Ausgabe 
5.4.1900 Zweites Blatt
 
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Fürsten- und Herzogskronen vom allen Kontinent zu beziehen

pflegen.

mittle ich Ihnen hiermit den Ausdruck meiner Verachtung;

Alfons v. Rothschild, einen Brief gerichtet: Robert von Rothschild hat mich in einem Briefe, der teilweise auch im Figaro veröffentlicht ist, aufs schtverste beleidigt und be­schimpft. Ich kann ihm keine Zeugen senden, bevor er 21 Jahre alt ist, aber ich kann so lange eine Beleidigung

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Vermischtes.

* Breslau, 3. April. Der langjährige Wächter der Riesenbaude ist am Samstag, als er von dem Begräbnis seiner Frau aus Aupa zurückkehrte, durch eine Scbneclawine im Riesengrunde verschüttet worden.

* Paris, 2. April. Die Affaire Lubersac- 'Rothschild zieht weitere Kreise. Lubersac hat nunmehr auch an den Baron Eduard Rothschild, Sohn des Barons

Xontaiidcii-Attzige

Markus Bauer, Kirchenplatz II.

.qlitbet zählte. . . .

* Grüuberg. 3. April. Im Gemeinderat wox der «mraq auf Anstellung eines zweiten akademisch ge­bildeten Lehrers an der hiesigen Höheren Bürgerschule grstellt worden, man beschloß, daß beim Großh. Minchenum dritte gethan werden sollen, um eine staatliche Beihilfe hierzu zu erlangen. Zweck des Antrags ist, den Schulern der Anstalt eine Ausbildung zu ermöglichen, die ihnen den Eintritt in die entsprechende Klasse einer höheren Lehr­anstalt und die Erwerbung der Einjährig - Freiwilligen- Berechtigung gestattet.

Eduard v. Rothschild dem Grafen heute seine Zeugen zu­schicken wird. Auch Michel v. Ephrussi habe Lubersac seine Zeugen gesandt, da er sich durch eine Stelle in dessen erstem Brief an Robert v. Rothschild getroffen erachte. Lubersac hat mit seiner Vertretung den Prinzen Louis Murat und den Marquis Vibray bezeichnet. Endlich hat auch einer der Rothschildschen Zeugen, M. de Saint-Alary, infolge der Affaire dem Automobilgrafen de Dion seine Zeugen geschickt. Für ängstliche Gemüter sei bemerkt, daß trotz alles Geschreies und Äartelltragens die jungen Aristokraten sich voraussichtlich nichts zuleide thun werden.

Die goldene Amerikanerin. Man schreibt aus Newyork: Eins der originellsten Schaustücke der

glücklich vollendet wurde. Es ist dies eine sechs Fuß hohe und 712 Pfund schwere Statue ans purem Golde, welche die hiesige Bildhauerin Bessre Potter nach dem Modelle der Schauspielerin Maud Adams verfertigt hat. ^m.Vorjahre wurde etue eigene Aktiengesellschaft, dieAmenkan Gold Statue Co." zu dem speziellen Zwecke gegründet, diese größte und kostbarste bekannte Goldstatue für Paris fertig zu stellen. Einem Künstlerkomitee blieb es Vorbehalten, die Entscheidung über das geeignetste Modell zu Men, als das einstimmig Maud AdamS erwählchvurde. BrS zu dieser Entschei­dung hatte diese Schönheits-Jury einen sehr harten Stands Kem Mittel blieb unversucht, um diese oder jene ©o)one durch- zusetzen. Damen der besten Ganz- und Halbwelt wett- weiferten um die Zulassung als Modell, eine ging so weit 25 000 Dollars für die Begünstigung ihrer Person zu bieten. Doch in dieser Frage der Schönheit wenigstens blieben die Richter unbestechlich. So ^ht denn Maud Adams als die goldene Amerikanerin nach Pans hinüber. Die Ausführung der Statue ist sehr originell Die schone Maud ist in einer einfachen Sommertoilette dargestellt, die am Hals und an der Brust reich mit Spitzen besetzt ist. Das Haar ist unmutig und rückwärts gekämmt. Die Arme hängen leicht am Körper herab, die ganze Pose ist die eines graziösen Vorwärtsgehens. Der Goldwert der Flgur be­trägt 187,000 Dollars, drei Männer werden das kostbare Stück auf der Reise nach Paris behüten. Die: Transvort- nnd Versicherungskosten belaufen sich auf ca. 12,000 Dollars. Jedenfalls ist die Idee und ihre gelungene Ausführung sehr geeignet, als wirksamstes Reklamemittel für jene goldenen

I Amerikanerinnen zu dienen, welche ihren Bedarf an Grafen-,

Arbeiterbewegung.

«Ulda, 3. April. Eine Maurerversammlung hat hier be­schlossen, daß, wenn von den Arbeitgebern die Forderungen der Maurer nicht genehmigt werden, in aller Kürze d'e Arbett nxede gelegt werde. Die Antrüge des Arbeitgeberverbandes, daß die Arbeiter mit ihren Parlieren verhandeln sollten und daß eine ^ohnerhdh 8 2 Pfg pro Stunde eintreten soll, wurden verworfen und dxe ang-bNch in einer Versammlung der Arbeitgeber gefallene Aeußcrung, dxe Der- bandsmitglieder seien sämtlich Sozialdemokraten, mit aller Enischxeden- $ett ru^ckgewiesen.^l ^urch die von einigen Meistern geübte Nach- aiebiakeit bat der Tüncherausstand von neuem begonnen. Die noch nichtzu der Arbeit zurückgekehrten Gesellen haben nut 202 gegen 4 Stimmen beschlossen, im Streik weiter zu verharren.-------

Kunst und Wissenschaft.

Südvolarforschu^ Der Direktor der Hamburger halten, daß der norwegische Südpolarforscher Bo au8 auf

seeland angelangt sei. Borchgrevink war Breite vorge-

S B°s

lächen Journalisten Georg Newnes erhielt er die Mittel f norwegi-

Expedition, die, wohl ausgerüstet, am 23. August 1898 s

schen WalfängerSouthern Croß" Stockholm "Ersteh. cr»

führten wurden 80 sibirische Hunde mitgebracht. Die fFahrt g nach Hobart in Tasmanien, von da am 19 Dezember 189

Eismeer. Am 28. Februar 1899 verließen Borchgrevink und zehn Männer nebst einer Meute von Hunden das Kap Andare, von einem halben Jahrhundert James Roß nach Süden gedrungen wa^, ohne jedoch Land zu erreichen. Das Schift wandte sich nach Reuf zurück, wo es repariert worden ist und Proviant genommen b , bann im letzten Herbst wieder die Expedition zu holen. Das erstem ist also eine Expedition auf dem antarktischen Kontinente einen Wu lang geblieben. Wahrscheinlich ist die Expedition bis zu den grotzen Vulkanen gedrungen (Exebres und Terrosberg), die Roß einmal übe den Eiswüsten in der Ferne sah.

t Lich 3 April. Der OrtSgewerbeverein Lich ftieit am Sonntag im Kloster Arnsburg eine Versammlung

Handwerksmeister derUmgegenda^NahezuoOHan^ . Weltausstellung wird zweifellos diegoldene

mcker waren dazu erschienen. Nachdem Glchrmeister £ bilden, deren Guß in den letzten Tagen

Scherfs, Vorsitzender des Vereins, die Versammlung ve- i - - - - <**

orilfit hatte, hielt Lehrer Alt einen Vortrag über die Lage des Handwerks und den Bildungsgang des jungen Handwerkers.

betonte die Wichtigkeit des Zusammenschlusses der Hand- n^ksmeister in Ortsgewerbevereinen zur Wahrung der Interessen dcs Standes. Durch diese Ausführungen be- mgt, traten 19 neue Mitglieder dem Verein bei, o daß dessen Mitgliederzahl jetzt fast 100 beträgt, ein schöner Sxsolg der Thätigkeit des jetzigen Vorsitzenden und Bor- siandes, da bei ihrem Amtsantritt der Verein nur 23 Mtt-

- Personen, auf dem Armenamt 25 Personen, auf dem für JnvaliditätS- und Altersversicherung und dem

MiattSnachweis 63 Personen, auf dem ^er^gench

7 wsgts-m. 172 Sperfortet. 9=9 g" crbulben;unb ba id) Sie

Wc h,r Umwandlung des vorderen Trieb das verantwortliche Familienoberhaupt betrachte, über-

xie betten an ber U i» B d^chschneidenden mittle ich Ihnen hiermit den Ausdruck meiner Verachtung;

SS. KL!».»«.» » ........................-............

aifena8,iC,k=I^#«uti=run88atbeite. am «Wen W ... O in dem unteren Hallenbau in einem IM Mauer- nt rf^rtra für diesen Zweck ausgebauten Raum eine wunder- o gl o?mt alte Tasse gefunben. di- Herr Ratsb.ener Ochs an sich nahm, um sie dem Museum des Oberhessischen EächichtSvereinS zu überweisen.

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