'Dauer der Dienstzeit nichts vereinbart ist, der Vertrag als auf die Tauer des gesetzlichen Tienstjahrcs (dasselbe beginnt mit dem ersten Werktage nach dem Neujahrstagc und endigt an demselben Tage des nächsten Jahres) abgeschlossen anzusehen ist. Ta diese Bestimmungen für die Verhältnisse in der Stadt nicht wohl geeignet sind, so glaubte man,hier in (ließen, wie dies auch in den anderen hessischen Städten geschehen ist, von der nach der Gesindeordnung zulässigen ortsstatutarischen Regelung Gebrauch machen zu sollen. Nach dem Ortsstatut wird nunmehr stets, wenn bei Abschluß des Tienstvertrages nicht besondere Vereinbarungen getroffen sind, der Vertrag als auf die Tauer eines Kalendervierteljahres abgeschlossen angesehen. Tas Kalenderjahr beginnt mit dein ersten Werktage eines Vierteljahres und endigt mit dem Beginn des folgenden Kalendervierteljahres. Ta bei den Beteiligten noch häufig irrige Auffassungen über die nach der Gesindeordnung sest- gelegten Kündigungsfristen bestehen, verweisen wir auf den Art. 8 des Gesetzes betr. die Gesindeordnung in der vom 1. Januar 1900 geltenden Fassung. Nach diesem Artikel ist der Dienstvertrag, der bei den auf ein Jahr gemieteten Dienstboten nicht 6 Wochen, bei den aus ein Vierteljahr gemieteten nicht 4 Wochssn oder bei monatsweise gemieteten Tienstboten nicht vierzehn Tage vor Ablauf der Dienstzeit gekündigt wird, für ein weiteres Jahr, bezw. Vierteljahr oder Monat alsMillschweigend erneuert zu betrachten.
•* Die Mitteilungen der Centtalstelle für Landesstatistik bringen in ihrer Augusts Nummer eine Uebersicht der Studierenden aus der Landesuniversität Gießen und der Technischen Hochschule zu Darmstadt im 19. Jahrhundert mit zwei Tafeln graphischer Darstellungen von Oberbe'grat Tecklenburg, auf welche wir besonders aufmerksam machen.
* * Die Hebungen der 49. Zufanterie-Brigade (1. Großh. Hess.), die aus den Infanterie-Regimentern 115, 116 und 168 besteht, beginnen am 3. September bei Usingen aus demselben Platze, auf dem jetzt das 116. Regiment sein Regimentsexerzieren abhält, und dauern bis zum 8. September. Dom 10. bis 13. September werden die Brigade- manöoer in dem Gelände zwischen Homburg und Usingen stattfinden.
* * Die Divifiousmauover der Großh. Heff. (25.) Division, bestehend aus der 49. und 50. Brigade, die erstere bei Usingen-Homburg, letztere bei Camberg die Brigadeübungen abhält, finden vom 14. bis 18. September bei Camberg- Weilmünster statt. Am 20. und 21. September wird dann die 25. Division gegen die 21. Division bei Limburg kämpfen und am 22. September das gesamte 18. Armeekorps gegen einen markierten Feind geführt werden.
* * Erledigte Stellen im Bezirk des 18. Armeekorps. Kaiserlicher Ober-Postdirektionsbezirk Dortmund, Landbriefträger 700 Mk. Gehalt und der gesetzliche Wohnungsgeldzuschuß. — Im Bezirk der Großh. Hess. (25.) Division; Worms, Großh. Bürgermeisterei, Pförtner im städtischen Krankenhaus, 1000 Mk. und freie Station für sich; außerdem Uniformsrock für sich. Daselbst Kanzleigchilfe 900 Mk. Gehalt.
Butzbach, 2. September. Aus eine von der „Butzb. Ztg." an Bürgermeister Joutz gerichtete Anfrage, erhielten sie den Bescheid, daß Herr Joutz am 1. September von seinem Amte zurücktrete. Gesundheitsrücksichten sollen ihn hierzu veranlaßt haben. Herr Joutz ist bekanntlich im verflossenen Jahre zum Bürgermeister wiedergewählt worden. Sein Mandat als Landlagsabgeordneter wird er wohl auch fernerhin beibehalten.
H. K. F r i e d b e r g , 3. September. Die Großh. Handelskammer Friedberg für die Meise Friedberg, Büdingen, Schotten macht bi * Interessenten auf folgendes aufmerksam, worauf auch wir schon hinwiesen : Am 1. September ist der deutsche K a b e l d e r Amerika Adler-Linie für den Verkehr eröffnet worden, und es dürfte sich empfehlen, die nach Amerika zu sendenden Depeschen mittels des von der Deutsch-Atlantischen Telegraphen-Gesellschaft betriebenen Kabels (Adler- Linie) zu befördern. 2) Es ist ratsam, auf den nach England auszuführenden Waren regelmäßig den jeden Zweifel ausschließenden Zusatz „Made in Gerrnany" und den nach der Kolonie Neuseeland gehenden Waren den Zusatz „German manufacture" oder „warrcmted German manufactnre" anzuwendcn. 3) Die Interessenten des neuen Zolltarifs werden gebeten, etwaige Wünsche bezüglich der Anordnung und der Sätze des neuen Zolltarifs umgehend schriftlich an die Handelskammer gelangen zu lassen. 4) Die Verwaltung des „Norddeutschen Lloyd" hat sich erboten, bei Großh. Handelskammer eine unentgeltliche Auskunftsstelle einzurichsten und alles erforderliche Druckmaterial usw. zur Verfügung zu stellen.
Bad-Nauheim, 2. September. Wochenprogramm der Unterhaltungen. Frühkonzert der Kurkapelle täglich von 7—8 Uhr am Kurbrunnen. Montag, 3. September, abends von 8—10 Uhr aus der Terrasse Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Der Herr Senator". Dienstag, 4. September, nachm. von 4i/3—6>/, Uhr und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Hans Huckebein". Mittwoch, 5. September, nachm. von 4i/2--6V8 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert. Abends Simphonie- Kon^ert. Abends 8 Uhr im Saal Tanz. Donnerstag, 6. Septmber, nachm. von 47,-67, Uhr und abends von 8-10 Uhr auf der Terrasse Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Ein unbeschriebenes Blatt". Freitag, 7. September, nachm. von 47,-67, Uhr und abends von 8—10 Uhr auf der Terrasse Konzert. Abends 8 Uhr Theatervorstellung: „Frauenkampf-. Samstag, 8. September, nachm. von 47,-672 Uhr und abends von 8 bis 10 Uhr auf der Terrasse Konzert. Abends 8 Uhr im Saal Streichkonzert der Frankfurter Quartett Vereinigung. — In der abgelausenen Woche sind 620 Kurgäste (810 in der Woche vorher) zur Anmeldung gelangt und beträgt die Ge- samtfteguenz nunmehr 19871 Personen, wovon noch 3778 ortsanwesend sind. (In derselben Woche des Vorjahres waren 3789 Gäste anwesend). Die Gesamtzahl der bis zum
30. August abgegebenen Bäder beträgt 261431. — Die Herzogin von Anhalt ist zum Kurgebrauch wieder hier eingetroffen. — Ein schreckliches Unglück ereignete sich gestern vormittag gegen 8 Uhr an einem Neubau in der Mühlstraße. Ein seit Jahren hier beschäftigter Spengler namens Hermann Bohrer stürzte vom obersten Stockwerk des Baues kopfüber herab und brach beide Hände; außerdem erlitt er bedeutende Verletzungen am Kopf. Der Unglückliche wurde in das städtische Krankenhaus gebracht und ist dort gestern gestorben. — In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden, wie der „B.-N. Anz." schreibt, in einem hiesigen Hotel fast sämtliche vor den Thüren stehenden Fremdenstiesel und auch die an den Haken hängenden Garderoben gestohlen. Man kann sich die Verwirrung unter den Fremden denken, zumal auch manche dabei gewesen fein mögen, welche sich nur mit einem Paar Stiefeln liersehen hatten. Von dem Thäter hat man bis jetzt keine Spur.
~ -r. Laubach, 1. September. Graf Friedrich zu Solms-Laubachift auf Schloß Laubach in l'tzter Nacht nach einem leichten Schlagflusse sanft verschieden. Der Graf war zu Laubach am 23. Juni 1833 geboren und folgte feinem Vater, Grafen Otto, am 22. November 1872. Er war erbliches Mitglied der Ersten Kammer der Stände, an deren Arbeiten er sich aufs regste beteiligte, und Kgl. Preuß. Generalmajor a la suite der Armee. Aus der am 23. Juni 1859 geschlossenen Ehe mit Marianne Gräfin tzu Stolberg-Wernigerode sind 10 Kinder, und zwar 6 Söhne und 4 Töchter entsprossen. Der jetzige Graf Otto, geb. 1860, steht als Königl. Preuß. Oberleutnant a la suite der Armee. Graf Laubach mar schon längere Zeit leidend und suchte im Süden Genesung. Es trat denn auch eine Besserung in, trotzdem sah er sich vor einigen Monaten veranlaß: .^aus der Ersten Hessischen Kammer, in der er seit vielen Jahren eine hervorragende Stellung eingenommen hatte, auszuscheiden. An der kürzlich begangenen 25jäh- rigen Jubiläumsfeier des von ihm gegründeten Gymnasiums Fridericianum konnte er noch teilnehmen. Auch als Präsident des landwirtschaftlichen Provinzialvereins Oberhessen hat sich der Verstorbene, wie auch aus verschiedenen anderen Gebieten, große Verdienste erworben. Er war ein Edelmann im besten Sinne des Wortes, dessen Andenken für alle Zeit in Ehren fortleben wird.
Mainz, 1. September. Vor ca. acht Wochen wurde der Bruder des bekannten Radfahrers Lehr von Leuten des Bezirkskoinmandos Frankfurt uls Hceresunsicherer hierhergebracht und dem Infanterie-Regiment Nr. 88 überwiesen. Lehr machte damals feinen Fluchtversuch, der mißglückte. Wegen des Fluchtversuches und verschiedener anderer gegen ihn vorliegenden Beschuldigungen kam L. in Untersuchungsarrest. Inzwischen war er daraus wieder ! entlassen worden. Wie wir hören, ist er aber, als er vor dem zu seiner Aburteilung zusammengetretenen Kriegsgerichte erscheinen sollte, von hier verschwunden gewesen. Er wird jetzt als .Fahnenflüchtiger verfolgt. Es dürfte den Behörden schwer fallen, des sprachgewandten Menschen habhaft zu werden, feer auch schon häufig im Auslande weilte und sich wahrscheinlich auch jetzt wieder dort aufhalten wird. - In dem Hinterhause des gegenwärtig vom Kommandeur des 2. Nass. Infanterie-Regiments Nr. 88, Oberst von Francois bewohnten militärischen Gebäudes, Münsterplatz Nr. 4, entstand gestern nachmittag um 3 Uhr aus unbekannter Ursache ein Brand, durch den der Dachstock zerstört wurde. Hilfe durch Zivilpersonen und auch besonders durch die. freiwillige Feuerwehr war alsbald zur Stelle. Das Feuer blieb auf seinen Herd beschränkt. Bei evenjl. Weiterausdehnung des Brandes wäre das nebenan gelegene Hafer-Magazin sehr gefährdet gewesen. Die freiwillige Feuerwehr überließ nach Beseitigung der Gefahr die Mufräumungsarbeiten fefer Militärfeuerwehr. Auf der Brandstätte waren Gouverneur, Stadtkommandant und Oberbürgermeister erschienen. Der Schaden ist nicht sehr bedeutend. Das ganze Gebälk des betr. Dachstockes war so morsch, daß veim Zusammenreißen stets große Staubwolken ajuswirbelten.
Mainz, 2. September. Der 1857 in Offenbach a. M. geborene, seit längerer Zeit hier in der Steingässe wohnende Wirt Johann Jost Schuboe hat heute vormittag zwischen 8 und 9 Uhr einen Mordversuch an seiner Ehefrau begangen, indem er aus einem großkalibrigen Revolver einen scharfen Schuß aus dieselbe abgab. Zum Glück ging die Kugel fehl. Sie durchschlug ein fast zolldickes Brett und blieb in der Wand der Küche stecken. Dem Mordversuch voraus ging ein .kleiner Wortwechsel, der dadurch hervorgerufen worden war, daß Schuboe die Nacht außer dem Hause zugebracht hatte und sich erst nach 8 Uhr heute vormittag wieder einstellte. Auf die Frage seiner Frau, wo er denn die ganze Nacht gelvesen sei, zog er direkt den Revolver und feuerte ihn puf feine flüchtende Fran ab. Nach dieser Heldenthat ergriff Scl;uboe die Flucht. Nach der Aussage eines als Zeugen vernommenen Glasers hat Schuboe diesem schon gestern gesagt, daß er heute feine Frau töten würde. Schuboe, ein gewaltthätiger Mensch, der feit längerer Zeit schon mit seiner Frau im Streit und Unfrieden lebt und den auch das Schöffengericht erst kürzlich wegen schwerer Mißhandlung seines eigenen Sohnes zu einer Geldstrafe verurteilte, wurde gegen 10 Uhr, als er in feine Wohnung zurückkehren wollte, von einem Schuh- fnanne in der Steingafse verhaftet und zuerst auf den 4. Polizeibezirk gebracht und bann an die Kriminalpolizei abgeliefert, die ihn in Untersuchungshaft abführen ließ. Im Besitze des Verhafteten befand sich, wie der „Mainz. Anz." schreibt, die Mordwaffe, die noch mit drei scharfen Patronen geladen war und die Hülsen dreier abgefeuerter Schüsse enthielt. Uebrigens hat Schuboe immer einen geladenen Revolver bei sich getragen. Seine Frau hat ihm schon darnäls, als er den Sohn so mißhandelte, einen solchen abgenommen und ihn heute an die Polizei abgeliefert.
Waldgirmes, 1. September. Ein ungemein frecher Diebstahl ist vorgestern in der R.'schen Wirtschaft Hierselbst verübt worden. In vorgerückter Nachmittagsstunde kam ein anständig gekleideter Fremder in das Wirtslokal, aß und trank und ließ sich's wohl fein. Ter Wirt war während des Anfenthalts des Gastes ins Feld gefahren, wo dringliche Arbeit seiner harrte, während seine Frau, nichts böses ahnend, in Hof und Stall ihren Besorgungen nadjging. Nach längerer Zeil entfernte sich der
Fremde, ohne daß ein Verdacht rege wurde. Am Abend- wurde der Wirt ersucht, ein 20-Markstück zu wechseln; er begab sich zu diesem Behuf in die Stube, wo er sein Geld aufzubewahren pflegte, und da wurde er denn gewahr, ?.a& sein Geldbehältnis erbrochen war und 600 Mark, die Üch vom Verkauf eines kurz vorher veräußerten Stückes Vieh darin befunden hatten, verschwunden waren. Mit dem Gelbe hatte der Dieb, offenbar jener Fremde, zugleich einen in dem Behältnis liegenden Revolver mitgehen heißen. Tagegen hatte er ein mit einer Hirschhorn'krone versehenes Tolchmesser, das er anscheinend für den Fall einer unliebsamen Ueberraschung zurecht gelegt hatte, im Stiche gelassen. Offenbar handelt es sich bei diesem Diebstahl und Einbruch um einen gefährlichen Verbrecher, vor dem die Sorglosigkeit der Landbewohner umsomehr gewarnt werden muß, als er in vertrauenerweckendem Gewände auftritt. (Wetzl. Anz.)
-0. Braunfels, 29. August. Der Erbprinz von Reuß j. L., der Schwager des verstorbenen Prinzen Hermann, ist heute nachmittag auf Schloß Braunfels eingetroffen.
** Kleine Mitteilungen aus Hessen und den Nachbarstaaten. In den Chemischen Farbwerken zu Mühlheim a. M. waren sechs Arbeiter mit Kesselreinigen beschäftigt, als der Maschinist, der wahrscheinlich von der Thätigkeit der Arbeiter keine Kenntnis hatte, das Ventil öffnete, sodaß der heiße Dampf über die Arbeiter strömte. Zwei der Arbeiter wurden auf diese Weise sehr schwer, die anderen ziemlich bedeutend verletzt. Die Verunglückten wurden in das Kreiskrankenhaus nach Steinheim verbracht.
Meratur.
Die Lieferungen 3 und 4 von Stahls großem illustr. Kräuterbuch mit nach der Natur kolor. Abbildungen pro Lieferung 50 Pfg., die ihren Vorgängern rasch gefolgt find, beweisen aufs neue, daß wir es hier mit einem ungemein nützlichen Buche zu thun haben, das allen Interessenten ein wahres Schatzkästlein ist. Erfreuen sich schon die beiden ersten Lieferungen durch ihre übersichtliche und vortreffliche Zusammenstellung verdienten Beifalls, so dürfen wir mit Recht sagen, daß das allgemeine Interesse noch mehr geweckt wird durch die höchst erschöpfende und populäre Behandlung des gesamten Stoffes. Auch die eingeschalteten Farbenbilder sind naturgetreu. Das Kräuter buch ^erscheint in Stahls Verlag in Regensburg.
Spichlm btr ntrtinigten frankfnritr AMHeattr.
Opernhaus.
Dienstag den 4. September*): „Geisha". Mittwoch dm 5. September: „Puppe". Donnerstag den 6. September: „Mignon". Freitag den 7. September: „Der Ring des Nibelungen": „Siegfried". SamStag dm 8. September: „Fra Diavolo". Sonntag den 9. September, abmds Uhr: „Der Ring des Nibelungen": „Götterdämmerung". Montag den 10. September: „GetSha . Dienstag den 11. September: Zaubers lote."
Schauspielhaus.
DimStag den 4. September: „Als ich wiederkam". Mittwoch den 5 September: „Logenbrüder"; vorher: „Flügellahm". Donnerstag den 6.September: „Iphigenie aus Tauris". Freitag den 7. September: „Gespenster". Samstag den 8. Sep> tembrr: „Großstadtluft". Sonntag dm 9 September: Großstadtluft". Montag den 10. September: „Heimat". Dienstag den 11. September: Zyklus nordischer Dramen. Sechster Abend: „Fallissement".
*) Anfang, wenn nicht anders bemerkt, um 7 Uhr.
Handel «nd Verkehr. Uslkrwirhchafl-
Frankfurter Börse vem 1. September.
Wechsel auf New-York zu 0.00-00.
Pr&BnieM auf Kredit per ult. Sept. 1.65%, do. per ult Okt. 2.50%, Diskonto-Kommandit pe? alt. Sept 1.30 %, do. per ult. Okt 2.45 °/o> Lombarden per ult Sept. 0.80%, de. per ult Okt. 1.05% Deutsche Bank per ult. Äug. 0.00%.
Ntttieruagen: Kreditaktien 207.00-000-00, Dfekonto- Kommandit 173.60-174-173.40-50, Staatsbahn 141.20-141, Lombarden 27.10-27-00, Italiener 94 60, Spanier 72.60, Spros. Mexikaner 25.45, Bochumer 187.70-20-188 bz., Laura 204.90 B. 80 G., Harpener 183-184.30-10-20 bz., Gelsenkirchen 195.60-196.00 bz. G., Privat- Diskont 4% ° o G.
1% bis 2% Uhr: Kreditaktien 207-208-000.000 bz., vi-- konto-Kommandit 173.80-174.50 bz., Staatsbaho 141.20-142.20 bz., Lombarden 26.90-26.70 b., Laura 000-00, Berliner Handelsgesellschaft 90.00 bz., 3proz. Mexikaner 00.00 bz.
- Pommersche Hypotheken-Artien-vanr. Wie auS dem Inseratenteile unserer heutigen Zeitung ersichtlich ist, werben die am 1. Oktober er. sälligen Pfandbrief Koupons bereits vom 15. September er. ab kostenlos etngelöst. ,
Die Bank macht gleichzeitig bekannt, daß eine Kündigung oder Verlosung ihrer 4prozenttgen Pfandbriefe Em. 5 und 6 vorlSufiz nicht beabsichtigt ist.
— Mecklenburg Ltrelihsche Hypothekeubauk. Wie aus dem Inseratenteile unserer heuttgm Zetiung erstchtltch, werden die am 1. Oktober er. fälligen Pfandbrief KouponS bereits vom 15. September er. ab kostmlos etngelöst.
Roubaix, 2. September. Die Diskonto bank von Roubaix hat infolge der Krisis in der Baumwoll Industrie ihre Zahlungen einstellen müssen. Etn Direktor der Bank erschoß sich, nachdem er unverrichteter Sache aus Pari-zurucr» gekehrt war, wo er finanzielle Unteistöhung zu finden ge-ostt hatte. Dieser neue Krach trifft meistens die kleinen Händler und Beamte, die ihre Ersparniffe bet der Bank niedergelegt hallen.
Märkte.
Grünberg, 1. September. Fruchtmorkt Weizen *5,50-00 00 Mark, Korn 15,50—00,00 Mark, Gerste 00,00-00,00 Mark, Hafer 12,48-00,00 Mark, Erbsen 00,00—00,00 Mark, Lmsen 00 00—00,00 Mark, Samen 26-00,00 Mark, Kartoffeln 0,00-0,00 Mark.
Einmal gegessen — Zweimal gekauft. —
DaK versteht sofort Jeder, der Brown und Polsons Mondamin- versucht. Es gefällt bann so gur, das; Mondamin nicht nur ein- oder zweimal, sondern stündlg, gelaust wird. Mit Hilfe des Mondamin bereitet man mühelos schmaanaste Puddings, Flammris, Milch- und Eierspeisen, wie es kaum anders möglich ist. Eine Auslese erprobter Rezepte auch mit warmen Mondamingerichten bieten Brown u. Polson, Berlin C. 2, kostenlos jedem an, der unter deutlicher Adresse es verlangt. Mondamin ist überall käuflich.


