blieb unbeachtet. Erst als man Strohfeuer anzündete, flüchteten die Löwen in den zweiten Käfig, die zerfleischte Leiche zurücklassend, die man nun bergen konnte.
♦ Innsbruck, 3. Januar. Eine der ersten Schauspielerinnen vom hiefigen Stadttheater, die erste Heldin, Frl. See mar, wollte'sich gestern abend gegen 5 Uhr im Inn ertränken. Sie hatte sich bereits über das Geländer des Jnnsteges geschwungen und hielt sich nur noch an demselben fest, um sich dann ins Wasser fallen zu laffen. In demselben Mbment sprang der Gemeinderat und Schlossermeister Zismair, der mit anderen Herren des Weges kam, hinzu, er faßte die junge Dame bei den Händen und hielt sie fest, bis seine Begleiter ihm bei der weiteren Rettung helfen konnten. „Meine Herren, ich kann es ihnen nicht danken", bemerkte sie zu ihren Lebensrettern. Eine Liebes- affaire soll die talentvolle junge Künstlerin zu dem Entschlüsse, den Tod im Inn zu suchen, veranlaßt haben.
* Madrid, 3. Januar. In den letzten Tagen gingen in ganz Spanien furchtbare Regengüsse nieder. Der Guadalquivier steht fast 1.5 Meter über Normalhöhe, der Manzanares ist über die Ufer getreten. Ueberall werden Überschwemmungen befürchtet.
Universität und Hochschule.
— Leipzig, 2. Januar. Der König haben geruht, den bisherigen Profeffor der Universität Dr. phil. August Fischer vom 1. April 1900 an zum ordentlichen Professor der orientalischen Sprachen in der philosophischen Fakultät der Universität Leipzig zu ernennen.
— Weimar, 2. Januar. Wie verlautet, ist die Errichtung einer technischen Hochschule für die thüringischen Staaten nunmehr gesichert. Die Verhandlungen der Regierungen sind dem Abschlüsse nahe. Als Ort der Hochschule ist Jena vorgesehen.
— Verschiedenes r Bei der Jahrhundertfeier in der Berliner Universität, am 13. Januar, wird Professor v. Wilamowitz-Möllen- dorf die Rede halten. — Der Kieler Chirurg Friedrich v. Esmarch benutzt seine Mußezeit im Ruhestand dazu, Lebenserinnerungen niederzuschreiben, wie das vor ihm in der letzten Zeit der frühere Straßburger Kliniker Adolf Kußmaul, jetzt in Heidelberg, und der Würzburger Anatom Albert v. Kölliker gethan haben. Auch Esmarch weiß sicherlich viel interessantes zu erzählen, da er die ganze neuzeitliche Entwickelung der Kriegs-Chirurgie mitgemacht, in den schleswig-holsteinischen Kriegen von 48 und 49 und 64, im Kriege von 66 und 70 an hervorragender Stelle thätig gewesen ist. — Die Universität von Pennsylvanien hat eine neue Forschungsreise nach Babylon unter dem Assyriologen Hil- precht (früher in Breslau) ausgerüstet, um die Stadt Rippur vollends ausgraben zu lassen. — Den Dr.-ing. erstreben jetzt auch die technischen Hochschulen in der Schweiz, um nicht hinter den reichsdeutschen zurückzublicken. — Am 13. Januar feiert Geh. Rat Professor Alfred He gar an der Universität Freiburg i. B. seinen 70. Geburtstag. Der berühmte Gelehrte wirkt nun schon über 30 Jahre an unserer Hochschule und hat die Verlockendsten Berufungen an andere Universitäten ausgeschlagen. Die akademischen Kreise rüsten sich, den 70. Geburtstag Pros. Hegars festlich zu begehen. — Prof. Dr. Wach, der bekannte Rechtslehrer an der Leipziger Universität, feiert Anfang März das Jubiläum seiner 25jährigen Wirksamkeit als Professor an der dortigen Universität. In Anwesenheit des Königs wird Ende Januar, bezw. Anfang Februar die neue chirurgische Klinik der Universität feierlich eingeweiht. — Die Königliche Technische Hochschule zu Hannover wird im Winterhalbjahr 1899/1900 von 966 Studierenden und 324 Hospitanten besucht. Dazu kommen noch 6 Damen als Hörerinnen. Von den Hörern sind 112 aus außerdeutschen Ländern, u. a. aus Norwegen 27, aus den Niederlanden 25. Da aus der Provinz Westfalen nicht weniger als 147 Studierende verzeichnet sind und da auch wohl noch andere Technische Hochschulen von Westfalen aus besucht werden, liegt die Frage nahe, ob sich nicht für jene Provinz die Gründung einer eigenen Technischen Hochschule empfehlen dürfte.
Heer und Marine.
München, 3. Januar. Die bayerische Artillerie soll nach preußischem Muster umgewandelt werden. Die roten Büsche auf den Helmen, der breite rote Streifen an den Hosen werden verschwinden, und an Stelle der Pickelhauben sollen Kugel- bauben treten. (Da wird Freund Sigl im „Vaterland" wieder schön gsaen die „Verpreußung" loswettern!)
Theater.
Mainz, 3. Januar. Mozarts „Zaubers löte^ ist in 'der Münchener Ausstattung, mit neuen Dekorationen und Kostümen, im Stadttheater in Szene gegangen. Die Gesamtmirkung war eine gute. Allgemeine Anerkennung fanden die sebr wirkungsvollen Dekorationen. — Gestern waren 25 Jahre verflossen, seitdem Herr Dr. Ludwig Strecker, der jetzige Chef des Mustkalien-Verlags B. Schott Söhne diesem Etablissement seine Thötigkeit widmet.
Landwirtschaft.
— Mainz, 3. Januar. In Anwesenheit von Vertretern der Regierung und der Stadt fanden gestern und heute hier unter dem Vorsitz des Präsidenten des Hessischen Landwirtschaftsrates, Geheimen Regierungsrats Haas mehrere Vorträge für praktische Landwirte statt, bei welchen in erster Linie der neue Weinsteuer-Gesetzentwurf zur Besprechung kam. Im allgemeinen fand der Entwurf nur sehr geteilten Anklang und waren es im besonderen die vorgeschlagenen Kontrollvorschriften für die man sich nicht begeisterte, obgleich es nicht an Stimmen fehlte, die das ganze Gesetz für wertlos erklärten, wenn keine Kontrolle eingeführt würde. Ministerialrat Braun der den Vorberatungen in Berlin angewohnt hatte, hält statt einer Keller- und Lagerkontrolle, eine Buchkontrolle für ausreichend, ist aber entschieden gegen den Vorschlag, denjenigen unter eine Kellerkontrolle zu stellen, der bereits gegen das Weinsteuergesetz verstoßen habe, indem eine solche Bestimmung das Gesetz zu einem unberechtigten Ausnahmegesetz stempele. Eine Abstimmung wurde nicht vorgenommen, sondern dem demnächst zusammentretenden Ausschuß des Landwirtschaftlichen Provinzialverein das weitere überlasten.
Gottesdienst in der Synagoge.
Samstag den 6. Januar 1900.
Vorabend 4aa Uhr, morgens 9 Uhr, nachmittags 3 Uhr, Sabbathausgang 525 Uhr.j
Gottesdienst der israelitischen KeligiousgesePchast.
Sabbathfeier am 6. Januar 1900.
Freitag abend 4« Uhr, Samstag vormittag 8« Uhr Predigt, nachmittags 8 Uhr, Sabbathausgang ß80 Uhr.
Wochengottesdienst morgens 7 Uhr, abends 4 Uhr.
Wetterbericht. Das Depressions-Zentrum hat sich noch vertieft, feine Lage jedoch wenig verändert. Gleichzeitig breitet sich der niedere Druck weiter gegen den Kontinent herein aus, wobei das Barometer in Zentral-Europa in starkem Steigen begriffen ist. Das Maximum ist nach dem äußersten Süden zurückgedrängt worden und hat an Intensität wesentlich verloren. Ein sekundäres Minimum liegt heute über Zentral- Europa. An den Hochstationen unseres Gebietes war der Himmel am morgen weist bedeckt oder nebelig. Die Temperaturen liegen andauernd hoch.
Voraussichtliche Witterung: Meist trübes, kühleres Wetter mit stellenweisen Niederschlägen.
Handel und Verkehr. Volkswirtschaft.
Frankfurter Börse vom 3. Januar.
Wechsel auf New-York zu 4.21-22.
Prämien auf Kredit per ult. Januar 2.10%, do. per ult. Februar 3.50%, Diskonto Kommandit per ult. Jan. 1.60%, do. per. ult. Februar 2.80%, Lombarden per ult. Jan. 0.70%, do. per ult. Febr. 0,000/#.
Notierungen: Kreditaktien 235-235.10-283.90, Disk.-Kom- mandit 194.00-192.90, Staatsbahn 185.00-134.30, Gotthard 143.40, Lomb. 29.10-28 80, Ungar. Goldrente 97.50, Italiener 93.60, 3proz. Mexikaner 26.20, Oesterr. Coupons 84%, Amerik. Coupons 4.19, Privat-Diskont 5%%.
1% bis 2% Uhr: Kredit 234.90-233-233.20-233, Diskonto 193- 192-192.30-192 10, Staatsbahn 134.70-50, Lombarden 29.
Limburg a. d. Lahn, 3. Januar. Fruchtmarkt. Durch, schnittspreis pro Malter. Roter Weizen 13.00 Mk., Weißer Weizen —.— Mk., Korn 11.20 Mk., Gerste 9.50 Mk., Hafer 6.75 Mk., Erbsen —.— Mk., Kartoffeln Mk.
Verlosungen. (Ohne Gewähr.)
Lotterieziehungen im Monat Januar. Am 5. Oester- reichliche allaemetne Bodenkredit-Anstalt 3proz. 100 fl.-Vrämirn- Pfandbriefe II Emission von 1889. Höchster Preis 50000 fl, niedrigster 200 fl. Jedes Los ä 100 fl Auszahlung am 1. August. — Salzburger 20 fl.-Lose |oon 1872. Höchster Preis 25000 fl.,
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niedrigster 30 fl. Auszahlung am 5. Juli. — Am 10. Bark 100 fl.-Lose von 1869. Höchster PreiS 40 000 Frcs., niedrigster 100 Frcs. Jedes Los A 150 FrcS. Auszahlung am 1. Juli. — Partffr 3proz. 400 und 100 FrcS.-Loie von 1872. P ämienziebung am 20 Januar. Auszahlung am 5. Februar. — Am 14. Russische 5proz. 100 Rubel-Lose von 1864. Höchst r Preis 200 000 Rubel, niedrigster 500 Rudel. Jedes LoS L 130 Rubel. Auszahlung am 14. April. — Am 15. Amsterdamer 3proz. 100 fl.-Lose von 1874. Höchster Preis 10 000 fl., niedrigster 100 fl, Auszahlung am 15. Juli. — Holländische 3proz. 100 fl.-Lose von 1871. Höchster Preis 20 000 fl.. niedrigster 100 fl. Auszahlung am 15. August — Pariser 3proz. 400 F cs. - Lose von 1869. Höchster Preis 200 000 Frcs., niedrigster 400 Frcs. Auszahlung am 31. Januar. — Salm-Ruffer- scheid 40 fl -Lose von 1855. Höchster Preis 40 000 fl., niedrigster 60 fl. Auszahlung em 15. Juli. - Waldstein-Wartemberg 20 fl- Lose von 1847. Höchster Preis 10000 fl., niedrigster 30 fl. Auszahlung am 15. Juli. — Am 20. Pariser 3proz. 400 und 100 Frcs.- Lose von 1871. Höchster Preis 100 000 Frcs., niedrigster 100 FrcS. Auezadlnna am 5. Februar. ________
Neueste Meldungen
Depeschen deS Bureau »Herold*.
Posen, 4. Januar. Ein großer Teil der Bahnbeamten polnischer Nationalit im Eisenbahn- Direktionsbezirk Posen werden nach reindeutschen Provinzen versetzt werden.
Paris, 4. Januar. Der „Matin" meldet aus Odessa: Der kaiserliche Ausschuß, welcher auf Befehl der Regierung zusammengetreten war, um die Frage der Gründung von Handelsmarineschulen zu erwägen, hat die Gründung einer solchen Schule in Wladiwostok beschlossen.
Paris, 4. Januar. Heute findet im Ministerium des Innern eine Konferenz zwischen dem Marine-, Kriegs- und Kolonial-Minifter statt, um über die Küsten-Verteidigung und die Stationen für die Flotte zu beraten und endgiltig hierüber Beschluß zu faffen.
Brussel, 4. Januar. Heute tritt hier unter der Leitung der belgisch-niederländischen Abteilung eine internationale Friedens-Konferenz zusammen, um den Präsidenten Mac Kinley zu ersuchen, seinen ganz.en Einfluß zur Beendigung des afrikanischen Krieges aufzubieten. Der amerikanische Gesandte erklärte sich bereits das Gesuch telegraphisch zu übermitteln.
Lüttich, 4. Januar. In den Gruben des hiesigen Kohlen-Reviers ist gestern ein Aus stand ausgebrochen. Die Arbeiter fordern höhere Lohnsätze.
Petersburg, 4. Januar. Das Grenadier Schützen- Bataillon, dessen Chef der Großfürst Michael Nikolajewitsch ist und das bisher im Kaukasus war, wurde innerhalb 24 Stunden plötzlich mobilisiert, um nach der persischen Grenze abzugehen. Die Ordre kam so eilig, daß sein neu ernannter Kommandeur nicht rechtzeitig mit ausrücken konnte. Der neue Chef reist erst einige Tage später nach.
Ceylon, 4. Januar. Die Pflanzer der Insel haben 125 Mann ausgerüstet, die nach Südafrika gehen sollen, um den Kriegs-Operationen beizuwohnen.
Kronstadt, 4. Januar. Der hiesige Männer-Gesang- Verein veranstaltete zu Gunsten der Buren eine große Sylvester-Feier und sandte ein Telegramm an Dr. Leyds nach Brüssel.
Bekanntmachung.
Mit Bezugnahme auf die Bestimmungen in § 25 der Wehrordnung werden alle im Jahre 1880 geborenen Militärpflichtigen, sowie die in früheren Jahren geborenen, welche sich noch nicht zur Musterung gestellt, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiung vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten und entwrder in Gießen ihren gesetzlichen Wohnort haben, oder als Studenten, Gymnasiasten und Zöglinge anderer Lehranstalten, oder als Haus und Wirtschaftsbeamte, Handlungsgehilfen, Lehrlinge, Handwerksgesellen, Dienstboten, Fabrikarbeiter oder in ähnlicher Eigenschaft sich dahier aufhalten, hiermit aufgefordert, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Nekru- tierungsstammrolle in der Zeit vom 10. bis 20. Januar d. I. bei der Bürgermeisterei dahier im Zimmer Nr. 13 zu melden und dabet, wen« fie dahier nicht geboren sind, ihren Geburtsschein welcher von dem betreffenden Standesamt zu erwirken ist, und wenn sie bereits bei einer früheren Musterung konkurriert haben, ihren Losungsschein vorzulegen.
Zugleich wird darauf aufmerksam gemacht, daß diejenigen, welche die Anmeldung unterlassen, sich zu gewärtigen haben, daß fie mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mark oder mit Haft bis zu drei Tagen belegt, von der Teilnahme an der' Losung ausgeschlossen und ihrer etwaigen Ansprüche auf Zurückstellung u. s. w. für verlustig erklärt werden. Bezüglich der zurzeit der Meldefrist abwesenden Militärpflichtigen sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- oder Fabrikherren zu diesen Anmeldungen verpflichtet. Ferner wird bemerkt, daß Gesuche um Zurückstellung von Militärpflichtigen auf Grund des § 32, pos. 2, lit. a, b, c, d, e, f und g der Wehrordnung rechtzeitig bei der Bürgermeisterei dahier vorzubringen find, da verspätete Gesuche keine Berücksichtigung finden.
Gießen, den 3. Januar 1900.
Der Oberbürgermeister:
I. V.: Wolff.
Bekanntmachung.
In das Firmenregister unterfertigten Gerichts wurde eingetragen: '' Balthasar Nuhn zu Lollar betreibt daselbst unter der Firma „B. Nuhn" ein Dampfsägewerk, eine Zimmerei und ein Baugeschäft seit dem Jahre 1893.
2. Die Firma „Louis Wittich II." zu Gießen ist erloschen.
3. Unter der Firma „HochreutherLTöpelmann, Gr. Hess. Lotterie Kollektur", haben Heinrich Hochreuther zu Gießen und Alfred Töpel- mann daselbst in offener Handelsgesellschaft vom 19. l. Mts. ab den Vertrieb von Losen der Gr. Hess. Landeslotterie übernommen.
4. Die Firma „Gotthard Schäfer" zu Gießen ist erloschen.
6. Die dem Alfred Katz für die Firma „A. Katz" zu Gießen erteilte Prokura ist erloschen.
6. Aus der zu Güßen unter der Firma „L. W. Plank" bestehenden offenen Handelsgesellschaft ist Sally Vöhl als Teilhaber ausgeschieden. Der anders Teilhaber, Bernhard Oppenheimer, führt das Geschäft unter der alten Firmenbezeichnung auf alleinige Rechnung mit Wirkung vom 15. August l. I. ab fort.
7. Nachdem die bisher von Louis Wittich II. dahier unter der Firma seines Namens betriebene Lederwarenhandlung auf Sattlermeister Christian Spieß von Gießen vom 1. Juli 1899 ab übergegangen ist, führt dieser das Geschäft unter der Firma „Christian Spieß, Louis Wittich II. Nachfolger" fort.
8. Nachdem Karl Georgi zu Gießen in das daselbst von Kommerzienrat Ludwig Georgi unter der Firma seines Namens betriebene Cigarren- fabrikationsgeschäst mit Wirkung vom 1. Oktober I. I. als Teilhaber etngetreten ist, wird dasselbe von genanntem Zeitpunkte an in offener Handelsgesellschaft unter unveränderter Firma fortgeführt.
Gießen, am 30. Dezember 1899. 164
_______________________Grobherzogliches Amtsgericht.
iTchiiiuitniniijiiiißfii
Hekanntmachung.
Auf dem Bureau der unter- zeichneten Behörde ist Mitte voriger Woche gelegentlich der Abfertigung eines Post-Zollstückes eine Elfenbein- Dose stehen geblieben. Der Eigentümer kann dieselbe bei uns in Empfang nehmen.
Gießen, 8. Januar 1900.
Gcoßh. Hauptsteueramt.
In heutiger Vorstandssitzung wurden nachverzeichnete Obligationen zur Rückzahlung per 1. April 1900 ausaelost:
Lit. A. Nr. 69 mit 400 Mk., Lit. B. Nr. 41 mit 200 Mk.
Wir fordern die Inhaber obiger Obligationen auf, dieselben vom 1. April 1900 ab zur Rückzahlung entweder bei dem Rechner unserer Gemeinde, Herrn Simon Strauß, oder bei dem Bankhause Grünewald in Gießen zur Rückzahlung zu präsentieren, da von diesem Tage ab die Verzinsung aufhort.
Friedberg, den 31. Dezember 1899.
Der Vorstand der isr. Religionsgemeinde.
Isidor Stern. 166
Bekanntmachung.
Es wird beabsichtigt, eine Bahnhofswirtschaft in Butzbach, Strecke Frankfurt a. M—Gießen, einzurickten und vom 1. Mai 1900 ab zu verpachten. Die Bedingungen können in unserer Kanzlei — Amtsgebäude Frankfurt a. M. — Sachsenhausen, Hedderichstruße 67'69 —, sowie beim Stationsvorsteher in Butzbach eingesehen, auch gegen portofreie Einsendung von 50 Pfg, in bar bezogen werden.
Bewerber wollen ihre Angebote unter Angabe des Pachtpreises, Beifügung ihrer Befähigungsnachweise und einer kurzen Lebensbeschreibung mit der Aufschrift: „Angebot auf Pachtung der Bahnhofswirtschaft zu Butzbach", versiegelt und portofrei bis zum 15. Februar 1900, vormittags 11 Uhr, an uns einsenden.
Die Oeffnung der Angebote erfolgt zur angegebenen Zeit in Gegenwart der erschienenen Bewerber.
Zuschlagsfrist 4 Wochen. 159
Frankfurt a. M., den 24. Dezbr. 1899.
Königliche Eisenbahn-Direktion.
SM. Schlachthllns!
Freibank. 97
Heute und morgen:
Lchweimchilch 50 hlg.
Kalbfleisch 50 Pfg.
Kisch geschossene Kose»
Pariser Kopfsalat. 043 Heinrich Klotz, Mäusburg 17.
82] Wcserftratze 3 (Eck^der"Nord- anlage) schöne 6-Zimmerwohnung mit allem Zubehör auf 1. April zu vermieten.
Näheres im 3. Stock._______
039] Eine Wohnung, 3 bis 4 Zimmer und Zubehör, per 1. April und eine Wohnung, 2 bis 3 Zimmer und Zubehör, versetzungsh. sof. zu verm. Gteiustr.SV.


