagens. Sie riefen: „Ryall! Ryall!", aber es kam keine Antwort. Darauf holte der Stationsvorsteher ferne Leute und kehrte mit Feuerbränden zu dem Wagen zurück. Sie fanden diesen mit Blut getränkt, aber leer. Ryall war nirgends zu sehen. Der Tag kam herauf und nun entdeckten sie noch mehr Blutspuren und Spuren von den Tatzen eines Löwen und eines Jungen. Ryall ist nicht ge- I |unb™*i!b^rimmtr Gatte. Aus Rio de Janeiro wird unter dem 3. Juli berichtet: „Die Stadt steht unter bem Eindruck eines tragischen Ereignisses das wegen der Personen, die dabei beteiligt waren, bas größte Aufsehen erregt. Der Abgeordnete Jreneo Machado, einer der jüngsten und tüchtigsten Parlamentarier, der den ersten Wahlkreis von Rio" de Janeiro vertritt, hatte barbreit Jahren die achtzehnjährige Eleonora Carvalho, des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten geheiratet. I Bald nach der Hochzeit knüpfte Machado jedoch em -^er- I hältnis mit einem anderen Weibe an; seine eifersüchtige I Gattin erklärte darauf, daß sie in das Elternhaus zuruck- I kehren würde. Inzwischen war Dr. Carvalho von seinem I Ministeramt zurückgetreten und hatte eine Reise nach I Europa unternommen; seine Tochter beschloß daher, den I endgiltigen Entschluß bis zu seiner Rückkehr zu verschieben. I Heute sollte er heimkehren. Gestern abend fragte Machado seine Frau, ob sie bei ihrem Beschlüsse bleibe, woraus fte I mit großer Entschiedenheit erklärte, daß sie nichts mehr I von ihm wissen wolle und zum Vater zurückkehren werde, j Nach dieser Erklärung zog Machado einen Revolver aus
Zusammen: Erwachsene: im vom
° 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr:
Landwirtschaft.
«Kietzen, 3. August. Nach einer Mitteilung des Herrschen Landwirtschaftsrates haben bis l^t Ehrenpreise für die Landesausstellung gestiftet: derProvmzialauvschuß die Kreisausschüfse von BenSheim, Darmstadt, Dieburg, Hep^ heim, Offenbach, Gießen, Alzey, Mainz, Oppenheim, Wonns^ Der landwirtschaftliche Bezirksverein Groß-Gerau. Die Städte Darmstadt, Bensheim, Groß-Umstadt, Heppenheim, Offenbach, Pfungstadt, Gießen, Alzey, Gernsheim. Die Spar- und Leihkaffen Groß-Gerau, Bmgen, Oppenheim, ferner der Oberhessische Bi-nenzuchtverem die GeflUgel- zuchtvereine Dietesheim und Langenbrombach, bte Obst- und Garten- bauvereine für die Bergstraße (Bensheim) und Arherlgen, der Obst, und Gartenbauverein für den Kreis Groß-Gerau, der Obstbauverem Steinbuch, die Aachen-Münchener Feuerversicherungs-Gesellschaft und Overamtmann Ho ff mann-Hof-Güll. . .
Nachträgliche Anmeldungen von Erzeugnissen zur landwirtschaftlichen Landesausstellung können nur noch bis zum 7. August berücksichtigt werden.
Babenhausen, 1. August. Die von den Hagelversicherungsgesellschaften eingeleiteten und zum Teil abgeschloffenen Ermttttungen des schweren Hagelschlags vom 15. Juli ergaben, daß stellenweise vier Fünftel der ganzen Ernte vernichtet wurden. Die auszuzahlenden Versicherungssummen sind deshalb sehr groß. Leider ist eme gr p Menge von Landwirten nicht gegen Hagelschlag versichert. — jeb Jahre werden unsere Landwirte auf die Gefahren, welche *9re^ und ihrem Vermögen durch den Hagel drohen, aufmerksam gemacht; auch in diesem Jahre ist dies wiederholt von uns geschehen. Wann wirv endlich dle Zeit kommen, wo alle unsere Bauern in dem Bewutzyem, sich gegen etwa entstehenden Schaden durch Versicherung geschützt z haben, jedem Unwetter nttt dem Gefühl beruhigter Sicherheit entgegensehen können?
Gegen die Insektenplage des Viehes ist folgendes Mittel seht wirksam: Mau reibe die Tiere mir ! Theerwasser ab; auf ein Teil Gastheer — nicht Holz- theer — gieße man zwei Teile Wasser, stelle das Gesäß an einen sonnigen Platz und decke es gut zu. Nach zwei Wochen hat das Wasser einen starken Theergeruch angenommen, und die Tiere werden mittelst eines Lappens jeden zweiten oder dritten Morgen damit eingeschmieit. Wöchentliche Uebersicht derTodesfälle4nGietzen) 30. Woche vom 22. Juli bis 28. Juü 1900.
(Einwohnerzahl: angenommen zu 24800, inkl. ^00 Mann Militär.) Sterblichkeitsziffer: 29,350/00, nach Abzug der Ortsfremden 20,9. /«.
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Wie kann der Kranke sich rasch erholen nnd kräftigen?
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