lung bietet er seinen Mitgliedern noch Unterstützung bei Stellenlosigkeit, Rechtsschutz, Witwen- und Waisen-, sowie AlterSversorgungS- und Jnvaliditätskaffeu, weiter eine gut fundierte Kranken- und Begräbniskasse und endlich ein Genesungsheim im sächsischen Erzgebirge für erholungsbedürftige Mitglieder. , r,
-m- Klein-Linden, 2. November. Unser Schulhaus steht nun seit drei Wochen ohne Dach da. Bei dem Regenwetter der vorigen Woche und besonders nach den bedeutenden Niederschlägen am verstossenen Montag und Dienstag drang daS Wasser durch die Decken, tropfte herunter in Stuben und Möbel des noch darin wohnenden Lehrers und stand in Pfützen in den Stuben und Gängen. Der Lehrer war deshalb genötigt auszuziehen in eine gerade leerstehende Wohnung, die die Gemeinde mieten mußte. Die Lehrerwohnung ist durch das eindringende Wasser bereits sehr beschädigt, und da immer noch Wochen vergehen, bis das Dach wieder gedeckt sein wird, dürfte noch weiterer Schaden entstehen, ja es steht zu befürchten, daß bei schweren Regen das Wasser bis in den unter der Wohnung liegenden Schulsaal bringt. Man hätte einen so ansehnlichen Bau im Frühjahr beginnen sollen und nicht erst Mitte oder Ende Juli, auch hätte man gegen das säumige Holzindustriewerk, durch dessen Verschulden die Arbeiten mehrmals wochenlang gehindert wurden, mit mehr Strenge vorgehen müssen. Den G-^meindevorstand trifft keine Schuld, denn er war sofort zum Bauen bereit und hat gethan, was in seinen Kräften stand. Wer bezahlt nun aber der Gemeinde und dem betreffenden Lehrer den entstandenen Schaden, und wer läßt die durchregnete Wohnung wieder Herstellen.
Grünberg, 2. November. Wie der „Gründ. Anz." schreibt, liegt es in der Absicht der Süddeutschen Elektrizitäts- Aktiengesellschaft in Ludwigshafen, für die Stadtgemeinde Grünberg und die Gemeinde Queckborn eine elektrische Zentrale in der Stadt Grünberg anfangs 1901 auf eigne Rechnung zu errichten. Es sollen bereits Verhandlungen mit dem hiesigen Gemeinderat stattgefunden haben, und auch ein Gutachten soll schon über die Bau Ausführung des Elektrizitätswerks vorliegen. Hieraus ist ersichtlich, daß die Rentabil tät der Anlage zu erwarten ist, und es dürfte sich daher empfehlen, daß einige kapitalkräftige Bürger unserer Stadt nunmehr entschlossen vorgehen, um der Stadtgemeinde nach langen Bemühungen eine annehmbare Straßenbeleuchtung zu bieten.
E. B. Darmstadt, 2. November. Der hessische Haupt- vereindes evangelischenBundes wird am Sonntag den 4. und Montag den 5. November in Darmstadt tagen. Am Vormittag findet ein Festgottesdienst in der Stadtkirche, mittags eine Sitzung des Gesamtvorstandes im Pfarrhause, Hügelstraße 28 und abends eine öffentliche Festversammlung im Saalbau statt. Nachmittags werden die Mitglieder einer Aufführung des Gustav-Adolf-Festspiels von Devrient beiwohnen Am Montagmorgen tagt zunächst im Saalbau eine Abgeordnetenversammlung, in der Pfarrer Dr. Wei brecht-Wimpfen über die Organisation und Agitation des Bundes in Hessen sprechen wird, Anträge aus den Zweigvereinen erörtert werden und die Wahl des Ortes für die nächste Hauptversammlung angenommen wird. Daran schließt sich die Hauptversammlung, in der nach Ablegung des Jahres- und tztechnungsberichts Pfarrer Reinhard-Wörrstadt über die Diakonie des evangelischen Bundes in Hessen referieren wird. Den Schluß der Versammlung bildet ein Referat über den derzeitigen Stand und die Aktion des hessischen Hilfsausschusses.
-ko. Worms, 1. November. Am 1. Dezember d. I. wird die Eisenbahnbrücke über den Rhein bei Worms dem Betrieb übergeben. Zum gleichen Zeitpunkte wird die Station Rosengarten für den Güterverkehr ganz und für den Personenverkehr mit Ausnahme desjenigen in der Richtung Lampertheim geschloffen. Die gänzliche Schließung der Station Rosengarten auch für den Verkehr über Lampertheim, erfolgt am 2. Januar 1901, zu welchem Zeitpunkt auch der Personenverkehr der Station Wormser- Hafen eingestellt wird. Am 1. Dezember d. I. wird? für den Personenverkehr der Haltepunkt Worms eröffnet.
-ko. Offenbach a. M., 1. November. Das am Main gelegene, in den Besitz des hessischen Staates übergegangene Fürst!. Jsenburgische Schloß wird renoviert und einem gemeinnützigen Zwecke gewidmet werden.
Vermischtes.
* Den wohlthcitigen Einfluß des neuen Berliner Bürgermeisters Brinkmann beginnt
reise durchzukosten. Kaum war dies überwunden, so suchte sie eine Hungersnot im Vilayet Mosul heim, und während der ganzen Reise wurden sie beständig von Kurden bedroht, vor.denen sie nur eine Militäreskorte schützte.
Tie räuberischen wilden Kurden sind eine wahre Plage Armeniens. Sie leben beständig untereinander in Fehde und bedrucken und berauben die Armenier auf das äußerste; sie waren auch die Hauptursache der Massacres. Durch die Einrichtung der kurdischen Hamidiehs, irregulärer Reiterregimenter sind die Zustände fast noch schlimmer geworden, da die Bedruckung nun noch mit einem gewissen Schein von Recht geschieht. Zahllose Witwen, Waisen und Bettler haben die Metzeleien geschaffen und immer wieder muß hervorgehoben werden, mit welchem Eifer und Erfolg sich die amerikanischen und deutschen Missionare dieser Unglücklichen annehmen. Auch die Expedition hat viele Freundlichkeit und manche Förderung durch dieselben erfahren
Außer den Inschriften, deren Lesen, Abklatschen und Photographieren oft mit großer Mühe verknüpft war — fanden die Reisenden auch verschiedene Skulpturen, so beim Dorfe Heris an einer steilen Felswand in einer nach, chaldischer Art ausgehauenen Nische die überlebensgroße Figur eines Mannes. Ebenso wurde bei den Ausgrabungen auf Toprakkaleh ein Torso zutage gefördert. Auch die bereits bekannten Skulpturen von Maltai wurden besucht und photographiert.
man in der Reichshauptstadt allmählich zu erkennen. B. hat bei seiner jüngst erfolgten Einführung vor den Stadtverordneten, zum Entsetzen einiger Pedanten, ein ziemlich kühnes Programm entwickelt, worin er die Beseitigung der Wohnungsnot als eine der wichtigsten Aufgaben großer städtischer Verwaltungen bezeichnet. In derselben Rede erklärte es der zweite Bürgermeister der Reichshauptstadt für notwendig, daß die Stadt Berlin die Herrschaft über das Verkehrswesen gewinne, also die Straßenbahnen in eigene Verwaltung übernehme. Das ist nun freilich zum größten Teil vorläufig nur ein frommer Wunsch, da die Berliner Stadt- verwaltung unvorsichtig genug gewesen ist, das that- sächliche und vielfach rücksichtslos ausgebeutete Monopol der großen Berliner Straßenbahn bis zum Jahre 1919 zu verlängern. Aber manches kann und wird, wie man aus Berlin schreibt, doch auch hier geschehen. Vor allem ist der Beschluß bedeutsam, mit dem Bau und Betrieb eigener städtischer Niveau- und Unterpflaster-Straßenbahnen zu beginnen.
* Ueber Goethe und bie Ansichtspvst- tarten bringen die „M. N. Nachr." eine hübsche Mitteilung. Ten meisten Sammlern dürfte es unbekannt sein, daß Goethe die Ansichtspostkarte bereits gekannt und die Idee eines „gesunden" Sammelsports gewissermaßen gebilligt hat. In den von Julius Frese herausgegebenen Briefen Goethes an Fritz Schlosser finden sich folgende aus dem Jahre 1830 herrührende Zeilen: „Es war wirklich, teuerster Herr und Freund, ein sehr glücklicher Gedanke, durch einen geschickten Künstler Ihre ernst-heitere Wohnung und die unschätzbare Gegend abbilden und vervielfältigen zu lassen; es kann uns nichts freudigeres und mehr ermunterndes begegnen, als wenn wir zugleich mit guten umd herzlichen Worten auch ein vorzügliches Lokal erblicken, wo Sie behaglich verweilen, wo Sie an uns denken, von woher Sie Ihre Schreiben an uns richten. Es entsteht daraus eine gewisse Unmittelbarkeit des Zusammenseins, welche höchst reizend ist." Schlosser hatte dem Dichter eine Abbildung seines Landsitzes, Stift Neuburg bei Heidelberg, zugesandt.
* Königin Wilhelmines Brautkleid. Holländische Blätter geben einige interessante Einzelheiten über den Trousseau der jungen Königin Wilhelmine, deren Hochzeit mit dem Prinzen Heinrich von Mecklenburg auf den 17. Januar festgesetzt ist. Der Trousseau |ber Braut soll zu Anfang Januar fertig sein. Das Brautkleid wirb in ber Schule für Kunststickerei in Amsterbam gestickt, wo auch bas Kleib für bie Krönungsfeier hergestellt worben ist. Drei Monate lang haben bie besten Schülerinnen ber Anstalt an bem KrönungSkleib gearbeitet. Der Stoff würbe über einen Rahmen gespannt, unb bie Hälfte ber Mäbchen beugte sich barüber unb steckte bie Nabeln hinein, währenb bie andere Hälfte, unter dem Kleib auf einer Matratze liegend, die Nadeln durchzog und sie wieder zurücksteckte. Die Leiterin der Schule ist aufgeforbert worben, bie Stickerei für bas Brautkleib zu zeichnen, bas unter ihrer persönlichen Leitung ausgeführt wirb.
• Andere Zeiten, andere Sitten. Aus Mailand wird berichtet: Ein Fall, der sich dieser Tage vor dem Polizeigericht abgespielt, illustriert sehr ergötzlich den alten Erfahrungssatz „Andere Zeiten, andere Sitten." Unter den Verordnungen der Stadt befindet sich auch eine, bie alle Küsse ober anbere Liebesbezeugungen auf öffentlichen Plätzen streng verbietet, ba ein solches Gebühren ben Geboten ber Moral zuwiber sei. Diesem aus ber Zeit ber Sforzas stammenden kostbaren Gesetz wird noch heute unnachsichtlich Geltung verschafft, sodaß erst jetzt wieder ein ganz achtbares Liebespaar vor Gericht geladen wurde, weil es sich in einer ruhigen Ecke des Parkes, in der eS sich unbeobachtet glaubte, — geküßt hatte. In diesem Fall urteilte ein Salomo der Stadt, baß bad Küssen, obwohl es unter solchen Umständen nicht als ein Verstoß gegen die Moral angesehen werden könnte, nicht übereinstimmend mit den Idealen der vorgeschrittenen Zivilisation in Bezug auf Wohlanständigkeit wäre. Dem Paare wurde eine Geldstrafe von 15 Lire auferlegt.
* Ein „kleines Geheimnis", das bisher noch kaum an bie Oessentlichkeit gedrungen ist, wirb jetzt in ben Hofkreisen von Livabia eifrig besprochen. In ben letzten Tagen war bie Zarin nicht an ber Tafel erschienen unb hatte ben Wunsch ausgesprochen, in ihren Privatgemächern zu speisen. Der Zar, dessen innige Liebe zu seiner Gemahlin bekannt ist, wollte bie Zarin nicht allein speisen lassen, unb diniert mit ihr im traulichen „tete-a-tete". Der Grunb bieser Zurückgezogenheit ist eben bas „kleine Geheimnis", bas die r u s s is ch e N a t i o n m i t neuer Hoffnung auf einen Sohn bes Zaren unb Erben bes Thrones erfüllt. Dieses noch nicht sehr nahe bevorstehenbe Ereignis wirb ben Hof wahr-
Armenien unb Mesopotamien werben beherrscht von ben beiben großen Strömen Euphrat unb Tigris und ihren zahlreichen Quellflüssen. Während ber Euphrat schon an seiner Quelle sich ruhiger zeigt, stürmt ber Tigris mit ungebänbigter Wilbheit dahin, wie er benn auch wahrscheinlich bie Mitschuld an dem Untergang von Niniveh trägt.
Tie Assyrer widmeten seiner Quelle, welche sie im Vilayet Diarbekir, in ’bler Nähe von Lidje, gefunden zu haben glaubten, eine besondere Verehrung, indem sie dort opferten unb ihre Inschriften unb Königsbiiber baselbst anbrachten. Dr. Lehmann gelang es, von neuem festzustellen, baß bie Felsengrotte, aus welcher ber Fluß strömt, gar nicht bie Quelle ist, sondern baß ber Tigris schon ftunbenlang an der Oberfläche geflossen, ehe er in bie Höhle eintritt. Die mühselige Entzifferung ber Inschriften ergab wichtige Resultate.
Tie Reisenden machten es sich auch zur Aufgabe, die Route Xenophon's, welche er auf seinem Rückzüge mit den Zehntausend einschlug, festzustellen und zu verfolgen. Die Städte, an denen Xenophon vorbeigekommen, bieten sich noch heute so den Blicken dar, wie er sie schildert.
Zwei Trümmerhügel, Kuyundjyk und Nebi Yunus, auf dessen Spitze sich die heilige Moschee mit den Gebeinen des Propheten Jonas befindet, erheben sich auf ber Stätte des alten Niniveh. Eine eigenartige Brücke führt von dort
scheinlich veranlassen, den Aufenthalt in Livadia beträchtlich zu verlängern.
* Der Kuß des Generals und der Kuß der Frau General. Vor dem Stadtgericht zu Livor n o spielte sich dieser Tage ein interessanter Prozeß ab. Angeklagt waren der Commendatore General Costa-Rochis und ein Arbeiter Namens Amieto Doria — der General, weil er einer jungen, hübschen Arbeiterin, Anita Morelli, gegen ihren Willen einen Kußzu geben versucht hatte, der ganz gewöhnliche Arbeiter, weil er in seiner Eigenschaft als Bräutigam der jungen, hübschen Arbeiterin dem Herrn General für den Kußversuch ein paar derbe Maulschellen verabreicht hatte. Zur allgemeinen Überraschung wurde ber galante Haudegen freigesprochen, weil ein Kußversuch noch lange kein Kuß fei; dagegen wurde der Arbeiter Doria zu 42 Lire Geldstrafe und zu — Schadenersatz (die Höhe der Entschädigungssumme soll noch festgesetzt werden) verurteilt, während Frl. Anita Morelli, die als Nebenklägerin auftrat, die Kosten des Verfahrens tragen soll. Da der Herr General, wie vor Gericht festgestellt wurde, den Schaven hatte, braucht er jetzt auch für den Spott nicht zu sorgen. — 9)lau schreibt aus Petersburg: „Auf einer Bahnstation auf dem Lande wurde man dieser Tage Zeuge einer hübschen Szene. Ein junger Mann, anscheinend ein Arbeiter, bat dringend, aber erfolglos einen wohlhabenden Kaufmann, ber auf bem Bahnsteig einherstolzierte, um eine Geld- Unterstützung. In biefem Augenblick erschien ein General auf bem Schauplatz; in deiner Begleitung befand sich eine sehr hübsche junge Dame. Um den jungen Manw abzuweisen, sagte der Kaufmann: „Wenn Sie die Frau General küssen, will ich Ihnen fünf Rubel geben". „Gut", sagte der Arbeiter, fiel dem General zu Füßen, erklärte ihm den Sachverhalt und bat ihn um die Erlaubnis, seine Ausgabe auszuführen. Ta lachte der General gutmütig und wandte sich fragend an bie Tante. Ter inrme Kerl sprang auf unb küßve ehrerbietigst bie W ange, bie ihm bie Tarne bot. Die „No- tooje Wremja", bie biejen Vorfall berichtet, bemerkt bazu, „solche Großmut" komme nur in Rußlanb vor".
* Ein Liebesdrama. Aus Petersburg wird geschrieben: „Vor einiger Zeit erschien auf der ersten Seite einer viel gelesenen hiesigen Tageszeitung unter den Inseraten folgende geheimnisvolle Annonce: „I. F. Ich werde mich wie früher zu Dir verhalten. Komme sofort her oder telegraphiere Deine Adresse. M. O—skaja". Wenige Tage darauf erschien an derselben Stelle in derselben Zeitung eine schwarzumränderte Anzeige, in der ein Herr F. seinen Verwandten, Freunden und Bekannten den plötzlichen Tod seines Sohnes I. F. anzeigte. Der Verstorbene war derselbe I. F., an den die obige Mitteilung gerichtet war. Hinter den beiden Annoncen verbirgt sich ein Liebesdrama, das in einem anderen Lande als im Zarenreich!, wo selbst jede Zeitungsannonce erst von ber Zensur genehmigt worben muß, wohl ein weniger tragisches Enbe genommen hätte. Herr I. F. war ber Bräutigam von Fräulein O. M. gewesen; er batte Dtc Verlobung aber gelöst, ba er Grund zur Eifersucht zu haben glaubte, und nach einer heftigen Auseinandersetzung hatten die jungen Leute sich getrennt, ©inige Monate vergingen. Herr I. F. war ins Ausland gereist, um dort seinen Liebesschmerz zu vergessen; aber bald erfaßte ihn bittere Reue. Er schrieb Fräuletn M. einen demütigen Brief und bat sie um Verzeihung, teilte aber seine Adresse nickst mit, sondern beschwor seine Braut, in ber unb ber Zeitung ihre Antwort zu veröffentlichen. Das junge Mäbchen! war gern bereit, bie ihr zugefügte Beleibigung zu vergessen, unb ihrem Bräutigam zu verzeihen unb eilte nach! Empfang bes Briefes sogleich in die Expedition des Blattes, um dort ihre Annonce aufzugeben. Aber eine schwere Enttäuschung wurde ihr Z" Teil. Die Zensur gestattete die Veröffentlichung derartiger Annoncen nicht, hieß es. Alles Bitten war vergeblich, das Inserat wurde nicht angenommen. Das Ifinge Mädchen that nun bei den verschiedenen Beyorben Schritte, um bie für ben Druck ihrer Annonce notige Erlaubnis zu erwirken. Ueberall in ben vielen Kanzeleien, in welche sie geschickt würbe, erzählte sie bewegt ihre traurige Geschichte, bie tiefe Teilnahme erweckte, unb endlich, nach tagelangen Bemühungen, erhielt Fraulem M. die Erlaubnis, ihr Inserat aufzugeben. Aber bie Zeit wartet nicht, unb auch ber verzweifelte unb von Angst gequälte reuige Briefschreiber hatte nicht gewartet. Als bie Annonce schließlich erschien - hatte der Unglückliche seinem Leben bereits ein Ende gemacht".
Kunst-Ausstellung. ausstellung im Turmhaus am Brand ist täglich von 11 bis 1 ühr mittags mK Ausnahme des Samstags geöffnet, Mittwochs auch noch von 3 bu 5 Uhr nachmittags, an Sonn- und Feiertagen vnn 11 bis 3 Uhr ununterbrochen. Eintritt für Niobhmtgheder an Werktagen 50 Pfg. an Bonn- und Feiertagen 20 Pfg.
nach Mosul. Sie ist nur bis zur Hälfte in den Fluß hinein- gebaut, die andere Hälfte ist eine Schiffsbrücke, welche bei hohem Wasserstaus fortgezogen wird. Boote, Kaiks genannt, vermitteln dann den Verkehr. Sehr üblich als Fahrzeug sind auch die Kelleks-Flöße aus aufgeblasenen Tierhäuten, welche jedoch nur flußabwärts benutzt werben können.
Tie Expebition hatte Gelegenheit, noch verschiedene alte und merkwürdige Brücken kennen zu lernen und Photographische Ausnahmen von ihnen zu machen. So die Ueber» refte einer prachtvollen Brücke, bei Djezireh, deren einer Bogen nur noch vorhanden ist und deren Pfeiler mit Bildern des Tierkreises in künstlerischer Ausführung versehen sind. Ferner eine Brücke bei Hassankef unb bie über den Bitlistschai und Batmansu, welche sämtlich aus alter Zeit stammen. _ r ~ c
Während die Chalder ihre Burgen auf Felsen aus- bauten.unb baran ihre Stäbte schlossen, schufen bie Assyrer meist künstlich erhöhte Plattformen, auf denen sie ihre Städte anlegten. Solche künstlichen Erhöhungen, Tel genannt, sind den Forschern verschiedentlich begegnet unb z. B. hat die Stadt Arbela noch ganz das Aussehen wie in assyrischer Zeit. —v—


